Indiana Tribüne, Volume 1, Number 3, Indianapolis, Marion County, 31 August 1878 — Page 7

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Indiana „Tribüne." 7 Die

MrUmmöm. Novelle von Theodor Küster.

Aber ich bitte Sie, sich selbst zu überl zeugen, dab das Bild nicht mehr auf der ? Stelle hängt, wo ich es gestern selbst noch gesehen habe. Ich beabsichtige, eine Kopie dieses Murillo durch Fräulein Schäfer anfertigen zu lassen." V Neugierig trat der Jnspektor,Alice gänzj lich ignorirend, in das kleine Zimmer und stutzte gewaltig, als er da einen leeren Platz sah, wo noch am Tage zuvor der werthvolle kleine Murillo sich befunden hatte. Da muöich doch gleich 'mal nachfragen, ob einer derArbeiter irrthümlich das Bild 4 fortgenommen und anderswo hingebracht hat ; das ist ja doch gar nicht denkbar,denn unter meiner eigenen Aussicht habe ich die Veränderungen vornehmen lassen und den Leuten ganz genau jedes einzelne Bild bezeichnet, dessen Platz zu wechseln war. Entschuldigen Sie einen Augenblick, Herr Konsul, ich muß gleich Erkundigungen ein ziehen." Der Inspektor verschwand, William Retchaw grüßte Alice nochmals artig und ; wandte sich dem Ausganz zu. Die Malerin arbeitete ruhig weiter, der finsteren Blicke nicht achtend, welche der inzwischen 7 zurückgekehrte Inspektor auf sie richtete. Bald begann ein unruhiges Umherrennen der Ausseber und desJnspektors, auf dessen wiederholte Fragen lüber den Verbleib des fehlenden Bildes Niemand Ausschluß zu geben im Stande schien. Die Leute zuckten die Achseln und sagten, daß sie nichts von dem Bilde wüßten, daß sie nur diejenigen Gemälde berührt hätten, welche der i Herr Inspektor selbst bezeichnet habe. ' Alle Säle und Zimmer wurden durchsucht.

doch das werthvolle Bild war nirgendwo : zu entdecken. Es war ein kleines, etwa 2 ; Fuß hohes, Fuß breites Gemälde. Nach vergeblichemDurchsuchen allerRäume stieg der Gedandke an einen Diebstahl auf. Inspektor Brandt beeilte sich, den ersten Direktor von dem Verschwinden des Murillo in Kenntniß zu setzen; er nickte bisweilen still vor sich hin, gleichsam als hege er schon einen bestimmten Verdacht. Alice hatte nach noch zweistündiger Ar- , beit den Pinsel niedergelegt und sich zum Nachhausegehen gerüstet. DasVerschwinden desBildes beunruhigte sie, da sie selbst mit Bestimmheit wußte, es noch bei ihrem ersten Kommen am Morgen auf seinen gewöhnlichen Platz gesehen zu haben; wo ' konnte es nur hingekommen sein? Es mußte in der kurzen Zeit ihrerAbwesenheit , vom Museum, die kaum eine halbe Stunde gewährt hatte, fortgenommen morden sein. Doch sie beruhigte sich mit dem Gedanken, daß es sich auf alle Fälle nur um ein Versehen, um ein zufälliges und momentanes Verschwinden des so werthvollen Bildes handeln könne und dieses sich zweifellos 1 bald genug wieder finden werde. Glück lich, fie nun blos noch eine ganz unbedeuiende Arbeit bis zurVollendung ihrerKopie - vor sich habe, ging sie raschenSchrittes und srohe Zukunstspläne träumend, ihrer armlichen Wohnung zu. Heiter, wie lange Zeit nicht, plauderten Vater und Tochter, den endlich sollte sich ja ihr elendes Dasein lichter gestalten. , William Retchaw war in der Zwischenheit bei den blinden Maler gewesen, hatte sich ihm vorgestelt und mit ihm über die durch s Alice anzufertigende Kopie des kleinen Murillo, eines Jewels des Museums, gesprachen. Er war mit dem blinden Künst ler rücksichtlich der Kopie leicht in's Reine gekommen und hatte nur eine Bedingung seinerseits gestellt : daß Alice die Arbeit mit aller Ruhe aussühre. Der Preis, welchen er bot, war ein hoher, ebenso hatte er dringend gebeten, die Hülste derSumme schon jetzt als Bestellgeld von ihm anzu nehmen. Die Familie. Schäfer fühlte sich so reich, so glücklich, wie lange nicht. Alice hatte. nachdem sie ein einfaches Mlttagsbrod em genommen, all die kleinen Beträge, welche zu bezahlen waren, aufgeschrieben und das Geld zurechtgelegt; doch da siel es ihr erst wieder ein, daß der Murillo ja ver schwunden sei, den fie kopiren sollte, und sorgsältig packte fie die Goldrolle wieder , zusammen. Sie durfte dieselbe ja uich eher als ihr Eigenthum betrachten, bis das Bild wieder gesunden war und sie ihre Arbeit beginnen konnte. Eben erzählte

