Indiana Tribüne, Volume 1, Number 26, Indianapolis, Marion County, 8 February 1879 — Page 6
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I n d i a n a T r i b n e."
Aus den Aanden.
Novelle von Wilhelm Jensen. (Fortsetzung.) Wo war Ernst Dankmarts Lust an nccki
scher Laune und Spaßworlen geblieben?
Hatten diese kahlen Wände jemals tm
fröhliches Auflachen schallend zuluckgcwor
sen? War er überhaupt derselbe Mensch,
der an einem Jaliabend in diesen Salonlngezogen und als verdrossen-lustige Ent gegnung auf die griechische Vierzeile an die Wand geschrieben halte: .Ich wollte nur, o Freund, daß Nr. 7 käme Und sperrte Dich statt meiner wieder ein ? O um keinen Preis in der Welt ! Wel. chen Preis konnte die ganze Welt ihm für seine Freiheit bieten? Der Einzige, der das Richtige getroffen, war eben Nr. 7, als sie gesagt : 's ist hier am Allerbesten. Herr und : Wenn Sie erst lang ge nug hier sind, Herr, sagen Sie's vielleicht ebenso.- . Ja, Ernst Dankwart war lang genug hier. Wie lange nach der Kalenderzeit?
Er befaß keine Rechnung dafür, auch der Mond, der wie ein blasses Wölkchen am
Mlttagshimmel stand, gab ihm keinen An
halt. War derselbe zum zweiten oder schon zum dritten Mal wiedergekommen, seitdem er in jener Nacht sich beim Schimmer der
schmalen Sichel gefragt, wesha b er nicht
über die mürrische Laune von Nr. 7 ge
lacht? Die öden Felder die Pappeln,
den Tag in das Conmandanturgebäude Er konnte nicht ablossen, sie den Abend Auch durch das Gitterfenster Ernst verneur erwartet Sie in einemTone, der zurückkehrte. Marie stand allein am Jen hindurch mit den übrigen Mädchen und Dankwarls flutheten wieder die fast tag- anders als sonst klang, und ebenso wär eS fler und blickte hinaus; sie schrak leicht bei Frauen zu veraleichen. Schöne Gestalten hellen Streifbänder ; erstand, Zn's kahle auffällig, daß er zum ersten Mal wieder seinem Gruß zusammen, sprach nicht, son und Gesichter befanden sich unter ihnen, Gestld drunten hinunterblickend, doch vor seit Monaten den Gefangenen bis an die dern schritt auf den Sesiel am Flügel zu aber Marie von Wolkensteiy. erschien ihm seinen Augen lag eö seltsam überwebt, Tdür der Commandantur geleitet. Doch und rückte ihn mit einer leichten Bewegung trotzdem nicht als demselben Geschlecht an- weiße Zebel zogen sich phantastisch dar' alle Gedanken Ernst Dankmarts richteten vor. Es lag etwas wie schweigende Aus gehörig. Der rothe Hauch ihrer Wangen über bin, rissen manchmal flüchtig mit sich voraus, ihm war nichts befremdlich, er führung einer vorher genau getroffenen strömte Duft des Lebens, der Wirklichkeit ganz winziger Lücke auseinander, und fragte nichts, sondern schritt eilig wie von Verabredung in ihrem Thun. Sollich auS u. doch leuchtete ihr ganzes Wesen wie dann schimmerte es nicht von gelbenStop- einer schwebendenWolke getragen durch den Licht anzünden?- sragte sie, und er ver- die Glanz?rscheinung eines aus ätherischen peln, sondern wie von maiengrüner Früh sommerlinden löstlichenNachlbeginn. Der setzte mit halb undeutlicher Stimme : Ich Stoffen zusammengefloffenen Traumbil- lingssaat zwischen ihnen herauf. Dazu Mond erhellte den Hosraum noch mit kei danke der Compor.ist braucht cö zur Be- des. daS nur mit schwebender Sohle flüch- wiederholten die Lippen des jungen Man- nem duecten Strahl, nur ein ungewisses leuchtung seiner eigenen Fehler nicht.- tig den rauhen Boden der Erde berührte. neS ohn-es zu wiffen immersort halblaut Lichtweben aus derHöhe herab deutete, daß Sie erwiederte nichts, sondern lehnte sich Körperlich und geistig; auch ihre Worte einen Satz: er bereits am Horizont heraufgestiegen, hinter ihm in einenSesiel zurück, und seine und Gedanken, so fröhlich sie stch in t as Das heißt, ich soll vor den Andern Auf dem Schloßflur leuchteten Kerzen, und Hand glitt über die Tasten. Eine Weile Gespräch der Anderen einmischten, besaßen kommen, wie heut und das Herz soll ei- Stimmendurcheinander scholl heraus ; die unsicher, wie die Uebung eines Schülers etwas Traumhaftes, als seien sie nur nen andern Sckluß bis dahin sinden Gesellschaft war offenbar schon seit gerau dann wandelten die Töne sich nach und lächelnde, freundliche Gaste in einem Kreise ' 3 Herz ? Es klopft so ungestüm, mer Zeit versammelt und der verspätete nach zu einer leisen, doch harmonisch-ent der Armuth, aus dem ste sich in jedem wie Frühjahrswind, der sausend über win Gast trat in die hellen Zimmer ein. Sein sprechendenBrgleitung, und er selbst sprach Augenblick auf unsichtbarenCherubflügeln terstarres Gebirg hereinbricht, als zweifle erster Blick suchte die Tochter des HauseS-
