Indiana Tribüne, Volume 1, Number 2, Indianapolis, Marion County, 24 August 1878 — Page 7

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MernneWm Novelle von Theodor Küster. ,Du bist es schon. Alice? Du bist doch noch nicht sertig mit Deiner Kopie V . ,Ach nein, Vater, noch nicht ; doch eö ist trübes, graues Herbstwetter und bei der matten ungewissen Beleuchtung schwindelte eö mir vor den Augen und ich konnte nicht weiterarbeiten. Heute muß ich ruhen, morgen früh werde ich dann wie gewöhnlich weiter arbeiten mit erneuten Kräften und auch bald fertig sein. Alsdann sind wir mit Gottes Hilfe lange Zeit vor Mangel geschützt." Deine Stimme zittert, Kind," warf der Vaterbesorgt ein, Du bist doch nicht wirklich krank und willst es mir nur verbergen ?" Schäfer trat auf seine Tochter zu und tastete nach deren bleichem, schönem Haupt, prüfend die magere Hand auf die Stirne des' jungen Mädchens legend, Dein Kopf brennt. Du bist krank, Alice mein armes Kind,auch Du wirst noch dem Elend erliegen !" Mit tiefsten Schmerz im Ton hatte der armeMann dies gesprochen ; verzweifelt die Hände ringend, fuhr er fort: Und ich, der ganz unnütz bin, nur zurLast undErschwe rung euresLebens noch existire ich lebe und bin körperlich gesund, mich übermannt nicht das Elend und der Tod will mich und euch nicht erlösen von meinem nutzlosen undaequälten Dasein, während Du, mein Kind, Dich opferst für uns Alle ! .O spricht nicht so, Vater!" flehte Alice und schlang ihre Arme um den Hals des Blinden. Es wird ja bald besser werden : nur noch wenige Tage der Arbeit, dann ist das Bild fertig, und ich glaube, es wird den Beifall der Frau Senatorin sinden; sie hat mir noch mehr einträgliche ähnliche Arbeiten für ihre Bekannten in Aussicht gestellt, wenn meine Kopie gefällt. Ich habe mein Möglichstes gethan. Freund Busch war gestern im Museum und sehr zufrieden mit meiner Arbeit, und Du weißt doch, daß er sehr streng und keineswegs leicht zu befriedigen ist." Mein gutes Kind !" erwiederte gerührt der blinde Maler und drückte einen innigen Kuß aus das Haupt des jungen Mädchens, welches sich zärtlich an ihn schmiegte: Um Deinetwillen freue ich mich der guten Hoffnung, denn wir können dann diese elende Stadtgegend hier verkästen. Wenn wir erst eine andere Wohnung haben und in reiner Lust leben können, dann wirst auch Du wieder gesund und froh werden, Wie muß ich doch Gott danken, einen solchen Schatz in meinem Kinde zu besitzen! Ich bin noch nicht ganz unglücklich, so lange ich Dich habe." Alice hatte sich eine breite Schürze vorgebunden und begann die Vorbereitung

