Indiana Tribüne, Volume 1, Number 10, Indianapolis, Marion County, 19 October 1878 — Page 5

I n d i a n a T rib ü ne ."'

An einer anderen Stelle bringen wir eine Mittheilung über den Abgang eines Dampsers von St. LouiS nach New Orleans, welcher eine volle Fracht an Unter stüdungS'Gegenstünden, Arzeneien, kräf tlgen Nahrungsmitteln und Getränken etc. nach der bedrängten Stadt überführte. Telegraphisch trifft von New Orleans die Nachricht ein, daß der Ver. Staaten - Offizier Lieut. Venner, welcher sreiwillig das Commando des Dampserö übernahm, von der Seuche ergriffen wurde undderselben in Vicksburg zum Opfer fiel. Das Boot kehrt nach St. Louis zurück und wird unterhalb der Stadt in Quarantäne gelegt. Sebr richtig bemerkt das Louisville Volksblatt- : Ss verdient bemerkt zu wer den, daß die bedeutendsten deutsch'demo kratischen Blätter deö Landes ; New York Staatözeitung", .Anzeiger deS Westens" von St. Louis, New Orleans Deutsche Zeitung", Milwaukee Banner" :c. :c., die Erwählung der republikanischen Congrebkandidaten in Ohio, Jndiana und Iowa befürworteten. Und ferner verdient be merkt zu werden, daß fast sämmtliche deutsch'demokratische Blätter von Iowa die demokratische, Greenbacklerei verdam men und die republikanischen Congreb kandidaten ünterstützten. Die deutsch Ehrlichkeit tritt ein für ehrliches Geld ! Die politische Lage in der alten Welt ist. Dank der spärlichen unzusammenhän genden Nachrichten, fast unerklärlich. Soweit die Kabeldepeschen ein Urtheil zu laffen, spielt Rußland der Türkei und England gegenüber sein altes falsches Spiel. Trod Vertrag von San Stefano und Congreß von Berlin sollen die russi schen Truppen, welche sich kaum erst auö der Umgebung von Constantinopel zu rückgezogen und den Heimweg angetreten hatten, wieder aus dem Vormarsch gegen den Bosporus befinden und die Türken durch Drohungen zur Räumung mehrerer festen Punkte, darunter eines am Marma ra Meer gelegenen gezwungen haben. Die Nachricht hiervon klang selbst in Con stantinopel so ungUublich, daß die Militär Attaches der, bei der Pforte beglau bigten fremden Gesandtschaften fich durch den Augenschein von der Wahrheit der Berichte überzeugten. ES muß sich der auf diesen Vorgängen ruhende Schleier bald lüften unb ebenso bald herausstellen, welche Haltung die ConferenzMächte einem derartigen Benehmen Rußlands gegenüber beobachten werden. Daß der Vertrag von Berlin einen Friedeu dauernd iegründm würde, hat Niemand geglaubt, denn hierzu wäre der ernste Wille aller Betheiligten, den Vertrag einzuhalten und den Frieden zu wahren, nothwendig ge Wesen. Daß Rußland diesen ernsten Willen nicht hatte, wußte im Voraus -Jedermann, sogar daS Gegentheil, daß es aber so bald schon, bevor noch die Tinte trocken geworden, mit welcher der Vertrag unterzeichnet ist, die Maske abwerfen würde, ist sür die staunende Mitwelt höchst -überraschend. ES steht diese Wendung jedenfalls im engsten Zusammenhang mit den Ereignissen, welche sich iu Asten vor bereiten. Der Emir von Kaschgar, Afghanistans Fürst, ist handgreiflich nur ein

Werkzeug in den Händen RublandS. DieFeindschaft des Lchteren gegen England ist angeboren und instinktiv. Die russische Politik ist seit stebenzig Jahren darauf ge richtet, England's Macht in Indien zu brechen und dadurch dem englische Prestige den TodeSstob zu versetzen. Zu jener Zeit war Rußland in Asten noch durch emen Zwilchenraum von 4000 Meilen von England getrennt. Dieser Abstand hat sich bis jetzt auf 400 Meilen verringert. Nur noch Afghanistan liegt zwischen den feindseligen Gewalten. Lang sam und vorstchtigat stch Rußland Fuß um Fuß der verwundbarsten Stelle seines Erbfeindes