Indiana Tribüne, Volume 1, Number 4, Indianapolis, Marion County, 7 September 1878 — Page 7

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1 7. 1 1 i . - ) i r, Novelle don "r Theodor Küster'. riic Vielleicht vare Melane-mcht so. schnell von' ihm 'verurlheilt ' worden, hatte nicht 'ein'vanderes :93ilb: sein-Herz' beschäftigt, 'hatte er nicht im Geiste das schöne' blasses 'sittige Mädchen gesehen ganz' d'as Ge ; gentheil vonMelanie'sLrahlender Schön heii und doch für ihn viel schöne'r-äls die denn ihr sanft-duldendes,'engelgleschisGe 'sicht hatte mehr Zauber sur' ihn als "das übermüthig heitere Lachen der Kreolin. 'n ; i,S)ie (SUern cVbdrtcn uns,'1 Jagte fast raüh der junge Mann indem er jtdj zum 'Gehen wandte;' doch schnell -und'-leicht . sp ran g ela n i e au b e r, H ä n geM und 'ihren-Arm in denilliam sie) schmollend : Seien'Sie, doch nichts so -Oster sondern führen fS galant zu Tischs j " ' ' William schien kaum das. neckische GeplauderfMjlanies zu! hören, roch hatte er einen Blick der Bewunderung sür die kleine -weiße Hand, den klassisch .schönen 2rm;:ber 'in dem'seinen lag auch das lachendeAntlitz und die herrliche Büste 'schienen sürnhn lX-n. in.: iTV a ' m.t. l . a miyi - ju ciiucn. ' uü okiiuii vr schönen Mädchens erschien ' ihm ' kindisch, ihre gaziöselegante r Töillette.machte auf ihn nur den Eindruck d'er 'tasfinirtesten .Koketterie.. : Der , Gedanke, sie zu seinem Weibe zu machen, lag ihm in diesem Aü genbllck ferner denn je. 'In dem mit 'gediegener Eleganz, ' doch jeder Ueberladung fern eingerichtetenSpei sezimmer saß-ein alter. Herr mit, schnee weißem Haar in einer Sophaecke ; es war .Williams' Vater Der Generalkonsul Retchaw befand .sist in der. Mitte der.sie benziger Jahre,' doch sein lebhaftes Äuge zeugte für den ungetrübten,' frischen Geist, der die schönetwas gebeugte' Gestalt be seelte, und belebtes Seine - Gattin hatte ein. durch seine frischen Farben fast noch jugendlich erscheinendes Gesicht, obwohl auch sie schonlüber sechzig Jahre zählte. Ein strenger Zug um den Mund und der scharse Blick ihreS Auges thaten ihren sonst regelmäßigen -Zügen :ßjntrag; .ihre.Gesammterscheinung dokumentirte die Pein lichste Ordnung) jede Bewegung erschien abgemessen, ' kein Fältchen des Kleides dursle sich verschieben geräuschlos bis zur Ängstlichkeit xoax ihr ganzes Austreten, ihre Sprache ruhig, fern von.jedem Affekt, , und keine noch so heftige' Erregung' wäre im Standegewesen, dieselbeüber gewöhnliches Maß hinaus zu erhöhen. ' Unter Beobachtung aller der Formen, wie solche in den höheren Kreisen der großen Handelsstadt, gleich peinlich wie in Eng land, beobachtet werden, hatte man sich zu Tische QttbL Die Konversation ward vorzugsweise durch Melanie und das alte Ehepaar im Gang erhalten, William selbst betheUigte sich ,nur'we'nig an derselben,' während seine Gedanken in ganz anderen , Gefilden umherzuschweifen schienen. Mitunter nur schreckte Melanie's Helles Lachen ihn auf. Als nach dem Diner die Damen sich