Indiana Tribüne, Volume 1, Number 10, Indianapolis, Marion County, 19 October 1878 — Page 1
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Jndtana Frtöüne. if i bchenblctt.) Os5ee: PHES3 BUILDING, Seinkeu.Z?e?ld.Str. Zir 9. 2. tag.) MsuneentS'Preisr : Ja vitauibklahluni pro Jahr 2.00 Dutch ben krästkiniHani fccfcrt xerUonat 20Ctl. Ind. Tribun o A psri ?ttc lls. Office : PRESS BUILD'G,. Cor. Circle & Merid., Roorn 9. 3d Floor. llatesof Subscript,: Per Ann in Advance$2.00. Dellvered by arrler per Month . . 2rt Cta. 1. Louis P. Hild, HnauSgkblr. Office: Ecke Circle u. Meridian-Straße. Jahrgang l No. 10. Indianapolis, Zndiana, Samstag, den 1.HKto6er 1878.
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Mozart-Halle. roaramm später. Das ommtttee. Umzug der l 1 nach dem Vance Block, (Ht Washingtonfiroße und. Virginia Adenue.) Freunde und und. find .mz.lad.p, NZ..N.U., Lokal, besuchen. ä S. ?. ?reiek. Aassirer. Zt. S. Vrkott, Präsident. Z. S. ?räU, Bice.Pttsident. Da auillr dische Wechsel und Paffage.Seschäft ird von den Herren Gebrüder Frenzel am obigen Platze fortgeführt. Gmo Mub. Die Mitglieder obigen Clubk uvd diej.nigen die sich demselben anschließen wollen, sind sreund, lichst zur Einweihung deö neuen Lokal, No. 87 Ost.Washinglon.EtraßeüberR.Reiuman'ö Ealoon am Sonntag Nachultttag, 2 Uhr, eingeladen. Dasselbe ist auss bequemste und fteundlichfle nngettchlel und sinö ,ur Die ersorderlichen Erfrischungen alle Vorkehrungen troffen. gr tzr.Soldhansen, Sek. C. P.F etsch, Präs. Große Eröffnung der Deutschen Bier - Halle, No. 96 Süd Illinois Str. mit einem feineu Austcrn-Lunch am Montag Abend, den 21. Hktoöer. Um recht zahlreichen Zuspruch Seiten? seiner Freunde und Bekannte und det Publikums im Allgemeinen bittet Ios. Rummele, Agt. Noch nie MAÄ:?i5S. irgend weS im Ltaate. unsere Waaren werden für Vir.ft nv hritnnifY Afltft(. hilliit rnia R mmm V V I I") M V . t 3 W VtMIj V nur rlanat erden können, roeßhalb in den Stand ge nnv, ne ju pvirxre.ien zu verlausen. Snner Cplit'.Stiefel ...175 .Oil ip.Stiefel 250 m fiktne ka bleierne ir'Stiefel ..... 300 naben Aiv.Stiefel im . ip. Stiefel 175 Daen feine Z epenleder Ceitenfchnüren 125 seine Vebble. . fb t. nrut . Oilkolblederne Echube. Vegaed 1 50 ; e'n.?i I achten amen.Schuhen. liiiV Pik, auf der teile und voine eeschnürt...Zt 75 , ccifinurt XI 7S l""ilct, ', :. äoo Sid Anölfe ollständiae A 2 00 Ctne vollständige Auiwahl der berühmten Schuhen der Gebrüder Reznol" in allen Breiten und Srößen. 13 AHNARD ' S CITY $H0E y 8 West Wasblnatonstr.. Indianapolis, Ind. IZoctZmt tty e S 6. Wrn. H. -A.llerx &z Co., m . tv ri.r ! - V VI l. M n r M iiiv V4 H,1' fr Bmitt knd ntt bei taüa Bmtat am. OrQjQll UU9 2ised!Smt gefuhr:. r v - - T ui -
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Im KWanser. Der Kaiser Rothbart lugte aus Wohl in die deutschen Lande; jMein Zwerg, wie steht es im heiligen Ykeich ? .Ist mein Deutschland noch frei 'seiner Bande?