genähert, wie der Tiger sich an den Elephanten schleicht, bis er in sicherer Sprungnähe sich befindet. -Der Emir van Afghanistan müßte auf russischen Befehl oder wenigstens in Folge russischen Ein flusseSEngland beleidigen und heraus fordern. DaS Weitere findet sich dann von selbst. Man ist in Indien bemüht, dem bevorstehenden Kampfe zwischen den Afghanen und den Engländern einen religiösen Charakter aufzudrücken und den MohamediSmuS gegen das Kreuz aufzu stacheln, waS aber wohl schwerlich gelingen wird. Der Sultan, welcher v"n Alters her hohes Ansehen unter den Anhängern deS Halbmonds genießt, obgleich ihm jede direkte Macht fehlt, hat seine Stimme gegen die Heraufbeschwörung eines Religionskrieges erhoben und es unterliegt keinem Zweifel, daß sie gehört und befolgt werden wird. In denGebirgspästen an der afghanisch indischen Grenze sind die ersten Schüsse bereits gefallen, ist das ersteBlut geflossen. Wann und namentlich wo der Krieg enden wird, wissen die Götter. Dem faulen Frieden in Europa hat Niemand getraut, selbst die nicht,die ihn selbst gemacht haben. Bevor derStörenfried seinen Zweck erreicht hat oder ziemlich unschädlich gemacht wor den ist, gibt es keineRuhe und wird es nicht bester. Ein Frieden, während dessen die Völker bis an die Zähne bewaffnet auf dem qui vive. stehen müssen, ist kein Friede und einem solchen Zustand ist ein fröhlicher, ehrlicher Krieg vorzuziehen, der weniastenS für eine Zeit lang Ruhe schafft. Diese Ansicht scheint auch in Europa vorzuberr schen und betrachtet man dort einen Krieg als unvermeidlich, aber auch als unerläß lich.

Musikdirektor Thomas von New Bork, welcher mit einem Gehalt von $5000 zum Direktor der Cincinnati Musik-Aka demie erwählt worden und bereits überge siedelt ist, behält die Direktion der Brook, lyner philharmonischen Gesellschaft nebenbei und erhält dafür einSalair von $2500, wofür er im Laufe des Winterö zehn mal nach Brooklyn reisen muß, um fünf Hauptproben und fünf Conzerte zu leiten. Reise und Hotelspesen werden ihm natürlich U sonderS vergütet. Die ErbschaftSregulttung des ver. storbenen Geh. Commercienraths Borsig nähert sich jetzt ihrer Beendigung, Und man kann, wie der B. Börs.Cour." schreibt, einigermaßen daS Vermögen übersehen, daS derselbe seiner Wittwe und seinen Kindern Hinterlasten hat. Es beträgt in Staatspapieren und baarem Gelde in runder Summe 33 Millionen Mark, von denen 18 Millionen auf die Gattin, 15 Millionen aus die Kinder des Verstorbenen kommen. Dabei sind die groben Borsig'schen Fabrikanlagen in Berlin und in Oberschlesien nicht mit eingerechnet. S'taat. f George Hazzard, der Hülskkassirer der Bank vonAubrn,ist am Sonntag zu Chicago wegen Unterschlagung von Gelbern vom Bnndesmarschall verhaftet worden. ? Einem Gerücht zufolge will man in C h a x le ö tow n wieder Petitionen um eiue Wiederderleguug des Counthsitzek von Clark County dorthin in Umlauf setzen Da Geld zum Ankauf deS neuen Courthauseö soll bereits gezeichnet sein. ? Schwester Basilika vom St. Marh'S Institute b.'i Terre Haute, welche seit ihrer An. kunft in Amerika (im Jahre 1840) in demselben verweilte, starb am Sonntag Nachmittag, im Alter von 66 Jahr.