Indiana Tribüne, Volume 1, Number 19, Indianapolis, Marion County, 21 December 1878 — Page 3

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(Äuö der. Tribüne-vom 11. IfmSet.) Unter Turnverein.

Im Schooße unseres hiesigen TurnVereins ist seit einiger Zeit eine MeinungsVerschiedenheit in den Vordergrund getrc ten, welche zu einer Trennung der differirenden Parteien führen wird, oder bisser gesagt, die divergirende Minorität zum Austritt veranlassen muß, wenn sie es nicht über sich gewinnen kann, das Schicksal aller Minoritäten in der ganzen Welt zu theilen und abzuwarten, bis sie wieder zur Majorität wird. Wir haben des, in dem Turnverein obwaltenden Streites mit kei nerSilbe erwähnt, weil wir denselben nicht noch bitterer machen wollten, als er ohnehin schon war. Nachdem gestern Abend die Würfel gefallen sind, hat dasPublikum und der Turnverein das Recht zu verlangen, daß ein unabhängiges Blatt über die Vorgänge im Sch?oße eines der bedeu tendsten deutschen Vereine objektiv berichte und wir unterziehen uns dieser Pflicht, wobei uns die Einfachheit der Sachlage unsere Arbeit wesentlich erleichtert. Der Indianapolis Soziale Turnverein in seiner jetzigen Gestalt entstand vor wenigen Jahren durch eine, von der Turncr'Tagsatzung zur Pflicht gemachte Vereinigung der damals be stehenden zwei Turnvereine, des Jndiana polis und des Sozialen. Beider Besitz wurde zusammengeworfen, so viel und so wenig der eine oder der andere Verein zur Zeit aufzuweisen hatte. Die Vereinigung gedieh und wuchs kräftig heran. Unter der Platform des Turnerbundes, welche bezweckt, die Bestrebungen auf politischem und sozialem Gebiet im Sinne fortschrei tenderReformen zu fördern, entwickelte sich auch in unserem Turnverein ein reges politisches Leben und zwar ohne irgend welchen Zwang, ohne Beschränkung irgenv einer politischen Richtung und Ueberzeu gung. Wie überall, waren Anhänger jeder Partei vertreten und keiner wurde in seinen Gefühlen verletzt, unterdrückt, wie sich dies auch in einem solchen Bund ganz von selbst versteht. Die erste ernstliche Meinungsverschie denhnt machte sich erst bemerkbar, als das Organ des Turnerbundes DU Zukunft", welches hier erschien und von einem Mit glied des hiesigen Vereins redigirt wird. Partei sür eine der politischen Partheien ergriff und in den Spalten, welche nicht turnerischen Zielen gewidmet wären, wie man ihm vorwarf, einseitige Politik trieb. Ueber das Recht des Herausgebers, in dem Bundesorgan Politik nach eigenem Be lieben zu treiben, konnte so lange kein Zweifel bestehen, als er sonst seinen contraktlichen Verpflichtungen gegen den Tur nerbund nachtam, und er trieb Politik nach Herzenslust. Da diese Politik aber nicht die Billigung der Majorität der Turnvereine fand, war es nicht über iuaycuu, uut iuuy uiuu viujuiuuisyy . ex v r .