Indiana Tribüne, Volume 1, Number 8, Indianapolis, Marion County, 5 October 1878 — Page 4
indiana Hriöüne
" (Wochenblatt.) Lfsice: Ecke Circle u. Meridianstr, lJm dritten Ctock ) Abonnements-Preise. I tn Ctadt'durch Trager ink .Hau geliefert Monat 20 Senil. per Jahr im Voraut $2.00 Per Nummer ß fantl. Lou'S P. H ld, Herausgeber. Für Cougreß: John Hanna. Nepubl. SiaatS-Ticket. Für StaatS-Secretar, J saae ,S. Moore, von Vanderburg Co. - -Kür Staats-Auditor, Voran, O. Miller, von Booue Co. Für Staatk.Schatzmeister, George F. Herriot, don Johnson Co. . Für Eeneral-Auwalt, 'Daniel P. Baldwin. Für Supt. Iti öffentl. Unterricht?, "Jaeob T. Merrill, von Tippecanoe Co Connth TickettzürClerk, Daniel M.Ran?dell. Für Eheriff, John T. Pressly. Für Treasurer, Th oma Schooley. Hür Auditor, Wiliam A. P fafs. Für Nichter der Superior Court, Horatio Nevcomb, Daniel W.Hove, David V.Vurns. Für Richter der Criminal Court, James C Heller. Für Staat Auwalt der Criminal Court, Sohn V. Slam. Für County CommiZsionäre, George F. NeGinnik, Mose Allen. Für Coronet, Wi li am H. Wishard. ' Für County Eurvehor, Harveh Fatout. Für Repräsentanten, W. W. H e r o d, I. V.Connor, S.B.Robinson, J.W. O 0 i b 0 n. Für Joint-Repräsentant Marion und Shelbh -Counties, Dr. S. H. M a pes, von Mario. Für Joint Senator Marion und Morgan Xleuntis, George W. Grnbbi, von Morgan. Für Richter Neunzehnte Judicial Circuit, . Joshua G. Ada, von Hendricks. Für Anwalt N'unzehnte Judicial Circuit, Richard B. Blake, von Hendricks. .Indianapolis, Ind., den 5. Oktbr. 1873. Gditorielle "Moiisen. Butter verliert in Massachusetts tagtäglich an Terrain, es will kein Candidat auf seinem Ticket bleiben. Dem alten Jndianer'Contractorenrintr in Waskinatan wird iekt endlich AU ab-q "n'"U M r Leibe gegangen. ES aar aber auch hohe Leit! Der Zar verlangt vom Sultan 60 Millionen Rubel Kriegsentschädigung. Wo nichts ist, hat der Kaiser daö Recht verloren. Lest die Urtheile unsrer großen Männer über das Papiergeld. Seht, was Jef ferson, den die Demokratie fast als Heili gen verehrt, darüber zu sagen hat! Im Washingtoner Republican- hat -einer Namens Hertwig, angeblich ein St. Louiser, wieder einmal nicht gerade den Mond, aber den Minister des Innern an gebellt. Wenn im Slaate Indiana ein Demo crat wie Senator Sarninghausen gegen die Finanzpolitik der eigenen Partei zu Felde ziehen muß, dann hat das etwas zu bedeuten! Ungefähr 8.000 Personen sind bis jetzt dem gelben Fieber erlegen. Davon körn nxitn auf New Orleans 3,000 und auf lwhlii8 9Qslst fArrfs?A 65,,,, tf M MIM WMWf ist jetzt im Abnehmen begriffen. Sämmtliche fozialdemocratischenBlät ter, insbesondere daö Philadelphia Tag . in t.ixui.c.v!.oicri:.a!v.. rrs. . iau , vciumcii uic niiuuuusiucc. zas Tagblatt" nennt die Inflation einen Schwindel, durch den der Arbeiter am ' n. .1 . v meinen oeirogen wiro. , Ein deutsches Kriegsschiff hat, wegen angeblicher Vertragsverletzung, von der größten Insel im Archipel der Schisserinsein, Upolu. Besitz ergriffen. Als Koh. lenstation für die