Indiana Tribüne, Volume 1, Number 8, Indianapolis, Marion County, 5 October 1878 — Page 5

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tsh das Publikum. In Folge der Höchst erfreulichen Patronage, die der .Tribüne" durchSubscription und insbesondere durck Anzeigen, der nernis renim einer Zeitung, geworden ist, sind wir in die. angenehme Lage ver setzt worden, unser Blatt in vergröbertem Format erscheinen zu lassen. Wir glauben annehmen zu dürfen, dan die oben angeführten Thatsachen . untrügliche Beweise dafür sind, daß sich die Tribune" in der kurzen Zeit ihres Bestehens und trotz des Wahlkampfes einen nicht unbedeutenden Grad von Popularität errungen hat. Wir verden unser Bestes thun, um uns in der Gunst des deutschen Publikums immer mehr festzusetzen, auf dak die jetzige große Tribüne- prosperire und noch größer werde. Audiatur et alten pars : .Ein eS Mannes Rede ist keine Rede!" Die Rolling Mill wurde am Mon tag Abend wieder in Betrieb gesetzt. In ungefähr 3 Wochen erwarten die hiesigen Getraidehändler die ersten Sendungen von neuem Wälschkorn. T Der Liederkranz" zieht nach der Mozart-Halle und die Harmonie" nach Äeichweins, an exchange of headquarters. County Auditor Sproule zog vor gestern $1715.39 auö der Countykasie, für Gebühren, die ihm für Bertheilung des SchulfondS zukommen, k t& Tom L. Sullivan ist zum Verwal rer des Nachlasses des Advokaten ThS. H. Bowleö, welcher Selbstmord beging, er nannt worden. Bürqschaft'tz22,000. tS Der Freidenker-Verein hält mor jen Abend eine Abendunterhaltung in der T K r n h a l l e ab, wozu alle, die sich für die Sache des Vereins interessiren, freund lichst eingeladen sind. s Im Hofe der Schmidt'schen Braue rei ist ein Pferd in einem Loche crepirt, welches man für irgend einen Zweck gegraben hatte. Ehe das Pferd darin crepirt ist, ist es hineingestürzt. 5S- Herr Wells, der liebenswürdige Wirth des Circle HauS, wird sich demnächst ein Mammoth-Aquarium anschaffen, in welchem er eine große Schildkröten und Fisch'Colonie anlegen will. Eine Menge Taschendiebe und Gauner aller Art, die die Statesair her beigezogen hatte, wurden diese Woche ver Haftel. Am Donnerstag wurden auf den Fairgründen vier jugendliche Taschendiebe im Alter von 1114 Jahren erwisö t. Die Randolph County Bnk in Winchester reichte am Mittwoch ihre Asiociationöartikel im Staatssecretariat ein, Capital 5100,000. Unter denStockholders der Bank bemerken wir den Namen deö Herrn John EnoS Neff, democratischen Staatssekretärs, mit $1.000. C&. Am Montag gaben drei junge Damen, die Fräulein Emilie Schell schmidt, Lucy Fletcher und Oliver.Torbet, ein Geigen'Conzert in der Expositionö halle. Die jungen Damen spielten prächtig und fanden wohlverdienten lebhasten Beifall. 5T Bergangenen Montag wurde un serm werthen Mitbürger H. S ch m edel die älteste Tochter Maricr durch den unerbittlichen Tod enteisten. Fräulein Maria war erst 20 Jahre alt, als sie vom Leben scheiden mußte. Das Leichenbegängniß fand am Dienstag Nachmittag unter zahlreicher Betheiligung der Freunde der Schmedel'schen Familre statt. Der schwer geprüften Familie unser innigstes Beileid ! tS- Am Montag hielt Herr Emil Rothe, einer der besten deutschen Redner im Lande eine demokratische deutsche Rede in der Mozart-Halle. Die