Indiana Tribüne, Volume 1, Number 8, Indianapolis, Marion County, 5 October 1878 — Page 3

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563 Prämien ...tz' 25,000 Da, Ganze i'd in 6?,590 Atttheilscheine, zu ?! jeder, gtthettt, welche Antheilscheine daz oben beschriebene Eigenthum reptäsentiren verdon, ?nd von denen einige welche dieser prachtvollen Prämien ziehen werden: der Zweck ist ein dreifache Senesiz ; ver'Snliche Entlastung durch erkauf erthvollen Eigenthums; groxe öffent Nche Wohlth-t'.gkettZ-Anstalten erhalten die Netto.Ueberstüsse und die Inhaber der AnthettSschkine können für eine kiae Summe eine gute Hei nath mit etnem unbelasteten Titel erhalten. Allgemeine Bkschreibnng des Eigenthums. Rose Hill?Zarm liegi in Warrick County. Ind., si:ber. Meilen von SvanZville, zwei Meilen nördlich von Nembura, enthllt 6)0 Äcker, aus welchen elf Hä ser und sieben Schun,n erbaut find, hat Obstgärten und andere erthoolle erbefserungen. DaS Land ist von erster Qalttät. D'e Fznn mnd in jeser Beziehung alS eine der besten t , Sounty wenn nicht im ganzen südlichen Jnviana, betrachtet. Sie ist in sechs virschikdene Farmen ein getheilt (siehe Liste,, von welcher eme 'M zum Bewohnen ser:iz ist und eine seh? anzenehi?e Heimath darbietet Di? I tdiinapalis LotS sind sämmtlich gute? Eigenthum und gutzurKipital-Änlaze. Innerhalb drei Jahren sins sie mehr miith. als die Tabellnza,len zeigen. Die Svansville LZtZ oelten in ihrer Lokalität als erste Klasse für jene schöne Stadt und sind heute als eine Heimath so viel werth, als die Zahlen der Tabelle besag:. Der Theil, elcher da Geld ditrlfft, bedarf keiner weiteren Beschreibung UNd gkNÜZt es ZU sägtN, daß alle Vaar-Pämien in .al'.modischen Sree' backZ bezahlt werten sollen. Die S!etto-Ueberschusi: tiefer Verkäufe soen zum Besten der SsanSville Waisen. Anstalt und der jndiana 'xoliz WaisenÄnstalt verwandt wer.en. V e g ka u ö i g u n g e n. ' ES wird hierdurch bescheinigt, ai da in der L fte aufgeführte Eigenthum von großem Werth ist und seinen Eigenthümern bei Weirem mehr an baacem elde kostet, als sie eS diesen .öenesit Trust' verkauft haben und da? eZ wohl verdient alZ eine Heimstätte auS:rm1hlt zu werden. Die Ttel m?rd:n vor der Ablieferung der Saufbrieie vallkom r.e gemacht. tGezeichnit) "rhoms 8. Garville, SvanSville 11 . Wm.Hatley, siLdtischer Assesszr, Indianapolis. Ich bezeuge hierdurch, k aß die Aausbefe für alle? in dieser Liste aufgeführte Eigenthum gehörig erecutirt und beglaubigt mir übeigebrn wurden, um von mir biS zur Ablieferung an dre Personen, welche unter der.Or vhan Beneftt Draming" da,u berecht at vnd. in Verwahrung gehalten zu werdkN. Citizens aUonzl Bank, Evansville, Ind., den 28. Äuzust MS. . (Sezeichnet) S. ?. HMett, Eassirer. Mürger-Kommittee. Wir haben die Stellung a!S ein Büraer-Committee a igenommen. um daraus zu sehen, daß das Eigenthum sicher gedalt:n erde, ht Lertheilung richtig erfolge und die Jznds hrUch überwiesen werden. ejeichnt) I g i. st 1 1 n c t, iTaoor bcr itttbt GottnSvtlle. n t o. S t 0 ck m e l l, von Viele, StoZwell u. So.. EvanSville. Peter Simnon, von Simnon u. Dickfon, vanSvill. Austin H. Bron, Elerkvon'Nsnan Countv.JndianavoliS, Ind. ?j. C. W a l k e r, M. D.. Präsident vro tem. Ctadtralh, Indianapolis. W. O. F 0 le y, Ttvuty Staata.Sdatzmeister, Indianapolis, Ind. Zntheilscheine zum Verkzuf bet oll n antorisirten Agenten und versandt nach allen Theilen det Lann des nach Emrfzn, de; Betrag s. Man sende durZ, d:e Post, in Ägn!'Order', registricte Brieie. Ba?-.k.Trattee ö:erdUlch Expreß. Um Jkrthilner oder Lerzöerung zu vermeiden, wollen die Eo.resvondenten gefälligst ihr amen und Wohnung deutlich schreiben und Stadt, sounty und S:aat angeben. Alle Mittheilungen, die Bkktheilung betreffend und Lufträge sör Ticket soNea adressirt werden an M. S. Lyon. EvanSville. odet 7sert bjt en. Da. Maeauley, Indianapolis, In,.

