Indiana Tribüne, Volume 1, Number 4, Indianapolis, Marion County, 7 September 1878 — Page 6
6 Indiana „Tribüne.
Aller lett ii X , iUJ Der socialistische Ärbeiter Congretz rt Qnitfrtn rtfirtfi4sltt"niXti es ivuhUIIII UV(lkUliVil IVVVVVIIi Pennsylvanien hat noch nie eine solch gute Tabaksernie gehabt) wie die heurige statistischen Berichten zufolge stirbt durchschnittlich ' von 15 am gelben Fieber Erkrankten einer. . Falsche Z50 Noten' aus d!e Trades.' men'S .Nationalbank in New Pork lautend,' sind'zum Vorschein gekommen. Dr. Nöbiling ist an's Narrerihaus abgetreten worden, freilich nur auf Probe, da man glaubt, daß er den Wahnsinn nur simulirt. ' 7 In den Cincinnatier und New Porker bölels werden keine Gäste von Memphis.1 New' Orleans u. s. w. aufgenommen, so weit geht dort die Angst vor dem gelben Fieber. Das Bier ist in Berlin hoffähig" geworden. Früher durfte es nicht aus einer königlichen Tafel stehen. Vorläufig aber .thut's nur Flaschenbier, und zwar Pilsener.- . . - Die demok. New Orleans Times" mcht die Administration, llso die republ. Partei,' für das gelbe Fieber verantwortlich. Die armen Republikaner. sind; doch an Allem schuld ! - Richtig kurirt.. In Louisville hat Herr Korb aus Portland seine Achter, die sich als Wettläuserin produzirenVollte' einstecken lassen. Sie nannte sich Frau lein von Kern." In Pennsylvanien bekommen Landstreicher eine Kugel an's Bein und müssen 30 Tage lang die Straßen kehren. Dieses Gesetz, ein Staatsgesetz, hält die Landstreiche? von Pennsylvanien fern. . In Gloucester, Mast., 'streikten kürzlich die Kattundrucker in den Kattunfabri ken und da sich ihnen die andern Arbeiter anschlössen, gaben die Fabrikbesitzer .nach und bewilligten den verlangten höheren Lohn. Die Sache wurde ruhig und sried lich abgemacht. Die Einwanderung von Deutschland ist wieder im Zunehmen begriffen. Im Monate Juli landeten in New York 12,650 Deutsche . oder 3050 mebr. als im entspre chenden Monate des vorigen Jahres. Die meisten sind Bauern mit Geldmitteln, welche nach dem Westen gehzn. Man nimmt an. daß seit dem Ausbrechen des . gelben Fiebers über 60,000 Personen New Orleans verlassen haben.' Die Thatsache, dab. seit das Fieber herrscht, die Fliegen verschwunden sind, scheint dafür zu sprechen, dass sich dasielbe 'auf atmo shärlsche Weise, fortpflanzt. . . 7 Ein biederer Reichstags Cä'ndidat in dem Kreise Lennev-Mettm'ann, der Rentier I Vorwinkel, hat' sich ..seinen Wählern da durch empfohlen, daß er erklärte ?m Falle er gewählt werde, seine als klug und welt erfahrene, Frau mit . nach Berlin nehmen zu wollen, da ihm .selber die politische Ersahrung abgehe. Dem .statistischen .Bureau, in Washington wird' von Deutschland aus'mitgetheilt. dab im südlichen Theile des Reiches die'Getreideernie'durch'üngewShnli Regengüsse 'b'edeuten in Folge denen Europa veoeulenve .luantitüten vön Vodsrüchten: auf. dem amenkanischen Markte, wirdsuchen Müssen.! Der Bruttogewinn der Central Pa-cisicBahn"wird-in diesem Jahr ungefähr $15,000.000 Uxwn, povph rj:unä'eähr tz3.000,c00Relne und Northwestern: Bahn.eine. nnde Strecke, bekommt aus ihrerr Brutto Einnahmen im Betrage' von 'ZU,000.M nicht mehr als $2.000.000. , Rein gewinn. Trotzdem' hat die .Cew ihre Frachtraten erhöht'. K'-v' : Deutsche. :Sangesbrüder in .Satt F r a nc is c ö geben .sich in ihrer Vereinseigenschast auch misTaüferi.uncf Gsvatiirstehen ab ; Bet einem Picnlc des Verein! Eintracht ereignete e'ssich.dab 'das U Ü n e rs ch e E h e p a a r u r p l ö tz l i ch m i t e i n e m muntern Änäben' beschenkt 'wurde?. Der Verein stand .Gevatter und tauste dettkleinen GesangSbrüde'r,'' und 6eschenkte''den selben mit'Z25' die er bei'erlangt'e Voll, jährigkeit erdält.