Versammlung war nicht sehr zahlreich, die Halle war nur etwa zum dritten Theil gefüllt ; nur wenig mehr als die Hälfte der Stühle waren It setzt. Die UnHaltbarkeit seine? democra tisch'inyationistischen Argumente in 33c tracht gezogen, müssen wir zugestehen, daß Herr Rothe eine gute' Rede gehalten hat. t Henry Smith, der bekannte blinde Geiger, der seit Jahren an den Straßen ecken musikalische Schnorrerei betrieb, und wenn er ein paar Dollars hatte, sich regelmäßig einen riesigen Affen kaufte, ist zum Temperenzprediger geworden! An der Ecke von Washingtonstrabe und Kentucky Avenue erzählte er am Donnerstag Abend einem zahlreichen PubkikuS, welche Höllenpein a la Luther Benson er gelitten, wenn der Kater sich meldete.' Die Temperenzler sind ein merkwürdiges Volk; an die größten Lumpen verschwenden sie daS meiste Geld. Fanatismus macht blind. Herr William Jske, ttaplan deS .Liederkranz", hat i seiner neuen Heimath Greensield'in Hancock County einen harten Strauß bestanden. Erkaufte vor einigen Monaten von einem Hoosier daö unter dem Namen Guyman-House bekannte Hotel unter der Bedingung, daß der Verkäufer ihm nicht in unmittelbarer Nähe Concurrenz mache, eine Bedingung die der Hoosier nach.wenigenWochen vergaß. Das Resultat dieser Wortbrüchigkeit war eine bittere Feindschaft zwischen den, beiden Männern, die schließlich zu einer collosalen Paukerei führte, in welcher Freund Jske Sieger blieb. Dem Hoosier wurde das Fell derartig gegerbt, daß er noch lange d'ran denken wird. - Heute noch läuft er mit blauen Fensterläden" umher.

LSDie Schuldbeweise gegen denMör der Merrick' mehren sich. .Als die Polizei vorgestern seine Wöhnung ' durchsuchte, fanden sie in den Ofen ein Häufchen Asche, das von den Kleidern seiner Frau herrührte. Corsetbeschläge, Strumpfband schnallen und Knöpfe, Busennadeln :c., die sich in der Asche 'vorfanden, wurden als von der Ermordeten getragene erkannt. TSJn der Plymoutb Kirche wurde am Dienstag Nachmittag von einer Anzahl Damen eine "State Social Science Association" gegründet. Zur Präsidentin wurde Frau Elifa C. HendrickS erwählt. Ferner wurden neun Vicepeäsidentinnen, unter denen sich Frau Kappes befindet, erwählt, acht Direktorinnen, zwei Sekretärinnen und eine Schakmeisterin. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit Philantropie, ErziehungSwesen, Kunst und Literatur etc. etc. Die nächste Versammlung findet kommenden'Dienstag Nachmittag in der Plymouthkirche, Ecke Circle und Meridianstr., statt. Später finden nur jeden zweiten Dienstag im Monat Verhandlungen statt. Deutsche Damen, die sich für Kunst und Wissenschaft interessiren, sind höflichst eingeladen, nächsten Dienstag zu erscheinen. kS-Jn Anbetracht der Thatsachen, daß das gelbe Fieber im Süden im Abnehmen begriffen ist und die Howard-Astociation meldete, daß genügende Hülfe geleistet worden, wäre es passend, wenn daS HülfSComite etwa die Hälfte der ihm noch zur Verfügung stehenden Gelder, $1,400 Bobb's Free 1 Dispensary übermitteln wollte. Die Stadt besttzt kein Institut, welches, troßdem es von oen Behörden so äußerst stiefmütterlich behandelt wird, so viel Gutes wirkt, wie Bobb'S Dispensary. Viele, v'ele Arme in unsrer Stadt würden ohne die von der Dispensary geleistete ärztliche Hülfe, und was öfter