-n. Sie war 21 Jahre lang geschäftliche Leiterin jener BildungSanstalt und zuletzt erste Direktorin. T Irgend Jemand hing vorige Woche am Courthausstaket iu New Albanh ein Brett auf, worauf geschrieben stand, daß die Mobilien und Effekten der Greenbackpartei öffentlich versteigert und dabei Mexikanische Dollars zu pari angenommen werden würden. Die Entrüstung uuter den Greenbacklern über diesen Streich war grenzenlos. ? Am 22., 23. und 24. Oktober findet in P r i n c e t o n ine Reuuion der alten Soldaten des ersten Congreß.DistrikteS von Jndiana sttt. DaS betreffende Comite macht sich die Sache insofern sehr leicht, als die Theilnehmer an dem Fest von ihm ersucht w:rden, ihren Proviant für drei Tage, Futter und Decken für du i ferde, selbst mitzubringen, da man beabsichtige, ein richtige Feldlager abzuhalten. Ob unter solchen Umstanden wohl Viele kommen werden?' T Pros (?) Mayer, ein sancy Tanzlehrer, welcher E v an , ille und die fashionablen Damen und Herren daselbst mit seinem Besuche beehrte und sich dann dort niederließ, um Tanz, unterricht zu geben, hat eö für besser befunden, den Staub EvanSvilleS von d;n Füßen zu schüt. teln und ist deshalb nach bü jetzt noch unbekannten Regionen verdustet. Pros. Hinkebein hat eine Menge warmer Freunde hinterlassen, die ihn gern nur n.'ch für einen Tag zurück wünschte, um sich mit ihm über die Finanzfrage in's Reine zu setzen. Auch in Clevkland ist der SpnnginSselb gut bekannt, woselbst er ein Fest für daS Hospital veranstaltet und d nn mit dem Erlös ($759) durch die Litten ging. ? George Sag- von Port Fulton, der am Dienstag Abend v. W. von seinem Schwager CreSwell mit einer Scheere verwundet ward, ist an den Folgen der erhaltenen Wunden gestsrben. CreSwell beh zuviel, in Selbstvertheidigung gegen den ihn mit einer Art bedrohenden Sage gehandelt zu haben. Er hatte Bürgschaft sür sein Ericheinen vor dem Circuit Gericht geleistet, ist aber entflohen. ? JnLintovTownship,Vigo County, lebt ein Man, Namens I. C. Boyle, der zwar 8 Jahrelang Friedensrichter in einem Dörfchen war, von dem aber gesagt wird, daß er wahrend seines ganzen Lebens (er steht im 52 Jahre) och keine 25 Meilen weit vom Hause entfernt gewesen, noch nie auf einer Eisenbahn gefahren sei, niemals die Staatsgrenze überschritten habe, und während der letzten 30 Jahre keine 6 Mal über Nach' vom Hause weg gewesen. Weniger auffallend dagegen ist ti, daß er noch nie Karten gesp'elt, nie einem Pferdewettrennen beigewohnt habe und nie betrun'en gewesen sei. ? Von M o u n t V.-rnon, woselbst ein Volks. haufc, durch Monate hindurch vorkommende Verbrechen gegen die öffentliche Sicherheit, gegen wehrlose Frauen, Eigenthum und Menschenleben auf'S Aeußerste erbittert, Volksjustiz an farbigen Bestien üb?e, kommt die Nachricht, daß an der Ermordung deS alten Negers Harris, der den De. puty Sheriff Thomas erschoß,' von dessen Zer. stückelung, Viertheilung und was sonst noch Schauerliches berichtet wurde, kein wahres Wort ist. Harris wurde von Freunden wahrend der in dem Gefängniß herrschenden tumultuarischen Auftritte weggeführt und auswärts i sicheres Verstkck g bracht. Der EbanSbille Demokrat bestätigt dieses in seiner Mittwochsnummer, wo. in er schreibt : .So unglaublich es auch klingen mag, daß der alte Harris, welcher den Deputh Marschall Thomas in Mt. Vernon erschoß, seinen Rachern in der Nacht deS 11. Oktober ent'omm'n ist, so sind doch dafür Thatsachen vorhanden, welche diesem Glauben beinahe jeden Zveisel be. nehmen. Ein durchaus glaubwürdiger Farbiger in unserer Stadt,' welcher den alten Harris kennt, behauptet steif und fest, ihn am Sonntag hier gesehen und mit ihm gesprochen zu haben. Fer. ner soll die Familie deö Harris jefrt hier in Evansville wohnen. Derselbe Farbige erklart, daß Harris gut berborg.-n ist und daß selbst die tzlvco Belohnung, welche Sheriff Wheeler von Mt. Vernon auf die Httbeischaffung des Harris ausgesetzt hat, ihn nie Herbeischaffenderden Leider bestätigt sich dagegen, daß die wüthende Menge einen Unschuldigen, welchem eS leicht ge. Wesen wäre, ein Alibi z beweisen, dem Tode weihte. '