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zum Mittagsmahl. Sinnend hielt sie bis- Brandt machte einen unangenehmen Einweilen inne und ein glückliches Lächeln er- druck, den das selbstbewußteAuftreten deffel hellte ihre Züge; sie dachte an den frem- ben noch erhöhte, den Herrn wie besorgter gewesen, wie Na, Herr Schäser, wie geht's? Eitaktvoll er gehandelt. Er hatte sie dem gentlich komme ich, um mich nach dem Be Geschwätz derNachbarn nicht aussetzen wol- finden der Mamsell zu erkundigen, denn len, hatte sie deßhalb nicht bis an ihre ich hörte vom Kastellan, daß sie heuteMorWohnung begleitet. Wie er wohl ihre flCn öeim Arbeiten plötzlich krank geworAdresse erfahren haben mochte! Mit freu- den. Kein Wunder." fuhr er, Alice digem Gefühl mußte sie sich gestehen, daß freundlich angrinsend, fort; wenn man er sich mit ihr beschäftigt, nach ihr geforscht hungern und dabei arbeiten muß, da geht's habe. Die kluge Krämersfrau hatte es mit den Kräften lbergab, besonders bei dem jungen Mädchen verschwiegen, daß ein einem so zarten Figürchen." feiner junger Herr nach ihr gefragt; sie Zornige Röthe überfluthete das bleiche, hielt es nicht für tauglich, Alice davon schmale Gesicht des Malers in Folge der Mittheilung zu machen. rohen, schonungslosen Worte, doch er Du bist so schweigsam hait'," unter- kämpfte den Unmuth nieder und entgegnete brach jetzt Schäfer die Stille. Das in kalt abweisend : Bis jetzt haben wir Dank sonnige Träume versunkene Mädchen er Alicens Fleiß, noch nicht zu hungern geröthete tief, als des Vaters Worte es in die braucht und wenn auch, so hätte NieGegenwart zurückriefen; doch lauteSchritte mand ein Recht, uns das vorzuhalten, auf der Treppe enthobenAlice der Antwort, Wir selbst wissen am besten, wie es um uns die Thüre ward geöffnet und ein Knabe st:üt ! ' von vielleicht zehn Jahren trat ein ein O, Herr Schäfer, es war ja nicht bös . schlanker, hübscher, braunlockiger Knabe, gemeint! Wer wird denn gleick so emMit den feinen Zügen semer Schwester psindlich sein V begütigte der Inspektor. paartec sich ein fester, eneraicher Zug, der Was führt Sie zu uns, Herr Jnspekschon jetzt dem kindlichen Gesicht etwas fast tor ? wandte derBlinde sich jetzt an diesen. Männliches aufdrückte. Franz legte die denn ihm schien dieser Besuch keineswegs Mappe mit den Schulbüchern auf einen angenehm zu sein. kleinen Tisch in der Ecke des Zimmers, Brandt räusperte sich und zog ein buntes ging dann zu dem blinden Vater, um- seidenes Taschentuch hervor, das er verlearmte und küßte ihn zärtlich und erzählte gen in den Händen drehte ; doch plötzlich

ihm' freudestrahlend, daß er heute vom Direktorseiner Schule belobt worden sei und sicher in die höhere Klasse ausrücken werde.. Zärtlich die Hand auf denLockenkopf feines jüngstenKindeS legen, hörte der schwergeprüfte Künstler besten Bericht z. Ein

Glück besaß der Arme trotz allen Leids, um welches viele der Reichsten und Vornehmsten ihn beneidet haben würden : er hatte liebe, gute Kinder erzogen, die ihm 'nur Freude machten, denn auch sein älterer Sohn Viktor, schon seit drei Jahren von einemJugendsreundeSchasers,einemKaus manne, unentgeltlich zum Kaufmanne her angebildet und jetzt siebenzehn Jahre alt,

