Indiana Tribüne, Volume 1, Number 12, Indianapolis, Marion County, 2 November 1878 — Page 4

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Sndiana Hriöüne. (Wochenblatt.) cfflce: Ecke Circle u. Meridianstr. sJm dritten Steck ) Abonr-.ements-Preise. In der Stadt durch Träger in HauS geliefert Per Monat .20 Cents. Per Jahl im Voraus 52.00 5' er Nummer ßÄentt. Lou'S P. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 2. Novbr. 1873.

Carl Schurz in Boston. Die Rede, welche Sccr. Schurz in Boston hielt, liegt ihrem vollen Wortlaute nach vor uns. So rrerthvoll das Dokument auch ist. so verbietet doch dessen Umsang eine Wiedergabe in unseren Spalten und besckränken wir uns darauf, den Schluß desselben unseren Lesern mitzu theilen. Er lautet : Zum Schlüsse möchte ich ein Wort dringenden Rathes an Sie richten. Ich be zweifle nicht, dcb nach ruhigem Nachdenken über das zu lösende Problem, jeder intelligente Arbeiter auf Seiten des ehrlichen Dollars sein wird. Allein es genügt nicht, dab Ihre Ansicht richtig ist; es ist zum Besten Aller erforderlich, dafc Sie auch Ihrer Ueberzeugung gemäß handeln. Sie haben die mächtige Waffe des Stimmzet telö in der Hand ; diese Waffe können Sie jetzt wieder, für Gutes oder Uebles ge brauchen. -Sie haben eine große Gelegen heit vor sich, einen ungeheuren Einfluß auf die Geschicke dieser großen Republik auszu üben. Jeder gute Bürger fühlt in einer solchen Zeit seine Pflicht und Verantwortlichkeit. Kein Vorsichtiger, der denkt, ehe er handelt ; kein Patriot, dem dasGemein wobl am Herzen liegt, wird sich von den wilden Rufen jener bewegen lassen, die an Vorurtheil und Leidenschaften appelliren. Wenn sie schreien, daß eine Aenderung eintreten muß, um die Dinge ein Bischen aufzurütteln, so wird cr bedenken, daß ihm keine Aenderung von Vortheil ist, die nicht eine Aenderung zum Bessern genannt wer den kann. Eben so wohl könnte Ihnen Jemand rathen, Ihren Hund abzuschaffen und den Fuchs zum Wächter Ihres Hü nerhauses zu machen. Das würde frei'ich die Dinge etwas aufrütteln, allein was würde aus Ihren Hühnern werden ? Unter den Verhältnissen brauchen Sie, die Arbeiter, nur die Augen offen zu halten, um den rechten Weg zu finden. Ich bin nicht als der bloße Vertheidiger einer Partei gekommen, sondern als Verfechter einer Sache der Ehre der Republik und der Wohlfahrt des Volkes. Das .Hoch die Partei, ob im Recht oder Unrecht" war nie meinFcldgeschrei, und wird es nie sein. Aber in diesem Augenblicke, wenn eine große Entscheidung bevorsteht, fühle ich mich gerechtfertigt, Ihnen eine sichereRegel für Ihr Handeln zu empfehlen: Ver trauen Sie keiner öffentlichen Person, sei ner Partei als Freund, die nicht einen ehr lichen Dollar aks Lohn ehrlicher Arbeit befürworten. Die, welche dies nicht thun, verrathen trotz aller gemachten Versprechungen Ihr Jntereffe gerade in seinem wichtigsten Punkte. Weit entfernt davon, behaupten zu wollen, daß die republikani sche Partei diese wichtige Frage stets mit dem Ernst und der Scharssicht auffaßte, die zu ihrer prompten, vollständigen Lösung erforderlich war, erkläre ich doch und dies ist die Ueberzeugung eines unabhängigen Mannesdaß die republikanische Partei täglich mehr in Einigkeit der Gefühle, im Muth, in der Entschloffenheit und Energie erstarkt, das große Ziel zu erreichen, und daß sie heute, mit einer entschloffenen Ad ministration an der Spitze, die beste und einzige Stütze bildet, die Sie für Ausrecht, erhaltung deö öffentlichen Credits und Wiederherstellung einesGeldsystems haben, das dem Armen eben so gerecht wird als dem Reichen. Ich sage nicht, daß unter den Demokra ten nicht viele mit uns warm' übereinstimmcn e3 werde ihnen auch die gebührende Ehre; aber ich behauptedaß ihre Partei in vielen ihrer lokalen Organisationen ihren alten gutentzartgeldglauben verrathen und mit den Förderern der verderblichsten Grun'''Stze einBündniß g-.schlossen hat, und einen weit überwiegenden Theil ihres Einfluffes und ihrer Macht für dieselben aufwendet. Zwischen den beiden sollten die Arbeiter von Amerika die letzten sein, die in diesem entscheidenden Momente mit ihrer Wahl zögern. Der jetzige Triumph deö ehrlichen Geldes wird nicht ein bloßer Parteitriumph sein; es wird der Sieg Ihrer ei genen wahren Jntereffen über eine böse Macht sein, die trotz, aller kunstfertigen Verstellungen Sie zu plündern und erniedrigen sucht. Nur noch ein Wort. Mit der Abgabe Ihrer Stimmen am 5. November ist Ihre Pflicht noch nicht vollständig erfüllt. Nachd?m das Baarzahlungssystem am nächsten 1. Januar, falls keine legislative EinMischung stattfindet, eingeführt ist, bedarf cs mtt lveisen, festen Politik sie ausrecht zu erhalten. Als die vorbereitenden Schritte dazu geschahen, machte die Ver muthung. daß sich in. der öffentlichen Meinung starke Gegenströmungen geltend machen würden, manchen öffentlichen

