Indiana Tribüne, Volume 1, Number 21, Indianapolis, Marion County, 4 January 1879 — Page 3
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. Die gefährliche Probe. . Ja, zu meiner Zeit war's doch ganz anders bei'm Militär." sagte der seit 1850 pensionirte alle Feldwebel Bauernjchmidt, ,da gab's doch noch mehr als einmal was zum Lachen." Da war einst in meinem Regiment ein alter, verwetterter Oberst, ein gar wilder Herr, der wie n?an so zu sagcn pflegt: Keinen Guten rauchte" über dessen Lippen zeitlebens kein Lächeln geglitten war, außer enmal, da ein Nekrut bei der Beei digung, resp. Verpflichtung, als der Jun ker mit der Fahne eintrat auf . die Kniee fiel. In Folge dieses Lachens gab es aber auch acht Tage später Regenwctter. Di ser Oberst, dessen Stolz ein riesiger, bls auf die Epauletten herabhängender Schnurrbart war, probirte die Schneid" der eingerückten Rekruten in einer ganz eigentbümlichen Weise.
Wenn nämlich der Nekrut eingerückt. verpflichtet, adjustirt, gewaschen und srisirt war, so daß er annähernd einem Menschen gleichsah, wenn demselben, sodann die Kriegsartikel, wo auf jedes Verbrechen mindestens der Tod stand, nach Vorschrift cingeblaut" waren, daß ihm die Gänse haut an dem ganzen Körper auflief, mußte er sich zum Oberst in dessen Wohnung ver fügen, woselbst sich dann nachdem er mit einem Herrein" Einlaß erhalten, und er herzklopfend eingetreten war folgendes sterotype Frag- und Antwortspiel zwischen Oberst und Rekrut entspann : Oberst (den Rekruten von Oben bis Ünten messend nach einem minutenlangen. unheimlichen Schweigen): Sind ihm die Kriegsartikel vorgelesen V Nekrut: Jawohl Herr Oberst !" Oberst: So weiß Er also, daß er Alles, was ihm von seinem Vorgesetzten befohlen wird augenblicklich, und ohne die ge ringste Widerrede zu thun hat Rekrut: Jawohl!" Oberst: Gut '.-Packe Er mich an meinem Schnurrbart!" Sowie nun der Nekrut den Bart d?s gestrengen Herrn Obersten gefaßt hatte, was meistens nur zögernd geschah, rollte ihm derselbe ein paar derartige Augen zu, gegen welche die der bekannten Eule in der Wolssschluchtscene des Freischütz" noch sanfte Taubenaugen waren und gleich, zeitig schnappte der Oberst mit den Zähnen nach der Hand des überraschten Rekru ten, der meistens erschreckt den Bart los ließ. Ueber einen solchen Unglücklichen ergoß stch nun von den Lippen des Gestrengen ein Mississippi-Strom von Schmähungen und Schimpfworten, wobei: Du traun ger Feigling, miserabler Kerl" :c. :c. noch die galantesten waren. Ließ sich aber der Rekrut durch das plötzliche Schnappen nicht beirren, so wurde er belobt und - So ift's recht ! Gibt' bra ven Soldaten ! Tüchtiger Kerl" zc. :c. lohnte den Tapfern. Da begab es sich aber eines schönes Ta ges, daß der Oberst wieder einmal ge nannte Tapserkeitsprobe" anstellte und zwar mit einem ganz und gar verwilderten Rekruten seines Zeichens ein sogenann ter Roßkampl" der im Stall geboren. und Zeit des Lebens bis zu jenem denk würdigen Tage nur mit Pferden han tiert hatte, mit einem Wort ein Qua dralackl von einem Mannsbild. Sind Ihm die Kriegsartikel vorgele sen?" fragte der Oberst. Jo!" grunzte der neugebackene Sohn des Mars. So weiß Er also, daß er Alles, was ihm von seinem Vorgesetzten besohlen wird, augenblicklich und ohne die geringste Widerrede zu thun hat?" Jo!" Oberst (dicht an ihn herantretend und den Kopf hinhaltend): Gut ! Packe er mich an meinem Schnurrbart !" Schlupp und die nerrige Faust des