Indiana Tribüne, Volume 1, Number 1, Indianapolis, Marion County, 17 August 1878 — Page 7
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Die
Wer-DnnseMm. Novelle dou Theodor Küster. Ein grauer Herbstmorgen hüllte die große norddeutsche See- und Handelsstadt in dichte Nebel. Am Ufer des herrlichen kleinen Sees, der sich bis in den lebhaftesten und fashionabelsten Theil der großen Stadt hinein er streckte, und an dessen Ufern sich innerhalb und außerhalb der Stadt eine Reihe von Palästen und ein Kranz von in saftigem Grün halbversteckten Landhäusern hinzog, ging eiligen Schrittes eine junge Dame hin "Dame" ist kaum das rechte Wort, und doch konnte man sie kaum anders nennen, wenn man die hohe, schlanke Gestalt mit dem feinen, blassen Gesicht sah. DaS dünne, schwarze, durch Alter schon in'S Graue hinüberspielende Kleid, das sür die Jahreszeit viel zu durchsichtige Umschlage. tuch, der kleine zerknitterte und unansehnliche Strohhut dies Alles mußte man vergesien über den edlen, durchgeistigten Zügen, auf denen zudem ein Ausdruck tiefer Melancholie lag. Ein kalter Lustzug vom Wasser her fing sich in den Kleidern des jungen Mädchens und erzeugte eine leichte Rötbe auf seinen Wangen ; fröstelnd versteckte eS die kleinen, in vielfach ausgebesserten Handschuhen sich
X . bergenden Hände unter dem Shawl, eine
ziemlich umfangreiche Mappe mit darunter verhüllend. Jetzt bog sie vom Seeuser nach rechts ab, einem großen, auö rothem Sandstein aufgeführten Gebäude sich' zuwendend, dessen antiken Mustern nachgeahmte Architektur eS schon dem Fremden ST -inen d,r fliinfl emidmeten 5emvel .nnzeichnen mußte : es war daS städtische
'.'Museum, welches reiche Skulpturen und
k Gemälde-Schätze barg und in desien (Mauern von Seit iiiäeit Kunstauöstellun. Men veranstaltet wurden.
L Je mehr das junge Mädchen sich dem . Eingang näherte, um so mehr schien eS
s ineckr'.tte,nemmen: LnaNlick. mit . -7 -.--- u -i - , "ui" ir " iirnfcn. fnft trnitr a nl ck?nd?n fliislfn
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rn der ein in engen Leitern gedruckter Zettel befestigt ar. welcher die Mittheikung an das besuchende Publikum enthielt, daß da, Museum erst um 11 llftt geöffnet werde. Das junge MSdchen wußte daS: kannte es doch da, ganze grosse Gebäude so gut. da es täglich so manche Stunde " darin zubrachte. So ging eS denn auch ander großen Thür vorbei, bog um die Ecke und wandte sich einer kleinen Seiten, thür zu, welche in das Souterrain führte und an der ein Porzellanschild mit der Ausschrift : Reinhardt, Kastellan," befe. stigt war. Sie schritt durch diese Pfirte und klopfte schüchtern an die zur rechten Seite belegene Zimmerthür. Herein!" antwortete eine rauh k!in. gcnde Männerstimme ; doch die Rauhheit schwand schnell, als der Kastellan der Be. sucherin ansichtig geworden. Fi guten Morgen, Fräulein Schäfer ! rief der stämmig.gedrungene Mann, indem er sich schnell erhob und einige Schritte der an der Thür Stehenden entgegen ging. Sckon so früb?" Ich möchte Sie recht sehr bitten, Herr Kastellan entgegnete Alice Schäfer