Indiana Tribüne, Volume 1, Number 26, Indianapolis, Marion County, 8 February 1879 — Page 4
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(Wochenblatt.) g. V- zws, Redakteur. Cfftce: Ecke Circle u. Meridianstr. (Im dritten Stock ) Abonnements-Preise. In der Stadt durch Träger ins HauS geliefert Per Monat .20 Cents. Per Jahc im Voraus ...52.00 Per Nummer 5 KentS. Lou's P. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 8. Februar 1879. (Corresxondenz der Tribüne") W a s h i n g t o n, D. C. 5. Febr. 1879. - Für ein Comite, welches keinen anderen Zweck hat, als unsere Politik zu reinigen, ist der Wiederwille, mit welchem die dem? kratischen Mitglieder desselben an die Arbeit gehen, die kleinen UnregelmäKigkeiten der Reformer Tilden, Pelton, Marble, Coyle und Genossen zu untersuchen, sehr bezeichnend. Man hatte diesem Comite alle Geldmittel bewilligt, deren es bedürfte um die Untersuchung gründlich zu führen ; mit aller ihm innewohnenden Energie stürmte es sich ins Geschäft und verfolgte jeden Schatten von Unehrlichkeit auf der republikanischen Seite, bis zu dem versteck .testen Schlupfwinkel; als es sah, daß auf dieser Seite die Untersuchungen gegen ' stands- und resultatlos blieben, verlor es mit einem Male die Lust und den Eifer; unsere Hoffnung auf eine nunmehrige un- . parteiische Untersuchung der gegnerischen Seite, aus eine Verfolgung der krummen t Pfade, welche das Comite schließlich ge ' genüb?r dem Präsidentschafts. Candidaten gebracht haben würde, scheint wenig Aus ficht auf Erfüllung zu haben, denn die Unlust der Comite-Mitglieder, auch jetzt noch ihre Schuldigkeit zu thun, äußert sich ju deutlich um mißverstanden werden zu können. Potter geht auf Besuch nach New Bork, was eine Unterbrechung der Sitzun M zur Folge hat; MacMahon, der den Auftrag erhielt, als Vorsitzender bei dem Comite in New Pork zu fungiren, findet plötzlich, daß seine amtlichen Pflichten seine Entfernung aus Washington nicht gestat- ' ten; Hunter, welcher alsdann den Vorsitz "übernehmen soll, hat sich nach Warrenton, Va. davongemacht. ' Die demokratischen Führer fanden es unmöglich, die Chalmers, Hookers und andere Heißsporne, welche vor Begierde brennen, auf Bragg loszugehen, für den Rest der Sitzung mit einem Maulkorb zu versehen. So machte man aus der Noth eine Tugend und ließ fie los, damit sie ihr Müthchen an einem Renegaten kühlen -möchten, welcher sich von seinen Verpflich tungen den Confederirten gegenüber lossagte und seinen früheren Genossen kund und zu wisien that, daß er von nun ab jeden Angriff auf den Bundesschatz nach . seinen besten Kräften bekämpfen würde. Nachdem die erbitterten Gegner überBragg hergefallen sind, ergibt sich, daß sie ihm nicht allein nichts anhaben konnten, son dern daß er auch noch als Sieger aus dem Gefecht hervorging. ..... Obgleich der Congreß nur noch vier Ar beitsmochen vor sich hat, so ist doch in An gelegenheiten der Bewilligungsbills noch ; so gut wie gar nichts geschehen. Außer ' diesen Etats liegen noch sonstige Fragen vor, deren Erledigung durch den Congreß erfolgen sollte, es hat aber nicht den An. schern, als wenn überhaupt Viel noch erle digt werden sollte. Der jetzige Zustand . unseres Handels und unserer Schifffahrt ist für den Congreß zuviel, um mit starker Hand eme Aenderung herbeiführen und die großen Corporationen niederbrechen zu . können, welche jetzt den internationalen . Handel ,n Handen haben und sich wohl .. Huten werden, sich Neuerungen zu fügen, . welche bezwecken, Handel und Schifffahrt zum Gemeingut zu machen und den riesi. gen Nutzen einiger Ringe auf ein beschei denes Maaß zu reduziren. Bei Schluß .'. 'der Sesnon werden wir Veranlassung neh men, einen Rückblick auf die Thätigkeit des Herrn Hewltt und seines ArbeitS-Comites zu werfen, und zu rekapituliren, was dieses für Opfer an Zeit und Geld gekostet hat. U. D. E. fr T General Ekin von Jesferso nville be ' gibt sich nach dem Süden, um das Verbrennen derLelte zu überwachen, welche während der Selbsieber.Epidemie von der Regierung hcrgeliehen wurden und jrtzt zur Zerstörung deö nstekkungöstosseS, der möglicherweise in denselben ent. halten sein konnte, vernichtet werden sollen.
