Indiana Tribüne, Volume 1, Number 25, Indianapolis, Marion County, 1 February 1879 — Page 4

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I n d i a n a r i b ü n e."

Sndiana Hriöüne. (Wochenblatt.) ß. W. , Redakteur.

fcffice: Ecke Circle u. Meridianfir. t sJm dritten Ctock ) Abonnements-Preise. Jsder Stadt durch Trager in HauS geliefert Per Monat .20 Cents. Per Iah, im Voraus 2.00 Per Nummer ß Gents. Lom'S P. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 1. Februar 1879. Die Vorgänge in Frankreich. Vorgestern Abend legte der Präsident der Republik Frankreich, Marschall Mac Mahon, sein Amt nieder und delPräsident der Deputirtcnkammer, Grevy, wurde mit überwältigenderMajorität zu seinemNach folger erwäblt. Es ist dieses Ereigniß von so weitgebender Bedeutung, daß wir nichl umhin können, unsere Leser aus seine Conequenen aufmerksam zu machen. Wenngleich die Republik seit den acht Jahren ihres Bestehens stets an Krast und Substanz gewonnen und allen Gefahren getrotzt bat, welche ihr aus den Machina tionen und Umtrieben der monarchistischen Parteien erwuchsen; wenngleich serner ein gewaltiger Schritt zu ihrer Consolidation durch die Wahl republikanischer Senatsren gethan wurde, so war doch ibr Bestand noch nicht gesichert, so lange ein Mann an ihrer Spitze stand, der erst Soldat, und dann Bürger war; dessen Bestreben dahin zielte, die Armee als reaktionären Körper von den Einflüssen republikanischer Ideen fern zu halten, und so eine PlätorianerKaste zu schaffen, welche im geeigneten Moment ein Werkzeug zu werden drohte, vermittels dessen jede monarchische Partei der Republik ein jähesEnde bereiten konnte, die es verstand, die Führer der Truppen für. ihre Zwecke zu gewinnen. Die Republik stand so lange in Gefahr, als ibr Exe cutivbeamter den, Einflüssen der mächtigen ultramontanen Partei, die eine instinktive Feindin freiheitlicher Entwicklung aus po .it.schem und sozialem Gebiete ist, untervorfen war und den Geist religiöser lln duldsamkeit und Subordination selbst in der Armee nährte und zwangsweise ein führte, und durch ihn das republikanische Pstichtgesühl der Truppen unterdrückte. Schritt vor Schritt mutzte diesem Präst denten jede Concession zu Gunsten der Consolidirung der Republik abgerungen und abgetrotzt werden ; er stemmte sich mit aller ihm innewohnenden Krast gegen jede Machterweiterung der Landesvertretung, gegen jede ächt republikanische Mabrege! ; als er sich ohnmächtig fühlte, dem Borschreiten republikanischerJnstitutionenEiN' halt zu gebieten, blieb die Armee noch sein einziger Rückhalt und daß man die hierin schlummernde Gefahr nicht unterschätzte, geht aus den regelmäßig auftauchendenGerächten von drohenden, mittels der Trup pen auszuführenden Staatsstreichen hervor. Nachdem auch der Senat republikamsck geworden, war selbstverständlich, daß die Landesvertret'ing auch das Bei' langen stellte, die wichtigsten Kommandos in der Armee mit Ossizieren besetzt zusehe, deren Treue für die Republik keinem Zweisei unterworsen war. Man verlangte die Absetzung der monarchisch gesinnten commandirenden Generale und die Ernen nung eines LkriegsministerS, der mit dem liberalen übrigen Ministerium überein stimme. Als Mac Mahon sah, daß er diefem Verlangen nicht widerstehen konnte, legte er sein Amt nieder, und mit diesem Schritt erst kann nunmehr der Bestand der Republik in Frankreich als gesichert angeseben werden. Die Wahl des gemäßigten Grevy zum Präsidenten ist unter den obwaltendenUmständen das Vernünftigste gewesen, was man thun konnte. Gambetta's Ernennung für diesen hohen Posten bleibt der Zukunft vorbehalten ; für den Augenblick wäre sie dersrüht, unpolitisch und gefährlich gewefen. da selbst jetzt noch die Zustände in Frankreich noch nicht so gesichert sind, daß ein Sprung von Mac Mahon zu am betta ohne Gefahr hätte gewagt werden Unnen. Gambetta wirb im Ministerium vahrscheinlich einen hervorragendenPoftcn übernehmen und in einem solchen mehr Gutes zu wirken vermögen, als. wenn er die Prästdentur jetzt schon übernommen hätte ; ,i : ; . ' r'-.'ü Nach Allem, was von drüben gemeldet pird, vollzieht sich dieser wichtige Akt in

