Indiana Tribüne, Volume 1, Number 17, Indianapolis, Marion County, 7 December 1878 — Page 4
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(SB ochenblatt.) g. V' 5lzms Redakteur. Office: Ecke Circle u. Meridianstr. sJm dritten Stock ) AbonnementSPreise. Inder Stadt durch Träger in HauS geliefert Per Monat .20 Centk. Per Jahz im Voraui $2.00 Per Nummer K KentS. Lou'S V. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 7. Dezmbr. 1878. Die Votschaft deö Präsidenten. 1 Am Montag wurde die Schlubsitzung . des Congreß eröffnet und die 2. Botschaft deS Präsidenten verlesen. Wenn auch die ses Aktenstück dieses Mal kürzer ist, als die Prüftdial'Botschasten in neuerer Zeit zu sein pflegten, so verbietet doch sein Umfang die Wiedergabe desselben in unseren Spalten und werden unsere Leser, welche längst gewohnt sind, in Botschaften aller Art nichts Anderes zu finden, als schöne Redensarten und utopische Erwartungen und Versprechungen, es unöDank wissen, wenn wir sie mit dem Dokument verschonen. Wir beschränken unS deshalb nur auf ei nige wenige Bemerkungen. Die Botschaft sticht wesentlich von ihren Vorgängerinnen durch concise Kürze und eine aus ihr ersichtliche Uebereinstimmung der Ansichten deS Präsidenten und feines CabinetS ab. Der Schwerpunkt des InhaltS ruht in der Finanz und in der füblichen Frage, in welch' beiden unsereAdmi nistration sehr gesunder Ansicht ist. Noch x keine Botschaft hat sich des ungetheilten Beifalls aller Parteien und aller Partei klepper zu erfreuen gehabt und wird auch eher der Erdball in Trümmern gehen, als daß dieser Fall jemals eintritt. Die Ur. theile über das staatsmännische Actenstück sind so vi'elfacherNatur, als eS verschiedene Glaubensbekenntnisie gibt. In einem hie sigeo Blatt hat ein sonderbarer Schwärmer an der Botschaft auszusetzen, daß sie fast nur die Ansichten der Fach.Minister auSspricht und in den Ausnahmefällen, wo sie dies nicht thut, zu zahm sei und dieIni tiative dem Congreß überlasie. Wir vermögen nicht abzusehen, weshalb eS auch anders sein solle. Hat der Präsident sich mit Männern umgeben, welche gleicheZiele mit ihm verfolgen und über die einzuschlagenden Wege zur Erreichung dieser Ziele gleicher Ansicht mit ihm sind,, mit anderen Worten ist eS ihm gelungen, ein harmo , nirendeS, homogenes Cabinet zu bilden, so werden auch seine Räthe in ihren Berichten solche Ansichten, Urtheile und Vorschläge . äußern, welche der Präsident zu den seini gen machen kann. Wir glauben gerne, daß e sehr Vielen angenehmer wäre, wenn der Präsident Hü! und seine Minister Hott ! wollten ; glücklicherweise ist eS aber dieses ' mal anders. Wenn der Präsident enEr. laß nothwendiger Gesetze und Beschlüsie vomCongreb erwartet und erhofft, so wüßten wir auch nicht, auS welchem vernünfti -gen und denkbaren Grund, er eS anders inachen sollte. Derartige Kritiken verdie nen kaum Beachtung, da sie lediglich der Opposition und der Parteistellung halber ausgeübt werden und eS längst auS der Mode gekommen ist,, eine Handlung, eine Schrift oder eine Meinungsäußerung aus dem Munde 'eines politischen Gegners gut zu finden, wenn man sonst auch nichts an ihr auszusetzen hat. Während ein Theil der Presse die Bot schaft unparteiisch, würdevoll und gemäßigt nennt, hat ein Anderer nur eine Li tanei von herabsetzenden Epithetas für sie. In der sozialen Presie kommt sie am schlechtesten weg ; das Philad. .Volks blatt" bricht den Stab über sie, weil sie der sozialen Frage, welche eS für die bren nendste hält, nicht erwähnt. Würde der Präsident ihrer erwähnt haben, und zwar wie anzunehmen ist, in anderer Form als sie den Sozialen paßte, fo würde das Urtheil wahrscheinlich noch viel .schlimmer ausgefallen fem. . Noch radikaler wird die Botschaft von der .Volksstimme deS We sienS" abgefertigt, welche schreibt : .DaS ganze Schriftstück durchzieht der offizielle amerikanische Geist-der Gei'st der Heuchelei -Der'Cingreß trat am Dienstag in die Erledigung der ihm von vorjähriger Sitz ung noch. überkomm-nen unerledigten Ge schäfte ein. Gleichzeitig begann die übliche Fluth von VillS hereinzubrechen. Aus der bis gestern stattgehabten Thätigkeit beider Häuser ist' nichts von besonderem Jnteresie zu erwähnen, da sich dieselbe wesentlich auf die Ingangbringung der legislatorischen Maschine beschränkte.. Die Anwesenheit einer besonders zahlreichen und geschästi gen Lobby machte sich bemerkbar und darf man großen Anstrengungen der Freunde der Texa5.Pacific.Bahn entgegensehen. um die StaatS-Garantie derselben durch zusetzen. ' Die Chicago Notabeln-Ver fammlung und bie augenblickliche zu glei chem Zweck in New Orleans tagende Dele gaten'Versammlung deS Südens wird kein Mittel unversucht lasien. um ihr Vor haben durchzudrücken.