geschieht freie Lieferung von Medizin, elendiglich verkommen sein. ES wäre deshalb am Platze, wenn daS HülfS. Comite die DiSpensary bedächte und dadurch un s re r eigenen Armen gedächte. XT Ich hatt' einen Kameraden Der deutsche Veteranen-Verein übt treue Kameradschaft, im Leben wie im Tod. Am Dienstag begleitete der Verein einen geschiedenen Kameraden, H ei n r i ch S ch ä f.e r, von Comp. B, 11. Jndiana Regiment, zur letzten Ruhestätte. Klein aber doch stattlich war die Schaar der Veteranen, die ihm nach Kriegerbrauch die letzte Ehre erwiesen. Als der Zug auf dem Friedhofe angekommen und der Entseelte der Erde übergeben war, formirten sich die Veteranen unterCommando vonLieutenant Keppler am Grabe und Herr Hermann Hensel hielt aus Wunsch der Veteranen eine kurze Rede. .Und wenn von den deutschen Veteranen nur nsch zwei übrig sind und der Tod ruft den einen zum letzten Appell, dann wird der Letzte dem Geschiedenen die letzte Ehre erweisen!" DerRede folgte der militärischeEhrensalut, die drei Salven. i8 Er kläre mir, GrasOerindur etc. . . In ihrer Staatsplatfarm verdamme n die Nationalen von Jndiana die beiden alten politischen Parteien. Und trotzdem erklärt Governor Williams, daß kein Prinzipienunterschied zwischen der demokratischen und der nationalen Partei bestehe und Dr. de la Matyr wurde trotz des von den Nationalen über die demokratische Partei verhängten VerdammungöurtheileS i n d o s s i r t. In der hiesigen Sun dem Organ der Greenbäckler,

nannte Solon Chase, der Führer der Nas tionalen in Maine, welcher gestern hier sprach, die demokratische Partei eine Leiche und zum Dank dafür sagte vor wenigen Tagen Herr Emil Rothe von Eincinnati in fast rührend freundschaftlichem Tone - Wir Demokraten und Nationalen disferiren nur in mehreren unbedeutenden Punkten und erstreben im Wesentlichen ein und dasselbe." Herr Rothe, der seine Rede mit Vorhees'schen Prinzipien und den famosen De la Matyr Schacher in Ein klang bringen mußte, dachte, als er obige Aeußerung that, sicherlich an das bekannte Sprüchwort : In der Noth frißt der Teu sel Fliegen l" Am Dienstag Abend fand unter denAuspizien von Freiheit undRecht"' eine demokratische Masienversommlung in der Washington.Halle statt. Ungefähr 160 180 Personen constituirten die Massenversammlung. Die Herren Hon. John EnoS Nesf und Adolph Seidensiicker Esq.. 3ltdacteur deö Telegraph-, sprachen. Nachdem Herr Neff seinen Vortrag beendet, machte sich ein unheimlichesGedränge nach dem Ausgange bemerkbar, welches einen Schmerz und Besorgniß erregenden Ausdruck auf den Mienen der auf dem Podium sitzenden Herrschaften erzeugte. .Aber mit anerkennenSmerther Geistesgegenwart steckte man schnell die Köpfe zusammen und Präsident Schuster forderte die Deutschen auf, dazubleiben, um unsern verehrten College vom Telegraph zu hören. Letzterer wurde dann von Herrn Schuster den Anwesenden präsentirt und recommanbitt. Nachdem daS Geräusch der Abziehenden verstummt, blieben, einschließlich der Herrschaften auf dem Podium und reservirten Sitzen, siebenundvierzig Personen zurück, welche College Seidrnsticker oratorisch verarbeitete. Er begann seine Rede mit folgenden, seinen Verhältnisien wohl angepaßten Worten : Wenn auch die Versammlung keine zahlreicheist, so it. je ' .

