Indiana Tribüne, Volume 1, Number 11, Indianapolis, Marion County, 26 October 1878 — Page 1
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Indiana Tribüne. (Ein Wochenblatt.) Office: PRESS BUILDING, Ecke Circle, u. Merid. Str. (Bimmer 9, 2. Etage.) Monnentents-Preise : In Borausbezahlung pro Jahr .............. 2.00 Durch den Träger ins Ha"s geliefert per Monat ......... 20 Cts. Ind. Tribune A Weekly Publication Office : PRESS BUILD'G, Cor. Circle & Merid., Room 9, 3d Floor. Rates of Subscript: Per Ann in Advance $2.00. Delivered by Carrler, per Month . . 20 Cts Jahrgang 1—No.11. Louis P. Hild, Herausgeber. Office: Ecke Circle u. Meridian=Straze. Indianapolis, Indiana. Samstag, den 26. Oktober 1878.
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, 5 , Der national'liberale,(Lrlkönig.5 Die Berliner Wespen-b.inaen folgende itzlge Paro -.-.-. die des Erlkönig": - Wer kommt da verspätet zur Session ? E ' ist der Kanzler mit seinem Sshn, Er tritt, seinen Wilhelm unter dem Arm, Hinein in der Volksvertreter Schwärm. ' ' . ' ... Mein Sohn, was wend'st du nach links dein Gesicht? Slehst, Vater, du den Dennigsen nicht? Er will mich pressen für seine Partei. Mein Sohn, das geht nicht, es bleibt dabei. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Benmgsen mir leise verspricht? Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; Du weiht nicht, was da für Herren sind. , Willst, feiner Knabe, du mit un ge'hn? Unsere Blätter werden eS loben 'schön', ' Wir sind die Freunde deiaeS Papa, -Der das nur vorubergehtad dergaß , - v Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Auch Forckenbeck, LaSker, Breun und Laporte? Mein Sohn, mein Sohn, das kenn' ich genau, Grftredeu sie BiSmarck'sch, dann machen sie flau.,3ch lieb' dich, du hast deioeS Vater Gestalt, Ich schiebe dich in dieFraNiottmit Gewalt. Mein Vater, mein Sträuben ist ein Scandal! Was thut e? Ich werd' national'liberal! ' . . " Dem'Vater graüset's da schiebt er geschwind Zur äußersten Rechten da ächzende Kind, Erreichet dea Zweck, nun ist seiu Sohn Mitglied der konservativen Fraktion. . Friedrich Heck er über die Finanzfrage. In seinem Artikel ,Hartgeld-Wahrheiten und'PapttVgelJ lichen Post". sagt Friedrich Hecker unter an . T ' derem:v .r y- Es ist rein unfaßbar, wie man es wagen mag, der Bevölkerung . dieses unseres'Landes, in welchem es keine privilegirten Drohnen und Müssiggänger, Hof-, Rang- und Staats-Sinecuristen und StaatStagediebe gibt, sondern alle hier durch Arbeit, in de ren mannigfachen Gestaltungen sie sich fortbringen müssen, Doctrinen . aus Schlaraf-fen-Land aufschwätzen zu wollen. .. . Beim Sinken, bei der Entwerthung von Papiergeld hat immer nur die ärmereKlasse, die Von Hand zu Mund lebende, am bittersten gelitten und die Zeche zahlen müssen. Die Spekulanten, Agioteure, Fondsspieler, Lieferanten Schwindler,' Goldhändler und vorsichtiger Reicheren,-sie waren in der Lage, aus dem hereinbrechenden Elend Prosite zu ziehen, sich die Papierwische möglichst vom Halse zu schaffen, oder gedeckt zu sein für. 