mehr dazu, als daß er sang : XX ber alle Du emporgeboden Von de Schick'nls lirb.'voller Hand, Schöne? Traunib ld, roscnlich umwoben, Aus der Brust geheimste Märchenland In der Jugend, in der Anmuth Reigen Du die Alldest.g'rin, Der sich jede Herz zu eigen Gibt in seligstem Gcwinn Jungfrau mit dem Maiena gesuchte, Daö der Erde höchstes Glück verheißt, Doch mit feint Auges süßem Lichte Wie ein Stern der ib: schon entreißt Fürstin in der Liebe Reich zu werden, Wollte Dir der Himmel leih'n Ach, was mußtest schon aus Erde Sineö Fürsten Kind Du scin!"
in die Heimath ihres wunschlosen. Alle er nicht an seiner Wunderkrast, über Nacht allein sie befand sich in keinem der in ein-
erfüllenden Himmels zurückzuschwingen alle Eis und Schneelast, unter der die ander geöffneten Räume; dann gewahrte vermöchten. Nur einmal kam es mit auf- harrenden Blutrienkeime stumm begraben er zunächst den Gouverneur und auch die horchender Unruhe über die glänzenden lagen, mit zauberstarkem Mund fortzu ser richtete im nämlichenMoment dieAugen Augen ; einer der älterenFestungsbeamten schmelzen und es überkam Dankwart auf ihn. Dankwart trat ihm zum Gruß
theilte mit, daß er eine briefliche Mitthu plötzlich mit wundersam ahnendem Gefühl, entgegen, doch gleichzeitig wandte sich der lung aus der Landeshauptstadt erhallen, daß er auf den Stuhl in der Fensternische Blick des Grafen mit einer sonderbaren in der erwähnt worden, dieUntersuchungen emporflog, weil ihm träumte, weil er Hast zur Seite, sein Fuß hob sich und er der sogenannten DemagogenCommis' dachte nein, weil er wußte ste müsse schritt rasch in ein Nedengemach, o er sich sion" wurden mit Nächstem abgeschlossen da droben in Mm Augenblikke stehen- mit einem der Gaste in eifriges Gesplälb
sein und es habe sich, wie man vernähme, Uno sie that'S, im weißen Mondglanz vertiefte. Hatte eine Ahnung, eine Ver herausgestellt, daß in der That eine große stand ste da. wie tagumstossen, nur ein Mllthung ihn bklührt? Dankwart grü Anzahl der in Hast genommenen jungen Bildniß noch unsagbar traumhafter aus belle unwillkürlich darüber nach, doch der Leute eigentlich ohne gesetzlichen Grund der Brust geheimstem Märchenland", als Ausdruck in den zur Seite weichenden jahrelang ihrer Freiheit beraubt worde im Sonnenlicht des Tages. Sie bewegte Augen des Boters war kein vornchm'ab DieGesellschast beglückwünschte einstimmi sich nicht, ihre Hand allein drehte unab weisender, empörter, eher ein kummervoller Ernst Danlwart zu dieser erfreulichen lässig den goldnen Sternring an ihrem gewesen, und außerdem ging aus der
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k,r,n stk, , flattern beaann laaten es Vplel und sejang Dielt mne. ,n ver flu .u, " uH, öu umumu muu. m" i ynuur, Duuüuitiro Me Ä Aber Stille des dämmernden Raumes tönte das aller Herz gewonnen, daß alle an günsti- leuchtete und nun wieder verschwand. Auftrag des Obersten gekommen, den Gean , tmaS lAleickaültiaercs kür die leise Krachen eines Sessels in den Fugen, ger Wendung seines Schickialö regen An- Lange, auch der ungesehene Zeuge stand fangenen zu holen. Doch jetzt ward der w JLaU die X es ward und blieb todtenstill. und erst nach theil nahmen. Man trank auf sein Wohl, reglos, nichts denkend und nichts wollend, öftere aus seinemNachsinnen aufrissen, SW rnrnM Better lmtte den Ke- einer Weile sagte die Stimme der Gräfin die Aussicht seiner Befreiung erhöhte die Dann kam es ohne Besinnung über ihn denn Marie von Wolkcnstein trat herein. was regnerillqe tmi uuuc ucu vjc , 5. ...f.:t ms,.ks ro k,? tti. h& .. vsm. KZ? tr ,m ..k..
