Indiana Tribüne, Volume 1, Number 9, Indianapolis, Marion County, 12 October 1878 — Page 4
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Sndiana Hriöüne. (Wochenblatt.)
Cfflcc: Ccke Circle u. Meridianstr, lJm dritten Stock ) Abonnements-Preise. In der Stadt durch Träger ins Haus geliefert Per Monat 20 Cents. Per Iah: im Voraus $2.00 Per Nummer K KentS. Louis P. Hild, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 12. Oktbr. 1378. Durch dieHerausgabe einer Extranummer am Montag und die damit vermehrten Auforderungen an die Lei stungssähigleit unseres Arbeitspersonals, welche ohnehin durch den engen Satz und den Umfang des Lesestoffes unseres Blattes aufs Aeußcrste in Anspruch genommen ist, mußte die Herstellung dieser Nummer unter außergewöhnlichemDruck stattfinden. Ein gleichzeitig stattgehabter Redaktions. Wechsel konnte selbstredend nicht ohneEinWirkung auf den sachlichen Inhalt dieser Nummer vorübergehen. Wenn dieselbe deßhalb noch Manches zu wünschen übrig läßt, so möge der freundliche Leser dieses aus den angegebenen Gründen entsöuldl gen. Mit der nächsten Nummer werden diese Uebelstände gehoben sein. Die Reda ctio n. Gditorielle Hslotizen. In Folge des bekannten Skandals wurde Aölen von Louistana ufgesordert. aus der politischen Arena zurücktreten. Der Gouverneur von New Mexiko hat die Hilfe der Bundesarmee gegen das Ban ditenthum daselbst angerufen. Dem Terre Haute Banner" unsern besten Dank für seine anerkennende Er wähnung. Desgleichen der Evansville Union." Wie verlautet find unsere Commissäre zur Industrie-Ausstellung in Paris mit dem Orden der Ehrenlegion dekorirt wor den. Ebenso auch die Mitglieder der Preis vertheilungs.Jury. Die Ohto Staatszeitung", ein Pa Viergeld' Organ und Campagneblatt der Geldverwasserer, hat das Zeitliche gesegnet und ist den Weg alles Shinplasters" geganaen,den es sich selbst so sorgfältig vorbereitet hat. Auf Anfrage hat das Postdepartement entschieden, daß wenn Nationalbanknoten oder Greenbacks per Post versendet werden sollen, dieselben dem Briefvorto oder dem in Section 156 der Postgesetze festgesetzten Porto unterworfen sein würden. Eine neue Blüthe, welche der Fremden haß getrieben, erscheint in St. LouiS unter dem Titel: uThe national renudlican" und bekennt sich zu dem Grundsatz, daß weder Ebren-, noch Vertrauens- und gewinnbringende Aemter an Andere als Eingeborene gegeben werden dürfen. De la Matyr scheint Mitarbeiter an diesem edlen Paper zu sein. Unsern Papiermüllern, welche sich schon die Rocktaschen vergrößern lassen, um all die Greenbacks und ShinplasterS unterbringen zu können, die ihnen demnächst Ballen- und Ries - weise iVs Haus geflogen kommen, verfehlen wir nicht die Vorgänge in der Türkei, soweit sie das dortige Papiergeld betrafen, zur geneigten Berücksichtigung zu empfehlen. Die Türkei ist zwar durch den unglücklichen Ausgang des Krieges mit Rußland derangirt und finan ziell in großer Klemme, sie hat aber weder ihre Hülfsquellen verloren, noch hat sie die Absicht zu erkennen zu geben, ihr Papier geld sich selbst zu überlassen. Es sind ihr immer noch über 300 Millionen Jahreseinkünste verblieben und der Wille, das cursirende