Indiana Tribüne, Volume 1, Number 5, Indianapolis, Marion County, 14 September 1878 — Page 3
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Fabrikanten und Händler in allen Sorten, ,
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M n t t r a H e n, 117 Kust W .sliiiigton Street, Dem Comthause gegenüber, Indianapolis Ind.
Deppen K Lefevre,
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1804 und 1878.
IaöriK-HabaKi Sigarren Ktc., Virginia Ave. u. Delawarestr., Indianapolis, Ind. 17aug1 .. , Leicht, (Sesund und Nabrbaft. : -Kein Tisch ist vollkommen ohne Bryee's Butter-Gräbers ! TaS beste Diät bei warmer Witterung. Von Sroceristen für .10 Cents das Pfund oder 3 Pfund für 25 CeutS erkauft. B r y c e's W i e n e r Brod foll da beste im Martt fein. Fragt Euren Groceristen darnach. Verfertigt in Vryce'A Dampf-BSckerei, 11 und lg östliche Südstraße. ., . ...V,' 17aug2mn Aufgepaßt ! Eine Hcimath für 82.! Zum Menefiz der Waisen, Mittwoch, den 6. November, werden in Evansvillc, die folgenden großen Prämien an die, welche die glücklichen Nummern haben, bertheilt werden. Rose Hill Farm in 6 Farmen eingetheilt: No. I, Prämium.Farm ' 4 Acker, verbesserte Heimstätte : .... ..$15,00
No. 2, m 80 Acker.... 7,000 No. 3, ',. 160 Acker 15,000 Na. 4, 160 Acker 18,000 No. ö, m 160 Acker 15,000 Ns.6, 80 Acker io,ooo 6 1 Lot, Woodruff Platz Indianapolis, $7,000, ist '. . 7,000 s Lols, Highland Home, 1,500, ist 7,500 - ö Lots, S äte Adenue, 1,500, ist 7,500 5 Lots, Jrvington, Jndiana, ' 1,000, ist ... 5,000 30 Lots, Glendale, EvanSville, 150, ist 4,500 4t) Lots, Woodlawn, EvanSville, 150, ist.. ; 6,000 21 Lott, Woodlawn, EvanSville, 200, ist 4,200 10 Prämien, baar, 100, ist 1,000 20 Prämien, baar, 50, ist 1,000 20 Präm-en, baar,. 25, ist... 500 400 Prämien, baar, ' 2, ist 800 563 Prämien.... ..$'25,000
DaZ Ganze i d in 6?,500 Antheilfcheine, zu 1 jeder, getheilt, welche Antheilscheine daS oben beschriebene
Elgenthum reprasentrren roeroon, rnd von denen emtge weioje vieler prachtvollen Prämien zweyen werden: der Zeck ist ein dreifaches Benefij ; persönliche Entlastung durch Verkauf erthvollen Eigenthums; grof bffent lröe WobltbZtiakeitS-Anstalten erhalten die Netto-Uebersjüsje und die Inhaber der Antheilsscheine können für
eine kleine Sarnrne eine gute Heimath mit etnem unbelasteten Titel erhalten.
