Indiana Tribüne, Volume 1, Number 15, Indianapolis, Marion County, 23 November 1878 — Page 3

I n d i a n a T r i b ü n e."

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' Ficf unten öei den Fodtey. Die Geheimnisse des Meeres zu erfor schen, zu schauen, was gnädig bedeckt ist mit Nacht und Grauen, ist ebenso gefahrvoll wie bezaubernd. Der Reiz desSchreck lichen, eine nie endende Reihe aufregender Vorgänge umgibt das Leben desTauchers,

sobald die ersteScheu überwunden ist. Die Schrecken der Wasserwelt erschließen sich dem Beherzten, der, mit allenErsindungen der Neuzeit versehen, in seiner Rüstung stundenlang auf dem Boden des Meeres umherwandelt. Ich bin ein .Taucher, ein Taucher aus freier Wahl, stolz auf meinen Beruf, aus welchem ich ein Erlebniß erzählen will. Ein furchtbarer Schiffbruch hatte ander Küste von Neufundland stattgefunden und bildete lange Zeit das Tagesgespräch. Wir fanden, daß das Schiff an einer Stelle gesunkcn war, wo ein muthiger Mann es wohl erreichen konnte. Der Dampfer Marion" war, wie einige Fischer in der Nähe gesehen hatten, plötzlich und ohne daßJemand eine Ahnung von naher Gefahr hatte, untergegangen. Vermuthlich war er auf einen der verborgenen Felsen gestoßen und augenblicklich zerstört worden. Ich verabredete mit einem Gefährten den Plan, und bald waren wir unserer sechs an Bord unseres kleinen Schooners, um zu einem Unternehmen auszufahren, von welchem wir uns bedeutenden Erfolg versprachen. Ich war der Anführer, und wie gewöhn lich fiel mir der Löwenantheil der Gefahr zu. Die Anderen waren zwar ebenfalls sämmtlich muthige Männer, aber ihnen fehlte die Kaltblütigkeit und Geistesgegen wart, welche ich durch- lange Uebung er reicht hatte. Da zur Untersuchung des Marion" zwei Personen nöthig waren, so wählte ich einen als unerschrocken erprobten jungen Mann zu meinem Begleiter. Es war ein angenehmer, windstillerTag, aber im Osten und Süden waren einige kleine, verdächtige Wölkchen sichtbar, die einen Sturm voraussagten. Wir ließen uns jedoch in unserem Vorhaben dadurch nicht stören. Genau wußten, wir nicht, wo der ,Marionlag, sondern konnten die Stelle nur ungefähr wählen, denn das Waffer war so tief, daß an der Oberfläche keine Spuren des Wracks wahrzunehmen waren. Die Segel unseres Schooners wurden eingezogen, wir legten die Rüstungen an, die Ge Wichte zumNiederlassen wurden angehängt und wir waren bereit. Es sieht verdammt schwarz aus, Bur ton!" sagte Parker zu mir. O, es ist nur Nebel," antwortete ich unbesorgt. Es ist Alles in Ordnung." Dann gab ich das Zeichen und wir wur den über Bord geschwungen. Als wir auf dem Boden des Meeres an langten, schienen wir uns auf einer breiten Ebene zu befinden, die nach Süden zu ein wenig sich senkte, während sie nach Norden etwas emporstieg. Vor uns bemerkten wir in dem unbestimmten Lichte einen dunklen Gegenstand, den wir bald als einen Felsen erkannten, auf den wir zugingen. Nur in kleinem Umkreise konnten wir die Gegen stände erkennen, weiterhin wurde dasWasser undurchsichtig und verlor sich in ge heimnißvolles Dunkel. Kein anderer Laut wurde vernehmbar als das stetige Geräusch, welches die Lust bei ihem Entweichen aus der Brustklappe verursacht. Wir schritten rasch vorwärts, denn so plump auch die Taucherrüstung aussieht, so bewährt sie sich doch vortresfllich und verursacht dem daran Gewöhnten keinerlei Unbequemlichkeit. RingS um uns wimmelte es von Fischen jeder Gestalt und Größe, die sich nach allen Richtungen tummelten, einige waren von riesiger Länge und schwammen furchtlos bis dicht an uns heran. So gelangten wir endlich bis nahe an den hochragenden Fel sen'und erblickten an seinem Fuße den Rumpf eines Schiffes. Plötzlich berührte mich Parker und wies nach oben. Als ich in die Höhe blickte, sah ich, daß die ganze Oberfläche des Waffers schäumte und wild durcheinander wogte. Ein Gefühl der Angst überkam mich. Wir befanden uns in einer gefährlichen Lage, und' ein Sturm war im Anzüge. Aber konnten wir jetzt umkehren, da wir den Gegenstand unserer Nachforschung so dicht vor uns hatten ? Ich winkte Parker und wir setzten unse ren Weg fort. Die rauhen Wände des schwarzen, zer klüsteten Feljens waren zum Theil von der Gewalt des Waffers ausgehöhlt, zum Theil mit Seegewächsen bedeckt. Wir stiegen über ein Felsstück weg und befanden uns zur Seite des Marion," der in gerader Stellung untergegangen war und zwischen den Klippen lag, als stände er auf einem Werft. Wir kletterten an dem Wrack empo-r. Ein dumpfes, grollendes Geräusch, ließ sich im Waffer vernehmen, das eine nahe Gefahr verkündete. Wir mußten rasch ans Werk qehen. Parker eilte in die Ca jüte, welche bei amerikanischen Dampfern gewöhnlich auf dem Verdeck gebaut ist? ich ginge nach dem Schiffsraum. Im Maschinenraum war Alles leer, nichts als Waffer, das mit dem Werk der Maschinenhand spielte.