Mann in seinem Entichluffe wankend. Von Ihnen, deren größtes Jntereffe auf dem Spiele steht, sollte nun die Jnspiration zur Ermuthigung und Festigkeit aus gehen, mit welcher das Werk vollendet, sein Erfolg gesichert werden soll. Die Frage eines soliden Geldes ich be tone es ist eine von jenen, die kein Eom promiß zulassen. Wünschen Sie Rück kehr des Vertrauens und Geschäfts, so müffen Sie nicht damit beginnen wollen, ein sicheres Banksystem, das als allgemei nes Vertrauen genießedes Depositorium für Geschästsgelder und zum Austausch von geschäftlichen Mitteln dient, umstoßen zu wollen. Wollen Sie die Baarzahlung, so dürfen Sie statt der Nationalbanknoten keine Greenbacks setzen wollen und der Rcgicrung damit eine Papiergeldlast aufladen, die über ihreEinlösungsfähigkeit hin? ausreicht. Wollen Sie, daß Gold im Umlauf komme, so müssen Sie nicht mehr Papiergeld ausgeben, als die Bedingungen des Handels erfordern, denn der Ueberschuß dieses Papiergeldes würde immer auss Neue zur Einlösung beim Schatzamt präsentirt und letzteres dadurch von seinen Reserven entblößt und das Gold in unsern auswärtigen Handel getrieben werden. Wollen Sie die Geschäfte deö Landes gegen Störungen durch Schwankungen im Werth zwischen Gold und Silber schützen, und ersteres bei uns überhaupt im Umlauf bleiben sehen, so müssen Sie die Prägung von Silber auf jeneQuantität beschränken, die vom Kleinhandel absorbirt werden kann, und seinen Charakter als xesetzliches Zahlmittel demgemäß reguliren. Wallen Sie Gesundheit, so müssen Sie einen An fall von gelbemFieber fernzuhalten suchen. Diese Wahrheiten, die den meisten Denkenden einleuchten, werden ohne Zwei sei allen klar werden. Es ist Ihr speziel les Jntereffe, daß man bei Erledigung unseres Finanzproblems sich deffen erinnert, und Ihre Pflicht, die Gesetzgeber des Lan des nicht daran vergeffen zu laffen.