Papier baar einzulösen ist vorHanden und ernstlich gemeint. Trotzdem ist der Werth des türkischen Papiergeldes auf den vierten Theil seines Nennwerthes gesunken und zwar in dertzauptstadt selbst; mit anderen Worten, der Laib Brod, welcher dort bisher 10 Cents kostete, kostet jetzt 40 Cents Papier. So wird es auch hier kommen, nur noch schlimmer. Durch die gesammte deutsche Presse machte der Brief die Runde, welchen der 'eidgenössisch! Oberst Wilhelm Rüstow an seine Töchter gerichtet hatte, bevor er Hand an sich selbst legte und einem verfehlten Dasein durch eine Kugel ein Ende machte. Dieser Brief erregte das höchste Aufsehen und ließ die schweizerischen Behörden, welche einen Mann von Rüstow's Fähigkeiten und Kenntnisien untergehen ließen, in einem sonderbaren Lichte erscheinen. In der .Kölnischen Zeitung" giebt nunmehr Mujor Wille von der schweizerischen Artillerie eine Erklärung ab, welcher den Beweis zu führen sucht, daß seitens der schweizerischen Militär- und Studienbehörden Alles geschehen sei, was ein Marn von selbst hohen Ansprüchen erwarten konnte, daß aber Rüstow's Eigenart und Schrullen seine Verwendung unmöglich machten. Was die bedrängte finanzielle Lage Rüstow's anbetrifft, so können Noth und Mangel seinen Lebensabend kaum bedroht haben, da er aus Laffaües Nachlaß testamentarisch eine Rente von achthundert Thalern bezog.
Bei einer Razzia gegen die Buschbrenne? in Tenneffee kam es zu einem regulären Gesecht, aus welchem die Steuerbeamten sich zurückziehen mußten, Wie sich jetzt herausstellt, ist der berühmte Geograph Peterma nn nicht an einem Schlagfluß gestorben, sondern hat Selbstmord begangen. Häusliche Verhalt niffe sollen Me Veranlassung gewesen sein. Die Nachricht, daß die mexikanische
Regierung die f r e i e Z o n e" abgeschafft et v rr? i. a CW .:rA.i' yave, wlio oincieu oemennri. huiuciii Diaz soll beabsichtigen, die am Rio Grande hausenden Indianer an die PacisicKüste zu verbringen. Das Schatzamt hat 1.200.000 Unzen kalifornisches Silber angekauft, und zwar zu billigerem Preise als in London gefordert wurde. Von den bis jetzt geprägten 17 Millionen Silberdollars sind höchstens 2 Millionen in Circulation. Die Evansville Union" ist halb närrisch vor Freude über den Sieg der Republikaner in Vanderburgh County. Es ist ihr zu gönnen, sie hat mannhast für ihre Leute gekämpft und in dem ungleichen Kampf sich wie ein ächter Kampshahn nicht unterkriegen lasten. Zu dem Resultate der Wahlen in Ohio und speziell in Hamiltsn County, Cincin' nati, hat ohne allen Zweifel die Rede des Secretär Schurz das Ihrige beigetragen. Man wird es vielfach in Abrede stellen. aber die Beweise sind überwältigend und das eigene Geständniß bekehrter Greenbackler läßt sich nicht wegdemonstriren. Das Louisville Volksblat" meint: Die demokratischen Vläsidentenmacher in Washington sind durch das Wahlresultat in Ohio zu der Ueberzeugung gelangt, daß unter den bisher genannten Candida. ten Bayard einzig noch verwendbar ist. Thurman, sagen sie, sei an Greenbacks gestorben, und Hendricks sei in Geldfragen zu weich" gewesen, um in Zukunft noch von Nutzen zu sein. Tilden, obgleich für Hartgeld, ist durch seine