Frankreich ohne jene Erschütterungen, totU che sonst politische Umwälzungen bei den heißblütigen Franzosen zu begleiten pfle. gen. Hierin erblicken wir einen weiteren Beweis der Reife Frankreichs für die Seg. nungen einer wahren Volksregierung und wenn das Land es versteht, den Machinationen der im Stillen Unheil brütenden Unzufriedenen die Spitze abzubrechen, so dürfte von der jetzigen Epoche an eineSta bilität der Verhältnisse zu datiren sein. lEorresxondenz der Tribüne") Washington, D.E. 28. Jan. 1879. Dem Ton der Verhandlungen nach lzu urtheilen, welche in verflossener Woche gepflogen wurden, scheint eine Majorität deö Hauseö sich darauf vorzubereiten, unsere seitherige auswärtigelHandelspolitik über den Kaufen zu werfen, wohingegen die Bourbonen im Senat die Disposition verrathen, sich auf ein Parteidogma zu steifen, um dadurch ihre Opposition ge gen jede Verbesserung zu rechtfertigen, welche in das alte, seit dem Anfang des Krieges bestehende System gebracht werden könnte. Man erkennt hieran die Mitleid erregende Bahn, in welche diese Bourbo nen durch die statistischen Nachweise über den fiätigen Verfall unserer Seeschifffah'rt getrieben wurden, und welche darin gipseln, daß wir in weniger als zwei Decennien aus einer der bedeutendsten SeefahrerNation zu einer der nichtssagendsten herabgedrückt wurden. Eine der bezeichendsten Reden der gegenwärtigen Sitzung war diejenige Mr. Blaine'S, in welcher derselbe das Ausgeben einer maritimen Politik be furwortete, welche unseren Seehandel rui nirt habe. Besonders effectvoll war seine Kritik unserer Praxis, Millionen jährlich an ein Marine Institut zu verschwenden, sür welches wir thatsächlich keine Verwen dung haben. Die vorsichtige Manier, in welcher seine Gegner ihm zu antworten versuchten, während sie thätsächlich doch nur seinen Angriffen auszuweichen trach teten, ist der sprechendste Beweis, daß sie seinen Beweisen nichts entgegenzusetzen wissen. Jedermann kann auch ohne sena torielle Hülfe mit bloßem Auge wahrneh men. daß wir, außer dem Bischen Küsten schifsfahrt, so gut wie gar keine Handels marine haben, welche zu beschützen wäre und daß diese nur sehr wenig Aufsicht be darf. Wirst man einen Blick auf die enor

men Summen, welche seit dem Kriege für unsere Marine bewilligt worden sind, und vergleicht damit den jetzigen Zustand der selben, so müssen selbst Blaines Gegner die Richtigkeit seiner Argumente zugeben und mit ihm.arin übereinstimmen, daß wenn nur ein Bruchtheil dieser Summen dazu verwendet worden wäre, einige Dam pserlinien nach Süd Amerika und trans atlantischen Ländern zü unterhalten. für den Absatz unseres UeberflusieS an Boden erzeugnisien und unserer Jndustrieprodukte ein weiter Markt hätte erschlossen werden können, wodurch folgerichtig auch unser ehemaliges Ansehen und Uebergewicht zur See wiederhergestellt worden sein würde. Die Fra.'.e, welche Marine unseren Export und unseren Import transportiren soll, ist eine so wichtige für uns, daß sie nicht län ger unbeantwortet beiSeite geschoben wer den kann. Sie drängt sich stetö in den Vordergrund wenn immer wir unS mit dem Gedanken beschäftigen, auf welchem Wege wohl unsere günstige Lage, wie sie vor dem Kriege war, zurückgebracht wer dkn könnte. Die gegenwärtige Lage in welcher sich unsere europäischen Concur renten befinden, scheint ganz besonders günstig zu fein um ihnen den WelttranS porthande! auS'den Händen zu ringen. wenn wir nicht so stierköpfig sind, die Gelegenheit nicht wahrnehmen zu wollen. Mr. Biaine hat drgethan, daß wir unö jetzt dem niedrigsten Stand nationaler ldbe so nahe befinden, daß eine vernünstige Benutzung der nothwendig bald ein tretenden Fluth unS zum Glück gereichen muß, wenn wir. nur stark genug sind, UN scre eselhasteBornirtheit zu bewältigen und die Gelegenheit, wenn sie sich bietet, mit starker Hand zu ergreifen. Die großmütterlichen alten Bourbonen, welche es sich zur Ausgabe gemacht haben, den Frieden in der Familie zu wahren, haben sich einigermaßen von ihren Ansät len erholt, welchen sie durch daS meuterische Benehmen Bragg'S in voriger Woche unterworfen waren, sind aber immer. noch sehr nervös und reizbar, besonders Thurman. Mit Beihülfe Randall's, , der Regeln, Präcedenz.Fälle, GeschästS-Ord. nung k. in seinen. Dienst preßte um den wüthenden consederirten Bruder, ,dkr nach der Erdrosilung Bragg'S verlangte, zü rückzuhalteo, gelang eö so weit, die krieg

