Indiana Tribüne, Volume 1, Number 10, Indianapolis, Marion County, 19 October 1878 — Page 4
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Indiana Tribüne.
(Wochenblatt.) Office: Ecke Circle u. Meridianstr. lJm dritten Stock ) Abonnements-Preise. Ja der Stadt durch Trager in Haui geliefert Per Monat... 20 Cent. cher Iah, im Voraus 52.0 Nummer ö Kents. Lou'ö P. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 19. Oktbr. 1373. Ezit Tilden. Die Anklagen gegen Sam I Tilden, . -den PräsidentschaftsCandidatcn, wegen korrupter Praktiken während der Wahl--Campagne mehren sich so sehr, daß er po litisch todt, selbst für seine eigene Partei, die bis zur letzten Stunde so treu und zäh an ihm gehalten hat, unmöglich geworden äst. Es wird jedenfalls der Versuch ge macht werden, Tilden als persönlich nicht sür das Vorgefallene verantwortlich hinzu stellen, aber dieses Bemühen scheitert an - dem Umstände, daß die Geldmittel, welche iux Bestechung der Elektoren in Florida 4inb South Carolina benutzt werden sollitnt offenbar aus dem berühmten Tilden'schen Geld'Barrel kamen. Daß daö Geld Don dritte:: Personen verausgabt werden sollte, enthebt Tilden der Mitwissenschaft nicht und dieses genügt,Ium seinen Namen Don derListe derMänner zu streichen, welche je berufen sein werden, eine Rolle in unserem öffentlichen Leben zu spielen. Die Sympathie, welche dem, unrechtmäßiger Weise um die Früchte seines Sieges ge brachten PräsidentschaftS-Candidaten so vielseitig zu Theil wurde, erlitt bereit? ti -nen bedenklichen Stoß als die Einkorn -mensteuer-Angelegenheit Tildens vor daS 'Volk kam. Der Diebstahl 'der Beweis. 'Mittel, daß Tilden sein Einkommen aus '.einem Bergwerkseigenthum unehrlicher. -' weise zu niedrig declarirt hatte, zeduzirte 3)itt Sympathien auf das geringste Maß 'und selbst bei zähen Anhängern des einst so gefeierten Mannes schwand der letzte .Rest, als . nunmehr der Depesch?nwechsel wegen der in Florida und Süd-Carolina beabsichtigten Bestechung der Elektoren und Wahlbehörden bekannt wurde. Da mit war das widerliche Bild der Vorgange, welche die Präsidentenwahl in 1876 be Zleiteten, vollständig, und wahrlich hat die amerikanische Nation allen Grund bei 'dem Gedanken hieran zu erröthen. Hos ' -Zentlich bleibt dem Lande die Wiederholung derartiger schmachvoller Intriguen, der Oregon, Louisiana, Florida-, CarolinaEreigniffe, Potter'sche Comiten etc. " für alle Zeiten erspart. (Aui der N. Y Staatszeiiung.) . .Daö GZück des amerikanischen Volkes. Das amerikanische Volk hat wieder ein mal sein ungeheures Glück bewiesen. Vom Finanzschwindel derart ersaßt, daß eS bis '- hart an den Rand des Abgrunds taumelte, roarx es oori lein gurer Genius io unjanil zurück, daß es sich wohl bedeutend besinnen wird, ehe es von Neuem in dieser Richtung herumfackelt. Oder war es nicht Ms Glück, war es die Weisheit des Vol. - keS von Ohio, welche dessen Wahrspruch vacgen die Jnflations Demokratie zu Stande brachte und aus diese Weise im kritischsten Momente einen Eindruck tx zielte, der, nach unserer ganzen politischen Praxis zu schließen, sich in der ferneren 'politischen Entwickelung sehr fühlbar tna chen muß? Wenn unter einer halben "Million Stimmen sich eine Mehrheit von zehntausend für den gesunden Menschen 'verstand ergibt, so wiffen wir nicht gerade, ob sich daraus so viel zu Gunsten der 'Weisheit