fchüch. tern, .mir für einige Tage zu erlauben, schon um acht Uhr früh zu beginnen : die Copie muß noch bis Ende dieser Woche fertig werden und in den späteren Stun den. wenn viele Besucher kommen, kann man nickt mebr so ungestört und fleißig arbeiten. Bitte, nur noch diese Woche!" Ihre Stimme klang weich und herzlich bittend. Nachdenklich wiegte der alte Beamte den Kovf. Ich kann es eigentlich nicht gestatten, 'liebes Fräulein, und eS wäre schon vielbes it ) ser, wenn Sie deshalb mit dem Herrn In K spektor sprechen wollten Alice Schäser erröthete leicht bei Erwäh nung des Inspektors, doch dringender noch fuhr sie fort: .Sie kennen die Lage mei neö armen VaterZ, Herr Reinhardt, und Sie wisien. wie sehr wir deö Geldes bedür. fen, welches ich sür die Kopie erhalten werde, sobald ich im Stande bin, Sie sertig abzuliesern : bitte, lasten Sie mich hin ein l Und noch Eins," setzte sie zögernd i V " w V f f X- V y V V QVVIIW ij und abermals erröthend hinzu, .ich möchte jl i4 V f Xt k?5,?lM mmtXXwl M kiuy, vuq va. ot,l'"iut v9 CiUii t Der alle Mann nickte lächelnd ; erschien iun Alles zu begreifen. Dann sagte er .reundlich: Ihnen zu Liebe, Fräulein
Schäfer, tbue ich schon Etwas. Ihr Va ter ach, der liebe, gute Herr ! wie leid
thut mir sein Unglück. Ich habe ihn gekannt, als er jung noch und geseittt httr aus und ein ging; als man sich bei seinem Eintritt leise und verwundernd seinen Na men zuflüsterte und nun so elend und so schnell vergessen Der alte Kastellan wischte sich eine Thräne aus dem Auge und blickte innig theilnehmend auf das junge Mädchen. 34 danke Ihnen für Ihre Freundlichkeit, Herr Kastellan sagte das junge Mad chen bewegt. Wie geht es Ihrer Frau Ihren Kindern, sind Alle wohl?" Ich danke, Fräulein, eö geht Alles so, daß man nicht eben klagen darf Beide schritten um, trotz der Bedenken des alten Beamten er schien sie eben vergessen zu haben durch einen langen Gang, dann eine kurze Treppe hinauf, die sie nach dem Vestibül und in die Skulptu-ren-Gallerie führte, endlich eine breite Marmortreppe mit Teppichläufern hinan, Oben traten sie in die weiten Säle der Gemälde Gallerie, welche sich durch viele Originale berühmter Meister auö der ita lienischen, spanischen, niederländischen, französischen und deutschen Schule auö zeichnete und auf deren Vervollkommnung die reiche Handelsstadt bedeutende Mittel verwendet hatte. Die graue Nebellust draußen, der laute Schall jedes gesprochn nen Wortes innen machte einen beängstigenden, fast unheimlichen Eindruck. Links von dem einen der beiden größten Säle zog Nch eme Nelhe llemerer Zimmer hm; m einem derselben hielten dcr alte Mann und oa5 junge Madchen an und Allee Schäfer nahm den klemen Strohhut ad. Eme reiche Fülle einfach in Zöpfen, geordneten braunen Haares umschlang den schön ge formten Kopf und ließ das hübsche, schmale Gesicht noch edler und seiner erscheinen. DeS Shawls entledigt, zeigte sich die schlanke, biegsame Gestalt zu vollem Vor theil. Alice band eine graue, bis zur Brust hinauf reichende Schürze vor, welche sie einem mitgebrachten Täschchen entnommen, und begann, immer noch mit dem Sella plaudernd, ihr Malergeräth zu dn, welches sich m emem Kasten belo, oen emyaroi aus seinem ogn i. . x riii v jt I . rn i Iji ihvA A Iiahi hiih Aiim 3lulul" mulvluu'1 "uul' uu uuu, t M 1 A PF fYY M "Nk verhüllte Staffele, aus dem W.nkel d's Z.mmttS hotte und schräg dem Fenster I - rn - KlTl A Y Ä & A V A A & - A A A MV A A & u" " ""T'm . 