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, dck uck lekt wo dtrSimmel wie. stummen der Töne und Wolle zum Be vermur sagte, sein GlS Mi, dem des jun. pfend, um sie an ihr Ziel gelangen ,u ttl.id, und war es di.s. d rbMikeiler md ndm sein. K'I'in gekommen : g.nGesangenen zusammenklingend : .Ei- lassen, sein bis heul' bemc,r..s Geheimnis, Ichmundene Aehnlichk.it mi, B,lllUJ JJCllCt IÖUIU, liugiii UUIC l.iX tnnn ihnrt HrrJ.lf, tiX K,,, Ki X itinrhilh luriffnriiU .r
fangenen tagsüber an sein Zimmer ge
bannt
derh
früheren Spaziergänge auf den Festungs
wällen nicht auf, sondern setzte seine seit
Wocken anaekanaene Beschäftiauna im
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Zimmer mit gleicher Rastlosigkeit fort, ne man ersolgre. quo er mu räum vor.
Troddem gedieh das Ergebniß derselben oarem Veoen ver ppen wieoer an :
.Ach, wie Reif aus junger Maienblüthe, Glänzt die Krone, die Dein Haupt umreift,
Trauernd lischt die Sehnsucht im Gemüthe,
Nicht weiter; es war eineDoppelthätikeit,
eine mit Feder und Papier, die andere auf den Tasten deö Spinets. Allein da die
.erstere nicht vorrückte, machte auch die zweite, sichtlich im engstenZusammenhange mit ihr, keine Fortschritte. Die Feder
schrieb aus das Blati, manchmal lang, und am nächsten Tage strich sie Alles wieder auö. Dann warf die Hand das Papier!
mit verurteilten Versen in denOfen,denn
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hnä ;h an iTnh ? aenm lvurs Mlr lelv. wenn l onen verrtelv uns vura, Die Gltter des ,sen ters morvttve zurucroeruev. ooer lzaue aua lbr
"Noch eine Strovbe " auch die letzten unsichtbaren Handschellen hinüberrief : Gute Nacht, Marie Gesicht die freudigen Farben des LebenS
Er wartete auf eine Entgegnung ; da abnehmen muß. Es steckt doch ein Stück Er sah, dab sie es gehört, doch sie schrak verloren und hob sich weiß und reglos wie ' .ö 0 ' I x. :n. ' !ai ...i r . t a. . v I C V. . i . ..v . ni r
von vrauqoarem errermeruer rn mir, nicqi zusammen, ne azrug nur oie Augen lurr uorr vrm sraiuengeloanoe ; vioa) dessen Ohr sich an das Klirren von Ketten auf, aber nicht in die Richtung seines etwas Anderes lieb Dankwart mechanisch als an eine anttenehmeMusik gewöhnt hat, Mundes, sondern als ob der Gruß irgend die Augen emporschlagen und ihn plötzlich und ich erinnere mich, dab ich in meiner woher aus der Luft, vom Himmel nieder stärker den je die Ähnlichkeit Mark's mit Jugend ein Gedicht Lord Byrons gelesen, an ihr Ohr gekommen, und mit der näm dem Bilde an derWand erkennen. Ebenso
k?ckwttt da fitrt da nickt nack 6tn,n in welchem ein langjähriger Gefangener lichen halben Dämpfung der Stimme ant. wie dies trug sie ein leichtes Gerankauf ujwugi im Vtl3 v9 myi uu uiuin . ? e . amu .r I i.i, . . ? . cn , . k.. v. w ...