Alice ihrem Vater von dem sonderbaren Verschwinden des werthvollen Gemäldes und Beide ergingen fich in Vermuthungen über besten Verbleib, als Schritte und Stimmen auf der Treppe hörbar wurden und bald darauf, nach heftigem Anklopfen und ohne eine Herein !" abzuwarten, die Thüre geöffnet ward. Ein Polizcibeamter in Civilkleidung, gefolgt von einem Unter beamten in Uniform, trat ein. Draußen hatte fich eine Gruppe neugieriger Hausbe wohner gesammelt. Wohnt hier der Maler Schäfer? fragte der Beamte. Sind Sie wohl" und er wandte fich zu Alice Alice Schäfer?" Das junge Mädchen blickie erstaunt auf den Frager und auch der Blinde wandte ihm befremdet die lichtlosen Augen zu. Ich bin Alice Schäfer was wünschen Sie?" So verhafte ichSie im Namen des Gesetzes!" Mit großen, erschrocken blickendenAugen sah Alice auf den Beamten, dann eilte sie ,u ihrem Vater und sich an ihn klammernd rief sie angstvoll : Vater, hast Du gehört, daß man mich verhalten will?" Sie wandte sich wieder dem Polizeibeamten zu : Was sollich denn gethan haben, daß man mich verstaften will ?" Das werden Sie ja wohl wissen," entgegnete der Beamte, Ich muß inzwischen hier Haussuchung halten. Ist diese Stube Alles, was Sie bewohnen V Der blinde Maler hatte sich erhoben und wandte sich bleich, doch ruhig an dieBeam ten, indem er seinen Arm um die zitternde Tochter schlang. Meine Herren," sagte er, ich bin blind ; ich weiß nicht, wie ich den Irrthum, in dem Sie sich befinden, berichtigen soll, doch kann ich aus sester, innerster Ueberzeugung Ihnen sagen : mein Kind ist nnschuldig gleichviel, wessen man sie anklagt : meine Tochter ist durchaus unfähig, irgend eine schlechte Handlung zu begehen. Doch sagen Sie dem Vater, deßen einziges Glück diese Tochter ist, wefien sie angeklagt wird, warum man sie ihm entreißen will ! Ein menschliches Rühren schien die festen energischen Züge der Beamten zu bewe gen, doch sie mußten die Achseln zucken, nicht gegen ihre Pflicht durften sie handeln. Zögernd nur erwiederte der erste Beamte : Ein Diebstahl in der Gemäldeabtheilung des Museums, in dem Zimmer selbst, in welchem seit Wochen schon Ihre Tochter arbeitet, hat stattgefunden; die Untersuch ung wird ja die Wahrheit ans Licht bring