machte ihm viele Freude, und dies Glück war ja groß genug, ihn sein bitteres Leid oft vergessen zu lassen. Aber nun bin ich hungrig, Alice," wandte sich der Knabe zur Schwester und sah mit freudigem Staunen, daß dieselbe eine dampfende Schüssel mit für ihn verfüh rerisch dustenderSuppe auf den zwar arm lich, doch reinlich und sorgfältig gedeckten Tisch setzte. Suppe!" rief Franz glück lich, Ich dachte schon, wir werden heute nichts Warmes haben, Alice, da es Deine Absicht war, länger als gewöhnlich auszubleiben." Mit dem Appetit, wie ihn nur der wirklich Hungrige empfindet, ward die Schüssel geleert. Geräuschlos ordneteAlice Alles wieder in dem kleinen Zimmer, dann nahm sie eine Näharbeit und setzte sich zu ihrem Vater. Der kleine Franz las mit heller, wohlklingender Stimme dem Blin den dieZeitung vor, welche seinFreund und Alices Lehrer ihm täglich schickte ; waren die Nachrichten auch schon einige Tage alt, so boten sie doch die einzige Zerstreuung für den zu dumpfem Hinbrüten verurtheilten armen Künstler, Schon dämmerte der Abend herein, als wiederum Schritte draußen sich hören ließen, denen bald em kräftiges Klopsen folgte. Alice erbebte ; es war gut, daß Niemand die plötzliche Nöthe bemerken konnte, welche ihr feines Gesicht überzog. Die Augen nach der Thür gewendet,' erwartete sie mit Herzklopfen, daß die sich öffne. Als jedoch auf das Herein !" ihres Vaters eine ganz andere, als die erwartete Persönlichkeit eintrat, wandte sie ihre Augen -nttauscht und mißmuthlg ab. Was in aller Welt will Der hier?" murmelte das junge Mädchen fast hörbar. Guten Tag,Herr Schäfer, guten Tag, mein liebes Kind!" sprach mit rauher Stimme der Eingetretene und mit wider licherFreurdlichkeit in dem aufgedunsenen, rothen Gesicht wandte er sich zu Alice und faßte mit seiner fleischigen, unschönenHand uach ihrem Kmn. Verletzt und tief erröth end erhob diese sich und flüchtete sich fast ängstlich hinter des Vaters Lehnstuhl. Der Besucher nahm trotzdem sehr gleich müthig, ohne Umstände und Aufforderung, auf dem soeben vonAlice verlaffenenStuhl Platz. Er war ein Mann am Ende der Dreißiger, mit einem großen dicken Gesicht, aus dem ein Paar graue, stechende Augen lauernd blickten; seine etwas veralteteKlei dung war im Uebrigen tadellos, eine dicke goldene Uhrkette prahlte auf der Weste und schwere goldene Ringe zwängten die dicken, fleischigen Finger ein. Die ganze Erscheinung des Museum - Jnspectors schien er sein gewohntes Selbstbewußtsein wiedergefunden zu haben. Ich sagte Ihnen bereits, Herr Schäfer, erwiederte er, daß ich eigentlich kam, um mich nach demBefinden von MamsellToch ter zu erkundigen, doch hat mein Besuch auch noch )inen anderen Grund." Wie-

derum mußte er sich verlegen räuspern, und es schien ihm doch bedenklich, diesen anderen I Grund" vorzubringen. Endlich

aber schien er sich einHerz gefaßt zu haben, und fuhr fort : wie wissen, daß meme Stellung eme guteist, daß ich mir auch ein kleines Vermögen erspart habe und das f. c, a I j fc X.... - Vaus, meines irq oemoone, mir eigeniyum s& fRvf STT? aIh Cstt ft(1l m aiiI ama I ""1 vv". in y"i cittur' richtet und mir selbst fehlt nur Eines da

zu . . - r zögerte wiederum und sem Schon früh am nächsten Morgen sinden lauernder Blick streifte Alice, um zu sehen, wir Alice wieder an ihrer künstlerischen Arwelchen Eindruck auf sie die Aufzählung beit. Gewandt und sicher fübrt sie den

seiner Vorzüge machen würde ; doch sie hate ihre Augen auf ihre Arbeit gesenkt und nahte so gleichglltlg welter, als könne das Gehörte sie gar nicht berühren. Es fehlt mir nur eme Frau," fuhr der Jnspektor fort, ohne das Erstaunen zu beachten, welches das Gesicht desBlmden ausdruckte, Mamsell Alice hat es mir angethan, und ich bm deshalb gekommen, ihr meme Hand anzubieten." Mit Stolz und Bewußtsein hatte er die letzten Worte gesprochen, doch höchlichst befremdet schaute er jetzt auf die nichts weNiger als freudig bewegtenZuge des jungen I VI & . W , . m m Ataocyens, welches ihn emen Augendblick schweigend, kalt und gleichgillig angeblickt hatte. Sichtlich überrascht, wußte Herr Schäfer anfänglich nicht, was er erwiedern sollte; dann aber sagte er bewegt : Ihr Antrag ist für uns gewiß ein ehrender, Herr Inspektor, denn es gibt heutzutag wemg gut sitmrte Manner, die beider Wahl emer Lebensgefährtin über die mangelnden Glucksguter hinwegsehen; allem meine Tochter ist es werth, um ihrer selbst willen gewählt zu werden, und so mag sie auch selbst, ganz unbeeinflußt durch mich. über Ihren Antrag entscheiden, Herr Jn spektor Brandt." Na, Mamsell Alice, was anworten Sie denn?" fragte der plumpe Bewerberund schaute schmunzelnd aus das verlegene Ge sicht der bleichen Künstlerin. Doch nach kurzer Pause schon hattedie Ueberraschte ihre Fassung wieder erlangt und ohne Zö gern, mit dürren, klaren Worten entgeg' nete sie : Ich muß Ihnen danken, Herr Jnspektor, für die Auszeichnung, welche Sie einem armen Mädchen erweisen; doch ich kann Ihren Antrag schon darum nicht annehmen, weil es mir unmöglich sein würde. Vater und Bruder zu verlassen. Sie werden selbst einsehen, daß ich mich unter den einmal vorhandenen Verhältnissen nicht verheirathen kann." Ja sagte der Inspektor, so etwas dem Aehnliches habe ich mir auch wohl gedacht, doch sehe ich darin kein Hinderniß. Mein Haus ist groß genug, um auch Ihren Vater und Ihren Bruder aufzunehmen." Ein solches Almosen würde ich niemals annehmen!" rief etwas heftig der Blinde, noch ehe Alice selbst auf diesen Einwurf ihres Freiers antworten konnte. Bah ! Almosen ! Von Ihrem Schwie-