-" ----" 'f 7 Staätssecr'etar Evärts ' hat " im 'An'schluß an - sein e B esch werd e über dle Unbil ligkert' de'rvön der''Hälifax-CommiIsiön der ' englischen- Regierung 'zuerkannten Fischerei Entschädigung ' den' Wünsch' zur Geltung gebracht, daß 'zwischen Canada iyb den Ver.' Staaten ein Zöllverem abgeschlossen werde und zwar unter der wei teren Bedingung, daß Canada den Zolltarif der Ver. Staaten adop'tire. !i Engliscfferseits scheint man' die' Angelegenheit vollständig Canada zu überlassen. '
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I ? ? Zwecken auf einer . deutschen Hochschule aufgtelt; - - ' . : .y . ' AuSB r o o k l y n . wird, gemeldet : Dem Polizisten Thomas Dillon vom 3. Bezirk kam ein Glas Bier, das er in der Wirthschaft No. 164 Columbia Str. trank, theuer zu stehen. Er, wär in voller Uni form, , und hielt sich acht Minuten in der Wirthschaft auf.' Dafür zogen ihm heute die Polizei. Commissäre den Lohn von fünf Tagen $15 05 ab. "; ;. Im Reich der Mitte, hat sich die Furcht 'vor- Rußland in Befracht gegen England verwandelt. Die Chinesen haben soeben ihre Machtstellung auf Formosa verstärkt, damit die Kaiserin von Indien' nicht von der Insel Besitz ergreife, um die ersehnte. Verbindung zwischen -vem inbt schen uud dem gelben Meere herzustellen. Das Traumbild einer möglichen russisch chinesischen. Koalition liegt nun wie ein Alp auf den englischen Militärbehörden' und plagt sie mit Gedanken, welche neuen Ge fahren dies für Indien bringen möchte Somit hat England nunmehr, gleich uns, seine Chinesenfrage.- Welche .ist -die Qf fährlichere ? ; ,; ,- : ;ti ! ' . ' Nicht ganz ohne Interesse war die Auseinandersetzung, welche dieser Tage ein gewisser JohnHi n ch m a n dem Hewilt Comite vortrug : Ekne der Hauptursachen der ,- gegenwärtigen Roth fei die, schlechte Arbeitsvertheilung. Er habe aus den Cen sus von 1850, 1860 und 1870 vergleichende Tabellen zusammengestellt,, aus welchen hervorgeht, das während mit der Bevölkerung die Anfertigung von Luxusartikeln sowohl, wie .die Zähl der cultivirten Acker wächst .der Procentsatz der Zunahme, an Luxusartikeln weit größer, der der cultivirten Acker bedeutend kleiner ist, als die Ratio der Bevölkerungszuncihme. . 23on 18G0 1870 nahm die Bevölkerung um 12)4 Prc. zu, die Zähl der cultivirttn Acker jedoch nur um 16 Prc., der Wertdtt erziu gten Ma nufacturwaaren. dagegen um 63 Prc. Der Werth, der erzeugten, reinen.Luxusartikel, wie Feuerwerke Billiards, . Spielzeug etc. war von ,233. Millionen., in 1860 .auf 452 Millionen? Dollar in 1870 angewachsen also gab es bei einer Bevölkerungszunahme von 22 Prc. eine Zunahme von 90 Prc. in diesen Artikeln.', Iti.: :u : -'; .Im vi'z :;. Unsern nord-demokratifchenEollegen, welche Jeden' der an dasVorhandensein reactionärer Tendenzen im Süden, erin nert, als .Schwin gerades . blutigkn.Hem' des" bezeign e'nmöchtt .Er klärungen zweier gleitender" deujok'ratischer. Blätter vorführen VLtÄteinKkolona Misi'N.'ei der'Sonfl'e'k e i n JRiä)it$ü, ffimme n.'. j ör beiabnimsoW wurde Hm-. durch gesetzwidrige, Mittelzu geschqnzt und.emuk -ihm .wieher .entrissen werden.