Indiana Tribüne, Volume 1, Number 11, Indianapolis, Marion County, 26 October 1878 — Page 7

Indiana „Tribüne."

Auf der fnsel. Erzählung von Friedrich Friedrich. sCy it L I (dOUKBUNflJ Der Vogt hätte ausschreien mögen vor Schmerz,' das Schiff war noch neu. erst vor drei Jahren hatte er es bauen lassen, t hatte fast viertausend Thaler gekostet uno ieöl gmg es ju otüc uiuu, , ,c ac Schuld. Seme Hano hatte , oas uoer krampshaft erfaßt, scsne Zahne preßten )Q 10 Jen au, uicunuuic, ""b Blut langsam von derselben niedertropfte, er empfand es nicht. ; - Sein Gewissen Hatte bis dahin geruht, jetzt dämmerte doch die Ueberzeugung in ihm auf, daß es ' eine Vergeltung gebe. Hatte ihn die Strafe nicht schon ereilt? Vor kaum einer Stunde hatte sein Auge noq Mir oer iicuoigcn wer Vuouuji .. . t .. , r v: Ti- v r- .tr..xi auf dem Golde geruht, welches seinem rv-i , . v em n . I ruoer gcqom, er yatte oen xmuen gcUaoi, ooiKioe zu oeqauen, uns m oeianu . . v . ...v ...i l.c v I 3 Ncy mmmen oer )lmy, es war iym sur . . . . , . , I immer verloren uno lein eigenes . . tr -i.c I liei icmei aoiuiui zum . . - , , . . . ff. p t j I Diese Schnelligkeit, mit der da Geschick ihn ereilte, hatte elwas Enlsebliches sür ihn. War es mit diesem Opser besnedlgt? Konnte es nicht noch Schlimmeres über ign Dcrgun&cn ? auijc m uuu das erleuchtete Meer hin, aus dem Schaum w V. . T C - 0T . . uno oem welö?n urnrnc uct )vg... uuS c r, r:t TJ.Rli.J lyrem ounlien VDrunoe.icgienen V2)ciiajut aufzutauchen und ihm höhnend, grinsend, zuzulaazen. .eine namemoic -angn Wxt lyn. Kcrnrn lomm l rier er icinrni w ii r r.: aa . ert - I der zu uno zog oas .uoer an. vau etwas gerenei ? sragie an. m. f. . ii in e . I d Nichts - nichts entgegnete der Vogt und ruderte mit aller Kraft, denn er hatte jetzt nur das Verlangen, den Strand zu erreichen. Hastig sprang er aus dem Boote, schlepp, te sich keuchend bis zum Lande und sank dann völlig erschöpst, halb bewubtZos auf oern nanen anre l" wähnt. Ruhe Zu finden wenn er den festen Vooen unier m m. " uü lrö. . . v .Lk..x. iranoe, auein iunnic iyui uu iuvyC..ut Geschick nicht auch hierhin folgen, war er im Stande, ihm zu entfliehen ? ' l AU Ylerym lanoie oas nocq immer ueu w ' r i. i ...i ! t.TT lovernoe 0)in tmen leungcn üojimm, . . , rr f.. . c i i . , . , . rf .r ? . cw . . . . rf! i.aU4.M I lOilOB OU Allgen, auem uuu iuuuic die grinsenden Gesichter, welche er in den ! ... f.C.. .Al.lllit Vk4'A hA ihM I uiigcn iu ieuc ücUiuuu4 Vu, uui ym wteoer aus. f Jan trat zu ihm. Soll ich Allste und Heinrich holen?jragiC er. Wozu?" entgegnete der Vogt.. Mir rönnen ue niaji qeiicn uno vus vqiu muji . . , , e ..v v . o -rjcicc -U. Zveor reuen. üaBeiiwninB8WKi,iömwuoJüuu o .fX.O V.DV...X oen Zlno aus oas Veil'gue ungeiulyle rm . v .r v. A.f!.ri. r.n. I euer aus M' w anriq c wav on ? . . . . i Cn A1AXMMlAMMa.1AAM I iurjKuu.a;.c iu. mu,n,u ,ui.. den siÄ noch am Strande, als daS,Hm,er. iqcu oouifl ou9 wrannun plödlich empor hob. em sicheres Zeichen, das vorn das Wasier eingedrungen war. einen Augenblick schwankte das Wrack noch dann versank es mlt emem aufzischen. den, laut gurgelnden Geräusche. Es war dunkel ringsum, die Wogen wälzten sich über die Stätte wo noch vor kurzer Zeit das Schiff sicher vor Anker ge legen, nur noch ein brandiqer Geruch, der nach durchdie Lust hinzog, verrieth das Geschehene. ?ÄÄ unMsei, nem' Bruder heim. Heinrich und Auste kamen ihnen in, gröbter Ausregung ent Skn. ; ) :. 5,a?,t tht daS euer anihinV fraate Heinrich. W0( Natürlich," gab sein Vater kurz zur Antwort. Was war eS ?" fuhr Heinrich fort. Das Boot ist verbrannt." Wie ist daS möglich gewesen ?" . Weder der Vogt noch sein Bruder ant warteten. Wäret ihr auf dm Schiffe z" forschte Hemrlch. Der Vogt zögerte einen Augenblick lang. Nein," entgegnete er dann. . Wie kann das Feuer entstanden sein. wenn Niemand auf dem Schiffe war !" rief emriq. Haha ! Untersuche, eS !"gab der Vogt mit erbittertem Lachen zur Antwort. Du wirst gut' tauchen müsien, denn was das Feuer nicht verzehrthathaben .die Wogen verschlungen, der Rest liegt ganz sicher im Meere !" Heinrich wagte' nicht weiter zu fragen. Er begriff die Erbitterung seines VaterS, denn .der Mrlustwar. ein .beträchilicher,' völlig räthselhast blieb ihm die Entstehung des Feuers -Wenn -sein, Vater und Jan . I 1 A M R .7 aseuer geteyen oairen uno zur ettung u V. - i . . . W v . t H kt t. 1 n rn iiano gktui maren.mesyaio vai. mL A Afc & L. . A M in ign nno Aue nifli geroeai t um aren t doch, auf den, Boote geaesen und war durch idr Verleben da e..n,. standen? Er musste dies glauben, obschon n mm w sein Vater eS rn Abrede stellte. Was hat ten sie aber dort während der Nacht ge macylk ' Auste trat an Jan heran. . . Habt ihr den Kasten gerettet?" fragte