? Es ist nunmehr gewiß, daß die Star Glä. und SchkibenglaSwerke in NevAlbany, nicht nach Pennsylvanien oder Ohi verlegt werden. Herr De Panv, Präsident der Gesellschaft, hat einen Kontrakt für den Bau eine Kohlen- und Sand. ElkvatorS und von Wasserwerken um $1,000 abgeschlossen. Der 'Elevator wird Kohlen, Sand und anderes Material vom Flusse nach den Werken befördern, wodurch jahrlich viele Hunderte von Dollars erspart werden. D'e Wasserwerke sollen die zum Betrieb der Schleif. und Polirmaschinen des Scheibendepartement erforderliche ungeheure Wossermenge liefern. Mit dem Ban des Elevators ist bereits begonnen. Die Gesellschaft läßt auch den GaSofen des Fen. sterhauseS wieder aufbaue. Herr Brockmann, Superintendent der Glaswerke hier unb in Louisville, berichtet,, daß er mit dem Poliren von GlaS in Louisville begonnen habe. ? Als Am Freitag Abend ein Frachtzug der EvanSville u. T. H. Bah an Patoka vor. übergekommen war, bemerkte man, daß der Con. ducteurJameS Hussmann sich nicht auf dem Zuge befinde. Man telegraphirte nach der näch. sten Station und hier ergab eS sich, daß Huff. mann vom Zuge gestoßen worden fein und eine Zeit lang bewußtlos am Boden gelegen haben mußte. Er stand auf der vorderen Platform der Caboose, wahrend der hintere Bumser oben auf einem Wagen saß. Während der Zug nun an. hielt, um Wasser einzunehmen, schlich sich e'n bis j'tzt uoch Unbekannter von hinten in die Ca. boose und schlug den nichts Ahn nden mit einem schweren Stück Eisen nieder. Huffman, dem der Schlag eine heftige Wunde am Kopfe verur. sachte, brach zusammen und lag, wie vorerwähnt, eine Zeit la-g besinnungslos am Boden, erholte sich jedoch später wieder und ist jetzt außer Ge. fahr. Man glaubt, daß dieses Bubenstück von einem Tramp verübt wurde, welchen Hnffmann nebst andern kürzlich beim Versuche, eine freie Fahrt zu ergattern, vom Zuge gewiesen hatte. ? Ueber den bei OwenSboro heute vor acht Tagen erfolgten Doppelmord erfahren wir folgende Einzelnheiten: Der Mörder ist ein junger Bursche, Namens Neil und wohnte schon seit einiger Zeit bei seinen Opfern im Hause. Die Ermordeten sind die FarmerSfrau Gerhard und deren Sohn. Neil traf am Samstag mit dem alten Gerhard in Burks C,ty nahe OwenS. boro zusammen und trank mit dem Alten, spater kaufte er noch eine Flasche Whiskey, welche er mit nach Haufe nahm. Dort machten sich Neil und der alte Gerhard über die Flasche her und waren bald stark angetrunken. Da forderte Neil den alten Gerhard aus, noch einen Schluck zu nehmen, als der älteste Soh Gerhard' da. zukam und sagte, sein Vater hätte schon mehr wie genug getrunken. DieS brach' e den Neil in Harnisch und eS entspann sich ein heftiger Wort. Wechsel zwischen ibm und dem junge Gerhard, alS der Letztere plötzlich ein Messer zog. Neil hatte sei Messer aber auch sofort in Bereitschaft und stolperte aus den jungen Gerhard zu. Da sprang plötzlich die Mutter dazwischen, um Blutvergießen zu vermeiden, der brutale Kerl schob sie jedoch zurück und stieß ihr in der nächsten Minute fein Messer bis an'S H.ft in die Brust, so daß die brave Frau kurze Zeit darauf der. jchied. Hiermit war die Gier der Bestie nach Blut je. doch noch nicht gestillt. Neil wandte sich nun dem jungen Gerhard wieder zu und schlitzte ihm nach kurzem Kampfe den Bauch auf, so daß die Ein. gedeide hervorquollen und er ebenfalls bald dar. auf verschied.' Neil, welcher übrigens ebenfalls bedeutend verletzt wurde, entfloh und verbarg sich in dem Haufe es LouiS Walz, woselbst er jedoch am Montaz verhaftet uud nach OwenS boro gebracht wurde. Er wurde dann unter $2000 Bürgschaft gestellt und eingesteckt. Die Aufregung über diesen brutalen Mord ist in OwenSboro eine ungeheure.