Daö foziale Uebel. Eine der Fragen, in Bezug auf welche eine Einigung fast unmöglich erscheint, ist die deö .sozialen Uebels." Unsere Leser werden bisien, daß unter dieser Bezeich. nung die Prostitution gemeint ist, und zwar die gewerbmäßige. In allen große ren Städten nimmt das Uebel mehr und
mehr überHand und zwar auffallender Weife gerade in denjenigen, in welchen es gesetzlich vnfolgt, gehetzt und in die Schlupfwinkel getrieben wird. Drei Berussklaffen sind vor allen ande ren befähigt, Erfahrungen über daS soziale Uebel zu sammeln und ein competenteS Urtheil über dasielbe abzugeben. Es sind: die Aerzte, die Polizei und die Geistlich keit. Die Frage: kann das soziale Uebel ausgerottet und unterdrückt, oder soll eS lizensirt, überwacht und in Schranken ge halten werden? beschäftigt gegenwärtig wieber die Gemüther in St. Louis und fanden daselbst Berathungen von Vertretern vorstehender Berussklaffen statt, durch welche man bis jetzt einer endgültigen Entscheidung und Beantwortung dieser Fra gen um keinen Schritt näher kam. Die Ansichten besonders der Aerzte und die der Geistlichkeit stehen sich diametral entgegen. Die Ersteren, welche täglich Gelegenheit haben, die schrecklichen Folgen des gehe! men Lasters bis in den Schooß der ange sehensten Familien, bis in den zarten Bau des noch ungeborenen'Kindes verfolgen zu können und häufig verfolgen zu müffen. sind unbedingt für Lizensirung und scharfe Ueberwachung der Prostitution, als einzigem Mittel, ein unausrottbares Uebel aus den möglichst kleinen Raum zu beschränken und der Controlle zugängig zu machen. Die Geistlichkeit ist dem entgegen und ver langt strengste Verfolgung und rigorose Unterdrückung des sozialen Uebels, weiß aber keine Mittel anzugeben, wie solche zu erzielen seien. Dabei entwickelt ein Theil der Zeloten eine solche Sachkenntniß bei Discussion des heiklen Themas, daß ihre nicht besonders seelsorgerischen Erfahrungen über dasselbe hinreichend Zeugniß für die Verbreitung ablegen, welche die Pro stitution auch in solchen Kreisen bereits ge funden. Die Polizei neigt, was das ehr liche und ehrenhafte Element in derselben anbetrifft, zu der Ansicht der Aerzte und weiß dafür triftige Gründe anzuführen. Der Theil der Polizei hingegen und lei der ist es kein geringer welcher aus der Vogelfreiheit der armen Proftituirten, aus ihrer Verfolguug und aus der Erpressung eines Theiles desSündenlohneö eine reiche Quelle der Einnahme sich zu erschließen versteht, dieser Theil will die gesetzliche Unterdrückung, wie sie die Geistlichkeit ver langt, weil diese Polizeibeamten recht gut wissen, daß alsdann die Prostitution in die Verborgenheit gescheucht