Indiana Tribüne, Volume 1, Number 21, Indianapolis, Marion County, 4 January 1879 — Page 4
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lldiatta Wiöiwe. (W o et) e n d l a t .) 6. 4i,USJ Ztcdakteur. Cfflfei Ecke (Nrcle u. Meridianstr. tJs dritten Stock ) Nbonttement-'Preise. In der Stadt durch Träger ins Hauz geliefert Per Monat 20 Cents. ' Per Iah, im Voran $2.0 Per Nummer r.. ' 6 Cent!. Lou'S V. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 4. Jznuar 187. Nekrolog für 287. I Die Lücken. welche der Tod in die leiten j der fjerrjcrrajenierrn V?e7.N5i::iV i Laufe deZ rnfleiiene:: $mi:j sind ded?:t5d:i Ld jj:tr?:iU U Ujj zuvor. T?r ei'-e Ä:rr, jj meffen, g:st2::c: rlix -I ; aufzuzeigen :r. 'j Grenzen ihr:- V -vt j empfunden deßhalb k 5:e -ti::r:2iur.; T. . mm m r r - MesiQiie, tr?iX! ?cr. certr Jntereff? un) a! lef jlrr j.:ur.;: betroffen hden. Den h::bft:? I-nsz rrTit::: di? Misses. fArtf rnS ö?t .-5 PS?-5?.f Nniverfilälen tc:I:r-: Ursula cen t?;::!:: j Prof.2Z?:-s Fries. 54 I.; yreid tt r ta Lreis?eu die cfi!rrr3 Lehrer: Dr. Ä l; o Verfasse? eise? irfis-r'i tte, TC ? Vn. D. von Büß, t)rrtons:er nitrtr-tise, zsU Dr. Karl H e kk e r, Ch'.r???: ?ürbnrg den Prsf. der Engrah iifasle Tr. Wert, Sitter v:r Beiz, den Juries Hsth Dr. I. 2?. von Albrecht; Halle ffettii lisch reifer Prof. Hewr. Le o uti fern Th.'ologen Pref. Dr. Julint Müller; Tübingen den i?bil;logeaPrsf.Tr.W. 3. ton X t xxf f es, den Th logen Prof. Tr. 3. dzz - anderer; Pesth den Op:rateur Prof. Tr. 3eö. K o v a e s ; Leipzig den Lehrer der E:brtshü!fi Dr. . Gocniann; Königsberg den Pilefodhen Dr. K. L e h r s ; Wien die Profesior.n Dr. Karl R o k i t a n ö k y, den berühmten Anatomen, und Prof. Dr. Karl Tomaschek; Brei lau den Anatomen Prof. Dr. L e b e r t ; P r a z den Nalional.Oekonomen Dr. K. Th. Richter; Erlangenden Chemiker Prof. Tr. Euqen von Gornp.Jesonez; Jena den Juristen Tr. M u t h e r. Frankreich verlor grancoiS Pincent Ra p ail in Paris ; den Physiologen L. Glaube Bernard,' den Physik.'? M. Vee. querel (90 I.); den Naturforscher Henry N egnault, beide in Parii. Es starben fr ner die Compomsten FrapcoiS Hünten in Coblenz, (85 I), A. Methfeffel in Bern. (72 I.), Hanö von Holstein in Lcipz'g, und Wilhelm Sp eh er in Frankfurt aM; der Astronom und Direktor der römischen Sternwarte Lef.. Pater P. Secchi in Rom; d'e Malers & j 1 1 ra st & ani Oesterreich (in Pank gestorben), Fried. Prestel, historischer Landschaftsmaler, in Weimar, (74 I.), Ed. Geselschap in .Düsseldorf, Gustav D ore in Frain, Frankreich; derViZdhauerA.F.Fernkorn in Wien; der Kupferstecher Karl Aug. Sch werd t geb rth in Weimar; der Philologe und V?rsasser ottge. mein b.kannter Grammatiken Dr. Raphael 'Kühner in Hannover; der Präsident der -Kaiser!. Leopold.-Karolw. Akademie in Dresden, Dr. Behn; der Naturforschcl Dr. Ernst von Bibra in Nürnbera; die Geographen und Kartographen Dr. Aug. Petermann in Gotha, und Heinrich Keller in Zürich; d.-r Optiker und Mechaniker Co:n. Nth. Dr. von .Voigtländer in Braunfchweig; TheaterDirektor Eberhard Theo. L'A rr o n g e in Kiln; Theodor D bring 'in Berlin; den Arzt und Schriftsteller Dr. LunSford T. Sandell in Louisville, (73J ); Professor H en ry in Wash.ioaion. eretär des Tmitksonin Institut, und Pros. John A. Rehmo nd, Präsident des Vas. sar College, (6S I.) Aus den Reihen der Schriftsteller, Literaten und Buchhändler sind zu verzeichnen: Dr. Gustav Rasch, Georg H il t l; der Verfasser deö .Rarzip": A.E.Brachvogel, (K4 I.), Bah. ard Taylor, (S3 I.), der 48er Heinr. Bürger (53 3.) sämmtlich in Berlin gestörten; Hofrath Karl Ferd. Guhkow in Hanau, (57 I.); Dr. I. G. Kohl in Bremen, Ve-sasser zahlreicher geschätzter Reiseb-uchle; Dr. Jul. Fauch er in Rom; George Henry Lewis in London, Biograph GotkeS; Harriet Grote in London, Gattin de Historifeis Gerg Grote, urd Verfasserin einer Biographie Ary Schaffers; William Cullen Bryant inRew Jolk; Geo. Phil. Dorn, Herauegeber deS Louisville Anzeilerö; Ernst Keil in Leipzig, Herausgeber der Gartenlaube," (61 I.); und der bed utendste ungarische VerlagZbuchhändler, Gustav He ckenast in Pesth. ' Der Großh andel und die Groß. Ind u st r 1 1 Uticatn den Verlust von E. K. E ollin in New Jork, dem G'.