Lokal.

Wir machen unsere Leser auf die Anzeige des Herrn Hermann Marien in heutiger Nummer ausmerksam. Derselbe war seit Jahre in dem renomirten Geschäft von Adams, Mansur & Co. alS Polsterer und Decorateur thätig und sah sich durch den Zusammenbruch dieser Firma veranlag, für eigene Rechnung ein Geschäften Süd Meridian Straße, No. 32 zu etabliren. Er sei hiermit unsern deut schen Mitbürgern aus's Wärmste empfolen. Der Schulboard in seiner gestrigen Sitzung düstelte aus, daß wenigstens noch fünfzig Wirthe, welche um Lizensen ringe kommen waren, solche zwar bewilligt erhielten, aber die Gebühr noch nicht entricht Ui haben. Harry Crast hat diese Entdeck ung gemacht. Wen'S juckt, der kratze sich, und wessen Gewissen in dieser Sache nicht ganz sauber ist, der gehe hin und settle mit dem County Schatzmeister, bevor Unheil hereinbricht. Die Feuerwehr, welche auffallend lange nicht alarmirt wurde, hat diese Woche um so öfter ausrücken müssen. Am Montag brannte es dreimal : in Boyle & Cox Hobelmühle, an Süd-Ost-Straße, wo ein vom Kessel ausgehender Brandtinen Schaden von $500 anrichtete; am Dachstuhl des von Gebr. Wolf, ram an Ost Washington Straße bewohnten Hauses, und bei Cutters EiShauS am Canal, wo der Stall niederbrannte, nachdem es gelungen war, die darin besindlichen 32 Pferde zu retten. In der Dienstag Nacht brannte es zweimal im National Hotel ; beidemale wurde daS Feuer mit Leichtigkeit unterdrückt. Während des heftigen Sturms am Mittwoch brach Feuer in der Behausung von Henry.Baumhöfer an Chestnutstraße aus und beschädigte das Gebäude zum Betrage von $1000. Nachmittags ruf der Alarm die Feuerwehr nach der California Straße, wo in Henry Holmes Wohnung ein unbedeutendes Feuer bald gelöscht wurde.