'etwaige Verluste durch Geivinn, den man aus der allgemeinen Misere realisirt hatte, gedeckt zu sein für all das, was an entwerthetem oder werthlosem ' Papier an ihren Fingern hängen blieb. Sie bargen Vermögen und gemachten Gewinn an sicheren Orten , im ' Auslande. So gingen nicht blos zu den Law'schen AssignatenSchwindelzelten,, sondern, bei allen Rationen, wmn oas Papiergeld där das aÄgemeine Mißtrauen sank unb sank, Millionen auf Millionen in's Auölandwürden dorten in Schlössern, . Villen, Gütern, Häusern, Depositen,! Hypotheken, Darlehen w. angelegt und damit die Not" daheim und das Sinken des Papieres', erst recht vermehrt. ' Wir könnten eine große Reihe von Thatsachen anführen,' um zu zeigen, wie schlaue Leute, auch ohne ihr Vermögen vollständig' m's-Ausland zu flüchten.durch ge .es wandte, oft unsaubere Manipulationen auch ;m Inlands sich colossal verelcherten. Große Vermögen und -liegende ÄÄer und Grundbesitz wurden auf dem linken Rheinufer damit gewonnen, daß man im Einverständniß mit den Eommissären'der französischen republikanischen Regierung und unter Betheiligung derselben an. diesen Hä deln, die von dem Staate consiscirten Gü- . . . . vi. ter und Besitzungen, d:e für Staatsrech nung .verkauft .wurden, mittelst deWaPie?geldes, was ja Regierungsgeld mitZwanqs cpurS .war,7 um ein Spottgeld' an sich .. .-!-..) ; ;; :r; V.;0-.,:: brachte.. . , n ,,..t Zu der Zeit, da man für 25 Franken 20,000 Franken Geld in Assignaten ein. handelt konnte, war es keine Hexerei, großer Gutsbesitzer zu werden, wenn man bel dem Jeriaufe'auS der Hand oder der Versteigsrung der consiscirten Liegenschaf
ten und .Güter !n Mainz Eöln,' Metz u. f. j w. ein Bieter' oder' .Käufer war. und den! fr- rr'.'. '. t. .m '.!''' ' 7. . ? . 1.1' jC i
Kommissar oer Legierung wie georallqttcy, schmierte. Wir könnten Namen und Güter und bis 'heute -noch .'fortvererbtes Grund-vermögen-namhaft machen, das auf diese Weise erworben und' gegründet wurden während gleichzeitig .Hlunderttausende Hünger und Elend zutragen hatten. - Y ". ' V. t ß . t . , i ' , . Zu glauben,..daß schlaue Demagogen u. weite Gewissen. vom .Schlage unserer Butler u. Cö. hier, in diesem Lande, folch'oder ähnliche Conjunctüren nicht beyützen, sondern mit den' ärmeren Classen oder dem nicht, schlauen leidenden Volke, als MitMär'threr Roth . leiden 'und darbm woll ten? ' ; : .: . . Heute, bei den schnelleren und, verzweig teren Verkehrsverhältmffen, würde es hundertmal leichter sein, als in früheren Zeiten, große Vermögen vor der hiesigen -grü? nen Flüth an' sichere Stellen im Auslande! zu bringen. Es würde dann das' Verders ben um. so schneller über uns hereinbrechen. Denn einmal würde unser ganzer Imports Handel, der 1877480 Millionen, 1873 aber l!63j Millionen betrug, nichts anders als einen riesigen 'Abzugskanal unseres Goldes und unter' Umständen auch unseres Silbers (sofern seine heutige Entwerthung auf 51 Pence einem Steigen Platz machte) vorstellen weil, '. unsere Fiat Wische schon an der Grenze werthlos' wären, um Anderen aber das Flüchten von Vermögen in's Ausland einen zweiten gewastigenAbzugscanal abgäbe. - :-.-r CtwaS über Mädchen. (Au .Die deutsche Wärje.") ' - ' Vor einigen Tagen brachten die täglichen Zeitungen unter den langen Listen von Verbrechen die folgende Notiz : Im West Äüe Polizeigericht wurde Th. I. (Namen thun hier nichts zur Sache), ein zwanzigjähriger Mensch, angeklagt, cinen Nothzuchtsversuch gemacht zu haben, an L. G., einem 15jährigen' hübschen deutschen Mädchen DieseS sagte aus es habe vor der Thüre ihrer? Eltern gestanden ; ein junger Mensch, der Angeklagte sei vorbeigekommen und habe sie eingeladen, mit ,hm spuzieren zu gehend Sie sei mit ihm gegangen, weil alle Mäd chen so thäten und sie nicht dachte, daß 'es Unrecht sei. Nachher habe er versucht, ihr Gewalt anzuthun, woran ihn blos das Herbeieilen eines Polizisten verhindert habe." Soweit das Mädchen. Die meisten Bewohner einer Großstadt sind gewohnt, d'e spaltenlangen Polizeiberichte des