Indiana Tribüne, Volume 1, Number 5, Indianapolis, Marion County, 14 September 1878 — Page 4

I n d i a n a T r i b ü n e.

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Indiana Hriöime.

(W o ch e n b l a t t.) Cffkc: Ecke Girrte u. Meridianstr, (Im dritten Ctock ) Abonnements-Preise. Sn der Stadt durch Träger in Hau geliefert Per Monat 20 Cents. - Per Jahr im Voraus 52.00 Per Nummer ö KentS. Lou's P. H'ld, Herausgeber. Für Congreß : John Hanna. Republ. Staats-Ticket. Für S aatS-Secretär, I saa c 6 Moore, bn Vanderburg Co. Für Staats.Auditor, Abram O. Miller, von Boone Co. Für StaatS.Schatzmeister, rge F. H erriot, von Johnson Co. Für General-Anvalt, Daniel P. Baldvin. Für Supt. deS öff-ntl. Unterrichts, Jacob T. Merrill, von Tippccanoe Co Eounth TicketFür Clerk, Daniel M.Ranxdell. Für Sheriff, John T. Presslh. Für Treasurer, Thomas Schooleh. . Für Auditor, Wiliam A. P f äff. Für Richter der Superior Court, Horatio TUtocomo, Daniel W. Howe, David V. B urnS. Für Richter der Criminal Court, I am eS E Heller. Für Staats Auwalt der Criminal Court, Joha B. Clam. Für County Commissio.:äre, George F. McGinnis, MofeS Allen. Für Coroner, Wiliam H. Wifhard. Für County Survehor, Harvey Fatout. Für Repräsentanten, W. W. H e r o d, I. V. Connor, C. B. Robin fon, J.W. G o r d o n. . , Indianapolis, Ind., den 14. Sept. 1878. Sditorielle Sloiwen. Die Eastriver'Brücke in New tyoxl geht Zangsam aber sicher ihrer Vollendung entgegen. In Missouri, dem Westen und Nord besten gab's in der Donnerstag Nacht einen leichten Frost.' Wenig Schaden. Nur immer vorwärts zum Siege für Fortschritt undFreiheit, Reform und Recht unter Dr. De la Matyr ! Beide sind groß ! die "Solid North" in ihrem Wohlthätigkeitswerk, die "Solid South" in derRepudiation! , Im Chicagoer Postamt wurde der Money Order Cler! John W. Gregg unter der Anklage verhaftet, $5000 unterschlagen zu haben. Nichtbezahlung der Staatsschulden Repudiation ist jetzt das Feldgeschrei der ''Solid South". Was kann vom Süden Gutes kommen ? Der Strike in der Pottsviller, Pa., KoHlenreg?on ist zu Ende. Sämmtliche Gruben sind wieder in Thätigkeit gesetzt worden. Dreitausend fleißige Hände ruh ren sich wieder. Man berechnet, daß im Süden durch das gelbe Fieber über 250,000 Personen außer Arbeit gekommen sind. Der Hunger halt mit der Krankheit Schritt. Helse, wer helfen kann ! Die Greenbackler von Massachusetts haben in der am Mittwoch abgehaltenen Staats'Convention Ben Butler für Gouverneur nominirt. Die Nationalen suchen sich doch immer die Allerschönsten r'ans! Kaiser Wilhelm hat in seiner Thronritt, die er verlesen ließ, für das Sauhatz Gesetz- plaidirt. Das loyale Volk taird ihm wohl den Gefallen thun, und die Reaction allerunterthänigst zur Thatsache zu machen suchen. Präsident Hayes hat aus seiner Tour durch den Nordwesten überall gute Aus nähme gefunden. Und warum sollte er das nicht? Hayes ist ein vernünstiger,brader Mann, der ruhig und sachte vorgeht, und das Volk der Ver. Staaten kann mit ihm ganz zusrieden sein. 1880 hat Frankreich auch eine PräsidentschaftsCampagne. ES wird an genommen, daß McMahon, der Grant Frankreichs, nochmals laufen" wird, Gawbetta hat sich bereits bereit erklärt, als Candidat der Radikalen aufzutreten, die Orleanisten haen sich den Herzog von Aumale zum Bannerträger auserkoren und die Bonapartisten setzen ihre Hoffnung auf .das Kind von Frankreich", mixed brecd, das bei Saarbrücken Kugeln suchte.