Prüfungskandidaten hielt mit kräftigem Ruck wie mit einer Eisenklammer die rechte Hülste des riesigen Schnurrbarts. Der Oberst rollte die Augen gräßlicher wie je und schnappt! Aber "a tempo" haut ihm der gänzlich vergessene Roßmensch mit seiner linken ein achtel Tagewerk . Flächeninhalt fassenden Hand, beziehungsweise Pratzen," eine schallende Ohrfeige in das verblüffte Ge sicht, mit den Worten : Wart Luder i will Dir.beißen!" ? Der Rekrut erhielt außer! seinem wohl verdienten Lob dießmal noch einenKronen thaler extra jedoch mit der strengen Wei sung : Nichts von dem Vorfalle zu sagen. da er sonst niemals während seiner Dlcnst zeit in Urlaub dürfe !" , Seit jener Zelt hat der Oberst die gefährliche CourageProbe aus fernem Pro gramm gestrichen.- : , In einer schwachen Stunde hat's aber doch der Rekrut einmal aus der Wacht seinem 'Corpora! im Vertrauen mitgetheilt. sonst hätt's ja der FeldwebelBauernschmidt nicht erfahren und rch auch rncht. M 1 - Vorgefühl. Ah! das is'net übel. gibt mir meine Alte einen halben Dollar mit, ich soll ihr Geflügel z'.Haus bringen, weil sie's morgen mit einer Sauce machen will jetzt ist der halbe Dollar auck b:im Teufel und ich bring' ihr statt Geflügel, einen Affen Haus. I bin nur begierig. was für a' Sauce sie dazu machen wird !
Vor hundert Jahren. Vor hundert Jahren gab es noch ke'ne
Hochzeitsreisen. Fand die Hochzeit im Morgen statt, so ging der junge Ehemann nach derselben an die Arbeit und die juige Frau that desgleichen, fand sie am Atend statt, so reiste man in's Bett. ' ' Vor hundert Jahren schnitten sichdie Farmer noch nicht die Beine mit Mähna schinen ab. Vor hundert Jahren quälten sich uisere Mütter noch nicht über Nähmaschinen ab, die außer Ordnung gerathen waren. ! Vor hundert Jahren gehörten Psrde, welche eine Meile in 2:14 zurücklegen, noch zu den Seltenheiten. ; Vor hundert Jahren kam es noch nicht so häufig, vor, daß man Vater wcrden mußte, wie heutzutage. Vor hundert Jahren hatte man noch keine Ursache, sich über die Unhöflihkeit der Straßencartreiber zu beschweren. Vor hundert Jahren kannte man auch noch, keinen krummen Whisky. Unsere Vorfahren tranken den ihrigen inmer "6tratoM." ' Vor hundert Jahren war nicht jeder junge Mensch ein Applikant für! eine Stelle als Clcrk oder Buchsührer. . . Vor hundert Jahren cxplodirte, noch keine Kohlöllampcn und halfen den Kauen in den Himmel oder sonstwohin. Vor hundert Jahren begingen dieMen schen noch keinen Selbstmord, indem sie in Ballons in die Luft gingen und ohn: die selben wieder herunter kamen. Vor hundert Jahren gab es de? Ehre eines jungen Mädchens noch lang: kein Loch, wenn sie ihre Hände im Spülvasier beisetzte oder sich beim Waschen Jlasen rieb. : Vor hundert Jahren war eben noch Alles annersch". Zwei unverschämte Glückspilze. Revcida ist im Bundessenate durg zwe Silbersürsten" vertreten, die sich mehr aus Eltelkert, um auch einmal den bohn Posten eines Bundessenators zu beleiden, als weil sie em Interne an polr.Nchen Dingen nähmen, haben wählen lasjm. Der Eine. William S ha ron, )at sich I in der ganzenZeit, seit der jetzige süafund. vierzigste Kongreß besteht, noch nienals in Washington blicken laffen. Er kam nicht zur außerordentlichen Drat rm Oktober 1877, er fehlte während der ganzm regelmäßigen Diat, welche sich vom Dezember 1877 bis in den Sommer 1878 erstreckte; und auch zu der im Dezember 1878begoN' nenen und bis zum 4. März 1879 dauern den Diät hat er sich , nicht