dieses Volkes entnehmen läßt. ' 'Doch einerlei, wie dieser Wahrspruch zu Stande gekommen ist, ..'wir '. dürfen hoffen, daß die Folgen heilsame sein wer den. t 9 & , n M wax oie vlege oer sreenoaaoe " vegung und jede dortige Niederlage der 'politischen Organisation, die sich mit ihr identificirt hat, muß einen viel größeren Eindruck machen, als eine Niederlage in irgend einem anderen Staate. Der repu- ' blikanische Sieg in Ohio wird durch den demokratischen inJndiana gar nicht auf ''nevinaen iri'it firfi Uhr fcnTh n. U - i) - r - i l v ifvtuu. iiuvil "wird. Wir werden sinden,daß der Erfolg ' der Republikaner in Ohio ihre Partei-Ge-noffen in den November-Staaten unge nuin ermuthigt, daß diese insbesondere in der Finänzsrage kühner auftreten und daß sie dadurch diejenigen auf ihre Seite ziehen werden, welche bis dahin dem Kampfe gleichgültig zuschauten, weil sie keine der alten Parteien als Vertreterin gesunder Finanz'Grundsatze anerkennen mochten. Dazu kommt die große Maffe derer, wel chen stets der Erfolg imponirt und die ihre Stimme wesentlich von dem Wunsche be einflusien lasten, auf'. der gewinnenden Seite zu sein. Die Siegeszuversicht und Unverschämtheit, mit der diö dahin die Demokraten austraten, war anz geeignet die letztere Elaste von Stimmgebern zu verblüffen. Dies wird sich jetzt anders ge stalten. Der republikanische Sieg in Ohio verheißt einen republikanischen Sieg in New York. Massachusetts und vielleicht auch in Connecticut und New $txti). demokratischen Uebermuth lst ein Dämpfer aufgesetzt worden und dazu war es hohe Zeit. .
Wdrtoeiette 75ToUeTi.
Wir können unmöglich die heutige Nummer zur Presie gehen lasten, ohne in derselben einen Akt der Dankbarkeit zu be gehen, dcsten Unterlassung unser Gewis. sen schwer belasten würde. Im Laufe der vorigen Woche, der ersten nach der Wahl, und der ersten nach einem Redaktions Wechsel an unserem Blatte, machte stch in verschiedenen Schichten unseres deutschen Publikums eine so rührende Theilnahme für unser Wohl und Weh,, unser ferneres Gedeihen und Prosperiren kund, daß nur ein steinernes, fühlloses Herz dabei unge rührt bleiben konnte. Man benutzte in englischer Sprache erscheinende Blätterda zu, um die Besorgniffe für unser Wohler gehen auszudrücken; man ängstigte stch unnöthiger Weise, unser junges Leben könnte höchstens noch zwei Wochen durch 'Liebig's Fleisch. Extrakt und condensirte Muttermilch künstlich gefristet werden. Andererseits svrachman die Erwartung aus, die Tendenz unseres Blattes würde jetzt geändert werden und wir mit Sack und Pack m's demokratische Lager über gehen. Zur Beruhigung unserer besorgten und aufrichtigen Freunde diene die Versiche rung, daß keine ihrer Befürchtungen be gründet sind. Vor dem ur.S in Aussicht gestellten frühen Tod bewahrt unS die Be folgung der LebenSregel : Klein und rein. 2ü3ir weroen weocr oer neuern OTf T - Preß'Astociation betreten, noch uns stel len, als seien wir Mitglied derselben. Wir werden keine Dampspresten anschaf fen, sondern bescheiden unser Blättchen für Lohn drucken lasten. Wir werden möglichst viel Arbeit selbst thun und unsere einzige Repräsentanz nach Außen wird un ser Blatt selbst sein. So hoffen wir, unser Existenz zur Freude unserer Freunde, und zu unserem eigenen Besten noch ein Weniges üb er dieuns gesetzten vierzehn Tage hinaus ausdehnen zu können. Was