'n ms gegenüber ausstellte, welches bie F'! b LSngsmände des Se maa" "So. nun will ich auch nicht länger stören, liebes Fküulein." sagte er dann und ! p x r p. . v. m ncy, au? oen uL,Plöen geyeno zurua. Alice nickte dem Alten freundlich zu, dann rieb sie sich die durch die herbstlich rauhe Luft etwas qerötheten Hände und ließ ihre prüfende Blicke zwischen dem Original und ihrer Kopie hin und herschweifen, Das Bild war in treuer, künstlerischer Vollendung unter ihrem Pinsel wie dcrgegeben, nur noch wenige Tage fleißiger Arbeit und die Kopie.war vollendet. Und doch schien noch etwas wie Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit auf Alice's melancholischem jungen Gesichte zu lagern, während lC ba Werk des italienischen Meisters mit dem lhrlgen verglich. Doch endllch setzte Ne sich und begann zu arbeiten, Und sie arbeitete emsig und ohne Unter brechung, die junge Künstlerin. Stunde um Stunde verrann, biö sie eS endlich auf dem nahen Kirchthurm elf schlagen hörte, Sie ward unruhig, und träumerisch hielt sie zuweilen inne bei ihrer Arbeit, ihre Blicke schweiften hinaus in die schon beinah klar gewordene Luft und ihre Lippen mur. melten leise: "Ob er wohl auch heute kommen mag ? Doch, sich besinnend, daß sie keine Minute versäumen dürfe, fuhr sie eifng m lhrer Thätigkeit fort. Die Ruhe indessen war von ihr gewichen, öster und in immer kürzeren Zwischenräumen kehrten die Unterbrechungen wieder und horchte xt auf die Schritte Nahender, denn mit dem Glockenschlag elf öffneten sich unten die Pforten des MuseumS und ein stetes Ab und Zugehen. der Schaulustigen begann. So mochte eine halbe Stunde vergan gen sein. Noch hatte keiner der Besucher das kleine Seitenzimmer betreten, die Mehrzahl derselben hielt sich in den großen Sälen und in den Nebenzimmern aus. welche sür die permamente Ausstellung von Gemälden lebender Künstler bestimmt waren. Plötzlich'aber erröthete Alice hes 4 V M V V Vy V -w - - tig ung legte gleichzeitig die Hand aus's um KaCTaM i ! TIm m fi 9TI ftrt 11t Yt i vCi3' UUI uuyvuuu -vuui gu vvschwichtigen: den Schritt, welcher lang sam jetzt ihrem Zimmer nahte, hatte sie erkannt; sie wußte, w er nun gleich. neben
i daß d e r die in all den Säleil geborgene Z5ülle von Kunstschäden nicht beachtete, sondern nur kam, UM sie hier'aufzusuchen. Doch gewaltsam hatte sie sieh beherrscht und vermochte nun scheinbar ruhig weiter zu arbeiten, obwohl sie es kaum wagte,mit der zitternden Hand m Leinwand zu berühren. Sie hörte die ihr so wohlbekannten Schritte nicht mehr, doch sie wußte, daß er ganz in ihrer Nähe stand, fühlte, daß seine Augen auf ihr ruhten. Schüchtern erhob sie den Kopf und blickte zu ihm auf, nur mit einem kaum merklichen Nicken erwiederte sie seinen achtungsvollen Gruß. Ein eleganter Herr in den Dreißigen stand dicht neben ihr und seine Augen ruhten auf der Arbeit der jungen Malerin. Sie waren sehr fleißig, mem Fraulem, und ich wünsche Ihnen von Herzen Glück zur baldigen Bollendung, sagte der moe m ireuilvncyem, sau eyreroieiigem 'e . wr. , . . r Besangen erwiederte Alice kem Wort, sie ...Xt.t ... 