ünder der ersten amerikanischen Dampferlinie; William Ort on. dem Pkäfidenten der Western Naio Telegraph Company, New Jork; Henry Well, Gründer dei American Elprkß Company und Veranlasse? vnserks billigen PrtoS, gestorben in GlaSgov; Ut Millionär Theodor Roosevelt in N,v Sork und Thom. Win a n s in Baltimore ; UtEth.com.Rlhs. Borsig in Beilin und Ul Ch?s te?b:keutenden Kshlen.Großhandlung nd NZkdkkki Math. Etinneö, Gustav Stinne$ in Mühlhkim jNuhr, (52 I.) tu Säulkn der Nirche starben: Der H,fpr,:kg,kDr. dsn Grüneisen in CtnttS?k!z Htt ZmtiMUt Pastor ilnack in ZZekl'ttZ bkk Dischef kkrttpitcopsl.Diözese Louifand tu V. P. m t tn (t In New Orleans; Ui y.i, X, Jöhtt (5, S m t t t in Washington,
(Sl I.); die römisch - katholischen' Prälaten: Sadinal Srzbisok odefroy Brosso's Sa int Ma r e tn SZenne, (Frankrei) ; Bischof Felix Anoine Dupanloup in Orleans ; Cardinal grbischof aul Cullen in Dublin; Cardiaal Fran chi in Rom, (9 I.); ischc'f Sylvester H.o sekran, in Columbus, Ohio ; Bischof Theus A m a t von Montereh, in Los Angeles, Cal. (67 I ), den Gencral-Vcar der Erzdiözese Bosbn, I. F. Layden, und denjenigen der Sr.zLzese Baltimore, ?os Paul De brel, sowie den N'isionä'und Jesuiten.Paler Jöbn Francis D i,h l s in Mila'aukke. Als Armee- und M a r i n e - Kreisen schieden: Die tt. S. (enerale Charl.k T hom a in Wshington. (8l I.). ohn r e m o n t in Ne Vork, Bonneville ,n Hot Spri-'gs. rk.und (ireon Hilloro in Helena. Ars. Seneal An. Willis 6. Matts, (7 I.), duital Hoss Zasding'on, .!9J.)'und t, st. p t x Boston, Gidcon Marine . Sekretär v'n 69, jit?rt. ?.) Cöailcl M. Eon. t Äör. unter jr'lmore, New Orleans, C ) vms o tt l a U d a n. r a f P a l it A v VrU ; Vr.'l iUtWU B a r a g u a y s f Uittf, lai(vtall von Frankreich; Obe,st D'ert ir 'i.-ari-. der d ldenmüthige Ber hci Uir Vm t'c.it ; k''. Ludw. von M i e r o s . l'iN xix 1?ai polnischer Flüchtling ; SsÄkr.l Fcrrer' L a M a r m o r a in A.'nz der eigcnössische Oberst Wilhelm JHfciw in Zürich; der türkische General Xrdhrnkt Ali (Tetreit aus Magdeburg), er. w.rtin Albanien; und der engli'che Ge eral L X Tion.'s Biddulph in London, vertraul:z F:ttn und Privat scl atzmeister derKön'gin r.'n rland. ?eDiP lo m aten starben': Der frühere :r?ckie Minist Demetrius B u l g a r i S in 5 h-n; Lord John Russell, Viöcount King, ßo, ndcn, (66 .); G a r n i e r - P a g e i in Paris, (75 I.); Jean Jacqu's Fazy in Genf; i ernt Charles Gl ielain Vilain in Brüssel ; der Füjier der spanisch: Demokratie, Eennor Niv eio ia Madrid ; der gewesene franzo 'sche
Fm2nninister Magne in Paris; der ExJustiz.liuister Simon Martin tc H errera in MaZrid, der frühere preußische Minister von II h d en, Präsident de Ober-Tribunals in Berlin; drr Präsident der Republik Peru, Don ManuZ Pardo in Linia, (ermordet); ErSkNLtcr für Ohio B.F.Wade in Jcfferson, (78 J Hier maz auch das Ableben d r Gat tin des französischen Mir.ister.Präsideuten Du. f au rein Paris Erwähnung finden, da die Damen häusig in der Diplomatie eine größere Rolle ip rlcn, als ihre Galten. . Von Finanzgrößen segneten das Zeitliche: Baran Z!aphael von Erla ngen in Paris, Chef deö gleichnamigen HauzeS in Frankfurt ojM.; der ruPche Banquier , Eünz bürg, welcher i.r Paris starb; Freiherr von O p p e n - heim il Köln ; der Krösus von Cuba, Jose Baro vi der Havannah ; der Direktor der Bank V)? Frankreich, früherer Unterrichts-Mmi-ster un?cr Louis Napoleon, Rouland in Paris; und dcr Bankier und österreichische Eeneral-Consul Adolph Bader