Chiffertelegramme beseitigt worden. Von allen Seiten hört man die Verwunderung darüber aussprechen, daß die Nationalen bei den jüngsten Wahlen eine so geringe numerische Stärke entwickelten. Wo sie sonst einigermaßen in Achtung gebietender Zahl austraten, wie z. B. in Vigo County, haben sie diesesmal durch die Unbedeutendheit ihres Votums gerechtes Erstaunen erregt. Trotzdem sind sie ein Jaktor, mit dem gerechnet werden muß; sie verzichten aus direkte Macht und begnügen sich mit der "balance of power". Eine Partei, welche sür sie die Kastanien us dem Feuer holt, und behufs Erlangung der Stimmen der Nationalen ihre eigenen Prinzipien verleugnet, ist ihr ja doch gewiß. Es lebe Rev. De la Matyr. Präsident Hayes hat den Bundessoldaten Tobin in Westpoint, welcher zu zehnjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt war, begnadigt. Tobin erschoß einen seiner Kameraden, den er im gegründeten Verdacht hatte, mit seiner (Tobins) Ehefrau in verbrecherischem Umganz zu leben. Da für gebührte ihm eine Strafe, aber den Strang verdiente er deshalb nicht, weil er im Moment der Aufregung die Ehre seines Hauses rächte. Tobin wird als ein braver Soldat geschildert, welcher seine Ausstoßung aus der Armee schmerzlicher empfindet, als die über ihn verhängte Todesstrafe. Was das ohnehin schon trübe Gemälde noch um eivige Schattirungen düsterer macht, ist das, daß das buhlerische Weib, die Ursache des Elends des Gatten, nicht die leiseste Sympathie für ihn während seiner herben Prüsungszeit an den Tag gelegt hat. Sie überließ ihn seinem trostlosen Geschick. Gegen diese Ausübung des Begnadigungsrechts werden wohl auch die Gegner des Präsidenten nichts einzuwenden haben. Möge sich unser Gouverneur Williams ein Beispiel hieran nehmen und unterscheiden lernen. Der Courant - Comtroller hat eine Uebersicht compilirt, welche nach geographischer Eintheilung die Zahl und das Capital der Nationalbanken ersehen läßt. die seit 6 Monaten, die beziehungsweise am 1. März und 1. September 1870 endeten, keine Dividenden erklärt haben. Man ersieht daraus, daß 328 Nationalbanken mit einem Capital von $48,797,900 für die 6 Monate, die mit dem 1. Märj 1878 endeten, keine Dividenden bezahlten, und daß 357 Banken mit einem Capital von $58, 736,950 keine Dividenden für die 6 Monate bezahlten, die mit dem 1. September 1878 endeten. Für die ersten 6 Monate des Jahres 1876 haben 238 Nationalbanken mit einem Capital von $34,290,000, und für die zweiten 6 Monate desselben haben 273 Nationalbanken mit einem Capital von $44,000,000 keine Dividenden bezahlt. In den ersten 6 Monaten des Jabreö 1877 haben 245 Nationalbanken mit einem Capital von 510,452.000, und sür die zweiten sechs Monate haben 283 Bankett mit einem Ca pital von $71,166,200 keine Dividenden bezahlt Die Proportion des Verdienstes zum Capital und Ueberschuß der National' danken war im Jahr 1876 gleich 6.9 Proc., in 1877 gleich 5.6 Proc. und für 1878 weniger als 6 Procent. Zwei japanesische Mädchen, Namens Stemad ZZamagarra und Shiga Nagal, wurden in New Haven, Conn., fünf Jahre unterrichtet und sprechen 'fließend englisch. Sie werden j'tzt Schülerinnen des Vaffa? College's" werden.