- Unser alter Freund I o S. R ü m m e l e ist wieder ins Saloon-Geschäft gegangen und eröffnet am Montag sein neues Lokal in No. 96 an der Süd Jllinoisstraße. Wir verweisen auf die betres sende Anzeige in unserem Blatte. tF Herr Leon Kahn, der wohlbe kannte Dry'Goodö'Mann und gewesener Stadtvater, hat in No84 der Ost Wash. ington Straße wieder ein Manufaktur WaarenGeschäft eröffnet und demselben den Namen Farmers Store" beigelegt. Durch langjährige Thätigkeit in diesem Geschäftszweig hat Herr Kahn sich den Ruf eines soliden, streng rechtlichen Ge schäftsmannes erworben, und bedarf eS in Folge dessen wohl nur der Ankündigung der Wiedereröffnung seines Geschäftes, um ihm die alte treue Kundschaft wieder zuzuführen, die einen Verkehr mit ihm stets in eigenem Interesse fand. Herrn KahnS Vorräthe sind mit Allem reich ausgestattet, waS die Saison und die herrschende Mode vorschreibt. 3- Der Casino Club, welcher seit einem halben Jahre schlummerte, hat für die kommende Wintersaison seine Thätig-

keit wieder aufgenommen und freundliche Quartiere in demHause No. 87 Ost Washingtonstraße bezogen. Morgen Nachmittag findet die Einweihung des neuen Lokalö unter den üblichen Feierlichkeiten statt und werden die zahlreichen Mitglieder des Clubs, welche sich seit Schließung dessen alten Lokals an Sonntagen so vereinsamt suhlten, wieder einen Sammelplatz haben, an dem sie sich zusammenfinden können. Auf das neue Trade Mark Gesetz fußend, welches den Fabrikanten vollen Schutz gegen direkte oder indirekteNachahmungen gewährt, sind die Herren A. Vogeler 6c Co. in Baltimore eben damit beschäftigt, die Listen derjenigen Apotheker, Peddler, Zeitungsdrucker u. s. w. anzufertigen, welche den Fälschern der Handelsmarke von Dr. Aug. König's Hamburger Familien-Medizinen durch Verkauf oder sonstige Hilfe Vorschub leisteten. Man spricht von bedeutenden Summen, welche als Schadenersatz beansprucht werden. r In seiner vorigen Nummer hat der "Pople" mit seiner Notiz über ungehörige Transaktionen zwischen Doktoren und Apothekern .in ein wahres Wespennest gestoßen. Die deutschen Aerzte und Druggiflen verwahren sich gegen die erhodenen Beschuldigungen ; in seiner heutigen Nummer aber hält d"Pople" AlleS auf recht, waS er gesagt habe, vervollständigt seine Enthüllungen Inoch durch zahlreiche Aussagen von Apothekern, welche durch die Praktiken verschiedener Aerzte schwer geschädigt sind; auf die Erklärung unserer deutschen Aerzte erwidert das Blatt nur, daß eS keine Nationalität genannt, aber auch keine ausgenommen habe. ES unterliegt nunmehr wohl keinem Zweifel, daß die deutschen Aerzte und Apotheker der Sache aus den Grund gehen werden. Die Beschuldigung ist zu schwer, zu öffentlich, als daß zwei ehrenwerthe Berufsklassen dieselbe, ohne den Beweis zu verlangen, in das Publikum schleudern laffen können. tZBr Am Sonntag ging das vortresfliche Lustspiel .Der Störenfried" von Rod. Benedix über die Bühne des MännerchorTbeaterS und zwar in abgerundeter Form. Entledigten sich auch alle Mitwirkenden ihrer Ausgabe in anerkennenswertber Weise, so verdient doch Frau Szwirschina ganz besondere Erwähnung. Die Rolle der Schwiegermutter ist die schwierigste deö Stückes; sie erheischt gründliches Memoriren, maßvolle WieVergabe und Fernhalten jeder, so nahe liegenden Uebertreibung. AlleS dieses wußte Frau Szwirschina in ihrem Spiel zu vereinigen und erndtete sie hierfür den wohlverdienten Beifall eines dankbaren Auditoriums. Die Halle war gut gefüllt; das gefährliche und doch so nothwendig gewordene Erperiment einer Erhöhung deS Eintrittspreises, verlief glücklicher als wir erwarteten. -Für Herrn Szwirschina ist ein schmeichelhaftes Zeugniß gewesen, daß unser Theaterpublikum in . Anbetracht der ihm gebotenen vortresflichen Leistungen auch einen kleinen Ausschlag willig sich gefallen läßt. Morgen wird die alte, aber stets ihre Zugkraft ausübende Poffe von Röder 'Robert und Bertram" gegeben; wer auS Herzensgrund lachen will, der verfehle nicht sich einzusinken. Die Aufführung erfordert besondere, mit nicht un.erheblichen Kosten verbundene Vorrichtungen, welche die Intendanz bereitwillig übernommen hat, um diese Perle höheren humoristische Unsinns dem hiesigen Publitum vorführen zu können. Möge sich Letzteres dafür erkenntlich erweisen. Die Sammlung von Unterschristen zu Abonnements für einen Cyclus von Wochenvorstellungen war so weit von Ersolg, daß diese, von nächsten Donnerstag an beginnenden Aufführungen gesichert sind. Die noch fehlenden Subscriptionen werden hoffentlich in Bälde eingehen.und sich Niemand der Unterschrift entziehen, der den Besitz einer deutschen Bühne in unserer volkreichen Stadt zu würdigen weiß. Jeden Sonntag Ver sammlung deö Centennlal QlubS in 133 Ost Wasbing-tonstraße.

