Indiana Tribüne, Volume 1, Number 13, Indianapolis, Marion County, 9 November 1878 — Page 1

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C-i"- V s ' Heran5zebcr. mmm man reell uud bittig bedient . -j ? ' lt " Lqöides Weins.? ' i m x von Mir,a Schaff,. Trinkt Wein! da ist mein alter Spruch Und kird auch stets mein neuer sein. Kauft Euch der Flasche Weiöheitsbuch, Und sollt et noch so thuer sein! . X Al Sott bttötn die Welt erschuf, - v k An . r e r i Txraq er: rera(cncqf n nonig qtec : (S soll Icl Mnsche.lut voll Wi soll few.Trr'ne voll Feuet sei l j Htl ist der Grund, daß Adam bald Vom.Paradiet vertrieben ward: Er floh den Wein, drum konnt' ei ihm In Sven nicht geheuer sein ! Die ganze. VZe.nschheit ward, vertilgt. Nur Noah blieb' mit seinem Hau, Der Herr sprach: weil Du Wein gebaut, Sollst Du mein Kuecht, mein theuer sein! Der chinesische Gesandte über Thee. Einige Baltimörer Theehändler sprachen am 24. Oktober bei der chinesischen Gesandtschaft in Washington vor, um sich mit der Excellenz ausdemNeiche der'Mitte über chinesischen Thee zu unterhalten. Sie setzten auseinander, wie wünschenswerth es sein würde wenn die Gesandtschaft dahin Wirken wollte, daß künftig keine .künstlich gefärbte, sondern nur ganz naturlicheTheeblätter wie die Chinesen selbst sie benutzen, aus China nach den Ver. Staaten ausgeführt würden., . Weit entfernt) 'einen Betrug oder eine Fälschung von Seiten seiner Landsleute einzugestehen, erwiederte der Gesandte Dung Wjng : Den chinesischen Kaufleuten würde es das größte Vergnügen machen, den Thee in seinem natürlichen Zustande in welchem sie ihn weit wohlfeizer beziehen könnten, zu exportiren;, die Ausfuhr gefärbten Tbee's aus' China werde an demselben Tage aufhören, an welchem die Nachfrage ausländischer Kaufleute nach gefärbtem Thee aufhöre. Der Gesandte ließ nun einen herrlichen Thee, den er zu seinem Privatgebrauch von China mitgebracht hat, ins Audienzzimmer bringen und bemerkte, nachdem er denselben den Baltimore? Kaufleuten gezeigt hatte, folgendes : .Die verschiedenen Theepräparate, wie 'sie in Amerika und Europa als chinesischer Thee verkauft werden, seienden Theetrinkern ; in China gänzlich unbekannt und konnten in China nicht verkauft werden; sie würden von chinesischen Thee-Ex-porteuren für den fremden Markt angefertigt, indem man die Theeblätter mit chemischen Stoffen färbe ; der Thee werde dadurch nicht nur weniger schmackhaft und der Gesundheit weniger zuträglich, . sondern auch kostspieliger. Wollten die- Handelskammern in New Jork und Baltimore sich nach diesen Winken richten und die TheeHändler und das Publikum darauf hinweisen, daß reiner ungefärbter Thee nicht nur gesünder, sondern auch wohlfeiler sei als der gefärbte, so würde die Nachfrage nach letzterem und eben damit seine Präparirung in China und seine Ausfuhr von dort bald aufhören. , .. Der Gesandte hielt nun eine kleine Vorlesung über ? grünen . und schwarzen Thee : in Wirklichkeit gebe es nur eine Art von Theestauden und von ihr komme sowohlder grüne als der schwarze Thee ; für den Chinesen hätten die Bezeichnungen 'grün" und schwarz" beim Thee keinen Bezug auf die Farbe, sondern auf die Zeit ber EinHeimsung der Theeblatter ; grün" bezeichne in China nicht die grüne Farbe des Thceblattes, sondern seine Unreife. Im Laufe der Unterhaltung kam Excellenz Dung Wing auch auf die mit dem Theebau in , den Ser.. Staaten gemachten Versuche zu sprechen und bemerkte dabei besonders Folgendes: er bezweifle nicht, daß sich gewisse Theile der Ver. Staaten vermöge ihrer Jodenbeschaffenheit und ihres Klima's ganz gut sür den Theebau eigneten, aber zu c'nem erfolgreichen Betrieb der Theezucht in diesem Lande und zu ihrer erfolgreichen C :ncurunz mit der Theezucht in China, sei 5,inesische Arbeit unentbehr lich ; doch di:': Arbeit werde in den Ver.