Insel.

leite. ... .... . , ..... -. i ' i . . ' ' .

9hm - nichts !" Was enthielt er?- klagte der Knecht

weite. Schweig." rief Jan unwillig und schritt schnell weiter, um den Fragen auszuwei chen. .-. Dle Dunkelhett der Nacht hinderte ihn, h18 rtY-ifnX finfifirtft QRrhtln h8 k?ne vxtl ylHlUV, VVS,Utv iM" v v w giiituf' tes tu bemerken. Auck die Aoatin und Tine waren aus und kamen ihnen vor dem ,rcAr,rff ,rinntn. fvinriA theilte ihnen mit, daß das Boot verbrannt sei. Allmächtiger Gott ! Ganz verbrannt, crIoren i rief die Vogtin. antwortete nicht, sondern schnitt schweigend an ihr vorüber und trat i hö ftii &tn, SVrnii folate ibm. S e erschrak, als sie sein bleiches verzerrtes Ge " " " w r ii ' sicht im Lampenlichte erblickte. Was habt lhr aus dem Boote ge macht?" fragte sie, vor ihm hintretend. TOlAta ! &&mt(t m rief her SRaat des f. -. r n.P fö hrnbnh an. i&otj . llir &tlip tinh trslt in hst8 Dmmtr ' " aroke MlaS mit nh 1flrf nA bslnn unausaekleidet L1lfm,,( inm ,i, sssen. sondern " " i i m,it tr frtlim nnA im tande war. Nck auf l f " " 0- i '- - " halten. ev,rt xu n-k R wniifc uMM ,VMV MVlfc'ü ..u cvrslsl, sln ;t,n ll r .VMQ. ( lj O " " -7 " in hmffamin und bin de mi, Wasser gefüllten Kessel darüber. .,m ... h,;,, , . dackte Nie. and daran, sich wieder zur Ruhe zulegen. da der Morgen bereits nahte. . .. r . hn n vannn,n wirniviii ivhivii vMgH..0.. m. Tslrt nrtrfl immer leaunasloS und mit geschlossenen Augen aus dem Bette, e ba8. er schlief. In seinem Innern mnrtt( ltnx ftr,rmt? es. Nie in seinem Le ' . - ,t .ine solcke Aukreauna kennen ' w w n,urr 9Tm cv.nftpr fstcfn sttt einrick. feine m, nd I-Zn. .ton von ihnen . - n t Das räthselhafte Ver I fcrenncn ber bamit verbundene rhfbht Nerlutt. da sckroffe Sckwkiaen des Vogtes - dies AlleS wirkte drückend 1ltlh ..nh,:mvh mm M strflfl0 aken.. Sein Gesicht schien in der einen Nacht um'Jahre sein, seine Brauen waien finster rt.,nrtn. Lkn. , den Keini 0MM v"i"U"- " agnnrt sn, frnnf er mehrere &.n, aIsl klicke ihn fra. . ,,c... nn it tu Öv"' "M"' 11"" " - uUmP9hn Vrtn c,: m.,, k,.nete nickt " r d- --o-n""-.nmftr h.m ifirinen !. ' u ffr frstf nn hst8 ... Marien. 5ie machte und blickte ihn an. Welcher Schmerz ' 7 ächtete ihm aus ihren groben Augen ent neen k Nnd er ntte ihr hissen Arner HZ O VW V f m m fv m IW,i,, . sin ifirm Slnl eiShlft unh ibr Erbtbeil vernicklet. Er mukte das Nie nhwenden. weil er flircktete. hak sie " k . . . ifmil6tWlt c:n,r AiiThM ,-w.U.,. ' - j5nne qn; . Yfjtien?