..Hält sich der'Römlwg noch angstlich geduckt .Br meines Adlers Fängen? .Erbraust es in teutschen Wäldern annoch .Von kühknLreihei:sg;s2ngen?" , ..Das waren. Träume, mein Kaiser und Hrr, ..Die schönen Träume veringrn, ..Seitdem der Kanzler mit Msella gmg ! ..Und seinem Hund nach Kissingen. ..Dort haben' geflochten sie selband ..Vom neu die römische Peitsche 7 ..Dort haben Sie den Schlaftrunk gebraut Für Dein heiliges Reich, das deutsche. Sin .Reichsgesktz" wird geplant in Berlin, ..Wider Dozialisten gerichtet Und wegen einer Handvoll Unkraut ttitb MK ,.Dct ganze Garten vernichtet. ..D!e Zreiheit ist sterbentkrank im Reich, ..Bul läßt tf' sich wohl begraben ..Mein Kaiser, 's ist besser. Du gehst zur Ruh', Schon seh ich von seine die Raben ! 1 ww Warum das oldagio steigt. Im Laufe der beiden letzten Wochen ist das Goldagio in New Fork, welches fast ganz geschwunden war, wieder etwaS in die .... 7 f KW des war. so siel es dock um so mebr auf. , , t . , , als man es mit den Wahlresultaten der vorigen Woche in Verbindung brachte und oie ttetgenee eneenz ves v)0tvcuries für t t l 1 ri tft p r den Vorläufer wichtigerer Vorgänge auf finanziellem Gebiete hält. Das Louisville Volksblatt" widmet der Erscheinüug folgenden Artikel: r ; x : Der Sekretär Sherman hat sich mit dem VundesschaiZmeister Gilsillan auf vier bis fünf Tage nach New Vork begeben. Diese Reise hat zLGerüchten Anlaß gegeben, die dahin lauten : " Die Thatsache, daß das Schatzamt in vsrmer Woche' auf die mm New Norker ... . cn. vniuul gehörigen anilers zum elrage von vier Millionen Dollars zog, und das Gerücht daß in dieser Woche für 5 Millio nen mehr gezogen werden sollte, hat ein plötzliches und beträchtliches Steigen im Goldmarkt verursacht. Im Zusammenhang mit diesem Steigen wird der Argwohn laut. daß eine mächtige Verbindung Anordnun gen gerrorsey yar, egatlenoers emzuraufen . r 4 r c ' f und einzuschließen und so eine Panik auf dem Goldmarkt hervorzurufen. Dazu kommt, daß Nationalbanken in New Jork gegenwärtig von keinen besonders freundschaftlichen Gefühlen gegen das Schatzde vartement erfüllt sind, weil dasselbe iekt 11 ' , die Bankendie Kosten des Transports von Courant nach Washington behufsEinlösung zahlen läßt! Sre sind m der That so er zürnt darüber, daß sie es abgelehnt haben, ! irgend welchen Courant nach Washington zur Einlösung zu senden. Die Verfügung, welche den Banken die Kosten aufbürdet. wird von diesen für sehr unvernünftig ge halten, als faktisch dahinzielend, das Gesetz in Betreff der Organisation derEinlösungs agentur illusorisch zu machen, und als gar keinen reellenZweck habend, es sei denn der. zehn, möglicherweise fünfzehn .Millionen LegaltenderS in fünfprozentigen Bonds einzusperren, so daß sie. nicht am 1. Januar zur Einlösung prasentirt . werden könnten. Hiermit im Zusammenhang steht derGlaube vleler New Jorker Vanklers, daß Sherman beabsichtige, seine'jwanzig Millionen Sil ber zur Verbarrikadirung seinesGoldes am i I Januar, zu ve?wenden, und zuerst die Auszahlung' von Silber durchzusetzen, sobald LegaltenderS jur Einlösung präsentirt rodcn. Dtefe Unstande haben tn Anbe- . 'j'. , . - ' . 