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Capital und Arbeit. ' Es ist eine bekannte Thatsache, daö un. sere Jndustrie-Städte mit bcschastigungölosen Arbeitern überfüllt sind, während im Süden und Westen und auch wohl im In nern der meisten östlichen Staaten ausgedehnte Ländereien aus die Ankunft fleißiger Ansiedler warten. Einige Südstaaten haben sich besondere Mühe gegeben. An. siedle? aus dem Osten herbeizuziehen, und man kann wobl sagen, daß sie, so viel an ihnen liegt. Alles gethan haben, um den erwähnten Zweck zu erreichen. Dennoch muß man aus der i andern Seite gestehen, daß so gut wie .nichts erreicht worden ist. Senator Johnson von Virginia hat in New York Capitalien und Arbeiter zu bewegen gesucht, dieReichthümer, welche in den Bergwerken und im fruchtbaren Boden, Virginia's liegen, auszubeuten; aber alle seine Anstrengungen sind, soweit wir in . dieser Sache unterrichtet sind, folglos geblieben. Wie man vernimmt, wird er abermals dorthin kommen u. seine Versuche erneuern; er. wird indessen mit den nämlichen Schwierigkeiten zu kämpsen haben, wie das erste Mal. Die Arbeiter können der freundlichen Einladung nicht folgen, weil ihnen die erforderlichen Mit tel nicht zu Gebote stehen, und die Capitalisten wollen aus leicht zu erklärenden Gründen vorläufig noch nicht anbeißen. Wir stehen hier vor einer merkwürdigen Thatsache. Wir haben sruchtbares Land im Ueberfluß, wir haben müssiges Capital in Hülle und Fülle, und endlich haben wir Tausende von Arbeitern, die gern bereit wären, stch im Schweiß des Angesichts ihr Brod zu verdienen und ein eigenes Heim zu gründen. Es giebt wenige Länder auf der Erde, die sich all dieser Vortheile rüh men können. In England z. B. jst der Grundbesitz so vertheilt, daß es dem über flüssig gewordenen Arbeiter rein unmöglich wird, als selbständiger Ackerbauer fortzukommen. Hier aber sind alle natür lichen'Vorbedingungen für sein Fortkom men vorhanden und doch scheint das Zusammenbringen der verschiedenen Elemente mit unendlichenSchwierigkeiten verbunden zu sein. Was zunächst die beschäftigungslosen Arbeiterin unseren JndustrieStädten betrifft, so kann man ihnen nicht wohl zumuthen, ohne Hülfsmittel auszuwandern. Ein lediger Mann könnte das allenfalls thun; aber nicht ein Familienvater. Wir haben bereits im Ansang, als diese Sache zur Sprache kam, auf die Nothwendigkeit der Gründung von Organisationen hingewiesen, welche den Arbeitern unter die Arme greisen. Allein das scheint gerade seinen Haken zu haben. Die Sache müßte von den Capitalisten in die Hand genom men werden; wie wir aber sehen weigern sich diese, Hand ans Werk zu legen. Fra. gen wir nach den Gründen ihrer Weige rung, so werden wir sie in der Unsicherheit unserer finanziellenZustände finden. Diese Unsicherheit ist im Süden und Westen, also