- kragte er ihre W-""- v",' V I , ftnnh ,rfnrr,h nh fest in her Teininen Cs-" i-i " haltend. Seine Stimme klang weich. Marie sühlle sich noch immer, sthr jugendlicher Körper würde die Beschwerden vielleicht schon, Lberwun. den haben, allein der Schmer, um den Tod jbz Baters rieb ihre Kräkte auf. Allein std sie unter fremden Menschen und hatte Niemand, an dessen Brust sie sich hätte ausweinen können. Die Brust drohte ihr zu zerspringen. Die beiden Einzigen, die ihr unter den Fremden näher standen, die Frau des Vogtes und deren Tochter hatten noch kein freundliches Wort, keinen be ruhigenden Blick für sse7 gehabt,'' aus "den kalten Zügen sprach nicht das geringste Mitgekübl. die Fragen, die . an i .ich. teten, waren schroff und unwillig. Sie weinte Weinen Sie nicht," sprach der Vogt , . . 7 , -.7. . oeruyigeno. sle touen nllyk verladen sein!" Die Voqtin warf einen grollenden, sin steren Blick auf ihren Mann. . . Auste trat ein und sagte, daß er am Strande einen Todten gefunden habe. , ,O Gott! Wrnn eS mein Vater wäre !7 rief Marie schluchzend. Ich mub ihn sehen, ich mub Zum Strande!" Sie richtete sich empor.Der Knecht warf dem Vogt einen beIahenden Blick zu.. ,Sie sind noch' zu schÄach Sie dürfen noch nicht ausstehen," sprach er. Sie müs sen ruhig liegen bleiben." Er wandte sich der Thür zu, um 5 dem Knechte, der daS Zimmer wieder verkästen hatte, zu folgen. Jan und Heinrich stan den auf,'um ihn zu begleiten' I ; v '.' Bleib hier," sprach der Vogt kurz zu semem Sohne. Gestatte nichts dab Marie aufsteht, denn sie ist, noch zu schwach s". Erglng mtt letnemruoer-.uno.ÄUlte. aurn". strande.'- U n w i ll kü r l iü d em m te er bic Schritte, als er sich dem Todten, den dgij Mer an den' Strand' geworfen, . ' . . näherte, an der Kleidüng erkannte r schoy - az tinig.r EntktkNUNg, dab tS der war. I chm Tod .r verschuld.t hatte.. : re. , . 0Ux ; v ,,,,. m,,,. . ES 'derKaP.tSn. der Vater deSMSd., I W I . . K . R. -M-. M, m. M A V m U4CII9, IIIUUJ 4iU(C. O" UIVUI Hause nicht sagen, denn ich weiß nicht, ob sie es misten soll." -;:.&tt Vogt antwortete nicht. Alle Kräste zusammenraffend trat er an den Todten tm m wm ' mm ,w 111 , v ' r n- in n m r tm nck nn heran, der auf dem Rücken lag und die offenen, starren Augen auf ihn zu richten

schien. Er zuckte zusammen und erfaßte krampshaft JanS Hand, als ob er sich an ihm halten wollte. Es war ihr Bruder, trotz der starren Züge erkannte er ihn wieder. Wohl hatten die langen Jahre in dem Gesichte eine große Veränderung hervorgerufen, allein ein Zug war geblieben und er genügte, um jeden Zweifel sern zu holten. Dawar noch jene Narbe über dem rechten Auge, welche Frederik sich dadurch