en. Doch jetzt muß ich bitten, mir die Räumlichkeiten zu zeigen, welche Sie inne haben ; meine Instruktion schreibt mir eine Durchsuchung derselben vor und ich kann Ihnen diese nicht ersparen." Diese Stube und die Kammer nebenan md Alles, was wir bewohnen," anwortete gefaßt der Blinde. Vater, Vater !" rief Alice verzweifclnd . ich soll dich verlosten ? ! O Gott, ich ver haftet !" flehte herzzereißend das unglück liche Mädchen. Alice klammerte sich schutzsuchend an ihren Vater; sanft und traurig küßte der Blinde das geliebte Haupt des theuren Kindes. Geh', Alice," sagte er, thu', was das Gesetz verlangt; Du wirst ja bald wie verkommen, Deine Unschuld muß sich ja herausstellen." Die wenigen Möbel und die ärmlichen Habseligkeiten waren schnell genug durch surcht, die Beamten schickten sich zum Fort gehen an, als der Erste derselbe die Gold rolle auf dem Tisch bemerkte. Wohl der Erlös für das verschwundene Bild V sagte er halblaut. Ich muß diese Goldrolle einstweilen an mich nehmen, fügte er dann lauter hinzu. Dieses Gold hat mit Ihrem verschwun denen Bilde nicht gemein," entgegnete der Blinde gereizt ; es kommt aus denHänden des Herrn Konsuls Retchaw und ist Theil zahlung für ein von ihm bestelltes Bild." Nun, das wird sich ja durch die Unter suchung herausstellen," meinte der Führer. Adje, Herr Schäfer !" Ein weher, lei ser Ausschrei rang sich aus Alicens Brust, als sie ihren Vater bleich in seinen Lehn stuhl sinken und den weinenden Bruder zu seinen Füßen knieen sah. Bald kehr' ich zurück," sagte sie ruhiger. im Bewußtsein ihrer Unschuld, und gefaß folgte sie den Beamten. Die ,Bilderprinzestin' ist verhaftet! zischelteln draußen die Mitbewohner des Hauses, und noch andere höhnische Worte solgten dem jungen Mädchen, welches zit ternd vor Scham, seine Augen flehend auf die neugierigen Gesichter richtete. Unten hielt eine Droschke, umringt von denNachbarn; unter Ausrufen der Verwunderung