gersohn? Meine Verhältnisse gestatten mit vibrirenderStimme der Fremde, wolmir das, darum. Mamsellchen, bedenken len Sie dann für mich auch eine Kopie an

Sie sich nicht lange und schlagen Sie I U em : . Der Inspektor rückte ihr bei diesenWorton etwas näher und hielt seine dicke Hand hin, doch Alice ergriff diese nicht; sie schlang ihre Arme wie Schutz suchend um den Hals des Vaters und ängstlich bittend sagte sie zu diesem : Laß uns wie bisher zusammen blelben.Papa ; lch arbeite ja so gern für Euch und meine Arbelt macht mit so viel Freude ich möchte nicht an irgend eine Aenderung denken." Gerührt hielt der Maler die Hände der geliebten Tochter in den seinen. Ich werde Dich nie zu etwas drängen, wasDir widerstrebt; von meinem eigenen Kinde ein Opfer anzunehmen, brauche ich mich mcht zu schämen." Erstaunt blickte der Inspektor auf die Gruppe vor ihm; er schien es kaum zu fassen, daß er in der That abgewiesen sei. Freundlicher als bisher wandte sichAlice jetzt zu dem Bewerber um ihre Hand : Es thut mir leid, Herr Inspektor, doch Sie sehen wobt ein, daß wirDrei unserVerhält niß niäzt ändern können. Ein Mädchen, wie ich, daif nicht so bald daran denken, zu hcirathen." Geräuschvoll erhob sich der Abgewiesene und ariff nack seinem Sut. Aeraer und gekränkte Eitelkeit zeigten sich zur Genüge r . 0 v i fxf.xi u. t.tf Wnen Zügen und mit sch echt verhehl, tem Zorne sagteer: Damt kann tch mich ja empfehlen ; doch wünsche ich, Mamsell, 6?z, ihrp rn-Zs'.n ni- wn vtv .uwni. ... ,5. mm. m . " ' . , . cv Vater. ,ch hatte nie seine Frau werden IRnnttt I riF 9TT?r rtfihm QrntiMS t v VVV IIMMjf VVHI V V Schritte verhallt waren. .Verzeih', daß

ich Dir dies Opfer nicht bringen konnte; freilich wäre Dein Leben ruhiger und sorg, loser gewesen, doch Dein Kind bätte nie