werden wird, wo sie sich um so üppiger entfaltet und reiche Erndte für gewissenlose Beamte verspricht. Es wird wohl nicht lange dauern, bis man sich auch hier mit dieser Frage wird beschäftigen müssen. Trotzdem das soziale Uebel hier nicht gesetzlich geduldet ist, macht eS sich in den belebtesten Stadtthei len so schamlos breit, wie es nur möglich ist, wenn die öffentlichen Sicherheitsbeam ten es aus pekuniärem Jnteresie wissentlich dulden und schröpfen. Ein solcherZustand ist einer Commune unwürdig. Ein Be amter, welcher das soziale Laster begün stigt, oder wenigstens nicht belästigt, weil es eine Einnahmequelle für ihn ist, wird auch vorkommenden Falls mit einem Dieb, einem Einbrecher Halbpart machen. Wird dann, um dem Publikum Sand in die Au gen zu streuen, - oder auch um eine nicht mehr opferwillige VenuSpriesterin zurRaifon zu bringen, einmal eine Razzia auf ein Freudenhaus ausgesührt, so muß sich jeder Mensch mit Ekel von derHeuchelei sittlicher Entrüstung abwenden, welche um der nie drigsten Motive willen zur Schau gestellt wird. Die Vorgänge in St. 'LouiS' sind deß halb auch fllr unS von Jnteresie und wer den wir sie ausmerlsam versolgen. Siegt dort der gesunde Menschenverstand über zelotische, sterile Psagen-Anschauung, so haben wir Hoffnung, daß über kurz oder lang auch hier eine so sehr nöthige ratio nelle Aenderung in Bezug aus daö soziale Uebel eintritt. Mt Marty und die Indianer. Unter diesem Titel bringt die Ev. Union" nachstehende intereffante Mitthei lung : ' ' Der katholische Indianer Missionär Martin Marty, Abt ' deS Benediktiner Kloster St. Meinrad in Jndiana(seit 1860 in den Ver. Staaten, geboren im Januar 1834 im Canton Schwyz in der Schweiz, und im Kloster Einsiedeln herangebildet) hat seit Jahren seine ganze Ausmerksam keit den Sioux, oder wie er sie nach ihrem ursprünglichen Namen nennt, den DakotaS zugewendet. Er hat aus den Wunsch der Regierung der Ver. Staaten vor mehreren Monaten den Sitting Bull in. Canada ausgesucht. Und wenn eS ihm auch nicht gelungen ist, den berühmten Sioux-Häuptltng zur un bedingten Unterwerfung zu bereden, so ist es doch größtentheilS seinem Zuspruche zu danken, daß Sitting Bull sich durchaus friedlich und ruhig verhält. Sitting Bull scheint jetzt sür den Benedictiner Marty dieselbe Verehrung zu hegen, wie sür den vor 6 Jahren verstorbenen Jesuiten de
Smet, der im Sommer 1863 auf Bitte der Bundesregierung den sich zum' Kriege rüstenden Sitting Füll in der Wildniß aussuchte und ihn vermochte, den Toma hawk wieder zu begraben. Wäre deSmet im Jahre 1876 noch am Leben gewesen, fo hätte vielleicht das Unglück am Little Big Horn gar nicht stattgefunden.
