Indiana Tribüne, Volume 1, Number 2, Indianapolis, Marion County, 24 August 1878 — Page 8

8 Indiana „Tribüne."

K ö ft a 1.

Indianapolis, Ind., den 24. August 1878 ii f N o t l Wir machen W - - - - - - j hiermit das Publikum darauf aufmerksam. dak uns.r Blatt S a m st a g's N a ch mittags erscheint und sich deshalb ganz vorzüglich zum A n z e t g t n von Sonntags Vergnügungen eignet. Bekanntmachungen in einem S a m st a g s erscheinenden Blatte brin gen dem Publikum den Vortheil, frühzeitig über alles amSonn t a g Vorgebende unterrichtet zu sein, so daß man in Zeit eine Auswahl undVorbereitungcn treffen kann. Unsere Anzeige Raten sind l i b e r a l. Alle, die jetzt auf unser Blatt abonniren und denen die erste Nummer fehlt, können dieselbe bei Herrn Franz Goldhausen, Maas und Kiemeyer, oder bei uns sofort haben. Eine an die Jndiana Tribüne" adressirte Postkarte tburs auch. Manchen wird der Erzählung wegen an der e r st e n Num mer gelegen sein Sonntags ist unser Blatt bei den Herren' Goldhausen und Maas und Kiemeyer zu finden. Dicht bei den Wasserwerken wird ein artesischer Brunnen gegraben. Man sagt, Mayor Caven aspirire aus das Gouverneurs'Amt. (News") Am Mittwoch hatten wir das Vergnügen, Herrn Casimir Günther ausDan ville bei uns zu begrüßen. In den englischen Zeitungen wird Kearney mit Citaten aus der heiligen Schrist bearbeitet und entwaffnet. fög- Prosecuting Attorney Will. Lamb kehrte am Dienstag von seiner Erholungs reise, die er nach den Gefilden von Kokomo unternommen hatte, zurück. SS- Gasschloffer beschästige'n sich ge "genwärtig mit dem Verschließen der durch stadtrählichen Beschluß als überflüssig be trachteten 640 Gaslaternen. In der Nähe von Broad Ripple wurde am Dienstag ein hiesigerFuhrmann, James Wheatley, von einem auf ihn xoU lenden Baumstamme erschlagen. Fräulein Clara Reinmann wird Ende nächster Woche ein Conzert in T e r r e H a u t e geben. Sie ist gegen wärtig Gast der Küstnerschen Familie in Terre Haute. ' LS- In unserer heutigen Nummer lim gen wir einen Bericht über die Tagsatzung der Turnschwestern in E v a n s v i l l e, verwegen Mangel an Raum unserer ersten Nummer nicht eingefügt werden konnte. öS- Architect H o d g s o n hat den Countyrath auf 30,000 verklagt, die ihm, wie er behauptet, als Commission für von dem Countyrath beorderte Extraarbeiten zukommen. Er wird auch etwas weniger nehmen ! W-Die Jury, w?lche den Blackmailer" K'i st l e r zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilte, erzielte erst eine Einigung, nach dem man sich verständigt hatte, den Gou verneur einstimmig um Begnadigung des Verurtheilten anzugehen. Ein eigenthüm liches Arrangement! N. B. Der Gouverneur hat ihm eine 30tagige Gnadenfrist bewilligt und wird ihn begnadigen. Einen wirklich gelungenen Puff" gab am Sonntage der rothhaarige Temperenzler dem City Garden Wirth Jack Crone. Wie gewöhnlich ließ der unermüdliche Kämpfer für Total-Ent haltsamkeit eine große Pauke vor dem Postamt los und kam dabei auf einen jungen Deutschen zu sprechen, der bekehrt wurde und sich die moralische Umkrempe lung der Germanen nach Temperenz Grundsätzen zur Aufgabe Men werde. Dieser junge Mann habe Jack Crone er zählt, daß er den Temperenzeid geleistet und nie wieder etwas Starkes" anrühren werde. Und was sagte Jack Crone zu dem jungen Mann?" rief der Tempe renzprediger aus Stick to it, young man" sagte er! Ich sage Ihnen meine Herren, Jack Crone ist ein Gentleman !" Nun wenn der Crone sogar bei den Tem perenzlern in hohem Ansehen steht, was will er noch mehr? Zwei deutschenHerren aber, die zu lachen begannen, als sie obiges hörten, machte der resolvirte Temperenz redner ein ganz anderes Compliment. Denen sagte er: Meine Herren, Sie thun mir leid !" tgf" Tapeten, Roulleanx, Fenstervorhänge sowie alle in das Tapezierfach einschlagende Arbeiten werden billigst und prompt geliefert von Carl Möller, 161 Ost . Washiugtonstr.