gerade da, wo unsere überflüssigenArbeiter ein beständiges Unterkommen finden sollten, größer, als irgendwo in der Welt. Senator Johnson mag, indem er dieMilde des ClimaS und die Fruchtbarkeit des Bodens seines Heimathlandes schildert, noch so schöne Worte gebrauchen; er kann die im Volke seines Staates vorherrschenden Repudiationsgelüste nicht in Abrede stel len. Ist es doch in Virginia soweit ge kommen, daß zur ewigen Schande der Männer die braven Frauen fich berufen kühlen, für .den Credit und die Ehre des Landes einzutreten. Der Staats'Credit und die Ehre des Landes sind in der That durch das unbegreifliche Treiben der Re pudiationisten dermaßen geschädigt wor den, daß die nördlichen Capitalisten sich von jedem Unternehmen in einem solchen Gemeinwesen fern halten. Was übrigens von Virginia und anderen Südstaaten gilt, das gilt in anderer Weise auch vom Westen, in welchem der Pavierschwindel vorherrscht. So . lange solche Zustände fortdauern, ist yicht daran zu denken, daß das Capital sich herauswagt und so lange werden auch die überflüssigen Arbeiter in den Städten herumlungern. ; Wenn sie sich anschicken, über ihre höchst bedauernswerlhe Lage nachzudenken, wer den sie finden, wie sehr ihre eigenen In teressen mit denjenigen des Capitals verbunden sind. Liegt es nicht auf der Hand, daß sie blos deshalb so. elend sind, weil das Capital durch verkehrte Finanzmaß nahmen beständig eingeschüchtert wird? Es ist sehr leicht, gegen das Capital zu ei fern, weil es seine naturgemäße Bestim mung nicht erfüllt. Indem man das thut, bekämpft man nicht die Ursache, sondern die Wirkung des Uebels. Der Capitalist handelt in diesemFalle genau so vorsichtig, wie der Arbeiter selbst, der lieber müßig in der Stadt herumlungert, als daß er ohne jegliche Sicherheit eine Muskelkraft auf dem Lande zu verwerthen suchte. Wir können den Arbeiter, der sich weigert, die übervölkerten Städte zu verlassen, nicht tadeln, so lange nicht auf irgend eine Weise dafür gesorgt wird, daß er bei der Begründung seines neuen Heimweens wenigstens :n der ersten Aeit sem Unter kommen findet. Auf der anderen Seite aber können wir auch den Capitalisten Nicht zumuthen, unter so ungünstigen Be dingungen sich in irgend ein größeres Un ternehmen einzulassen. Capitalisten und Arbeiter leiden unter der namllchenfflnanz noth und sie werden erst dann ihre Bestim mung erfüllen können, wenn die Grund safte eines sicheren und ehrlichen Finanz systems überall in den Ver. Staaten aner kannt sein werden. - .