Wie bereits kurz gemeldet wurde, hat Adt Marly seit seiner großen und gefahr vollen Reise zu Sitting Bull in Canada, alle zwölfSiouxReservationen in Dakota, Nebraöka und Montana besucht. In Standing Rock in Dakota am oberen Miffouri. wo Abt Marty sich längere Zeit aushielt, hat er eine Mission mit zwei Vätern und vier Brüdern aus dem Bene dictiner'Orden zur Civilisirung der Sioux errichtet, und am Devils Lake m Dakota eine Zweig'Mission aussen Reservationen der Sioux unter Rothwolke und Bunt schwänz. Neben Vätern und Brüdern vom Benedictiner-Orden versetzte er dort hin auch Schulschwestern (vom Orden von Maria Opferung), um die Kinder der Sioux ordentlich unterrichten zu lasien. Auch in Poplar Creek in Montana wird gegenwärtig von Abt Marty eine Mission mit Schulen angelegt. Die nöthigen Mittel zur Ausstattung der Missionen und Schulen werden durch Collekten in den katholischen Kirchen zusammengebracht. Alle diese Einrichtungen werden mit Ge nehmigung des Ministers des Innern ge troffen. Und es wird sich jetzt zeigen, ob e5 die kalholische Kirche, und zunächst der Orden der Benedictiner, versteht, auS den 40,000 Sioux, die zu den stolzesten, kriegö lustigen und kriegstüchtigsten der Indianer gehören, ordentliche, friedliche und fleißige Menschen zu machen. Voraussichtlich wird dies dann gelingen, wenn nicht über kurz oder lang durch verkehrte Regierungs maßregeln oder Corruption von Regie rungsbeamten das wieder verdorben wird, was die Mission gut machen werden. Gdrtorielle HJlotizen. Das ganze türkische Ministerium ist entlassen und ein neues mit Kheireddin Pascha als Großvezier ernannt worden. Kheireddin ist ein ausgesprochener Gegner Oesterreichs und befürchtet man in Folge seinerErhebung, welche daö Werk russischer Intriguen sein soll, neue Verwicklungen mit Wien. o ser Wilhelm hielt am Donnerstag seinen ... 3ir hnnnnnntn Yntt nnrhfrslMtMltf ifiit Babelsberg bei Potsdam residirt und seine Munden aenkleat batte. Die SauvMadt Dfl"D- -i o -r -1 bereitete ihm einen festlichen, begeisterten s m . . a& Empfang. Wie verlautet wlrd der ttalser demnächst die Zügel der Regierung wieder ergrelsen und dle Stellvertretung deö Kronprinzen ihre Endschast erreichet . Der Beecher.Tilton Skandal in der Plymouth Kirche in Brooflyn hat eine neue Blüthe getrieben; die hochachtbare Gemeinde hat nach ihrem letzten Prayer. Meeting die Elisabeth Tilton, welche ge wagthat, sich in Gemeinschaft mit dem Heuchler Beecher des Ehebruchs schuldig ZU bekennen, die Exkommunikation über das sündige Weib ausgesprochen, es auS
ihrer Gemeinschaft ausgestoßen, dagegtn Januar in Washington versammeln wird. Dokument nicht vorzuweisen vermögen, Papst und das Papstthum könnten inden Baals.Pfaffen im Amt gelösten und Die oberste Bundesbebörde bat. nach solle in jedem einzelnen Fall mit $500 Deutschland ein dauerndes Asyl sin.
frisch beweihräuchert. Hoffentlich weiß sich Frau Tilton über die ihr wiederfahrene Schmach zu trösten. - Welch prachtvolle Erfindung der c!cftrische Telegraph ist, zeigt sich wieder recht v . v et t t r. rr, deutlich ttl dem engllsch.asghanllchenKriea. AM lenuag grill rnrruz uiuvius 01c lym gegenuoerueyenoe oeoeuienoe asgya nische Truppenmacht durch eme Flanker. bewegung an, schlug sie ausS Haupt, nahm ihre Artillerie und bedeutende MumNonö. vorrätbe weg Llnd benutzte die errungenen Vortheile so vortrefflich, daß ihm dir Stutzpunkt des Feindes, Peiwar-Khotal, Ist vie anoe sitl. iOOr ayren wnxn dieses Ereigniß nicht vor drei bis vier . 1 1 . k ' Wochen M !0NVN vttannl geworoen Itn. Uns, drei Stobseaszer ein.; In- . , t . w ... f fi tungsherauszeberS, unter der lleberschryt Lichtseiten des ZeitungSwesenS m dm drei letzten Nummern unseres BlatteS ent. halten, haben in mancher collegialischm Brust ein Echo wacherusen, welches fuh hitrrfi $rn shrrtfihritrf n nierer ÄerZlenSer vm.mi vvv.wvv. 1 a X gösse äußerte. Wir Hatten eigentlich vor. den Gegenstand vollständig zu erschöpfen, aber wir sind davon abgekommen, da nir auSfanden, daß wir nur AllvekannliS, längst SelbsterfahreneS .reHaschen." Wir verzichten deßhalb aus jede ortietzulg und schließen, wie ein jedes richtiges Ts. M( tM.m s!hSsAi 11s ri.n tin.wi rt (uhiu, um iuui ,vhb, 9 wMI....w wir daö C r e d i t g e b e n nicht das finanzielle, sondern das "geistige" wählm. nur 011 jotuuugii Evansville Union" der Jndiana Tri. büneCredit. Von dem Rest erwähnte Mehrzahl Uveryaupl gar remer ume, und gab die Minderzahl irrthümlich rn 1 , rr v C vm.4 nn 5frre" JL ?;.?.n!?n?i? die hdoch auf Vollständigkeit keinen Än -. ' w fyf fi OfA . . f spruch macht: ÄZestttche Po,l, vwaw Republikaner, Rockport Banner, joa stimme des blatt, Omaha Post, Tell City Anzeiger, etc. etc.