Gditorielle ZUoiwen. Endlich hat die armeSeele Ruhe. Der
todte Drygoods.König Stewart ist wieder der Erde zurückgegeben worden, ferne Wittwe bat den Dieben des Leichnams durch eine renommirte Advokatenfirma 550,000 auszahlen lasten und die Bedin. auna eingegangen, daß weder eme tfragc gestellt noch fernerhin ein Schritt zur Entdeckung der Leichenräuber geschehen darf. Wäre der Leichnam verbrannt worden. wie eö doch in der Zukunft über kurz oder lang allgemein eingeführt werden wird, so hätten die schönen Tausende gespart wer den können. Die Niederlage C o n kl ings beider Besetzung derStellen im New YorkerZoll amt gibt der demokratischen Preffe emen willkommenen Anlaß, sich mit derHoffnung einer Spaltung in den republikanischen Reihen zu trösten. Sie hat auch etwas Trost recht nöthig, besonders unser jublllrender Semmel, denn wenn die demokra tischen Parteiorgane Umschau in ihrer tu genen Partei hält, erblickt sie wenig TröstIiches. Im Congreß platzen die Geister der nördlichen und südlichen Demokratie aufeinander und die Untersuchung der Chiffre-Depeschen durch das Potter-Co-mite bringt Dinge an den Tag. welche so recht dazu angethan sind, die hochgeschraubten Erwartungen demokratischer Heißsporne um ein Erkleckliches herunter zustimmen. Conkling's Verweisung in die ihm gebührenden Schranken will hiermit verglichen, gar nichts bedeuten, am allerwenigsten eine Spaltung in der republikanischen Partei, da in dieser der gesunde Sinn immer noch stark genug vertreten war, um jede Gefährdung des Ansehens der obersten Verwaltungsbehörde zu miß billigen, wenn sie auch von Partelgenoffen ausging. Am Montag bestätigte der Senat die vom Präsidenten eingesendeten Ernennungen von Zollbeamten in New Pork. Diese Bestätigung ist ein Ereigniß, denn sie ist einer Niederlage für einen Mann gleichzuachten, welcher bisher dem Präsidenten in einer Weise Opposition machte, die geeig net war, das Ansehen des obersten Beamten der Union zu untergraben. Senator Conkling hält sich für denPascha desStaa tes New Bork und übte diePatronage über den von ihm vertretenen Staaten einer so absoluten Weise aus, daß es mehr den Anschein hatte, der Staat New York sei seine Domaine und ein anderer Vertreter deffelben existire nicht, als daß Conkling ein erwählterBeamter sei, welcher unter der Autorität seiner Constituenten stünde. Die wichtigen und einträglichen Stellen im dortigen Zollamte waren es besonders. welche Conkling mit seinen Creaturen und politischen Drahtziehern und Werkzeugen besetzt wiffen wollte. Ein frühererVersuch des Präsidenten, die dermaligen Beamten ab- und durch Männer zu ersetzen, welche den Dienst im Interesse des Landes und der Kaufmannschaft zu versehen gewillt waren, scheiterte an dem energischen Wlverstand Conklings und seines Anhangs. Präsident Hayes machte bei der jetzigen Session des Congreffes nochmals dcnVersuch und begleitete ihn mit einer kurzen Botschaft an den Senat, worin es u. A. heißt : Davon überzeugt, daß die Bebolkerung New Fork's und des Landes im Allgemeinen wünscht, daß das New Yorker Zollamt blos mit Rücksicht auf das allgemeine Interesse verwaltet werde, ist eö meine Absia)t,'alles in meiner Macht Stehende zu thun, um ,n diesem großen Amte Reformen einzuführen, welche da Land wünscht. Mit meiner Kenntniß der Thatsachen und mit dem Bewuhtsein der Verantwortlichkeit, die mir von bet Versassung auferlegt ist, darauf zu achten, daß die Gesche treu ausgeführt werden, h'elt ich es für meine offenbare Pflicht, die bezüglichen Beamten zu suspendiren und die Nominationen zu machen, welche jetzt dem Senat vorliegen, damit das Amt auf ehrliche und lvirlsame Weiseverwaltet werde. Diese goldenen. Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Bestätigung erfolgte gegen alles Erwarten und Conkling wird hoffentlich die Lehre aus diesem Vorgang gezogen haben, daß die Zeiten vorbei sind, in welchen ein Einzelner, und wenn es auch ein Senator von New Bork ist, es wagen durste, Politik auf eigene Faust zu machen. Die Pest in Rußland verursacht eine wahre Panik in ganz Europa und selbst in transatlantischen Häfen, welche von rufst schen Schiffen besucht werden, denkt man an Absperrung und Einführung einer strengen Quarantäne. DieVorstchtSmab regeln, welche man aller Orten ergreift, sind durchaus nicht verfrüht und nicht zu weitgehend. Die Ansteckungskraft und
leichte Verbreitung dieser schrecklichenSeu che sind so groß und die in dem Heranna den der wärmerenJahreszeit schlummernde Gesahr ist so sürchterlich, daß die Bevölke rung aller Länder mit den Regierungen wetteifern follte, um die Krankkeit zu loka lisiren und auf ihrem eigenen Heerd zum Erlöschen zu bringen. Während sich die Grenzen der Nachbarstaaten gegen das heimgesuchte Rußland wegen der Pest schließen, will England mitsammt Canada sich gegen die Einsuhr von amerikanischem Rindvieh absperren, weil angeblich hier bei uns die Lungenseuche herrschen und bei in England gelandetem Vieh dieselbe zum Ausdruch gekommen sein soll. Hier in den Ver. Staaten weiß man nichts davon, daß ' die Lungenseuche grassirt ; Erkrankungen, welche ihren Sitz in der Lunge haben, kommen zu allen Zei ten und in allen Heerden vor, aber ebenso wenig wie ein schlimmer Fuß nothwendig
die Klauenseuche zur Folge hat, ebenso roenig ist jede Lungen- oder Brustfell.Ent zündung die Lungenseuche, und wenn Ca nada sich, wie es jetzt gethan hat, deßhalb drei Monate gegen die Einfuhr von amerikanischem Rindvieh absperrt, und Englaud die an seinen Küsten ankommenden Vichtransporte mit Quarantäne belegt, so muß uns hier eine derartige Vorsicht somisch vorkommen; sie wird aber erklärlicher, wenn wir gleichzeitig von drüben erfahren, daß die landwirthschaftlichenThierZüchter Englands ihre Regierung mit Eingaben und Petitionen bestürmen, die ihnen schwereConcurrenz machende amerikanische Vieheinsuhr zu unterdrücken. Die Untersuchung der Chiffre-De peschen-Angelegenheit vor dem Potter Comite zieht sich in die Länge und rückt nur wenig von der Stelle. Die Verneh muna Veltons. deö Neffen Tildens. und ausersehen, den Sündenbock in der Komö die zu spielen, ließ sich des Längeren und Breiteren über diese, von ihm ausgehen den Chiffre-Depeschen aus. Er bezeugte, daß der Gedanke sowohl wie die Initiative der ganzen Transaction von' ihm auSge gangen sei, daß sein Onkel Tilden von der ganzen Prozedur nicht eher etwaS erfahren habe, als bis es an die Ausführung deö Planes hätte gehen sollen und man ihn und seine Geldmittel in Mitleidenschaft ziehen mußte. Tilden jedoch habe das eingeschlagene Verfahren auf das Ent schiedenste mißbilligt und sich geweigert, irgend etwas damit zu thun