in Ncw Oc. leans, w.lcher sich wegen zerrütteter VermögensVerhältnisse da? Lben nahm. Aus dm Reihen des h o h e n A d e l ö schieden der Marquis of H rllsbury in London, (74 I.), der Carl Bathurst in Loudon, (v7 I.) und Era' S a nd or in Wien, (7ä I.), Schwie. söhn des alten Fä'sten Melteri ich, und Vater der Furstm ' auline Metternich. Er war allbekannt wegen seilet tollkühnen Reiterkunststücke. Von Personen fürstlichen, Ranges starben ' die beiden Gegner und doch nicht kein lich gesinaten Obkrhärpter Italiens, König Victor E m a -nuel don Italien, und Papst Pins der neunte, Era? Mastai F rretti, (8ö I); die Großhcrzogin von Hessen, Prinz-ssin Alice dkN Ennand, (3b I.), gestorben am Stttbtage ihres VaterS, des Prinzgemahls Albert); Kaiser MuleyHalfan von Marocco; der Kön'g von B urm a b; der 6rkö,'g George V. von Hannover, in Hietzing bei Wien ; die Konin?gin Mercedes von Spanien, Prinzeß von Monensier, in Madrid ; deren Großmutter, die Königin Christine von Spanien, in Malmaison bei Paris; Herzog Karl von Schleswig - Holstein - SonderburgE l ü ck s b u r g, Bruder des KarngZ von Dänemark; und schlußlich im Armenhause zu Perigueur in Frankreich A. de T o n n e n s, cinstmc l? König Orelie Antoine I. von Araucanien und Pataonien. Drei Todte bleiben uns noch zu erwähnen und überlassen wir es. dem freundlichen Leser, unter welche der vorstehend erwähnten Kategorien er sie einschalten, oder ob er sie zusammen halten - will. Es sind Rosa Szandor, der g'färtwe ungarische Räuber, gestorben im Gefängniß zu Sz".mcS.Ujvr, in Ungarn, (65 I.); Wm. M. Tweed, gestorben in den TombS in New Jork ; und Ex-Senator und Spielhöllenbesitzer, Ringkämpfer und Rcwdy John M o r r i s e y, gestcrben im Bade in Earatoga. (Correspondenz Ux Tribüne") W a s h i n g t o n, D. C. 31. Dez. Seitdem sich der Congrev vertagt hat, concentrirt das Senats-Untersuchungs Comite, welches in Folge der Blainc'schen Resolutionen ernannt wurde, das Interesse auf sich. Die Demokraten lachten sich schon ins Fäustchen über das, was sie sür ein unübersteigliches Hinderniö im Wege des UntersuchungsComites hielten. JhreFreude dauerte aber nicht lange; nach Verlauf einer Woche entschied der zustandige GenerolAnwatt, daß die $20,000, welche dem Senat durch Act vom 19. Juni 1873 zu Untersuchunqszwecken bewilligt wurden', dem Tellers-Comite zu gewendet werden können. So weit ich herumkam und hören konnte, wurde nir gendö der Jweisel laut, daß eine derartige Verwendung deZ selbes dem Geiste deS Gesedes zuwideklies, welcher eS zur Berfügung stellte, aber der Schreib und Druckfehler "said" in dem Protokoll, an Stelle deö 'Wortes "auch" in dem ur
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sprüuglichenEntwurf, beschrünkte die Ver wendbarkeit des Ge des derartig, dab die verantwortlichen Beamten in Zweifel rietben, ob sie besuat seien, das Äeld dem in Rede stehenden Comite zu überweisen. Nachdem nunmehr dieses Hindernis; besei tigt,. dülfen wir hoffen, dafe das Comite sofort kräftig an die Arbeit geht und die Einschüchterungen und den Terrvrismus offen legt, durch welche die Demokratie in verschiedenen südlichen Stauten es sertig gebracht hat, mit Beihülfe von Wahlsälschunen, Gesedesverachtung und Blutthaten, die republikanische Majorität der Stimmberechtigten in ihr Gegentheil zu verwandten. tzDer Aeklen-Skanda!, welcher einige Zeit vertuscht worden ist, brach neuerdings wieder aufs Neue auS und bedroht den Deputirlen von Louisiana mit einerNeputation, vor welcher jeder Tträger eines unbeschol teilen Samens zurückschrecken würde. Die Verössentlichung von Beweisslücken durch da, aus den hervorrai.endstenDemokraten Louiflanas bestehende Comite in dieser Angelegenheit, haust eine solche Masse von Schmach auf Acklen's Charakter, daß seine Ausschlichung aus dem Congrcb unver mcidlich sein wird und die prominente