den uns angedichteten Wechsel der Tendenz unseres Blattes aber anbetrifft, so bedauern wir, den Erwartungen unse rer so warmen Freunde nicht entsprechen zu können. Ein Republikaner kann zwar mit Vielem in seiner eigenen Partei unzu frieden sein un? leider fehlte eö hierzu in den letzten Jahren nicht an Veranlas sungen wenn er aber die Grundprinzi pien der republikanischen Religion, ihr wahres, unverfälschtes GlaubenSbekennt niß, einmal als daS einzig Richtige er kannt hat, so wird er so leicht kein Demokrat. Oder glauben unsere edlen, ehrlichen Freunde" vielleicht, es zög' unS mit Allgewalt in die Nähe De la Matyr'S und seiner Wähler? Whoa! Emma! Die Evansville Union" widmet der demokratischen Presse des Staates in ihrer Sonntagsnummer einen Artikel, der, mit alleiniger Ausnahme des Senator Sarninghausen in Fort Wayne, den übn gen Herausgebern arg mitspielt. Sie geht in ihren Anschuldigungen offenbar zu weit, und wenn auch Vieles, was sie vorbringt, begründet ist, so ist doch Uebertreibung und ein Verfallen in'S Extreme ein Fehler, des sen sich ein, mit den Waffen einer guten und gerechten Sache sümpfendes Blatt nicht schuldig machen sollte. In derselben Nummer der .Union" stempelt ste dieLynch. morde in Mont Vernon zu einem politi schen Racheakt, begangen von demokrati schen Weißen an republikanischen Negern, und geht auch hierin offenbar zu weit. Obgleich politisch aus demselben Stand Punkt mit der Union" stehend, können wir doch nur bedauern, wenn derartige Ver hältniffe dazu benutzt werden, um Politik scheS Kapital daraus zu schlagen. Es ha' nie zu etwas geführt und wird es nie. Wir und wahrscheinlich auch die Union haben mehr als einmal daS Lynchverfah ren als den Ausdruck des Volkswillens angesehen, der in seinem ersten Impuls zu gesetzwidrigen Mitteln greift, um der Ge rechtigkeit Genugthuung zu verschaffen und zu verhindern, daß elendeRechtSverdreherei und wasch lappige Sentimentalität zder Personen, in deren Hände daS Begnadi gungSrecht zu einer ttarrikatur erabsinkt, menschliche Scheusale verhältnißmäßig strasfrei macht und sie wieder auf die Menschheit losläßt. Wie oft bringen unser', 93lätt Nachrichten von Schandthaten und Verbrechen mit dem' Nachsatz, Richter Lynch wird wohl kurzen Prozeß machen."Tritt der Fall donn wirklich ein und nimmt das Volk die Justiz in die eigene Hand, da es doch weiß und erfahren hat, daß mit den Urtheilen der Gerichte durch das Be Begnadigungssieber unseres energielosen StaatS'Oberhauptes Schindluder getrie ben wird, so steht eö der Preffe sehr schlecht zu Gestcht, eine flttliche Entrüstung hinter her zur Schau zu tragen ; noch mehr aber, politisches Kapital.darauS schlagen zu wol len. Unser hiesiges Gefängniß birgt der malen drei Mörder in seinen Mauern, drei kaltblütige Schurken, die ihre Opser mit Vorbedacht und Ueberlegung abschlachte ten. DaS Blut der Ermordeten schreit zum Himmel und wie die Sachen im guten Staat Jndiana stehen, wird es ungerächt bleiben. Die Mörder werden zum Zucht hause begnadigt werden und erfahrungs mäßig, wie statistisch nachgewiesen, in vier bis sieden Jahren wieder frei sein. Ist t? da ein Wunder, wenn, der unerbittliche Richter Lynch seines Amtes waltet? Wer ist dafür verantwartlich? AuS sittlichem Rechtsbewußtsein lläßt sich daS Volk hu einer Ungesetzlichkeit hinreißen. Wer will es deßhalb verdammen?