Marine und auch des nicht unbedeutenden Handels wegen ist eS eine werthvolle Acquisttion. . Wenn man nichts Großes annectiren kann, nimmt man -jnit Kleinigkeiten vorlieb. In den für S t. L o u i S dies Mal so bedeutungsvollen SchulrathSwahlen find von 10 neuerwählten Schulrathen nur fünf deutschfreundliche. Der. Schulrath steht jetzt : 16 für, 13 gegen den deutschen Unterricht. Die Deutschen von St. LouiS müffen stramm zusammenhalten, wenn sie nicht unter den Schlitten kommen wollen. Wenn die a lte demokratische Partei einen .Candidaten der .jungen Green. back'Partei indosstrt, gleicht sie einer alten Kokette, die sich einen .jungen Liebhaber gekaperthat. Aber solch widernatürliche Freundschaft dauert bekanntlich nicht lange; manchmal noch nicht einmal so lange als es für den jüngeren Theil pro fitabel ist. Die Zeit wird kommen, da die alte demokratische Kokette,' die jetzt überall dem jungen Mister Greenback die Kur schneidet, in den Hallen deS Congreß und der Legislatur (wohlverdiente) bittere Er fahrungen machen wird. -
Die Engländer beabsichtigen nicht
Kabul anzugreifen, sondern erwarten, daß die Entfaltung ihrer Streitmacht den Emir genügend in Schrecken jagen wird, um ihn gesügig zu machen. Der New York Herald- druckt die Rede und daö Beglaubigungsschreiben des chinesischen Gesandten im Urtcxt. Wir vermögen freilich nicht zu entscheiden, ob eS derselbe oder ob es nur eine chinesisch aussehende Phantasieleistung in der xylo graphischen Kunst ist. Auch der hier allgemein bekannte Staats'Senator Sarninghausen zieht jetzt in seiner dem ocra tischen Fort Wayner Staats-Zeitung" gegen die Papiermüllerei der vereinigten Nationalen und Democraten energisch zu Felde. Man lese den seinem Blatte entnommenenen Ar tikel Inflation und Kaufkrast". Die Fenier Condon und Melody sind auf Anordnung des Präsidenten HayeS bei Ankunft der Mosel- mit einem Zoll, kutter von Sandy Hook abgeholt und nach New Pork gebracht worden. Die irländi schen Nationalen sind darob lauter Frude und haben dem Präsidenten ein Danktele gramm geschickt. Der Cincinnati Commercial" schreibt über die Rede von Schurz : Niemals hat ein amerikanischer Staatsmann das Glück gehabt, vor einer größeren, intelligenteren oder sympathischeren Versammlung zu rc den. Man wurde an eine jener großen Nächte deS MaifesteS erinnert, da jeder Sitz in dem großen Saale besetzt und kaum noch ein Stehplatz zu haben war. Herr Schurz brauchte keinen befferen Beweis für die hohe Achtung, in der er als Redner und Staatsmann bei dem Volke von Ein cinnati steht, als dieses ungeheure Zudrängen seines besten Theiles, um seiner Rede zu lauschen." In unsrer nächsten Nummer werden wir ei.ien Auszug aus der Rede des Herrn Schurz bringen. Gut! Senator Davis von West-Virainien,Democrat, hat seit langer Zeit imSevate behauptet, daß im Bundes Schatzamte Millionen gestohlen und diese Diebstähle durch gefälschte Einträge- in den Büchern verdeckt worden seien. Der Senat entsprach endlich dem Wunsche des Herrn DaviS und ernannte eine