Allgemeine Beschreibung des Eigenthums. - Rose Hill Farm liegt in Warrick County. Ind., sieben Meilen von EvanSville, zwei Meilen nördlich von. Neabura, enthalt 630 Acker, aufweichen elf Ha fer und sieben Scheunen erbaut sind, hat Obstgärten und andere aerthvolle Lerbefferungen. DaS Land ist von erster QuaktZt. Die Farm wild in jede? Beziehung tlS eine der besten in. County. wenn nicht im ganzen südlichen Jndiana. betrachtet. Sie ist in sechs verfchiedene Farmen ein getheilt (siehe Liste), von welcher eine jede zum Bewohnen fertig ist und eine fehr angeneh-ne Heimalh darbietet Die JndianaroliS LotS sind sämmtlich gutes Eigenthumund gut zur Kapital-Anlage.- Innerhalb drei Jahren sind sie mehr we,th, als die Tabellenzahlen zeigen. Die EvanSville LstS qelten in ihrer Lokalität als erste Klasse für jene schöne Stadt und sind heute ali eine Heimath so viel werth, als die Zahlen der Tabelle besagen. .;. Der Theil, elcher das Geld betrifft, bedarf kriner todteren Befchrelbung und genügt eS zu sagen, daß alle Baar-Prämien in .altmodischen-Gree' backS bezahlt werden sollen. , Die Netto.Ueberschüsse dieser Verkäufe sollen zu Besten der EvanSville WaisenAnftalt und der ?ndianaroliS Waisen-Anstalt verwandt werben. Veglauöigungen. SS wird hierdurch bescheinig t, da-, das in der Liste aufgeführte Eigenthum von großem Werth ist und seinen Eigenthümern bei Weitem mehr an baarem Gelde kostet, als sie es diesem .Benefit Trust- verkauft haben und daß es wohl verdient, als eine H eimftätte ausermahlt zu werden. Die Titel werden vor der Ablieferung der Kaufbriefe vallkomnen gemacht. (Gezeichnet) Thomas E. Garville, EvanSville Wm.Hadley, städtischer Assessor, Indianapolis. Ich bezeuge hierdurch, daß die Kaufbriefe für alles in dieser Liste aufgeführte Eigenthum gehörig ereeutirt und beglaubigt mir übergeben wurden, um von mir bis zur Ablieferung an die Perfonen, welche unter der.OrphanS Beneftt Draming" dazu berecht'gt Ond, in Verwahrung gehalten zu werden. Citizens Natisnll Bank, Evansville, Ind., den 28. August 1878. ' (Gezeichnet) S. ?. Hkssett, Casnrer. Vürger-ßommittee. Wir haben die Stellung als ein Bürger-Committee a igenommen, um darauf yx fehen, daß das Eigenthum sicher gehalten werde, die Vertheilung richtig e, folge und die Fonds ehrlich überwiesen werden. Gezeichnet) I o S. I. Kleiner, Mayor der Stadt EvanSville. e 0. H. S t 0 ck w e l l, von Viele, Stockmell u. Co., EvanSville. Peter Simnon, von Simnon u. Dickson, EvanSville. Austin H. Bromn. Clerk von Marion Counto,JndianapoliS, Ind. I. C. Walker, M. D., Präsident pro tem. Stadtrath, Indianapolis. W. O. ,F 0 l e Dexuty Staat-Schatzmeister, Indianapolis, Ind. fg? Tlntheilscheine zum Verkauf bei ll n antorisirten Agenten und versandt nach allen Theilen dei an des nach Empfing dez Betrag ö. Mn sende bur die Post, in MoneykOrder-?, registritte Briefe, Bank-Tratten oder duich Ervretz. Um Irrthümer oder erzöierung zu vermeiden, wollen die Coefpondenten gefälligst ihre Namen und Wohnung deutlich schreiben und Stadt, County und Staat angeben. Alle Mitteilungen, die 93er theilung betreffen? und Aufträge für Ticket sollten adressitt werden an . MS. Lyon. EvanSville, oder 4 7fept bzt ' - , en. Dan. Macauley, Indianapolis, Ind.
EhaS. Eoulon.
ChaS. G. Eoulon.