Morgens zum Frühstück zu lesen, ohne im Geringsten daran zu denken, welche Abgründe von, Entsittlichung und Verbrechen da sich vor uns aufthun. Und doch gibt es so Manches, was man da hört und liest, zu denken! Dieses Mädchen ging also auf Einladen mit dem Menschen, deu sie kaum kannte-; weil, wie sie aussagte, alle Mädchen so thun. Offenbart uns das nicht aufs Neue die Mängel der Erziehung, welche die weibliche Jugend erhält ? Sie geht mit, weil alle ihr bekannten Mädchen so thun) weil es eben so Mode ist, daß jedes Mädchen sich Abends ausführen läßt, weil sie doch nlcht.nachstehen will 'hinter ihren Kameradinnen di$ überhaupt von nichts Anderem mehr reden, als von ihren Liebhabern. Nach dem Wunsche der Eleern wird nichts mehr gefragt, das gehört zum Altväterischen ; die Alten, wie sie verächtlich genannt werden werden am': Abend, wenn diese .Henchen welche sich meist selbst nicht ernähren ' fön nen, geschweige denn eine, Frau, zum Be suche . kommen einfach 'aus dem -.Parlor fortgeschickt, wenn sie nicht gutwillig ,von selbst gehen; sie haben nichts. darein zu re den, mit wem ihr Kind geht, was für Ums gäng sie pflegt. ' Und trifft das Töchterlein die Eltern auf der Straße, während sie mit ihrem Galan Arm in Arm umherparadirt, da gxujjt sie bei Leibe, nichts sie schämt sich vielmehr' der alten Ehrbaren Leute un stop zirt .frech vorbei. Und , die , Folgen .dieses unkiMichen,?-. schändlichen Gebaftrensz Nun, die ; gibt dir, lieber Lesender obige Polizeibericht ; ja, beinahe jeden Tag kannst du rn den Berichten lesen, wie dies und jeö nes Mädchen zu Falle käm) mißbraucht unb entehrt wurdet . ':v:r:::ii 7f?- ; ; Man' hört so oft Schreie des En'MenS über solche Schandthaten), wie' die eben berichtete)! 6. oft Eltern jqmernwHen Gefahren ihre Töchter ausgeetzse?en)wie schlecht so . viele junge7Männer"seien. und dergleichen mehr, ' aber man vergißt, daß ii Schuld eben an' der ganzen 'Erziehung ) liegt, daß die Gefahr genährt und geschürt
wird, eben dadurch, daß man halberwachsene Buben und Mädcheu allein miteinander Abende verplaudern oder bei der Dunkelheit ausgehen läßt. Die Eltern vergessen ferner, daß sie meist ,Schuld haben, an der Eitelkeit ihrer Töchter, die sie schon in ihren ersten Jahren' putzen und gerne am Arme junger Buben sehen ; lachend kann man da hören aus dem Munde eitler Mütter, meine Jda hat schon einen Beau!" Und da verwundert man sich dann später, öaß diese Jda nur an Putz und ihre Anbeter denkt. Hier, ihr deutschen Eltern, könnt ihr einen Anfang der Reform machen! Wie war noch die echte alte deutsche Sitte ? Besinnt euch doch, wie ihr einander gefunden habt! Das echte deutsche Mädchen ist zurückhalten, spröde, empfängt nicht gerne einen Besuch junger Männer, auch wenn der Erkorene darunter ist, ohne Beisein der Eltern, frägt ihre treuen Eltern um Rath, die ja ein schärferes Auge in Bezug auf Charakter des Mannes haben und mehr an die Zukunft und die ernste Seite des Lebens denken, läßt den jungen Mann an sich herankommen, läßt um sich werben, wie um einen Kampfpreis und wirft sich nicht, wie in unserem Lande, dem Ersten Besten in die Arme, blos um verheirathet und versorgt zu sein. Wie schön besingen dieses Werben und Kämpfen um ein edles Weib unsere deutschen Dichter ! Les't nur einmal Goethe's Hermann und Dorothea ; sieh, da ist alter deutscher Sitte ein Lied im höheren Chor gesungen ! Und ihr Väter, war es nicht herzerhebend, war es nicht die Manneskra t und Energie, anspornend, .wenn ihr, vielleicht oft länge, um das Weib, die