haben zu wollen. Lieber verzichte er auf die Würde, als daß er durch Anwendung von Geld seinen Einzug ins weiße Haus ermögliche. Die demokratische Preffe wird nicht unterlaffen, diesen edlen Zug des großen Reformators in allen Tonarten nach allen Richtunger. des Congreffes hin auszutrompeten, und das so sehr in die Enge getriebene Potter-Comite wird sie hierin nach Krästen unterstützen. Für Jeden, der seine fünf gesunden S'nne gebraucht, ist aber diese edle Selbstaufopferung des Neffen seines Onkels eine durchsichtige Komödie, welche viel zu spat aufgeführt wird, um wahrhast zu erscheinen; wahrscheinlich kam aber den ln die Enge getriebenen Stimmen-Schacherern der rettende Gedanke nicht früher. Jedenfalls wird von demokratischer Seite aus diesem Bekennt niß Peltons versucht werden, möglichst viel Kapital zu schlagen, und wir dürfen uns aus das interessante Schauspiel vorbereiten, die demokratischenBlätter sich mit dem Plausibelmachen des Pelton'schen Mähr chens abqllälen zu sehen. Der Wechsel im Präsidium der Republik Frankreich hat sich in aller Ordnung und ohnejeneConvulsionen vollzogen, von welchen politische Umwalzun gen und Systemwechsel in diesem Lande bisher stets begleitet waren. Grevy trat sein Amt in aller Ruhe an undMacMahon wr der erste, welcher ihm hierzu seinen Glückwunsch darbrachte und seinen Respekt bezeigte. Trotz dieser unter so günstigen Umständen erfolgten friedlichen Wandlung ist doch Jedermann überzeugt, daß Grevy ebensowenig seinen siebenjährigen Termin auödienen wird, wie MacMahon. Die Unruhen und Erschütterungen werden aber bei einem Abgange GrevyZ wahrscheinlich nachholen, waö sie jetzt versäumt haben, denn was auf die gemäßigte Republik nothwendig folgen muß, wird sich Frankreich nicht stillschweigend gefallen lasten. Inzwischen geht Alles in Paris nach Wunsch und auch die auswärtigen Mächte haben keinen Anlaß, die Vorgänge daselbst mit scheelen Augen anzusehen. Ganz besonders hat in Berlin die Ernennung Waddingtons zum Premier und Minister
deö Auswärtigen befriedigt, da sich der
Genannte während seines Ausenthalts daselbst als französischer Botschafter sehr bel ebt zu machen wußte. In Bro oklyn wurde eine deutsche Volksversammlung zu dem Zwecke abgehalten, dem Fürsten Bismarck ein solenneS Mißtrauensvotum und einen souveränen Rüssel für seine Knebelung deS deutschen Volkes zu ertheilen. Dahinzielende Resolutionen wurden angenommen und sollen an den deutschen Reichstag und an Bismarck gesendet werden. Der panische Schrecken, welchen diese Resolutionen bei ihrem Eintreffen in Berlin hervorrufen werden, ist hoffentlich nicht sogroß, um welterschütternde Folgen nach stch zu ziehen. Die Aufforderung zu dieser Versammlung war auch von einer Anzahl Amerikaner mit unterzeichnet, bei der Versammlung selbst ließ sich aber kein einziger der selben sehen, nicht einmal die angekündig ten Redner und so kam es, daß die ganze
Geschäftsleitung nur von Sozial-Demo- rlgfle dabei ist nur, daß sich deutsche Blättraten gehandhabt wurde. ter finden, welche ; die Bestrebungen dieser