erhoben und nur Vater und Sohn beim Glase Wein und der Cigarre sitzen blieben,' ' sagte der alte'Konsul,ide.n forschendenBlick nachdenklich aus Williams , ausdrucksvolle Züge hestend :WaS sinnst Du, William ? Bei Tische schon warst Du still und unaufmerlsam, und! Melanie hat wirklich keine Ursache, Deine Galanterie zu preisen, denn .Du.benimmstDich ganz, fremd geen sie ' und' hast sie' mit so' finsteren Mirnen U trachtet, daßes. schien,-als seies)Dir eine Strase, in Gegenwart des lieblichenKindes . zusein, sie an .Deinem Arm zu .Tisch-zu führen Hast Du denn gar kein Feuer .-.mehr in. Deinen Adern, Junge, daß dies ...reizmde.MädchnDich so kalt lassen.kann ? U Ms, ich in'D einen Jahren war, da-hätte Schvnhe'itÄie -die' Melani'e's, ''mich in ? ' r -v . - . Feuer und Flamme gesetzt r William entgegnete . nichts. 'Er strich aleichmüthig die Asche seiner Havanna ab und der alte Herr fuhr unbehindert fort: Sie ist ja eine wilde Hum-nel ich weiß . Ä.döch gut ist sie, und sie'ist auch so klug, daß sie in gesellschastlicher Beziehung sich - nie eine Blöße geben nnro ; ste wech vie .anmuthiger zu plaudern, als die gelehrten jungen Damen von heutzutage, hinter

deren Wisien auch nicht viel steckt. Dage gen ist sie weit schöner, als alle anderen zu sammen, und Du würdest sehr um sie be neidet werden

Ich bitte Dich, lieber Vater," entgeg.

nete William gelasien, gib die Idee auf. Ich' werde' Melanienie chetäthen, Frauen ihresWesen sind mir schrecklich'! Wenn ich überhaupt je'iil'al heirathe so will ich eine Frau haben 'welch'e mich liebt, welche mit mir suhlt,' deren anzcS Jnteresie nlirugewandt ist, die nicht Stunden Tage lang rüge in ''einerHängematte-sich schaukelt und über ttne'n"eü ToilettesittNY mit welch neuen verführerischen Künsten sie dieselbe herstellen und ausstatten 1 lassen ' wird,' um denKreiK- ihrer:: Bewunde'rerSnmermehr und :mehr auszudehnend p&vtivMvfi süchtige iFrau.Vater.Mtist ßfy Du nimmermehr genommen und.Mzlame n .t.n? im .' , ßgc auiucD.xg,: , , ; 7 ! " tv ... : 'rt ' U errr''l ' ' ilri viocr mem vpuii, lujanvjoic ann r'i .Vr-i'. !J v' -k Jii. ni'L'..--Du 'nur so abfällig übe'r'd armeKlnd ur i. f..'.''f!.'!h ' .rV. JlL)it:i lSXJ ÄT. lyeuen ; mli? ua., ,piiwymii .un uja Kind wie kön nie si e' d a w oht ' ander S o er ben? Sie wird noch Lanz' von selbst Alles, was ihr.' noch, sehit, lernenund 'M über Haupt in der Schule der Liehe leichter und schneller ändern, . als durch Lehrer und trockenen Unt'ericht,, wenn ein guier Lehrmeiste?, tose Du, sich auch mit dem Herzen - - .' . , t A t ! . yrer.annimmi. , c. ! 