Spezial Commission mit Davis an der Spitze. DaviS stellte nun eine große Zahl der be rühmtesten Experten des Landes an 'und ließ durch dieselben eine gründliche Revi sion aller Bücher des Schatz-Departemen-tes vornehmen, während er selbst eine Reise nach Europa unternahm. Nachdem seine Experten nun Monate gearbeitet haben, erklären sie. daß sie nicht die kleinste Unregelmäßigkeit gefunden und daß nicht ein Cent gestohlen worden sei. Davis ist mit diesem Berichte seiner Experten gar nicht zufrieden, um so zufriedener aber ist daö Land mit demselben. DieJnslationisten(Nationale) machen viele Versprechungen, vergeffen aber dem Publikum klar zu machen, daß Papiergeld, welches nicht für Münze einlösbar und außerdem in seiner Kauskrast schwankend ist, Niemandem als den speku lirenden Capitalien zum Vortheile gereichen kann. Wer sich einbildet, daß die Greenbacks, wenn sie ad libitum in Umlauf gesetzt werden, dennoch im In und Auslande ihren vollen Werth behalten und Lebensmittel und Waaren nicht im Ver hältniß zu dem durch diese Procedur trU stehenden Agio steigen werden, giebt sich einer Täuschung hin. Es ist unmöglich. daß ein mit Zahlen bedruckter, jedes reellen Werthes entbehrender Zettel für die Dauer als ein gesundes Zahlungsmittel aner kannt werden kann und wer die Folgen einer solch' rabiaten Maßregel in Betracht zieht,. kann sich uicht für dieselbe begeistern. Die Ausbeutung armer Frauenzim mer durch gewissenlose Fabrikanten, welche beim Stück arbeiten lassen, wird besonders stark in New Pork betrieben. DiestrTage hat eS dort eine arme Frau verstanden, einen solchen Schurken an den Pranger zu stellen. Dieselbe bekam von einem New VorkerHemdensabrikanten, NamenSCohen, ein Dutzend Hemden zu machen, für deren Stoff sie eine Bürgschaft von einem Dol lar zu erlegen hatte. Als dieselben innerhalb fünf Tagen glücklich fertig gebracht waren und die arme Frau in der Erwar tung lebte, der Arbeitslohn von 80, sage achtzig Cents, zu erhalten, wurde ihr im Laden des Hrn. Cohen der Bescheid, dab die werthvollen Hemden Exemplare davon werden von Hausirern für den Preis von einem Dollar pro Stück an den Straßenecken feilgeboten nicht nach Vorschuft angefertigt seien und daß sie also auch keineBezahlung dafür erhalten könne. Die arme, por Wuth über diese Gemeinheit außer sich gerathende Frau ergriff in gerechtem Zorne ein auf dem Tische stehendes Tintenfaß und goß desien Inhalt über die wertbvolle" Waare, damit diese auch sür den Händler keinen Werth haben sollte. Die bereitwilligen Ladendiener beförderten die Frau dann vor die Thür, und der getäuschte Hr. Cohen hatte die Dreistigkeit, die Arbeiterin beim Polizeirichter wegeu Sachbeschädigung zu verklagen, obwohl er durch den als Pfand gezahlten Dollar für seinen Verlust hinreichend, entschädigt war. Der Richter aber entließ die Frau, die einen kranken Mann und drei Kinder mit ihrer Hände Arbeit zu ernähren hat. Meister Cohen'S .AuSbeuteGefchäft hat durch Veröffentlichung dieses Vorfalles einen ominösen. Puff- erhalten.