Ich wollte mich weiter umsehen,' als ich ein schreckliches Getöse auf dem .Verdeck hörte. Die schweren Fußtritte eines' von tödtlichem Entsetzen gejagten Menschen drangen an mein Ohr. ' Mein Herz schlug heftig, denn' 'diese Töne hier in der stillen Tiefe des Oceans klangen schauerlich. Doch sagte ich mir: Bah, es ist nur Parker. So schnell meine schwere Rüstung es gestattete eilte ich auf das Verdeck zurück. Es war wirklich Parker, der zu mir herantrat, mich krampfhaft am Arm ergriff und nach der Cajüte deutete. Als ich dahin gehen wollte, suchte er mich abzuhalten, und deutete nach oben. Mit den lebhaftesten Geberden bat er mich, daß

wir hinaufgehen sollten. Es war ein ergreifender Anblick; diese Herzensangst stch nur in Zeichen ausspre chen zu sehen, aber seine Augen leuchteten durch die dicke Maske wie seurige Kohlen. Ich will gehen!" rief ich und riß mich von ihm los. Er faltete bittend die Hände zusammen, wagte aber nicht, mir zu folgen. Gütiger Himmel," dachte ich, was muß dort Schreckliches sein, daß es den Muth eines erprobten Tauchers lähmen kann? Ich will es selbst sehen !" Ich trat in den Salon, sah aber nichts. Parker soll aber nicht mehr mit mir kommen !" dachte ich mit Verachtung. Ich durchschritt den Salon und öffnete die Thür zur zweiten großen Cajüte. Barmherziger Gott, welch' ein Anblick bot sich mir, als ich durch die geöffnete Thür in die Cajüte eintreten wollte! Nie werde ich denselben vergessen! Entsetzt prallte ich zurück und würde um gesunken sein, wenn ich mich nicht in der Thür gehalten hätte, denn da stand vor mir eine Menge Menschen, Weiber und Männer, in derselben Stellung, wie sie der Tod mit den eindringenden Fluthen ereilt hatte. Alle waren bei dem Aufrennen des Dampfers auf den Felsen von den Sitzen gesprungen und hatten eineBewegung nach der Thüre gemacht, aber der Tod war schneller gewesen als sie. Einige hatten Tische, Stühle, Balken der Schiffswand ergriffen, um sich daran zu halten, und Alle standen noch so da. In der Nähe der Thüre lag ein wirrer Haufen Menschen am Boden. Ein Mann hatte über den Tisch steigen wollen und hielt noch immer den eisernen Pfosten umklammert. So schnell war derTodeskampf vorüber gegangen, daß sie noch jetzt in derselben Stellung verharrten, während ihre verzweiflungsvollen Blicke nach der Thüre ge richtet waren. Nach der Thüre nach mir blickten alle diese schrecklichen Augen, diese Augen, in denen das Feuer des Lebens erloschen und durch die Starrheit des Todes ersetzt war, die aber immer noch blickten. Dieses kalte, ausdruckslose Anstieren erfüllte mich mit eisigem Schauder ! Die schrecklichen Verzerrungen der Ge sichter, auf welchen sich Furcht, Entsetzen, Verzweiflung, unsäglicher