führenden.Parteien vor einem neuen Zu sammenstoß zu bewahren. Bragg, welcher von einem Wisconsin District erwählt wurde, um die dortige Demokratie zu der treten, hat niemals das demokratische Joch mit blinder 'Unterwürfigkeit auf seinem Nacken geduldet; wenn die Bourbonen erst einmal im vollen Besitz der Majorität in beiden Häusern sein werden und dann ihre Sündfluth vonRebellenForderungen her anbringen, werden höchst wahrscheinlich sich unter der nördlichen Demokratie ge nug Braggs finden, um mit den Republi kanern im Bunde, dem bereits fix und fer tig gemachten Projekt einen Damm ent gegenzusetzen. Die Aussichten auf einen niedlichen Spalt in der demokratischen Familie sind vielversprechend und nehmen alle Tage zu. DasComite, welches über die beantragte Uebertragung des Jndianer-Bureaus an daö Kriegsdepartemcnt zu berichten hat, ist für diese Neuerung nicht sehr einqenom men. ES besteht aus acht Mitgliedern drei Senatoren und fünf Repräsentanten u. diese stehen sich mitStimmengleichheit gegenüber ; die Republikaner sind z e g e n die Maßregel. In dem Bericht derDemo kraten, welche die Uebertragung besür. worten, fehlt kaum'eine Verbrechen Kategorie, deren sie nicht das Departement des Innern, bei der Verwaltung der JndianerAngelegenheiten beschuldigen. Auch wird von ihnen durchaus inAbrede gestellt, daß die Indianer Fortschritte in dec Civi lisation gemacht hatten. Der Bericht der Republikaner ist noch nicht erstattet. Mr. Tinlcy der Vorsitzende desComites zur Untersuchung der Regierungs Druckerei, welcher deren Abschaffung empfahl, hat sich in dieser Angelegenheit eines Be nehmenS schuldig gemacht; welches ein schlechtes Licht auf seineWählerschast wirst, wenn es sich bewahrheitet. Es wird ge sagt, daß der Sachverständige, auf besten Aussage er seinen Bericht bastrte, welchen er vergeblich dem Comite zur Annahme unterbreitete, alle Thatsachen vollständig ignorirte, welche einem nachtheiligen Be richt hindern im Wege standen. Profestor Gamgee'S Methode, daSGelbe Fieber durch Kälte zu bekämpfen, gewinnt an Boden. Alle wisienschaftlichen RegierugsBeamte und namentlich der bekannte Philantrop Thompson sind ganz entschieden für seine Theorie gewonnen und ar beiten an derenBcsolgung. U. D. E.