Am Samstag hat sich Klobuk, der letzte Versammlungsort der Herzegowischen Insurgenten von einiger Wichtigkeit, nach fünftägigem Bombardement ergeben. Auch der demokratische StaatSconvent von Nebraska hat an die Greenbückler ausverkauft." Die Frage : ob der Hund mit dem Schw . . . wedeln soll oder umgekehrt, gestaltet sich immer mehr zur
brennenden . Der Cleveland Leader brinut als republikanisches Ticket für 1830 heraus : Grant und Fremont." JstunS und andern Leuten sehr schnuppe. Wir war ten hübsch, bis die Zeit kommt. Kommt Zeit, kommt Rath. Der Präsident HayeS ließ durch den Generalpostmeister Key dem Gouverneur von Californien, Irwin, versichern, er wolle den BurlingameVertrag mit China in dem Sinne abändern lasten, daß keine KuliS mehr importirt werden dürfen. Er warte blos auf die Ankunft des chinesischen Gesandten in Washington, welche ersolgen wird, sobald Herr HayeS von seiner Wahlspritzfahrt zurück ist. Dem Herrn Tilden wird der Bücherraub auS dem SerichtSsaale nickts nützen. Der Bundes - Bezirks - Anwalt wird auch ohne die Bücher nachwesen, daß Herrn Tilden'S Compagnie aus dem Minenbetriebe in 8 Jahren $1,017,073.10 Profit bezog und die Regierung um die bezüglichen Steuern beschummelte. Der große Staatsmann und Oregoner Electoral-Votum-Fixer wird unstreitig mit . s e i n e r Betrug"-Parole wenig Glück haben. Carl Schurz hat aus Einladung deS Handelsstandes in Cincinnati am Sonnabend daselbst eine längere Rede über die Finanzen gehalten und damit einen mächtigen Eindruck gemacht. Klär, überzeugend, in schöner Form ohne das übliche Phrasengedresche der landläufigenStumpreden anderer Redner sprach der scharfe Denker, so daß manchem Hörer, dem von Greenbacklern der Sinn umnebelt worden ist, eine andere Ansicht gekommen sein wird, wenn es nicht schon zu spät war. Auchüber die Ursachen der finanziellen Krisis, über die Nationalbanken und die Wiederaufnahme der Baarzahlung verbreitete sich der Redner mit der ihm eigenen Gründlichkeit. Sehr vernünftig haben die Demokraten in Peiladelphia bei den diesmaligen Nominationen für Richter-Aemter gehandelt. Sie haben nämlich die vier Richter Hare, Tbayer, Penrose und Ash' mann sämmtlich Republikane? sür deren betreffende Aemter wieder nominirt, weil die erwähnten Richter sich durch ihre bis herige Amtssührung die Achtung und das Vertrauen der gesummten Bürgerschaft von Philadelphia erworben haben. Ein solches Beispiel verdient allenthalben Nach, ahmung und geleicht denen, welche es geben, zur Ehre. Richter und Gerichte sollten über dem Parteitreiben stehen und bei Erneuung sollten keine Parteirücksichten, sondern nur die persönliche Qualifikation maßgebend sein. Hayeö im B ier garten. Die Milwaukier Temperenzler sind ganz außer sich, daß Hayes, als er auf seiner jetzigen Bummeltour durch ihre Stadt kam,, sich zum Besuche eines Biergartens hat Derlei ten lasten, wo Bier zum Besten der Gelbefieberkranken im Süden getrunken wurde und Gräuel über Gräuel ! selber mitgetrunken haben soll. Ein Pfarrer, Namenö Lugg, jammerte, daß der Landesvater so indirekt dazu beigetragen habe, daß an jenem Tage viele Seelen auf den Pfad der Trunkenboldenhaftigkeit und des Ruing geleitet feien. Er erzählt, daß einige eifrige Temperenzler, ehe das Unerhöbe passtrte, zu Frau Hayes gegangen seien, die sonst für ein scheinendes Licht galt, und ihr vorgestellt hätten, welch' entsedlichen Schritt ihr Mann zu thun im Begriff stehe; aber die Madame habe versetzt, ihre Familie sei Gast der Stadt Mitwaukee und könne nicht thun wie sie wolle. Wir fürchten sehr, daß dies dem guten Namen der Frau Präsidentin unter den Temperenzlern den Rest geben wird. Die demokratische Deutsche