. . l r zugezogen hatte, daß er als nabe beim 61 mi. s.imn Brüdn g.fall.n und mit der Stirn auf einem am Hause liegen den Anker aufgeschlagen war. Vor seinem Geiste stand deutlich das Bid des lustigen, frischen Knaben, so treu hatte sein Ge. dachtnib ihm dasselbe seit langen Jahren nicht zurückgerufen. Er ist es," flüsterte, er Jan zu. Der erwiederte kein Wort, denn auch er hatte den Brude eikannt. Hole einen Spaten und ein Segeltuch," besahl der Vogt dem Knechte. Wozu ein Segeltuch?- fragte Auste erstaunt. Thu, wie ich Dir gesagt habe!" rief Klaas Aaken kurz. ' Die drei Brüder waren allein. Wenn wir geahnt hätten, daß er es war sprach Klaas. ... Es ist nicht ungeschehen zu machen," entgegnete Jan. wurde hirf nieThnnim n,h,n wenn tfV)" "v. """" I e rnöslli m&ri." fukrKlaa fort. ..Mlaubtt Du. dak sick dies sa leickt veraesien läkt? ftnrre MeNt wirh ,,n lerfnsaen ' Wir Haben ihn einst von der Insel verttieden und haben kaum noch an ihn gedacht, weil wir ihn sür längst todt hielten, jetzt ist, er zurückgekehrt, und was wir einst ge than haben, rächt sich jetzt doppelt schwer entsetzlich!" Wir müssen es tragen," sprach Jan vor sich hinstarrend. , Aber wie wie !" rief Klaas. Er beugte sich nieder und schloß die Au en des Todten. Der Knecht kehrte mit einem Spaten und Segeltuch zurück. Der Todte wurde auf das Tuch gelegt und mit demselben umhüllt. So trugen, die . drei Männer ihn zu der nahen Düne, um ihn dort, ' ' r.

wo schon so Mancher in dem Sande sein oen ernen agen memes AUsenmaues emKra. aekunhen datte. ,u deerdiaen ' . :: -:: gezogen, dab Llttle Rock dazu Ntcht der ge.

ton fhtPito w'.kte hna sitmh raken. - Lf VIIIV 4 M V Der Vogt und Jan standen erschüttert da neben. - Ihm kann eS gleichgültig sein, ob er hier im Sande oder aus dem Festlande in der Erde liegt sprach Auste, während er grub. Einmal hätte er doch sterben müs sen, was thut eö, daS er einige Jahre frü her dahin gefahren ist. Er hätte freilich freilich noch leben können! Er blinzelte mit boöhastem Blicke zu dem Vogt auf, dieser bemerkte eS nicht und schien seine Worte nicht gehört zu haben, - .. - .So. nun ist das Grab fertig, sprach Auste endlich. ?i.s.r. tieker !' k,ekd, der Naat. Kr schien den Todten nicht tief genug betten zu können, damit er aus dem Grabe nicht . . r. .. . , mieoer empor'ieige, um qn anzunagen. Der Knecht gehorchte unwillig; er mur melte Worte vor sich hin, welche der Vogt nicht verstand, dann verzog sich sein Ge sicht grinsend. Er hatte seine eigenen Ge danken. - :,j Haha ! Er soll den Kasten nicht holen sprach er halblaut zu sich selbst. J Das Grab war fertig. Der Todte wurdein dem Segeltuche hart an den Rand der offenen Grube gelegt, damit er hinab fft.. M,.v. irÄ t:.r itrisv. k...M gelassen werd. So viel Umstände waren nte mtt einem Todten gemacht. Ha! Das können wir leichter haben!" rief der rohe Knecht und versuchte den Todten mit dem Fuße in das Grab hinabAustoben. Verruchter!" schrie Klaas Aaken auf und stieb den Knecht so heftig zur Seite, dab er in den Sand taumelte. Aergerlich raffte stch Auste wieder auf, der Zorn seines Herrn war ihm unbegreiflich. Fühlte er Gewiffensbiste, weil er den Kapitän hatte ertrinken lasten ? - Ha, das würde ihn weniger geschmerzt haben, als dab er absichtlich ertrinken mubte !" entgegnete er trotzig. Der Zorn deS Vogtes loderte auf, fein Auge funkelte unheimlich, die Worte des Knechtes trafen ihn wie ein Dolchstob in die Brust, nicht zum zweiten Male sollte sein Mund dieselben aussprechen. . Kaum wissend, was er that, ergr'ff er den Spaten, schwang ihn hoch empor und stürzte mit dem halb, heiseren Rufe: Du lügst Du lügst!", auf den Knecht zu, der durch sein steiseS Pein zu unbehilstich war,' um ihmuüszuwetch'en... 'Zur rechten Zeit .sprang Jan hinzu und htelt den Arm deS Bruders auf, ehe derselbe den vernichtenden Schlag ausführte, Rtchte kein Unheil an!" rief er. '. Kraftlos.ljeb der Vogt den Spaten. nie

derstnken'. , Der. Knecht suchte eiligst dem erzürnten, Mann zu entkommen und eilte dem Hause zu' ' . Jetzt' wird er , AlieS verrathen !" , rief Jan besorgt, . , , ' . Nein,"entgeg'nete der Vogt, er wird eS nicht thun,', weil ' er weib, dab ermann nicht einen Tag. lang mehr-leben würde. Und könnte er irgend etwas beweisen ? Ist er dabei gewesen ? . '. : ' .', Er hat eS vom Boote aus gesehen." . Aber nichts gehört" " ; . ' lSchluz folgt.) . . ;