Gdrtorielle Ilotisen. Die nach Canada geflüchteten Jndia. ner, meistentheils dem Stamme der Sioux angehörend, sind mitsammt ihrem Häupt ling Sitting Bull wieder aus amerikani scheS Gebiet übergetreten und haben ihre vollständige Unterwerfung, die.Aüsliefe rung ihrer Waffen und Pferde angeboten. Der Hunger hat sie hierzu getrieben, nicht der Geist der Unterwürfigkeit und des ge setzlichen Verhaltens. Sie werden jeden falls von unserer Regierung mit versöhn lichem Entgegenkommen aufgenommen, und es wird für sie gesorgt werden, besser a!S für die hungernden Arbeiter in unsern Fabrikdlstrikten und sür unser brodloses Proletariat in den größeren Städten. Sie werden sich ruhtg verhalten, bis ihre abge magerten Rippen wieder ausgefüllt, ihr gebrochener Kampf. Raub undMordsinn wieder erstarkt ist und dte günstigere Iah reszeit ihnen gestattet, die Ansiedler im Nordwesten zu bestehlen und zu ermorden; es geht dann das alte l'teD von vorne wlk der an und endet wieder mit demselben Schlußrefrain : die Rothhaut wird gejagt und von unseren Blaujacken niedergeschos sen, und das Land bezahlt nestgeSummen für diese Civilisirung der ursprunglichen Herren dieses Landes. Diese Geschichte repetirt sich dann so lange, btö der Jndla ner der Union den Gefallen erweist, wie ihn die Maori's auf NeuSeeland den Engländern erwiesen haben ; sich nämlich unter die Dinge zurückzuziehen, die da geWesen sind, zu verschwinden, auszusterben. Die Cheyennen haben ihre Aufgabe bei. nahe schon erfüllt. Bei ihrem letztenFluchtversuche aus Fort Robinsnn hat unser herrliches Kriegheer fern Geschäft sehr praktisch besorgt, indem eS vorzugsweise die SauawS und Kinder niederschoß: fpä tere Arbeit wird dadurch wesentlich erleichtert und die Geschichte hat auf diese Weise viel rascher ein Ende. Die Pasfirung deS neuen PensiongefetzeS durch den Congreb, ist eine jener übereiltenHandlungen, wie sirstch fo leicht kein gesetzgebender Körper der Welt außer dem amerikanischen hätte zu Schulden kommen lassen. ES ist kaum denkbar, daß

Volkes .so leichtsinnig sein konnte, eine eine Versammlung der Auserwählten des Maaßregel zu beschließen, von deren Um fang sie auch keine blasse Idee hatte, und doch war es so. Zuerst taxirte man die, zur Ausführung deS Gesetzes benöthigte Summe aus stehen Millionen, dann höhet und immer höher, und heute ist man schon dazu gelangt, die Möglichkeit eines Be trags von 150 Millionen zugeben zu müssen, welchen dieses Gesetz 'erheischen würde. Vielen Congreßmitgliedern ist es nicht reckt geheuer zu Muthe, wenn sie an ihre Abstimmung denken, und man kann in Washington offen die Aeußerung hören, daß dasGesetz wirkungslos gemacht würde, indem der Congreß es unterließe, die zu d.sten Aussührung erforderlichen Gelder zu bewilligen. Ohne eine Bewilligung der G'lder und eine Beschlußfassungüber den ModuS der Herbeischaffung durck den Congreß bleibt daö Gesetz ein todter Buch st de. Diejeniben Personen, welche so große Hoffnungen an die Passtrung des Pensions Gesetzes knüpften, werden gut tbun, ihre Erwartungen vorerst herunterzustimmen und.sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß die Maaßregel nie zur Ausführung gelangt. Der St. Louis "Post and Dispatch wird wehmüthig ums Herz, wenn sie sehen muß. daß das dortige Deutschthum sich lebhaft am öffentlichen Leben betheiligt, zusammenbält, und seinen Antheil an dem Gemeinwesen zu erreichen versteht. So schreibt sie anläßlich der Wabl eine-Deut' schen zum Präsidenten der Börse : Der fremde Charakter von St. Louis wird wieder durch die Wabl des Herrn Wabl bezeichnend illustrirt. Der Mayor der Stadt ist em Deutscher, der Präsident der K'ufmannsbörse ist ein Deutscher. Der Vice Gouvcrneur des Staates ist ein Deutscher, einer von den Richtern d5 Bundesgerichts ist ein Deutscher, einer der soeben zurückgetretenen Bezirksrichter war 'in Deutscher, der . letzte republikanische