eingcfunden. r. r S i . v ? : jr P nre,e. ganze en uoer oar er reolglicy ,erne n . in v mein in Tuoer.TpelUlallonen veueyenoen Privatgeschäfte in San Franciscobesorgt. . W M svaron's enaiszett oauerl nocy vis zum 3. März 1881, und obgleich er sich seit Jahr i ? cn e i f i uno Ä.ag um leinen Verus ms venaror i er. . ... v - gar mcyis rummerr, imemi es lym oocy nicht einzufallen, auf die Senatur zu ver. zichten. Sein College, John P. J o ncs,war früher fleißiger, aber in der jetzigen Diät hat er bisher ebenfalls durch gänzliche Ab Wesenheit geglänzt. Mit großem Geräusch hatten seine Freunde in Washington ange kündigt: Jones habe seit Vertagung deö Conzresses im Sommer sein gänzlich zer rüttetes Vermögen durch glückliche Speku lationen in Silberbergwerks-Aktien wieder auf mehrere MillionenDollars erhöht und werde während der jetzigen Diät rr.it seiner I O r,. ' ... ' . lungcn rau IN aiu.nglon einen nreoa. gewesenen Glanz entfalten. Aber vergeblich hatten sich die dortigen Schmarotzer auf seine köstliche Weine und herrlichen Speisen gefreut. Ob er wohl, nach den Weihnachts. und Reujahrs-Fmen kom. men wird?. Schwerlich wird er gleich am 7. Januar da sein, an welchem die Sitzungen wieder beginnen, denn er bat wohl um diese Zeir manch gewichtlgcs und klingen des Wörtchen mit den Staatsgeseggebern Revadas zu sprechen;, seine Amtszeit laust nämlich am 3. März 1879 ab und es muß im Januar sür eine Neuwahl und Wieder wähl gesorgt werden. Das Land im Großen verliert freilich durch die beharrliche Abwesenheit, der bei den Silbersürsten aus dem Bundessenat wenig. Aber empörend ist es, daß solche Glückspilze, nachdem sie in ihrer Eitelkeit eine hohe politische Stellung ergattert ha ben, ihre Pflichten als Senatoren so be harrlich und so frech vernachlässigen ; sie beweisen damit, daß ihnen die Senatur bloß einer ihrer vielen Luxusgegenflände ist, von dem sie, je nach'ihrer Laune und je nachdem es rdnen ihre Prlvatgeschaste er lauben. Gebrauch machen oder nicht. Den Hauptschaden von diesem Gebühren der zwei Silbersürsten hat die reablikanlsche Partei, der sie beide angehören; denn sie verliert dadurch gerade die zwei Stimmen, durch welche sie wenigstens bis zum Schluß des 45. Congresses noch eine Mehrheit haben würde. - . - Ducllvorschrift.n sür französische Deputirte. Um das .Vorkommen allzuleichter Pisto 1rt -Ci.itsT fcMiisJftii V CO . . . i. Kii'umc, ivciuc üua Renommee oer )eputirten im Auslande zu schädigen geeignet sind, in Zukunst unmöglich zu machen, wird verordnet, was folgt : . ,1. Die Duellanten dürfen niemals weiter auseinandergestellt werden, als daß sie
sich bei klarem Wetter, eventuell mi! Zu hülfcnahme eines kleinen TuschtnsernrohrS . noch deutlich zu erkennen im Stande sind. Seen, Gebirge und größere Baulichkeiten dürfen nicht zwischen ihnen liegen. 2. Die Ladung besteht aus Schießpul ver. Die Anwendung von Brause-, Zahn-, Jnsccten- oder Kinderpulver als bewegende Triebkräfte ist nicht erlaubt. ' 3. Die Sekundanten haben darauf zu achten, daß ihre Kämpfer nicht mehr als je ein Panzerhemd und je einen Brustharnisch anha'en. 4. Es findet mindestens z'mmaliger Kagelwechsel statt. Aus 1-3 geht zur Genüge hervor, daß dieser Wechsel durch die Waffe und nicht etwa durch Austausch mit den Händen, oder durch Dienstmänner