Die Anmeldungen von Forderungen an dcn Erzblschof Purcell m Clncmnatl baben jetzt die Höhe von einer Million erreicht und scheinen noch lange nicht zu Ende zu sein. War es schon schwer, die heillose Geldwirthschast eines hohen geistlichen Würdenträgers zu entr , . , schuldigen, so lange die ichuldlgenBetruge nur gering waren, so erscheint die befolgte Geschästssührr.ng nunmehr in einem ganz anderen Lichte, nachdem die erschwindelte Summe eine Höhe erreichthat, die kein Mensch je ahnte. Was vorher mit Unerfahrenheit in Geldangelegenheiten und kindlicher Unschuld entschuldigt wurde, streift jetzt schon mehr an Dachauer Bank- . . - . . schwinde! und Adele Spitzederei. Wie unter solchen Umständen ein Verbleiben
des Erzbischofs im Amt und Würde ver- hat, welcher es wagt, gegen' den Modeeinbar mit der moralischen Integrität sein Pässen des Tabernakels, nach Beecher den . ' . ar.i fr.-'t. n
kann, welche einen katholischen hoyenGeistlichen auszeichnen soll, ist mehr als wir, und mit unö viele Katholiken zu begreifen vermögen. - r n- x -c.. v- f Em ehrliches Gestandnlß, und m rr f r' r . r i i . I ner Ehrlichkeit em sehr trauriges, legt Se- . s. , , r wv rr !""?' S arnlghaus.n von Allen Co. tr . einer Crie,pondenz an sein Blatt, die tiftimin Kfrtntaiititiirt " nh tf (rthh ..v... ..g....u, Die Wahl deö Bundessenators ist glücklich JffirirÄ daß es mir unendlich sauer angekommen ist, für ihn zu stimmen und daß ich nur der bitternNoth. wendigkeit nachgegeben habe. ES war unmöggewiß nicht dazu verstanden. Ich habe aber offen gesagt, daß wir uns g ücklich schätzen können, wenn wir uns nach zwei Jahreu dieserWahl nicht so schämen, das .wir jeden der uns daran erin. nert, dringend bitten, doch za davon zu schwer ntXl, ö Der Schreiber dieser Zeilen steht mit seiner Ansicht nicht allein; sie wird von vielen seiner Parteigenossen getheilt, nur daß diese nicht so ehrlich sind, sie offer. und JLn- r.. ' .k L:t Lum w",ibi" i"i3 ui u'in) vuu iiv, zugeben. Es ist doch 'eine herrliche Einrichtung in diesem freienZande, in welchem die ganze Glückseligkeit der Nation auf w - i cm es 4 - "v das unbeschrankte Wahlrecht als Fundament bastrt ist, daß ein Landesvcrtreter für einen Mantt stimmen m u ß, von dem er im Voraus und wohlberechtigt befürchtet, daß er stch nach zwei Jahren seiner schämen könnte ; es ist doch ein erhebendes Gefühl, als sreier Mann einer bitteren Nothwen' digkeit" nachgeben und, trotzdem es ihm sauer ankommt," für einen' Menschen stimmen zu müssen, den der Eaucus und die Parteipeitsche ausoctroyirt hat. Die Erklärung unseres Eollegen möge Dan Voorhees an brt Spiegel zu dem sinan ziellen Jrrlehrer" des Evansville Demokrat" stecken. UnsereLegislatur ist nun schon dreißig Tage in Sitzung und hat nur noch weitere 30 Tage zur Erledigung ihrer Geschäfte vor sich. WaZ sie bis jetzt wirklich gethan hat ist kaum nennenswerth, dagegen liegen noch praeter proziter 800 Anträge zur Erledigung, ganz abgesehen von den lausenden Geschäften, den Etatsberathungen und Bewilligungen vor; wie dies Alles in 30Tagen bewältigt werden soll, ist schwer abzusehen und wird es auch wohl so kommen, wie wir es vorhergesagt haben. Es liegt einmal nicht im amerikanischen Charakter, ein Mandat als Legislator ernst und gewissenhast zu nehmen, und so lange den Wählern das Recht der Censur und Abberufung ihrer Erwählten nicht zusteht, wird es auch nicht anders werden. Wir sind sehr neugierig, ob wir die Herren nicht zu einer Extra-Sitzung hier behalten werden, damit wenigstens das Wichtigste und Unerlässigste erledigt wird.
Agentur-Wechsel.
