Indiana Tribüne, Volume 1, Number 12, Indianapolis, Marion County, 2 November 1878 — Page 1

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U ?ie Zlyr. Lon Friedrich Stolze. Ich trag', zum Angedenken, DeS todten Liebchens Uhr, Ich trage sie auf dem Herzen An einer gold'nen Schunr. Da mag sie gleiche gehen, In tem Gehäuse von Erz ; ES geht in meinem Busen, . Nicht gleichen SchlagS mein Herz. Und Nichts, vsr'm Schlafengehen, Zieh' ich sie pünktlich auf, Und schaue, still zufrieden, Der goldnen Zeiger Lauf. Je mehr die weiter rücken Bin ich ihr näher doch ! Ich blicke auf zu den Sternen Und frage: die lange noch? Wohl wird ein Morgen kommen, Wo deine Uhr noch geht, Indeß ein Herz im Busen Auf immer stille steht. (21 n der Soracuse .Uion.") Die Mission der rcpublikan. Partei. Eine der gewöhnlicheit Redensarten aller Gegner der republikanischen Partei ist, daß diese ihre Aufgabe erfüllt habe. Was sie damit sagen wollen, ist ihnen wohl selbst nicht klar. Eine Partei, welche als die Trägerin der Ideen der Neuzeit erscheint, sindet stets neue Aufgaben der Erfüllung, die sie sich zum Lebenszweck setzen sollte. Sie ist kein Dogma, das verknöchert und endlich in sich selbst zerfällt, sondem sie ist das Leben im Staate, daö stetig neue Kräfte in sich aufnimmt und stetig neue produzirt. Sie schreitet mit der Welt und Zeit voran und sindet auf ihrem Wege imwer Altes genug, das gestürzt werden muß, um dem Fortschritt neue Bahn zu brechen. Es war seit 1860 die repblikanische Partei, welche im Namen der Humanität und der Freiheit und Gleichheit in die Schranken trat und der demokratischen Schlange, welche das gesunde Leben des Staates zu vergiften trachtete, den Kopf zerdrückte. Das ist daö goldene Blatt, welches sie in der Geschichte derVer. Staaten geschrieben. Seitdem hat sie über die Union geherrscht und mehr als eme Aufgäbe erfüllt, welche ihr einen Ehrenplatz in der Geschichte der Union angewiesen. Es steht der Opposition, mag sie sich nun demokratische oder Arbeiter-Partei nennen, schlecht an, von erfüllten Aufgaben zu sprechen, ehe sie uns nicht selbst sagen kann. welche Aufgabe sie sich gestellt hat, deren Erfüllung einen Kampf werth wäre. Als reaktionäre Partei, als eine Partei, die nur auf den Umsturz alles desien sinnt, was ihre Gegner vollbracht haben, hat die demokratische Partei nur den einen Zweck, der Aufgabe der republikanischen Partei entge genzuarbeiten. Daß dies keine leere Be hauptung, beweist die Geschichte der letzten Jahre. In mehreren Staaten der Union ist der republikanischen Herrschast die demokratische gefolgt. Die Stimmgeber, die sich unter der neuen, durch den Krieg herbeigeführten Ordnung der Dinge unbehag lich fühlten, und der alten Täuschung von der goldenen Vergangenheit ergeben waren, griffen wieder zur Demokratie zurück. So hat Tennessee gethan, so Missouri, so Texas, so Georgia, so Alabama, so Missis sippi, so Nord und Süd Earolina und end lich auch Jndiana. Das Resultat dieser Experimente war immer dasselbe. Nie hat es eine Partei schlechter verstanden, das Interesse des Volkes zu wahren, nie ist eine Partei brutaler im Niederreißen alles des sen gewesen,. was die letzten Jahre aufge baut, als die demokratische. Ihr ausge sprochener Zweck ist, wieder auf die Ver Hältnisse von vor 1860 zurückzukehren und die Errungenschaften des Secessionskrieges aus dem Dasein zu streichen. Jedes Mittel, selbst das d.s finanziellen Ruins der Union, ist ihr recht dazu. Rücksichtslos hat sie in allen Staaten, wo sie sich zur Macht emporgeschwungen, diesem Zlel ent gegengesteuert. '