- jDas...ist..heur'zu..Tage:das..Ge? sühl.detz Südens:?, ."ciarly' in Jack son Miss. : DievFarbigen.Amendements sind . seitens des südlichen Volkes. niemals ratificirt worden n i e ma l S ! Sie nrnr durch' die Jankee-Teufel' in unsere Kehlen hinuntergestoßen mit.der Spitze des Bayo n'ettS.'JHrMännevo'n'Misst dieser Thatsache keingedent ' 'und schwört daß ihr Alles iausbieteri' töctbct;' urrt"; Unrecht gut' 'zu machen"'. Vi ..Nun wie gleichen" die, Nord'.'Demökräten ' diese VersöhnuttgS" . Blüthen?. ' Die' Errun genschaften des blutigen Krieges auf dieser Hemisphäre, das. heilige. Vermächtnib der Hunderttäusende 'gefallener .Patrioten' das Alles, mub weggewischt.' und 'die', alte Süd'.BaronenOlig.archie' die Sklaverei und das Faustrecht wiederhergestellt wer den. Schmeckst du prächtig !" ':
Alexandria in Egyptin hat' drei gute deutsche Brauereien, die glänzende Geschäfte maÄn? Derideutsche Gerstensast Erobert die Wett. v In Buffalo hat das Experiment, dem dentsche!rTheater durch' ein Tanz-Kranj. cben' zu Hülfe zu' kommendäs'gewünZchle Resultat herbeigesühlt. . Hollandhat, .um. seiner Glaubensgenossenschäst 'vor den Kopf zu stoßen, die Bibel und den Religionsunterricht aus den Elementarschulen verbannt. r .-: Der internationale Münz resp. Sil. berconglch zuParjS '. ist resultallos au? einander gegangen. Die europäischen'Regierungen stnd nicht aus denBland'Leim" gegangen.. . ...... r., v, . . ,. . v . . ' -- In der 2. Beilage) zu . dem'Lejpzlger Tageblatt vom sechsten Januar wi'rdsge suchteine Mamsell zu 'kaltem Aufschnitt." Wie grausam !.'VUnd welche.Mamsell wird sich dazu hergeben?.', ' ' l ) . -Jn St. Louis findet.am-IÖctober ein Convent und Commers ehemaliger deutscher Studenten statt, zu '.dem -)edcr eingeladen ist, der mit oder ohne Farben Colleg-Schwänze oder sich zu sonstigen
1 i ' j . i i f.'.tf t 1 (Äu bet .31: 2j: etaatäieltUTtg'T' ' ' " 'j:iJ -UtLLii: n-;
iiapiiai ; inirrnci)mung0 : -l Akbkit. ! . """ 0 f! :: . r , ' - t t' ti -i General Butter.. hat m' der' Ansprache, wcZche er im Lotale des' Advöcate'.hzel eine neue'Unterjscheiou'ng 'gemacht die 'aus den ersten Blickviel'sürsich'hät 'Er' un'.' terscheidet nicht einfach' -zwischen" Capital und Arbeit.' sondern sögt ein 'Mittelgli'eo ein,' die ' 'Unternehmung, oder bessert den Unternehmungsgeist.'' Es' ist 'klär-''' dak diese drei Factören Capital,'-als 'Werkzeug,' Untetnehmung',' ' 'als ' ' Intelligenz, Arbeit, 'als, 'rohe Kraft die ' Gründbedin.' güngen für bcn ' erfölfl ' ieber CrBcit int sZl rntt ' Ct V J linX f mS i& 'ftn f T1S u ii v a I iviiiuu9 4iutiy, daß wir eine glelchmäbigere und ger'echiere Vertheilung des Arbeiis'-Er't'räges' unter den Vertreterniese'r tret Machteansireben Müssend ri-y!:i i. ;ni;;; ::. ObgleiH 'nlcht stets' in verschiedin'ett In. dividuen verkörpert so! daß'-z.'B Copitälist ündMnternehmer'öft dieselbelPerso'tt ist treten doch in den meist'en"Unternehmü'flgen' dies'e'Mächte 'geschieden ' auf na mentlich 'weil die" Einsürung' 'der Waschi' nen den Groß.Betrieh,alto die'.Cönc'en' trirun g bedeutend er Mengen geistiger, kör perlicher ' unb pccuniarn ; Kraft; 6(Mngf Dabei 'ergieb t sich nun fast als Regelt daß der Unternehmungsgeist,'' bic 'SnttfljgcTizV dieSpeculätlo, mit' fremdem erborgtem Capital ' und' fremder - Loh'n--Krast arbeitet. . Es hat dies zwei Ursachen ; ein mälrford'ert'-ünsere