Die Fischerei-Frage. Die für immer beseitigt geglaubte, so genannte Fischerei-Frage tritt wieder in den Vordergrund. Sekretär Evarts hat unsern Gesandten Welsch instruirt, gegen die Bestimmungen zu Protestiren, durch welche die Colonial Regierung von New Foundland den Geschäftsbetrieb der amerikanischen Fischer in jenen Gewäffern zu erschweren versucht. Soweit wird jeder Bürger der Ver. Staaten mit den Schritten unseres auswärtigen Ministers einverstanden sein. Die Sache hat aber nsch eine andere Seite; unsere Regierung soll beabsichtigen, die Zahlung der Entschädi gungssumme in Frage zu stellen, zu welcher sie. krast Beschluss der seiner Zeit eingesetzten Commission verurtheilt wurde. Als die in. Genf tagende AlabamaCommission England verurtheilte, Millio nen an die Ver. Staaten als Entschädi gung sür Schäden zu zahlen, welche von Rebellen Kaperschiffen dem Lande zugefügt worden waren, hatte unsere Regieruug nichts Eiligeres zu thun, als das Geld ein zukaffiren. Seitdem hat sich herausgestellt, daß die damals in Genf vereinbarte Entschädigungssumme viel zu hoch gegriffen war, denn nach Bezahlung aller, durch, die Rebellen Kaper verursachten, uns ange meldetm Verluste, verbleibt eine Summe von nahezu zwei Millionen Dollars, für welche absolut keine Verwendung ist. Man wird die Amerikaner sicherlich nicht im Vcrdacht haben, zu wenig liquidirt zu hoben; in Liquidationen vermeintlicher Ansprüche leisten unsere Landsleute bekanntlich Groß' artiges. Trotzdem nahm man England mehr Geld ab, als die Schäden betrugen, und England zahlte gutwillig und ohne Murren. In der Fischerei - Angelegenheit kam eö anders. Die Ver. Staaten .wurden zur Zahlung einer Entschädigung verurtheilt, ob durch Unfähigkeit ihres Vertreters auf der Conferenz oder nicht, bleibt egal. Wir haben die Verpflichtung zu zahlen; die Ehre der Nation ist verpfändet. Der Con greh bewilligte die hierzu nöthige Summe ; sie liegt zur Verfügung. Ein Herbeiziehen von Gründen, hinter denen man sich ver schanze will, um sich der Zahlungspflicht zu entziehen, ist einer großen (auch einer kleinen) Nation unwürdig. Die Fischerei -Frage zerfällt äugen scheinlich in zwei, ganz getrennt zu behan delnde Theile. Der Abschnitt, welcher die Vergangenheit betrifft und mit der Feststellung der, von uns zu zahlenden Ent schädigung abschloß, ist abgethan und muß erledigt werden. Der andere Theil, die Beschränkungen umfaffend, durch welche Provinzial Regierungen sich beigehen laffen, unseren Fischsang in jenen Gewäsfern zu schädigen, ist eine Sache sür sich und unterliegt separaten, ad hoc zu pfle genden Verhandlungen. Wir hoffen, daß die Angelegenheit in einer Weise erledigt wird, welche der Na tion zur Ehre gereicht, keinen unliebsamen Präzedenzfall liefert und uns das Errötben erspart. Sucht stch unsere Regierung dcr Entscheidung eines Tribunals zu.entzie. hen, welches sie selbst beantragt und bc schickt hat, so giebt sie dem Ansehen und der Ehrenhaftigkeit des Landes einenStoß, wie er in der Geschichte der Nationen glücklicherweise nur selten verzeichnet 'st.

Reorganisation des katholischen Kir chcnwcscnö in Amerika. Ein päpstliches Breve ordnet die Re geln an, nach welchen künftig die Diözesen in den Ver. Staaten verwaltet und das Disciplinarversahren eingerichtet werden soll. Papst Leo bringt dadurch die ame rikanische Kirche in Einklang mit den Schwcsterkirchen anöermärls und beseitigt viele, bisher bestandenen Eigenthümlichkciten des katholischen Kirchenwesens in den Ver. Staaten. Die Bischöfe werdey kein Recht mehr haben, Priester aus einer Diöcese in eine andere zu versetzen und können derartige Veränderungen nur unter gexissen, klar ausgedrückten Regulirungen machen. Prie ster werden für das Kirchspiel als Rektor, nicht als Pastor Sorge tragen und die Bezeichnung Pastor wird abgeschafft, nur in Bezug auf den Bischvs findet eine Aus nähme statt, welcher der erste Pastor der Diöcese ist. Geistliche empfangen ihre ErNennungen nur von dem Bischof, sollen aber nicht abgesetzt werden, ausgenommen sür ein Vergehen, was ein Bruch des ka nonischen Gesetzes sein würde. Im Falle irgend ein solches Vergehen von einem Rektor eines Kirchspiels begangen würde, soll die Entscheidung in Bezug auf daS Schuldig oder Nichtschuldig von einer Rathsvttsammlung, bestehend aus einer gegebenen Anzahl von Geistlichen, welche ein permanentes Kirchengericht für die Untersuchung aller kirchlichen Delirquenten bilden sollen, abgegeben werden. Sollte der Angeklagte nicht zufrieden sein, so kann er an den Erzbischof der Provinz und von ihm an den Papst appelliren. Der Bischof hat kein Recht diese zu ernen nen, sondern die Erwählung derselben soll von der Geistlichkeit der Diöcese und vermittelst Stimmzettel vorgenommen wer-' den. Die folgenden Mitglieder des bischöflichcn Raths werden die Richter er wählen : General Vicar Beffonies und Pfarrer Scheidler hier, die Curat'Geistlichen Mc Dermott Evansville. Andion Jcfferson ville, Guegen Vincennes, Merz Vincennes, Ferdinand von der Kirche zum hl. Herzen u. Chaffe von St. Marys'intke.Vooä3, nebst O'Donaghue. Privatsekretär des Bischoss, welcher auch als Sekretär des Raths sungiren wird. Die DiöcesanSynode, welcher diese Empfehlungen vor gelegt werden, wird in der ersten Woche des Advent, mithin in den ersten Tagen des Dezember, tagen. Gdiiorielle toixzcxx,