'Ich mag nicht erst der Erzieh er, meiner Frau sein'. Doch laß es genug sein, lieber Wnipr ick frtnn WtUmt'aMnii nicht hin Geträumt, mein Sohn? Man träumt von -den ' Frauen immer' anders, als sie . L ' . I. ' " . . . m Wumchlett' stno, uno olch mareuoje Ideale' wie sie Deinen Träumen vsrge schwebt haben mygen, j;ibt eS nicht . O doch," 'siel William schnell, fast be. gtistert ein, es gibt'ste !" ' Erstaunt blickte der a'teHerr seinenSohn : .')', ' fx". . I r 1 n an, oann enlgeznele er ernu:., u yau Dein Ideal, , die Fraueiiaestctlt ' Deiner Traume 'gefunden vnd sie steht Melanie im mt.:.: ' r'' ' Eine leichte Röthe überzog das gebräunte Gesicht , des jungen Man? es, doch ein r ' -ff ifr r r t ' '.'t ' i ' X. ! - . racyer nljcyluö icylen lym aucy gcrom men; er war äj kein Jüngling mehr und sein Alter, seine sociale Stellung erlaubten ihm, selbstständig zu handeln und 'zu mäh ' len." ' '''' ' ' - Ji Vater, ich habe einMädchen befun den, wie ich es mir geträumt; 'doch viellelcht entspricht meine Wahl den Anfordere ungen nicht, dieDu stellst." sie ist arm ohne vornejme-Familie, aber auch das einzige Weib, welches mich glücklich machen kann. Und ich bin ja reich, mein Name ist klang vollenugum vergessen zu -lassen, -was meine Gattin für eine,Gebörenelst !" -' Williamj '-ich' hätte ' Dich für ver nünstkger gehalten ! r Ein armes Mädchen, ohne Bildung 'und Familie,' vielleicht mit einem' hübschen 'Gesicht, 'da?' allein Dich bestochen hat. ' Glaubt mir : es taugt nicht, ! der Standesünterschied ' ' bleibt ; Demi Frau wenn sie nicht 'auS unseren Kreism hervorgegangeu, kann nie heimisch unteriunS werden,;siwird.sich.unausge setzt.Blößen geben und, nur zu, bald wür.-. dest Du Reue empfinden über.Dttnen vorschnel.en Entschluß.., .Gelobst, ja auch-mlr n'iäzt ie Hauptsache bei'derSchwlegertochte'r, nr von guter Familie, in gütettKreie. j'i r e r V ..C' tr'.' ln erzogen .MUL ne lein lonii nnro jeine Ehe keine glückliche' sein i William, glaub' es nur?" . -: " . ' . Würde, ich nur auf äußere , Schönheit sedeni lieber Vater, so, nähme ich entschie den Nelanie zur Frau ; aber ich will ein Weib mit .Herz und Seele.!" ... - Was wird Deine Muttex zu alle- dem sagen,? . Wie -könnte - Deine. Auserwählte vor -r .mit. ihrem, strengen .Sinn.ihrer. peinlichen,' Beobachtung alles 'Schicklichen " I - - . " s, , t i . . ....i , bestelln 6 - .., , -r ' i ' '. r ' ' ,i .- . t l 1 . ., . . Sie? -wird -bestehen ! , Glaubst Du,Dein.Sohn'würde, nicht daraus, achten, daß er nicht lächerlich wird durch eine un gebildete. Frau ?., Doch spricht weiter da rübe, bester Vater, bis es Zeit.ist; noch ist mir selbst: mein Handeln nicht ganz klar, doch mußte ich. ja von deM)1prechen, :wa8, mich !so ausschlietzlich beschästigt. Geht Du nit in's Theaters . : i i ; .Nein, ich nicht, aber Mama und Mela nie ttöchten Lust haben .. ann ziehe:ich vor,! allein zu gehel. Adicu!"- : : ... -J- :; "ri: -M 1 Vsr einigen Stunden erst, als , William Retcjaw daran dachte, wie .wenig Melanie trotz! all ihrer Reize, ihm begehrenswerth' ersckien, als er einen Vergleich zog zwischen ihr and der armen Künstlerin, da-sagte er sich,daß Alice Schäfer alle die Eigenschas tensbesitze,. welche er von einer. Gesährtin süris ganze Leben verlange. Sie. ist zwar ara hatte er zu sich selbst- sprechend ge sagt, - doch ihr. Gemüth ist reich end iief

t ' 1 ; j i ' " f I Ein Mädchen, welches 'so für die Ihren!