Mein erster Tag im tvil-

den Westen. i Reiseskizze von Friedrich Ztnnennann. . Amerika .'Land der Energie, der Arbett, der fieberhaften Spekulation und des rastlosen Fleißes, freust du dich deines ra.i... t cvjl. f... . i mx ;uib ? O" Hiuuuc luuni ; yiuuj , , .1. 4C v - v Wo, nn j" fiium. via wui ju uucu .qcucu uunatiker gegeben für die vernünstigsten Ideen, auch Fanatiker der Arbeit aber ich bin keiner.-Jch habe die Arbeit stets sür ein grobes Uebel gehalten, für eine Qual, die man nur freiwillig aus stch nimmt, um der gröberen des Darbens, respektive Verhun gernS zu entgehen. Noch klimpern die blanken Golddollars in meiner Tasche, noch kann. ich mich in ungetrübtemGenusse deiner Schönheiten erfreuen, meine neue Heimath ! kann im sübenNichtsthun deine balsamischen Düste athmen, die Rosen und Magnolien in meine Fenster senden, Herr licheö Arkansas ! noch brauche ich mich nicht von den sengenden Strahlen deiner Sonne ausdörren zu lassen ! Warum soll ich nicht'genieben, so lange mir die Sonne lächelt und das rothe CaliforniaGold? Mit Nächstem geht e3 in den Urwald, da mich vielleicht einer deiner Söhne . . , v . , , l00l qcrniajes ano rncineregn suchtl-und die Freude hat ein Ende, Ergo-erfreue ich mich meines Dasein so lange ich vermag. Ich habe Rechtuoä erat demonstrandum I" Dieses Selbstgespräch hielt ich am Mit. tag eines schönen Maitages des Jahre? 187-, während ich in Little Rock, imBoar. dinghauö des Herrn Ehmann auf dem Sopha lag und den Rauch einer Havanna Cigarre wohlgefällig in die Luft blies. Meine beiden Freunde und Reisegefährten waren in der Stadt, um trotz der entsetzli chenMittagshitze mit deutscher Unverdrossenheit Einkäufe Mr unseren beabsichtigten ue tn oie urnrnioer u rnaenen, vor viuein die für em solches Unternehmen unentbehrltchen JUferbe ; zu erhandeln. Ich wufete ach den Erkundigungen, die :lch schon m n rt t r 1 '. eignete Ort war. Da aber meineFreunde hartnäckig daraus bestanden, schon von der Hauptstadt von Arkansas ' auS in die Backwoods" aufzubrechen, anstatt lieber noch ein Stückchen die Eisenbahn zu be nutzen, so lieb ich sie ihren eigenen Weg gehen und erwartete mit philosophischem Gleichmuth das Resultat ihrer Bemühun gen. Mein Jdeengang röar gerade zu dem vorher erwähnten, bekriedigenden Abschlub gelangt, als meme beiden Gefährten mit braunrothen, schweibüberströmten Gesich. tti'fi Vinmf Vn m f "'" '" .V" "". .Oswald,' rief der Aellere. indem er sich ttschSpst auf sein Bett warf, .es geht Alles dem besten Willen sind keine Wdk d MauWm für emen c.vilm Wre,8 aufutrelven : - Preis aufzutreiben ! Ganz unmöglich!" schrie der Andere, wir haben die ganze Stadt vergebens durchstreift. Gib mir eine Cigarre, Fritz, oder ich falle um! Dabei schleuderte er seinen Rock von sich, warf sich ächzend auf das zweite Bett und versuchte sich lirgend einen Glimmstengel anzubrennen.' . Alles umsonst! Alles! rein zum ver-' zweifeln !" stöhnte der Aeltere nochmals. und zum verzweifeln ! wiederholten Beide mit Emphase wie aus demselben ..... .V. Dann trat eine ErschöpsungZ. Paule ein Ich lieb meine Freunde erst ein wenig verschnaufen, ehe ich eö für zweckmäßig fand, auf diese leidenschaftlichenAusbrüche deS Unwillens etwas zu erwidern. Ich hatte eS ja vorher gewubt. aber meineAorschläge waren nicht acceptirt worden, jetzt kannte ich kein Erbarmen. Ich war Sieger ich hatte also Zeit, rWell," lächelte ich nach einigen Minuten mit der ganzen Ueberlegenheit eines groben Geistes.' Ihr wolltet mir nicht glauben, jetzt habt ihr euch selbst überzeugt, Wir werden nun also doch unseren ReisePlan etmaS ändern müsten." Jedenfalls ! Jedenfalls !" riefen Beide, und ich fuhr jort : " Hört meinen Vorschlag, Krieger! Soviel man mir gesagt, sind in Texas Pferde sehr billig. ..Außerdem beginnt ja auch der eigentliche Jagdgrund für edle Trapper erst in Texas, am RedRiver, an derGrenze des Jndianergebietes, .wo' wir Hoffnung haben,' nicht nur den Spuren des Hirsches und' Büffels, sondern auch den Fährten röthh'äutiger Feinde folgen zu können. Lobt unS also mit der,Bahn b'iS zur texanischen Grenze fahren, uns dort equtpiren und dann längs des RedRiver indieWildniste.eindringen ! Ich habe gesvrochen !" Und uns von dem rothen Gesindes den HalS abschneiden lassen!" '.rief der Aeltere ärgerlich. .' .. ' . Pah tapferer Krieger! Jäger ,der Wildnib ! Fürchtest Du das Kriegsbeilder PawneeS und Sioux?" rief ich verächtlich. Ermannt . Euch und. folgt mir auf den KriegSpfad -7 ich will Euer Häuptling , tu " ' em !" . ,.. ., . Ich mache mit !" sagte der jüngere mei ner Freunde, obgleich ich mir einen ände ren Häuptling gewünscht hätte !. ."' ' ' Scherz bei Seite nehmt Ihr meinen