bestieg Alice dieselbe und fuhr als Gesangene davon. -

Wie jählings waren die vor wenigen Minuten noch so glücklichen Menschen aus hren frohen Zukunftsträumen in tiesste Schmach und Schande gestürzt ! Ein Kranz prächtigerVillen schmückte die Ufer des weiten, herrlichen Sees des Stolzes der großen Handels Metropole. Hier lebten die reichenBesitzer jener riesigen Speicher, welche sich an dem Gewirr von Kanälen hinziehen und mit den Schätzen allerWelttheile angefüllt sind. Die Chefs der weltbekannten Firmen, welche den Tag über in großen, schmucklosen, mit Buchhalern, Korrespondenten und Commis angec.ini... . t i . i . . . umin uumyiuu ytuiL'ciiEi qaoeii, zieyen !ch dort hinaus, nach der Villen- Park Region zurück, in jene vornehme Stille, wo sie sich ein Stück irdischen Paradieses geschaffen haben, um sich an derPrachtund dem Luxus zu erfreuen, den ihr durch ei ferne Arbeit und glückliche Spekulationen erworbener Reichthum zuentfalten gestat et. Nicht zu entfernt von der Stadt, doch bereits zu einer jener Villenkolonien gehör end, liegt immitten eines ziemlich umfang reichen, parkartigen, bis an die Ufer des See's, sich erstreckenden Gartens die Villa Retchaw" einer der elegantesten der Umge bung. Weiche Rasenteppiche, noch jetzt im vorgeschrittenen Herbst ein saftiges Grün zeigend, mit wohlgepflegtenBlumenbeeten ; hohe, schattenreiche Bäume, lauschigePlätz chen hie und da, zum Ausruhen einladend ; Gewächshäuser und ein kleines Palmen Haus liegen hinter dem schloßartigen Wohngebäude. In dem Palmenhause herrschte tiefe Stille, nnr unterbrochen durch dasPlätsch ern der Fontaine, welche fächertig in ein weißes Marmorbecken zurückfällt. War me, von Wohlgerüchen durchzogene Luft erfüllt den Raum, in welchem die fchönsten tropischen Gewächse unter Palmen blühen. In Träumen versunken liegt eine junge Dame nachlägig in einer Hängematte. Dunkle Locken umrahmen ein feines, lieb liches Gesicht von jenem matten Weiß, wie es in den Kreolinnen eigen ist. Die dunkeln Augen, groß und schmachtend, die üppigen Formen, verbunden mit jener Grazie, welche jede Bewegung wie unbe wußt begleitet, vollenden das Bild der schönen und ihrer Schönheit sich bewußten Tochter der heißenZ one ; dazu die Heimath lichen Palmen und der Dust der exotischen Gewächse in der mildwarmen, aromatischen Luft; die reiche Eleganz der Umgebung, das wonnige dolce far niente des jungen Mädchens und das tropische Leben ist hier im Norden Deutschlands künstlich zwar, aber nicht minder treu wiederge geben. Melanie Decamps war in Südamerika von sranzonicyen Ottern geboren; lyr Vater und der alte Generalkonsul Ret chaw, der Vater William's, standen nicht allein seit langen Jahren in engster ge schäftlicher Verbindung, sondern auch ein festes Freundschaftsband umschlang die beiden Männer. Nachdem Melanie vor einiger Zeit ihre Mutter verloren, hatte Herr Decamps sein einziges Kind dem Freunde in Europa an vertraut, um die Erziehung seiner Tochter dort vollenden zu lasten. Diese Erziehung war durch die Schwachheit der Mutter, welche das einzige Pfand ihrer ehelichen Liebe vergöttert und verhätschelt hatte, eine vollständig verfehlte geworden und aus dem reizenden Geschöpf ein launenhaftes Wesen gemacht, das sich an Kenntnisten mit keinem jungen Mädchen seines Alters mm m v v V uno inner geiellscyasmcyen Vttllung m Deutschland mesten konnte. Non schon ein halbes Jahr befand Melanie sich im Hause des Konsul Retchaw, doch ihre Erziehung welche ergänzt werden sollte, hatte bis damn nocy wenig Zsort cyrme gemacyl. 'sie wollte nicht lernen, was sie sür überflüssiig hielt; was bei ihrem klaren, scharfen Verstände aufzufassen ihr Leichtigkeit gewesen sein würde, das gab ste vor, nicht begreifen zu können. Nachdem ihr über Literatur, Geschichte oder andere Lehrfächer stunden lange Vorträge gehalten worden, denen sie mit anscheinend ungetheilter Aufmerksamkeit folgte, stellte ste oft die naivstengragen und brachte ihre Lehrer ob der total ver schwendeten Zeit geradezu zur Verzweif lung. Blickte sie dann in ihres Lehrers verdutztes Gesicht, so brach sie in ein Helles, melodisches schalkhaftes Gelächter aus und jener sah wohl ein, daß er eine Danaiden arbeit unternommen, konnte aber bei aller dem dem schönen, übermüthigen Mädchen

nicht zürnen. Alle freundlich eindrmg.