cSMontag über 8 Tage wird.die In diana Art School" eröffnet. oZHerr Joe Deschler sen. prospectir gegenwärtig in Arkansas.

Dr. Watermann wird Mitte October von Europa zurückkehren. ZLAuch die letzte Nummer des Puck" ist uns von Herrn Franz Goldhausen zu gegangen. öS"M o r g e n, Sonntag, Sängerfahrt des Männerchor" nach Cincinnati. Ab fahrt präcis 6 Uhr Morgens. General Knefler hat in dem mit dem 30. Juni endenden Fiscaljahre $1,844,136.48 an Pensionen ausbezahlt. L-Die israelitische Gesellschaft "Tree of Ltte" wird morgen eine Sitzung abge halten zum Zwecke der Unterstützung der am gelben Fieber Leidenden. S&- Billige und dabei gute 5 Cts. Cigarren, sowie exquisite Havannas zu liberalen Preisen sind zu haben bei den Herren Maas und K i e m e y e r. Bedienung A No. 1. LV- Die hiesige Freimaurer - Loge Mystic Tie No. 398 leistete dem von Vicksburg aus an sie ergangenen Hülseruf sofort Folge und schickte $100 an die Noth leidenden ab. W"Jn Folge der vomStadtrath eingeführten Verminderung der Gaslampen werden die öffentlichen Parks, das Sta tionshaus und verschiedene Straßen fünf tig mit Kohlöhllampen erleuchtet. öWMit der Sammlung'von Beiträgen sür die vom gelben Fieber Betroffenen geht's rasch vorwärts. Herr Miller, von der AdvokatenFirma Harrison, Hines u. Miller, sammelte am Donnerstag ganz allein gegen $700. Ein schönes Sümm chen ! Am Montag Nachmittag fand eine abermalige Probe der Leistungsfähigkeit der Wasserwerke statt. Sieben Ströme Waffer wurden durch Schläuche von 500 700 Fuk Länge getrieben. Die Wafferstrahlen erreichten eine Höhe von 90130 Fuß. Alle dabeiBetheiligten und Jnteressirten erklärten sich mit dieserProbe zufriedengestellt. SLHeute über 8 Tage, Samstag, den 31. d. Mts., findet die Eröffnung des neuen prachtvoll eingerichteten Schaff n e r's ch e n Austern- und Eis Cream Lokals statt. Herr Schaffner hat sein Lokal durch Annektirung des anstoßenden Stores bedeutend vergrößert und läßt es prächtig herrichten. Herr Schaffner ist ohne Zweifel einer der rührigsten Geschäftsleute unsrer Stadt. LSHerr Bau reis hat, des gelben Fiebers wegen, seinen Contract mit dem New Orleanser Theater, annullirt und ist einen neuen mit einem Chicagoer Theater eingegangen. In ungefähr 14 Tagen wollen er und seine liebenswürdige Gattin Indianapolis verkästen. Wie gerne hätte man das tüchtige Künstlerpaar hier behalten! Könnte ihnen nicht irgend Je mand plausibel machen daß in Chicago aucy eiwas los tu? EST Am vergangenen Samstag rückten sämmtliche katholische Vereine zu Ehren des neuen Bischof's M o n s. C h a t a r d, aus. Die Prozession war über eine halbe Meile lang und machte einen imposanten Eindruck. Vier Musik corps waren im Zuge. Vor der bischöf lichen Residenz angekommen, hießen Gou verneur Williams und Mayor Caven Monsignor Chatard Namens des Staates und der Stadt willkommen, nach ihnen begrüßte lVater O'Donaghue den neuen Hüter und Wächter der Diözese im Namen der Geistlichkeit der Diözese. Monsgr. Chatard dankte mit kurzen herzlichenWor. ten für den ihm zu Theil gewordenen wirk llch großartigen Empfang. , Bemerkens werth ist, daß die beiden geistlichen Herren Notiz von der am selben Tage stattgefun denen Kearney'Demonstration nahmen. Monsignor . Chatard sowohl als Rev. Donaghue nahmen entschieden Stellung gegen Communismus und Socialdemo kratie und warnten die Angehörigen der Kirche vor allen Bewegungen, die auf Um. stürz oder Anarchie hinzielen. Beide Re den bezeichnen genau den Standpunkt, den die katholische Kirche gegenüber der Socwldemocratie und dem Communismus emmmmt. Die m der General Versammlung des deutschen CentralvereinS gegen die Socialdemocratie gerichteten äußerst scharf abgefaßten Beschlüffe waren die erste derartige Kundgebnng der katho lischen Kirche. , Nicht zu veraessen : Feine Turtel-Suppe bei Cbrist. Stein im Germania Garten Morgen srüb von 9 bis 11 Ubr.