Rriefliste.

Indianapolis, 16. Oktober, 1878. ueftener Lhaß ullF Müller F Nr Massat Jos Maas Seo Otto 33 Pfeifer nt Richter Zsre. Raulike 23 Rs nderg nn Mr Sch edel Hin Sturzeneger John Schmartz That N Uhlner u Hoerj Wirtz Ja Wetihammer Ehrist Briefe. RuL .ei) Aler t. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 1 . 16. 33. 34. vallman Fred (5 17. Brtnkman ff 18. Brunnenkraut L Mr 19. Baumhoffer Eed 20. Busch E A 21. Cjaffa Franc 22. DrößlerAugusta 22. Friedmann I 24. GebrühlHenriett 25. Glase? Traug 25. Grimm Frank 27. Helscher Elise Me 28. HaaS Abr 29. Zunghlul Tust 30. Kell.'rmcierFred 31. König Joseph 32. Ausländisch Hoffmann Elisab 3b. Jacobs Jacque W A.Hollo w a h, Postmeister. Qtt Champion Monitor" KochÖsen bei I. L. Frankem, 34 OstWashington Straße. AuS der Buchhandlung von Franz Gold Hausen, 222 Ost WashingtonStraße, ging uns Hest 2 und 3 der Jllustrikten Welt zu. ET Wer seinen Zimmern eingefchmackvollet Aussehen verleihen will, der suche sich seine Tapeten bei Herrn Carl Moeller, 161 Ost.Washingtonstraße, an. Preise dillig, Bedienung coulant. Der Liederkranz wählte in seiner montägigen Geschäftsversammlung folgende Beamte sür daS nächste Halbjahr : Präsident Frank Devald. Vice.Prästdent-Otto Schmidt. Finanz-Sekretär Gustav Hermann. Correlp. Secretär Heinrich Spielhos. Bibliothekare Georg Scherer jr.. und Karl Hosmann. ' Fahnenträger Ignatz Strack. Herr Hermann hat als Trust resignirt und wurde an seiner Stelle Herr Theodor Wörner durch Acclamation gewählt. Die andern zwei TrusteeS sind John Frick und Wilhelm Hecker. Patente, an Erfinder in Jndiana vom Patentamt ertheilt und unsermBlatte von dem Patent-Agenten C. Bradsord, Hubbard's Block, mitgetheilt : I. W. HumphreyS, Otterbein Verbesserung an einer Grabmaschine. Gustav H. Zschech, Indianapolis Verbesserung an einem Vorwärmer. Fr. R. CollinS, Butler-Verbesserung an selbstthätigem Fächer. Samuel Love, Indianapolis Verbesserung an Kartoffel'Steckmaschine. Jra Allen und Hiram Chandler, AlfordsviUe Verbesserung an Sämaschine. John H. Fenton, Indianapolis Verbesierung in der Form von ReinigungSKannen. Wm. A. Wheeler, Indianapolis Verbesserung an Säum-Maschine. Morgen früh von 9 bis 11 Ubr feine Tnrtel-Suppe bei Christ. Stein im Germanl (t Garten. LS" DaS heutige Journal" bringt eine Tabelle, enthaltend die Zahl der weißen und farbigen männlichen Bevölkerung eineö jeden Township unseres Staates, mt solche durch die Auditoren der 92 Counties sür 1877 festgestellt wurde. Hiernach zählt Jndiana 442.970 weiße und 8,056 farbige erwachsene Bürger. Johnston Brothers, 62 Ost'Washingtonstraße, halten stets ein. großes und reichhaltiges Lager von Oesen und BlechWaaren. Der Favorite - Ofen welcher mit Kohlen oder Holz gefeuert werden kann, ist der beste Koch- und Heizofen im Markte. Wer einen guten und billigenOfen braucht, melde sich bei Johnston BrotherS, 62 Ost-Washington-Straße. Corresponden, der. Tribüne.) Muncie, 16. Oct. 1878. Herr Redacteur! Da nun im schwäbische Ländle . die Kirchweihen beginnen, so haben es auch die hiesigen Schwaben nicht unterlassen, die Erinnerung an das alte Vaterland wieder aufzufrischen. Unser