Stellung, welche er bei verschiedenen Ge legenheiten seit Eröffnung des Congrcb einzunehmen sich bemühte, ein schmachvolles.Ende finden muß. Hier war die Ansit allgemein, dab das republikanische Comite, welches Acktens Fall zu untersuchen halte und welches dem Charakter deffelben ein günstiges Zeugniß ausstellte, seine Schuldigkeit nickt gethan hat; und wenn es diesem Comite nicht gelingt, die Anschuldigungen Ex. Gov. Penn's und Anderer zu entkräften, so wirst es einen großen Verdacht auf sich selbst und gesteht ein, daß es sich geweigert hat, Notiz von den gravirendenAussagcn über die schaamlosen Handlungen Acklens zu nehmen, welche nothwendig hätten ein anderesVerdikt zur Folge haben müffen, als das von diesem Comite gesällte war. Hieran anknüpfend sei ermahnt, daß das Verhalten, der Bundes-Beamten in New-Orleans, bei den Versuchen, die republikanischen Nominirten schlagen zu helfen, so offenkundig war, daß es diesen Herren nichts Geriniieres kosten wird, als ihre.ossijiellenHäupter; die Stimmung über eine solche selbstmörderische Methode von Versöhnlichkeit ist selbst im Weißen Hause- so umgeschlagen, daß der Zoll'Collcctor in Charleston, S. C., welcher eine Creatur MassacreBullers sein soll, abgesetzt werden soll wegen der vielen Entlassungen von Republikanern im Zoll'Amt, und Ersetzung derselben durch Creaturen des berüchtigten SchießprügelDiplomaten, deffen Berühmtheit sich hauptsächlich von seiner Wirksamkeit in Hamburg bei einer wohlbekannten Gelegenheit herdatirt. .Die Klagen über Unsähigkeil von- Fitzsimmons . und andere demokratischen Angestellten aus der Ver-söhnungs-Periode Hausen sich.ouch in sol.chem Maaße, daß das Gerücht ihres er. zwungenen Rücktritts zu den Tagesnachrichten zählt. Es wird täglich deutlicher, daß Gesetzlosigkeit unter der Jurisdictiön dieser'Leute größer, ist. als sie selbst unter ihrer Administration war, ungeachtet des Widerspruchs und der gegenthciligen Ver sicherungen von Gordon k Co., welche diese Menschen - dem Präsident aufgenöthigt, und eine ehrliche Handhabung der Geseke durch ihre Schüblinge gemährleistet hatten , , '.,,. Die verderblichen Folgen, welche unsere Regierung sür unsere Schiffsahrts- und HandclSJntercffen dadurch hervorriefen, daß sie seit 20 Jahren auch die geringste Beihülfe zu deren Aufbefferung. beharrlich verweigerte, haben sich nunmehr so unzweideutig in den Vordergrund gedrängt, daß sich der Präsident und das Kabinet nicht länger einer Berücksichtigung und Untersuchung derselben verschließen können. Noch mehr springen sie in dieAugen, wenn man ihnen die Politik entgegenhält, welche die Regierungen von Großbrita nien, Frankreich und anderer Handelsmächte in Europa verfolgen. Während unsere unternehmenden Kaufleute und Fabrikanten sich selbst üderlaffen bleiben um sich ihrAbsatzfeld zuerhalten und neue zu erwerben, wurden ihre Gegner von ihren Regierungen moralisch und materiell unterstützt und gesördert, und zwar durch Abschluß günstiger Vortrüge, durch bedeutende Subsidirung ihrer neuen Dampferlinien und durch diplomatische Vorschubleistung, wo immer sie von Nutzen sein konnte ; daß hierdurch unsere Concurrenten den Sieg über uns davon trugen, ist selbstverständlich.' Wie es nunmehr heißt, sollender Administration und vielen unserer Notabilitäten in den letzten Monaten dieAugen hierüber geöffnet worden sein und ein vollständiger Umschwung stattgefunden haben. Als Beweis deffelben mag die Entsendung Schuseldt's nach Asrifa dienen; der nächste Schritt wird die Errichtung einer permanenten Dampscrlinie zwischen New Jork und Brasilien sein, sür welche der Congreß eine Bewilligung sür den PosttranZport machen wird'. U. D. E. Nachtrag zur Candidatenliste für den Gesandtenposten in Berlin: Reuben E. Fenton; Th. D. Woolsey, Ex-Präsident von Z)ale College; Meyer S.Jsaacs,Redakteur deS Jewish Messenger," New Verk.