greift. Au der Lieb?, au dkk Lebens Reiche H bt Dein stolzer Ahnenkchild Dich hinweg alö schone Leiche, Alö ein blutlos Eöiterbild " Die Worte verhallten, die Finger irrten
eö war schon morgenkühl geworden und ein noch eine Zeitlang auf den Tasten fort, knisterndesFeuer accompagnirte den frucht dann hoben sich unwillkürlich beide Hände losen Bemühungen des Schreibers. Ernst Dankmarts empor, um sich mit hef' Endlich, nach Wochen ließ die Feder zum tiger Regung über seine Augen herubzuersten Mal ein Blatt undurchstrichen, und legen. Doch sie waren über ihr Ziel hin der Urheber gab die schriststellerische Seite auö gegangen er fuhr plötzlich verwirrt seiner Thätigkeit auf, um sich von jetzt an in diehöh' ste hatten stch um zwei warm-
ausschließlich der andern zu widmen, blühende Wangen zulammengeschlosten;
am Schlüge sagte: Mit einem Seufzer wartete ste: .Gute Nacht, mein Herz dem braunen Scheitrl, nur war daö der
verlieb ich mein Gefängniß. Ehillon hieb schlag!" Und als ob sie nur auf jenen Mutter grün und dieTochter hatte genom dies, mir fällt's wieder ein ; versprechen Grub gewartet und gewubt, sie müsse ihn men, was die Herbstzeit bot, und ihren Sie mir, lieber Dankwart, mir Nachricht vernehmen, wandte ste stch, ging und ver- Kranz aus kleinen rothen Blättern deö zu geben, ob Ihr Ehillon beim Abschied schwand im Strahlennetz des Mondlichts, wilden WeinS geflochten. Aber der unbe auch etwas von Bedauern bei Ihnen hin Der Morgen des ersten October kam in deutende Hauptschmuck reichte hin, die terlassen haben wird." der nämlichen Schönheit, wie der letzte Gleichartigkeit beider Erscheinungen in Graf Wolkenstein streckte in seiner vor Septemberabend geschloffen. Dankwart wunderbarem Grade zu erhöhen, nehm. freundlichen Weise, doch mit gröbe indeb ward des goldenen Glanzes draußen Marie begrüßte die Anwesenden, sprach rer Herzlichkeit alö je zuvor die Hand aus, sich kaum bewußt. Er lab und schrieb von und erwiederte; Dankwart näherte stch und Ernst Dankmart faßte dieselbe, halb früh an, eng und klein, Seite um Seite, ihr, ste entschwand jedoch stets, wenn er gedankenirr über den vernommenen Wor keine Berse, sondern Briefzeilen, nur den herankam, oder hielt stch in einem Kreis ten nachsinnend und versetzte : O gewiß Anfang machten zwei Verse : der Unterhaltung, in den sich einzumischen
ich verspreche es -doch ich hoffe nicht- - rir(Hn inhfr9ifht .,.w. ihm widerstrebte. Erst nach langererZeit
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Ebenfalls waelang : kein. Un.usliedenheit wie er aussah, stand Marie von Wolken- L1"" . . Dir der Himmel leih' " "" W '
. . nj; x n.;Hs;A ihm x;. f,h w r ijicw verwlrri nie unv uam qaiug . . . . eiwas unnryerer uno rrageno vermun .5.?'... ?.Ä SSL 121 TL !m, ttnlT, nacheinander einige Glöser Wein k die und d. so g.nden Se,.en .n ungebundener d.r.er Stimme zu ihremGeburtssesieS.ück.
begegnete er ihr allein und wünschte ihr
-üfc4i.iu,iu..u, 1- MeieUickast krack aewoknter Weise um pruuze orroeirn Utsoann oie i5vrr egung Sie ickien varüker ,il,n , MliNpn fcM Mchmtigende Bermerfung und Neube- Sessel getrelen war. Es war ,u dunkel 2m7t b abgebrochenen Strophe. So verging f " ÄÄSr lo ginn sei.es musikalischen Ausbau ,u geworden, als da er mehr als die Umrisse ' 5' über dem Schreiben der Tag. denn früher ".'