Zur Nemy Prcßlv Affaire. In der am vergangenen Samstag ab gehaltenen letzten Sitzung in diesem Monat nahm . der Countyrath d. h. die Herren Remy und Nubush eine Series weitschweifiger Beschlüsse an, aus deren Inhalt klar und deutlich hervorgeht, daß die beiden Herren wissen, daß sie sich Herrn Preßly und dem Publikum gegenüber in einer äußerst unerquicklichen Lage befinden und sich rückwärts conzentri r e n. . Der Inhalt der wortreichen Resolutionen läßt sich in Folgendes zusammenfassen : , Daß, obwohl es in der Macht des Countyrathes stünde, den Scheriff bestra fen zu lassen, falls sich derselbe von der vom Counlylath gegen ihn erhobenen An klage nicht befreien könne, so wolle der Countyrath in Anbetracht der großen Un. kosten, die den Steuerzahlern durch ein langwieriges und kostspieliges Prozeßver. fahren gegen den Scheriff erwachsen müß ten, von einem solchen abstehen. Zum Schlüsse heißt es : Auf unsere eigeneBer anlafsung wird hiermit das Verfahren ge gen den Scheriff eingestellt (d. h. man will ihn in Ruhe lasten,) dieOrder aber, welche O. Hazzard, unsern PauperAttorney, er mächtigt, die Jail zu besuchen, bleibt in Kraft." Kaum hatte. der Clerk auf Befehl des