Wditorielle HPC6iizn Der große Jurist undZnicht geringerer Egoist CalebCus hing ist gestorben. Ihm zu Ehren wurde das Justizgebaude in Washington gestern schwarz auSgeschla gen. '' - ': Dem Lasayette Deutsch. Amerikaner" aus seine Notiz : Der Credit der Stadt Indianapolis ist so schlecht, daß die Western Union Telegraph Company sich weigerte, eine Depesche ohne sofortige Bezahlung zu befördern' zur Notiz, daß der Credit unserer Stadt noch immer derartig beschaffen ist, daß wir nöthrgensalls Lasayette noch mit demselben auszuhelfen vermögen, daß aber selbst derStadt JndianapoliS das Recht nicht zusieht, , Geschastsregeln der Wcstcrn U. T.C. umzustoßen und für sich Ausnahmen in Anspruch zu nehmen. .. In einem Prozeß gegen die Fabrikbe' sitzer, in welchem eine , Fabrikarbeiterin in Fall River auf Entschädigung für Verletzungen klagte, welche sie dadurch' erlitt, daß sie bei dem Brande der Granite Mills aus dem sechsten Stockwerk springen mußte um ihr Leben zu retten, fällte der oberste Gerichtshof das sonderbare Urtheil, daß Fabrik'Eigenthümer nicht verpflichtet sind, sür das Entkommen ihrerArbeiter bauliche Einrichtungen zu treffen für den Fall, daß ohne ihre eigene Nachlässigkeit Feuer in dem Gebäude entstehen sollte. Der Begnadiguugs'Unsug ist auch in Washington im Schwung und zwar sind es die Falschmünzer, welche sich der Gunst des Präsidenten in solchem Grade zu erfreuen haben, daß die Beamten des Leeret service im Finanzdepartement sich beklagen', der Präsident begnadige die Falschmünzer rascher, aus dem Zuchthaus heraus, als es den Beamten möglich ist, sie aufzuspüren und ins Zuchthaus zu bringen. In St. Louis sind Falschmünzer zur
selben Zeit straffrei aus dem Zuchthaus entlasten worden,zu welcher ein neuerSchub in daffelbe gebracht wurde.. Moleschott nennt daS Stoffwechsel, wir - nennen es Allotria mit der Gerechtigkeit treiben. Die Nachrichten aus Afghanistan lauten widersprechend. Schir Ali soll sich in Begleitung der russischen Gesandtschaft auf dem Wege nach Petersburg befinden, nachdem er seinen Sohn Pakub als. Nachfolger installirt habe. Neueren Berichten zusolge steht er aber noch in Herat an der Spitze von 1415 Regimentern und soll seine Position stark genug sein, : um den aus dem Süden und Osipn gegen ihn vorrückenden Engländern energischen Widerstand entgegensetzen zu können Es hat den Anschein, als wenn eine Collision zwischen England und Rußland auf afghanischem Boden vorerst noch nicht zu befürchten stünde. In den von den Engländern bis jetzt besetzten Theilen Afghanistans sympathisirt die Bevölkerung mit den indischen Truppen und leistet ihnen allen Vorschub. ' Nach dem Bericht des Direktors des: Staatsgesängniffes in Mich iga n Cit y befinden sich daselbst 605 Sträflinge, dar' unter 30, welche auf Lebenszeit verurtheilt sind. Marion Co'unty lieferte mehr als ein Drilttheil aller Sträflinge, 217.: Mörder sind 39Todtschläzer 9 internirt. Geborene Amerikaner sind 517, der Rest vrr, theilt sich auf fremde . Nationalitäten wie folgt: Kanadier 9, Engländer 15, Jrlander 21, Schotländer 2, Deutsche aller Staaten einschließlich Oesterreich 25, Schweizer 2, Polen 2, Schweden 3, Iranzosen 2. Nicht lesen und nicht