Vorschlag an?" 1 :

Einverstanden !" riefen Beide und der Kriegsrath war geschlossen. . Ich bin hier dem Leser noch eine kleine Ausklärung schuldig über die Persönlichkeiten meiner Gefährten. ES waren zwei deutsche Förster, Vater und Sohn, mit denen mich schon langjährige Bekanntschaft verknüpfte. Wir hatten die Seereise gemeinschaftlich gemacht, waren bisher zusammengeblieben und hatten uns dasWort gegeben, uns nicht zu trennen, sondern ver eint den Gefahren der Wildnib zu trotzen. Täglich sielen kleine Scharmützel zwischen uns vor über die Art und Weise, Richtung ?c. unserer nächsten Operationen, wie es unter drei freien Waldleuten mit Berechti gung zu absoluter Selbstbestimmung gar nicht anders sein kann. Schließlich aber versöhnten wir uns doch immer wieder. Meine beidenFreunde waren der englischen Sprache nicht mächtig, so dab ich nicht nur Häuptling und Krieger, sondern auch noch Dolmetscher war, was bei unseren Berathungen mein Stimmengewicht bedeutend vermehrte. Doch genug über unser unbe deutendes Kleeblatt, welches ich leider im Laufe meiner Reisebeschreibung noch zu oft

erwähnen mub. Am Morgen nach den letzterzählten Ereignisien standen wir ausgerüstet, wie es Jägern geziemt, die Wolldecke auf den Rücken geschnallt, die Tasche mit Schieb bedarf umgehängt, die -Büchsen auf der Schulter, auf dem Bahnhof von Little Rock, nicht wenig angestarrt von den Amerikauern, die nicht begreifen konnten wie Leute, die doch augenscheinlich im Stande waren, ein Geschäft in der Stadt zu treiben, aus reinem Vergnügen in den Wald laufen wollte; DaS Nothwendigste an Kleidung und Wäsche führten wir in einer kleinen Kifle.mit uns. Herangerasselt kam der Zug aus den Wäldern des Nordens, über die ArkansaS'Brücke. Wir stiegen ein die Locomotive zog an. sAde,'fchö nes Little Rock west is the star!" und hinunter gings, nach Süden, der texani schen Grenze, den ersehnten Jagdgründen 1 zu Gegen Mittag langten wir in Texarkana, einem Städtchen mitten im Urwald, genau auf der Grenzscheide zwischen Arkansas und Texas gelegen, an, wo wir ausstiegen. Terarkana ist ein kleines QertSen. nack amerikanischen Begriffen ein? Stadt, die, im Fluge entstanden, einst eine vielversprechende Zukunft zu haben schien, aber eben so schnell, wie ste emporgeschossen war, wieder zur Unbedeutenheit Herabgefunken war. Als noch die Bahn, die von St. Louis ausgehend, die Staaten Missouri und Arkansas durchschneidet, inTexarkana endigte, der Auswanderer also darauf anewiesen war, daselbst einive Tage zu verweilen. Wrovisionen. Waaen und Wkerde .einzukaufen, ehe er weiter vordringen konnte, da wuchsen täglich neue Häuser, Kaufläden und Schanklokale aus dem Boden. Reges Leben und Treiben herrschte in den Gasten, und Herumlungerer aller Art. Taschendiebe und Spieler,, die es sich zur Ausgabe gemacht, den armen Auswandere? von dem Ueberrest aller Luxus- '

gegenstänoe, dte man ja tm.urwatd vocy ,v" xruuiuncn ociranicht verwenden kann, zu befreien, fanden sende Summe einen Check. , weigerte stch, ein reiches Feld für ihre Thätigkeit. Seit doch-, einen Theil der rückständigen Projedoch der Bahnstrang weiter geführt wor- sablen. Daraufhin begab stch Garu: r.v. uv. u.Atl v.M rison mit dem l5bkck in ha llomntolk