Jungfrau ringen mußtet, war es nicht köstlich und herrlich, wenn ihr schließlich den Preis, ' die Krone erlangtet ? Soll diese schöne, echt sittliche Sitte, um mich ss auszudrücken, hier in diesem Lande unter unS Deutschen verloren gehen, blos weil es nicht speciell amerikanische Sitte ist ? Soll ' die entschieden .entsittlichende Mode der freien Selbstbestimmung von Seiten der Jugend in der ernsten Sache der Ehe ihre Herrschaft immer mehr auch über die deutsche Jugend gewinnen ? Soll mit einem Worte unsere Jugend immer mehr sich emancipiren von dem wohlhältigen, gesegneten Einflüsse der Eltern und, losgelöst von dieser segensreichen Autorität, schließlich zu Grunde-gehen? Ihr sagt: Nein! Wohlan, dann bringt die deutsche Seite wieder zu Ehren und huldigt nicht amerikanischer Unsitte, erzieht Eure Töchter so, daß sie euch Liebe, Achtung entgegenbringen, auch wenn sie längst über das Kindesalter hinaus sind, und Fälle, wie der Eingangs berichtete, werden mehr und mehr zu den Seltenheiten gehören! ' - : . : i . . Der AuSbruch des Ves v. Ein Correspondent des Fanfulla, der mit dem Vice-Director des Observatoriums in Neapel den Vesuv bestiegen, schildert die
neue Eruption in folgender Weise : Der umfangreiche Krater von -1372 ist ein Feuersee ;von diesem rechts hat. sich, ein neuer Kegel gebildet ; aus zwei Mündungen auf seinem Scheitel steigen, oder besser gesagt, werden mit mächtiger Gewalt und unter fürchterlichem Bmllgetöse, kugelige Dämpfe in Säulen geschleudert,' die sich gleich Riesenschlangen tvinden. und verschlingen, im Wirbel verkürzen und ausdehnen und ttlnn durch dieSchlünde und Abgründe zerstreuen; in diesen . Dämpfen leuchten wie Feuerzungen glühende Lavastücke auf, die hoch oben zerplatzen und , in tausend Theilchen niedersinken. An der Basis des Kegels ergießt sich aus mächtigen Spalten das Feuer, die Lava, d:e sich lang sam fortwälzt und bald unter den Schlacken früherer Lava' Verbirat, um sich dann wieder in zahllosen Leuchtpunkten dieses Feuersees zu zeigen. Zur Linken des Kegels klafft eine zweite Oeffnung als ein in derBildung begriffenes Eruptions-Centrum. ' Der alte Krater- ist fast ganz voll) und die Laven werden dort durch das sogenannte Fenster äuSbrechen, um sich in das. Land zu ergießen." Ein anderer Bericht sagt : Die Lava ergießt sich aus einer Spalte, des 'Kraters von 1872,; genannt Finestra. Sie nimmt die Richtung nach der Oertlichkeit, welche Atriodel Cavallo genanntjwird. Das Feuer ist nicht überall .in Neapel sichtbar. weil ein Bergvorsprung die Aussicht ver sperrt. Vom Observatorium selbst ist der Anblick majestätisch' -Professor Palmieri laßt um das Observatorium und Haus der
. ' t . Carabinieri einen Damm aufwerfen, um den ersten Stoß auszuhalten und' die Flucht rechtzeitig zu ermöglichen. Das cuer hat den Kraterkegel bereits ganz geöffnet, so daß jeden Augenblick, der Einsturz und die Bildung eines neuen Abgrundes erwartet wird.'- Zur Linken des Kegels entwickelt sich an einer neuen Oeffnung eine gewaltige Thätigkeit. Ein 'neuer Kegel ist in der Bildung begriffen. Ein zweitägiger LavaAusbruch genügte, um den Krater von 1872 vollständig zu füllend. Es ist durchaus unmöglich geworden, in den Krater' hmabzu-