1n. tracht der Thatsahe, daß bic Einlösung fr V- , CT ' schon IN zwöl UNd MM halben MvNatVvr , 1 r c I UCD geyeN 10U, CW DCM )etvMartt kM Gottes, eine Erhöhung des Zinsfußes und . eine' Redüction -der von I xlnTlti UnXnnTkWr I "v"'! hvmhiihivvv'iv vvy auf das Minimum gewirkt, was nothwew dig die Aufmerksamkeit des Schatzamtes auf sich ziehen müßtet' Die Washingtoner Freunde? Sbermärfs behaupten, daß die Freundschaft 5er Nationalbankeu der Stadt I cr.. er-.' .irx- LrY.?.. r rrr n r neu? yvxi, wetcye uuem nlluwnen egaltende?S - besitzen, sehr wesentlich - zur Durchführung der Münzzahlung ist. Sollten diese Natio'nallnnken sich feindselig erweisen,, so könnten ie, jede Silberbarrikade niederbrechen und durch Präsentiruna von , ' Legaltender, die besitzen, alles Silber - ! pi i . , bsorbnm und am ersten Tage 30 M.llio I " " j- ' " i ' - I nen Gold aus dem Schatzamte ziehen. Per-
sonen, die in intimen Beziehungen zü.meh-
reren New Forker Banken stehen .sagen, daß dieseBanken sicherlich schleunigSchntte thun würden, um ihre Legaltenders inGold zu konvrtiren, indem sie zuerst die zwanzig Millionen, die man sie in Silber zu nehmen zwingen möchtean Kaufleute für Zollab gaben veräußerten. Der Boden des OeeanS. (Neberfedung e et Artikels der Iron Ae.") Der Bericht der Expedition, welche letztere m tW 11 a Pf von London m Jyrer uicaie uar cyln Challenger" ausgesandt wurde,ist vor nicht langer Zett veröffentlicht worden. Nahezu vier Jahre wurden dazu verwendet, die Strömungen und den Boden der vier großen Ozeane der Welt einer genauen Prüsung zu unterziehen. W:e uns nun mitgetheilt wird, soll der Atlantic, wenn wir uns denselben als trocken gelegt vorstellen, eine Ebene von ungeheurer Ausdehnung repräsentiren, mtt einer Gebirgskette in der Mitte, parallel mit unserer Küste laufend.' Ein anderer Gebirgszug, auf dessen Rücken ein unterseeisches Kabel liegt, kreuzt denselben von Neufundland bis Irland. Der Ozean ist demgemäß iu drei große Becken getheilt, und nicht länger mehr mit der Ahrase : unermeßliche Tiefen" zu bezeichnen. Der Höhepunkt dieser Seeaebirge besindet sich zwei Meilen unterhalb der dar über hinfahrenden Segelschiffe, und derBo den der Becken nach Angaben von Reclus 15 Meilen. Die Gebirgszüge sind für Tausende von Meilen mit einer ganz kleinen, ramartigen Muschel bedeckt, und weiß. Die Tiefen sind von rothen Farben und angehäuft mit vulkanischen Massen. Durch die schwarze, unbeweglicheWaffermaffe dieser Abgründe bewegen sich mißge staltete Geschöpfe von riesenhafter Größe, welche niemals über die oberen Strömungen emportauchen. , Es existirt eine alte Legende von dem et? sten Zeitalter der Welt auf uns sich verer bend, auf welche die wissenschaftlichen Tief See-Forschungen ein wunderbares Licht werfen. Plato und Solon verzeichnen eine schon in ihren Tagen alte Sage von einem Rei che in den westlichen Seen, worin die erste Zivilisation der Menschheit blühte, welches durch vulkanische Kräfte versenkt wurde und verloren ging. Dieselbe Geschichte wird uns vonCentralAmerikanern erzählt, welche noch jetzt durch die Fasten von Jzcalli die schreckenerregende Ueberschwemmung feiern, welche dieses Land mit all seinen stattlichen Städten zerstörte. . De Bonnbourg und andere Archäologen Versichern mit Bestimmtheit, daß dieses ver lorene Land sich von Mexiko bis über West Indien hinaus ausgedehnt habe. Die Gestalt des Bodens, nunmehr durch den Challenger" untersucht, stimmt mit dieser Theorie. Welches Wunder würde es sein, wenn ein schlauer Dankee dereinst noch die verlo rene Atlantis aus dem bodenloseu Schlamme heraussehen und trocken legen