Die Bewilligung für Beförderung der Post.WaggonS auf den Eisenbahnen ist erschöpft. ' Wenn der Congreß keinen Supplementär Credit bewilligt, so wird vom 1. Januar an der gesammte PostEisenbahndieust eingestellt werden. Gene ral.Postmeister Key hat angeordnet, daß hiervon dem Sprecher des Hauses und den Congreß'Mitgliedern Anzeige gemacht wird, damit die nöthigen Maaßnahmen noch rechtzeitig beschloffen werden können. In unserer hentigen Nummer bringen wir den Anfang einer Novelle deö größten lebenden Novellendichters, P a u l H e y s e, und zwar daö jüngste Kind dessen Muse. So kurz diese Novelle auch ist, so ist sie doch eine wahre Perle unter der Masie deS modernen, fabrickmäßig hervorgebrachten Schunds überproduktiver Schmierer. Wir werden in der Folge weitere Dichtun gen aus Paul Hcyfe's Feder bringen und hoffen uns dadurch besonders den Dank unserer liebenswürdigen Leserinncn zu erwerben. In New Orleans tagte diese Woche eine Notabeln-Versammlnng auS allen Staaten der Union, welche zu dem ostensiblen Zweck einer Berathung der Mittel und Wege berufen worden war, dem Handel der Ver. Staaten neue Bah nen zu eröffnen, welche aber gleich der am 12. November in Chicago abgehaltenen Versammlung nichts anders bezweckt, als eine Zinsengarantie für die Obligationen der Texas'Pacificbahn von dem Cougreß zu erwirken. Aus der Präsenzliste ersehen wir, daß Jndiana durch die Notabeln" M. Boffinger, I. Reuter und H. I. Remer vertreten ist. Kennt Jemand diese Herren ? In London gehen Gerüchte von einer möglich: Beilegung der afghanischen Frage durch eine Theilung Afghanistans zwischen Rußland und England um. Der englische Secretär des Auswärtigen spricht diesen Gerüchten j-den offiziellenCharakter ab und erklärt lediglich eine Pr!vatAn schauung des Vicekönigs von Indien als ihren Ursprung. Die Erfolge des Gene rals Roberts brachten einen 'Länderstrich unter englische Botmäßigkeit, deffen Be
völkerung den Engländern günstig gesinnt ist, und bereits Beweise von Loyalität ge geben hat. Der Emir Shir Ali soll bries lich dem Mayor Eavagnari seine Bereit Willigkeit ausgedrückt haben, sich den eng lischen Forderungen fügen zu wollen. I er:. mAtA.i.m..r.r : cn - . JlUlUUtlll'-OCl U UUUlUll lll 71 C IV Orleans hat gestern ihre Arbeit vol. I ni Handelsverträge, Revision'der Zollbestimu m..,.. tiiutityiii U l Kill llllllllUlllMlUllll -JClllljl, Errichtung von Post Dampfer Linien " zwischen New York und New Orleans eierseits und Rio Janeiro, Buenos Ayres, Aspinwall andererseits; StaatSunterstükuna für diese Linien. Erleickteruna des Verkehrs aller inländischen Handels'Em" vorien mit den Nachbarländern. Abschluß eines aus Gegenseitigkeit beruhenden HandelsvertragS mit Frankreich, Beseitigung der Barre vor der Mississivvi'Münduni. Förderung.des Baus der Great Southern Bahn. Ein Comite wurde ernannt, wel cheS diese Beschlüsie dem Congreß unter. breiten soll und sich au diesem Ende am 2. timx Ausstellung deS Herrn Bailev. biSber st? die Hauptstadt Washington und den Distrikt Columbia' die Summe von 592.. 