Zeitung" in New Orleans schreibt : .Die Prophezeiung ist nicht gewagt, daß im nächsten Repräsentantenhaus die Demokraten so wenig eine Mehrheit haben werden, wie die Republikaner. Der Commu nist Murch, der im fünften Distrikt von Maine gewählt wurde, und der Greenbackler Barlow, der den dritten Distrikt von Vermont repräsentiren wird, werden nicht zu den Demokraten halten; ebenso. wird der Demokrat Ladd, der mit Hülse der Nationalen im vierten Distrikt von Maine. siegte, mehr zu der dritten Partei halten. als zu den Demokraten. Alle Demokraten, welche mit Hilfe der dritten Partei gewählt werden und deren mögen eS nicht wenige sein hören aus, für die Demo kratie zuverlässig zu sein. Sie werden. mit den über demokratische Candidaten triumphirenden Nationalen und mit einzelnen Republikanern, die auch von den Nationalen unterstützt worden sind (wie z. B. Kelley in Philadelphia), eine Minderheit im nächsten Repräsentantenhaus bilden, welche den Demokraten so gut, wie den Republikanern, Zügel anlegt. Mit der unbedingten Herrschast der Demokraten über den Congreß, aus die sie bis dahin mit Sicherheit gerechnet haben, wird es also nichts sein
Die Nadicalen- in Ungarn sträuben sich aus Leibeskräften gegen die Besetzung Bosnien'S unp der Herzegowina. Aber sie kommen um 8 10,000 Menschenleben zu spät. Ein origineller Genuß wir der Hamburger Bevölkerung geboten : ein Concert Malen Der Marinemaler Herr Carlo veranstaltet nämlich Concerte, währerd welcher er eS unternimmt, in der Zeit von
45 bis 60 Minuten ein großes Oelgemälde nach einem ihm vom Publikum aufzugebenden Sujet künstlerischen Ansprüchen genügend herzustellen. Das Gemälde wird dann am Schlüsse deS Concerts unter.dem anwesenden Publikum verloost, zu welchem Zwecke die Eintrittskarten mit CouponNummern versehen werden. Jedenfalls etwas .Noch nicht Dagewesenes." In der von Herrn Hofrath von Gottschall, dem preußischen Hofpoeten, redigir ten, ultrareichStreuen Revue .Unsere Zeit" ist eine Besprechung deS .Sauhatz"-(Anti-Sozialisten) Gesetzes enthalten, der wir blos einen Satz entnehmen, um zu zeigen, welche Anzahl von Menschen nach Ansicht der Sozialisten-Gegner von einem allfälligen Vernicht'mgs. Attentat jetzt betroffen würden. ES heißt hier nämlich: .Drakonisch ist diefts neue Gesetz, durch welches eine neue Partei, welche gegen ö00,000 Wähler, also gewiß gegen zwei Millionen Anhänger zählt, vom Erdboden vertilgt werden soll. Die Geschichte aller Zeiten lehrt, daß sich durch solche Gesetze Ideen und Parteien nicht wirksam bekämpfen, am wenigsten vernichten lasten. Das sozialdemokratische .Philadelphia Tageblatt- schreibt: .Wie Tilden zur Zeit der Eenkommen-Steuer die Bundes-Kaffe (meineidlich) betrogen hat, ergiebt sich aus folgenden Auszügen aus den gestohlenen GeschAstöbüchern seines Eisenbergwerks in Michigan. Im Jahre 1865 hatte er von diesem Bergwerk allein einen Reingewinn von $19,237, und sein Gesammteinkommen (worunter seine glänzenden Advokaten Einnahmen und der Gewinn von noch mehr Bergwerken) gab erlauf $20,000 an. Im Jahr 1860 hatte er aus einem Bergwerk allein ein Einkommen von $50.641, und gab sein Gesammt-Einkommen auf $14,000 an. Im Jahr 1867 Einkommen aus dem Bergwerk $60.731, Angabe des Gesammt-Einkommens $16.000; Im Jahr 186S Gewinn auS dem Bergwerk $59.936, Angabe deS Gesammt - Einkommens $14, 664; Im Jahr 1869 Gewinn aus dem Bergwerk $76.160, Angabe deS GesammtEinkommens $17.000; Im Jahr 1870 Gewinn aus dem Bergwerk $106,660, Angäbe des Gesammt-EinkommenS $20,000; Im Jahr 1871 Gewinn aus dem Bergwerk $85,928, Angabe deS. Gesammt-Einkom-mens $25.000. V. I.Vrigyt u. seine Vertheidigung In den Blättern seiner Partei und in Pamphleten