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Indianapotts, Zndiana. Samstag, den 9. Alovemöer 1878.

Staaten nie in genügendem Maße zu haben sein ; denn in Folge derm Californien gegen . chinesische . Einwanderer herrschenden Vorurtheile und Umtriebe werde in China die Neigung,- in - größerer Zahl nach' den Ver' Staaten auszuwandern, immer mehr abnehmen."' ; f T. " Das amerikanische Laster. : ; Von St. Louis meldet die Westliche Post': ; Schauerliche Enthüllungen hat vor einiger Zeit l ein junges Mädchen, welches bis vor Kurzem in Diensten -einer Wahrsagerm und Doktorin"' stand, dem Staatsanwalt'Beach über das angebliche verbrecherische Treiben ihrer früheren Herrin gemächt. Sie e.rzählte dem Beamten, daß die Frau die-Wahrsagerei-nurzumScheine betreibet in Wirklichkeit aber eine von Frauen und Mädchen aus allen Ständen stark in Anspruch genommene Abortionistnr sei. Sie scheue bei Ausführung' ihres verbrecherischen Gewerbes keine , Mitte l , und schrecke selbst vor einem Morde nicht zurück. So habe sie der Zeugin einst' erzählt, daß die Wirkungen ihrer. Medikamente sich bei einer ihrer Patientinnen, einer von einem reichen jungen Manne verführten Lehrerin, sich einstellten, als sie mit dieser in einer Droschke spazieren fuhr. Auf ihr Geheiß sei der nichts ahnende Kutscher dann in eine entlegene Gegend 6er Stadt gefahren, wo der Fötus einfach zum . Fenster hinaus auf die Straße geworfen wurde. Noch entsetzlicher aber ist die Anklage, daß die Frau unlängst das neugeborene Kind eines Mädchens aus den besseren Ständen gemeinschaftlich mit der Mutter der Wöchnerin erwürgt und dann verbrannt und bald darauf in gleicher Weise Drillinge, welche in ihrem Hause von einer Dame aus Hot Springs zur Welt gebracht wurden, beseitigt haben-soll. ; Die Beschuldigungen klingen um so unglaublicher, als sich nicht 'annehmen läßt, daß eine Person, welche derartiger teuflischer Verbrechen fähig ist, dumm genug sein sollte,, sich ihrem Dienstmädchen anzuvertrauen. Nichtsdestoweniger hat Herr Beach AnOrdnungen getroffen, die Frau, deren Namen bis auf Weiteres ein Geheimniß' bleiben muß, behufs Beibringung bestimmbarer Schuldbeweise genau überwachen zu lassen. . Gleichzeitig schreibt die in C l e v e l a n d erscheinende Biene": In der vergangenen Woche hat d,e Grand Jury eine Untersuchung über das Verbrechen der Abortion angestellt und es sind dabei grausige Enthüllungen gemacht worden. Aus einer Zeugenaussage geht hervor, daß Dr. Gripps, ein bekannter Detroiter Arzt," auf seinem Sterbebette gestand, er habe in Detroit im Ganzen 2500 Abortionen vorgenommen. Aus anderen Zeugenaussagen erhellt, daß in den Mordanstalten solcher Massentödter eine Menge Detroiter und von auswärts gekommener Mädchen starb, daß ihre Mörder falsche Sterbescheine erlangten und daß dann die Opfer schnell UNter falschen Namen begraben wurden. Gegen verschiedene der mörderischen sogenannten Aerzte hat die Grand Jury Anklagen gerichtet. Der erste, der angeklagt wurde, ist der Doktor" James W. Hollywood; nach der Aussage von Zeugen ließen sich bei ihm nach und nach unzählige gewissenlose Frauenzimmer operiren," und beiden ewigen Jammerrufen wurde es denDienstmädchen des Doktors" bang und übel.. Aus Detroit wird geschrieben : In medizinischen Kreisen herrscht seit einiger Zeit Heulen und Zähneklappern. Die Grand Jury hat eine .Anklage gegen Dr. Hollywood und James Keith, BahnhofsVerwalter des Detroit und Milwaukee Depot, . gefunden. , Keith hatte eüt junges Mädchen verführt.