Alle Furcht vor dem gelben Fieber im Süden ist geschwunden, seitdem Frost da selbst eingetreten ist. Die Flüchtigen keh r?n zurück, die Geschäfte beleben sich wieder, Vertrauen und Hoffnung auf beffere Zei ten halten ihre Einkehr und Alles athmet wieder freier auf. In New Orleans befiel die Seuche 13,083 Personen, von denen bis zum 31. Oktober 3929, etwas über 30 Procent, starben. Die Sterblichkeit ist auf ihr normales Maaß reduzirt; ebenso in Memphis. Mit dem 31. Oktober hat die Howard Affociation ihre segensreiche Thätigkeit eingestellt, nachdem sie die von ihr angestellten Krankenwärter entlasten hat, und sast alle, von auswärts herbeigeeilten Aerzte in ihre Heimath zurück gekehrt sind. Die N. Y. Staals'Zlg." l-itct die Mittheilung von dem, bei Port Fulton in unserem Staate in voriger Woche stattge habten Mord mit den Worten ein : Ken t u ck y macht dem Namen des S t a a t e s aus blutigem Grunde immer von Neuem Ehre." Nun diese Ehre möchten wir mit Freu den Kentucky überlassen; aber leider kommt sie diesmal Jndiana zu,woselbst die Mörderei, seit die Begnadigungsmaschine unseres Gouverneurs Williams mit aner kennenswerther Regelmäßigkeit arbeitet, flott betrieben wird. Es befinden stch au genblicklich in mehr als zwanzig County Gefängnissen qualifizirte Mörder. Ge henkt wird aber keiner, es sei denn, daß das Volk einmal die Geduld verliert und die Justiz selbst in die Hand nimmt, auf die Gefahr hin, daß derartige Nothschreie beleidigten Rechtsbewußtseins zur Auf stachelung politischen Parteihaffes benutzt werden. Um in den Ver. Staaten berühmt und gefeiert zu werden, muß man entweder ein gewaltiger Beecher, ein MillionenDieb, ein vielfacher Mörder, ein Prinz oder ein großer Narr sein. Der HanSwurst LymanPotter, welcher stch die epochemachende, welterschütternde Aufgabe gestellt hatte, einen Schubkarren von der atlantischen nach der pacisischen Küste zu drücken, ist in San Francisco angekommen und dort von dcr PolizeiMannschaft unter Vorantritt eines Musik Chors feierlich eingeholt worden. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte dem erhabenen Schauspiel bei. Die Prinzessin Thyra von Dänemaxi, eine etwas reife Schöne, welche in den lktzten Jahren so oft in den Zeitungen als Verlobte von allen möglichen und un möglichen Prinzen figurirte, hat schließlich einen Freier in der Person des Erbprinzen von Hannover, jetzigem Herzog von Cum berland, gesunden. Vor kurzer Zeit ging das Gerücht, der junge Prinz Napoleon -Lulu- habe um die Hand der vielumwor denen Schönen angehalten, sei aber wegen seiner verhältnißmäßigen Armuth abge