0s ,,., ' 5 . c? - ?n ?'"'m und begann w.e- ?" I i! r , j"vc V len vermochte sie ja m , diesem Augenblick nicht, chre Hand war ,u unsicher dazu, IHM M A VAM A A41tA rtvlA M A I A ; 'I'" ZI mT Jener zu ,hr gesprochen, ob er schon Wochen lang täglich gekommen war und sie auch seit e.n.gen Tagen stumm begrüßt hatte, woraus sie ihm d.nn verlegen gedankt. Er war em schöner Mann m.t glanzenden, dunkelblauen Augen, welche eigenthümlich mit dem schwarzen Haar und Schnurrbart, seinem beinahe südlich gebräunten Tei zufälligen Besuch desMuseums hatte er im Vorübergehen die Malerin gesehen, sie je. doch anfänglich kaum beachtet, nur als er B.i. us d,e tadoeue, .iinstler-isch-vollendete Arbeit derselben geworfen, da sah er auch aufmerksamer auf das flei' r . . i cyyv j.. r ert , bige junge ajcslocqen, rocicge lerne laye w r m . . ... r . ' . mebr beschästigt, als er selbst sich .stehen mochte. Da Halle auch sie ihn ,usällig erUnd als er dann Tag ,ür Tag immer kam, stumm bewunderd oft lange m ihrer Nähe verweilend, als seine Au,,en die ihrigen zu suchen begannen : da fühlte sie es wie ein leise ahnendes Wonnegefühl ourcy iyren orper veven, oenn ne muvie sich .sagen, da i der schöne Mann mit den c Utv i 6Iidf enbeii iMauen uflen doch nur um ihretwillen kam, und Alice Schä er ,".w;.f. r, ;x.rnrtMxasrt w,; überließ sich widerstandslos der magnetisehen Gewalt seiner Blicke ; und diese m r r v !.?uu' b n7s 7ll d a ei ' " " m ' " V , . ri . . v . i . . . u ti ju .ic.i.rr.uV cn i e HU"? " " Doch kem zudringliches Wokemen ver-
ihr stehen würde, um sie zusehen; wußte,
' . . " . luiiicii, uiiv uic yiuiy wuiu uuu yciuu u; letzenden Blick hörte oder ah sie, sondern ul h ' lnft fft slTril:,n ii,ca, .. ' . !..a..-J" öen nft 10 flluolt(5en aJcenscqen.
8"" I'U, i uiuhüsuuu, uisii uuu zurückhaltend. Und daö that dem armen f'V,.r. tr V. .Cl tli.fl.:'.f. - nmoe ,o ouz, venn v,l ijuiic m in W iyres armiilyen Aeuvern, trotzdem ihre Jugend und - - r i. v v voll zur Geltung kamen, dringlichkeiten ausgesetzt gesehen. für Alice m lange Zeit M.r, bebender Angst m dem kleinen Zimmer geblieben, dann ging er leisen Schrittes durch die offene Nebenthür, blieb im Nachbarkabin.t lange an einem der hohen Fenster stehen uno oilllle yinaus auf Sie von uvgan. gern und Equipagen belebte Promenade, Alice Schäser versuchte ihre Arbei wieder au zunehmen, doch mochte e3 die nun ----- - schon vier Stunden währende angestrengte r V !ll yaligien iem,weicye lyreano erzinern ließ, ihren Blick umflorte, oder hatte die Ausregung sie bewältigt, genug, eine Schwäche, welche sie ihrer Sinne zu be. rauben drohte, bemächtigte sich deS jungen Mädchens