sollte! Soweit die wichtigsten Punkte des Berichtes. Welcher von den Lesern dieser nunmehr festgestellten Thatsache, sollte nicht äugenblicklich der Worte unseres geistreichen Fr. V. Schiller eingedenk sein, wenn er in seinem Gedichte. ,der Taucher" unter anderm sagt: . . . . : ; Denn unter ihm lag eö noch bergtief In purpurner Finsterniß da, .Und ob es dem Ohre gleich ewig schlief. ' Bd Auge m,t Schaudern htnuntersüh. Wie'S von Salamander und Wölfen ut Drachen .Sich regt in dem furchtbaren Höllenrachen , In obigem Berichte erhalten wir endlich einmal eine Lösung der seither 'für unsere Pädagogen so dunkleWorte : die purpurne Finsterniß." Mas der Dichter damit hatte sagen wollen, war stets als eine offene Frage belassen oder die Antworten nur alsKonjekturen gegeben worden, da eine solche Zusammenstellung - zweier sich so widersprechender Worte keine richtige Erklärung zuließen; bis 'es zuletzt den Engländern gelang, dieselbe durch Thatsachen für uns Deutsche festzustellen : s daß nämlich die Farbe der Meerestiefen roth sei." So' hat man anderseits in demselben Gedichte an der angeführten Stelle die wilden Bilder welche die Götter mit Nacht und mit Grauen gnKdig bedecken, für Ausgeburten der krankhast aufgeregten Phantasie des Tauchers erklärt, als derselbe zwischen i '-""""-7'" . - -'., 1 7 v. Leben und Tod an einem Korallenriffe sich
anklammernd in seiner höchsten Noth zu Gott betete; und doch hat unser unsterb-
licherDichter nichts Anderes als die lebende Wahrheit wiedererzählt, da auch in dieser Hinsicht der ofsizielle Bericht der gigantischen Wesen und Ungeheuer von scheußlicher Gestalt Erwähnung thut, die sich in den tief untersten schwarzen Wassermassen bewegen, und wohl niemals über die oberen Strömungeu herauskommen. - (ÄuS der Brookl?n,r Fr. Pr.Z Drr Mittelweg der beste. Mehrere Zeitungen, unter ihnen die Nation," brachten kürzlich in ihren Spalten Artikel, in welchen über die Existenz bedeutender Vermögen gesprochen wurde. Es hieß in denselben, daß der Besitz bedeutender Capitalien in den Händen einzelner Personen den , txotxl enthalte, daß die Besitzer es verständen, ihre Er sparnisse und Geldanlagen zusammenzuhalten und zu verwalten, während die Gelder, welche sie für persönlichen Luxus und zur Befriedigung ihrer Leidenschäften hergäben, vergleichsweise gering zu dem Capital seien, welches sie zur Vermehrung ihres Vermögens anlegen. Demnach würde der reiche Capitalist Herr der Kunst sein, das Verdiente zusammenzuhalten und durch den Verdienst wieder einen ueuen Verdienst zu erzielen. In dieser Weise, wird er zum Wohlthäter der großen Menge; er beschäftigt Arbeiter und verbessert die Lebensverhältnisse derselben dadurch, daß er ihnen stetige Beschäftigung gibt, sie also indirekt an seinem Verdienst theilnehmen läßt. Anstatt für seine Neigungen und persönlichen Bedürfnisse größere Summen auszugeben, gibt , im Ver, hältniß zu seinen Mitteln der Capitalist weniger Geld aus, als die meisten Mnschen anderer Klassen. Die mcisten Menschen verstehen es nicht, ihre finanziellen Verhältnisse richtig zu verwalten. Der Reiche verwaltet seine bedeutenden Summen für sich und im Interesse eines großen Theiles der Bevölkerung und darf man ihm nicht verargen, wenn er fü? dieses einen größeren Verdienst beansprucht. Die allgemeine Annahme wäre also die, daß die Capitalisten für die Oeffentlichkeit unentbehrlich