! Gouverneurs Candwat war ein Deut scher, das Cabinetsmitalied aus diesem Staat war ein Deutscher, und von d?n sieben täglichen Morgenzeitungen sind vi r deutsch. Das Potter Comite in Wasbington, welches seine Entstehung dem Bestreben verdankt, den Nachweis zu fübren, das Sam. I. Tilden in Florida, Louisiana und Süd Carolina um seine Crwäblung zum Präsidenten betrogen wurde, bat be kanntlich mit seinen Enthüllungen bis jetzt wenig Glück gebabt und mußte sogar er leben, von geriebenen Genies wie der Mrs. J-nks, Anderlon :c., sich weidlich zumBesten kalten lasten zu muffen. Mut lerweile bat sich der Spieß berumgedreht ; das Comite siebt sich jetzt genöthigt, in sel nein eiaencn ffleisch ,u wüblen und die Tllden'scken Cblffer-Depeschen nach Mo rida einer Prüfung unterziehen zu müssen. über deren Resultat wokl kein Zweifel mehr obwalten kann. Der Schluffe! zu derGeheimschrift ist längst gesunden ; man quält sich nunmehr ab, emen anderen Schluffel zu ersinnen, ber dessen Anwen duna ein entgegengesetztes Resultat her auskommen würde. DiesesBemüben wird aber ebenso vergeblich sein, wie jenes des ffkldmarschall Loudon, der mit mnem Stubl Musik machen wollte, als ibm an dr Tafel Mana Theresias etwas Mensch licheS passtrt war. Im Westen Zurovag nimmt die Furcht vor der Berbreitung der P e st zu und wer den in den preußischen und österreichischen Landen bereits Vorkehrungen gegen die Verbreitung und Einschleppung der Plage getroffen. Soweit sich blS jetzt überblicken läßt, brach diese Seuche, die ächte sögenannte asiatische Pest, in den Niederungen der Wolga zuerst auS, verbreitete sich zu nächst über Astrachan, eine inmitten der Sümpfe gelegenen Stadt von ca. 80 000 Einwohnern, und fand daselbst reichlich Nabruna. da wohl schwerlich eine Gegend eistirt, in welcher ansteckenden Krankheiten em so günstiges Feld zur gedeihlichsten Entwicklung geboten wird, als ein, von der anerkannt dreckigstenBevölkeruna bewohn teS Sumpfloch. Trotz aller gegentbei'iqrn Berstcherunaen aus amtllku ru ttlchen Quellen unterliegt eS keinem Zweifel, daß die Seuche rasch nach Westen vorrückt und schon bis in die Nähe von Moskau vorae drungen tst.' Die Vorkehrungen zur Ab wehr, welche die deutsche und österreichische Regierung getroffen, sind durchaus nicht verfrübt und überffüsstg, haben aber bei der russischen Regierung großen Unmuth bervorgerufen, da derGrenzhandel dadurch fast gänzlich unterbrochen wird. Die Pest ist unbestritten eine Folge des rusüschtürkischen Krieges, und wenn Rußland schwer darunter zu leiden hat, erduldet es.nur eine gerechte Strafe für sein, frivol vom Zaun gebrochenes Bestreben, das türkische Reich zu zerstören und als Beute an stch zu reiß?n. Es ist nur ein Jammer, daß die Seucke nicht diejenigen trifft. welche bieran Veranlassung tragen, sondern das unschul dige Volk, welches so gerne Frieden gehal ten hätte. .Yöm .Board ok Aaricultur' wird ein Werk verbreitet, welches bestimmt sein soll, die Auswanderung in England und Deutschland, die in der nächsten Zeit behitfnh aifiitnitttw frirHtAt ttttfo viuniiv gHjuiiiuivil tl fi 14, , UM iv ren Staat und seine reichen Bodenschätze aufmerksam u machen, Bewilliat die LegiSlatur die 'erkorderlichen,' Derbältnißmätzig geringen Geldmittel zur Herstellung eineS solchen BucheS in englischer und

Agentur-Wechsel.