schasst' in unablässiger Arbeit,' tügendhast in so bedrängter Lage, blieb,' trotz- Jugend und Schönheit, istlhöher)zu'achten-und liebenswerther, als alle', die : geputzten jungen '.Damen denen' die ' Versuchung nicht-nahen' könnte,' 'deren tollste Einfälle widerspruchlos befriedigtwurden yVit nicht einmal' ahnen) wie bevorzugt ingewissen Dingend sie'-gegen Diejenigen' sind, .vor deren Thüren Mangel und ' Versüchung stets gerüstet'stehen ' - ! 'Seiu Entschlüß'ward immer fester : das arme Mädchen mit dem-blassen, duldenden Gesicht sollte seine'Gättin werden, mochten aüch'selne Freunde'noch so sehr'die'Achssln zucken:' ' Wa' konnte l man lhm vorwerfen, da- sie la 1 d!e 'TöerMsaüerkannten Künstlers und -selbsteineKünstlerm von i tu iiiTJ''--Vl! -i Jl. rn n je . GöttesGnäden! war deren -Vater sich vor seinem Unglück auch in der'l-sogenannten guten Gesellschast.bewegt hätte s'und hätte Blindheit) 'eineir .künstlerischen; Streben undSchasfeNjNicht ein vorzeitiges Zielte steckt, so: würde dieser-, Mann .jetzt reich und angesehen , sein und seine Tochter, bewun dert und. umschwärmt werden. , Zur gewöhnlichen Stunde ging William am anderen - Morgen. nach. demMuseum. Ermußte sie sehen, es war ihm das zum Bedürfniß) geworden. Wie erstaunt war er jedoh, als. eraufAlicens Platz einen älteren Herrn sah, der .eifrig und ohne von jlhm.ZZotiz zu, nehmen, die. von ihr ausge führteKopie vollendet. 'War. Ali ernst lich krank, geworden.? ,,sra gte sich'. der junge Mann und beklommenes Defühl der Angst undBesorgniß ließ ihn jetzt erst eigentlicher kcnnen, daß. und .wie theuer die .schöne bleicheKünstlerin ihm war. Er mochte den ihm fremden Maler nicht nachAlice fragen, sondern beschloß, sogleich selbst nach ihrer Wohnung zu eilen, um sich über ihr Er gehenGewißheit zu verschaffen. Eilig ver ließ erdas Museum, , nahm draußen. eine Droschke und ließ sich nach der Hafenge gend fahren...... -; , .y .. -r- , , .. Der unglückliche blinde Künstler hatte in der ' -vorhergehendeu Nacht,"der ersten, welche er von seinem geliebten Kinde. ge trennt verlebte,alle Quallen des zur Unge wißheit und .Unthätigkeit Verdammten ausgestanden. Jeder Schritt draußen ließ ihn aufhorchen, .denn er glaubte - ja mit Bestimmheit, daß Alice: jeden-Augenblick zurückkehren würde.' Ms dieNacht herein brach und. sein Kind immer noch nicht da war,' suchte: er ! sich mit dem. Gedanke zu trösten, daß das Verhör wohl Uicht.stattge funden' habe, daß sie erst am Morgen zu rückkehren werde. Dann, stiegen -wieder schwarze, drohende Gedanken vor ihm.auf, welche danach angethan waren, den armen Mann vollständig .der'.- Verzweiflung zu überliefern. iWenn sie. r unschuldig verurtheilt.. würde ? ! Hatte .man .