Vlll VIV )UUl UUlll VUll ,tU9, iuui uci Ort zur obscuren Station, ohne jede Be. deutung, herabgesunken. Der gröbte Theil der Einwohner und Geschäftsleute brach seine Sauser ab. oder mubvte" wie der deutsch.amerikanische Ausdruck lautet, nach einem aünttiaeren Vlake. Die weniaen Zurückgebliebenen fristen ihr Leben so gut es gehen will. Der Boden ist sandig, zum AM v..ont.:u auciuuu uiui yui uccigiici, uu uciicuc wird die Stadt von einem aroben Sumvfe begrenztes dab also für den ehrlichen Farmer dork nichts zu holen ist. So leben denn die Einwohner von den Paar -Frem den, die daö tückische Schicksal dorthin verschlägt, vom Sviel. von-der Himmel weib was-nur nicht von derArbeit. Schon in Little Rock hatte man mich vor diesem gesegneten Städtchen gewarnt. Man rietb uns, die Augen offen, den Geldbeutel fest und den Revolver . stetö fertig zu halten, welchen Rath ich äuberst beherzigenswerth zu stnden während der wenigen Stunden meines Aufenthaltes reichliche Gelegenheit hatte. Wir stiegen aus den erstickend heiben Bahnwägen, lieben unsere Kiste, mit Hab seligkeiten yorläusig noch auf demBahnhof stehen und wendeten unS nach der Stadt, die jetzt noch aus drei Reihen Häuser be steht, deren erste in einer Entfernung von .i.!t..uV.-l ff X'l'ii '. '.''i'i'.' rvr'

ttwazweihunder mit d:mEisen. Familien-Verhältnissen der biblischbahnstrana. paraläuft. DaSStädt- chenhasten Stanimütter Eva, welche it

stnrii,m ,n lkyis ,von auen u.brlgen .Arwaldsstädsen,, ausgenommen ' ?y slffl' sichüber?, all bemerkbar machte Jedermann steht 5""' Sprunge, , bel der nächsten sich darbietenden Gelegenheit, ebenfalls . zu ' 1 ''"" ' .'t1 .j ' tniinhiH m mX .m CV T . V.ff.u .1 ' i

.Mtjvfcti, ...hiiu in ijui u(jcit gut nuiur jvkx rellyk 2lvies tüiucuiyu lich Niemand. Lust, noch das Geringste zur die Eigenschaften seiner Töchter immer Verschönerung des gegenwartigenÄufent- gerne bei allen Gelegenheiten anzupreisen, haltSorteS zu thun. . In den Straben ste- hoffend, die Waare vielleicht dadurch an. hetz noch die Baumstümpfe,' für die der den Mann , zu bringen. Eines Tageö erAmerikaner überhaupt, eine Vorliebe zu scheint' dtt Baron von Krippensetzer. haben scheint, daer sich 'stets ängstlich hü- MoseS 'stellt'seine.Aelteste vor: . V tet ste zu vernichten ; von Pflasterung, ja . Herr Baron, -sehen Sie meine Rosalie? nicht einmal von einem Hölztrottoir findet Gott waS,vor 'ein Mäochen ! Sie spielt sich auch nur die geringste Spur dagegen Klavier, sie. singt, sie. lest . Klassiker, Sie tritt dex'ahnungSsose'Frembä sollten sie 'mal' sehen schwimmen auf dem.

I blicke in e

mitten in der Strabe liegt. DieLeute haben nämlich die äuberst praktische Angewohnheit, den Kehricht auf die Strabe zu werfen und ihn dort, um der Fäulnib vorzubeugen, anzuzünden. Solch ein Haufen glühender Asche ist nun aber, da er keine Rauchwolken ausstöbt, sondern lang sam glimmt, bei dem grellen Sonnenlicht . total unsichtbar und von dem grauen Sandboden nicht zu unterscheiden. Nur ' der Eingeweihte ist demnach im Stande, -seine Stieseln zv retten, der Fremde dagegen hat die seinigen, zum Besten der dortigen Schuhhändler, unfehlbar versengt, ehe er so glücklich ist, ein Wirthshaus zu.' erreichen, Dieser ökonomische Grund, nicht etwa ein sanitärer, wird meiner Meinung nach auch bei Einführung dieser vor züglichen Sitte bestimmend gewesen sein, da ich ans Erfahrung die Nichtachtung' kenne, mit welcher der Amerikaner desWestens seine Gesundheit behandelt. (Fortsetznng folgt.)