teigen. ' Der Aufenthalt am Rand des alen Kegels ist unerträglich.' . s. Edisonö elektrisches Licht und unsere .Gc.Sgeftllschaften. Vorige' Woche ist die neue Edison Electric Light Company" in der Stadt New Aork incorporirt worden. Das Grund-Capital der neugegründeten Gesellschaft beträgt .5300,000. Jbr Plan ist, jedes Haus in Gotham mit elektrischem Licht zu versorgen und damit den ganzen alten Gasbeleuchtungsapparat ) vollkommen überflüssig zu machen. Um diesen Plan durchzuführen will Professor Edison, drei Dampfmaschinen, jede von fünfzig Pferdekraft zwischen der Battery und dem Harlem River aufstellen. Von diesen drei Elektrizität erzeugenden Maschinen aus sollen zahlreiche .Unterstationen gespeist werden,' und jede dieser Unterstationen soll.zehn bis fünfzehn Häusergevierte mit dem neuen Lichte zu 'versorgen im Stande sein. . , l Ein Hauptvorzug der Edison'schen Erfinbung ist die außerordentliche Billigkeit. Wie der Professor dieser Tage einem Berichterstatter des New . York Star versicherte, wird ein Quantum. Elektrizität, das etwa 1000 Kubikfuß Gas entspricht, nicht theurer als auf 75 Cents bis 91.00 zu stehen .kommen. "" 1 1 ;, ,1 Die Hauptschwierigkeit, welche bekannt lich in der Theilung und Mäßigung des elektrischen Lichtes besteht, glaubt Edinson bereits ganz überwunden zu haben. Nur einen Zweckmäßigen ' und . zugleich V lW ,'VV wohlfeilen Elektro-Meter hat - er noch nicht erfunden. An der Spitze eines Platinadrahtes erzeugt der geniale Mann ein ganz kleines Flämmchen, welches wie em Diamant leuchtet. Er regulirt alsdann den elektrischen Strom in solcher Weise, daß weder der Platinadraht zerschmilzt, noch das Auge durch den Glanz des Lichtes beleuchtet wird. Man braucht.keine Kohlenspitzen aufzustecken, wie bei. den' Jablakossschen Kerzen und den übrigen elektrischen Leuchtapparaten, man braucht kein Uhrwerk aufzuziehen, keinen Hahn auf oder abzudrehen, kein Schwefelholz anzuzünden.- -Dazu wird ein Verfahren angewandt, durch welches das elektrische Licht in sehr sparsamer Weise verbraucht wird. Und doch sollen die Gaseinrichtungen der Häuser beibehalten werden können. . Selbst' die " Gasleitungsröhren unter dem Niveau der Straßen hält Edison zu Gunsten seiner neuen Einrichtung für ver wendbar. Denn wenn .auch' die Drähte, welche seine Maschinen mit den Leuchtapparaten in den einzelnen Häusern verbinden, nicht ohne Weiteres durch die Erde gelegt werden können, so meint er doch, es werde thunlich sein, ,sie in die unterirdischen Gasröhren einzuschließen. ' ' Und die Gasgesellschaften ? . Letzten Donnerstag, am Tage der Jncorporation der Edison Electric Light Company," waren ihre Präsidenten in Hoboken zusammen, um über die ihnen drohende Gefahr zu berathen. Nachdem ihnm .Prozessor Morton d:e Sachlage auseinandergeseibt, gingen sie scheinbar befriedigt nach Hause.'. Die Gefahr für ihre Aktien, so meinen sie, sei Nicht so nahe,' wie man anfangs befürchtet habe. Und doch berichten die neuesten New Forker Posten daß die Antheilscheme von drei der hier in Betracht kommenden Gesellschaften bereits um 20 Prozent gefallen find.'. : : ' r .r r: iu.. p : In St. Louis sind bereits Versuche, mit dem neuen elektrischen Licht angestellt worden Die Amerika"., berichtet hierüber : .Wir haben das elektrische. Licht neuerdings hier bei Tony Faust .bis zu einem gewissen Grade . ),vertheilt". gesehen, und haben mit Sorgfalt erwogen)' was Edison über seine jüngsten Verbesserungen an die Oeffentlichkeit hat 'treten lassen. ' Auf Grund desselben glauben wir,' daß unsere Gasgesellschaften von sehr-1 ernsten Gefahren bedroht werden. ; - - r : . ; : v Das Publikum im Allgemeinen freilich wird damit wahrscheinlich in hchem Grade zuftieden sein. Denn es ist ' in der That lange genug eine Beute, des G2monöpols gewesen." ' ' 1 ,v ' V : .
Sicherheit gegen Tramps" u. Cinbrcchcr.