sind, nicht so die weniger bemittelten, kommerzielle Experimente unternehmenden Persönlichkeiten, welche bei der geringsten Widerwärtigkeit, welche sich iynen entgegenstellt, dem Bankerott in die Arme sinken müssen. Diese Annahme ist einem Communisten und Revolutionär wie Kear ney gegenüber, der jeden Capitalisten als einen Räuber ausschreit, gewiß nicht unrichtig. Vom staats ökonomischen Standpunkte aus betrachtet, ist sie nicht stichhal tig. Es scheint sich in dieser Beziehung derselbe Nachtheil geltend zu machen, wie zwischen großem und kleinerem Farmwesen. -DaS wirkendste Argument in beidenFäl len, zu Gunsten kleinerer Besitze, ist politischer oder moralischer Natur. . Ein Staat z. B. ist besser, seine Bewohner intelligenter und eher im Stande sich selbst zu regieren. wenn dieselben aus vielen kleineren Capitalisten oder Grundeigenthumsbesitzern be stehen, selbst wenn die Hälfte durch unglückliche Spekulationen ruinirt werden als wenn einige größere Capitalisten die selben beherrschen und die ärmeren Klassen von sich abhängig machen. Es ist für den Staat von keiner so unbedingten Wichtigkeit, daß jeder seiner Bewohner reich sei. wohl aber ist es wichtig, daß jeder Bürger die Intelligenz und 'das Selbstvertrauen habe, welche nur durch' die eigene Verwal tung der persönlichen Angelegenheiten er: langt werden kann. Es ist freilich sehr schön, wenn einVanderbilt im Stande ist. fünszZgtausend Menschen ' prositable Beschäftigung zu geben. Besser würde es ent schieden sein, wenn jeder dieser Angestellten seine kleine Farm oder sein eigenes Ge schästchen hätte, selbst wenn dasselbe, einen nicht so bedeutenden Prosit abwürfe als das Gehalt, welches er bezieht, ihm gewährt. Jeder derselben würde vielleicht ein ärmeres jedenfalls aber ein brauchbaresMitglied der Gesellschaft sein. Ohne Frage erweist ein Astor der Stadt New York große Wohlthaten dadurch, daß er Tausende von Gebäuden in einer. besseren Art und Weise verwaltet, als die Miether derselben es gethan haben würden, selbst wenn sie die Besitzer derselben gewesen wären. Er reproduzirt Reichthümer, welche sonst in anderer Weise ihren Weg 'nach Außen gefunden haben 1 y v.i vwvjj , tiMvy vpvit VVttvvi yivv würden. Daran zweifelt bei Wohl Nie
mand, daß die Stadt als Gemeinde besser sich dabei stehen würde, wenn jeder Miether Eigenthümer des Hauses wäre, die Verantwortlichkeit des Besitzers hätte uud sich mit der Verwaltung seines Grundeigenthums selbst befassen würde. Es ist wahr. Mancher derselben würde wegen Mangels an richtiger Beurtheilung oder wegen der Unbideutenheit seiner Geldmittel weit eher und fühlbarere Verluste erleiden, als der Capitalist; da-, würde aber die Oeffentlich-
keit nicht nachtheilig berühren, denn im hochstenFalle könnte nur ein Uebertrag des Besitztums an eine andere Persönlichkeit stattsinden, Eigenthum und Eigenthümer verblieben in derGemeinde. Die Stadt Würde in solchen Fällen dieBerbesserungen, welche der größere Capitalist dem Grundeigenthum und Gebäude widmet, verlieren. dafür aber eine intelligentere und bessere Classe von Bürgern erhalten. Dann darf nicht vergessen werden, daß nicht alles Gold ist was glänzt, und der Erfolg desCapitalisten nicht immer so großartig ist, wie er scheint und ferner, und hauptsächlich, daß die meisten der großen Vermögen durch nichts weniger als moralische Mittel zusammengescharrt wurden. Ein