Herrn Remy die höchst eigenthümlichen Resolutionen in Gegenwart des Herrn Preßly und dessenAnwalt verlesen, so stand der dritte Countyrath, Herr Worman, aus und sagte: Sie nennen das eine Ent' scheidung des gesamten Counjyraths und möchten es als solche ausgeben und aner kannt misten, während Sie, meine Herren, doch misten daß Sie mich nicht dar über consultirten! Bin ich ein Mitglied des Countyraths oder werde ich vonJhnen gar nicht als solches anerkannt ? Das Zeug" daß Sie eben verlesen ließen, habe ich nie gesehen und nichts davon gehört bis jetzt und doch nennen Sie das. eineEntscheidung desLvarä ofCountyCommissioners! Es ist weiter nichts als eine Ansicht von zwei Mitgliedern des Countyrathes und Sie wissen das!" Herr Remy drückte stch in seinem Sitze hin und her, hatte aber kein Wort der Erwiderung und nur Herr Rubush wagte einzuwerfen : Herr Worman, ich glaubte, Sie wüßten von der Sache", verstummte aber sofort alsHerrWorman erwiederte: Wie konnte ich etwas davon wisten, wenn Sie mir nie etwas davon wisten ließen? Keiner von Ihnen hat mir irgend welche Mittheilung gemacht!" . H Nach dieser emphatischen Zurechtweisung Seitens des Herrn Worman -die stillschweigend eingesteckt wurde, erhoben sich die Herren und auf Order des .oben er wähnten Boards schrieb der Clerk das Wörtchen Vertagt" in den Record des Countyrathes. Damit hat die Farce ihr Ende erreicht wenigstens für diesen Monat. In Verbindung mit diesenMittheilungen wollen wir unsern Lesern die bereits erwähnte und von allen bedeutenden Blät tern, People", .Herald", .News" :c. als richtig anerkannte Thatsache nochmals in Erinnerung bringen, daß das Auftreten Remys gegenScheriff Preßly weiter nichts als ein Ausfluß persönlicher Malice ist. Remy kann Preßly zweierlei nicht vergeben und vergessen und das ist, daß nicht er sondern Preßly die Nomination für das Scheriffsamt erhielt und zweitens, daß Preßly nachdem er ihm eine lange Frist gegeben das Gesetz in Ausführung brachte und sein Grund Eeigenthum Kraft der von seinen Gläubigern erwirkten ExecutionS- Befehle mit Beschlag belegte. Um sich dafür an Preßly zu rächen, be arbeitete Remy seinen College Rubush und brachte denselben schließlich auf seine Seite. WelchesResultat die gistigerMalice entsprungene Handlungsweise Remy's ergeben hat, zeig?n die oben gemeldeten Vorgänge im Zimmer des Countyrathes : die HerrenRemy und Rubush red u z ir t e n sich durch männlicheOpposition ihres Collegen und eine Series von Beschlüssen auf nichts! Ferner ist ins besondere noch erwähnenswerth, daß Dye und Harris, die amtlich a n g e st e lli e n Anwälte des Countyrathes also die eigenen Anwälte als sie von Remy und Rubush Order erhielten gegen Preßly vorzugehen, erklärten, Remy und Rubush seien i m U n r.e ch t und könnten gegenPreßly nichts thun und zogen sich deshalb zurück. Zu. einer solchen Erklärung sahen sich ihre eigenen Anwälte gezwungen! Noch zum Schlüsse wollen