Schmerz malte gaben diesen kalten, glasigen Augen einen noch surchtbareren Ausdruck. Besonders der Mann auf dem Tische sah schrecklich aus ; sein langes schwarzes caar, sein wüster großer Bart, Alles von Waffer durcheinander verwirrt, gaben ihm das Aussehen eines Dämons. Inzwischen hatte der oben entstandene Sturm anStärke zugenommen, denn selbst in dieser Tiefe fingen die Wellenbewegun gen an, sich bemerklich zu machen. Aber ich beachtete sie nicht ; ich vermochte den Blick nicht wegzuwenden von der schauerlichen Scene, die ich in der Cajüte vor mir sah. Die Gestalten schienen sich zu beleben . . . ., die starren Augen, die alle auf mich gerichtet waren, mir zuzuwin ken . . . . ein reufliches, höhnisches Lächeln um die bleichen Lippen zu spielen. Es war, als winkten sie mir ein Will kommen zu, freuten sie sich des unerwar teten Besuches, und als wollten sie mir zu rufen: Du gehörst nun zu uns! Wer hierbei gedrungen, für den giebt es keine Rückkehr mehr. Du mußt hier bleiben bei uns .... tief unten bei den Todten ! Ich weiß nicht, wie lange ich dagestan den. Kalter Anstschwech perlte aus memer Stirne .... die Sinne schwanden mir. Plötzlich wurde der Marion" welcher seit seinem Untergang bei vollkommen ruhigerSee unbeweglich zwischen den Klip pen gelegen, durch die Wellen geschüttelt und gerieth m'3 Schwanken. Die Bewe gung theilte sich den im Waffer schweben den Leichen mit. Alle die scheußlichen Gestalten begannen zu wanken, als ob sie sich mir nähern woll ten, und stürzten dann bei einem abermali gen heftigen Stoß, der die Schiffswände erzittern machte, wirr durcheinander. Dies gab auch mir die Gewas",über meine von Entsetzen gelähmten GMoer zu rück. Ich sah noch, wie die schcußlicheGe statt, die sich an den Tisch anklammerte, stch ungestüm über diesen hinneigte als wollte sie auf mich zustürzen .... Dann hielt ich den Anblick nicht länger aus. Ich floh in Entsetzen hinaus, ich dachte nur an Flucht. Die mir Luft zuführende Guttapercha röhre freimachend, sprang ich auf den Meeresgrund hinaus, warf meineGewichte ab Parkens Gewichte lagen schon da und stttg empor von oem irte des Grau sens.

Dort schaukelte sich unser starkes Boot mit unseren kühnen wackern Männern,' die V mich bald in den Schooner aufnahmen. Parker hatte einen so dauernden Abscheu mit sich auS der Tiefe genommen daß er denÄeruf eines Tauchers ganz .aufgab.... Ich habe zwar'meine Beschäftigung beibe halten, gehe aber nur in Schiffe hinunter, deren Mannschaft und Paffagiere gerettet wurden. Humanistischer Vortrag deö Doctor Naseweis. Meine Herren ! Die Mode ist eine un umschränkte Despotin, deren Dictaten sich'. Keiner gern entziehen , will.. . Ihr