TV Ochooley und seine politischen . Oegner. Wohl selten vielleicht noch nie ist ein Wahlkampf in Marion County mit solcher Bitterkeit geführt worden, wieder dieöiährige. Zu allen möglichen Mitteln wird gegriffen, um die Candidaten zu verdächtigen und schlecht zu machen. Einer derjenigen Candidaten. die unter dieser veracht tungSwürdigen Kampsweise am Meisten zu leiden haben, ist Thomas Schooley, der republikanische Candidat für daS Schatzmeisteramt. Ein gewisser Daniel Beaty, ein beklagenSwerther, unwissender Mensch, der kaum halben Verstand hat und weder lesen noch schreiben kann, wird von der gegnerischen Seite als Werkzeug für schmutzige Arbeit gebraucht. Man hat den armen Tropf wahrscheinlich nur für eine ganze Kleinigkeit dazu bewegt, ein Affidavit'zu unterzeichnen, resp, mit seinem Namen unterzeichnen zu lassen, durch welches Herr Schooley zum Knownothing u. bitteren Fremdenhaster gestempelt wird. Das Affidavit, das Herrn Schooley unter den Fremdgeborenen ruiniren soll, ist in Tausenden von Exemplaren gedruckt und verbreitet worden. Aehnliche Assidavits haben die Herren die - Beaty mißbrauchen, von zwei anderen verkommenen Bursehen Namens Frank Duffy und Pierce Müllen zu erlangen- gewußt. Da sogar in hiestgenZeitungen, auch im Telegraph" durch Einsendungen ohne Unterschrist derartige feige Angriffe auf Hrn. Schooley gemacht wurden, publizirten wir in der Nummer vom 23. September eine Entgegnung, auf welche man unS bis heute die Antwort schuldig geblieben ist. In dieser Entgegnung nannten wir den Namen deö deutschen Schmiedes Pungermann in Bethel als Zeugen sür Herrn Schooley, heute wollen wir die der Herren Weiland in Bethel und John Christ. Trautwein, Fred Schmidt, Fritz Stadtränder und Wm. Lübkemann hinzufügen. Herr Weiland wohnt in New Bethel, die anderen vier bewirthschaften Land, daS sie von Herrn Schooley gemiethet haben. Sämmtliche Herren sind Deutsche und jederzeit bereit, zu bezeugen, daß dieBeatyDuffy'Mullen Assidavits Verleumdungen sind und daß Herr Schooley kein Fremdenhaster und Knownothing ist, ja sie können sogar bezeugen, daß Herr Schooley manchem armen Deutschen in der Noth b e i st a n d ! Wir sind der festen Ueberzeugung, daß eö selbst unsern bittersten Po litischen Opponenten einleuchten muß, daß ehrliche deutsche Namen . eine gute Sicherheit sind ! Neue Straßen-Eiseabahn Eine neue Straßeneisenbahn Compagnie, die den Namen Indianapolis Street Railway Co." führt, reichte am Montag ihre Associationsartikel im StaatSsekretariai ein. Capital $50,000 in 1000 Actien $50. DaS Direktorium besteht auS den Herren: C. I. Brakebusch, Peter Lieber und John Hamilton von hier und A. Huford und D. L. SpottS von Canton, O. Die Compagnie beabsichtigt drei Linien in einer Gesammtlänge von 9 Meilen zu bauen: 1. Von der Ecke von Madison Avenue und Morrisstraße, die Madison Avenue entlang bis Meridian, um den Circle herum bis Ost Market, diese entlang bis zur Oststraße, diese bis zur Massachusetts Avenue, diele bis Peru und dann nördlich bis zur 10. Straße. 