Bleich, das schöne Haupt an die Wand gelehnt, saß sie da, ein leises Stöh. nen drang aus ihrer schwerathminden Brust, während zwei Thränen über ihre bleichen Wangen hinab rieselten. . Ob der fremde den SckmerzenSlaut aebört oder ob er instinktiv den Zustand des armen ' W V Mädchens ahnte, fühlte genug, er wandte sich plötzlich, gewahrte die halb Bewußtlose und stand schon im nächsten Augenblick neben ihr. WaS ist Ihnen, mein Fräulein?" sagte er erschreckt. Fühlen Sie sich unwohl?" Alice vermochte ihm nicht zu antworten, nur ein angstvoller Blick auö den thränen umflorten Augen ruhte auf ihm, auf seinem die höchste Angst und Besorgniß auSdrük kenden Gesicht. Der Flemde. hatte die schmale weiße Hand deS Mädchens ergris fen und hielt sie einen Moment nur in der
seinen; sie war kalt, w'e leblos. Rasch
entschlossen rief er einen der Galleriediener herbei und sprach eilig, kurz, befehlend fast zu ihm ; dann eilte er zu dem bewußtlosen Mädchen zurück. Voll tiefsten Mitleids betrachtete er das kummervolle, blasse und doch so schöne Gesicht und sprach dann leise, wie zu sich selber: Armes Kind ! Der Kampf mit Noth und Elend hat sie überwältigt." Welche Gedanken drängten sich jetzt nicht der Seele des Mannes auf ! Sein ganzes Interesse hatte dieses arme junge Mädchen schon erregt. . Und es war ihm nicht ent aanaen. wie von Taa zu Taa dme WanI TTI ify kniXH hhX V Tlf mm Kam a - I " w " i lenvollen Auaen mebr und mehr sich trüb, Um uiiiujii iuuiuiu uuu uci vyiuii) Uti te, und unwillkürlich drängte sich ihm die Frage auf: We lange wird sie zu kämpfen vermögen mit Elend und Armuth ? Er war ihr eines Tages gefolgt, ohne daß sie es geahnt; durch enge, dumpfe traken sührte ihr Weg in die Heimath der Armen. Dort betrat sie eines jener Suier. hntn ' mmin fAnn dem leidlick a ' ' " " " ' g, siwirten, in jene Viertel einmal zusällig kich verirrenden Menschen Grauen einM,, wo Dutzeude von ffamilien in engen, schmuhigen Röumen leben und kaum die nm6t tSlu" Athmen haben. Dort wohnte also die blasse, schöne gnstlerin.-Ein kleiner Krämerladen in demselben Hause bot dem Fremden die beste Gelegenheit, sich nach der jungen Ma,in , kundigen. Und Alles, was er dort hörte, diente dazu, das Interesse, wel' 6tS fflt n, atat, . s,zben : die fiü ffi war v ll des Lobes von Fräulein Schäfer." In ihrer geschwätzigen Weise hatte sie alsbald ein klares Bild von den Verhältnisien entwor. tfn d?npn die nmiTi &thnhr fneniabr ner Hinterstube ihres Hauses wohnte, zu ttn Qttc gr fuhr. daß Alicens Va. i v t u j einst ein sebr aesckäkter Maler desien 11,1 l111 UI"P JJ.UUi, )K. vvi gviyuvi iuik, uuu luuil 3U(JivU .rbeitS-und erwerbsunsähig sei. Schäfer schien vordem einer ien r eniaen Bevor. ,g,e gewesen zu sein, denen wirkliches ju Theil wurde. Der talentvolle roir i n fRa sm. ,. x 7' Stfttes nur zu bald leider ward das anders. Schä f ward von einem Angenleiden heimgesucht, das erst unbedeutend schien und die ...... iJl .t. x. v"u i es währte Monate, Jahre, und der fleißige m vk nk ...n?. I l',Mv ouiin Af qmv vtii4u uhivii verdammt. Der