COUIOff & CO., Deutsche Advokaten u- Notare, Ro. 113 Oft Washingtonstr., ine Trepp hoch, Zimmer No. 2. , . . . Indianapolis, Ind. .Vollmachten nach Deutschland, Frankreich und der Schweiz, sowie nach allen andern Ländern. Kauf und Hyxothekenfcheine, Testamente und alle anderen nota. rielle Beglaubigungen werden pünktlich ausgeführt. - ,7aug1ihr Franz Göldhansen, ' ' ' 222 Ost Vashingtonstraße, Bttchhanölnnß 'r- UNd Zeitschnfien-Ngentur. Europäische Zeitschriften in allenSprachen. Ä Jahre tabllrt. 17aug9
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. ' Daß es der Mehrheit der Menschen die aus Arbeitern besteht, die durch tägliche Mühewaltung sich ihr'tägliches Brod ver dienen müssen, lieber und vorteilhafter sein muß, wenn die. Lebensmittelpreise einen billigen, als wenn sie einen theueren Preis haben, ist.klar,' und dieseVetrachtung wird dadurch noch wichtiger, daß es längst nachgewiesen ist, wie die Löhne niemals den Lebensmittelpreisen gleich steigen und ebenso wenig trotz eines Fallens jener ver hältnißmäßig tief heruntergehen. Ware das nicht ein bekannter nationalökonomischer Satz, so müßten die Erfahrungen, die wir hier von 1860 bis jetzt machten, ihn beweisen.' Wir brachten letzte Woche eine Tabelle, in der deutlich nachgewiesen
war, wie der Arbeitslohn auch in den.Jahren, da der 'Schwindel hier am größten, d; h. der Preis aller Waaren am höchsten war, sich nur unbedeutend gegen den der vorhergehenden billigen Periode gehoben hatten Das ist um so ausfallender, als da 7 mals der Krieg so viele zur Arbeit fähigen Leute dieser entzog, so daß also von zu großer Concurrenz keine Rede sein konnte. In Folgendem geben wir nun ein 93er zeichniß der Lebensmittelpreise im Groß Handel - im Jahre 1864 und im Jahre 1878: . ' . ' 184. 1878. Raffinirier Zucker . . 1 0 20 ? 0 10 Cubanischer Zucker. 21 8 N. O. MolaffeS (Gal.)... . ...... 1 3i 40 Kaffee 46 20 Baumwolle (Pfd.) 1 50 12 Schweinefleisch (Faß)... 45 00 9 00 Qolb. ......... 2 50 1 01)4 GedruckterZKattun 40 6 DelaineS 40 10 GinghamS........ '. 40 6 Carrirter Drillich. 55 18'' Bester Drillich 75 25 Balmoral'Unterröcke 5 00 1 50 NngebleichterDtill......... . 60 12 Canton Flannell ! 65 8 GebleichterMuslin 55 12 Ungebleichter MuSlin 55 8 Man sieht, wie zum Theil ganz unge-
mein groß der Unterschied ist, Schweine
fleisch z. 93., dieses wichtige Nahrungsmit tel, kostet fast nur den dritten Theil gegen damals. Kaffee die Hälfte,, ebenso Zucker, und Zeugwaaren fast nur ein Fünftel so theuer. Wie steht es mit den Löhnen? Diese sind, wo überhaupt gearbeitet wird, nur wenig niedriger, als damals und noch immer höher als im Jahre 1860, zu welcher Zeit die .Lebensmittelpreise noch nicht so billig waren wie jetzt. Das ist ein un widerlegbarer Beweis für den oben ange führten Satz, und die arbeitende Bevöl kerung solltedaö wohl bedeuten. Gerade aus ihr rekrutirt sich ja hauptsächtlich das Heer D:rer, die nach mehr und billigem Gelde schreien, die anstatt zu gesunden Finanzzuständen zurückzukehren, auf das weite Meer der Inflation hinausschisfen und. den alten Zustand der Dinge wieder herstellen möchten. Daß das Verhältniß der Lcbensmittelpreise für sie jetzt so gün stig ist, haben sie lediglich dem Stande der Greenbacks zu verdanken, diese sind dem Gold auf Prozent nahe gerückt. Im Jahre 1864 als Alles so unendlich theuer war, stand dasVerhältniß so, daß es immer $2.50 in Papier nahm, um so viel zu kaufen, als man für einen Dollar Gold er? hielt. Und