Mundstück sind die Modezeitungen, und nicht leicht möchte Jemand austreten und ' den Muth haben zu sagen: Diese oder jene Vorschrift ist ein Unding, dieses oder jenes Mandat sollte nicht befolgt werden. Und doch gibt es einen Mann, der diesen seltenen Muth besitzt, der denModezeitun gen denFehdehandschuh hinwirft und ihnen kühn entgegenruft : Stopaiitlle! Dieser Mann bin ich. Meine Herren ! Alles hat seine Grenzen, auch die Herrschaft der Mode muß ihre Grenzen haben. Wie lautet ihr letztes Gebot? Fort mit denHosenträ gern! Ich aber rufe : Xover, never l Was, die Hosenträger sollen wir bei Seite werfen, den FundamentalArtikel unseres consöderirten Anzugs, welcher die anderen in Banden der Einheit hält? Durch einen Lederriemen sollen wir sie er setzen! Beim ewigen Zeus! Die Zu muthung ist stark. Vergegenwärtigen Sie sich das Schauspiel, die Männer von Geist, die Männer, welche unsere legislativen Hallen und das Capital in Washington mit dem Donner ihrer Beredsamkeit erfül len, den Effekt ihrer schönsten Ergüffe da durch beeinträchtigen, vernichten zu sehen. daß sie ihreBeinkleider emporzupfen. Hät ten alle Wähler des de la Matyr diesen auf dem Stumpf betrachten können, wie er beständig an seinen Hosen zerrte, als ob er befürchte, dieses unentbehrliche Klei dungsstück wegrutschen zu sehen, sie hätten 1 M I M AM ( 4 tM V M s"C M AWilCl iyu, mciiici 3,iiu, uiui in uiii iuiiynt geschickt. Wenn die Hosenträger gänzlich abge schafft würden, denken Sie an die unzähli nen lifiprFsiHfinpn iTSnff nfnsthf ht ifirn l)vi Mvvitigvn v vil.lt vy v, v.v Weg allsonntäglich in die Klingelbeutel und Sammelbüchsen finden müßten. Die Heidenbekehrungen könnten nur gleich ein gestellt werden, denn mit Hojenknöpsen kann der beste Missionär keinen Hund hin term Ofen wollte sagen, keinen Heiden in den Schooß der christlichenKirche locken. Und Heiden müffen doch bekehrt werden, - V olzne oas lyun wlrs nun elnmal'Nlcyr. Ich behaupte, die Hosenträger sind mnig mit dem Fortschritt der Menschheit ver knüpft. Wo die Menschen Hosenträger tragen, gedeihen die Künste des Friedens. Wo die Menschen keine Hosenträger tra gen, wie in CentralAfrika und Patago nien, sind sie dumm wie Klafterholz und stecken bis über die Ohren in Laster und Künde. ?V? Könia der Kannibalen.. sein hat nie einen Hosenträger gesehen. Die besten Männer jedesZeitalters trugen Hosenträger oder deren Aequivalent. Wenn wir den Hosenträger verbannen, müffen wir anch die Hosen abschaffen. Der schottische Hochländer, der die Lust der Freiheit athmete und deffen Herz von Vaterlandsliebe überquoll, trug keine Ho senträger, aber ebensowenig trug erHosen. Die Römer trugen ebenfalls keine Hosen, wenn sie aber welche getragen, hätten UN zweiselhast die Hosenträger nicht gefehlt. Wie hätten sie ldie Welt erobern können, wenn sie inmitten von Kampf und Sieg hätten paustren müffen, um ihre Beinklei der emporzuziehen. Sokrates pflegte Ho senträger zu tragen. Christoph Columbus trug Hosenträger und hätte ohne solche Amerika wahrscheinlich . nicht entdeckt. PräsidentHayes trägtHosenträger. Ebenso Sekretär Evarts. Wilhelm trägt sie, Profeffor Voß und Bismark. Alle großen Männer tragen Hosenträger. Senator Francis und Sitting Bull tragen keine. Dennis Kearney befestigt seine Hosen mit einem alten Kofferriemen und der wilde Mann von Borneo weiß vonHosenträgern so wenig, wie von einer weißen Ltove pip." Darum mögen alle guten Männer, die Hosenträger tragen, zusammenstehen und sich diesem willkürlichen Gebot einer tyrannischen Mode widersetzen. The suspeiidcr must and shall be preserved I UM - In Jauer (Schlesien) ist ein Bäcker gefänglich eingezogen, der im Verdacht steht, ein mit Düten, die vergifteten Zucker, vergiftetes Salz zc enthielten, gefülltes Paket an den Zaun seines Concurrenten gehängt zu haben, um diesen in seinem Geschäfte zu schädigen. Der Plan ist gelungen, da der mit dem schlimmen Ge schenk Beglückte, als sich ein Eigenthümer nicht meldete, Zucker und Salz in semer Bäckerei verwandt und dadurch zahlreiche Arsenikvergiftungen veranlaßt hat. Man sitzt an der Hochzeitstafel. Der Bräutigam beugt sich zu seinem ihm gc genübersitzenden 7jährigen Schwager und fragt ihn: Mn, Karlchen, freust Du Dicd daß wir miteinander verwandt wer den?" Karlchen: Nicht besonders : Mama sagte gestern, viel sei nicht an Dir und Schwester Anna heirathe Dich, weil sie keinen Andern mehr gekriegt hätlV