Haushalt mußt, mebr ien oie xreuuoe, ovly oa:o lonnien aucy i diese nicht mehr nachhaltig und ausreichend ..x x:. mu v t..::t 5;0fe x e ndr nalicken ärUlicken Ner. Schäfer feine Arbeiten wieder l 7 ' 1 slf mkt iedack bald einieken dak - t l , - , k ßrttiitsrnM hfi siUftrfS- htfsMnmTtr V1M.I.M7. V V. VIV Itklllk HltVV kaum iwSIs Jahre alt, begann jedes Stickch. Ppj, deffen sie habhaft werden konnte, ,u bemilen. und die kranken Au nn des Vaters erkannten bald das dem inde innewohnende Tal.nt-sein Erbean Mit allem Eifer begann er den Unterricht seiner Tochter, und , AIin3 Hand ward immer sicherer, ihre Fortschritte stets erfreulicher und vielversprechender. Immer sMimmr wrd ahn auck An. . i 7.".- - - - i 7 ! - " genleiden und bald mußte er eö ganz auf I - g?ben sein talentbegabtes Kind serner zu unterrichten. Nun folgte eine Zeit deS tiefsten Leides, Um seine ganze Zukunft betrogen, die ei nen in Kummer und Mangel mistend, ohne Aussicht auf Hülfe, traf jetzt den ungluck lichen Künstler der bitterste Schlag : sein armeS Weib erlag dem Unglück. Die Verzweiflung über der Ihren herbes Geschick hatte sie bis zur letzten Stunde gequält und ,br das Sckeiden dovvelt schwer ae. I - - ' . macht. Jahre waren seitdem vergangen Jahre voll Kummer und Elend. Ein treuer Freund, ein Kunstgenoffe Schäser's, hatte AlicenS Talent ausgebildet und des jungen Mädchens künstlerische Thätigkeit er hielt jetzt allein die Familie. Ihre Bilder wurden an einen Kunsthändler verkaust, doch dieser, mistend, wie bedrängt die Lage der Küustlerfamilie war, zog daraus seinen Vortheil, indem er stch den Anschein gab, alS bewege ihn nur daS Mitleid, die Ar beiten AlicenS zu kaufen; er sprach dann wohl von der jungen, noch so ganz unbe
ourcy weicyes k.:.. . - r: mi4 M,lu 'b1 3 "Hiubchi vuioj ibre Sckönbeit it seinem Schaffen daß sem solch böse und gehäsiige Rden. iyre Äcy0Nyeil s,,,,; ntts,nrs,prlr?n foi hipf? DTHr 3;Af.r s n.
r r. I - " ' i'" "VJ" I vu)uu 'vuiim nrnji ms sie Hiuy , Ncy royen ju- h h 5-rslll-r und Kntbedruna fiel ein in den kleinen Laden binein und liefe sick.
kannten" Malerin, und zahlte einen Preis,
der in gar keinem Verkältnisse zum Werthe der Bilder stand, während er seinen Kun deu gegenüber Talent und Schule der jun gen Künstlerin übermäßig pries und für sich ganz andere Preise erzielte. Durch Vermittelung ihres Lelrers hatte Alice von einer reichen Dame den Auftrag erhalten, eben jenes Bild im Museum zu kopiren. und der Freund und College ih res Vaters hatte ihr gesagt, daß die Arbeit auch eine sehr lohnende sein werde. Mit unermüdlichem Eifer hatte sie die Kovie begonnen, die nun schon der Vollendung ganz nabe war. Das iuna? N?d,n l " " n M.. im 4 a 1 h!A( V trT. JL. x. x. . , rjc. c? tllfc MlUl UK.I SSUiWUQJZ, WKlujZ visweiien sie überfiel, stand dack dstt,r.. ff muß fertig werden!" mahnend vor"ihr da und ließ sie alles Andere veraeffen Aber die anaestrenate Arbeit und all h häuslichen Sorgen, welche sich auf sie häuften, hatten endlich doch das sonst so Willensstärke Mädchen überwältigt. Mit Hülfe des Kastellans