versucht Herr R. I. Bright, der demokratische Candidat für das Sheriffsamt, die Anklagen der gegnerischen Preffe zu entkräften und sich weißzuwaschen. Doch er mag sagen was er will, die auf Dokumente und seine , eigen e Unterschrift im Affidavit ge. stützte Thatsache, daß er während einer sechswöchentlichen Thätigkeit als Staatsdrucker vom Staate für nicht geliefertes Papier $20.000 verlangte und erhielt, steht fest u. Vara n ist nichts z u ä n d e r n ! Er wurde im Criminal gericht nicht freig es pro che n, so' derir entschlüpfte nur durch eine Technikalität der Verurteilung, die Jury konnte sich nicht einigen. Die fernere Thatsacke, daß die demokratischen Staatsbeamten, seine eigenen College, gegen ihn aus Rückerstattung der oben angesührten Summe von $20.000 als unrechtmäßig und ungesetzlich auss der Staatskaffe entnommen, klagbar wurden, ist ein weiterer überführender S ch u l d b e w e i s. Die fernereThatsache,daß späterBright, der damals Eigenthümer und Redacteur des Sentinel- war, hinter dem Senti-nel-Gebäude ein eisernes Magazin baute dasselbe mit Papier füllte und dieses dem Staate als Gegenwerth für die gestohlenen $20.000 anbot, ist ein weiterer und der hauptsächlichste Schuldbeweis, eS ist sein eigenes Schuldbekenntn iß! Seine Offerte wurde von den democratischen Staatsbeamten acceptirt und das Papier in dem Magazin als Gegenwerth für die $20,000 angenommen. Wenn Herr Bright sagt, daß später eine republikanische Legislatur das Verfahren der Gerichtshöfe und der Staatsbeamten guthieß und billigte (und sich dadurch als unschuldiger Mann, ungerecht verfolgter Beamter und Märtyrer hinstellen will), so gebraucht er da eine unklare und geschickt .gefixte" Ausdrucksweise, die aus Täuschung deS Publikums berechnet ist. Die republikanische Legislatur, welcher der Bericht über Bright'S 53er untreuungen, das Prozeßversahren und den von den Staatsbeamten angenommenen Ausgleich, vorgelegt wurde, hat einfach den von den Staatsbeamten bemerkstelligten Ausgleich (Annahme des PapierS sür die veruntreuten $20,000) acceptirt, weil ein weiteres Prozeßverfahren :c. mit zu großen Kosten verknüpft gewesen wäre. DaS sind die auf Documente gestützten Thatsachen, über die Herr R. I. Bright nicht hinaus kann! -
Schwerhörigkeit Hartberzigkeit m . . '
ovrr was t Die außerordentlichen Beweise ieneS großherzigen WohlthätigkeitS-SinnS, der den schönsten und edelsten Zug im Cbarak ter.des amerikanischen Volkes bildet, welche die überreichen Beiträge von Nah und Fern im Lande zur Linderung , der Noth in den vom Gelben Fleber heimgesuchten Geaen den des Südens im Laufe des-Sommers lieferten, sind hier mit dem wärmsten Danke entgegengenommen, und im vollsten Maße anerkannt worden.. , Solche praktische Beweise landsmännischer Sympathie traaen mehr als alles Andere dazu bei, das Gesühl der Zusammengehöngkett der verschiedenen Sektionen dieses Landes zu beleben, und das Bewußtsein zu stärken, daß Südländer wle Nordländer e i n e Völker-Familie bilden, Angehörige txntx Race sind, und trotz verschiedenartiger, durch die geographische Lage geschaffener, manchmal antagonistischer Jnteresten, doch e i n e Nation bilden. Aber auch vom Auslande sind uns Beweise dasür geworden, daß die Menschlichkeit keine Länder-Grenzen kennt. Kaum war nach dem stammverwandten England die Kunde von den Verheerungen des Gelben Fiebers im Süden, und von der weitverbreiteten Noth gedrungen, welche die Epidemie im Gefolge hatte, als sich auch sofort in allen großen Städten des Vereinigten Königreichs Anöschüste bildeten zur Sammlung von Beiträgen für die heimgesuchte Bevölkerung deö Südens. In Zehntausenden flosten diese milden Gaben unserer