& ftifi t.z rc ahI.aap 1 wegen der Zukunft", derselbe nicht me erneuert wurde. Dem Herausgeber Krselben und seinen Gesinnungsgenossen blieb die persönliche Ausübung ihrer politischen Rechte und der Ausdruck ihrer Meinungen im Turnverein, scwie jegliche Propaganda in ihrem Sinne unbenom men, wie überhaupt jede Anschauungs weise Andersdenkender auf das Vollständigste respektirt und tolerirt wird. Ein anderes aber ist es, die maaßgebende Ansicht zu vertreten und zu politischenZmecken zu benutzen, und ein anderes, sich als Minorität mit der dieser zukommenden Stellung zu bescheiden, wenn eine andere Partei zur Majorität geworden ist. Die seit mehreren Jahren im Turnverein allmächtig herrschende Partei wurde im Laufe der Zeiten und er Ereigniffe von der früher? Minorität überholt, und die ihr dadurch angewiesene Stellung convenirte den Führern von dem Augenblick an nicht mehr, wo sie nicht mehr das Heft in Händen hatten. Es wären den Unzufriedenen nun, nach gewöhnlichem, ordnungsmäßigen Verlauf der Dinge in allen Vereinigungen der Welt, nur zwei Wege offengeblieben ; entweder mit Resignation und Würde sich in'3 Unvermeidliche fügen, die Stelle der Minorität einzunehmen, welche Andere so lange ja auch hatten ein nehmen müffen, und Propaganda auf legale und ehrliche Weise für ihre Ansichten zu machen, um dereinst wieder zur Majorität zu werden; oder aus einer Verbin dung a u s z u t r e t e n, welche ihnen nicht mehr zusagte. Die Führer des unwfriedenen Flügels waren aber hiermit nicht zufrieden; sie versuchten einen dritten Weg die Spaltung, Trennung des Vereins in zwei separate Vereine, und Theilung des Vorhändenen Vermögens. Um diesen Zweck zu erreichen und die Motive des Handelns plausibel zu machen, mußte ein paffender Vorwand gesucht und gesunden werden. Derselbe bot sich den secessionssüchtigen Thcilern in den Beschlaffen dar, welche auf der diesjährigen Tagsatzung in Cleveland gesaßt wurden, ES würde zu weit führen, hier diese Beschlöffe wiederzugeben, eS genüge zu erwähnen, daß sie fortschrittlicher Natur, in einzelnen Punkten radikal sind, daß sie zum ersten Male, seit der Turnerbund besteht, nicht von den zur Tagsatzung entsendeten Delegaten beschlossen, sondern zur direkten Urabstimmung jedem einzelnen Turner vorgelegt und von einer überwäl tigerUien Majorität angenommen worden, sind; daß ferner kein Wort dieser veränder-