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Lern. Ju,rß, viuuk itiinuiiu,i uum ,,...,.. ., , ckNen Abend ,ur eiel des " m oeroq ommerzei, vegann o,e ocio benuen ' LZckelnd dock, mit ratben nach dieser Richtung Bes.i.digung aus eine lange M.nu.e hörte er nur sein eige- berliche Dämmerung ; Dankwar. faltet. Sch,ö . sagte er - und er ging um die übliche Abendstunde nes Herz schlagen, bis ihre Stimme lang. seine Blätter in Briefform zusammen, er- TIVXL' ... k.. ...
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tt dem Entschluß 7 das Hauses Gou. ,am sprach : tt0'aS seitwärts im Zimmer und sagte, fk " nd schrieb d.rauf: .An verlangt? und er deutet leicht aus verneurs hmuber, falls die Umstände da. Wenn lch eme Krtttt ausüben soll, so I (ft t ih hxi.k... Marie." Dann sah er rn t alübender x:. rn...rnA- r-:..Ä m r.n .1
für günstig seien, dasResultat seiner Arbeit stnde ich die Mustk und daö Gedicht schön, s"7""' lirn aus bie Ubr. Die erbarrte Stunde 7...
dort mitzutheilen. Zum ersten Mal tras aber ich begreife nicht, wie der Dichter der Mn cin unverschämtes Kind und war da, eS bedürfte keinerHinwegtäuschung Morgen - ste sah ihn arok und stumm er die Gräsin Marie wieder allein, doch ersten betden Strophen für die dritte kei. ZrW um ein Keburt?taasaesckenk mehr: er erhob stch und trat an die Tbür. I LJiVZ
hierin muw er nicht die erwünschte Gunst nen befferen Schluß zu sinden gewußt aüs ' ' Doch nach einigen Secunden lieb seine :
der Umstände ersüllt sehen, denn er redete hat." Und welches, das in der Macht eines Hand verwundert den Drücker fahren und beutia, wollen wir sckmek,n nicht von seinem Vorhaben, war still und .Sie begreisen es nicht, Gräfin Marie? Gefangenen stände V er untersuchte das Scklok. soweit das xZ L ."i. " l. 1?;"'. stlu?
wortarm, hub manchmal an. als ober stammelte der junge Mann. .Kann es Das er am Besten zubieten vermag, schwindende Licht eS noch verstattete. Um. en wir nickt mit iknen tanten? sprechen wolle und stockte wieder, sobald ach den ersten einen anderen Schluß wenn er wirklich ein Gefangener ist daß sonst, die Thür war nicht zu öffnen, Nr. 7 . , . . sich ihre Augen zu ihm aufschlugen. Erst geben? Dichtet das Leben selbst an. er mir morgen noch einmal das Lied von mußte ste inGedankenzerstreuung amNach. . ? 7c P ertoarten' ClIt Re als er draußen in der Ferne Schritt ber?- heute singt. Die ersten beiden Strophen, mittag hinter stch abgeschlossen baben. I" 5 ? !I?aun.t tx
deö Gouverneurs vernahm, gewann er .Das Leben ? Dichtet denn das Le. ohne die dritte und daß er der zweiten Oder vielleicht absichtlich, aus Aerger, nrmr veruanoen was ne mlt den le plödlich Macht über seineLiPpen und sagte den allein V einen andern Schluß gibt," weil der junge Gefangene stch nicht mehr flCmClnt; ?.aj? .flstbIu hastig, daß er in letzter Zeit ein Gedicht Helle Slimmen draußen auf dem Flur Woher sollte er ihn nehmen. Ma - wie in ansänglicher Weise aus die Redelust lkldst rhm unvermutheten Aus,chluv. Er eomponirt und beabsichtigt habe, es heut' übclkianqen die in Wort und Ton gleich Gräfin Marie V des Wärters einaclassen Es lckien fast ewahrte ste neben ihrem Vater stehen und