Eine wichtige Erfindung. In dem Brooklyner Schiffsbauhof wer den seit mehreren Tagen Experimente mit einer neuen Erfindung gemacht, die nach den bereits erzielten Resultaten zu schließen, dazu bestimmt ist, eine gewaltige Revolu-

tion in dem Betriebe der Dampfmaschinen und der Erzeugung von Eisen, Stahl und Glas hervorzurufen. Die Erfindung be steht in der Verwendung von Petroleum zur Erzeugung einer so intensiven Hitze, daß Eisen in wenigen Minuten verschmolzen und in Dampfkesseln Dampf von ungeheurer Druckkraft in unglaublich kurzer Zeit erzielt werden kann. Der Erfinder ist ein Herr Salisbury. . Die Erfindung zerfällt in zwei Theile : Erstens in die Gewinnung des Brennmaterials, das in der Dichtigkeit von svkolasses aus dem Abfall von Petroleum und Kohlenpech gewonnen wird und zweitens aus dem Verbrennungsapparat. Das BrennMaterial wird von dem Faß aus vermittelst einer Gasröhre von geringem Durchschnitt durch die stets geschlossene Thüre des Heizungsraumes und in einen an diesen angebrachten Schornsteinartig geformten Apparat geleitet. Sowie das Brennmaterial in diesen einläuft, wird es mit einem Strom überhitzten Dampfes in Verbindung gebracht, wodurch jenes in Atome zerlegt und so bei dem Austritt aus demApparat besähigt wird, einen ungeheuren Prozentsatz von Sauerstoff zu asfimiliren und so zur Entzündung gelangen. Aus diese Weise zertheilt sich dann das im Atom entzündete Brennmaterial in einem Schauer über die Wände und Wölbung des Herzraumes. Die Backsteinwölbung des Ofens wird in Weißglühhitze erhalten, milchweiße Flammen schießen den Wänden entlang und eine Hitze von 500 Grad wird registrirt, so daß Barreneisen in 10 Minuten, anstatt auf dem jetzigen Weg in zwei Stunden geschmolzen und Glas in zwei, anstatt wie bis jetzt in 16 Stunden erzeugt werden kann. Diese Erfindung muß, wenn ihre praktische Anwendung einmal festgestellt und. woran nach den bereits vorgenommenen Experimenten kaum zu zweifeln ist, von der weittragendsten Bedeutung werden. So wird sie auf die Produktion und den Preis des Kohlenöls einen bedeutenden Einfluß ausüben. Gegenwärtig ist der Markt mit diesem Artikel überfüllt und der Preis per Faß von 42 Gallonen auf 75 bis 85 Cents gefallen, da die Produktion den Bedarf übersteigt. Der Erfinder hat bereits der United Pipe Line Co.," einer Vereinigung der bedeutendsten Kohlenölquellen - Besitzer, den Vorschlag gemacht, für das überproducirte Oel und sämmtliches abdestillirte Naphs thapech 50 Prozent Profit zu zahlen und die Kosten der Nöhrenleitung zu tragen. Die Ocean-Dampsschifffahrr wird eben falls durch die neue Erfindung gewinnen. da die direkte Ersparniß an Brennmaterial zwei Drittel beträgt und pro Fahrt eines erster Klasse Dampfers die Gebühren für Fracht um L5000 steigen werden, da an Stelle der 800 Tonnen Kohlen Güter verladen werden können. Gefahr soll bei der Benutzung des neuen Brennmaterials nicht vorhanden sein, da dasselbe nicht explosiv ist und mit glühenden Kohlen, ohne sich zu entzünden, in Berührung gebracht werden kann. Die Kessel werden ferner weniger abgenützt werden, da die Thüren der Heiz räume während der Fahrt nicht geöffnet werden, also de? den Röhren und Platten so schädliche Zuzug kalter Luft und außer dem durch die vollständige Verbrennung das Verkohlen der Röhren und demzufolge das Abkratzen derselben verhindert wird. Da der Rauch vollständig verzehrt wird. kann das Schiff reinlicher gehalten werden und ist jeder Gefahr durch brennende, aus dem Schlot geschleuderte Kohlen vorgebeugt. Die größte Errungenschaft ist jedoch die in Bezug auf die Erzeugung von Eisen, Stahl und Glas. Mit dem VerbrennungsApparat kann ein Hochofen von 30Tonnen Capacität alle zwei Stunden entleert werden, das gewonnene Eisen wird vollständig frei von Schwefel und Kohlenstoff sein, Barrencisen wird in 15 Minuten schmelzen, dasselbe wird dann in einen tiefer gelegenen Ofen abgelassen und durch eine Wärmestrahlung von 100 Grad in Bewegung erhalten und so, in 10 Minuten von jeder Unreinheit befreit, zum Guß verwandt. Kein kälterLuftzug tritt an die geschmolzene Masse und so wird dieselbe in ihren Atomen eine feste Masse bilden können. Die Hochi und Reinigungs-Oefen können drei Monate

in ununterbrochener Thätigkeit gehalten werden, da keine Schlackenbildung und Ansetzung erfolgt, die Verkleidung der Feuer-