Jrund Joseph Hummel hat gestern Abend in seinem schönen geräumigen Hause eine schwäbische Kirchweih veranstaltet und seinen Freunden eine Einladung zukommen lassen, bei welcher Gelegenheit die sieben Schwaben vertreten waren.. Hummel sungirte als Oberschulz mit dem Spieß, um das große Thier (Hase) zu erlegen, aber das Hansjöhrle mit den großen Bachstiefel an. wollte nicht voran, bis man ihm einige GlaS Bier darreichte,, denn er hat seine 40 Jahr noch nicht erreicht. Die Gesellschaft an sich war eine sehr gemüthliche, gerade wie in Deutschland, es fehlte nicht an dem feinen Gerstensaft, welcher von dem coulanten Wirth, John Griesheimer, geliefert ltturde und die Frauen virschmähten nicht, einen Zubiß in die verschiedene schwäbische Kuchle zu thun. Es war im wahren Sinne deö Wortes eine sehr gut gelungene schwäbische Kirchweih, nur schade, daß der Schwab aus der Mozarthalle nicht da war, sonst wäre daö Schwabe.Reich vollständig vertreten gewesen. Der hätte vielleicht dem Oberschulze beigestanden, um daS ungeheure Thier aufzuspießen. . ES ist nur alle Jahr eine schwäbische Kirchveihe und so hoffen die hiesigen Schwaben noch viele Jahre unter den sieben Schwaben einen solchen Tag zu erleden. Schwarzvülder.

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gegen alle Krankheiten des MagenS, der Leber nnd des Unterleibes, gegen Vollblütigkrit und alle daran? entspringende Leide, als Kopfweh, Herzklopfen, ScZder nthigkelt, Aengstlichkeit, Schwiudil, gegen Dispepsia, alle Arnkyeite de ?lag,ns. als Uebelkeit. Unverdaulichkeit, saure Aufstörn auS dem ZNagen, schlech ten Seschma! im Munde. Gegen alle Unordnungen der alS gleber, Gelbsucht, Gallenleiden, Schmerzen in der Nierengegeud. Gegen alle Krankheiten, welche Unreinem Blute entspringen, all Lak5kra5Yette, Ansschttge, Schwöre, Sasjffüss,, schlimme uge, V.'&V, Schorf und 3Sifrft(, ' , , Segen und Selben deS weiblichen Geschlechtes. Die Flasche Hamburger Tropfen kostet 50 Cents, oder fünf Flaschen zwei Dollars, und sind bei allen Apothekern und Händlern in Medizinen zu haben. Heiserkeit, Ztrinue, Snffnenza, Hngßrnftlgkelt, Entzündung der Lnftröbre, Katarrh, Kehlkopfleiden, - ' Keuchöus.en, e- . zur Erleichterung Schwindsüchtiger. Zur Beachtung. Bewogen durch dtn grölen Erfol, welchen sich, ver möge seiner WirkungSkltft der Hamdurger Brustthee on Dr. uguft önig it den ganzen Ver. Staaten er runzen hat. Versuchen gkwisienlose Menschen, tenselben nachzuahmen und den Leuten schlechte Znsammensetzun. gen in ähnlicher erxacknng und denselben Sebrauch. Anweisungen anzuschu?indeln. Seid auf Eurer Hut l Dr. August König' Hamburger Brustthee wird nur in Orisinal.Packetkn.Prei:S Tent5 der fünf Packet l, rerk uft, ist in allen Lrotheken ,u haben oder wird ach Empfang de Preis- frei nach allen Theilen der Ver. Staaten versandt. Van adressire: , A. ?ogelkr A ., Baltimore. Vd. Warnung!! Ehe Ihr Dr. Augxst König' Hamburger Fa-milien-Medizinen kauft, laßt Euch von Eurem Apotheker oder Händler die Nameu.Uuterschrift von Vogeler & Co. zeigen, damit Ihr nicht durch schlechte Nachahmungen betrogen werdet.

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