schreiben können 73; Temperenzler sind 226. Die Anstalt srhielt sich nicht allein voll-, ständig durch eigene Arbeit, sondern erzielte auch noch $4G9 30 Ueberschuß über die Ausgaben dec Jahres, welche $73.955 37 betrugen.. Die Unterhaltungskosten eines Sträflings beliefen sich aus78)Cts. per' Woche, oder 11 Cents per Tag. Die Anstalt hct seit dem Neubau eines ZellenHauses Raum für 650 Sträflinge.Als Horace G r e e l e y vor sechs Iahren in hiesiger Stadt im Zimmer der Handelskammer. SentinelGebäude, eine An spräche andie versammelten Bürger hielt, berührte er auch die Frage wegen Aufnadme der Baärzahlung. Er äußerte damals Worte, welche nicht am Platz zu sein schienen, so lange noch Gold 1216 Prozent über Pari stand, welche aber heute vollständig zutreffend sind, nachdem das Agio verschwunden. Warum nicht die Baarzahlung sofort aufnehmen? Warum so viel darüber reden, so große Vorbereitungcn machen und der wildesten Spekulation Zeit gönnen, sich zu organisixen und Schritte zu thun, um die Maßregel zu einer verfehlten zu machen? Nehmt daLGold I im Staatsschatz und zahlt es - aus. Ihr werdet sehen, daß Niemand es will, wenn er eZ leicht bekommen kann. Unser PaPiergeld ist zu bequem, um ihm Metall vorzuziehen. Beginnt die Baärzahlung und sie ist da." Damals waren dies die Ansichten eines unpraktischen Phantasten und Idealisten. Heute wären sie aus daS Jota zutreffend ; waS Grecley prophezeite, istj thatsächlich eingetroffen; Papiergeld Wird sogar von eingeslcischlktt Baarzgh lungS-Anhängern .dem Gold vorgezogen, seitdem sie die Wahl zwischen Beiden ha ben.
. , Mein Wunsch. . Stand Nachts vor meiner Hüttenthür Und sah zum Aelhcr unve' wandt, Da flog ein Stern hoch über mir Vom Himmelsbogen und v rschwand. Und wie d r Stern an Himmelshöh'n Verglüht? in der treiten gern', Wünsckl' ich, so durch die Welt aeln - s Und leuchtend sterben wie e n Stern. - : ' . ' i .. v Nnhorbar, wie da H'.mmelölicht, Im ledten Blick ein Hreudenscdein. Ein Läche!, wenn das Sluge bricht, Das n.uß ein selig' Sterben sein. Hugo Schlag. Mit der. heutigen Nummer beginnen wir eine Novelle von Wilhelm Jens e n, welche bei ihrem Erscheinen in der vortrefflich redigirten Monatsschrift Nord und Süd" von Paul Lindau, allgemeines Aufsehen erregt hat und dem Besten beigefügt wurde, ' was die Novellen-Literatur aufzuweisen vermag.' Wir hoffen, daß sie auch unsere Leser ansprechen wird. -Die Westl. Post- laßt sich von hier telegraphiren : - - Indianapolis. 1. Jan. Bei der Sitzung ds Turnvereins, die.beute Abend stattfand, ist die demokratische Faction un ter der Führerschaft von Adolph Seidenstickcr. Redakteur der Zukunft ausgetreten. Die Ausgeschiedenen haben einen neuen Verein organisirt und es wird von ihnen beabsichtigt,' einen neuen Bund zu bilden. . Es ist bedauerlich, daß der hiesige Agent der Western Union Telegraph Company so schlecht unterrichtet wurde. Nicht die demokratische Faction ist ausgetreten, Gott bewahre, sondern die unpolitische," die nichts von demokratisch und republikanisch wiffen will ; dafür bürgt schon ihre Führerschaft. Was den neuen Bund anbelangt, so möchte der Wille schon vorhandln sein, ob aber auch die Macht, muß die Zukunft" lehren.