stene also nicht jeden Tag erneuert werden mvi Arbeitskräfte und 50 Prozent der Kosten des Brennmaterials werden erspart undlsomit ein an Qualität besseres und an Quantität vermehrtes Eisen aus gleicher OuantitätRohstoff50Proz. billiger gewonnen." Ebenso wird die Stahlbereitung durch diese neue Erfindung gewinnen. Jtt der Glasbereitung wird das Schmelzen des Rohmaterials in zwei, anstatt in 16 Kunden stattfinden, die Hitze wird direkt auf die Masse wirken können, da bei der Verbrennung keinerlei Unreinllchkeiten sich der Schmelzmasse beimischen können. Dadurch' wird der Fabrikant in Stand gesetzt. eine dreifach größere Quantität produziren, die Dimensionen seines Fabrikats nach Belieben bestimmen und um mehr denn die Hälfte billiger produziren zu können. Der Erfinder gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß seine Erfindung Pittsburgh zum Centralpunkt der Eisen-, Stahl- und Glasindustrie machen werde. Den Experimenten wohnte eine große Anzahl Sachverständiger und Fabrikanten bei. Die Herren waren mit den erzielten Resultaten vollständig zufrieden. Reverend Talmage über die Lasterhöhlen New York'ö. Der bekannte, commödiantenhafte Brooklyner Reverend Talmage hat unlängst mit einigen seiner Kirchen-Aeltesten unter poli. zeilichem Schutze Incognito die Hauptla sterhöhlen New Iork's besucht, um sich die Hauptkunden derselben zu besehen. Ueber letztere theilt er in seiner neuesten Predigt vom 20. October folgendes mit : - ,",SelbsNNnige von Euch, meine andächtigen Zuhörer, erhoben ein großes Geschrei, weil ich jene Lasterhöhlen besuchte. Es gibt eben in allen Kirchen Aussätzige, die nicht wollen, daß man sie und ihre Krätze berührt. Der Teufel heult, weil er weiß, daß er jetzt schwere Prügel von mir kriegt. O Ihr Heuchler! Du Geschlecht von Rattern! Wie sollst Du der Hölle entgehen? Bei meinen New Iorker Gängen um Mitternacht nahm ich wahr, daß jene La? steryöhlen hauptsächlich vonReichen besucht werden. Ich könnte hervorragende Männer nennen, die ich dort sah. Unb vielleicht werde ich sie noch . nennen, wenn auch die vornehme Gesellschaft New Fork's und Broollyn's darob in die Brüche geht. Es waren daselbst Richter, Advokaten, politische Redner, die auf ihrer Parteiplatform von Gott und Sittlichkeit mit einer Salbung sprachen, daß man sie für Evangelisten halten könnte. Würde man Verles über die Besucher jener Lasterhöhlen abhalten, so ständen Börsenmakler aus derWallstraße, Importeure aus dem Broadway, Handelsfürsten aller Art oben an. Ich ziehe das Laster, das sich im Kothe wälzt, dem Laster vor, das seine Fäulniß unter Shawls von Kameelshaaren und unter kostbaren Spitzen versteckt und in einer T3000 kostenden Equipage, mit einem Kutscher in Livree auf dem Bock, spazieren fährt. Wir brauchen 50 Anthony Comstocks, die umhergehen und die Greuel des vornehmen Lebens ausdecken. Zehn Jahre lang stand in der vornehmsten Gegend NewIork's ein prächtiger Moloch-Tempel, eine SandsteinHölle auf Erden, an welche weder Mahor, noch ein Richter sich wagte. ' Da schritt Anthony Comstock in jenen Palast in der fünften Avenue, machte im Namen GotteS dem Greuel ein Ende, und die Eigenthümerin (Frau Restell) schaffte sich durch Selbstmord in die 'tiefste Tiefe der Hölle. Als ich in einem der vergoldetenPaläste der Sünde war, zeigte mir ein mich in Civil begleitender Polizist ein schönes üppiges Weib mit den Worten : Es ist die Tochter einer der reichsten Familien vom Madison Square." Ein anderer Polizist sagte mir: In drei Jahren, wenn die Schönheit dieser Weiber dahin ist, sind sie ein Haufen Lumpen, im Stationshaus." - Doch ich habe noch Schrecklicheres zu mel den. Die prächtigen Plätze des Lasters werden jede Nacht von Familienhäuptern, Vätern und Gatten besucht, welche ihrEhegelöbniß brechend, Weib und Kind beinahe darben lassen, aber Diamanten und Gewänder im Werthe von Tausenden nach den Stätten der Sünde tragen. Hölle und Verdammniß, ewige Finsterniß und Qual allen diesen Schurken ! Wenn daö nicht alleö gründlich geändert

wird, so geht die amerikanische gute" Ge-, sellschaft zum Teufel. Die Polizei sollte all das vornehme Pack in den Lasterpalästen abfassen und durch die Straßen führen, gefolgt von zwanzig Zeitungsberichterstattern, welche die Namen der Verhafteten am nächsten Morgen mit fetter Schrift in den Zcitungen veröffentlichen müßten Nicht sowohl nach den Kindern, als nach den Vätern und. Müttern in der vornehmen Welt muß man jetzt sehen. ,