- Später beredete er sie, eine Abortion an sich vornehmen zu lassen. Das Mädchen wurde zweimal im Hause des Doktors operirt und zweimal auf dem De pot während der Nacht unter einem FrachtWaggon beim Scheine mehrerer Laternen Dieses geschah, als der Doktor befürchtete. sein Hauö werde bewacht. Als der Doktor von dem Mädchen befragt wurde, was aus ihrem Baby werde, da habe er gesagt : Well, das, was aus allen wird, ich hebe den Ofendeckel auf und werfe es in das Feuer. . Damit ist die Reihe der in den letzten Tagen an dle Oeffentlichkeit gelangten Falle des amerikanischen Laster" noch mcht ,erschöpft: wir glauben aber. Vorstehendes ) genügt. Während die Ruchlosigkeit des

- r. uwjy t ti'Ai 'i-, u. Meridkän:QtraZe. Mordes Ungeborener ,um sich greift, geht der Kirchenbau allerorts lustig voran, fai ' ' : ' ' . . ' , ' . . , shlonable Pastöre predigen was Zeug hält von übertünchten Gräbern, die Y. MC. A. und das Temperenz-, Weiberrechtlerei, Knownothing-Wesen ist im. höchsten Flor, und die amerikanische Nation nennt sich LieMte'der Welt.,, . j Geschäftige Nichtsthuer. . M gibt Leute, welche stets beschäftigt sind, scheinbar hart arbeiten, niemals einen Augenblick für Andere , übrig haben und, doch nichts Nennenswerthes vor .sich bringen.' Wie' dieselben eigentlich ihre 'Zeit todtschlagen, ist schwer jü sagen am wemgsten würden sie selbst im- Stande sein, darüber befriedigende Auskunft' zu geben. Für den unparteiischen Beobachter aber haben sie viel Ähnlichkeit mit einer Biene im Theerfasse. . Fortwährend summend u. lärmend, suchen sie den Eindruck hervorzu bringen, als ob sie wie der Riese.Atlas eine' ganze Welt, .von Sorgen auf ihren Schultern zu tragen hätten und großartige Thaten vollbrächten, kommen aber nie vorwärts. Ruhelos wie de? ewige Jude ziehen sie von Ort zu Ort, stets geschäftig und voller weittragender Pläne, das Ziel, welcheö sie sich aber angeblich gesetzt haben, ist ihnen am Schluß ihres Lebens noch ebenso fern, wie im Beginn ihres Kampfes mit dem Dasein. Diese fleißigen Nichtsthuer sind gewöhnlich in ihrer Art gewissenhaft; sie glauben fest an den Segen der Arbeit; sie halten es fast für ein Verbrechen, - müßig zu gehen; sie hassen die Trägen und würden, wie sie mit großem Nachdruck erklären, um alle Schätze der Welt ihre Hände nicht müßig in den Schooß legen. Wenn man sich aber die.Resultate ihrer Thätigkeit ansieht, so kommt man zu der .Uebnjeugüng, daß sie ebn so wohl die Beine über einander schlagen und sich angenehmen Träumen überlassen könnten. Jene Ueberzeugung, aber ihnen beizubringen, würde ganz unmöglich sein.? Zwar ist es ihnen bewußt, daß ihre Freunde'nicht ganz dieselbe, hohe Meinung von ihrer Productivität haben, wie sie selbst. Auch sind sie in schwächen Augen blicken geneigt zuzugestehen, daß es Leute gibt welche mehr zu Stande bringen,, als sie ' selbst. Das schreibcn sie jedoch auf Rechnung der Oberflächlichkeit, mit welcher jene. Leute ihre Geschäfte erledigen, währen sie selbst stets systematisch vorzugehen und alles