jetzige Art und Weise des Geschäftsbetriebes 'eine solche Menge von Capital für größere' Unternehmungen, daß nur selten der Besitz' eines ' Einzelnen ausreicht, -und zweitens sind naturgemäß Elstnder Unternehmer, Spekulanten nicht bemittelt ; es' sind Leut'e welche ' wünschen reich zu werdennicht' ihren Reichthum-zu verwtnden.",Dies Verhältnik':U ein na tür.slches,aufiihm heruht. unsere Concurrengj und damit allef Fortschritt 'auf indu striellen,z (anbtDirtt)jct)aftltem p socialem Gebiet. Würden wir die Schichten, .der Bevölkerung, aus denen jetzt unsere Ersin der,' unsere, industriellen ; Genies,, hervor . ghen,' zü'Kapttalistn'm lichkeit derVermehrng. ihres Besitzes'ab schneiden, oder für Befriedigung' aller ihrer Bedürfnisse sorgen, so würde',' jeder.Fort schritt, aushören. . Wir 'muffen uns also daraus beschrönken, für 'den Untern ehmung'sgeist leicht zu erlangendes und billi ges Capital zu sichern.' Damit werden wir C 4 4 YT aI 4 ) A M SU t 44 M 4 t 4 - 's AM V A 144 M A nicht aUeirt'd'er. Gesammtheit sondern nätt. r. l. tr ' ri C. . . ' ' ' ri : ' ' " ' mentlich dem Arbeite'rstande ein Dienst er weisen ; denn es ist .ganz klar, daß Mangel an flüssigem Capital für industrielle Un ternehmungen,-' Arbeitsmanges ein" hoher j Zinssufe; bei nicht ' resonders günstiger ' Geschäftslage, -niedrigere "Löhne bedingte Herr Bütler' beklagt nun, daß' in' den Verelnigten'Staaten" das Unternehmen zu höhe Zinsen und' Abgaben zn zählen habe, und dab 'es 'dadurch gezwungen werde niedrige Löhne 'zü geben.' Zwar hat er'cs am Montag '''nicht Ausgesprochen', -' doch ! wissen ' wir,' daß er "ein Äbhülfe'mittel ' im ! absoluten Gildedim Gre'enb'ack, '' steht? dieser Glaube -ist entschieden-ein irriger':' Der 'Zinssütz''ist abhangig von 'der Menge ' ünd'dem Werth !( des - flüssigen Capitals,' 2). von der Slcher'heii' 'der ' ÄN' läge','' 3) von f der müth'maßlichenRent'abi--lität des Unternehmens. ün'j vermehren wir oleiöcenge des GeldeS'nicht durch Verlmeh'rung' der'- Geldzeichens während der Zlrissüß' '-mitihr'er' Entwerthun'g derÄm-derHtt'mehrun' Die Sicherheit der -An lage von w i t k Vx ch e n Werthen in ' Spekulailonen' aller Art sinkt mit der Vermehrung der Wth'-' zeichen 'und der . dadurch vttgröertÄ Schwankung''' ihres Werthes mitd'en künftlich'inidle Höht gitrie6enen Werthes miterffeberhandnähme des'Schwln'dlS,beiitter ttflstUch seschaffenM PrpsöeriW Berso-ul;stchern zfinanzi;llen. Zustänhen sind große Gewinne .nur bei. großem Ziisico zu. machen,, beideverems-.wirken i llso auf 'ü.i'r:--..'..'.! . ' Erhöhung des Zinssußez währeqd m.ge-J 'V ' ' ' m ','. rr v ' ' 1 ' I ordneten Äerhältniffen derjgute.Gewinn obgleich ..ex u höheren . Zinsen berechtigt, zur 'selbenZeltaRlsico deS Crehils,.Qlso den Procentsak velminderU,' "Hiezu kömmt' y . -,ii '-'' ' r 44 noch,,. daß man die Kapitalisten,, nach i den traurige n Mahrungn, w elch e . sie j.jn tzen wiederholten. Panics- über.i . Haupt, nur durchMerhand. Mit',, tel," wieohe'Divldendek 7. s-w., zur,Be theiligung an 'sepculativen.Unternehmun- , , i . t . 4 ''f i s . t J ' gen veranlassen kann. ,,.,. Während wir Geld in Hülle.' und Fülle haben, so daß bei . gesicherten Anlagen bic'. denkbaren niedrigsten Zinses den während die Banken Gelder kündigen,' weil sie sie nicht rentabel unterbringen fön
nen und vierpröcentige .Stc!atspapiere die r je A-ri nJLii'Jr- ctf A' l'JJj 'n ' v . i kzl.'