Die Wahlen in Indiana. Die Woche der Aufregung und deö sieberhaften Zustandes, der einer entscheidenden Schlacht vorherzugehen pflegt, ist vorüber; es ist nun mehr Waffenruhe und Abspannung eingetreten, die kämpsenden Parteien überblicken das Schlachtfeld, mustern ihre Siegestrophäen und zählen ihre Todten. In diesen Kämpfen ist charakteristisch, daß die aus der Wahlstatt gefallenen Personen sich selbst begraben lasten können. Selten, daß ein einmal unterlegener Candidit je wieder auf die Beine kommt und einen zweiten Kampf wagt. Zwar haben wir chronische Candidaten; diese werden aber erfahrungömäßig meistens an Posten gestellt, wo sie keine Aussicht auf Erfolg haben und nur Statisten-Rollen ausfüllen. Die Wabl am Dienstag verlies sehr ruhig; die Zahl der abgegebenen Stimmen blieb um .nahezu 2,000 hinter derjenigen bei der letzten Wahl zurück. Wir möchten dieses weniger einem Mangel an Jntereffe und dem leidigen Jndifferentismus als dem Umstände zuschreiben, daß aus beiden
Tickets Namen sich befanden, welche manchem pflichtgetreuen Stimmgeber die geringe Mühe des Ganges nach dem Wahl, lokale verleideten. Auch trug unzweifelhaft die Verminderung der Einwohnerzahl unserer Stadt das Ihrige zur Verminderung der abgegebenen Stimmenzahl bei. Die Wahl, um welche sich das größte Jntereffe des Publikums drehte, war diejenige für Congreß. Der MethodistenGeistliche und Fremdenhaffer De La Matyr ist über den seitherigen Vertreter unseres des 7. Congreß Distriktes, John Hanna, mit einer Majorität von ca 400 Stimmen erwählt. Die Nationals, deren Candidat De La Matyr war und welche mit den Demokraten einen Compromiß geschloffen hatten, beanspruchen für sich den Sieg, aber mit Unrecht. De La Matyr wurde von den Demokraten erwählt und auf die demokratische Partei sällt die volle Verantwortung für dieses schmachvolle Resultat. Wir können die Deutschen unseres Distrikts ebenfalls nicht freisprechen von dem Vorwurf, die Wahl ihres größten, erbittertsten Gegners durchaesetzt zu haben, denn wenn das deutsche Votum, welches stch doch sonst so stark und den Ausschlag gebend erwiesen hat, diesem muckerischen Know Nothing entzogen worden wäre, so würde seine Wahl unmöglich gewesen sein. Wir müffen uns ins Unab änderliche fügen und so mag der Zelot als Vertreter der Hauptstadt und ihrer intelligenten Bevölkerung nach Washington gehen und dort Zeugniß dasür ablegen, daß wir nichts Befferes zu schicken hatten. Die Wahlen sür Congreß in den übrigen 12 Distrikten unseres Staates sielen, so weit sich bis zur Stunde überblicken läßt in sünfen republikanisch und in 6 demokratisch aus. Im ersten Distrikt wurde Wilh. H e i l m a n n in Evansville mit einer überraschenden Majorität über seinen Gegner Thom. E. Garvin gewählt. Eine wahrhaft gemeine Opposition gegen seine Candidatur trug nur dazu bei, die Zahl, seiner Conflituenten zu vermehren und ihm den Sieg zu verschaffen. Da Heilmann in unserer Legislatur sein County als Senator vertritt, wird er seme Stellung als solcher aufgeben müffen und eine Neuwahl stattfinden. Im 5. Distrikt wurde der derzeitige Vertreter im Congreß, Th. M. B r o w n e, wiedererwählt, ebenso im 10. Distrikt Wm. H. C a l k i n s und im 13.. John H. B a k e r. Im 11. stegte C o w g i l l. Das Resultat im 9. Distrikt ist noch nicht positiv entschieden. Godlove S. Or th, der republikanische Candidat, gibt in einem Telegramm an das Journal die ihm zugefallene Majorität auf 150 an, während die Sun" sich von Lafayette telegraphiren läßt, daß sein