. Die von einem hiesigen Blatt ge brachte Mittheilung, das Papiergeld Organ, de Ohio Staatszeitung", sei eingegangen, entbehrt jeder Begründung. Herr Preyer, der Herausgeber und Stomp redner sür Lumpengeld, verwahrt sich ernstlich gegen das Lebendigbegraben sei nes Geldverschlechterungspapers. DaS gelbe Fieber läßt in den Städten nach und verbreitet stch dafür auf dem flachen Land um so mehr. Man sieht dem ersten Frost mit sehnsüchtigem Ver langen entgegen. Die Zahl der Todes fälle in New Orleans hal abgenommen, noch mehr in Memphis. An letzterem Platz dürste indeß die veringerte Sterblich keit weniger einem Nachlassen der Seuche zuzuschreiben sein, als dem Umstand, daß vier Fünftel der Einwohnerschaft geflohen ist und der Tod unter den Zurückzebliebe nen bereits gewaltig ausgeräumt hat. Es muß doch ein ganz fatales Gefühl sein, bei der Wahl durchzufallen nnd ein Amt in den Händen eines politischen Geg ners zu sehen, welches man schon so gut
wie in de? Tasche zu haben glaubte. ES gehört ein gewisser Grad von weltmännischer Bildung und Philosophie dazu, eine getäuschte Hoffnung zu Grabe zu tragen; dieses Jahr aber scheinen die geschlagenen Candidaten derartige gute Eigenschaften zum großen Theil zu entbehren, oder man hat Männer auS Kreisen aufgestellt, in denen die Kunst anständiger Resignation nicht zu Hause ist. Aus allen Ecken und Enden laufen Mittheilungen über ange fochten? Wahlen ein, aus unserem Staate sowohl, wie aus Ohio. Nur vorwärts; wem eine einmalige Enttäuschung nicht genug ist, mag sich eine zweite holen. Vorläufig treten die Gewählten in ihre Stellen und beati possedeijtes. Daß CriminalRichter Buskirk die Wahl Hel. Ux'i anfechten würde, war vorauszusehen, denn wer Buskirk heißt, gibt nicht so leicht seinen Platz an der Krippe öffentlicher Aemter aus. Für unsere PapiergeldFreunde, ganz besonders aber für die Arbeite? : Im März 1778 war ein Dollar in Münze $1.75 in dem nationalen Papier gelbe werth, im März des nächsten Jahres aber nahm es schon $10 in Papier, um $1 in Münze zu erhalten, und wieder' ein Jahr später, in 1760, galt gar 1 Dollar Münze $40 in Papier. Von nun an ging eS noch rascher. Am Ende deS Jahres 1780 war ein Dollar Papier nur noch 1 Cent werth, daS heißt, man brauchte 100 von ihnen, um einen Dollar Gold zu kau fen ; im Mai 1781 waren $200 nöthig, im Juli 300, im September 500, und dann hörten ste auf zu cirkuliren. Es nahm ste Niemand mehr. Man behielt seine Waare lieber oder schenkte ste her. Diejenigen aber, denen dieses Geld in der Tasche blieb, konnten es nur noch nutzbar machen, indem ste ihre Pfeifen damit an zündeten oder es zum Tapeziren der Wände gebrauchten. Gerade so und noch rascher ginge eS wenn die Fiatgeldleute ihre Pläne durch setzen könnten. Möchten doch die Arbeiter die Geschichte jener Zeit einmal lesen, da mit ste ersahren, wie eS ihren Vorgängern damals mit dem Papiergeldschwindel erging. Von vielen Seiten werden Besürchtungen laut, daß die Howard Association, welcher die Unterstützungsgelder für den Süden zugingen, deö in ste gesetzten Ver trauenS unwerth sein möchte; man witterte dort, wie überall m diesem gesegneten Lande, wo Geld m Spiel ist. Betrug, Unterschlagung, krumme Beamte, Schur kerei. Den Zweiselhasten diene folgendes Item