dahin hat es lediglich die Politik der Regierung, gebracht, die durch das Versprechen, am 1. Januar 1879 die Greenbacks zu ihrem vollen Werthe einzulösen, ihnen schon jetzt diesen fast vollstän dig gegeben hat. In dem Augenblicke aber, da man sieht, das dieses Versprechen nicht eingelöst wird, wenn z. B. die Re sumvtionsgesetze widerrufen oder durch einen Umtausch der Nationalbanknoten in Schatzamtnoten unmöglich gemacht würden,' würde der Preis des Goldes wieder in die Höhe schnellen, es nähme bald wieder 50100 Proz. mehr, um mit Papier soviel als mit Gold zu kaufen, die Greenbacks schwankten und sänken, alle Lebensmittel preise gingen in die Höhe, alles Vertrauen in die Zukunft verschwände, und anstatt Arbeit und lohnende Zahlung' zu erlangen, müßte der Arbeiter jeden verdienten Cent für Lebensmittel ausgeben, während' die Arbeitslosen erst recht einerZeit des Elends und der 'Noth' entgegengingen. Man kann diese Nation nicht oft und nicht laut genug vor den verderblichen Plänen der Geldverwässerer warnen. '
In New'Hampshire verfährt das Gesetz sehr streng mit den Landstreichern. Wenn einer, dieser Leute ohne Erlaubniß des Eigenthümers auf dessen Land Feuer anmacht, so erhält er 15 Monate Gesang nißhast; für Tragen von Schießmaffen zwei Jahre; für böswilliges Verderben von Eigenthum fünf Jahre, und für jeden überführten Landstreicher werden $10 Be
Kirchen'Musik. Das "Western Horrie Journal" in Detroit hat den schon vor 34 Jahren in mehreren Großstädten des Westens mit theilweisem' Erfolge' durch die säculiäre Presse geführten Kampf gegen die OpernMusik in den Kirchen wieder aufgenom men. Und es hat ganz Recht. Es muß unbedingt' furchtbar andachtstörend und illusion-vernichtend wirken, wenn im Got' teshause zwischen fromme Gebete, Psalmen u. s. w. hinein die CancanMelodic aus Orpheus in der Unterwelt," oder Ja, das Gold 'ist nur Chimäre" aus Robert der Teufel", oder Der Graf von Luxem bürg hat all' sein Geld verjuckt.juckt.juckt"
aus den Flotte Bursche", oder Schmiegt sich die Taube kosend an dich an" aus dem Nachtlager in Granada", oder Mög' der Himmel euch vergeben" aus Martba" ?c. je. 2c. ertönt. Aber wie die Amerikaner es stets thun.geht das Y. H J." auch wieder zu weit ; es verschüttet das Kind mit dem Bade, indem es dagegen zu Felde zi?ht, daß die heiligen Worte der Kirche teilweise von Leuten gesungen werden, die an nichts glauben." Das Singen in der Kirche sollte nach dem "W. H. j." nur von den Gläubige geschehen. Das ist Unsinn. Die Natur hat vielleicht Einem unter Tausend Gläubigen" eine Stimme verliehen' während 50 von 100 Infi(lel3 prächtige Sänger sind' Nicht wer singt,
sondern was man in ver Kirche singt.
muß den Ausschlag geben. Es thut Re
pertoir'Reform noth in der amerikanischen
Kirchen.Vkusik. (Busfalo Freie Presse.) Forderungen deö Pariser Frauen-, Congresses. .:
In Paris hat auch ein Frauen-Congreß
getagt, der folgende Wünsche zur Kennt
niß der Gesetzgebungen" der verschiedenen
Länder brachte :
Das junge Mädchen auch von mehr als 15 Jahren, soll durch das Gesetz gegen
Verführung geschützt, Verführung und
Coxruption sollen bestrast, die Ermittlung
der Vaterschaft soll, wie der Mutterschaft gesetzlich gestattet werden. Der natürliche
Vater soll verantwortlich" sein, das na türliche Kind beiden Eltern zur Last fallen
Ein Eheversprechen . soll ebenso bindend sein, wie ein Verkaussversprechen,' also im Falle eines Bruches zum moralischen und materiellen Schadenersatze Anlaß geben.