nach der neuesten Methode anzugreifen pflegen. Während andere Leute nur. darauf aus sind, sich ihre Arbeiten möglichst rasch vom Halse zu schaffen, verrichten sie ihre Arbeiten so, daß an denselben auch nicht ein Tüpfelchen auszusetzen ist.;- Schade nur, daß es so ungeheuer schwer ist, ausfindig zu machen, was denn überhaupt diese Leute jemals zu Wege gebracht haben. Alle Versuche, den geschäftigen Nichtsthuer zu einer der Menschheit nützlichen Thätigkeit anzuspornen, sind in der Regel vergeblich und bewirken lediglich,' daß derselbe sich in den Mantel seiner unnahbaren Vollkommenheit einhüllt und sich auf's. hohe Pferd setzt. Wie die Künstler ihren Mangel an Erfolg meistens dem Titanenhaften ihres Genius zuschreiben, für welches der gewöhnliche Alltagsmensch kein Verstand niß hat, so ist für den geschäftigen Nichtsthuer jeder Versuch seiner Bekannten oder Angehörigen, ihn aus seinem Schlendrian herauszureißen, weiter nichts als ein Beweis, für das Methodische seines VersahrenS, welches der großen Masse der Menschen abgeht. An Gründen der überzeugendsten Art daür,' daß er die ihm obliegenden Arbeiten nie zur richtigen Zeit erlebtgt; gebracht es ihm nicht, und wenn andere Leute für seine Deductionen kein Verständniß haben, so ist das nicht seine Schuld. ; Die geschäftigen Nichtsthuer finden wir in allen möglichen Lebensstellungen, nur nicht in solchen, welche durch wirkliches Verdienst errungen werden. Dieselben sind stets mit ihrer Arbeit zurück, stets in Eile, stets in Aufregung und stets mehr oder weniger ungenießbar. Vor keiner Aufgabe zurückschreckend und jeder Zeit ungebeten bei der Hand, andern mit ihrem Rathe zu dienen und zu helfen, sind sie thatsächlich nicht im Stande, sich selbst zu belfen. Unglücklicher Weise für sie hat die Zeit Schwingen, und setzt unbekümmert ihren Laüf fort. Selbst eine Ewigkeit würde aber diesen geschäftigen Nichtsthuern nicht genügen.

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1 t..-. -'.-? i v -.... l 's .. Jahrgang 1 Qin zweiter Victor Hugo . 3 , Im alten Griechenland soll es eine Höhle gegeben haben, in welcher Jeder, der siebetrat auch derVernünftigste überschnappte; man nannte sie die Höhle des Throphonius und hielt sie heilig. UnsereWahlCampagnen sind' vielfach mit jener Höhle verglichen worden,' und' der.' Vergleich ist nicht ganz ohne." Wenn man die Stumpreden anhört, möchte man den Betreffenden oft fragen, wie Cassius den Brutus : haben wir denn von der ollrourjel gegessen?" denn der Wahnsinn, steckt : förmlich an. Das Wahnsinnigste in der Stumprednerei leistet jedenfalls der demokratische Candidät Crisp im westlichen Missouri, 'f Der ;,Anz. d. Westens" entnimmt einer seines Reden folgende Blüthenlese : ' '; 1 Ich bin ein bengalischer KönigStiger. Ich messe sechs Fuß zwei Zoll von Kopf zu Fuß und sechs Fuß zwei Zoll von Fuß zu Kopf, also zwölf Fuß vijr Zoll zusammen. Wenn ich mich auf die Hinterpränken stelle, wetze ich meine Fänge an der Monoscheibe. Ich jage diese Heuchler (seine, Gegner) aus dem Dickichte, reiße sie in Stücke, trinke ihr Blut, zermalme ihre Eingeweide und speie sie dann aus dem Rachen.' Ich liebe es, zu brüllen und zu heulen und Alles in Stücke zu reißen; aber ich kann auch schnurren wie ein Kätzlein Jawohl, bei