2. Von der Ostseite des CircleS bis Meridian und Ohiostraße, von da die Jndia na Avenue hinauf bis zur Blakestraße und an dieser bis zur New Pork. 3. Von der Ecke von Pennsylvaniastrabe und MasiochusettS Avenue bis zur Clifford Avenue und von dort östlich bis über WoodruffPlace hinaus. Von dem Actiencapital sind 10 Prozent, $5000, bereits eingezahlt worden. In der nächsten Sitzung wird der Stadtrath um Verleihung des WegerechteS petitionirt werden und sobald diese erfolgt, soll der Bau der Bahn unverzüglich in Angriff genommen werden. ES ist die Absicht der Gesellschaft, mindestens die nordöstliche Linie noch in diesem Jahre zu vollenden. In der Nähe von Circle und Meridianstr. soll ein Central-Depo! errichtet werden. Ferner verspricht die Compagnie nur CarS bester Konstruktion auf die Bahn zu bringen. Die Beamten sind : Direktor, C. I. Brackebusch; Charles Darke, Sekretär. Die Namen der an dem neuen Unternehmen betheiligten Herren leisten genügende Bürgschaft dafür, daß. ihre Linien bester verwaltet und bessere Accommodationen bieten werden,' wie die jetzt bestehenden unter der Verwaltung der LouiSviller Pinch-

gut Co. Wenn Indianapolis irgend etwaS recht nöthig hat, so sind daS guteStra-ßenbahn-Verbindungen. ZT Morgen früh von V btS 11 Ubr feine Turtel-Suppe bei Christ. Stein im Germanka Garten. rS'Eine der schönsten Abtheilungen aus der Fair war die der Gärtner. Die deut schen Gärtner haben sich, wie gewöhnlich, ausgezeichnet. DieComitemitgliederWie gand, Mankedick und Hock vom Taubstum men'Jnstitut haben stch verdient gemacht. E7 Da Hut- und' AappeN'Geschäst von Jamei T. Cränö, Nachfolger von R. 3. Gönner, ist nach Vo. 22 Ost Wastingtoustraße verlegt worden.'- Hüte in den neuesten Fagons zu billigen Preisen. " "

Dr. De la Matyr als Zelot und Nativist. In einer Predigt, die Rev. Dr.'De la Matyr am 13. Juni 1375 in der RobertsPark Methodisten-Kirche hielt, äußerte sich der genannte Herr folgendermaßen : Wir verlangen, daß der Sabbath heilig gehalten wird, damit die Gläubigen ungestört Gott dienen können. DaS Geräusch und der Lärm deS Arbeitstages müssen m Sonntag verstummen. Biergärten, WhiSkevshopS, Spielhöllen und schlechte Häuser müsten am Sonntag geschloffen sein. Wenn wir das Uebel, (ourse) daS diese L a z z a r o n i (die Bierwirthe :c.) über unS gebracht haben an Wochentagen erdulden müsten, dann verlangen wir, daß eö am Sonntag unterdrückt wird.' ES ist eine beklagenswerte Thatsache, dah sechs von den sieben Tagen der Woche und fast 24 Stunden.jeden Tag diese Brutstätten der Corruption und Pestilenz offen stehen. Alle, die solche Plätze halten, arbeiten aus den Ruin ihrer Mitmenschen hin. Sie sind ein öffentliches Uebel und nichts als das ! Hat das Volk, daS unter ihrem demoralisirendenEinfluffe leidet, keine Rechte, die vom Gesetz geschützt werden müssen? Warum giebt man den Deutschen daS Monopol des Verkaufs berauschender Getränke ? Und weil wir Schutz durch daö Gesetz verlangen, deßhalb ereifern sich jetzt die Jrländer und Deutschen und schimpfen auf uns. Diese Leute spielen jetzt die Rolle von Märtyrern, schreien über Verfolgung" und benützen jede Gelegenheit,! um den Sabbath zu entheiligen und. das moralische und religiöse Gefühl der A m e( rikaner zu verletzen. D i e P a r a d e und 'daö Abfeuern der Geschütze und dieGewehrsalven derdeutschenVeteranenmar eine Schande fürdie Stadt. ES giebt keine Entschuld i. gung dafür. Unsern gefallenen So! daten hätte an einem andern Tage Ehre erwiesen werden können als am Sonntage. DaS geschah auch in vielen andern Städten. Hätten die deutschen Veteranen die Sache still und ruhig abgemacht, dann hätten sie Niemandes Rechte verletzt ; durch den geräuschvollen Umzug, der eine MengeBubenund bübischer Männer anlockte, und den Kanonendonner