Nobiling ist gestorben. .Freund Hain" r?ttet ihn vor dem Henkersbeil. , Himmelschreiend ist da3 Gelbfieber. Elend im Süden - herzerhebend die Hilfe vom Norden. Der "solid North" zeigt, was er kann ! Die Milwaukeer Deutschen haben Prä sident Hayes in nobler und großartiger Weise empfangen. Ueber 1000 Deutsche hatten sich in der Halle eingefunden um ihn zu begrüßen. England, das wie Amerika von dem Uebel des M o n o p o l s heimgesucht wird, hat ein Gesetz eingesührt, das berechnet ist, den Uebergriffen der Monopolisten Ein halt zu thun und jedenfalls auch in dieser Richtung hin Gutes wirken wird. DaS Gesetz beschränkt daS Capital deS Einzel nen in einer Corporation (Actienunternehmen) auf eine gewiffe Höhe und be stimmt ferner, daß jeder Aktionär nur eine Stimme abgeben kann, gleichviel wie viel Actien (sharesj er besitzt. Durch diese Clausel soll verhütet werden, daß Corpo rationen in die Hände von Ringen kom men, die stets darnach streben, die Kleinen" zu verdrängen und das Unternehmen zum Monopol zu machen. Immer noch bringt Tag für Tag der Telegraph die Schreckenskunde von den furchtbaren Verhenungen, die der grause Gast, das gelbe Fieber, im Süden anrich tet. Das unlere Misstsippithal bis an den Ohio hinauf, (Cairo) gleicht einem großen Krankenlager. In New Orleans sind bis zum 9. September über 1400 Personen der furchtbaren Seuche erlegen und beinahe

4500 liegen aus dem Krankenbette. In Port Gibson sind von den 550 Einwoh nern über 400 erkrankt. Es ist Niemand dort, der die Todten der Erde übergeben will. In Memphis, Vicksburg und vielen andern Städten ist die Sterblichkeit ver hältnißmäßig ebenso groß, als in New Orleans. Schnelle Hülfe thut überall Noth, an Geld, Lebensmitteln, Betten und Pflege ! In Baltimore haben drei deutsche Schulmädchen, im Alter von 10-rl2 Jäh ren, in origineller Weise Wohlthätigkeit geübt und ein ganz hübsches Sümmchen aufgebracht. Die Kinder hatten in die Zeitung geguckt und von der Noth und dem Elend gelesen, das drunten im Süden herrschte. Das ging ihnen an's Herz und sie berathschlagten, wie sie wohl etwas sür die armen Leute thun könnten. Es wurde Kaste gemach' und o weh es kamen von allen dreien nur zwei Cents zusam men ! Doch endlich hatte tnan's, ihr gutes Herz gab ihnen einen guten Gedanken ein! Sie kauften sür die zwei Cents Candy ein, legten denselben auf einen Tisch und kritzelten darauf die Worte : De? Ertrag gehört den Armen im Süden." Und siehe da ! das Geschäft blühte. Der Candy ging rasch ab, sie konnten rasch größere Ein käufe machen und nicht lange dauerte es, da lieferten die braven Mädchen $10 50 in den sür die Nothleidenden bestimmten Fond ab. Hier gingen deutsche Gutmüthigkeit und amerikanischer Unternehmungsgeist prächtig Hand in Hand. Die Namen der braven drei deutschen Mädchen sind : Louise Niedhardt, Mamie Graese und Amalia Oberländer. Die Wahl in M a i n e hat ein merk würdiges Resultat ergeben. In diesem Staate hatten die Demokraten und Natio nalen und alle n i ch t r e p u b l i k a n i s ch e n Elemente sich verbündet und durch diese Bündniste und ferner durch denKamps von Ringen gegen Ringe und einen Zmie spalt in der eigenen Partei gingen den Re vublikanern zwei von den fünf Congreß sitzen verloren. Die Republikaner haben in der Staats und Governors - Wahl eine Pluralität über die die zwei andern Parteien, aber keine Majorität und des halb wird, da das Gesetz von Maine bei der Governorswahl eine absolute Majo rität vorschreibt, der Governor zum ersten male von.der Legislutur erwählt werden. Das Haus hat zwei Candidaten in Vor schlag zu bringen und der Senat wäblt von den beiden einen aus, das ist der legislative Wahlmodus. Da nun im Hause die vereinigten Nationalen und Green backler eine Majorität haben, so kann sich das Ungeheuerliche ereignen, daß diese .vereinigten" Nationalen und Demokraten einen Papiermüller (Seitens der Nationalen) und einen Hartgeld mann (Seitens der Demokraten) dem Senate zur Auswahl übermitteln. Der Senat, welcher republikanisch ist, wird unter solchen Umständen den demokratischen Hartgeldmann als erwählt erklären und dann sind die Nationalen ge leimt. Die Folgen der unheiligen Al lianz" werden sich schon zeigen !