ten Platform irgend einem Turner Ge

wissenszwang auferlegt, oder ihn verhin dert seine eigene Meinung zu haben, sie aususprechen und Propaganda für sie zu machen. Der Turnverein genok nunmehr das seltene Schauspiel, den Führer der Mino rität, dmselbenTurner, welcher so lange er ,m erem war, Politik darin und im Turnewrgan getrieben hat; der selbst an dem Zlistandckommen der Clevelander Beschlösse wesentlichen Antheil hatte indem er die vorbereitenden Schritte auf der Tag satzung m New Ulm selbst sormulirte und bejchlieben half; der selbst in seinem Blatte: Die Zukunft sich und jedem Turner das vollste., Recht freier Meinungsäußerung und Porteistellung gewahrt wissen wollte; diesen Verkörperten Vertreter der Politik eine Söaltung des Vereins anstrengen zu sehen, eil darin Politik getrieben würde und zwar eine Politik, welche Andersden kende .proscribire wie sein Lieblingsaus druck lautet. Der Versuch, die Trennung herbeizu führen, gipfelte in einem Beschluß, dessen Beantragung die Majorität des Turnver eins überraschte, um nicht zu sagen : überrumpeltt. ES wurde beschlossen, dieFrage der Trennung und Vermögenstheilung ei ner Commssion von Fünfen zur Durchbe rathung zu überweisen. Die treu an dem Turncrbund und an .Turnerprinzipien festhaltenden Gegner einer nicht gerechtfertigtenSpaltung stellten sich, nachdem sie sich von derUeberrumpelung erholt hatten, auf den einzig richtigen Standpunkt, wel chen die Konstitution des Bundes vorschreibt. Sie ernannten zu der erwähnten Commission keine Mitglieder, weil sie den Zweck dieser Commission als bundeswidrig erkannten. Gestern Abend fand die entscheidende Versammlung in der Turnhalle statt. Der Beschluß von voriger Woche, eine ComMission zur Vorbereitung der Trennung und Theilung zu ernennen, wurde in Wiedererwägung gezogen und verworfen, damit fällt nun die Spaltung und es muß sich jetzt bald herausstellen, was die Herren zu thun gedenken, denen es um eine Zertrümmerung undSpaltung des Nordamerikanischen TurnerbunbeS um jeden Preis zu thun scheint, seitdem sie nicht mehr ton angebend in demselben sind. Zur Vervollständigung des Thatbestandes diene noch die Bemerkung, daß allerdings bei der Eingangs erwähnten Vereinigung der beioen hiesigen Vereine, der soziale Turnverein den größeren Theil des Vermögens mitbrachte; daß aber auch ein großer Theil der ehemaligen sozialen Turner jetzt zur bundestreuen Partei zählen und die seccdirenden Unzufriedenen nicht lediglich aus alten sozialen" Turnern bestehen. Shrimpö. Ein jeder kennt die kleinen Krebse oder Krabben, die hier unter den Namen Shrimps in den Handel kommen. Der Shrimpssang wird hier gänzlich von den Chinesen monopolisirt und sind in derBay von San Francisco 500 Chinesen mit dem Fange von Shrimps und Krebsen be schästigt. Der beste Jagdgrund für diese kleinen Krebse ist der südliche Theil der Bay, zwi schen Süd-San Francisco und dem Acht meilenhauö. An der Potrero Seite be finden sich 8 Lager chinesischer Shrimp fänger, jedes von 12 Chinesen besetzt; ' weitere Lager befinden sich zwischen But chertown und Hunter's Point. Hinter Hunter'S Point sind 2 Lager mit 60 Chine sen, und beim Achtmeilenhaus ein Lager mit 40 Chinesen. Diese Chinesen stehen meistens im Dienst eines chinesischen Con tractorS, der die gefangenen Shrimps nach China exportirt. Die Shrimvs werden in engentzebenetzen in 12 bis 20 Faden Waffer gefangen, wo zu die Chinesen 36 Boote, jedes mit 12 bis 20 solcher Netze versehen, benutzen; dann werden sie in großen Kesseln gekocht und auf dem Boden zum Trocknen ausge breitet, was in 3 bis 4 Tagen gewöhnlich geschehen ist. Dann werden eine Anzahl Chinesen auf die so getrockneten Shrimps getrieben, um dieselben zu zertreten. Die Mäste mit den zertretenen Schalen wird hieraus in eine Maschine gebracht, die die Schalen von dem Fleische trennt. Als dann werden die Shrimps in Fässer und Säcke verpackt und so exportirt oder hier im Chinesenviertel verkauft. Der Preis für fo getrocknete Shrimpö variirt in San Francisco von 6 bis 8 Cts. per Pfund, während sie frisch gefangen 2 bis ZK Cents pro Pfund bringen. Die Schalen' dieser Thiere werden ebenfalls gesammelt und nach China exportirt, zu welchem Zwecke haben wir nicht in Ersah rung bringen können ; nach Einigen wer den sie in China als Dünger und als Mit tel gegen die Insekten des Theestrauches benutzt. Von der Größe deS San Francisco ShrimphandelS haben nur Wenige' eine Abnuna: er bringt einen Umsatz von durchschnittlich 515.000 pro Monat. Zur Leichenverbrennung. Kunde .?lst eS möglich, in einer solchen kleinen Urne sollte ich Platz finden?" : Grocer : Wundern Sie sich darüber? Sehen Sie sich diesen kleinen TopfFleisch Extrakt an, darin befindet .sich condensirt ein ganzer Ochse.