haben sie die protestantischen Christen insultirt und sie schienen ihre Freude daran zu haben. Wir werden und müssen auf strenge Durch f ü,h r u n g der SonntagSgesetze dringen und werden unsere Ansprüche nicht fallen lasten ! Und indem wir daS thun, stehen wir nicht als Verfolger da, sondern handeln nur in Selbstvertheidigung. Die Thatsache, daß die Mehrzahl derer, die uns unsern Sonntag rauben wollen, Ausländer sind, kann uns nicht b e in slu s f en. (! ! ?) Aber wir können diesen Leuten versichern, daß wir es nicht dulden werden, daß sie unS unsern Sabbath rauben, ebensowenig wie wir es dulden werden, daß sie ihre Monarchien und Staatekirchen nach Amerika verpflanzen. 3Ufo find die Deutschen nach der Ansicht deö H-rrn Dr. De la Matyr immer noch Unterthanen mit beschränktem Verstände und keine Bürger der Republik! Wenn die Nothwendigkeit unS dazu zwingt, wer den wir politisch vereinigt gegen sie zu Felde ziehen ! Religion und Politik haben nichts mit einander zu schaffen, erklärte der Herr Doctor, als er die Nomination für den Congreb in der Tasche hatte! E? wird ein trauriger Tag sein, wenn eine Scheidelinie zwischen den Ausländern und uns Amerikanern gezogen wird. Ich laste heute einen Warnungsruf erschallen und werde das Meinige thun, um solch ein Unglück zu ver hüten. Aber lieber will ich einen solchen Tag erleben, als unS unsern Sabbath rauben und unsre Volksschulen vernichten lasten ! Also sind die deutschen Veteranen und die Deutschen überhaupt, auch noch Feinde der V o l k Z s ch u I e n ! -28,306 Bücher und 2405 Pamphlete enthält unsere städtische Bibliothek. rs Frische Austern bei der Kanne oder beim Keg und im Bücket in No. 90. OstMarket Strabe. t3 Der Schulrath hat T. L. Fatout den Contrakt sür Vergrößerung desSchulHauses No. 16 übertragen. es-An der Kreuzung von Jndiana Avenue und Weststrabe findet heute Abend eine republikanische Versammlung statt. Die Helren GrubbS und Herrod,Candidaten für die Legislatur, beide gute Redner, werden sprechen. ET Herr Crl Moeller, Tapeten. handler, 161 Ost.Washingtonstraße, hat stet tüchtige Leute an Hand, die dat Tapezieren be. sorgen. tT Nächsten Montag Abend findet daS erste Leleet 8oc!a1" der Concordia Dancing Association, in ReichweinS Halle statt. Die Abendunterhaltungen dieser Concordia gehören zu den gemüth liebsten in unserer Stadt. Rette Leute und gemüthlicher Verkehr. Nächsten Montag findet ein von der deutschen unabhängigen Gemeinde gegebenen grober Ball in der Mozart-Halle statt. Die Gemeinde, die stch trotz ihres verhältniftmä&ig kurzen Bestehens bereits groker Popularität erfreut, wird ohne Zweifel starken Zuspruch' finden. Für gute Tanzmustk ist gesorgt. .

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No. 23 Süd Jllinokö-Straße, Occidental Hotel.

'CIOTlIi PALACE, 44 West Wnsliincston Str. Cigarren, Tabak und Billard-Tische.

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Indem wir den Vorrath der Herren Adams, Mansur u Co. kauflich erstanden haben, werden wir fortfahren, die in genanntem Vorrath enthaltenen Waaren zu Bankerott. Preif e n zu verkaufen. Wir haben neue Artikel jedem Departement beigefügt, welche wir für Baar einkauften und die wir nun zu den niedrigsten, jemals in hiesiger Stadt offerirten Preisen d erkaufen. Spezielle Vortheile in Tapeten. Das Publikum ist freundlichst eingeladen, unser Lagerund Preise ;u besichtigen. . Weicht 8..