brittischen Vettern nach den Stätten der Noth. Ebenso regte stch in Frankreich das Mitgesühl-dei Groß und Klein, Reich und Arm. Außer den Beiträgen, welche in großen Summen der vom dortigen amerikanischen Gesandten veranstalteten Sammlung zufließen, arrangirte die Verwaltung der Weltauöstellung in Paris Subscriptions - Concerte und andere Festlichkeiten, deren Ertrag zur Unterstützung der Fieberkranken und Nothleidenden im Süden bestimmt ist. Und heute meldet uns das Kabel, die . französtsche Regierung habe in Ansehung des gro ben Nothstandes, zu besten Linderung vereinzelte Privatbeiträge nicht ausreichen, beschloffen, in ganz Frankreich eine NationalSubscription zum Besten der nothleidenden Gemeinden deö Südens der Vereinigten Staaten zu eröffnen, una das, ob. gleich eine von Frankreich's eigenen Kolonien selbst iä wer von Krankheiten heimgesucht ist. Und Deutschland wo bleibt Deutschland? Haben die Bewohner des großen, in aller seiner Herrlichkeit wieder erstandenen deutschen Reiches, noch nichts gehört von der schweren Heimsuchung, welche die Hälfte eines Landes getroffen hat, in denen Millionen ihrer StammeSgenoffen leben ? Zu Hundertausenden gehen allwöchentlich hierzulande gedruckte deutsche Zeitungen nach der alten Heimath, mit den detaillirtesten Schilderungen der Schrecken der Gelben Pest und der Noth und der Leiden, welche sie im Süden ver ursacht, und unsere ehemaligen Brüder und Landsleute sollten darüber nichts gelesen haben, nicht davon ergriffen worden sein? Die Bewohner des deutschen Reiches waren stets bereit, bei irgendwelcher Gelegenheit. die öffentliche Beiträge erforderte, den Klingelbeutel über's Meer zu reichen, und an die in der Ferne lebenden Söhne Deutschland's zu appelliren. Stets wurde solchen Gesuchen Seitens der Deutschen in den Ver. Staaten entsprochen. Es hat kein bedeutendes Unglück im Deutschen Reiche stattgefunden, keine größere Noth machte stch geltend, bei welcher nicht die in den Ver. Staaten lebenden Deutschen Beweise ihres Wohlthätigkeitö - Sinnes abgaben. ES ist in Deutschland kein bedeutendes Denkmal errichtet, kaum ein Kirchthurm gebaut worden, zu dem nicht . Beiträge aus Amerika gefloffen stnd. Bei der Hungersnoth in Ostpreußen vor einigen Jahren war amerikanisches Geld hoch willkommen. Noch im Lause dieses Sommers wurde von Deutschland aus der Klingelbeutel her übereereicht, als eS sich nach den Berliner Attentaten darum handelte, dem Kaiser Wilhelm ein deutsches Nationalgeschenk zu verehren. Heute aber, wo w einen! ausgedehnten Gebiete der amerikanischen Union großer Nothstand herrscht, fehlt eS gerade in Deutschland auch an den geringsten Beweisen von Theilnahme, die doch zu erwarten gewesen, namentlich wenn man erwägt, daß in New Orleans, in Vicköburg, in MemphiS Tausende von Deutschen leben, die ebensallS schwer vo der Seuche zu leiden haben. Die verschiedenen Bande, welche die Ver. Staaten mit Deutschland verknüpfen, haben stch so gestaltet, daß die gegenwärtige Theilnahmlostgkeit Deutschland'S befremdend berühren muß, selbst wenn die Nothleidenden, Dank der von anderwärts, auch aus England und Frankreich, so reichlich geflossenen Beiträge, nicht aus die Groschen und Thaler auS Deutsch' land angewiesen sind. Ist diese unser Gefühl als Deutsche so verletzende Theilnahmlostgkeit Deutschland's der Schwerhörigkeit, oder der HartHerzigkeit, oder dem Geize unserer Landsleute zuzuschreiben? Oder wartet man etwa da drüben, bis Consuln deö Deutschen Reichs in Amerika, dem Beispiele ihrer sranzöschen, englischen, spanischen italienischen College folgend. die Deutsche RcichSrezierung auf amtlichem Wege in Kenntniß gesetzt haben von den Verhältniffen? .