Ehre den Behörden Brooklyn's, daß sie alle Lasterhöhlen und Spielhöllen geschlos sen haben! Wenn Eines von. Euch hier einen solchenPlatz weiß, so sägt mir's asch dem Schluß meiner Predigt, und in wemger als zwei Stunden werden Polizeichef Campbell, Polizeicommissär Jordan und Inspektor Waddy mit einer Polizeimacht, gleich einer Lawine in den Alpen, auf den Platz niedersausen. Aber ach ! Nicht alle Brooklyner sind tugendha t. Wenn sie sündigen wollen, fahren sie nach New Dork hinüber. Es gibt in New Iork schlechte Häuser, welche ihre sämmtliche, männliche und weibliche Kundschaft in Brooklyn haben. In New Fork beweisen die Polizei, der Staatsanwalt und die christliche Bevölkerung eine gottsträfliche Gleichgültigkeit gcgen das vornehme Laster. Einige der dortigen Polizeicapitäne bekommen Prozente von jeder Flasche Wein, die in den üppigen Schlupfwinkeln der Sünde verkauft wird. Es gibt dort ganze Häusergevierte, in welchen alle Teufel los sind. Unlängst fand ein Maskenball solcher Teufelsbraten statt und die Polizei tanzte mit und vertheilte die Preise. Besser wird es erst dann werden, wenn der anständige Theil der Bevölkerung sich in Massenversammlungen erhebt und die Behörden zwingt, Polizisten mit Knüttel und Laterne in die vornehmen Lasterhöhlen zu schicken und alle Insassen und alle Besucher derselben nach den Toombs zu führen, während Pfeifen und Trommeln dazu den Schurkenmarsch anstimmen." Sabbathkrieg in England. Die Londoner Anti-Sabbatharier-Liga unter Führung des Lord Roseberry hat in ihrer Agitation zum Offenhalten der Museen, Gemälde-Gallerien und ahnlicher Institute gar mächtigen SuccurS erhalten, indem der anglikanische Erzbischof Monsignor Capel in London in einer am 6. Okt. gehaltenen Predigt scharf und schneidig gegen die in England herrschenden SabbathVorurtheile zu Felde zog. An die Pariser Weltausstellung anknüpfend und betonend. daß dort an den Sonntagen Zehn- u. Hunderttausende sich an den Kunst- und Gewertschätzen aller Länder mit Ausnahme der (sorgsamst verhüllten und weggcpackten) aus England, ergötzen und belehren: rügte der beredte und liberale Prälat die mit jener Kunst-Muckerei so scharf contrastirende Rührigkeit in den englischen Er-frischungs-Salons hart daneben (im Tro-cadero-Palaste), wo am Sabbath englische Sandwiches, englische Biere, Londoner Stout" usw. in fabelhaften Massen vertilgt würden. Msgi. Capel gelangte zu dem Schluß, daß man es dem, die 6 Tage hindurch hart arbeitenden Manne und seiner Familie schuldig sei, ihnen die Kunstschütze des Landes an dem einzigenRuhetage zugänglich zu machen .... Recht temrio liefcrt gleichzeitig der eben das dreieinige Königreich bereisende Col. Raine aus Baltimore in seinem D. Correspondent den Fingerzeig, daß es in London der blaue Samstag" ist, welcher den stillen Sonntag" ermöglicht. Raine er klärt dies so: Die Läden werden in London schon am Samstag Nachmittag geschlossen, damit die Ladendicner an den Exer-cir-Uebungen der Landeswehr theilnchmen, die HandwerkerZeichenschulen besuchen oder daheim studiren können." Es ' geschieht aber nichts der Art. Die von der Wochenarbeit Befreiten schlagen den nächsten Weg zum Ale- oder Weinhause ein und bekneipen sich. Von Samstag Mitternacht bis Sonntag Mitternacht herrscht sodann Todesstille die Moneten sind verjubelt, der erschöpfte Körper bedarf der Ruhe. Alle Geschäfte ruhen,. selbst die Post st hermetisch verschlössen, und öd' und still ist es aus den Straßen und Gassen. Nur wenige Stunden nach Beendigung des Gottesdienstes flackert es hier und dort auf, da der Besuch der Wirthschaften sodann erlaubt ist. Die Pracht-Museen und Bibliotheken der Stadt, die Gärten von Kensington, Kew, Richmond, Greenwich usw. sind am Sonntag nicht zugänglich. Die englische Kirche hat es verstanden, durch, die Samstags-Abend-Ferien und die damit ? verbundene Ausschweifung den 'Sabbath unter ihrer speziellen Protektion zu behalten." .,

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