Hin Ä Süd Meridianstratze. WMgeV Ms lel Unser eigenes Fabrikat von Jeans, Flanellen, Blankets, Casimeres, Garnen etc. Wir haben keine Agenten. Wir verkaufen unsere Waaren im Kleinhandel zu Eogrok.Preis in unserer Fabnk, HU West Washington-Straße,

MERRITT & ET Besuchen Sie ns und ersparen Sie Kauft Eure Hüte in S e a t o n'S Hut-Laden 25 Nord-Pennsylvania Straße. Die Union-Hall des Herrn Leipzi ger, früher Lebritter, erfreut sich immer noch der alten Popularität. ZT Eine gute regelmäbige Mahlzeit beiJohnHuegele, No.60OstWashingtonstraße, für 25 Centö. rS- Vater BesfonieS schickte gestern abermals $1,000 an die bedrängten Glaubensgenossen im Süden ab. Im deutschen Theater kommt morgen die prächtige Posse mit Gesang DaS Mädel ohne Geld" zur Aufführung. JC3 Frau Sarah Reed wurde gestern unter der Anklage verhaftet, im Fancy Bazar Verschiedenes gestohlen zuhaben. Die Turnschule deö Indianapolis Turnvereins ist wieder eröffnet worden. Wer-stch für das Turnen der Kinder in. teressirt, lese die betreffende Anzeige. tS Lo tterieLoose der Braun schweigisch. Sachfischen, Royal Havana u. Hamburger ; OriginalLoose bei A lb ert Behrend t, 133 Süd JllinoiSstrake, Indianapolis. Die Giftigkeit der OpposttionS' Presse gegen Herrn Preßley, ist ein deut licher Beweis dafür, daß Herrn Prebley'S Actien gut und die andern unter pari stehen. tö In einem Zimmer über der Wirthschaft des Herrn Ernst Knodel wurde am Sonntag ein Club gegründet, welcher stch seine Parole Frohsinn" zum Namen aus erkoren hat. cÄPreiswürdige, den ächten Schmöker stets behagende Cigarren findet man stets bei den 01d Reliables MaaS und Kie meyer. Wo ste zu finden find, weiß jeder TabakSvertilger. es- Das Metropolitan Theater ist unter der Leitung . deS Old Keliable, Simon McCarty, wiedereröffnet worden. Jeden Abend finden in diesem beliebten Varietäten Theater Borstellungen statt. IST Der Schwiegersohn deS Herrn Pfarrer Küster wird wahrscheinlich die durch die Uebernahme eines Pastorates in Madison, Ind. vacant gewordene Stelle im LickingThale in Kentucky übernehmen. t3 Johnston Brotherö 62 Ost-Wash. ingtonstraße, halten stets ein großes nnd reichhaltiges Lager von Oefen und Blech Waaren. Der Favorite Ofen", welcher mit Kohlen oder Holz gefeuert werden kann, ist der beste Koch- undHeizofen im Markte. Wer einen guten und billigen Ofen braucht, melde sich bei Johnson Brothers. 62 OstWashington Straße. Zu ben interessantesten und werth vollsten Maschinen auf der Statefair ge hörte eine Gasmaschine von 4Pferdekraft. Eine gewöhnliche Gasflamme bildet die Triebkrast. Eine solche Maschine ist ge. fahrlos und sauber, Asche giebt's ja nicht. Es sind die praktischsten und billigsten für kleine Fabrikanten. Die Maschinen wer den bei Sinker, Daviö k Co. von den Herren Begnerscheidt und Rinderknecht gebaut. FeineS Cincinnati Lagerbier 3 Cents per GlaS oder 2 GlaS für S CentS. Feiner WiSLie für SlTentS daö GlaS bei Veter Fritz, 133Ost Wafhingtonstraße.