Die Autorität über die Kinder soll dem Vater und der Mutter gemein für die Eheschließung die Zustimmung der Mutter
wie die des Vaters nothwendig sein, die Verwaltung des persönlichen Vermögens der Ehefrau nicht von rechtswegen und
ausschließlich dem Ehegatten zustehen ; der
Ehegatte soll ohne Zustimmung der Frau
die Hausmöbel nicht verkaufen, auch nicht
über das bewegliche Vermögen der Ge
meinschast oder eines der beiden Ehegatten
einseitig verfügen dürfen. Die Frau soll
in den Grenzen des Gesetzes ohne Zustim
mung des Gatten Schenkungen machen und empfangen dürfen, auch, was den Familienrath betrifft, nicht ferner mit den
Minderjährigen, Blödsinnigen und abge straften Verbrechern auf gleiche Stufe ge
stellt sein. Ter Ehebruch des Gatten soll ebenso behandelt werden wie der Gattin, also, auch wenn er außerhalb des ehelichen Hauses begangen wird, dem Strafgesetze
verfallen. Das Zeugniß der Frau soll in
Civilstands- und anderen öffentlichenAkten dieselbe Glaubwürdigkeit genießen wie
vor den Strafgerichten.
Der in Doylestown, Pa. erscheinende Morgenstern" schreibt : Mehr Geld!
Ja wohl, aber wie es bekommen?" An
genommen, die Bundesregierung drucke ein Paar Tausend -Millionen G reenbäcks, wie soll sie dieselben unter's Volk bringen, d.
h. in Umlauf setzen? Verschenken kann sie dieses Geld doch wohl nicht ! Wer einen oder mehrere von diesen neuen Greenbäcks
haben 'will, der wird dasür arbeiten oder
irgend eine Gegenleistung bieten müffen. In den Sack flögen ihm diese' Greenbäcks ebensowenig wie die gebratenen Tauben.
Geld muß verdient werden, selbst wenn
eS nur gedrucktes ist.' Je mehr Papiergeld
im Umlauf gesetzt' wird, um so weniger
wird es werth sein. Das gilt vomPapier
gelde des Staates, wie von - den Noten"
des einzelnen Geschäftsmannes. Mit der
Circulation von 2,000 Billionen frischen.
unverzinslichen und uneinlösbarenPapier
geldes würde der Werth des Goldes, das der allgemeine Wertbmeffer ist, sofort der
art steinen, bah der Navierdollar etwa eine
Kaufkraft von 25 Procent oder noch weniger haben würde. Und damit soll den Arbeitern geholfen werden ! ? O, du neue Parthei der Grünbäckler! 2ige dich
Ein Gesetzvorschlag.
"
Die N. Y. Volkszeitung" fordert die
Rechtskundigen unter ihren Lesern und des Landes auf, ihr zu sagen, ob nachstehender
Congreß'Gesetzentwurf auf rechtliche Hin
dernisse irgend welcher Art stoßen würde.
und wie er amendirt werden müßte, um
diese Hinderniffe zu beseitigen, ohne den Zweck des Gesetzes zu verfehlen :
EinGesetz, um einen verkürz
tenNormal'Arbeitstag einzuführen. In Betracht, daß der Besitz eines, durch
aus wohlhabenden Arbeiterstandes, der größte Reichthum des Landes, und daß der
Schutz der Arbeiter vor der . Uebermacht
des Capitals die wichtigste Aufgabe der Republik ist:
Beschlossen : 1) Daß vom 1. Januar
1879 an im ganzen Gebiete der Ver. Staa ten und für alle Arten von Lohn-Arbeit '
ein Tagewerk nicht mehr als acht Stunden
betragen soll.
2) Daß es ein Vergehen oder ein Ver
brechen sei, und mit Gefängniß von nicht
mehr als einem Jahre bestrast werden soll,
wenn ein Arbeitgeber von seinen Lohnar
beitern im Tage-, Wochen- oder Monatslohn mehr als achtStunden tägliche Arbeit
für gewöhnlich, oder in außergewöhnlichen
Fällen durchschnittlich verlangt.