Gegner James McCabe eine Majorität von 21 Stimmen erhalten habe. Da außerdem UnregelMäßigkeiten vorgefallen sein sollen, auf Grund deren man beabsichtigt, die Wahl anzufechten, so ist vorläufig der Distrikt noch keiner Partei zuzusprechen. Von den erwählten Demokraten ist nur Thom. R. C o b b wiedererwählt, die übrigen sind frische Kräfte. Hiernach haben die Republikaner, falls Orth gewählt ist, drei Sitze im Congreß verloren, im Staate selbst vier Distrikte eingebüßt u. nur einen, den ersten, erobert. Bei der Wahl sür die Legislatur aben wir dagegen ein günstigeres Resultat zu berichten. Die vier republikanijche Candidaten Herrod, Connor, Robinso n und Gordon siegten mit einer Stimmenmehrheit von 1000 bis 1200 Stimmen. Die geringste Majorität erhielt J.W. Gordon. Von den demo kratischen Candidaten lief George R e y er seinem Ticket um 170 bis 60 Stimmen voraus. Wenn eö uns leid thut, daß irgend ein Candidat unterlegen ist, so ist es in diesem Fall. Herr Reyer war der einzige deutsche Candidat im Felde, und da er des Rufes eines gewiffenhaften, seiner Aufgabe gewachsenen und. intelligenten Mannes bei allen Deutschen sich erfreut, so möchten wir auch in diesem Falle fragen : wo war das so viel gerühmte deutsche Votum? Der gemeinschastliche Vertreter sür Shelby und Marion County in der nächsten Legislatur ist Wm. E. English, Demokrat, welcher durch das Votum von Shelby County gewählt wurde, in Marion blieb er hinter seinem republikani-
schen Mitbewerber L. H. Mapes um 809 Stimmen zurück.. Am Mittwoch wurden zur Feier seines Sieges die Kanonen gelöst. Wir hätten gewünscht, daß dies bis dann verschoben wäre, wenn man etwas von seiner Thätigkett in der Legislatur gesehen und gehört hätte. . Als Senator sür Marion und Morgan County wurde der Republikaner George W. Grubbs erwählt. Soweit die Berichte aus dem Staate eine Schätzung zulassen, wird die Legis latur im nächsten Termin' wie folgt zusammengesetzt sein: 9?ep. Dem. Rat. Senat 24. 25. 1. HauS 43. 52. 5. 67. 77. 6. Hiernach haben die Demokraten in der nächsten Legislatur - Periode die Majorität im Hause und bei gemeinschaftlicher Abstimmung. Wir werden diesen Winter Gelegenheit haben zu erleben, wasSegensreiches für Land und Volk aus dieser demokratifchen Gesktzgebung ersprießen wird. EineS darf als ziemlich gewiß jetzt schon angesehen werden, nämlich eine Neueintbeilung der congressionellen Wahldistrickte. Beiden Staatkwahlen, eö wurde der StaatS-Secretär, Auditor, Schatzmeister, General'Anwalt und Superintendent des öffentlichenUnterrichtS gewählt siegte das demokratische Ticket, wie auch nicht anders erwartet wurde, mit einer zwischen 10,000 und 15,000 schwankenden Majorität. Sind so weit die Wahlergebnisse für die republikanische Partei nicht besonders erfreulich, so ist der Ausfall der CountyWahlen um so mehr geeignet, die verzagenden Gemüther wieder aufzurichten. DaS gesammte republikanische CountyTicket wurde erwählt mit alleiniger AuSnähme des Schatzmeisters und eines Richters der Superior-Court. Es erhielten: Cou n ty'Clerk. Dan. M. Ransdall, Rep. .. . . 11.113 Thom. F. Nyan, Dem 9,170 Sheriff. John T. Preßlv, Rep' .... 10,283 R. I. Bright, Dem 9.577 1 Schatzmeister. Thom. Schoolcy, Rep 9.999 S. Loftin, Dem 10,180 Auditor. Wm. A. Pfaff, Rep 10,508 B. F. Jones, Tem 9,601 KreiS.Richter. Josbua G. AdamS, Rep. . . . 10,581 Jacob B. Julian, Dem. . . . 10,501 Richter d er Superior-Court. D. V. Burns, Rep 10,795 D. W. Howe, Rep 10,742 H. C. Newcomb, Rep 10,739 Caß. Byfield, Dem. . . ' . . 