AuSEypern Aus Cypern bringt die Franks. Ztg." eine Correspondenz, der wir folgende besonders interessante Stelle entnehmen : Die hier jetzt erscheinende Zeitung Cy' prus" oder "Kypr8" wird morgen die

Ergcbenheitsadresse veröffentlichen, welche Herr Palmer. der Times.Correspondent und Mitredakteur der Zeitung Cyprus" gestern in Limasol, demMinister überreicht hat. Diese Adresse ist ein englischesMachwerk und ist nichts weniger, als der Ausdruck der Sympathien, welche die Cyprioten haben. Die Cyprioten sind furchtsam uno seig. 4J0100QI lic unzusrieoen inu und bei dieser ?iammerwirtbschast es sein m ' ., müssen, werden sie n,e wagen ihrer Unzusriedenheit offen und in Maffe Ausdruck zugeben. Der Berichterstatter der Dally News," der englischen Oppositionspartei angehörend, sucht deshalb vergeblich die Cyprioten zur Abhaltung von Meetings aufzustacheln, obwohl er sich erboten hat den Präsidentenstuhl einzunehmen. Viel mehr haben wir gesehen, daß die ärgsten fr. Jfm a! a m V äk a M (m aV nsiAM CSm KlA all 5 ErgebenheitSadresse unterzeichnet haben. Unter denen, welche unterzeichneten, be findet sich merkwürdiger Weise auch Herr Pascotini, der österreichische Konsul; daß seine Regierung damit einverstanden ist, darf man bezweifeln. Dieser alte, ehrwürdige Herr ist bei seinem langen Aufenthalt auf dem Elland der Astarte selbst Cyprlot geworden. Denn er lst mtt den englischen Nenemnchtungen durchaus nicht zufrieden, und hätte nicht unterzeichnen sollen. Allerdings ist der Inhalt der Adreffe nicht so schlimm ; es ist m dersclben hauptsächlich von braven englischen Soldaten, welche so sehr vom Fieber at litten hätten, die Rede. Die so nothwen- . . i digen Reformen in der Gesetzgebung, die Meliorationen in der Landwirthschaft u. s. w., kurz, das Wichtigste ist mit zwei Zeilen amSchluffe abgethan. DieAdreff: muß von einem englischen Osfizier ausge setzt sein. Als Kuriosum theile ich Ihnen mit, daß die Zeitung CypruS"zwei Redacteure hat, einen griechischen und englischen, und in den beiden Sprachen erscheint. Der englischeRedacteur versteht nun aber keinWort griechisch, der Grieche kein Wort englisch. Französisch verstehen und sprechen beide nur äußerst mangelhast. Wenn ich in die Druckerei, die zugleich auch Expedition und Redaction ist, komme, finde ich immer Gelegenheit, den Dolmetscher zu spielen. Anbei sende ich Ihnen ein Exemplar der Zeitung, ste ist wirklich ein Unicum. Haben Sie es je erlebt, daß sich in einer Zeitung zwei Redakteure deffelben Blattes bekämpfen vnd die gegenseitigen Ansichten angreisen? Im Cyprus" lesen Sie es Schwarz auf Weiß. Konstaninides, der griechische Redakteur, greist in einem längerenArtikel die im vorstebenden englischen Theile publicirte und gelobte Adreffe an, die noch dazu von Herrn Palmer dem Mitredakteur selbst verfaßt und herumgetragen worden ist. Konstaninides gibt, nachdem er Passus für Passus in der Adreffe getadelt, zuletzt seinen Mitbürgern den Rath, ein anderes Mal vorsichtiger zu Werke zu gehen und besser zu bedenken, was. sie unterzeichnen. Da er aber nicht Englisch versteht, hat er sich die Adresse erst von einem Freunde übersetzen lassen, ehe .er sie bekämpfen konnte. Palmer, der englische Redakteur, hat natürlich den gegen ihn gerichteten .schwarzen Anschlag ebensowenig bemerkt, da er kein Griechisch versteht. Herr Kostaninides klagte mir gestern sein Leid: Ich sehe, Herr Palmer und ich passen nicht zusammen. Ich hätte schon längst ein Blatt allein gegründet; Sir Garnet Wolseley gibt mir keine Erlaubniß dazu.- Ich entgegnete: Aber so machen Sie sich beide lächerlich, was wird man im Auslande sagen, wenn , man so etwas liest? Der Grieche zuckte die Achseln und meinte: Sie haben Recht, aber was wollen Sie?" ' m i Jas. KelZy in Philadelphia wurde wegen Handelns mit Lotterie'Loosen zu 1 Jahr Gefängniß und N000Geldbüße verurtheilt. Das Testament Luthers befindet sich im Besitz der evangelischen Kirche in Pesth. Bisher hat man dieses Schriftstück nicht für verläßlich echt gehalten. Nun hat aber ein jüngst von dem GeneralConvent eingesetztes Comite die Echtheit durch Vcr gleichung mit anderen Original-Briesen Luther's, welche Franz Pulözky vorlegte, als vollständig erwiesen erklärt. Das Schriftstück war mit verschiedenen Manuscripten des gelehrten Theologen Johann Benedict Carpzovius nach Ungarn gekommen und von Dem als Sammler von Antiken und Mqnuscripten bekannten reichen Grundbesitzer I. Jankovics angekauft worden. Von diesem erstand die Erzher. sogin Maria Dorothea das Dokument um 400 Goldgulden und schenkte es der evangelischen Kirche, in deren Archiv es bisher bewahrt wurde, ohne das man gewagt hätte, dasselbe als vollkommen echt zu erklären. Die Zweifel sind nun gehoben und es ist der Antrag gestellt worden, daß kür die Urkunde, welche natürlich Eigenthum der genannten Kirche bleibt, im Pesther National - Museum ein besonderer Schrank errichtet werde, damit die seltene Aelique nicht in Staube einesArchivs vergilbe. . .