.In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf." ' j . ' . ' ;,(.:; .' v: -', ' Dies Sprichwort wird vielfach falsch

verstanden; denn Manche glauben sich berechtigt, eine recht wiederwilliges. zuge knöpstes Gebühren anzulegen, wo es sich um Geldangelegenheiten handelt. Nein, das will es nicht. Es will vielmehr jede schwankende Unüberlegtheit verbannen, die mit dem Gemüth nichts zu thun hat; einen selbstbewußten Ernst will es an d'eren Stelle setzen, eine gewisse kluge Zurückhaltung, die peinlich überlegt und 'rechnet. Würde in Geldangelegenheiten nicht so oft ohnehin und oberflächlich vorgegangen. viele Verwandte wären noch wirklich zart liche Verwandte viele Freundschaften wä ren nie gelöst, manche Ehe wäre nie ge trübt worden. Das Geld birgt einmal eine ungeheure Macht in sich, und wer diese im gegebenen Momente unterschätzt, bei sich selbst oder bei Anderen, der bereut es später sicher. Kinder, die das väterliche Erbe theilen sollen, sind gern bequem und schieben nicht selten die Regulirung jährelang auf, indem sie sich trösten : Ach, es wird sich schon Alles machen." Aber mit Nichten macht sich dann Alles so wie gedaat; wenn endlich die Nothwendigkeit der Klarlegung der Erbschaft eintritt, dann zeigt sich mit einem Male die Macht dks Geldes, da glaubt der Eine noch besondere Ansprüche zu haben, von denen der Andere Nichts weiß, weil Jah?e verflossen. Da handelt es stch um Zinsen und Zinsen und Zinseszinsen, kurz es bricht ein erbitterter Streit aus, der Bruder und Schwester ost aus immer trennt. Nichts stört eiue innige Freundschaft mehr, als ein saloppes Behandeln von Geldangelegenheiten dem Freunde gegenüber. Schon das Herleihen von Geld thut es ; denn mag der gebende Freund noch so herzensgut sein, der empfangende wird, wenn nicht immer, so doch zu gewisser Zeit seine Abhängigkeit vom Freunde fühlen. Abhängigkeit vom Freunde ! Freunde dürfen nur gleich sein. Wenn aber der Schuldner am Termine nicht im Stande ist zu bezahlen, oder wenn er gar srefeltlich glaubt, dem Freunde gegcnüber könne man es leicht damit nehmen, dann wird ihm der Andere vielleicht nicht zürnen, aber 'er wird lebhaft die Schwäche :m Charakter seines Freundes empfinden, was zurFestigung derFreundschast nicht beitragen kann. Es kann sich jedoch treffen, dß der Eine durch die Un vünktlichkeit des Andern selbst in Verle genheit kommt, selbst nach Geld suchen muß, dann legen die' Widerwärtigkeiten, welche damit verbunden sind, die Axt an den Baum der Freundschaft. Wie manche Freundschaft ging zu Grabe wegen lum'pigerGeldsummen. Willst du.einenFreund los sein, so borge ibm etwas" sagt ein englisches Sprichwort. Der glückliche Bräutigam scheut sich, vor der Hochzeit von Geldangelegenheiten zu sprechen; er will ja auch beweisen, nicht des Geldes wegen heirathete er Clotilden; aber im Stillen hofft er doch auf ein kleines Heirathsgut. Er nimmt sie nicht deö Geldes wegen ; Nein, weil sie ihm gefällt. Doch kommt es ihm nicht ungelegen, Hat sie ein wenig Geld. Doch endlich kommt die Stunde, wo er erkennt, sie hat Nichts, gar Nichts. Er kann sich nicht helfen er hat sie ja nicht des Geldes wegen genommen; aber er ist verstimmt. Da er nicht gewöhnt ist, sich ihr gegenüber zu verstellen, fühlt sie sofort die Verstimmung und erräth den Grund mit jener zuweilen unheimlichen Feinfühligkeit der Frauen. Es kommt zur Auseinandersetzung ; aber da er unmöglich ihr gestehen kann, was er sich ja selbst vor der Hochzeit nicht ehrlich gestand, daß er nämlich ein kleines Heirathsgut erwartete eö war ja nur eine unbestimmte Hoffnung , so bringt es diese Auseinandersetzung noch nicht zur Klärung. Sooft er auch das Gegentheil versichert und betheuert, im Stillen schreibt sie dem Bösewichte doch zu, er hätte große Capitalien von ihr erwartet kurz der Keim zur Zwietracht ist gelegt, und es muß ein seltenes Paar sein, das ihn noch rechtzeitig zu zerstören im Stande ist. Ach", seufzte ein anderes, hätten wir doch vor der Hochzeit über Geld und Mitgift, geredet! Darum: In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf! , Ein Hauö-Thran. Ein Ehemann, der sich schon lange vor genommen hatte, einmal einen Scandal herbeizuführen, nahm eines Tages seinen ganzen Muth zusammen und unterstand sich, seine beffere Hälfte zu fragen, wohin sie schon wieder gehen wolle. Wohin eö mir beliebt," erwidert sie von oben herab. Aber wann wirst Du denn wieder kommen?" Wenn ich Lust habe." Gut, aber nicht später. Das bitt' ich mir aus, das würde ich nicht zugeben !" In der Umgegend von Oakis, Minn. haben Prairiebrände großen Schaden an gerichtet. Den schweizerischen Eisenbahnen hat die Krachperiode einen Kursverlust von 567 Millionen Franken beigebracht. Das macht fast 200 Franken ($40) auf den

Kops der Bevölkerung.