Gott, ich kann auch schnurren. Ich bin ein importirter .Vollblut-Jagd-Hund. Ich folge schnurstracks- der Fährte eines Wildes und gebe nicht nach,"noch werde ich irre, wenn nicht ein übelriechender Aasgeier oder ein Stinkthier : meinen Pfad kreuzt. ' - ' 2 : Ich bin der weiße Wal ' des Eismeeres. Ich schwimme 200 Faden unter der Oberfläche. Ich . verschlinge die kleinen Fischlein (seine Gegner) roh , und spritze sie dann durch meine Nasenlöcher 16 Klafter höher als die Spitze des Nordpols. i ' ) Bedenket, Mitbürger, daß ich alles Geld, das ich in Washington stehlen mag, hierher bringen und hier ausgeben würde l- V . . ' Stimmt für Crisp, dessen Schlaf der üngestörte Schlummer der Unschuld ist, dessen Seele so weiß ist, wie ein Tischtuch,, und dessen Ruf so unbefleckt ist, wie die Leber eines LammeS !" Die New Orleans Deutsche Zeitung" schreibt : Ein guterWitz ist immer willkommen, ganz besonders, wenn der Verüber desselben die Sache ernst nimmt, und an nichts weniger denkt als daran, daß er einen Witz macht. Sollen wir England annekliren V fragt der N. P. Herald" vom letzten Samstage und führt in einem längeren Artikel auö, daß die Politik DiSraeli'S, den Schwerpunkt England'S nach dem Osten zu verlegen, trotz ihrer qenialen Conception fehlschlagen werde. Es thut uns leid,' eS sagen zu müssen" heißt es da doch die Pläne BeaeonS sield's erscheinen unS unzulässig. Dieselden enthalten eine ebenso große Selbst täuschung, wie die der alten Frau war, welche Gott dankte, daß sie im Stande ge Wesen, genug Geld zu borgen, umfalle Schuloen zu bezahlen.' ES giebt nur'.ein Heilmittel für alle britischen Schwierig keiten, und das ist die Annexation Engfand'S an die Ver. Staaten. Wir haben jetzt keinen Platz, die großen Vorzüge die se5 Planes klar zu machen, aber wir glau ben, Sekretär EvartS würde nicht abge neigt sein, mit Carl Beaconsfteld über die Aufnahme England's in die Union zu correspondiren. In der Union würde Eng land jedenfalls sicher sein." . Dergleichen kann wirklich nur der New Dorker Herald" fertig bringen. Die Bemühungen deS Vatikans, Frie den mit den Regierungen zu schließen. welche seit längerer Zeit mit der katholi schen Hierarchie zerfallen waren, sind nur hinsichtlich der Schweiz von Erfolg gewe sen und selbst da ist der Ausgleich nur ein theilweiser. Den ausgewiesenen schweize rischen Bischöfen ist die Rückkehr in ihre Diözesen gestattet worden. Die VerHand. lungen mit Deutschland, welche in Kisstn I en angeknuvtt wurden und aereckteS Auf eben erregten, sind als abaebrocken au betrachten; diejenigen mit Rußland ftnh vollständig gescheitert. Es war auch kaum anders denkbar. Wenn auch in beiden Fallen der erste Schrttt von Rom auS'ge than wurde, so war er dock nickt von Rack giebigkeit begleitet, und wo man einen Ausgleich, eine Versöhnung anstrebt, ehne Klon aus yalvem Wege entgegen zu kom men, oder auch nur das Gerinaste an cediren zu wollen, so daß ma eine völlige Hingabe, eine Unterwerfung der gegneri schen Partei verlangt, ist ein günstiges Resultat unmöglich. Rom kann seinen starren, unverrückbaren Standpunkt nicht aufgeben, sonst würde eö aufhören, Zom zu ,eln. vas JNon possurnus usapfi :uS V.s (n. i n c ri v . ' ve Zürnen ,,r oas iunoamenr oes gan zen hierarchischen Systems.