brachte der srpmd- ; r.n - v uti.w yiiwu'junt Droschke und fuhr mit dem bleichen. UM wieder zum Bewußtsein gekommenen MSd chen durch die belebten Strakzen, bis sie in immer engere Quartiere der groken Stadt J gelangten, wo neugierige Augen den Wa. gen verfolgten, dessen Erscheinen dort zu den ungewöhnlichsten Dingen gehörte, da höchstens 91,1. und Lastwagen in dieser Gegend zu Passiren pflegten. Der ffremde befahl dem Kutscher zu halten, stieg dann selbst aus und gab ihm die Adresse an, zu et ken solle; dann wandte er sich an 'Vichl Ernstes daß Sie sich fch' WXtll Ihre schwachen Kräfte arbeiten. Sie wer den mir erlauben, mich nach Ihnen zu er. lundlgen ? Wagenrollte Äine'n S noch das junge Mädchen im Stande war, ihm zu antworten. SAamm 0 u ii - n ;i r r r-irm "l"JOTCilc lc mu 'merz. T,Am STsrrmf -mv ,-2MaM .... v i o wv.wvu, vu utuy uttw reichen l Jm& Ktt'S ,.flfl . ft. Blicke und der Mb'arn, welche ihrem Erstaunen darüber Ausdruck gaben, daß die "Bilder-Prinzessin, den zu Fuß machen könne SrfSffS Theil ihres Leids war sür Allice der, daß f!Zn Ti'-S?1" bi?JcnSC"len wa d S V!i a.selegt, und deshalb nunnle mun ie yoonl cy vie "Bi oer-Prm zessin. Mein Gott, ffräulein Allice. Sie seben r V r Q r V - ' i?? uciua UUI Vkile oes Illngen !laocuens .... . . ano uno oanelve nacy rasten gegen die Spöttereien und Malicen der Nackbarsx. .e u.-ic.n:,,!. cy-... m rr ' 'chaft vertheidigte. Frau Elasten war eme brave rau und vtteate stets ,u saaen. dk Ali kpss,r w.tt k.ss s.i als alle sonst in der Straße Wohnenden', I v V - r. o r r. . v v r r r M uno oas.es icuanoncy iei, oer Armen UM' (rZ. ... . V JC Unfähig, LM Wort ZU söttckeN. Üllf dkM I , ( st f ' V '"ffl ff', f. m.w. cnh wirklich sehr krank,' s" .e di7gu7. Fräü. Wahrscheinlich haben Sie heute Morgen wieder einmal nichts gegessen ? Na, war feg",. iftÄ" """ eanrappeR" Sraf eiaHen a dem kleinen eisernen Ösen denn hier war derselbe Raum Laden, Comptoir, SÄ K f H: ' ." i f y( uci wui)i um u ic eine ymc Viiy eil" fchaft hatte, zu erwärmen; ein Stück 1. - lcywarzen Brooes oaneven legend, bat xt das junge Mädchen, zu essen und zu trin km, denn ih r 'Unwilkn w slrni.fe.n Is sortaeaanaen sei Das arme Kind trank den Kaffee, zu essen vermochte sie nicht. Etwas erholt und ge rciingi in8 nun "enge, murrenve KA? war. Dort öffnete sie die Thüre zu einer kleinen Hinterstube, die trotzdem groß ge nug war, um das wenige zu verbergen. aS die arme Famme. noch aus dem Schiffbruch des Glückes hatte retten können. Wie rein und ordentlich es auch dort war, daS Gemach bot doch das Bild der Armuth und Entbehrung. Von ei nem alten, aber immerhin noch be quemen Lehnstuhl, dem einzigen Ueber bleibsel aus besserer Zeit, erhob sich eme hohe, aber gebeugte Gestalt und wandte die vollständig erblindeten Augen der Thüre zu. Der wcann eS ar AlicenS Vater hatte ein noch schönes, aber recht eingefallenes Gesicht, besten Bläffe noch mehr hervortrat durch einen langen schwarzen, hie und da grau untermischten Voll bart. (Fortsetzung folgt.)
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