glücklich werden können. Ich verabscheue den Inspektor und babe idm das oft ae nug auch zu verstehn gegeben, so daß er fick diese Niederlage füglich hätte ersparen " ' ,r können. n (vi i 41U ya l mecllk. meme ame mittr erwiederte zärtlich der Blinde. Pinsel, ihre sonst bleichen Wanaen sind leicht geröbtet steht doch ihre mühevolle Arbeit unmittelbar vor der Vollendung Da hört sie eine ihr wohlbekannte, rauh Stimme die Stille in den weiten Sälen der Gemäldegallerie unterbrechen die Stimme des Inspektors. Aengstlich hielt dieKünst lerin bei ihrer Arbeit inne, sie wollte nicht. daß der Mann sie hier zu einer reglementswidrigen Zeit finden solle namentlich nicht nach dem Vorfall des gestrigenTages. Schwere Tritte näherten sich dem kleinen Zimmer und Alice hörte, wie der Jnspek tor Anweisung gab, ein größeres Bild aus dem benachbarten Kabinet in einen der großen Säle zu versetzen, um den dadurch disponibel gewordenen Raum mit kleineren Bildern auszufüllen, welche erst neuerdings hinzugekommen waren. Jeden Augenblick konnte er auch in das Zimmer, in welchem sie arbeite, kommen, und sie wußte, daß er ihr dann verbieten würde, in Zukunft zu einer so ungewöhnlichen Zeit im Museum anwesend zu sein. Das aber wollte sie um jeden Preis verhindern, packte deshalb leise ihre Sachen zusammen, legte Tuch undHut an und eilte leisen Schrittes durch den westlichen großen Saal der Treppe zu. Unbemerkt glaubt sie den Ausgang erreicht zu haben, und erleichtert athmete sie auf, als sie die Promenade erreicht hatte. Es mußte übrigens bald elf Uhr sein und Alice beschloß bis zur Oesfnung des Museums in der Nähe zu promeniren. Noch zwei Tage der Arbeit," sprach sie zu sich selbst, dann ist mein Bild fertig und eine neue, bessere Zeit wird für uns beginnen !" Endlich schlug es Elf und eilig kehrte sie zurück zu ihrer Arbeit, um nicht mehr der kostbaren Zeit zu verlieren. Wieder arbeitete sie emsig, bis sie abermals die Schritte jenes fremden Herrn hörte, der sich TagS zuvor so theilnehmend gegen sie gezeigt. Wi? befinden Sie sich heute, meinFräulein ?" redete er sie an. Ei, schon wieder so fleißig gewesen? ! Sie sollten sich doch mehr schonen." Ich danke Ihnen herzlich für Ihre freundliche Theilnahme, doch die Kopie ist ja nun bald fertig," entgegnete Alice zögernd. während ihr liebes Gesicht sich mit tiefer Röthe überzog. So innig schauten die blauen Augen des Fremden sie an, daß sie leise erbebend die ihren senkte. Und wenn dieses Bild vollendet," fragte fertigen? DiesenMurillo hier möchte ich " mt m . m yter nocne oer remoe, oann suyr er. näher an die gegenüberliegende Wand tre tend. fort : Sie wissen ja wohl, mein Fräulein, welches Bild ich meine? Es scheint inzwischen einen anderen Platz be kommen zuhaben. Wollten Sie es für mich kopiren? Gewiß," antwortete Alice ; doch wird meine Kopie Ihnen genügen können V Zweifellos ; doch Sie müssen mir ver sprechen, sich Zeit zu lassen. Darf ich Ihren Vater besuchen, um mit ihm dasGe schäftliche zu besprechen?" Alice nickte erröthend. Dann will ich gleich zu ihm. Zuvor gestatten Sie mir, mein Fräulein, daß ich Ihnen meinen Namen nenne:. Konsul William Retchaw." Zugleich überreichte er Alice seine. Karte, und diese erfuhr nun zu ihrer größten Ueberraschung, daß der ihr bis dahin unbekannteHerr einer der reichsten und vornehmsten Familien der großen Handelsstadt angehörte und Konsularvertreter einer der bedeutendsten Seemächte Europa's sei. WilliamRetchaw verbeugte sich achtungsvoll vor der jungen Künstlerin und empfahl sich derselben. Im anstoßenden Zimmer begegnete er dem Jnweltor und fragte ihn, welchen bisher IM Nebenzimmer sich befunden. er Murillo ist nicht fortgenommen worden," erwiederte der Inspektor, sehr artig sich vor .dem ihm wohlbekannten reichen Patrizier und Gönner des Muse . v. ...c.y... ums verneigend, der außerdem emer der Direktoren des Kunstinstituts war. In dem Zimmer dort ist überhaupt nichts gefihrf Bsptt ffnnfiiT tiitr in httfm Mr " VtttVV y VIVVMI 40 V (Fortsetzung folgt.)

Deutsch-engllsche Nnabh.

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