112,395 ausgegeben. Alles, was sür diese enorme Summe an Staatöaebäuden. , Parks, öffentlichen Plätze, Gallerien, Sammlungen, etc. geschaffen wurde, ist nach dem Gesetz steuerfrei. DieRegierung besitzt särnrntlicheStraßen, AvenueS, AlleyS. Parks und öffentliche freie Plätze in Washington und ist eben, falls Eigenthümer von ungefähr der Hälfte des .städtischen Areals. Die Kosten der Regierung des DlstrictS von Columbia werden anstatt gänzlich von Steuern, zur Hälfte von RegierungSgeldern bestritten, . Die sür Kunstwttke jährlich uSgegebe. nen Gelder sind enorm und grenzen an I , . . eine Extravaganz sondergleichen. Auch werden dafür gewöhnlich Preise bezahlt, die in keinem Verhältnisse zum künstleri schen Werthe derselben stehen, und außergewöhnlich hoch sind. So kostete z. B.: Xt. ssi? ss!tOitt, X. viv uuyuiyiutiwtuiu( vvi Ostseite des Capitols. .... .$42,170.74 Scott's Statue zu Pferde. .... 77,000.00 Washington's Statue zu Pferd 53,270.00 Jackson'S. 23.442.00 Betrachte man sich nun duse ungeheuren verausgabten Summen, so muß einem unwillkürlich sich die Frage aufwerfen, ob ...jt. o-ti. v;. cm.ct: x HUUj u, utl 0lc viaui zuaigingiun einer solchen GeldverauSaabuna ui ibrer Verschönerung auf Landesunkosten werth, ronen yin zu verikyonern, als es verpsticy tet sein kann. St. Louis. Ebieaao oder irgend eine andere Stadt auf Uncle Sarn's" Kosten zu verschönern. Will Washington als Bundeshauptstadt eine i i o v Lne Stadt sein, so soll eS selbst dasür sie den fremden Gesandten, Senatoren und Neprüjenlanten halber & I - einen Garten 'zu verwandeln, und auf nationale Kosten dies zu thun, ist weder constitutionell, noch republikanisch. Der Congreß würde sehr gut daran thun, wenn er vie,e einsaitige Wistrikt.Theorle" auf.
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gäbe und die Stadt Washington, wie der. District Columbia, dem Staate Maryland wieder zurückgäbe. Daö Land würde be deutend besser dabei fahren. ; m.;.k .;. ff ; '.. I -Vl MU ! VVII MI4U(Httenden Amerikaners an die .Christian I demselben wird gemeldet, daß man sich N mit der AbNckt träat. das I l U'r - öemeingefährnch Element der Soitdifien I in Schisssladungen nach :den Ver. Staa - ten zu senden. Der Briesschreiber warnt hiervor und empfiehlt eine sofortige Action des CongresieS um diese drohende Pest von den Gestaden Amerikas fernzuhalten. Zu diesem Zwecke würde die Passirung eines GesegeS nöthig sein, welches von jedem Einwanderer eine, von seiner heimathlichen Polizeibehörde, und von -den amerikanischen Consul beglaubigte Be. scheinigung verlangt, daß er sein Sozial Demokrat sei. DerjenigeKapitän. welcher Auswanderer herüberbringt, die dieses Strafe belegt werden. Der inLafayette erscheinende"Deutsch. Amerikaner" schreibt in seiner lekten Num. mer: n ?indianadoli braucht man einen MV t Richter, der das Gesetz mit eisernerStrenge durchführt und endlich der in unserer Staatshauptstadt vorherrschenden Mord epidernie ein Ende mächt. Vor etwa zwanzig Jahren, war Tippecanoe County eins der schlimmsten im Staate Jndiana. ES batte sich bier eine förmliche Räuber bände organistrt. und rasch nach einander fand eine Reihe der empörendsten Berbre. chen, theils in Lafayette, theils im County statt. Letztere gipfelten in der Ermordung v u deS jungen CtphaS Fahrenbach an der Wild Cat. dessen SauS von einer Bande I " ... - Mordbuben bei Nacht überfallen wurde und der dann bei der Vertheidigung seiner Familie umgebracht wurde. Die Buben wurden gefaßt und bei ihrem Prozeß kam es heraus, daß ein gewisser Capt. Stocking v v. ro.v u(i yuufiuiuiui yuujcu ouiiuc iuui und erst kurz vorher den Kornhändler John Rose ermordet und dessen Warehauö angefleckt hatte. Drei der Mörder wurden um Tode verurtbeilt. weil die anderen, ehe ihr Prozeß begann. Geständnisse ab. legten und "stete's evidnc wurden. Damals war der alte John Pettit der : r m :i:4 rc