aus der New Oeleans Deutschen Zeitung" zur Beruhiuung, die sicherlich weiß, waS ste sagt, und dasselbe auch v:r tritt : WaS die Howard Affociation" von New Orleans leistet, vermag nur Der zu schätzen, der ihr Wirken, genauer kennen lernt. Im gegenwärtigen Augenblick ste hen hier in der Stadt allein nahe an 30, 000 Personen aller Klaffen, Altersstufen, Racen und Nationalitäten auf den Regi stern der Howards, von, denen sie, wenn krank, mit ärztlicher Hülfe, Pflege und Medizinen, wenn gesund aber hülfsbe dürftig, je nachdem mit Lebensmitteln, KleidungS Stücken und Geld versorgt werden." Die Erwählung De la Matyr's gibt der auswärtigen Preste Anlaß zu Ergüs sen, welche für die Wähler unseees Distrikts nicht sehr schmeichelhaft stnd, am Allerwenigsten für die Deutschen. So schreibt die N. P. Staatszeitung : .In dem JndianapoliS-Distrikt hat der deutsche Einfluß nicht ausgereicht oder ist überhaupt nicht angewandt worden, um einen der nichtswürdigsten Candidaten, den Zeloten De lä Matyr, zu schlag. Das thut unS sehr leid." In der Aufstellung dieses Candidaten eines fanatischen, bigotten, nativistischen Methodistenpfaffen hatte die Demokra tie (von der neuen Partei nicht zu reden) einen ihrer schwersten Mißgriffe gemacht, insbesondere aber die eingewanderten Wähler in unbegreiflicher Weise vor den Kopf gestoßen . Das Vor den Kopf stoßen" haben die Deutsche selbst bessrgt; ohne deutsche Stimmen hätte der Ca'ndidat nie gewählt werden können ; so groß war seine Majorität nicht, daß er ibier entbehren konnte. Der Verein Für Freiheit und Recht" mag obiges Compliment in sein Protokoll eintragen.
In der Schweiz machen sich nach einer
Richtung hin bereits die Folgen , des zu künftigen deutschen Socialisten. Gesetzes geltend. Die Polizei dort befürchtet näm lich, es könnten demnächst zu viele Flücht linge in's Land kommen, deshalb fängt ste bereits an, in der Ertheilung von Aufent Haltsbewilligungen Schwierigkeiten zu er heben. Ein deutscher Socialdemokrat, welcher im Frühsommer dieses Jahres ohne genügende Papiere nach der Schweiz kam und von der Schaffhauser Polizei weggewiesen wurde, hat stch von Brüssel aus in einer Zuschrift an den Leipziger Vorwärts" bitter über die kühle Aufnahme ausgesprochen.die er bei denSchwei zer Arbeitern fand. Dazu bemerkt dieFr. Ztg.": Es mag allerdings schmerzlich sein, bei GestNnungsgenoffen so kühl em psangen zu werden,, aber der Mann sollte sich dies, zu erklären vermögen. Las er denn je in einem amerikanischen Arbeiter blatte eine Einladung an die Brüder in Europa, nach Amerika auszuwandern ? Die Jnteresten sind leider ost stärker als das Mitgefühl." Die Befürchtung, der neuerwählte demokratische Legislator Englisch möchte Dan Vorhees Concurrenz machen und als Candidat sür den durch den Tod MortonS erledigten und seither von dem großen Staatsmann vom Wabash ausgefüllten Sitz im Ver. Staaten Senat austreten, macht großes Aufsehen und gibt sich durch gistige Zeitungsartikel kund, in welchen die demokratische Preffe von Louisville, besonders das Courier-Journal, stch ganz besonders auszeichnet. Mit wlchemRecht Herrn English die Befugniß abgesprochen werden sollte, Voorhees, dem großen Demagogen, diese hohe Auszeichnung streitig zu machen, vermaz kein vernünsti ger