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Ind. Tribuno A'Z?t5y'?ttett. Office: PRESS BUILD'G, : ' , . Cor. Circle cfc Merid , - Room 9, 3d Floor. Rates of Subscript: ' y. . - ' Per Ann in Advanco . $2.00 : i ,. .' ' . Delivered by Carrler : perMonth. .20 Cts. : No. 13, MMgungs- "'"'. MMööWMSW An Die Bevölkerung von Jndlana ! Da der Präsident empfohlen bat, daß Donuer- . stag, der 28. Tag des gegenw ärtigen Monatk, alö ein National.Dank'agungstag nnd als ein'' Tag des Eebttö zum Allmächtigen Gott beobacht tet werden soll, so vereinige ich micd von Herzen mit ihm in dieser Empfehlung. Während wir Dank und Preis dem Spender allerguten und vollkommenen Gaben für den unendlichen em. : pfangenen Segen darbringen, wollen wir nickt. Vergessen, einen Tbeil unserer Habe den bedürftlgen Armen unserer eigenen Gemeinde mitzuthel'len und den Bedürftigen und Nothleid enden nach. . Kräften zu belfen. . , - Zum Zeugniß dessen dat Siegel deS Staates und meine Unterschrift. ' Gegeben zu Jndiäna. poliö am 5. ovember 1878 : v . lMl) ' JaS. D- Williams, . Gouverneur. ; Durch den Gouverneur : , Iohn'E. Neff, Stasts.Seketär. . Metropolitan TheaterEcke Washington u. Tonnessee St ' . ' Irden Abcud Vorstellung und Matinees jeden Mittwoch u. Sreitag Eintritt ö0, 2ö und lk Cents. Simon ÄloCarty, Manager 14s 6a A.J.AGNEW, Händler in ? Rohen Pelzen, Hauten u. ' Fellen. , ' ' 1O West Poarl Str-ooit, . Indianapolis, Ind. Lnovömt. . Carl Niliiis, Menlmnt - Tmlor. V.J ISo. SO. Süd.VllwoW.Str Reparaturen sowie Reinigen und Färben von. Kleidern werden prompt und billig besorgt. SIILT. POUDER'S ReinerFleischmarkt 232 u. 23 Ost Washingtons!?., ist das Hauvt.Devot für Frisches u. reines Fleisch,. sowie sür Wiener-, Vokognaund alle andere Sorten Würste. Nsertl Das WanLeVott - LageV . , von Jacob Mögtle, bestehend auS Ocscn und Blcch-Waarcu ist nach No. 8S Ost-Wasbington Str. gebracht und wird dort zu den möglichst niedrige Preisen verkauft. Jobn A. Meyerö, 21sep 85 Ost Washington Straße flennan Härtens, Händler in OilCloths, Cretonnes, Reps.Plaln & Fancy Shades & Shade öoods in allen Sorten. Ganz besondere Aufmerksamkeit widme ich den Voksteraköeiten dnd der Anfertigung von Lambrecnim8, Cilt & Wood Cornices & Curtains. Annings, Ae nd TVertuche werden auf Bestellung unter Garantie angefertigt 32 Süd.Meridian-Straße. Umzug der n nach dem Vance Block (Ecke Washingtonstraße und Virginia Adenue.) Freunde und unden sind eingeladen, unser neu Lokal, besuchen. ?. Sreozel, sstrer. - , V ?' ZUarott. Präsident. A. Sfwtf, Bice.Prllsident. DaS ausländische Wechsel und PassageSeschä ird von den Herren Gebrüder Frenjkl an Obigen Plaze fortgeführt.

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