i jiiajicr in unjercin iicuiiyctiui. . iiyaUC. zur OIC jppOjUlON Ou UUIB sdrack das S-odeSurtbett üb?r die 3 Mörder montanen börte jeder Vorwand auf in
aus, und setzte den Tag der Hinrichtung ltrume on WyeriN, oen uriyrizsrulo sofort ;u vollneben. Sie wurden alle drei aufgehängt, ehe der Oberste Geri Hof Zeit hatte, einen Aufschub zu gewähren, Dies prompte und strenge Gerichtsverfah. , 4v8 st v u i f i utiv ! t) v-----"i ren jagte den Missethätern einen heillosen Schrecken ein und bewahrte unsere Stadt m und unser County vor zayuo?en zerore I . . chen, welche ohne Zweifel hier begangen wären, wenn man die alte Weibermaxime .Gnade für Recht ergehen zu lassen" hätte zur Anwendung gebracht. ES scheint unS, ' daß nur ein energisches strenges Emschrei-
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ten gegen die Mörder und eine schleunige Ausführung des gegen sie gesprochenen Todesurtheils die Mordepidemie in unse rer Staatshauptstadt hemmen und daö menschliche Leben dort wieder mit gebüh. , , . - , render Slcherhett umgeben kann Es ist m . a 0 V i 0 Of C U wie es uarnuia oon i war, den man in In napollsbraucht Solche Männer haden wlr als Richter si4 X . fW uCs'Xi L m.. . Wchtgetreuen Richtern I Inlr & 4 ff w ff t n v a 94 M ft n a m VC " "''7 v" lneur, der der Justiz ihren Lauf laßt und "' u.? ' ' Daö Buch über den Fürsten Bi. heute an anderer Stelle schon erwähnten, enthält auch eine merkwürdige Aeukeruna deS Reichskanzlers über den verstorbenen "l Jr ivi V von Rom durch diVJtal ttx 1870 ernstlich den Gedanken keate. der ,?.?': " 1' ÄS werden. Nach dem Emmarsche der Italiener durch die Port Pia so beißt es da. fragte üAl. J?.W".W1 ? i -u. uniuvueie oieier. ..uno tcu oin neu gierig, was der Papst dagegen thun wird. Abrelsen? Aber wohin? Er hat bei uns icuon geoeien, wu rnoajien oei miauen rSnlnaRbl? b ib" 1 1! büyrenden Würde geschehen könne Wir baben das gethan, und sie haben 'geant. wortet, man würde seine Stellung durchaus 2 gkden lasien tcr Tefc tc a fereib t e 3 liegt in ihrem Jnteresie. daß er in Rom bleibt.Bismarck: Ja, gewiß, aber erwird v.:.n.: JUi. . .'. rr cm - f. : t "m". jkuui (siciiciuj uiua t uurfi. Nach Spanien ? Ich habe idm Bayern vorgeschlagen Hier sann Bismarck ei. nkn Ausendllck nach, dÄ gefragt ob wir ihm ein Asyl gewähren ?. cv4 u mix ivtitit.ii. z, iuv( tuuiB uuycycii lliljuwenden Köln oder Fulda. Es wäre eine 2nkl amiä nr wir dln Kaiffi was wir in Wirklichkeit ssnd. als die eimiae Macht gegenwärtig, die dem obersten. ä3c" Agr"m. ß: TfTB f auV.it L" Ä r Ar- . ' Ä. . p. A? Belgien, in Bayern. Mallinckrodt triUe ri" n Thron und mUlkme Segen Neigungen gen hätte als hülfesuchenden Greis, al guten alten Herrn, als einen der Bischöfe oer wie vie anoeren hi uno irinit. eine Prise nimmt, wohl gar auch f eine Cigarre raucht da hat'S keine so große Gesahr. Na und schlußlich, wenn nun auch etliche Leute in Deuschland wieder katholisch würden ich werd's nicht so hätte daS nicht diel Ku bedeuten, wenn sie nur gläu bige Christen wären. Die Consessic'-rn machen's nickt, sondern de? Glaube. Man muß toleranter denken."