wir mittheilen, daß Herr Preßly, um

Remy und Co. ganz lahm zu legen, sich berett erklärt hat, irgend einem andern Pauper.Attorney" jederzeit Zutritt zur Jml zu gewähren, nur nicht Hazzard, einem jungen, sich großmoklich und frech aufblähenden Menschen, der seinenMeistcr spielen und ihmBefehle in seinem(PreWs) Revier erthell-n wollte. Der Streit begann bekanntlich mit der Ernennung des Hazzard zum Pauper Attorney," den Remy als Werkzeug be nutzen wollte. Es kann Niemand seine Kunden, Die weißen und die bunten", Bedienen schneller -WiederRobert Keller. Und billig ist er dabei Alles eins, zwei, drei ! - tT ttr Carl Mo eil er, Tapeten Händler, 161 Ost.Washingtonstraße, hat stets tüchtige Leute an Hand, die da Tapezieren besorgen. Gold schloß gestern in New York mit 100)4. Herr Wendel Grimm hat die Ger mania Halle, Ecke Süd- und Meridianstr., (früher Leipziger's) übernommen. a- Heute Abend findet wieder eines der populären Conzerte der Beißenherz Band im Universttäts-Park statt. Herr Reinh old Reinmann eröffnet nächsten Samstag seine neue Wirthschaft, 91 Ost Washingtonstraße. In dem gestrigen Taubenschießen zwischen den Herren Bcck (von den Stock hards) und Dooley blieb letzterer Sieger. JCST Morgen Abend deutsches Theater im Germania Garten. Zur Aufführung kommt : Wald-Lieschen oder die Tochter der Freiheit. Nächsten Dienstag findet ein Sommernachtsfest der Concordia im Germania Garten statt. Concert von der City Band. Herr Clinton, unter der Macaulcy Administration Stadtclerk, ist gestern Abend von Californien, wo er stch 3 Jahre aushielt, zurückgekehrt. LS Herr Agent DavidEdwards, Nachfolger des Herrn Louis Schmidt, wird am Montag Abend sein Lokal, 66 u. 63 Virginia Avenue, mit einem extrafeinen Lunch nnd Mustk eröffnen. Die Union Band conzertirt. Mit besten Getränken und Cigarren wird Herr Edwards jederzeit aufwarten. D i e M a ch t d e r Gewöhnh e i t bei alten, thätigen Leuten. Papa Lehritter nunmehr Rentier, steht Morgens früh um halb fünf Uhr auf, in seinem Hause No. 111 Buchananstraße und zieht den Klingelzug, um, wie er gewohnt war, die Mädchen zu wecken. Nach einer Weile, als sich nichts rührt, brummt er und klingelt nochmals. Endlich, als immer noch alles still bleibt, steht er wieder auf und ruft : Sapperment, wo bleibe denn die verdollte Mädche !" und springt fort, um sie 'rauszukriegen. Doch da fällt's ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen er ist ja nicht mehr der Boß der Union Hall, er ist ja ein stch in das Privatleben zurückgezogen habender alter Herr, ein Particulier ! LS-Joseph Tilly ist aus Californien zurückgekehrt und hat seine alte Stellung bei Herrn Robert Keller wieder eingenom men. Er konnte den Chinesen keinen Geschmack abgewinnen. Er bestätigt alles das, was die Preste über die Chinesenpest berichtet. Der Fabrikant, der Chinesen beschäftige, um billiger als andere produ ziren zu können, gleiche dem Manne, der Andern eineGrube gräbt und selbst hinein fällt. Die Chinesen, die billigere A r b e it e r als die Weißen sind, machen bald auch billigere Fabrikanten. Dies hätten sagt unser Joe einige weiße Fabri kanten in San Francisco zu ihrem Leidwesen ausfinden müsten. Joe ist ferner der Ansicht, daß D e n n i s K e a r n e y als Chinesenvertilger" in Califormen ganz am Platze sei, die Chinesen hätten Californien ruinirt und würden den weißen Arbeiter noch gänzlich vertrei ben. - UeberJoeDesch ler jun., der mit ihm nach Californien ging, berichtet Tilly, daß derselbe als Baarkeeper auf einem zwischen San Francisco und Sa cramento laufenden Dampser thätig sei. es- Turtel-Suppe im Germania Garten, Sonntag Moraen zwischen 9 und 11 Ubr. r Siekommen! Gestern traf die Aventgarde ein! Nicht weniger als 20 Bankerottgesuche wurden gestern im Bundesgericht eingereicht. Darunter befanden sich ? ath. M.Bledsoe, John A. Whitfet, Jeste S. Whitset, James M. Crawford und Moses Crawsord von hier und John L. Miller von Lasayette.