3) Daß alle Stück und Contrakt-Arbeit
nach den Lohnsätzen für Arbeit im Tage-
lohn berechnet werden soll, welche von durchschnittlicher Güte ist, und daß die Be weislast dafür, daß der Stücklohn dem Durchschnitts'Tagelohn gleichkommt, oder
gleichkommen würde, in Klage zwischen
Arbeitern und Arbeitgebern von en letz-
tern zu tragen ist.
4) Daß alle Frauen-Arbeit bet gleicher
Leistung wie Männerarbeit, zu bezahlen
sein soll. Wenn aber keine Männerarbeit zur. Vergleichung herangezogen werden
kann, soll der Tagclohn nicht unter dem Marktpreis eines Bushels Weizens betra gen. Die Schätzung dis Werthes der Ar
beit erwachsener Frauen soll in Klagesachen durch ein Schiedsgericht bewirkt werden
können, zuwelchem Arbeitgeber und Arbei-
terinnen je einen Sachverständigen, und beide letzteren einen Schiedsrichter wählen, und deren schriftlicher Ausspruch soll ge richtliche Gültigkeit haben. JnFällen, wo die Arbeiterin Kost und Wohnung erhält, soll der mindeste Lohn die Hälfte eines Bushels Weizens werth sein.
5) Die fabrikmäßige Hausarbeit ist ver
boten. Die Arbeitgeber sollen ihren Ar
beitern Arbeits-Räume anweisen, welche
nicht zugleich Wohnräume sind. 6) Alle entgegenstehenden Bestimmungen der Einzelstaaten sind aufgehoben. .. Kartoffel käse. Weiße Kar toffeln werden gekocht, geschält und zu Brei gestoßen. Mit 5 Pfund dieser Maffe wird 1 Pfund saure Milch geknetet, eine Quantität Salz dazu gethan und diese Maffe, mit einem Tuche sorgsam gegen Lust geschützt, 34 Tage stehen gelaffen. Hierauf wird sie abermals geknetet in durchlöcherte Formen gebracht, daß die Flüssigkeit abläuft. Dann werden die Käse aus den Formen genommen und im Schatten getrocknet, indem sie reihenweise aufgestellt werden. Der Käse ist an einem' trockenen Ort aufzubewahren und wird je älter desto beffer. sEs ist dies das Recept, das einSchwindler um 4 Dollar verkauft. ' Auch in Ohio geschieht jetzt viel für künstliche Fischzucht. Der vom Staat It stellte Aufseherüber die Fischzucht berichtet daß 300,000 junge Lachse voriges Jahr in, den Maumee und andere Flüsse des Staa tes, sowie in den ErieSee gesetzt wurden.. Die Eier, aus denen diese Fische ausge--brütet wurden, kamen letzten Herbst von Californien in Toledo an, wurden Anfangs November ausgebrütet und blieben bis zum 1. März in der Brütanstalt. Außer jenen kalifornischen Lachsen wurden 5000 Binnensee-Lachse von Maine in den Mau-' mee gesetzt. Zehn Millionen Weißfische wurden letztes Frühjahr in die Maumee' Bai und den ErieSee gesetzt, von deren ' Schicksalen man noch nichts weiß.' ' Nur gescheidt! Ein Leipziger Bankier .fuhr sehr früh' nach Eilenburg und ließ unterwegs seinen Kutscher vor einem Wirthshause halten,' um; weil es ein sehr kühler Morgen war,' ein Gläschen Schnaps herauszuholen.. Der Kutscher brachte den Schnaps und' reichte ihn seinem Herrn. Und als dieser fragte, weshalb er nicht auch ein Gläschentrinke, antwortete der Kutscher: Sie haben .hier, in dem Wirthshause immer' nichts Gescheidtes. Trinken Se nur ' wenn der Schnaps nich schlecht is, laß' ich' mir ooch en' gäb'n." " " ' - 1
-lobnung bezahlt.
chlasen : . Vji