In Vermont haben wie gewöhnlich die Republikaner gesiegt. Französische Händler haben fast all' den guten Weizen in Michigan aufgekauft. 3n Rom wohnen 17 Bildhauer und 18 Maler die in den Ver. Staaten gebornsiid. Von den 2000 Indianern im Unter. Canada sind ungefähr die Hälfte Katho liken. In Virginien geht man mit dem Plane um, Barbiere mit einer Spezialsteuer zu belegen. Die armen Teufel sind alle chwarz. Zweiunddreißig Aufführungen Wag ner'icher Opern in L e i v z i g haben $35,000 eingebracht, von welchen Wagner $2.100 erhält. Das verlorene Vorposten Gesecht in Maine darf die republikanische Partei nicht entmuthigen. Vorwärts mit vereinten Kräften!" ist die Losung. , Was muß man von einer Partei hal ten,. die sich einen Known o thing vom reinsten Waffer De la Matyr zum Bannerträger auserkoren hat ? In den . Abercorne Kohlengruben in England hat sich ein schreckliches Unglück ereignet. Ueber 250 Bergleute und 20 Pferde kamen durch schlagende Wetter um. New Yorker Wholesale . Händler berichten, seit Jahren kein solch lebhaftes Herbstgesäft erlebt zu haben. Und daS trotz dem gelben Fieber im Süden. ES kann doch nicht immer so bleiben wie eS war hier unter dim wechselnden Mond! AuS Deutschland wird ein Wunder berichtet. Man telegraphirt, daß die in Schildau imPosenschen und in Mühlheim angestellten Versuche zur Ausrottung des amerikanischen Kartoffelkäfers erfolgreich gewesen seien. Wird wohl nicht die rechte Sorte gewesen sein. Die Führer der Demokraten haben sich die F r e i h e i t und das R e ch t genommen, den Dr. De la Matyr, einen ausgesprochenen Fremdenhaffer, Wirthsbeschimpfer, Katholikenfreffer und Temperenzler vomreinstenWasser zum Banner träger der Demokratie unseres CongreßDistricteS zu machen. Wünschen gesegnete Mahlzeit! Auch der New Yorker Herald" hat eS in einem längeren Artikel fertig gebracht, Grant zu nominiren. Man läßt dem General und ExPräsidenten keine Ruhe und gerade d i e will er doch haben, wenigstens was Politik anbetrifft. UebrigenS lehrt eine alte Erfahrung, daß Politiker, die zu früh nominirt werden, daran zu Grunde gehen. Frühgeburten sind nix nutz. Buffalo Bill erschoß bei einer Vor stellung zu Baltimore auS Versehen einen kleinen Knaben, Namens Michael Gardner. In Evansville (oder in der Nähe von Evansville) erschoß vor einigen Wochen ein ähnlicher Künstler einen kleinen Knaben aus Versehen Der Mann, kam frei und zar sofort, weil die amerikanischen Ge richte das gefährliche Geschäft dieser Künstler" als legitim betrachten und deßhalb deren Morde aus Versehen" nicht als Verbrechen oder auch nur Vergehen erachten können. Eine der Lieblingsideen deS Herren Dr. de la Matyr ist bekanntlich ein nationales Temperenzgesetz. Würde er in den Congreß gewählt, dann thäte er sicherlich sein Bestes, um diesen Tnrnm seines Lebens" zu verwirklichen. Es ist keine Gefahr vorhanden, daß die Deutschen für einen Fanatiker stimmen, der in Hebung der Volksmoral durch Zwangsmaßregeln glaubt, sür einenMann, der ihnen vorschreiben möchte, was und wie sie trinken und effen sollen. Bis jetzt hat die Bundesregierung $11,107,248 Silbergeld prägen lasten, wovon jedoch nur etwas mehr als eine Mil lion in Umlaus gesetzt werden konnte. DaS Volk will eben den Silberdollar, der eigen! lich nur etwa 90 Cents werth ist, nicht neh men. Wenn man schon einen Silberdollar, der doch 90 Cents Metallwerth hat, nicht will,weil er nicht so vielWerth undKaufkrafthatwieeinGold d o l l a r , muß man sich da nicht wundern, daß von so dielen Leuten nach dem Papierdollar geschrien wird, der gar keinen inneren Werth hat? Aber, sagen diese Leute, der Stempel der BundeSregierung steht auf dem Papierdollar und eS ist ausdrücklich, darauf gesagt, daß dieS Ein Dollar" sei. Gut, aber steht der Stempel der Bundesregierung nicht auf dem Silberdollar und heißt es auf diesem nicht auch ausdrücklich: Dieses ist ein Dollar" ? O, ihr Grünbäckler ! Ist euer Schulmeister immer noch nicht zu Hause?

. (Xu d?r demokratischen ,N. F. Etaatk-Zkitung.) Unterschätzung der GreenbaS-Vtve-gung.