10.202 I. H. Laird, Dem. ..... 9.991 John A. Holman, Dem. . . . 10,877 Criminal-Richter. JameS E. Heller, Rep. .... 9.899 Ed. C. Buskirr, .Dem 9,452 S taats Anwalt deS IS.Distr. F. B. Blake, Rep 10,631 I. H. Johnson, Dem 9,493 Staatsanwalt am Crim. -Ger. John B. Elam, Rep 10,333 A. S. Caldwell, Dem 9.829 County - Commissöre. G. F. McGinnis, Rep.. ... 10.562 Moses Allen. Rep 10,531 Jer. Coble, Dem 9,714 Dan. B. Hosbrook, Dem. . . 9,606 C o r o n e r. Wm. H. Wishard, Rep. . . . 10.816 C. N. Metcals. Dem 9,395 Surveyor. H. B. Fatout. Rep. ' . . . . 10.654 W. D. Maxwell, Dem 9,465 Durch die Erwählung deS seitherigen Staatsanwalts Heller an Stelle des, seit zwei Terminen im Amte besindlichen RichterS Buskirk, dürfen wir-aus Ermäßigung der Gerichtskosten des Kriminal. Gerichts mit Sicherheit rechnen. Rekavituliren wir das Gesammt-Resul-tat der Wahlen, so erblicken wir keine. Veranlaffung, weßhalb stch die republikanische Partei über getäuschte Erwartungen und unerfüllt gebliebene Hoffnungen beklagen sollte. Auf einen Sieg deö Staatstickets haben einsichtige, mit den Verhältnissen vertraute Männer nie gerechnet. Der Sieg des County-TicketS ist vollständig geeignet, alle berechtigten Hoffnungen zu frieden zu stellen. Die demokratische Majoritat in der congressionellen Delegation, und mehr noch, die Majorität in der LegiSlatur wird schon von selbst dasür sorgen, daß bei den nächsten Wahlen der Sieg der republikanischen Partei ein vollständiger fein wird. Die Anhänger einer festen, auf die Erhaltung der Union gerichteten Poli tik und eines soliden, ehrlichen FinanzsystenIS werden schließlich doch den Sieg davon tragen, wenn erst das Unheilvolle einer längst verurtheilten Geldentwerthung und einer unnatürlichen Coalition stch im Innersten widerstreitender Elemente ad oculoa oem onstrirt sein wird. Nach der London Times" werden im Jahre 1879 die Wallfahrten nach Rom zahlreich werden. In Amerika, England, Irland und Deutschland organistren sich bereits Gesellschaften für den nächsten Februar, um dem heil. Vater zum ersten Jahrestage seines PontifikatS zu gratuliren und ihm ihren PeterS-Psennig zu bringen.- . ,
Die Wahlen in Ohio, Iowa und Wcst-Virginien. Von allen Wahlen, welche amDienstag stattfanden, erregte die Ohio-Wahl und ihr Resultat das größte Aufsehen. Bei letzter Wahl ging der Staat mit einer außerordentlich großen Majorität demokratisch. Dieses Jahr hoffte man diese Majorität noch zu vergrößern und rechnete auf die Mischehe mit denNationalen. Wie aber das alte Naturgesetz Ungleich Gethier bringt Nichts herfur" sich stets als richtig erwiesen hat, so auch dort. Das von Demokraten und Nationalen gelegteEi erwies sich als einWindei:
i am Dienstag wurde die Schale zerbrochen und hervor ging ein Geruch, welcher den demokratischen Drahtziehern Ohio's noch lange in der Nase stecken wird. DerStaat ging mit einer Majorität von 1215,000 Stimmen republikanisch.' - Ist auch die Con grlß.Telegation noch mit zwei Stimmen Majorität demokratisch, so hat doch die Verminderung der demokratischen Ver treterzahl einen sslchen Maaßstab angenommen, daß die Rückwirkung nicht ausbleiben kann. In I o w a hat die republikanischePartei ihre Reihen dieses Jahr verstärkt ; daß die Wahlen zu ihren Gunsten ausfallen würden, hat Niemand bezweifelt. Dasselbe war in W e st-V i r g i n i en mit den Demokraten der Fall, so'duß die Wähler gebniffe in diesen beiden Staaten keinerlei Einfluß auf die.Partei'Constellation ausüben können. Von höchster Wichtigkeit bleibt