immenses Besitzthum mag heutzutage durch gigantische Spekulationen, durch Spiel in Eisenbahnaktien u. s. w. erworben werden, oder durch wirklich anhalten des, ungewöhnliches Glück in sinanziellen Transaktionen, oder durch einfache Ererbung, oder durch eine brauchbare Ersindung. Nur äußerst wenige der großen persönlichen Vermögen in diesem Lande sind durch anhaltenden Fleiß und Arbeit ange häu t worden. Die Biographien unserer bedeutenden Capitalisten sind derart, daß das Land wirklich nicht eine Vermehrung derselben oder eine Verschmelzung der kleineren Capitalisten mit ihnen wünschen konnte. Große Geldsummen sind in dieser Republik. durch. Individuen in sehr zweifelhafter und auf sehr wenig zur Nachahmung anzu empfehlende Art und Weise angesammelt worden. Die Tendenzen einer verbesserten neuen Gerichtspflege zielen darauf hin, in Zukunft mehr und mehr die Anhäufung colossaler Reichthümer in den Händen Einzelner zu verhüten. In dieser Richtung wird mit der Zeit fortgeschritten werden. Die neuen Landtransfer-Gesetze Englands, die Auflösung der enormen Pachtgüter in Jrland, die Eintheilung großer Besitzungen nach dem Tode des Eigenthümers, welche Frankreich jetzt anstrebt, sind alles Maßre geln, welche auf Fortschritt in der obengenannten Richtung hindeuten. ' Die amerikanischen, auf die öffentlichen Ländereien bezüglichen, neueren Gesetze thun dasselbe. Jedenfalls hat Erfahrung' den Bewohnern dieses Landes gelehrt, daß kleines, aber allgemeines Besitzthum dem vereinzelt vorkommenden größeren vorzuziehen ist, und daß große Reichthümer, nicht: dazu dienen, den Besitzer zu einem besseren, brauchbareren Bürger zu machen,' während der Vortheil größeret Produktion durch Capitalisten,' (wenn dem so wäre) durch die allgemeinere Erziehung und Bildung der mittleren und unteren Klassen' mehr denn ausge glichen würde. Der Phonograph und das Qozialiftenrwm .'' 4 Gesetz.. ' . ' K . ' - v J ' Die deutsche Regierung ' will ' bekanntlich jede öffentliche Regung" des Sozialismus unmöglich machen Versammlungen werden verboten sozialistische :Redüer eingesteckt und ausgewiesen sonalistischeSckriften werden verboten. Aber das.Älles nützt r : . - t .' ''1. y i - ' . r mcylö rem gar ,ma?ls-vle .oeutjwe Negierung hat den Phonögräphenveraessen ! Was nüt es, wenn Z7B. Liebknecht ausget!? Im. V unk (s..Afi Q iuittu ivuc uuv 111 V umuv gryrii MUß S Liebknecht schafft sich einfach einen Phonographen an," läßt' von diesem- seine Reden aufnehmen (50,000. Worte lassen sich auf einen Raum.von?15 Quadrätzoll wiedergeben). ' Auf galvnaoplastischer Wege lassen sich die dünnen Metallplättchen vervzelfältigen Niemand kann, j lesen, ' was darauf steht, folglich' kann man sie unter den Augen der Polizei verschicken'.Und bei geeigneten Gelegenheiten kann man an' verschiedenen Orten die Reden hören lassen. Welche Verzweiflung der löblichen' Polizei, wenn sie erfährt, daß Liebknecht im 20, 30 Orten zugleich gesprochen hat und ''doch nirgends arretirt werden kann, f Die schrecklichen Metallplättchen : sind schon : längst in. den Rocktaschen . verschwunden- einen Phonographen - zu besitzen, ist .'aber '.Niemanden verboten. Die sozial-demokratische Agitation blüht mehr wie je, denn Reden können ja genüg geliefert werden und dazu werden die Reisekosten gespart und Niemand kann die Redner einstecken. ' ' : O Bismarck! JDrin Regist:? hat ein Loch!