Aus dem ulnsaffenden Bericht des Schatzamts und deffen Vergleichung mit dem Abschluß des vorigen Jahres entnehmen wir nachstehende Zahlen : Totlbetrag der Staatsschuld am 1. Jan. 1878 $2.015.955,442 Totalbetrag der ' Staatsschuld am 1. Jan. 1879 $2.028,648.111 Caffenbestand am 1. Jan. 1878 (nach Abzug der Me. tall'Certisikate) ' $ 106.093,505 Caffenbestand am 1. Jan. 1879 (nach Abzug der Metall Certifikate) Einsühr in 1877 . . ,; ;;; 1878 7 Ausfuhr 1877 1878 200,788,647 482.292.984 430.661.993 623.016,613 739,971,739 Die Wiederaufnahme der Baarzahlung bat sich mit.größter Ruhe vollzogen und es verschwinden allmählig die Anzeichen, daß es jemals 'anders, gewesen ist. An der Börse ist das Händeln in Gold, die eigens sür das Gold-Geschäft abgchal tene Börse, abgeschafft worden und hat man das schwarze Brett,' an welchem so manches Jahr hindurch der Stand des Goldes angeschlagen wurde abgenommen. Im ClearingfH'aus geht Golö und Papier aus und ein ohne daß der geringste Unterschied zwischen denselben gemacht wird. Flatterten nicht von' zahlreichen Gebäuden die Nationalflaggen zu Ehren her wiederbegonnen Baarzc.hlung, so würde man kaum gewahr werden, , daß dieselbe nach 16jähriger Unterbrechung vorgestern wieder aufgenommen wurde. Die krächzenden Unglücksprophetcn .haben sich wieder einmal gründlich' blamirt; die Greenbäckler werden am meisten unter der nuen Gestaltung der Dinge zu leiden haben, da die totale Unrichtigkeit' ihrer Theorien jetzt lelbst dem blödesten Auge ihrer Anhänger deutlich werden muß. Der Eo. .Demokrat" schreibt :'' lus Washington wird mit großen Eklat gemeidet, daß sich die .Verkäufe, der 4prozenti' gen ' Bonds an einem Tage der letzten Woche auf dritthalb Millionen Dollar beliefen. Unserer Ansicht nach' bictet diese Erscheinung überall keinen Grund zum Jubiliren ; in einem jungen und kapitalarmen Lande wie die Ver. Staaten- sind vier Prozent oNenoar. reine aenuaende Verzinsung von Geld und die Thatsache, daß sich daö Kapital förmlich nach einer so billigen Anlage drängt, ist unstreitig der sicherste Beweis, daß das durch dieFinanzkrisis so schwer erschütterte geschäftliche Vertrauen noch lange nicht genügend wieder hergestellt ist, um eine Befferung der Geschäftslage zu sichern." Diese Ansicht ist tendenziös falsch. Un. ser Land ist nicht kapitalmm, sonst würde eS sich nicht mit einem niedrigen Zinsfuß begnügen ; als es noch kapitalarm" war und seine Kapitalien für Zinsen und Importe ins Ausland wandern lasten mußte, da waren 10 und 12 Prozente die allgemeine Norm ; in dem Grade, in welchem der Geldabfluß abnahm, und noch mehr, in dem unsere Aussuhr zunahm und Gold inS Land kam, fiel naturgemäß der Zinösuß. Wer sein Kapital sich er und solid anlegen will, leiht es dem Lande und begnügt sich' mit geringen Zinsen. Daß sich daS Kapital hier zu den RegierungSsecuritäten zu 4 Prozent drängt, beweist zweierlei: erstens, daß viel Kapital vorhanden ist. mehr. als unsere Industrie und unser Handel erheischen; und zweitenS. daß man Vertrauen in unsere Verwaltuna und in unser Finünzsystem hat. Daß Letzteres einem Oourbonen-Organ allerdings nicht gefallen kann, ist erklärlich.
Die Danville Union geht inS Zeug für eine Vereinigung der Republikaner mit den Nationalen in der Leglslatur,.um den Vertreter der letzteren. welchen sie mit Bei-. hülfe demokratischkr Stimmen in denCongreß erwählten, als Senats-Candidaten Voolhees gegenüberzustellen und durchzu setzen. De Ia Matyr scheint überhaupt vielen Leuten den Kopf so vollständig zu verdrehen, daß sie nicht mehr recht wiffen, was sie thun. Von anderer Seite wird er als Candidat für den Gouverneurposten in Vorschlag gebracht, und sollte es uns nicht wundern, wenn er auch als Gesandter nach Berlin und schließlich als Präsidentschafts. Candidat auftaucht. Eine derartige plötzliche Berühmtheit und Volksgunst ist zu auffallend, um lange dauern zu können. ' Ein richtiger Amerikaner,' ein seif rnade man und gleichzeitig leine Illustration amerikanischer Lebensschicksale ist der neuerwählte Gouverneur von Kansas, John P. St. John, ein geborener Landsmann von. uns, aus dem Staate Jndiana. Mit 12 Jahren lief er seinemVater davon, mit 19 verheirathete er sich und mit 20 war er Wittwer. Dann machte er. vom Goldfieber geplagt, eine abenteuerliche Reise nach Calisornien. Einmal wurde er zwei Tage lang vcn den Indianern gejagt und er entkam, trotzdem er baarfuß über fast grenzenlose Eisflächen lief. Darauf begab er sich nach Süd-Amerika, litt aber Schiffbruch bei den Sandwich Inseln und befand sich ohne Penny und ohne Hemd aus seinem Leibe. .Das nächste, was von ihm gehört wurde, war, daß er in Cbarlcston,Jll., dieRechtspraxis betrieb. Dann zog er in den Bürgerkrieg und erwarb sich den Oberstenrang. Jetzt ist er G)uve? neur und in ein paar Jahren sitzt er vielleicht im Bundcssenat.