hiernach das Wahlresultat in Ohio. Man ist seit Jahren daran gewöhnt, die Wahlerfolge in Indiana und Ohio als Ereignisse zu betrachten, welche prädestinire'nd auf die Resultate der anderen Staaten einwirken. Sie sind gewiffermaßen die Schatten, welche kommende Ereigniffe voraufwerfen. In diesem Sinne werden die Folgen des republikanischen Sieges sich schon in aller Bälde fühlbar machen. Im nächsten Monat, am 6. November, findet die CongreßWahl in folgenden Staaten, die Hauptfchlacht statt, von deren Ausgang die Zusammensetzung des nächsten Congreß obhängen wird. Es stnd : Alabama, Arkansas, Connecticut Delaware, Florida, Georaia. Illinois. Kansa. jEhnhitfö. u w "Xß" , " , 5 7s Louisiana, Maryland, Massachusetts Michigan, Minnesota, Mississippi, Mis? souri, Nebraska, Nevada, New-Hampsbire, New-Jerscy, NewVork, North-Carolina, Pennsylvanien, Rhode Island, SouthCarolina, Tenneffee, Texas, Virginien und Wisconsin. im m Die Vorgänge in Süd-Carolina und ganz besonders das Gebühren der dortigen bewaffneten Verbindungen gegenüber den Republikanern, welche stch der Hoffnung hingaben, auch in einem, unter demokratischer Herrschaft stehenden Staate ihre bürgerlichen und von der Verfassung gewährleisteten Rechte ausüben zu dürfen, sich hierin aber getäuscht fanden, haben endlich die Behörden in Washington zu Schritten veranlaßt, welche schon längst hätten ge' than werden sollen. Die Westl. Post" schreibt : Die Administration in Washington hat sich veranlaßt gesehen, in den Gesetzbüchern lsach Mitteln zu suchen, um dem Treiben der Riffeclubs in SüdCarolina entgegenzutreten. Der Gouverneur Wade Hampton. der so schöne Worte zu machen wußte, bis man ihn in den Gouverneurstuhl setzte, und der auch nachher noch das Beste ver sprach, hat sich als ein gewöhnlicher Vramarbas und Heuchler entpuppt, dem es nie eingefallen ist, ein auch noch so heilig gegebeneö Wort zu halten. Ihn hat man uns als ein Muster von einem Südländer hingestellt, er sollte der TyphuS des befferen Elements dort unten sein. Wahrlich, wenn er das wirklich ist, dann ist diese Nation zu bedauern, dann n ird sie noch lange, lange nicht zur Ruhe kommen. Man hat gefunden, daß nack Section 5520 der revidirten Statuten, der Bundesmarschall das Recht hat, alle diejenigen zu verhaften, welche politische Versammlungen stören, wenn in dem Aufrufe für solche angegeben ist, daß sie zu dem Zwecke, eine bestimmte Person als Congreßcandidat zu unterstützen, abgehalten werden. Der General-Anwalt hat auf Weisung des Präsidenten hin einen Brief an den Bundesdistrikt. Anwalt Northrup in SüdCarolina gerichtet, in welchem er ihn beauftragt, gemeinsam mit dem BundesMarschall. dafür zu sorgen, daß alle diejenigen verhastet und demBundeScommis sär zur Abstrcfung vorgeführt werden, welche hinfort republikanische nach der obigen Methode einberufene Versammlungen stören. Nach der obigen Section sollen solche Ruhestörer mit einer Strase von $500 bis $5000 oder einer Gefängnißstrafe von sechs Monaten bis zu sechs Jahren, je nach dem Gutachten des Richters mit harter Arbeit, oder mit beiden belegt werden. Man schreibt von Washington, die Regierung beabsichtige, ihre g a n z e M a ch t zu verwenden, um die Bürger in ihren Rechten zu schützen. Sie thut damit nur ihre Pflicht. Sie ist um so mehr ver pflichtet hiezu gerade in Süd-Carolina, weil der Gouverneur jenes Staats iyr die bündigsten Versicherungen gegeben hat, er wolle die Gleichheit der Rechte aufrecht erhalten, und weil er seinen Lohn hierfür gezogen hat.