Das Preisschwimmen. Nächsten Mittwoch, Nachmittags um 2 Uhr, findet in Otto Schiffers Bad das übliche jährliche Preis'Schwimmen der Schüler und Schülerinnen des Herrn Schistel statt. Nachstehend das Pro gramm: 1., Dauerschwimmen: Für größere Knaben Meile, sür kleinere H Meile. 2., Schwimmen der Mädchen. 3., Schnellschwimmen. 4., Schönschwimmen. Ferner findet zur selben Zeit ein Wettschwimmen auf einer Strecke von zwei Meilen (20 Squares) für einen Preis von $10 in yCash" statt. Ausgangspunkt: Der soaenannte Broad Cut im Canal, Ziel: Das Badehaus. Alle, die sich daran betheiligen wollen, mögen sich bei Herrn Schissel melden. DerEintrittspreis für das Preisschwimmen in der Badeanstalt beträgt für Herren 25 Cents, für Damen 15 Cents. Nach dem Schwimmen in der Badeanstalt findet die Preisverthei I ung statt. ch m m Morgen früh von 9 his II Uhr feine Turtel-Suppe bei Christ. Stein im Germania Garten. Der Gesundheitszustand unserer Stadt ist in Anbetracht des heißen Wetters ganz vorzuglich. Nur 19 Sterbefälle diese Woche. Herr Louis Ruth, Superintendent en chef der Washington Halle, wurde gestern von seiner Gattin mit einem mun tern Jungen beschenkt. Großes Pic Nie des Germania Club, am 1. September, morgen über 8 Tage, auf Meyers Farm, in der Nähe von Cold Springs. Für öeste Erfrischungen aller Art und gute Musik ist gesorgt. Das Comite. Herr Charles Lauer war der erste deutsche Pythias Ritter imStaate und er gründete die erste deutsche Loge im Staate, die jetzt noch florirende KörnerLoge. Er gehörte auch zu den 18, welche die Staats Großloge organistrten. H o f f m a n n. der Mörder Jesse Nobles, derselbe Hoffmann, der früher schon einen Mord beging und wunderbarer Weise der verdienten Strafe entging, hat abermals Glück gehabt, indem ibn eine Ju,y anstatt zum Galgen zu nur 15 Jahren Zuchthaus verurthei'lt. Herr D i ck B r i g h t, der democratische Candidat für das Scheriffs.Amt, reist allem Usus unter County - Candidaten zuwieder, im County umher und hält Reden, durch welche er seine Vergangenheit zu b e s ch ö n i!g e n versucht. Wir glauben annehmen zu dürfen, daß Herr Bright sich da einer Arbeit unterzieht, die er niemals fertig bringt. Dr. D e la Matyr, Congreß. Candidat der Nationalen, wird morgen, also am Sonntag, auf dem Campmeeting in C a st l e t o n , 11 Meilen von hier, an der Peru Road, predigen". Einer Anzeige zufolge wird es bei dieser Gelegenheit "Ice Cream, Limonade und plenty Ale" geben. Ale ? Ale ? Das muß eine neue Sorte Temperenzgetränk sein ! Zg Herr Carl Müller, Bruder des Rev. Aug. Müller, bisher in Marcy'S Bates House Juwelen und Uhrgeschäft thätig, hat sich selbstständig gemacht und wird ein Juwelier- und Uhrengeschäft an derSüdostecke von Alabama undWashing tonstraße etabliren. Nächsten Montag wird er dasGeschäft eröffnen. HerrMüller ist ein tüchtiger Uhrmacher und besorgt alle Reparaturen prompt und billig. .

Proklamation des Mayors Sintemal das gelbe Fieber im Süden in erschmeckendem Maße herrscht und sintemal der Eesuudheitsrath in Anbetracht dieses Umstandes cmpfohlen hat, .daß der Maror an die Bürger eine Proklamation erlasse, worin diese aufgefordert werden, alle Aborte und Senkgruben, Höfe und Alleys zu reinigen und zu dcöinsiziren, sowie das Unkraut in den Straßen und Alleys aukzurottev," So möchte ich, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürger zu erholten, ergebenst ersuchen, daß die Empfehlung des Gesundheitsrathes prompt ausgeführt werde. Die Sani, täts - Beamten sind aufgefordert worden, die Stadt sorgfältig zu inspiciren und alle Diejeniv v mm m w . m m gen, welcue umenaen puren, oem 9t(;e naßzukommen, zur Anzeige zu bringen. Jm Ueirien hoffen wir, daß Ht Bürger der obigen Vorchrift prompt und freudig nachkommen werden. o daß alle Zwangsmaßregeln vermieden werden. I. Caven, Mayor. John. Weilacher, Saloon u. Billiard-Hallc, 33 N. Pennsylvaniastr. 17aug5 Etablirt 1850. FRANK FERTIG, Haus-, Schilder- nnd 'Veseo-MQUer, Ny 33 Circle St., Hoos Hl. . Indianapolis, Ind. ,