(Au der unabhängig demokratischen .N. F. Staats. Zeitung.) ' Die Sprünge der Demokratie.

' . Das Kapern der Demokratie vonMaffachusetts durch Butler ist doch den härtesten" ' Democraten in allen Theilen zdes Landes zu viel. Es scheint, daß die guten Leute besonders der Gedanke drückt, Butlcr könnte,' wenn' er jegt in Massachusetts siegt, gar sich der Demokratie als Prasi-dentschaftö-Candidat aufoctroyiren, und dies wäre doch ein zu schlimmer Schuhnagel. In der That ist eine solche Besürchtung nicht unbegründet. So barock die Idee ist,-so ist immer zu bedenken, daß die Democratie durch eine solche Condidatur nur an das Ziel gelangen würde, zu dem der Weg sübrt, welchen sie durchGree ley's Nomination eingeschlagen. Irgend etwas, um Grant zu schlagen", war damals die Parole, und mit ihr gelangte man dahin, einen Mann als Präsident-schasts-Candidatenhinzunehmen, der durch seine ganze Lausbahn als Journalist und Politiker den schärssten Gegensatz zu-den Grundsätzen, welche die Demokratie angeblich verfocht, bildete und der gerade Das bis dahin aus's Eifrigste vertheidigt hatte, was die Democratie beseitigen zu wollen vorgab. Die Demokratie kam dann wieder zur Besinnung und focht das nächste Mal unter einem ächten Demokraten, aber neuerdings scheint ne zu der Operationsweise von 1872 zurückkehren zu wollen. Alles, um die Republikaner zu schlagen Alles, um die Macht zu bekommen" dies ist die Summe der democratischen Weisheit. Von diesem Streden erfüllt, opferten die Democraten im größten Theile des Landes ihre HartgeldGrundsätze, um die Stimmen der Schreier nach mehr Geld zu bekommen. Sie ließen stch auf allerhand Forderungen vonSchutz zollnern, Socialisten und Communisten ein und sind jetzt in Massachusetts, wo es dem Va Banque spielenden Demagogen Butter gelungen ist, stch an die Spitze der Nationalen zu stellen, dahin gelangt, sich ebenfalls unter dessen Commando zu begeben, Alles, nur um die Republikaner zu schlagen. Darüber ist jetzt freilich unter Democraten im ganzen Lande großes Wehklagen, aber im Grunde haben diese Leute sich über ihre Parteigenossen in Massachusetts nicht zu beschweren. Butler, als demokratischer Bannerträger, ist nur die Consequenz der elenden BeutePolitik, die durch die Candidatur Greeley's eingeleitet worden ist. In Massachusetts sind die Demokraten mit dieser Politik dahin gekommen, daß sie, wenn sie Butler nicht gewählt sehen wollen, jetzt die Republikaner unterstützen müssen. Thun sie dies nicht, lassen sie in der That Butlel triumphiren, so mögen sie sich darauf gefaßt machen, Butlers auch im Jahre 1880 sich nicht erwehren zu können. Wir sehen, daß eines der hervorragendsten democratischen Organe, Courier Journal" zu Louisville, in einem offenbar von Henry Watterson selbst geschriebenen Artikel jener Eventualität kühn iVs Auge schaut und offen erklärt, sich Butler gefallen zu lassen. Die große Masse der Democraten möge hieraus entnehmen, in welchem Fahrwasser ihre Partei treibt. Sie können da nur herauskommen, wenn sie ihre Partei zwingen, zu einer principiellen demokratischen Politik zurückzukehren und aufzuhören, dem augenblicklichen Erfolge Alles zu opfern. Eine Partei, die solche Sprünge macht, wie es die demokratische seit Jahren gethan, hat wohl kaum eine andere Aussicht, als die Beute eines so desperaten Demagogen