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28sext?t TT. Eigenthümer. C0UGHIEK einen Profit. 28sepNmd Der Champion Monitor" Koch Ofen bei I. L. Frankem, 34 OstWashington Straße. ta Die Bürgschaftspapiere der Capitol'Eontraktoren Kanmachcr und Denig sind gestern vom Capitolrath aecrptird worden. TSLewis u. Whitehead wurden gestern vom Mavor um 950 gestraft, weil sir die Schattenoäume vor ihrem Geschäftsplatze umgehauen hatten. tT Herr John Bernhardt, früher beil Herrn Dan. Monninger thätig, hat die Marmont Halle übernommen. ES wird fnifAxt v c .. .r& xci Itttl VUtlUlUt, VU VlUUl vtl" steht, nicht an Zuspruch fehlen. tS Dick Hollywood wurde vorgestern wegen Mißhandlung seiner Frau einge spönnen, kaum war er im Stationöhause unter Schloß und Riegel gebracht, so mtU dete sich ein Bundesmarschall und tranSfe rirte ihn wegen Verletzung des Bundes steuergesetzes nach der Jail. tT R. S. Step he n, Nähmaschinen.?!-paratur-Ofsite ud Handler in Nadeln,. Oel, Zu. behör ete sür alle Nähmaschinen. Zugleich ist, e, Generol-Agent fürdie .Domestik," .Graver und Baker verbesserte .Weed , Singer JZltto White' .Floren Victor" und .flntmwa Nähmaschinen. Office : No. 19 Massachusetts Avenue. t" Gestern, am St. Franziöcustage, fand die feierliche Einweihung, der neuen deutschen katholischen Schule an derUnron Strake. in der Nähe der Kirche zum heili .gen Herzen, statt und die FranziSkaxer, von denen die Schule verwaltet wird, zo gen ein. Bischof Chatard hielt die Predigt. t5 In Taylor'S Steaia Lxrnärj, 3 und 5 Masonic Temple, wird besser ge waschen und gebügelt als sonst irgendwo in der Stadt. Preise sehr mSöig. Herr Taylor besidt eine Bügelmaschine, die in einem Tage 2000 Stück linnene Krägen bügelt und das viel accurater als eö mit dem gewöhnlichen Bügeleisen geschehen kann. Lesen Sie die Anzöge, if jovk please. tS Heute Nachmittag um 2 Uhr fand das Leichenbegöngniß.derGattin deö Herrn Louis Hollweg statt. In der Blüthe ihrer Jahre, jung, schön und liebenswürdig, eme Zierde ihres Geschlecht's, wurde sie ihrem treuen Gatten, der sie innig liebte und an dem ste mit vahrer Frauenliebehing, durch den unerbittlichen, die edelsten Banden nicht achtenden Tod entrissen. Eine herrliche Blume ist geknickt, ein tre Herze schlägt nicht mehr. Ihr, rein UUd edel, steht der Himmel offen l rT" -in ttrt tffTrt mr-m- VVV.M ne Turtel-Suppe bei Cbvist. Stein im Germania Garten Morgen früh von 9 bis 11 Ubr. rs Warum sich Herr PreölY bei den Deutschen großer Popularität erfreut nnd wnrum er einen guten Theil des deut schen demokratischen Votums erhalten wird, geht, aus Folgendem hervor: In seiner Amtsverwaltung ist Herr Preßly. insbesondere gegen pecuniar Bedrängte, stets äußerst liberal gewesen. Mehr wld ein Deutscher hat Gelegenheit bekommen, dies bezeugen zu können. Wirthen, die unter dem Liguorgesed verurtheilt wurden, hat Herr Prebly, wenn sie ihm seine Ge bühren bezahlen wollten, nie etwas ab genommen. AIS Chef deS Polizeiratbes während der Baxter-Perioe sorgte Herr Prebly dasür. daß jeder Polizist, derben Spitzel machte und Wirthe denunzirte, entlassen würde. Ferner ist eS be kannt, daß Herr Prebly. wenn es galt Nothleidenden unter die Arme zu greisen um wohlthätige Zwecke zu fördern, stet S' eine offene Hand hatte. Und wenn eS in trikilArt st rCn. ...- nk I i i o1 1 uuii. viiiiyic uiiv Tact zu zeigen, war Herr Preßly auch de? Mann!

Tchetm!