Hcjuajiqicn af iiai'aniagcn inu, ion nen' Unternehmer. Geld nur'sür hohe Zin sen und' gewöhnlich gar nicht ' erhalten.Es ist 'offenbar daö der Grund dieser Er scheinung .picht. ein Mangel . an Geld, son dern. an Vertrauen ist: .Vertrauen sowohl in.unsere finanzielle. und sociale Lage, wie auch in ünsereSpekulantenklasse. Es wird nun.von keiner Seite,, selbst von .den Na tionalen nicht, geleugnet, daß - Inflation, mit ihrem Gefolge s von . leichtsinniger und schwindelhafter.. Speculation, diesen sonst gewährten Credlt.. erschüttert jjat. Ein Hei l m i t t e l. s ü r -u n s e r e je tz i . j . - j i ,.,' g e n, Z u st ail d,e l .n e r,n e.u t e r Inflation zu suchen, m u b d a h i rr. t 0 t a l rö.i d e r si n n i g , t r scheine n.i .Im Gegentheil - liegt .die Abhülfe' nur Irf sfrictidÜTchfleföhri Conr tractidn in ded Sicherung stabiler Werthe durch Schaffung eines möglichst 'unverän dttlicht'nWNhm der Metallwährung' und'in gesetzlicher.Verhinderung des sKwindelhasteN chasfens .von' Schein werth in alleis Art." Es kommt daraus an,' nicht de'n Schwindel , Und' dös. leichtsinnige Schulden m clche n' ri'u rä) ' Sta ats.P apiergeld zu sanctiontren, soniietn ihm durch strenges Festhalten 'W)Wjällwährü'ng dieBasii und den' Stimlü möglichst 'u nehmen. Dann'wird''aü'ch der spccülirende Unternehme'x nkchtmi Schwindler, dem Arbeiter'.' als 'Ausbeuter erscheinen,' sondern ' er'' Äird seine richtige Stellung als, ehrlich Makler" zwischen Capital und Arbeit einnehmend , ' (Luö der Tlisabkth Ji freien Preffe." Etwa s ü b er-' G esan g-V e r e i n e. Die Manz'perloc e unserer deutsch-äme rikanischen Gesangvereine" Ü h. der Enthusiasmus für' die Sache ' selbst, Her diese Vereine einst 'zu den 'populärsten Instituten des Deutsch'Amei ikanerthums flempelte, ist ein 1 länst überwundener StandPunkt, das ' fühlt selbstder. enragirteste Sänger' leides instincM' und gesteht es auch in den . meisten ' Fällen mit einem Seufzer der'Resignation'zü,' wenn einmal das "Lespräch' aus dieses ' Thema gebrächt wird. Das' ' geschieht ' nun -freilich selten ge'nug'd'enn unsere Gesangvereine bilden nicht mehr,' wie in früheren Jahren, das beliebteste Thema der Mitglieder (und welcher Deutsche wä're nicht schon einmal Mit' glied eines Gesangvereins gewesen?) .ste haben 'anderen) meist wichtigeren Themal..miL. .Xl' mit .'.t ..T ten Platz gemacht, kurz," die Gesangvereine sind, unläugbar im - öffentlichen Jnteresie in den Hintergrund' getreten Diese täfllich mehr zu Tage tretende Gleichgültigkeit gegen die Gesängve'reine, ist wenigcr der Wandelb'arkeit i menschlicher - Neigungen dem ewigen Jagen nach neuen Genüssen oder gar dem Nichterfüllen ihrer Ursprunglichen Misston,sondern' 'anderen Ursachen zuzuschreiben,'die wwhier' kürz - erläutern wolleii.' Unsere Gesangverelne'-sin'd, wenn auch gerade' kein'Produck d'er'Einlrande ruttgsp'eriöde, so 1$$ von dieser in ihrer Entwicklun'g-''-a'uberordentlich'' begünstigt wörden'.'