wiesen worden. Der Herzog von Cumber land ist natürlich reicher als Eugenien's Sohn, seine Aussichten auf . den Thron seiner Väter sind aber entschieden schlechter als die des französichen Prinzen, da die Veränderungslust der Franzosen viel eher es möglich macht, daß Prinz Napoleon den französischen Thron besteigt, als daß der Herzog von Cumberland jemals stch die Krone von Hannover aussetzen wird. Wenn die Prinzessin Thyra so sehr auf Reichthum siebt, wie es heißt, so hat sie jetzt die schönste Gelegenheit, Millionen zu erwerben. Sie braucht nur ihren zukünf tigen Gatten zu bestimmen, seine Ansprüche auf die Krone Hannovers aufzugeben, und Preußen liefert ihm sein scquestirtes väter licheS Erbe aus. Dasielbe soll circa 16 Millionen Thaler betragen. Die europäischen Complicationen sind an dem Punkte angelangt, an welchem die Frage, ob Krieg, ob Frieden, entschiedn werden muß, mämlich an der Stellung von Interpellationen und Ultimatums. Eng land fordert eine Erklärung von Rußland über besten Vorgehen in Rumleien; die Pforte forderte vom russischen Gesandten in Constantinopel eine Erklärung über den Vormarsch der russischen Truppen nach Punkten, welche sie kaum erst verlosten hatten, ebenso über die Mißachtung türkischer Behörden in dem Distrikt zwischen Tscharlu und Adrianopel. England stellte ferner dem Emir von Afghonistan'ein Ul timatum. Ukiterdesten rücken russische Truppen unter General Lonakin an die afghanische Nordgrenze, angeblich, um räuberische Grenzbewohner zu züchtigen, und die russischen Schiffe werden mit Tor pedos ausgerüstet. Um die Verwicklung noch complizirter zu machen, ist Lord Bea consfield, die Seele der englischen Politik, wie eö heißt, bedenklich erkrankt und die osfizielle .Pall Mull Gazette" erklart den Berliner Vertrag für ein verfehltes Unter nehmen. Wenn ein strenger Winter einen Aufschub von Feindseligkeiten nicht nöthig macht, dürfen wir uns auf interestante Nachrichten aus Europa vorbereiten. So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben, ein endgültig die Differenzen erledigender Krieg wird selbst in Europa dem dermal! gen faulen Frieden, der schwer auf Handel und Wandel lastet, vorgezogen. Die Literatur eines Landes ist der un trüglkchste Gradmcster seine Kul.'urzustan des; es ist dieses ein von den Zeiten des klassischen Alterthums bis auf unsere Tage bewahrheiteter Satz. Vergleicht man die Erzeugniste der amerikanischen Literatur mit denen anderer Culturstaatcn, so muß man zugeben, daß stch unser AdoptivVaterland mit raschen Schritten dem Zeit Punkt nähert, in welchem es den Cultur staaten des Abendlandes ebenbürtig zur Seite stehen wird. Ein Werk jedoch, um welches die Ver. Staaten die Literatur bereichert haben, steht bis jetzt unerreicht da, und keiner der vorangeschrittensten Staaten hat ihm ein ähnliches entgegenzusetzen, es ist Wcbsters Wörterbuch, (Wehster's uiiahridged dictionary.) Dasselbe schließt in verhältnißmäßig knapper Form eine ganze Bibliothek in sich. Der Natur- wie der Sprachforscher, der Philologe wie der Techniker, der Lehrer wie der Studirende der englischen Sprache kann es nicht mehr entbehren. Es hat seinen Weg in alle Welttheile gesunden, keine öffentliche Bibliothek in Ländern, in welchen internatio naler Verkehr besteht, ist ohne dieses Werk vollständig. Man findet es in den öffent lichen Lesekabinetten in Australien, wie in Indien; im Athmäum in London, wie in der Bibliothcque nationale in Paris. Wer eS einmal benutzt und besessen bat, kann sich seiner nicht mehr entschlagen; es ist ein zuverlässiger Rathgeber und eine Auto rität aus allen Gebieten des menschlichen Wistens geworden. Tausende von natur getreuen Abbildungen ergänzen, wo sol ches wünschenswerth erscheint, den er schöpfenden Tcxt und verdeutlichen ihn ium Ueberfluß. Jährlich wird dieses Na tionalwerk ergänzt, berichtigt, wenn nur immer möglich, verbeffert, und so ist es im Laufe der Jahre auf einer Stufe der Voll kommenheit angelangt, die von keinem Rivalen je erreicht wurde. Es ist uns eine angenehme Pflicht, aus diese Perle der Literatur aufmerksam zu machen. Wer sich in den Besitz derselben setzt, wird eS

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sicher getalt.'N werde, die Lettheilung richtia .folge und n.e I . . i n sik iiv.(fMk mW . l. M. i.o (ttt.H ' .. 7sext bzt

W C 0 Ö. ÖlOüWvlli 5?n )KVv civu ivvu Ua vvtf vvüttsviwn V t e r S t m n n. von Cimnon u. Dickson, var Sv,ll,. Austin S. Bron. Clerk von Marion Eoun,v.JndianaroIi.In. .. .. I.s. Walker. M.D.. resident rrotem.Ctadiralh.Jndianaroll. W. O. F o l e . Devuty CtaatSotzmeister. Jndtanaiol t. Ind. k ntheillcheine zum Verkauf bei ll n antorisirk.n Äenten und versandt nach allen Za.Z de nach Smrfang d' Betrag . Man sende dur die Post, in Monev.Order . registn.te rt. .f'..o erduich Expreß. Um Jmhä ner oser erzö'erung zu Vermeiden, wollen die So-resrondenten W Vamen undWodnuna deutlich schreiben und Siadt.unty und S:aat angeben. All Kitt.eilungen, te er.

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