Mensch abzusehen, selbst viele ehrliche Demokraten nicht. Hat Voorhees der seine Senatorwürde der Ernennung deS Gov. Williams verdankt und keiner Wahl, irgend ein Vorrecht auf seinen Sitz im Senat, irgend einen rechtlich begründeten Anspruch, so sind bis jcht dieselben noch nicht motivirt worden und haben seine Anhänger. und blinden Nachbeter noch den Beweis anzutreten. Herr English convenirt einer respektab len Anzahl seiner Gesinnungsgenossen bester, wie der intrigante Voorhees, und es unterliegt keinem Zweifel, daß ihm auch manche republikanische Stimme in der Le gislatur zufallen wiro. Die R. P. St. Ztg." enthält hieraus bezüglich folgende Notiz: Politiker, welche von Jndiana in der Bundeshauptstadt eintrafen, machen die Mittheilung, daß dem Senator Voorhees für seine Wiederwahl in Jndiana sich be deutende Schwierigkeiten in den Weg stel len werden. Wm. H. English, ein In dianapolis Bankier und ein im ganzen Staat sehr populärer Mann, wird als Herrn Voorhees' Opponent sür den Senat auftreten. Herr .English ist Geschästs theilhaber des ExSchatzmeisters der Ver. Staaten, Herrn New. Ein Sohn des Herrn English ist bereits in Indianapolis in die Legislatur gewählt worden. Es heißt, daß wenn Herr English die Unterstützung seiner Partei haben kann, ein Theil der Republikaner 'hm vor Voorhees den Vorzug geben werden. Herr Voorhees war von Gov. Williams ernannt worden, um die durch den Tod des Senator Morton entstandene Vacanz zu füllen." Ueber den Vertreter des ersten Jndiana Distrikts im Congreß. Herrn W. Heil, mann, äußert stch die Evanöville .Union" welche sich redlich für seine Erwählung be müht hat, wie folgt': Jndiana schickt nächstes Jahr zum ersten male einenDeutschen in den Congreß und er gehört nicht zu den schlechtesten. Ein gebürtiger Darmstädter kam er ziemlich mittellos ins Land und ließ sich in der Nähe von Evanöville in den vierziger Iah ren nieder. Er ist ein eeI5-macle man in deSWorteö wahrster Bedeutung und eine von den ge sunden und praktischen Naturen, die leider in unserem Congreffe großartig in der Minorität sind. DemosteneS ist er keiner, in hohlen Phra sen und windigen Theorien wird er nicht machen. Dafür besitzt er jenen gefchäft lichen Scharfblick und jene biedere und ge rade Offenheit, die leider den zahlreichen Winkeladvokaten, die im Congreffe sitzen, total abgeht. t Er wird sich aber doch geltend machen in allen praktischen, daS wirkliche Wohl des Landes betreffenden Fragen und Jnter esten; nur wäre ihm eine größere. Anzahl gleichgesinnt:, praktischer und gesunder Geschästsnaturen als, College ! zu wün schen und die Verwaltung deS Landes würde bald eine andere Form annehmen. Heilmann ist. ein ächter, nerviger, von Gesundheit strotzender Deutscher, einer vom rechten Schrote und, Korne. Seine bisherigen Ersahrungen im . öffentlichen Leben als Stadtrath von Evanöville und Senator veö Staates Jndiana gaben ihm eine gute Schule im Parlamentarismus. Seine persönliche Ehrenhaftigkeit steht Über allem Verdachte erhaben. Der Prämienliste, welche der Board der St.LouiserFair veröffentlicht, entneh men wir, daß Bierkrahnen und Spottvogelfutter in der Abthei lung für Geologie, Chemie und Mineralie n" pramiirt worden sind.
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