-trotz aller. Schuldlosigkeit nicht, oft schon geradezu überführende Beweise zubracht? Wenn nun auch für seine Tochter die Umstände so verbängnißvoll zusammentrafen, daß man sie als Dieben verurtheilt A.y . Ein Schrei der Angst, der Verzweiflung rang sich. auö derBrust des gequältenMan nes ; wie wahnsinnig durchschritt er das Zimmer)? seine Hände n wühlten in. dem langen Haar.. Der Morgenkam endlich. Der kleine zFranz?. bereitete leise .und ost schluchzend das Frühstück) dann ging er zur Schutt undderBlinde war abermals allein mit seiner Angst und. seiner Sorge. Still saß er .in seinem Lehnstuhl.' auf jeden Tritt horchend, auf jedesauch. noch so leise Ge räusch.: -Kannte er.idoch : so . . genau :. den Schritt .seinerliTochter.!! -Doch Alice kam nichts, auch. Niemand, '.der. ihm., Nachricht v'on ihr brachte. Am Abend der Verhaf tung'. hatte, er j Franz zu cseinem i treuen Freu nd, .d em :.Maler B us ch, g e sch ick t, ' u m diesem gegenüber. wenigstens sich.: aus sprechen zu können. . Busch tröstete ihnMit derVersicherungdaßAlice.wohl. leicht den entstandenen ungerechsen'Verdacht von' sich werde abwälzen können; .!:er: bot.seine Dienste an; ? um die. ' Kopie zu ? vollenden, daö.Bild abzuliesern Und dem armen blin den Freund dös Honorar zu überbringen damit dieser, wenigstens vor Noth geschützt sei, bistAlice frei werde.' '. vr, i v; Da endlich nahten'- Schritte es ward an die l Thür geklopft. . ' Herein ! rief Herr 'Schäfer mit bebender Stimmt-ünb seinelichtlosen Augen hingen an derTh'üre 'als könnten sie den Eintretenden wahrneh men. k. - ' Jch bin es, Herr Schäfer Konsul Ret chaw ich habe Ihre Tochter nicht im' Mu seum 'gefunden, an .ihrer ' Stelle ünd mit ihrer Arbeit beschäftigt vielmehr einen mir unbekannten Herrn. 'Ich war dorthin ge kommen, ' nm mit ' Fräulein Schäfer '. noch

nähere Rücksprache wegen der Murillo

Kopie zu nehmen".". '. 7 ."Ihre Tochter ist tdoch nicht ernstlich krank? 'i. - 'Meine Tochter wollen Sie sprechen ? ! So wissen Sienicht..-.:,Die Stimme versagte den Armen ; . er konnte.nicht weiter, der : unglückliche'' Vater, , laut . schluchzend sank eriin.dem'Lehnstubl zurück'-, . - , Bestürzt eilte William auf den' Maler zu. . Er-erbleichte dcl? .Schlimmste mußte er nach den letzten, Worten des Blinden ja fürchten bei besten trostlosen Gebühren. Mit zitterndeStimme drang er inSchäfer : Was ist's mit Alice? -'Ist sie krank ? Q bitte',' sägen Sie'es mir," ich kann :das Xin gewisie nicht länger ertragen ! . . :) '; . Der Maler hob ''erstaunt den' Kopf : dieser fremde, vornehme' Herr erkundigte sich so ängstlich theilnehmend nach' seiner Tochter ;' sein Gesicht ward' ernst'ünd kalt fragte er : ' Kannten Sie mein -Kind denn i nu " - ' t . ! ..?.! naher?" - - . ! ti " Ja und nein,"- entgejznete William ; doch besorgt setzte er hinzu : 'Sägen' Sie mir.wa3 mit ihr ist!"' ' - Sie ist gestern Abend verhaftet worden, eines Diebstahls beschuldigt, den sie ebenso wenig begangen hat,' wie ichselbst. - Der Murillo im ' kleinen' Zimmer; den sie für Sie kopiren 'l söllle, ist verschwunden, und auf meine Tochter hat sich' der- Verdacht dieses - Diebsiahls gerich tet." Mit höchster Bitterkeit .h'atte der Blinde dies gesprochen. Unmöglich) gär'z - unmöglich!" ' rief William bestürzt. - - iu - ' - Warum soll cs nicht ' möglich sein,' daß der 'Verdacht, zuerst- ein ' armes -Mädchen trifft das sich abquält, - um das ' Brod sür sei'neä blinden Vater und ' Bruder zu ver dienen ? Auf wenn, als auf die Armuth, fällt der Verdacht eines Verbrechens?" sprach'mit Ingrimm der Blinde -mehr zu sich als zu seinem Besuch. . Sie Al'ce" eine Diebin ? !" rief William' verzweiflungsvoll