-'Der Deutsche brachte seine Liebe zur Musik mit herüber' in seine neue Hel maih'.' Hier- hegegNeteer fre'' den ' Sitten und' Gebrauchen,' die ibn wemg sympatisch' berührten und neben ihnen den ünverhülltesten NätivismuS, der alle ' Vorzuge un serer1 Nation ;ihtfdt)feberi9 ternetn!e.' Was wär wohl natürlicher 'als 'daß der DiutM seine damalige Ueberlegenbeit in' der Musik in' d'äs)' gunyZDeHicht' züellen' suchte. JedenfäUsÄar hat neben dem ihm ange borenenHang ' zur Geselligkeit einer der ro i dh t ! ölte ri : 8r 0 c t orcri bll c b c t betont sl tj u n g' der Äesangberleine'' mitmirkteri. ' '. Es' wär also wenigir' eine'' 0 e r c et) t f c r t i q t cj5 i Ic 1 1 c i f sondern ' sein -nationaler Ehrgeiz, ber 5 ihn antrieb sich auf einem' Gebiete auszrzeichnen' das latäm seiner 'neuen' Heimatl nur wenig ültibirk wurd'- Aber mdem er diesem Ehig'elje genügte, - schoß e: ubtx das' Ziel hinaus er thak des Güten zu viel-"' Die ersten, mitunter glänzenden Err i . : 1 ' . 'ir'i. . '1 'tv'i . r e ri ' ' folge welche deutsche ansän glich fast ausf chließlich von Müst kverständ i gen ' q cbilo ten Vereine "in Amerika 'errängen, varen das - Signal zur 'Bildung einer' Legion ähnlicher Vereine.'' 'Jeder wollte' Theil an den Triümpfen snehmen,''d'iede'r'' deutschs. Gesang hier feierte ; es - wurde Modesa'che deutscher Sänger'- zü' sein: VSelbstredettd konnte man beider größin'Zahl ' der entstandenen 'Vereine.nichtsejr wählerisch'in der .Äüfnabne activer 'Kräfte ' fcirC urld so bilden bis aus den heutigen Tag noch die Laieü,) d b! die-eifle.musikalische,Prdil dung.entbehrenden. Sänger,, den. weitaus Ö r ö ßt c n, c fta nb tl) c U: u n j e r er t3J crcin c Das wäre an und sür sich kein 'Hnd'er-
niß einer progresstven Fortentwickelung geWesen, hätte man diese selbst im Auge gehabt.' Aber unsere Gesangvereine sind mit -wenigen Ausnahmen auf - ihrem ursprünglichen Standpunkt stehen geblieben es 'hat keine Fortentwickelung stattgefun den und Stillstands ist Rückschritt.' Während dieses Stillstandes hat' die Muse der. Musik auch am a m e r 1 1 a n i schen Heerde eine bleibendeWohnstätte gefunden ; das Prestige, ihrbevorzugtes Lieblingskind zu seitt, wurde dem Deutsch-Ameri-kqner erfolgreich streitig gemacht und nur noch, die deutschen -Vereine, ' welchem die Pflege desGesanges nicht als ein' neb e ns a ch'l i ch e s V e r g ü g e n,' sondern als ein ,,e r n st e s. S),u d i u m -'betrieben,welche- technischeVorbildung alsBedingung der-Mitgliederschap ' 'ausstellten ' undM aus .ihren eigenen zu' diesem, Zwecke' gegründeten Gesan gs-Schulen .rekrutirten) haben: sich" auf ' der früheren Höhe ihrer Leistungsfähigleir' erhasjeil'j-' darüber. eM porgestiegen, sind.'trobdem' nur,.' weniges Auch ihnen stellte sich einanderes Hindere niß verderblich gegenüber, an dem schließlich der 'Bestand -vieler, wenn -nicht 'der meisten Vereine zu Grunde gehen dürste das Aufhören der Emigration -Seit etwa 9 Jahren hüt diese' beständig" nachgelassen,: die'Vereine erhielten von Drüben nur ge-' ringeu Zuwachsdie alten Mitgliedes säri gen an ihrerMitgliederschafl überdüssigu werden,' ' und das junge " deütschamer'ika nische Clemens,'' vsn dem'mavorausseVen sollte' daß es mit 'JugendftZsch'in die Fußtapfen' der Aelteren Keten' und'wö-'e'i' nöthig, ' für ' Reformen wirken würden' findet' am deutschen Gesänge einfach keinen Geschmack eine recht hübsche Illustration' für die ' Bestrebungen, zur VerbrMng deutscher Sitte, welche noch heute alsMa