Man darf wohl annehmen, daß der weit aus größte Theil der professionellen Poli tiker, welche aus den Greenback schwören, eS mit ihrem Schwur gar nicht so ernst meinen und sich dieser Agitation mit dem Vorbehalt gewidmet haben, sie sallen zn lasten, sobald die bestere Einsicht ihrer Mit. bürger dies gestatten werde, und in der Praxis nichts oder so wenig als möglich von dem dummen Zeug auszuführen,' zu dem ste sich jetzt in der Praxis bekennen. Diese Annahme geht von der Voraus setzung auö, daß die Herren Politiker ein Pischen mehr Verstand und Kenntnisse haben, als der Durchschnittöburger, und daß der letztere überhaupt betrogen sein wolle und also betrogen werden müsse. Wenn die Politiker und die politische Preste, statt sich den thörichten Meinungen, welche sich ein großer Theil des Volkes über die Finanzfrage gebildet hat, zu fügen, der Aufklärung der betreffenden Klaffen sich gewidmet hätte und widmen würde, so hätte der Greenback-Wahnsinn keine solche Dimensionen annehmen können. Man unter schätzt vielleicht die Gefahr, die in dem offenbaren Vorhaben der Politiker liegt, den Greenback'Wahnsinn sich austoben zu lasten, d. h. die Bekehrung oder Aufklä. rung der davon Ergriffenen den bitteren Erfahrungen und Enttäuschungen zu über lassen. Wenn auch die jetzt zu wählenden Congreßmitglieder in ihrer großen Mehrheit nicht daran denken mögen, das Jnflations Programm auszuführen, so werden sie doch dem Drängen ihrer Con stituenten, etwas in der Sache zu thun, nachgeben und denselben Abschlagzahlun gen leisten müssen. Selbst wenn keine positiven Maßregeln von besonderer Wichtigkeit ergriffen werden sollten, so wird man wenigstens Schritte thun, um die Resump tion zu vereiteln. Wir sind vollständig darauf gefaßt, die Sherman-Acte widerrufen zu sehen, und dies wird nicht wegen deren absolutem Werthe zu bedauern sein, sondern weil selbst unter dieser mangelhasten Acte in Folge der günstigen Verhält niste der Weg zur wirklichen Resumption hätte gebahnt werden können. Wir müssen gestehen, daß diejenigen, welche jetzt die Greenback-Bewegung auf die leichte Achsel nehmen, weil sie jene als einen Unsinn an sehen, der sich selbst vernichten müsse, unseres Erachtens zwei Dinge nicht genug in's Auge zu fasten. Erstens ist zu befürchten, daß wir eine Gelegenheit, wie wir sie lange nicht wieder bekommen mögen, die Re sumption aus einer Dauer verheißenden Basts zu bewirken, verPasten. Wir können nicht darauf rechnen, daß unsere Handels Bilanz so bleibt, wie sie in den letzten Iahren war, vielmehr ist dies geradezu eine Unmöglichkeit. Wir hätten überhaupt keinen solchen Export haben können, wenn Europa uns die Bilanz hätte baar bezah len müssen, anstatt ste an unserer Schuld abzurechnen. Europa könnte keinen entsprechenden Metallabfluß vertragen und würde darum weniger von uns kaufen, wenn es auch seinen Consum noch so sehr beschränken müßte. Es ist das große Glück Europa's und besonders der ärmeren Klassen, daß es in diesen Jahren seinen Bedarf an Lebensmitteln von uns auf Rechnung kaufen konnte, andernfalls wäre die Noth drüben viel größer geworden. Europa wird auf die Dauer von uns nicht erheblich mehr kaufen, als es an uns verkaufen kann ; die Gegenseitigkeit ist eine runnbedingung des internationalen Handels, wenigstens zwischen civilistrten Völkern. Wenn wir unsern Bedarf europäischer Waaren nicht vermehren können, werdcn wir auch unsere Ausfuhr dahin nicht auf' recht erhalten. Ist es wahr, daß unsere europäische Schuld nur noch groß genug ist, um etwa die bisherige Bilanz eines Jahres zu decken lwie Herr Sherman neulick behauptet hat) so deutet dies schon auf baldige Aenderung unserer conmerciellen Beziehungen zu Europa hin. Wie dies immer sein mag, so sollte man stch über den Punkt klar werden, daß wir jetzt eine vielleicht in vielen Jahren nicht wiederkeh rende Gelegenheit haben,, unsern ganzen Gold-Vorrath und unsere ganze Gold Production der Aufnahme der Baarzah lung zu widmen, und das Verpaffen dieser Gelegenheit, die Resumption überhaupt aus lange hin sür uns in Frage stellen kann. Der zweite Punkt, den wir oben im Auge hatten, ist die gefährliche Tendenz, welche die Theorie vom absoluten Gelde hat. Sie mag ein mächtiges Hülfsmittel sür die CentralisationS'Bestrebungen abgeben und dem europäischen CommunismuS auf einem

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