zu werden, wie Butler einer ist, und es frägt sich, waö für die Partei selbst das Schlimmere wäre : unter einem solchen Führer zu siegen oder geschlagen zu werden. ' Sträflings Arbeit. Die Schädigung des Gewerbebetriebes durch Straflings-Arbeit, doppelt drückend seit der Geschäftscrisis, hat in Deutschland wie hier Beschwerden im Gefolge gehabt. Zahlreiche Petitionen aus größern und kleinern Städten sind über diesen Punkt beiden deutschen Regierungen eingegangen. Der deutsche Handelstag hat deßhalb nicht umhin, gekonnt der nrennenden Frage" näher zu treten. Er hat die bezgl. Materialien gesammelt und eine Commission ernannt, welche in München zusammentreten, die Verhältnisse pröfen und Bericht erstatten wird. .Die Regierungen werden durch Commissäre bei diesen Verhandlungen vertreten sein. Im Uebrigen ist es. ersreulich, zu sehen, daß selbst in dem büreaucratischen Dertschland jetzt nichtAlles mehr vonOben herab erwär tet wird. Die leitendenGeister derCommis sion werden nämlich lauter wohlbekannte Gewerbsleute oderNationalöconomen sen. Die Frage hat offenbar neben der materi ellen auch ihre moralische Seite. Wenn es richtig ist, daß die meisten Verbrechen durch eine Verkennung des Werthes der Arbeit entstehen, so wird Arbeit auch das vorzüglichste Besserungsmittel sein. Es fragt sich nur : Welche Arbeit der Sträf linqe macht andern Arbeitern die wenigste Concurrenz? Offenbar ist dies die lälioticke Arbeit. Auf dem Lande erhielte ferner der Sträfling durch die Natur heilsame Eindrücke und das Entkommen wäre Ihm erschwert. Dennoch wird es wohl noch einige Zeit dauern, ehe diese Ansicht sich Bahn bricht und mait durch Sträflinge unwirthbare Gegenden der Cultur ge winnt.

Die größte Armuth. .' i . . . - . ' i i ? f ' ;-. T j O Herz, verzage nicht, wenn Oual ' Nach dir hin zückt den kalten Stahl, .Verzag; nichwenn sie dir raubt, ' -Was du geliebt, was du geglaubt, Und bleibe dessen stets gedenk:

t . , i - Die. Prüfung ist ein Weihgcschenk, Und Thränen machen dich nicht arm. So lang' du strebst, und würde Hohn -Auch deinem Strebenmuth zum Lohn, . So lange Sehnsucht dich bewegr, So lang' dein Puls der Sorge schlagt, .So langedu im Kampf Vcrlust Bkweinen oder fürchten mußt, "l" So lange, Herz, bist du nicht arm. - Nur wenn der Thränenquell versteat. Kein Wahn dich lockt, kein Trug mehr wiegt, Wenn dich kein Sehnensdrang mehr hebt, Dich keine Furcht mehr bang durchbkbt. Wenn dich kein Weh mehr stürmisch schwellt, Wenn du nichts fassest, nichts dich hält, Nur dann d an n bist du bettelarm Widytcv Lynch im Süden. Im Süden .ging der Richter Lynch bis jetzt sehr einseitig zu Wrke. Er hat hunderte von schuldigen and Dutzende von unschuldigen Negern hingerichtet, obgleich in betreff der Scyuldlgen alle Aussicht voranden war, daß sie auch im Wege des Gesetzes gebührend bestraft werden würden. Wie die Verhältnisse jetzt im Süden sind, hat ja kaum em emes Verbrechens schuldiger Neger, die Aussicht, der gesetzlichen Verurtheilung zu entgehen, wenn der letzteren der Richter Lynch nicht zuvorkommt. Ein Lynchgericht ist nur dann zu entschul digen, wenn ein schandlicher Verbrecher dulch Künste der Advokaten und Sylbenstechereien der Richter der gesetzlichenStrafe entgeht. Da aber für die Lynchgerichte gegen Neger im Süden kein solcher Entschuldigungsgrund vorhanden