: IStrn&M i 5cfl-Washillgton Straße, haben jet einen immensen Vorrath von erbstDry-GooöS an Hand, welche alle frisch und nen sind und sehe billig verkauft werden. Seiden-Stoffe von 65 EentS und aufwärts. Dunkle Kleider-Stoffe 6, 10, I21!2,1S und 20 Cts. Tafel -Linen 23, 30, 3g, HO und 50 CentS. Guter brauner MuSlin nur ä Cents. Guter gebleichter Muölln nur S Cents. Guter Catun-MuSlin nur S Cents. Damen - Strümpfe 5, 0, 10 und 12H2 Centö. Wollene Flanellen nur 20 Cents. Agenten für den Verkauf von Gelsen dorff und Co. Fabrik-Waaren: JeanS, Garnen. Flanellen, BlanketS :c. zu Fabrik. Preisen. tSP Für gute Waaren unt! niedrige Preise gehe an nach 12 u. 14 W.-Wafbinqtonstr. 145 Personen starben gestern in Mem phis und New Orleans am gelben Fieber. Oesterreich bietet dem amerikanischen Erfinder der besten Mäh' und Schal-Ma schine $20,000. Dem Manne kann geholfen werden." Wenn solche Männer wie Sarnighausen gegen die Finanzpolitik dnf eigenen Partei zu Felde ziehen, dann ist etwas faul im Staute Dänemarck! Theodor Thomas ist im Triumph in Cencinnati eingezogen und hat die Lei' tung der neugegründeten großen Musikschule übernommen. Die von einem Cincinnatier. durch Mißbrauch Cincinnatier Blätter, auöge sprengte Lüge : in LouiSville herrsche daö gelbe Fieber, hat LouiSville viel geschadet. In den Staats- k Congnß'Wahlen in Colorado haben die Republikaner ge siegt. Der republikanische Congreß'Can didat hat eine Macorität von 3000 erhalten ; der Governors'Candidat Pitkin eine von 2,500. Die Greenbaöler brachten eS im ganzen Staate auf ein Votum von kaum 1000. In dem Gold- und Silber lande Colorado weiß man den Werth von .Hartem zu schöben.. Eine der LieblingSideen deS Herrn Dr. De la Matyr ist bekanntlich ein nationa leS Temperenzgesed. Würde er in den Congreß gewählt, dann thäte er sicherlich sein BesteS, um diesen Traum seines Le benö zu verwirklichen. ES ist keine Gefahr vorhanden, daß die Deutschen für einen Fanatiker stimmen, der in Hebung der. Volksmoral durch ZwangSmaßregeln glaubt, für einen Mann, der ihnen vorschreiben möchte, waS und wie. sie trinken und essen sollen. In Anbetracht, dab die Finanz f r a ü t in dieser Campagne die Hauptfrage ist, bringen wir heute mehrere Artikel auch auf der inneren Seite zu finden in welchen biete wichtige Frage gründlich behandelt und die UnHaltbarkeit und der Unsinn der Jnflationöidee aus'S Schärfste nachgewiesen wird. Da, wie bekannt, die demokratische Partei sich für Inflation er klärt hat, ihre Führer, Hendricks, Vorheeö, Williams und auch der .Sentinel gehen für Inflation in'S Geschirr -und da andererseits die republikanische Partei und deren Plattform und Führer für Hartgeld und Rückkehr zur Baarzahlung sind, so sollte unsrer Ansicht nach den deutschen Stimmgebern die Entscheidung nicht schwer fallen. Inflation der Greenbacks bedeutet Scheinprosperität und Krach im Gefolge; Hartgeld bedeutet Wiederaufnahme der Baarzahlung und Rückkehr htS Ver trauenö und reellen GeschästS. ? Die Srovn Point, Ind. .Freie Fresse, ewe Zeitung, die auk einer gut redigirten Patent Inslde" mit Blechushüllung besteht, hat seine Lüge, durch velche et die demceratischen Etaatöbeamtea von Missouri, velche eine halbe Million stahlen, zu Nspnblika. nern machte, noch nicht zurückgenommen.