Abend mitzutheilen. Marie von Wolken, seltsame ffrage. raschen Schrittes wandte Woher Dichter ihre Worte nehmen, wahrscheinlicher, daß dieser ihn: dergestalt cr W0ut)er"Cur uttette stein sah ihn an, aber eö lag keine Frage dieTochter des Hauses sich zwischen den denke ich auö dem schönen Glück der inen bewußten Posten gespielt. Jeden- denKopf und entgegnete : Nem, Marietta
in ihrem Blick, weshalb der Ton seiner betden Sphinxen hindurch in's Nebenge- Stunde und des HerMiags- falls ließ stch gegenwärtig nichts thun als ,ün1 löU u nm,i aoer "es Worte diese Absicht sür heut' zurückgenom. mach, die Flurthür öffnete sich und ein Andere Abschiednehmende traten hinzu. Geduld zu erzwingen, bis der Alte kom. wurde Drr schaden. Du bist blaster heut' men. sondern sie erwiederte mit leiser junger weiblicher Mund sagte : .Es ist Dankwart ging mit ihnen. Obwohl der men würde. M gewöhnlich
Stimme, daß sie sür den nächsten Abend noch dunkel drinnen, wir kommen wohl zu Kalender den letzten Septembertag ver. ErnstDankwart barrte Mnn r nhttm Weil ich zu viel sttze fiel ste ein, ich
Besuch erwartete und daß er seinen Plan müh." Bald trasen auch andere Gäste ein, zeichnete, lag draußen die Nacht mit köst. haupt heut' Abend nicht wiederkäme? kühle mich so krästiz wie nie. gerade Ber M i w err . . .j rsir w I jt rm f t W . VC V.. fm. - t-Tk I . . . .. 4.1
am Veen ausiuyren rönne, wenn er ncy uno 'carre reyrre zurua. yre Augen ucyer varme uoer pcw v,, vrr verv,l So würde der Gouverneur icklieklick uirgung seorr mrr. Vie legre vllleno ore
einige Zeit vor der Gesellschast und der glänzten wie Thauperlen im Kelch einer holte nach, was der Sommer toocgcnlana I fAidfctt'o6ne ttoetfer Aber eine Stunde vde zusammen. Nur einmal heut'
11 crf"it . rrs f i t v . Q l . k ? t rr x. .:M nnp (n.. I ... i M n.c. iol v ' .
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geDoynltazen öiunoe cinucue. qr iuii joiuiqc, iwaniroau oiauaj ores veriaumr. uru, im um ,uuiuihhc war bereils verronnen, tiefes Dunkel lag uirznrui rvurisrag oann nie wie Gesicht hatte sich während des Sprechens Gleichniß ihr gegenüber, als er ein paar wirr weißer Wölkchen trat der Mond bald rundum, vermuthlich war die Frist, in der tT vorgeneigt, so daß ihn ein leiser Anhauch Worte mit ihr allein zu tauschen vermochte, klarglänzend hervor, bald barg er stch halb die jungeGräsin sich allein befunden, schon Graf Wolkenstein sagte nicht ja, doch ihres flüsternden Mundes berührte; die doch ste lachte: .Dann muß wohl die hinter ihrem durchsichtigen Schleier zu vorüber. . ' wiederholte auch sein nein nicht, sie flog
Thür öffnete sich, der Gouverneur trat ein. Sonne warm scheinen, dav der Reif zu rück. Seine Scherbe war benähe voll. Endlich tönte doch der bekannte scklar. von ihm fort und nef ErnstDankwart
und es schien Dankwart eine unermeßliche, Master geworden. Vielleicht, weil morgen und die Lichtsunken, die sie ausstreute, rie rende Tritt draußen, hielt an, ein Schlüstel fast wie einem bezahlten Künstler zu :
Nicht endende Zeit zwischen diesemMoment mein Geburtstag ist ; Kmder freuen sich ja selten fließenden Stlberquellen gleich von klirrte und öffnete, Nr. 7 war stch mithin .Wir wollen tanzen! Spielen Sie! und dem Augenblick zu liegen, an dem er darauf, und Freude steigt in die Augen allen Dachziegeln, Vorsprüngen und Zin. bewußt, die Thür geschloffen zu haben. Rasch!" Bit Beginn der Dämmerung deö folgen- hinauf." nen des alterthümlichen FestungsschloffeS. Der Wärter sagte kurz : .Der HerrGou (Schluß folgt.)