Die Agentur der .Western Assnrance Co." don Toronto, As.ete ZI. 600,000, ist ttn Herren Cleavelaud & Co., No. l Cleaveland Gebäude, gegenüber der Haudelttammer, übertragen worden und vertritt genannte Firma nunmehr folgende Gesellschaften: Britisb America, Western von Toronto, CitizenS von St. Loukö, Mo. Man tpreche bor und informire sich von den Prämiensihen. deutscher Sprache, so wird ein günstiges Resultat für Jnoiana schmerlich ausblei den. wenn Schritte gethan werden, die Schrift auch in die richtigen Hände zu bringen. In Cincinn'ati macht man jetzt erst Bekanntschaft mit einer Verfügung, welche w,r so gliickl ck waren, unter dem Titel "LuZpecteä k'elou schon vor zwei atren kennen und verabscheuen zu ler nen, und die wir deren auch glücklich wie der los geworden stnd. Eln Wechselblatr schreibt: (rn skandalöser Polizei - UkaS ist in Cincinnati vom Polizei-Chef erlassen wor den. wonach die Polizisten alle ihnen un bekannte Personen, die ste nach 12 Uhr Nachts auf der Straße treffen, anhalten und fragen sollen, wer ste stnd, woher sie kommen und wohin sie pehen. Eine solche Ordre schreibt die dortige Freie Preste", wäre höchstens am Platze, wenn über Ein cinnati der Belagerungszustand verhängt wäre. In der Zeit des tiefsten Friedens aber ist ihr Erl.'ß ein Akt der verdammenswerthesten Polizei Willkür, zumal in der Fassung, die man ihr gegeben. Ge mäk der letzteren kann jfct auch der an ständigste und ordentlichste Mensch von der hohen Hermandad aufgegriffen und, wenn er sich zufällig im Augenblick nicht genügend legitimiren kann, in's Loch gesteckt werden." Wenn dieser Ukas nur von dem PolizeiCbef ausgebt, so gibt es ja Mittel und Wege, denselben wiederrufen zu machen; bei uns aber war die Maabregel eine Leistung der Legislatur, wenn wir nicht sehr irren. In den letzten Tagen hat eine größere Anzahl der verschiedenen Staats Legislaturen die ibnen obliegenden Ersatzwahlen sür den Bundesfenat vollzogen. DaS Resultat dieser Wahlen wird die politssche Zusammensetzung der genannten Körper schaft nach dem nächsten 4. März voll ständig umgestalten. AuS der bisherigen revublikanischenMebrbeit.wird eine demo kratische werden, und es wird damit seit 17 Jahren zum ersten Mal der Fall eintreten, daß die Demokraten in beiden Häusern deS Congrestes 'n der Mehrheit sind. Der in Gemänbeit derBundesverfassung mit dem nächsten 4. März aus dem Bun dessent ausscheidenden Senatoren sind 25. ein Drittheil der gesammten Mitglie derzabl. Die bis jetzt in Folge der statt gehabten Neuwahlen erfolgten Verände rungen sind die folgenden : Geaenwä'-tige Senatoren 'Nachfolger. Spencer v n Alabama, R Houston. D. Dors h von ArkansaS, R .... Walker, D. Saraevt von Saifornia, R. . . . Farlcy, D. Chaffee von Colorado, R H U, R. Barnum von Connecti'ut, D. .Platt, R. Conover vonrftlorida, R ... ..Will, Call.D. Gordon don Georgia, D Eordon, D. Ogletbh van Illinois, R Log an, R. C orbe von Jnoiana, D....VoorheeS, D. Allifon von Joda, R. Allifn, R. Jnaall; von K 'nsa, R cinRepublttaner. MrCrarh don Kentucky. D . . . . William, v. EnstiS von Louisiana, D ein Demokrat. Dennis von Maryland, D. . . . Eroom', D. Armstrong von Missouri, D. .Vcst, D. Joneö von Nevada. N JoneS, R. Wadleizh bonNetoHamdshire N. einNevublikaner. Sonkling von New York, R Conkling, R. Merrimon von North Caroliua.Vance. D. Matthew von Ohio. R ... P -ndleton, D. Mitchell von Oregon, R .. . . Slater, D. Cameron vonPennshlbania, N. kamkron. Patterson vonS.Carolina,R.. .Hampon, D. Morrill von Veriront, R Morrill. R. Howe von Wisconsin, R Carpenter A. Bon den Austretenden sind 17 Republi. kaner und 8 Demokraten; an ihre Stelle treten 14 Demokraten und 11 Republik . . . . v . ä tm 9 raner. erWenar wlro nacy oem 4. 'carj 1879 aus 42 Demokraten, 33 Republikanern und 1 Unabhängigen (DaviS von Illinois) bestehen. . X n Erfinder und Techniker. Patente und wie man sie erlangt. Eine Broschüre von 60 Seiten. Wird, gratis gegen Einsendung emes StampS für Porto versandt. :Man wende sich an Gilmore, Smith k Co., Patent-Agenten, Box 31. , 23nov1j . .1 : Washington, D. C.. Robert P. Parker. . Philipp Rappaport '': i .'"- ' Parker & Rappaport, ' SIecktS-Anwalte. ' ". t r ' . . . V ' '. " ' t . ' ' 95 Hft Z?afywgion Ktr.5 Zimmer 12 und 18, Jndianapolit, Ind. 17auftl8