Die Heirath eines greisen Millionärs. - : ' . ?';',:'.,? Einer der bedeukendsten Spekulanten der Wall Strabe, Aktionär und Direktor der gröbten Betriebsgesellschaften des Landes, Commodore Garrifon, hat sich im 73. fiebensjahre mit dem 25 Jahre alten Fräulein Lelitia Willet Randell auS St. Loute r vermahlte Ver greise Bräutigam, welcher. zwei erwachsene, verheirathete Kinder besitzt, hat die'Braut seit deren Kindheit gekannt. Die Verlobung fand in'der ver flossenen Saison in Saratoga statt. Der Vater der Braut soll ein wohlhabender Industrieller sein. Die Trauung hatte in aller Stille in den Zimmern der Eltern der' Braut im Windsor Hotel durch den Pastor Booth statt, worauf sich das Brautpaar in das palastartige Wohnhaus des Commodore, Ecke der. Park Ave. und 36. Strahl begab. Eine Hochzeitsreise hatte nicht statt. Der greise Bräutigam schenkte seiner jun gen Frau, einer hübschen, üppigen Blon- . jne' $300.000. Der Greis war in den - 51 0 .C nt n. l Z l 2 . 0 nm 's r rr . . sjitiaiHciouvit"'" eniesliinmopl Dampfers, besten Supercargo W.E. Ralston war, welcher bis zu seinem vor eini gen Jahren durch Selbstmord 'erfolgten Tode und dem Zusammenbruch der Bank von Ealifornien als Präsident 1 derselben fungirte und für einen der reichsten,' gewistenlosesten und kühnsten Spekulanten der Pactficküste galt. Als die Nachonn Dtm nrerott ver Bank und ' " nm' etniras, telegravytrte esem Commodore Garrison: Wenn Sie 000 gebrauchen,' ziehenSie auf mich Doch ehe die Depesche ankam hatte Ral-, ij0n lemem Men m der Brandung vor bcm Sea Cltff Hause, einem sashionablen Badehotel, ei Ende gemacht. Bei dem Ausbruch des . Goldficbers im Jahr 1849 ; begab stch Garrison nach Californien, erwaxü 00x1 is Spekulant em Vermögen "nb wurde Mayor von San Francisco, Später kehite er nach hier zurück und gründete rm Verein mit Comodore Vanderbtlt diePacific Post-DampsschifffahrtS-gettUschatt. SchllchNch kaufte Letzterer Garrison's Antheil und sandte diesem e-. c.i- s.. - v ' . " ' , Vanderbilts. das sich. damals in No. 3 Bowling Green befand. Garrison schlob VI CV C .1 v . . f m ?. . r ' ülc urc von anocroius Pilvaioureau NtNttt stch üb Und als er Wieder ZUM Vor- - schein kam, hatte er einen Check für die beMpruchte tzsumme m der Hand. WaS Zwischen den beiden Spekulanten vorgeangen war. hat kemer je verrathen, nur soviel war 211 ertbren hnfc in hem fJnM i " - ' et Stühle . und Tische umgeworfen wurden, als ob ein heftiger Kamps stattgefünave. Als Mitglieder der Jomie8o ree den Bräutigam, über seine bevor-' stehende Hochzeit aufzogen, erwiderte er: -r kennt doch dte Sage von dem zum Tode Verurtheilten, der auf dem Schaffst 51lX1,iXX)sur em Glas Waffer und fünf Mmuten Frtst bot. Ich btn der Anstcht, dab dieser Mann ein sehr vernünftiger en,cy war. ' " ' ln athsel. In emem Zimmer er halbverfallenen Burg TauferS ent I Xt ml c .. n 1 " n c o r l deckte ein Tourist jüngst folgende Jnichrift : Ein Jungfrau mt aing TageS alt was, die nam ein Man sirwart er da sie wart ainS Jahr alt - ' do gewanS ain KindtVon Manet Gekalt sh starb er sie wart gsporen rat recht öderDu hast derlorkn " ' Die Lösung des Räthsels liegt in'den märindem zarten Alter von einem Tage den Gatten und nach' kaum einem Jahre den .ersten Sohn bekam, ste starb dannhe sie gebön. weil 'ste überhaupt nicht geboren, sott-; dern erschaffen war. ' ' ' ''? : -; -5" - nm r . r n . it.f t.Cf 1.