ragraph Eins'in den ' meisten Constitükio nen dleser Vereine als Zweck ihrer Siloung; angegeben wird. ' ' . ! : : : : ' Will -das deutsche Gesänavereinswesen sich' sein früheres Ansehen! (ich sage nicht s Bedeutung) zurückerobern,, so. muß es sickf zu durchgreifenden Reformen " bequemen. Aus .den kneipenden und singenden Gesellschas'ten müssen wirkliche Gesangsschülen werden.. Das Vergnügen die Unterhalt tung,'.bleibt dabei nicht' ausgeschlosien, sie wachst rößteniheils mit e größeren Leistungssähigkeit, sie wird besser. edler.'..Wl der einzelne Verein sich zu schwach fühlt,' diese Aufgabe selbstständia" aufzün'ebmen. da suche 'erAnschluß' an 'einen anderen 1 kleinlicher Ehrgeiz müßte ' da' freilich schwelgen. ' . j. . , 7-Die.E h in e s e n s r a g e betreffend bringt die S a n F r a n c ;s co Ab endp o st" folgende treffliche . Bemerkungen : Die Lehre,, daß .alleMenschen Brüdersind und überall in der Welt gleiche Rechts haben sollten, die Lehre von dem conunon.' satherhood ." . of . r God and cornrnon brotherhood of man - klingt 'zugleich sehr christlich und sehr liberal, klingt höchst vor-' urthtilssrii und. kosmopolitisch. Die letzten zehn Jahre calisornischer: Geschichte aber haben diese Lehre zu ) Schanden gemacht.? So s lange ein großes Volk diese. Lehre nurauf vereinzelte Individuen einest andereniVolkes anwandte, machte, sie: sich! sehr gut.'' Wird sie aber auch da aufrecht, gehalten, wo. Völker als Masten aufeinan-! der stoßen,.-so muß sie zur allmöligen Auflösüng und schließlich zur -gänzlichen.Ver.'s nichtung der nationalen Jdee'Wren. : Es.yiebt für die chinesische Einwandet rung: nach Kalifornien keines historischen: Präcedcnzfälle ES ist die Maffeneinwan derung. eines' barbarischen! Volkes nach dem LaNde .' eines : civilisitten, : und ' diese Einwanderung hatDimensionen angenom-i men. welche unseren-, besten, und heiligsten Interessen ßZefähr drohen.' ' Wo bisher im. Verlause derWeltgeschichte Barbaren civil-' sitte Völker verdrängten und unterdrückten da geschah es auf . dem Wege kriegerischer Eroberung. -Hier , in- .Californien.sinder eine" langsam friedliche Eroberung eines. Landes durch Barbaren'statt.' Dem'Be'drohten 'bleibt nurein'eWah! zwischen zwei Anschauungen: entweder imüssen: .sie cjene' Eroberung ruhig, -geschehen laffen.-.und, msisten'ihre nationäle,Jdeeaufgebev,der sie.' müsten die'Ueherzeüguttggewinnen',' daß' die Lebre'von'der cömraon brötherhoödofjiÄsan?4. nichts weiter ist alS ein Human klingender Humbngi.:!! :-hhiü i ,4,.;. (S. Fr. .Abend, Post.: . ; : , . 4 i u liJii: s ' 1 . i ; t.'k2.'D i 'Beamten des Turn-Ver o.ttff j'iUr.'vAr.ii ;f!'::j'. ir i (1. Sprecher John F. Meyer. 2. Sprecher Arnün Bohn. ' "1: Schriftwärt - Seö.Sdöhr.' - t :t iJ il fr, 2. Schriftwart Frank Wonnegut.. Schatzmeister JoizKarle i kl: Turnwart . Caspar Hedterich.' . .2 Turnwart ?4 3aJiJ!3iia.J n . 1,1 i. Cvo VI . Zcnavart.-Henry.Wllkmg.. t ; si ' Bibllöthekai Löulö Wüst 1 l ß Jl: v Veltrauenömänner Chö. KöhnlMmenK Vsnnegut fen. und C. Schröder. -