, oder gar per Post zu ersolgen hat. ' " 5. Alle bisherigen Duell'Bestimmun gen. welche sich mit den voranstebeuden im Widerspruch befinden, Nnd aufgehoben. Die Duell'Commission. Proben aus einem demnächst erscheinenden Wörterbuch für Gesangvereine: (Schluß.) . Paragraph 11 ist, wenn ein Verein von einem andern durch einen Besuch über rascht wird. Bei gewissenhaster Beobach tung desselben spielt die Eonstitulion eine grotze Rolle. Pause ist, wenn der Dirigent einen mörderischen Durst hat. ' Passive Mitglieder, siehe: Bi nocle und Kegelbahn. P icnie ist, wenn es regnet und man eine Unmasse schlechten Bieres vertilgt. P r ä s i d e n t ist, wenn Einen das Wohl des Vereins fast umbringt, man aber gleichwohl glücklich ist, da man .mit Bestimmtheit erwarten darf eine schöne Leiche zu geben." Quorum, keines, ist, wenn der Prä sident höchst ungehalten ist, eine Ent rüstunasrede a la Quousnuc tandera Hai tcn will, ichließlick jdoch nichts hält als unD Nina ist. in der Regel, wenn man Gespenster sieht. Rückstände sind, wenn man blasirt und miseranüat ist. sich um die ganze Blase" nickt Mkbr bekümmern will und an der Wahl sich diplomatischer Weise gar njchj hetheiligt. Salamander ist, wenn einer statt Excrcitiwn SalamandRi harinäiiiaExercitlum alamandius commandirr, man jedoch später nichts darüber sagen will, da der Commandirende em altes prominentes Mitglied war. . - - S a n g e s s ch w e st e r m, wenn man ine Rede machen läßt und später eine II ftQint überreicht. U" Schatzmeister ist, wenn man auch manchmal ohne Schatzmeisterhaft auszummen versteht Schrecken aller Schrecken ist, wenn I nter den passiven Mitgliedern ein k. I " . . . . fDeklamätor befindet und derselbe Schillers n:,h hstn w ßuD(fc" oder Bürgers .Leo. nore- vorzutragen droht. Sekretär, correspondirender, ist, wenn. man zwar spät kommt, aber auch, nicht mit leerem Kopf. Ständchen, ist, wenn die Uraroß mutier einer entfernten Verwandten eines vorgeschlagenen Mitglieds des Vereins ihren 82. Geburtstag feiert und man auch das Seinige thun will. Stiftungsfest stehe : Er muß ins Land," Springchickens, in corpore, Umlaae. Kate l'J"f -u r Stock, ein, wird vielen Dirigenten geWenlt bie ihn wirklich verdient haben, iehe übrigens: Uhr, Ring und Pfandt,Qn ter, wäre manckem Gesang. 'mt n ber Appellen Bedeutung des hhT ,u ünscken. - Ton. den h,v mnn(eT 65aer in lann nn. KZ v . -w .-j-- - - - ;j - " , der Dirigent entrüstet ruft: Es ist icht länger zum Aushalten!" T r a k t i r e n, das besorgt in der Regel der Präsident nach Schluß' der Sitzung, wenn die von ihm vom Stapel gelassene Rede Anerkennung gesunden hat; auch mit Mitteln b.gabte Solisten sühlen zu weilen ein menschliches Rühren. ' Trompeter ist, wenn ein Bariton so gräßlich singt, daß man ein Speier wer den möchte. Uhr: siehe : Stock. Verwaltung s "z ath ist, wenn sich alle sechs Monate ein paar Leute zusam-. menfinden, um die funkelnagelneue Ent deckung zu machen, daß gar nichts zu ver walten da ist. Vorschuß stehe: Dirigent. Wachsthum, enormes, siehe: KrampfhafteRekrutirung, Tenoriflenjugd, Treat. Eejchäst. Schlepptau. - ... (V iviiuy - ri (r- " Sangesbruder von prch!llnellen angern sür ein U machen jaiV- - . Xi'tS Wahlineinen Sangcsbruder ünX. das, welches i vv uiiMv U"' .. . . . r jl . SS Sl "rtTinenloKn-Kinst besrnbet. V f ifÜ wenn der Sangesbruder damit nach Hause kommt und dle Sanges schwcster aus einem ganz anderen Tone siNgt. ; - m . ' - 'Zoologisches. Durckschnittlich ist dlz Zvrau aus folgenden Bcstclndlheilcn' u wmmgesetzt: Aus 43 Knochcki lOi Muskeln, 22 alten Zeitungen und 210 Steck und Haarnadeln. -