Yeagrey's F!urglar FroofKcnsterSchloß. Dieses Schlok übertrifft ll' anderen in R,, "f Stärke, Sicherheit und pra tische Anwendung, und ist billia und d auerba it. Dasselbc irh nt, eU den Rahmen befestigt, und kann doch nicht gerückt wer ven, ro'nn va ffenil.-r zur eniu.wa auch theilmetse geöffnet ist. Ma?, besichtige ti aus der Staats.Fair. Zu verkaufen in irgend einer Quan'.itat. Territ? rial'VerkaufSrechte zu verkaufen undAaenten verlangt. tan aoril.ri snyrer, No 70 On Markelftraße, 28serlrnt . Jndi,narolis, Ind. A. W. Pß ÄTHER, Reckts-Anwalt. Hffice: Yo. 72, Kast-Market-Str. II all, Ind. Agenten verlangt. um den Vertrieb don Odo F?llow ChartS" zu besorgen. Nachzufragen bei - H. Lieber Co., 82 Ost Washington Str.' JOHN P. WOOD, Großhändler in allen Sorten von ßinpack-'RapierenVapter.Sälken. 21 & 23 West Georgia-Ltr. Indianapolis. JOHN LE8ER, Eigenthumer der Europäischen Färberei, $t. 46 Firgini Avenue, AdlapoN. Etave'platz zum Reinigen, Färben und für Rexaratur von Kleidern. ESüs Herren. Kleider nach Auftrag zuges-bnitie u. angefertigt. Asevtimt Verlangt! Agenten um religiös' und hiftorische Werke zu ver kaufen. Adresse S. L. Morrow & Co. In dianapoli 8, I d. Nachricht an Steuerzahler Ich bin jest bereit, die Nooember.Hälfte der laufenden Steuer für daö Jahr 1877 entgegen zu nehmen. Der letzte Tag derZahluug istMontag, den 4. November.' Um sich davor zu Huten: alt rückständig r-gistrirt'zu werden,' sollten 'die Steuerzahler von der gebotenen Gelegenheit, schon jetzt zahlen zu können, um den Andrang und die unvermeidlichen Verzögerung während der letzten fünf Tage zu verm iden, Gebrauch machen. Wenn Jeder bis zuletzt wartet, so müssen Diele noth wendigerweife alö rückstandig vzeichnet werden. Um Trubel zu vermeiden, werde ich nur beglaubigte Checks von heute an für Zahluug der Steuern annehmen und während der letzten fünf Tage keinen Vorzug gestatlen Bedeutende Steuerzahler sollten ihre Listen bereit halten und n'cht damit warten, bis die Office überfüllt ist, widrigenfalls sie in der Reihe bleiben müssen. Deshalb zahle man jetzt und vermeide Unan nehmlichkciten. Die Office ist v,?n Morgens 8 Uhr bis 6 Uhr LbendS geöffnet. Samuel Hanway, Schatzmeister von Marion County. Wieder-Erössnung der WnVn-Gchmk des Znd. Soc. Turnvereins. Die Kuaben-Klasse turnt : Mittwochs von 45 Uhr. Samstags vzn )3 4 Uhr. Die Mädchen-Klasse turnt : Dienstag don.'. 46 Uhr. Samstags von 4 5 Uhr. Eine Preisermäßigung hat' wie folgt ftattge. funden : 1 Kind, 25 Cents ; 2 Kinder aus einer Familie 40 Cts.; 3 Kinder auö einer Familie 50 Cents. : Anmeldungen werden wahrend der Turn ftnn den von dem befädigte Leiter der Turnschule, Herrn Joseph König, entgegengenommen. ., DaS geehrte Publikum wird freundlichst gebeten, auch fernerhin seine Unterstützung zu gewähren. V 1IILT. POUDER'S Reiner Flcischmarkt 234 Ost Wasblngtonstr. ist das Haupt'Depot für Frisches . kaltes Fleisch, , sowie für Wiener-, Wokogna'.und alle andere Sorten Würste. . . 2sertl Das BsMevott SsoMv von ' . aco6 Mögtke, bestebend.auS , Ocfcn und Blcch-Waarcn ist nach No. S Ost-Wasbittgton Str. gebracht und wird dort zu den mogUchft niedrige Preijen verkauft.- ' Jobn A Meyerö, 21sep ' 85 Ost . Washington Straße