Die Agentur der Western Assurauee Co von Toronto, As,ets Zl.eoo,voo, ist den Herren Cleav elaud & Co., No. l Cleaveland Ge bäude, gegenüber der Handelskammer, ültitza gen worden und vertritt genannte Firma nun mehr folgende Gesellschaften: Brltisb America, Western von Torontos I, CitizenS von St. Louis, Mo. Man spreche vor und informire sich von den Prämiensätzen. 1 Jn St. Louis droht dem deut schen Sprachunterricht in den Volksschulen wieder Gefahr. Die Knownothings und Fremdenhaffer ruhen eben niemals und kaum ist einer ihre: Angriffe abgeschlagen. so versuchen sie einen neuen. Das Trau im Finstern schleichenden Deutschenfreffer unterstüken. Die .WeMicke Wostw,lK. schon früber eine Lanze füi z die Erhaltung des deuten Unterrickts hh i,h h, Kampf siegreich durchführte, ist auch jetzt wieder in der ersten Reihe der Vertheidiger und, wenn nicht alle Zeichen trügen, wird sie auck diei-smal den htrr i 1 -" JJ "'jjv.i. Gegen den Reverend Talmadg e yat das Brooklyner Presbyterium eine Anklage erhoben, in welcher er der Falschy"t, Verstellung und der Anwendung verwerflicher und unpaffender Predigtmethoden beschuldigt wird, welche geeignet seien, die Würde der Religion in den Staub zu Ziehen. Diese Anklagen sollen durch ein fr itl 4 . . r jr. i . rr- ri . omiie unier,uroi weroen. ill zu verwunvern, van no) em ttorper gesunden sroglen Vumvugger, eine Annage zu erheben. . Viel wird dabei nicht herauskomwen, denn noch ist der Anhang Talmadge's unter den Pharisäern, seiner. Gemeinde zu groß; aber eS scheint wenigstens Ankan .Zn,rA.nk,r.,nn k,,.k.,.',. " 1 u " . 0 i j vmmi htn thnM,n fM,v vvvnni wuyu in wiiv Lämmern .in Licht darüber auszug.Iien, mi Qottt mn su M aü mt .. ' ' ' " bIi,n l um M it ' ' - - . "Literarischeö. Am 1. Februar . . . . . m - V. m " . ywn uic dummer: rxner neuen deutschen Wochenschrist, welche den Titel führt: .Criminal-Revue und . c allgemeine Gerlchtszeltung" und. von. G. Lauter herausgegeben wird. Aus den Kapitel-Ueberschristen heben wir folgende ' 1 v-vw niyt5i mjuuft I m rf . v . w . . . . wevenoeooesurlyel Mordthaten, 4a rd. mm mag man aus dicKrcifc WSLtb Lu Kn .? "chen derZ e:t. Geo. P. Powell o's. cewspaper Directory pro 1879 ist ein hübscher Band 'von 648 Seilen 8vo., welcher zum Preis von Z5.V0 ? en He kann, Ver letzte Jaorgang dleseö Adrenhu tniKld P.1(g2 dnul nrku or?. konformats und ist somit auf die , Hälfte seines Umfanges zusammengeschrumpft. Bayard Taylor hatte bekanntlich kurz vor seinem Tode noch an der Vorbereitung seines jüngsten und leider letzten Wertes gearbeitet. Dieses, ein dramati sches Gedicht in vier Akten unter dem Titel Prinz Deucalion, wird in nächster Zeit bei Trübner & Co. in London erscheinen. Ud o Är.ach v'og e l verübte in dem Belletristischen Journal" ein Gedicht, die SchliUichuhläuserin," was an Schwulst und Blödsinn den Freiligrath'schen Mohrensürsten" noch übertrifft. Die Laterne" druckt das Lied ab und jetzt ihm als Prolog nachstehenden Reim vor: Wie die Venus ist entstanden. Ward dem Udo offenbar. Tanzt der Esel auf dem Eise, Wird ihm Vieles sonnenklar. während Folgendes den Epilog bildet : O Du, Udo, laß' das Dichten, , Udo, o Du, laß' eS sein; Denn die Kinder Deiner Muse Schaffen Dir und uns nur Pein ! ; O Du armer Bcechvogel ! Aus Bern kommt die wichtige Nachricht : Der Bundesrath hat in sei ner heutigen Sitzung Herrn Marquis Frangois Adrien Äicolsi Doria an Stelle des zurücktretenden Herrn Bichler das Exeauatur als General Consul derRepublikSan Marino für Gcnf ertheilt." Für den neuen General'Consul ist es jedenfalls erfreulich, daß fein Amt ihm Anlaß giebt, im Auslande zu wohnen, denn in seinem Vaterländchen fände er nicht einmalRaum, seinen Namen und Titel MarquiS Frangois Adrien Ricolfi Doria, General-Consul-der. Republik San Marino in voller Länge auszuschreiben. Donnerund Dorial " 'V... vj.t. v n t. c äa :si : : t ' . "
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