Hess
? BAYL0R k Co 12 UNS m cst-Wafhington Straße, haben jetzt einen immensen Vorrath vo FeckStArv-GooD . ' an Hand, welche alle frisch und neu sind und sehr b:ll,g 3txtavLt werden. Seiden-Stoffe von 63 CentS und aufwärts. Dunkle Kleider-Stoffe 8, 10, 1212, 15 und 20 Cts. Tafel -Linen 23, 30,33, &0 und 30 Cents. Guter brauner Muölin nur 4 CentS. Guter gebleichter MuSlin unr 3 Cents. Guter Catun-Muslin nur 3 CentS. Damen -Strümpfe 3, 8, 10 und 12112 Cents. Wollene Flanellen nur 20 Cents. Agenten für den Verkauf von G eisen dorff und Co. Fabrik-Waaren: JeanS, Garnen. Flanellen, BlanketS :e. zu Fabrik. Preisen. tT Für gute Waaren und niedrige Preise gehe an nach 12 u. 14 W.-Wasbinqtonstr. a Wenn, wie eö in der letzten Zeit vorge kommen ist, gerade seine Adjutanten die Rädelssührer stnd in ungesetzlichem Vor gehen gegen eine gewiste Elaste von Bür gern, und wenn der Herr Gouverneur nicht nur nichts thut, sondern in den Orten, in denen solche Störungen vorkommen, die Ruhestörer noch aufmuntert, anstatt ste zu bestrafen, dann weiß die Regierung, dafc ste hinter's Mt geführt worden ist und stch auf ihre eigene Macht stützen mutz. Diesem Zustand der Dinge in den Südstaaten muß ein für allemal ein Ende gemacht, die Rechte der Bürger müsten be schützt werden, wenn wir von einer Repu blik sprechen wollen. Wir stnd überzeugt, daß auch die besseren Elemente der demo kratischen Partei der Regierung Recht ge ben, wenn sie, nachdem ste dem Süden seine volle Rechtsstellung zurückgegeben hat, nun darauf besteht, daß er auch die aller seiner Bürger anerkennt. Wir sind den mexika Nischen Zustanden schon nahe genug. Wenn man einer Bande nichtsthuerischer Strolche erlaubt, Bürger, die anders stimmen wol len, als sie, mit Gewalt hiervon abzuhal ten oder gar zu tödten, dann unterscheiden wir uns nicht mehr von den Mexikanern. Diesem ungesunden Zustand muß mit aller Energie engegengetreten werden. Der Ausstand auf Santa Cruz ist unterdrückt. Am Sonntag, 6. Oktober feierte der bekannte Jesuiten-Mistionär, Pater F. X. Weninger, in einer der katholischenKirchen Cincinnati's sein goldenes (fünfzigjähri ges) Pliesterjubiläum. Kaum daß eine unserer eigenen Mili tärkapellen aus Deutschland zurückgekehrt ist, wird uns aus Hamburg gemeldet, daß Mitte Oktober hier eine deutsche Militär kapelle eintreffen wird, um eine Corcert Tour durch die Ver. Staaten zu unterneh men. Der offizielle Titel dieses Militär Musikcorps, welches natürlich eine Privat Organisation ist, heißt: Die rothen Husaren Elite-Kapelle aus Hamburg Dirigent ist Herr K. Schreiner, welcher in dem unS zugegangenen Schreiben als SoloGeiger und bedeutenderComponist bezeichnet wird. Eine pikante Scene spielte sich dieser Tage vor dem Wiener Schwurgerichtshofe ab. Es handelte sich um einen KindSmord uno da war, wie gewöhnlich, der Zuschau erraum mit Damen dicht besetzt. Bei der Aussage eines ArzteS sollten nun Dinge intimster Natur näher beschrieben werden und der Arzt zögerte,. hierüber öffentlich Auskunft zu geben, indem er sagte : Ich bitte, es stnd Damen im Saale anwesend Der öffentliche Ankläger bemerkte sofort : Das macht nichts. Die anständigen Damen können sich ja entfernen." ES geschah nun ganz dasselbe. waS einst in Paris geschah: sämmtliche Damen blieben auf ihren Plätzen!