Die Eröffnung der diesjährigen Legislatursitzung steht bevor und beschäftigt viele Gemüther. Wie noch jedesmal, trägt man sich mit großen Erwartungen segensreicher Beschlüffe und Wirksamkeit, und ebenfalls wie noch jedesmal, wird man sich gewaltig enttäuscht finden, wenn unsere Repräsentanten nach sechzig Tagen wieder nach Hause gehen. Wir zählen uns nicht zu den Propheten, aber sind doch kühn genug vorherzusagen wie es kommen wird. Der Gouverneur wird eine Botschaft erlassen, welche sich sehr schön lesen wird, viele Wahrheiten, Vorschläge, Winke enthält und den Gesetzgebern Material in Hülle und Fülle bietet,, eine segensreiche Wirkung zu entkalken. Tritt dann der gesetzgebende Körper .'in Berathung, so muß erst der Schacher um Vergebung der Beamtenstellen erledigt werden, und die Sitzungsräume gleichen so lange mehr einer Börse als e'twas anderem. Ueber diese Formalität einmal hinweg, beginnt der Regen von eingebrachten Anträgen, meistens Schund und dem Bemühen entsp.'ungen, seinen Namen gedruckt zu sehen, um den Constituenten zeigen zu können, was sür einen Mordskerl ste gewählt ha-ben.-Unter diesem Wust von eingebrachten Bills verschwinden die wahrbast beachtenswerthen und dringend nothwendigen. Sodann beginnt die Arbeit. Man streitet sich und disputirt Wochen lang um Lappalien, als wenn die Sitzung Jahre lang Zeit vor sich habe; die sechzig Tage schwinden wie Schnee vor der Maisonne; kurz vor ihrem Ablauf erinnern sich die Volksvertreter endlich daß die wichtigsten Arbeiten noch unerledigt sind, die Bedürsnisse der Verwaltung noch nicht bewilligt sind, und die Arbeit geht wie mit Dampf und ohr.e Ueberlegung und sachgemäße Erwägung vor sich. So kommt der letzte Tag heran. Wie ein Schuljunge, der seine Ferienarbeiten erst am letzten Tag v?r Wiederbeginn der Schule anfertigt, wird jktzt Alles überstürzt. Die Schlauen unter dem großen Haufen wiffen jetzt ihre Zwecke zu erreichen; ste drücken Beschlüffe durch von deren Traaweite die hastenden Herren keine Ahnung haben. Die Zeit rückt unaushaltsam weiter, aber man betrügt Saturn und dicB:völkerung dadurch, daß man den Zeiger der Uhr zurückstellt. Zum Schluß werden die Vertreter des Volkes zu Narren und Tollhäuslern, sie begehen einen Unsug, den man kaum den ausgelaffensten Buben zutrauen würde. Der Schluß der Session erfolgt inmitten von Scenen, wie sie Bedlam und Bicetre nicht naturgetreuer zu leisten im Stande lind. Besieht man sich dann die Leistungen dieser Repräsentanten des Staates, so muß man sür sie erröthen. So gut wie Nichts ist geschehen. Das Wichtigste wurde versäumt, die Zeit mit Lappalien vertrödelt, vielleicht großes Unheil angerichtet, was erst in zwei Jahren corrigirt werden kann. Von den Vorschlägen der Executive ist fast keiner beachtet oder ausgeführt worden. Wie Schuljungen müffen sich die Legislatoren in der Abschiedsrede des Gouverneurs die Wahrheit sagen lasten und vielleicht müffen sie n a ch tz t n , damit nur noch das Nothwendigste beschaffen wird, um .die Verwaltungsmaschine im Gang zu erhalten. 1 Diese Prophezeiung ist weder eine erfreuliche, noch eine schmeichelhafte, abp sie ist historisch begründet. Wir werden unS sehr freuen, wenn wir uns mit derselben gründlich blamiren, vorlaufig aber halten wir sie aufrecht. iJm März wollen wir uns hierüber wieder sprechen.