nein, das kann ja Niemand glauben, der in ihr rei nes, sanst duldendes' Anlitz blickt !' Läch erlich ist es, auch nur den Verdacht auf sie werfen zu wollen , Entrüstet ging er im. Zimmer auf und nieder. . ' , ;' Die mageren Hände des Blinden streck ten sich aus nach der Gegeft wo' der Konsul saß, und! mit an Wahnsinn grenzendem Ausdruck fragte er : Haben sie' noch nie von unschüldig-Verurtheilten gehört, mein Herr? Wenn man sie verurtbeilen könnte als Diebin ö, es wäre ihr und mein Tod!" ., . . ,, . Der Anblick des .armen verzweifelten Mannes erfüllte William mit deut' höchsten Mitleid ; er .'ergriff die bleichen, kalten Hände' SalSser's und sagte gültig .: Be ruhigen'Sie sich,Herr Schäfer, dazu kann es nicht kommen. Ich werde' mich sogleich nach allem' Näheren erkundigen undJhnen hoffentlich gute Nachrichten bringen. Doch wissen . Sie "mir nicht zu sagen,' von .wem aus. der Verdacht auf Ihre Tochter gclenkt worden ist? , : ' ,,Äem, H err Konsul 7 und d och . . . . . Jndesiin, das sind?a nur Muthmaßungen und..'." ' .Gleichviel, Herr Schäfer, theilen .Sie mir alles mit, was -irgendwie mit diesem Unglück inZusammenhaug gebracht werden könnte ; ich bitte Sie. dringend darum," sagte William. ., ,. ; ' Nun denn ja, Herr Konsul. Ich glaubedab.Niemand sonst als derJnspek tor Brandt den Verdacht auf mein Kind gelenkt hat, und zwar aus Rache.". ...Wie das?". . , Er. war. vorgestern Abend hier und hielt in plumper Weise um Alicens Hand an, 'erbot sich ; auch, mich und - meinen Franzlmit) in.sein Haus aufzunehmen. Doch meine. Tochter wies ihn.ab, angeblich weil sie eineVeränderun'g nicht wünsche, in Wahrheit aber, 'weil sie den Inspektor und darin fühle ich wie i sie nicht leiden und achten kann. : Erbost und wie meine Kinder mir sagten, wüthenden Blickes ent ftrnte .sich der Inspektor, indem'er noch im Fortgehen' äußerte,' wünsche, das Alice die Zurückweisung nie bereuen möge." : 'William war'uachdenklich geworden und gleichzeitig ' freute er. sich inni -darüber, daß. Alice, jeaen Mann abgewiesen. hatte. Wie aus einem Traume erwachend,' sagte er i Sie mögen wohl recht haben, - Herr Schäfer ja ja die Rachehat hier mit gespielt ! .rZndeffen sreut es mich daß Sie mir das mltgethellt' haben, denn . a. . ' .. " " (V. .if :i r . - . 41 ::t oregung svlgi.) t ' . u ' : JhL. e s ' ' Iv 1 ' l. , . . .......... Der Tapfere. 7 ' Hauptman ten zeigend) Potz tausend : Wie kömmt eran das Loch ?" ' s :;:" ; ' Soldat : 'Da ist j,nc' ChaffkpotKugel 's . I " ' . , ' r rt , . . .!). durchgegan'n." , ' 7 . ; : ' , Hauvtniann :'Und ,er IrtVtioi ? r? : ; Soldat : Ei ja, Herr Haüptmann am 11. war?s Sie sehr heeß und kaum hatte ich meinen Rock an ä Boom gehängt päüb - kam Sie 'rleKugelgeflogin und Ichlug durch denAocks -üli -l

Deutsch-englische Unablx. SWc und zKmdcrgortcn . - f 9 , Mn Ind ianapolis, Ind. An d efer seit 20 Jahren bestehenden 'LorbereitungS LlustaltZurik.Holchulewirkefl.nurdie.k.5jsbrkLKen Lehrer. SuSmärtige Schüler finden gegen mäßige Be dingungen Äöst und Wohnung bei achtbaren deutschen Familien. Mkn adressire u.' näbere. ASkuft an den Borsteher. Rud.' . Tschkntscher,1?u5lN Oft Murylandftraße, Indianapolis.', In,. :i7ag2.'