ist, so sind sie beinahe ohne Ausnahme nichts als brutale Moldthaten. Trotzdem hat man nie gehört, daß solche an wehrlosen Negern, die dem Arme der Gerechtigkeit entrissen wurden, verübte Mordthaten im Süden bestraft wurden. Jetzt aber hat Sambo auch einmal den Spieß umgedreht. In 'der von dem bekannten deutschen früheren Gouverneur Michael Hahn von Louisiana im dortigen Parish" St. Charles gegründeten Ansiedlung Hahnsville hatte ein weißerCavalier Namens Valcour St. Martin, der im Sheriffsamte angestellte Sshn desStaatsanwalts, einen armen Neger Namens James Batiste todtgestochen. Und warum? Der Neger hatte in einem Laden aus Versehen dem Ritter aus's Hühnerauge getreten, und das ritterliche Hühner auge ward dadurch gerächt, daß sein Besttzer dem täppischen Neger das Messer in's Herz gieß. Valcour St. Martin ward verhaftet, aber würde er je gesetzlich bestraft worden sein ? Er würde im Staate der Bulldoser das Galgenbrett oder, auch nur die Zuchthausschwelle so wenig betre ten haben, wie im benachbarten Bulldoserstaat Mississippi der weiße Ritter bestraft wurde, welcher einen zwölfjährigen Negerjungen todtschoß, weil dieser sich erdreistet hatte, dem Lieblingshunde des Ritters auf den Fuß zu treten ? nein ihm eine leere Austernbüchse an den Sckwan, u binden. Die über die ruchlose Ermordung ihres unschuldigen Freundes Batiste wüthenden Neger in Hahnsville schaarten sich daher in der Nacht zusammen, holten sich den weißen Mörder aus dem Gefängnisse, schleppten ihn in den Gesängnißhof und durchlöcherten ihn hier sogleich mit etwa ö0 Kugeln. Aehnliches ist in Louisiana von Weißen an Negern viel Dutzend Male geschehen, ohne daß ein Hahn danach krähte. Aber jetzt kräht zu Hahnville der demokratische Hahn ganz entsetzlich, und wenn'S auf ihn ankommt, wird keiner der schwarzen Rächer demGalgen entgehen. m i m Billige H eitzun g. Ganze Ortschaften in gleicher Weise als mit Gas für Beleuchtungszwecke, auch mit einem Mittel für Beheitzungszwecke, zu versorgen, ist eine Idee, welche ihrer Verwirklichung nahe gekommen zu sein scheint Es handelt stch bei Ausführung eines folchen Planes einfach nur um die Frage : Ist es möglich .ein Hitzegebendes Gas zu erzeugen, das sich billiger stellt als Kohle? Und dies ist offenbar möglich, denn Koh-' lengas kostet in London nur ZI per 1000 Kubikfuß und kommt dort vielfach an Stelle der sonst üblichen Brennmaterialien zur Verwendung. Hier im Lande kostet Leuchtgas $2-3 per 1000 K. Fuß; es kann jedoch aus Kohlenstaub und Kohlenschlacke ein Gas erzeugt werden, das zwar kein gutes Licht geben würde, aber weit mehr Hitzkraft besitzt als' gewöhnliches Kohlengas. Solches Gas würde, so unglaublich es auch scheinen mag; kaum 10 Cents per 1000 K. Fuß herzustellen kosten'. Der Herstcllungsprozcß regt die Ausmerksamkeit der. größten Chemiker beiderContinente.an und es stnd bereits diele Schriften über dieses Thema erschienen. Ist die Erzeugung von Hitzgas aus Kohlenabsällen, die bisher nutzlos und werthlos ware, wirklich möglich, dann ist das Problem Izt billigen Heidung gelöst. Sin? Schreibart von eizenthümli:i C präge schließt die vollkommene Ochör.. heit aus, wie ein Gesicht mit aukesprc:r.:n Zügen selten ein schönes, und em Ssttn t:n Charakter selten ein lttben!ür':r i?. ,

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