lchen Vorstellung der Mutter Williams wehrte sie mit der stets gleichen Erwieder ung ab, daß sie nur glücklich und froh sein wolle nicht mehr ; und bis jetzt sei sie mmer so glücklich und zufrieden in ihrer Unwistenheit gewesen, daß sie überhaupt ein Mehres gar nicht lernen möge.'. HätteMelanie je mit anderen Mädchen hres Alters verkehrt, so wäre es wohl anders geworden; sie .hätte jedenfalls über das Misten der Anderen gestaunt und ihr Stolz hätte ste zu gleichem Bestreben an gespornt. Jetzt behauptete sie aber, daß nur eine Gouvernante das Alles zu wisten brauche, um ihr Brod damit zu verdienen. ie aber habe nicht Lust, ihr junges Leben ich mit solchen Quällereien zu verbitten. Andererseits aber entzückte ste durch ihre wunderbare Schönheit, ihre Grazie, ihren natürlichen Witz und das leichte unge zwungene Geplauder Alle, die mit ihr in Berührung kamen. Sie lachte herzlich über die steifen Deutschen und wußte in sv drolliger Manier die gezwungene Haltung, Sprache und Bewegungen der jungen Damen, welche ihr zum Muster aufgestellt worden, nachzuahmen, daß ste Jeden zum Lachen zwang. Niemand aber ihr ernstlich zu zürnen vermochte. Nur Eins schein ihl Freude zu machen: das Erlernen der deutschen Sprache; mit Leichtigkeit über wand sie die für eine Französin so großen Schwierigkeiten, und konnte schon jetzt. nach sechsmonatlichem Studium, zwar mit einem ihr allerliebst stehenden, sremdarti gen Accent, doch verständlichen und ziem ich geläufig Deutsch sich unterhalten. Den schönen Lockenkopf hinten über ge neigt, die dunkeln Augen in den Wipfeln der Palmen irrend, den lieblichen Mund leicht geöffnet, so daß die schneeigen Zähne hervorschimmerten, schaukelte sie sich leise in ihre Hängematte und träumte von ihrer schönen Heimath. Sie war so tief ver funken in ihrer Träumereien, daß sie nicht bemerkte, wie leise Schritte näher kamen und William Retchaw sich an dem reizen den Bilde erfreute, welches sich ihm bot. Und wer konnte es dem jungen Manne wohl verargen, daß ihm das Blut warm zum Herzen drang beim Anblick dieser üp vigen Schönheit. Lächelnd beugte er sich Über sie und sagte so sanft, so innig : Me j rw lame ! , oak oas junge Maocyen emen Augenblick befremdet in das gebräunte, männliche schöne Gesicht blickte. Es war ihr ein ganz neuer Ton bei William, der von Allem hier am strengsten ihr gegen über stch zeigte, der ernst, ost grollend ihre Schmeicheleien zurückgewiesen hatte, vor dem allein sie stch ost herzlos, ja grausam zeigte, nur um nicht nachher wieder ein gutes Wort an ihn richten zu müsten. Auch jetzt lachte sie ihm silberhell in sein be wegtes Gesicht und neckisch rief sie : O das war ganz deutsch ! So habe ich meinem Namen noch nie gehört!" Und unter. schmachenddem Augenausschlag wieder holte sie mit vibrirender Stimme : Me lanie !" Dann lachte ste wieder übermüthig und beachtete nicht, mit welch finsterem Ausdruck Williams tiefblaue Augen au ihr ruthen. Der junge Konsul wußte, daß es der in nige Wunsch seiner eigenen Eltern sowohl, wie auch der vom Melanins Vater war. ihre bisher freundschaften und geschäftlich en Beziehungen durch eine Verbindung ihrer beiden Kinder noch enger zu knüpfen. Melanie jedoch besaß trotz ihrer berückenden Schönheit nicht die Macht, das Herz des schon erfahrenen Mannes zu gewinnen. Wäre William Retchaw erst fünfundzwan zig Jahr alt gewesen, dann hätte die üppige Schönheit der Kreolin ihm ihren Be sitz vielleicht begehrenswerth gemacht, doch jetzt war er in den Jahren, wo die Liebe des Mannes schon mehr Gewicht ans Seele und Herz, als auf äußere Vorzüge des Weibes legt. William kam soeben von seinem Eltern. Sie hatten ihn gedrängt, um Melanie zu werben, hatten ihm alle ihre guten Eigen schaften vorgezählt und ihm gesagt, daß sie unter seiner Leitung sicher eine gute, treue Gattin werden würde. Er war nur nach dem Palmenhaus gekommen, um in Melanins spöttisch-herzlosen Wesen neue Anregung zu finden für die Weigerung, den Wunsch seiner Eltern zu erfüllen; als er aber das liebliche, schöne Bild da vor sich Iah, begannen seine festen Vorsätze zu schwanken, und hätte Melanie in diesem Augenblick nur einen Blick vollLiebe auf ihn aerichtet, nur ein freundliches Wort für ihn gehabt, statt seiner zu spotten, er würde sie an sein Herz gezogen und und sich zu eigen gemacht haben ; doch so sagte er stch mit finsterer Stnn : Sie ist ein herzloses, kokettes Weib, der Liebe eines Mannes nicht werth und auf alle Fälle nicht die Gattin, die ich ge' träumt." (Fortsetzung folgt.)

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