Kumoriflisches. Louise,S!e müssen sich daran gewöh-

nen, alle Sachen genau an denselben Plätzen aufzuheben, wie es mein voiiges Zimmermädchen gethan. Meine Hüften hängen Sie an den Lehnstuhl ; die Zahne kommen in's Kommode; den Busen thun Sie aus's Nachttischchen und die Waden ln's Schränkchen," sagte die Madame. - Dr. Sch., den die Natur mit einem sehr starken Embonpoint gesegnet hat. kommt zu einem Freund auf Besuch. Der ??reund bat ein rk!,knde Nübcken von 4 J,h. Komm' her, mein Kind sagt Ul Doctor zu ihm, und setz' Dich auf 1 iwviiiiii wurfuuts; aiy nein, iu) mm zu axum denn nicht?- Weil Dein Bauch schon darauf sitzt!" Julius Stettenheim erzählt, wie er eines Mittags seinen Kindern bei festlicher Gelegenheit ein GlasWeißwein gab. Nach dem ersten Schluck rief der Jüngste, der noch niemals Wein gekostet hatte: Ach Papachen, der Essig schmeckt aber gut!" Die Wünsche der Männer sind be. ..... ,,.,. uivii, iwiyvii vii ijiuuiii uui9 uvkii möchten, was ihre Nachbarinnen haben, ausgenommen deren Zahnbürste und jun ges Valy. Complete Ausstattung. Jagdfreund (zum Wirthe): Höre, Freund,Du hast Dir Deine Zimmer ja famos jägermäßig auS gestattet. Wohin man sieht: Hirschkro nen, Jagdbilder, Büchsen, Jagdtrophäen, Thiexköpfe, Abnormitäten. .Nun fehlt Dir zur Vollständigkeit eigentlich nur noch eine Wirthschaften mit 'ner Hasen scharte. vroven aus einem demnächst erscheinenden Wör terbuch für Gesangvereine : A b st i m m u n g ist, wenn Jemand noch absolut eine Rede halten will und der Präsident eine Energie entwickelt, die einer besseren Sache würdig wäre. Active bezahlen bloß die Hälfte, und sind meist fidele Kerle, mit den ActivaS da gegen ist es in der Regel .sehr schlecht be stellt. Alten sind die, welche in den meisten Männerchören das Diktum Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen," Lügen strafen. A r ch i v a r ist, wennNoten ausgeliehen sind, wovon der Dirigent nichts weiß. Siehe übrigens : Packesel." Außerordentliches Mitglied ist, wenn man in einem Gesangverein ausgenommen wird, obschon oder weil der VerwaltungSrath weiß, daß er es mit einem Mitgliede zu thun hat, das in der Bezahlung sich alS unordentlich" zeigen würde. Bar ist, wenn das Bier zu schlecht ist und der vernünftige Sangesbruder sich nach unten begiebt, um sich durch emen gehaltvollen Trank sür das Reiterlied von Lißt zu stärken. Bariton ist, wenn man in einem Gesangverein blos Solis singen will. Baß, erster, ist, wenn Einer sich auf den Andern verläßt, und dann ein zweiter Tenor rcquirirt wird, um ein Quartett mftnr( lit trtrtÄTt mVtytlUf QM UIHUftlll Baß, zweiter, ist, wenn Einer auf dem Wege nach Hause : Im tiefen Keller sitz' ich hier" oder In einem kühlen Grunde" oder In diesen heiligen Hallen," mit Grundgewalt vom Stapel läßt. Siehe übrigens : Durst. B e a m t e n w a h l ist, wenn ein Ring" Alles schon vierzehn Tage , vorher gefixt hat. Biercollector ist, in .kleineren Vereinen, der jovialste, seligste, befriedigste Mensch, wenn an einem Abend mehrere Candidaten aufgenommen werden. Siehe übrigens: Deficit. Binocle Siehe Verwaltungsrath und Comittee. Carnevalssitzung ist, wenn die Leute Alles lächerlich zu machen suchen, sich jev .l ...... cyy rr .

vouz vor aucui. Cafsa, siehe: Null, Phantasie, Einbildung, Phantom, Nebelbild. Committee ist, wenn das zu besorgende Geschäft sehr dringend ist und einQuorum Binocle spielt. Concert ist, wenn ein Dirigent Schulden hat und eine Gesangsburleske aus dem Mittelalter einstudiren läßt. Dirigent ist, wenn Einer um zehn Uhr kommt, bis elf Uhr schimpst und um' zwölf Uhr sich Vorschuß geben läßt. Doppelquartett ist,wenn der Dirigent wüthend wird, nicht mehr als acht Mann stngen läßt, und die Andern zum Teufil jagt. Siehe übrigens Standchen und Schnorrer. Dramatische Abtheilung ist, wenn man nicht mehr ordentlich singen kann, und dem Publikum beweisen will, daß aus Brettern, die die Welt bedeutet, ganz natürlich Hölzernes geleistet werden kann. Deficit stehe: Einnahme. Ehrenmitglied ist, wenn Jemand sich irgendwie ausgezeichnet hat, und sich daS Aufnehmen gefallen läßt. E i n i g k e i t ist, wenn ein Sangesbruder auö Geschaftsrücksichten zu einem Dutzend von Gesangvereinen gehört. Einnahme siehe: Defizit. Ecc6 quam "bonum lateinisch, aber dennoch für manchen Sangesbruder ein böhmisches Dorf. (Fortsetzung folgt.)