W Är,,.M.,SchelleV! l . -t ' 'l ..' ' ? Aohnang!! '. ' vr: M WAchisön Äbc, ' Office : 194: Ost Washmgtonstraße. ' ' ' -i i-' . . - ' 7aug1jhr er's Gr u ndeige tttb ums-, Passage-, Wecysel- und Bersiche- : i rungs-Gefchaft, . 1 . JSp. & Odd Feliows Halie, Indianapolis, Ind. ; :: , Säm.iitlicke deutsche und enaliscke D a m. p f 1 1 1 i n i t xt sind durch mich dertreten, ebensowohl. 'drei . der besten-Feuer. Ve rsicher u n g s . Gesellschaften 9ew Yorks, alö wie auch die. New Aorker Germania Leb enöVersich erungsGesellschaft. .' Das i Einziehen von Erbsch aften in Deutschland wird bon mir, in . Verbindung mit. einem der. besten Leipziger" Bankgeschäste promdt besorgt. f Für' Beschaffung' von Verein. Staaten' R e i s e P ä s.s e sowie alle in. das Notariats. Fach einschlagende Arbeiten halte ich mich bestens empfohlen. . 17aügl2 Maas & Kiemeyeiy I: 1 Haöak- und M . V L ! Ggarrm - Fabrik, pfeifen und Pauch-Aten jiNen aller Art....,. 1 st WasbingtonstraSe. ;" : ':- 1 17flng8 ' Deutsches chast - Koflyaus ' und S a l 0 on, ) - ; rriviöisr jxjsjtjLiz. Nachfolger von Matth i a Leh r it t e r.- ! ". :;..: . I7augl4 M Lieber W Süd Madison Ave., , ' Jndianapol-ö, Ind. ' I7aug16 9Brn; ffflan$e, ; ". ' '. ' :" . . ; . ' ' ' . .' Salon u. Sommcrgartcn, t . , . . ' ' . .'.'s, .' - W estende . . ' , ,. ., , , .. . . 4 - ; - . , : ' . . ' : . der Washington-Str. I7aug7 Mozart Halles . Die feinsten Nbeinweine, , . Selterser'Wasser, ; ! Die . feinsten. Liqu eure, u. f. w. stets vorräthig. ' . ' : : .v : JsM Mofch, Eig. :: , I : ., C. Kind l er, Schlosser und Klingelzug-Ber-fertigere . Schlösser 'und Thurplatten stets an Hand ... . . - , 99 Ost Washi gtonstr . EckeDelaw ' ( t i. . .'.1.', ' .1 . ; .-. Indianapolis, Ind. ; -: I7auz WNam P. Kostnann, A.--. N nA - .y - V-' Jaw.,,;3 sjD r 4 MttraMi'M e Yolster'.Rep Zraturm eine Spezialität. 'Bestellungen werden entgeg'ngeüömmen in der Oflice dwCabinet MakrS Union,' Ecke bon Narket und Qinftonstraße. 1 '. , t ;;, .-

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