Herrnan Harten,
Polstcrcr und Dccoratcur in allen in diese Fach einschlagenden Arbeiten. 32 Süd-Meridian-Straße. Lange Jahre bei Adam, Mansur & Co. thälig.. !9o!t.3rnl Nachricht an Strucrzahlcr Ich bin jeßt bereit, die Nov.mber.Hälfte der laufenden Steuer für das Jahr '877 entgegsuzu nehmen. Der legte Tag derZahluug ist Mon tag, en 4. November. Um sich davor zu hüten alk rückständig r gistrirt weiden, sollten die" Steuerzahler von der gebotenen Gelegenheit, schon jcst zahlen zu können, um den Andrang und dieunvermeidlichen Verzögerung während der lehterrsüns Tage zu verm iden, Gebrauch machen. Wen. Jeder bis zuletzt kartet, so müssen Pie'.e noth, wendigerweis al rückstandig verzeichnet werden. Um Trubel zu vermeiden, werde ich nur U glaubigte Check von heute an für Zahlung der Steuern an - ehmen und während dcr letzten fünf Tage keiren Vorzug aestatien bedeutende Steuerzahler sollten ihre Listen bereit halten undN'cht damit warten, bii kie Office übelsüllt ist widrigenfalls sie in der Reihe bleiben müssrn. Deshalb zahle man jetzt und vermeide Unan nehmlichkciten. Die Office ist von Morgens 8 Uhr bis 6 Uhr Tbendö geöffnet. Samuel Hanway, Schatzmeister von Marion County. c Beck's Gewehr-Laden, 554 Soiit li M ridian Streot ist der beste Platz, um Flinten. Pistolen, Munition oder irgend welche in dieses ffich sch'agende Artikel zu kau fen. Gemehre und Pisto en werden reparirt. 12ect?m Wm. Hasslocli, M. v. Deutscher Arzt, Cglrurg&GcbuttsMr. Vorläufige Wohnung im Cirlle Park Hotel, V 27 und 29 Circle Etr., ' Indianapolis.' Metropolitan Theater Ecke Washington u. Tonnessee St Jcdcn Abend Borstcllunff und Matinees jeden Mittwoch u.AreitaS Eintritt so, 25 und 15 Cent. Simon MoCarty, Manager nuvtt S ffi hLj ieder-ErSssnung der BNM-GchNle de Ind. Soc. Turnvereins. Die Kuabcn-Ülasse turnt: Mittwoch von 45 Uhr. Samstags von. )3 4 Uhr. Die Mochen-Klasse tnrut: ' Dienstags von. . . 4 5 Uhr. Samstags von ... 45 Uhr. Eine Preisermäßigung hat wie folgt stattgefunden : 1 Kind, 25 Cents ; 2 Kinder aus einer Familie 40 Cts.; 3 Kinder aus einer Familie 50 Cents. ' Anmeldungen werden während der Turnstunden von dem befädizteu Leiter der Turnschul?. Herrn Joseph König, entgegengenommen. Dasgeehrte Publikum wird freundlichst gebeten, auch, fernerhin seine Unterstützung zu gewähren. MI LT. POUDER'S RcmcrFlcischmarkt 234 st Wasbkngtonstr. , ist dai Haupi.Dkpot sür. Frisches . kaltes Fleisch, sowie für - Wiener- Volognaund alle andere Sorten Würste. ttser-tt Das
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