Indiana Tribüne, Volume 1, Number 1, Indianapolis, Marion County, 17 August 1878 — Page 6

6 Indiana „Tribüne."

V

Alexander StephenS, 1 kaum 90 Pfund wiegt, ist genöthigt, da ' ' und wann Stimulanten zu gebrauch! um sich aufzufrischen. Besonders rot: er längere Reden hält, wird diese Gewob! heit bemerklich. Dann zieht er, in reg mäßigen Zwischenräumen, eine Flasj hervor, die nach der Ansicht Sachverstänl ger Extra Bourbon" enthält thut ga' ungenirt einen kräftigen Zug und fähr,, dann fort im Texte." Als er kürzliiZ! eine längere kräftige Rede gehalten, in bei ', er die demokratischen Principien vertheil digt und demonstrirt hatte, was wahre) Democratie sei, nahm er zum Schluss wie immer einen Schluck und rief, du, Flasche noch in der Hand, begeistert aus Mitbürger, das ist wahre Democratie ! Fellow Citizens, that's trae democracy l (Nachdruck Seitens demokratischer Vlätter strengstens verboten.) In London machte kürzlich eine l reiche Jrlanderin Aufsehen, die ein aus bunten seidenen Taschentüchern angeferti tes Kleid trug. Sonnenschirm, Bonn Schuhe und was sonst an einer Modedai drum und dran hängen muß, waren ebe falls aus Schnupftüchern hergestellt. Der Hang der Menschen, ihre eigenen Mei nungea und Neigungen Anderen, Unterthaner, die Mitbürgern, alt Verhaltungtregel dorz,k! . ' tun, finden an einigen der besten uvd e'uigen der schlechtesten Eigenjchaften unserer Statur eine so kräftige Stütze, daß sie kaum jemals durch etwaö Andere als durch Mangel an Macht m Zaume gehalten wird.

Wotizek. Einen solch reichlichen Sardinen

sang wie dies Jahr hat Frankreich noch

nie gehabt. Diese Delikatesse wird also

voraussichtlich billig werden.

A m e r i k a n i s ch e Pferdebahn-Cars

sind die billigsten, leichtesten und dauerhaf testen in der Welt und werden jetzt nach allen Theilen derselben verschickt.

(sin britischer Dampfer, der kürzlich

aus Noth in Singapore einlaufen mußte, war genöthigt, 20,000 Kisten Thee im Werthe von über $300,000 über Bord zu werfen. i B r a n d t's Band in Cincinnati besten Mitglied Herr Theodor Hahn ist, (früher Mitglied der Jndianapoliser City Band), besitzt Noten zum Werthe von bei ntfe $20,000. I n Frankreich hatunter dem Regime MacMahon's die Zahl der Volksschu. len (religionslosen Schulen) bedeutend abgenommen und die der Sectenschulen entsprechend zugenommen. Mecklenburg, das Eldorado der Junker, verdient mit Recht das Egypten von Deutschland genannt zu werden. Dort gibt es noch Dorsschulmeister, die nur $80 bis $100 per Jahr bekommen, davon noch einen GeHülsen zu unterhalten haben und während der Erntezeit als Knecht bei ihrem Patronatsherrn arbeiten müssen !! ! In dem goldhaltigen Sande des Kundelastusies in Sibirien wurde unlängst in einer Tiefe von fünf Metern ein wohl erhaltenes Mammuth gesunden. Als man es an die Luft besörderte, war das etwas röthliche Fleisch weich und zart, bald aber verhärtete es und nahm eine weißliche Farbe an. Dieser Wechsel ist dem Umstände, da& es durch und durch mit Kalk' waster durchdrungen ist, zuzuschreiben. In Frankreich stehen die Jsraeliten in hohem Ansehen. Die Armee zählt drei jüdische Generale, unter den Präfecten be finden sich zwei Jsraeliten, und der präsi dirende Richter des Appellationsgcrichtes

ist ein Jude. Viele Professorenstühle der ersten Universitäten des Landes werd:n von Jsraeliten eingenommen. Es gibt Synagogen, die von Katholiken und mit deren Geld gebaut wurden. Die .Kölnische Zeitung," die viele Jahre mit Karl H:inzens Pionier" wechselte, hat den Wechsel mit demselben ringe stellt, wahrscheinlich weil Hcinzen bezüglich der Attentate eine anti'kaiserliche Stellung einnahm. Helnzen bemerkt in einer der letz ten Nummern seines Pioniers : Wahr scheinlich befürchteten die loyalen Redakteure der 'Kölnischen" denuncirt zu we den." Seit dem Hödel'schen AUentat ha ben die deutschen Gerichte für Majestäts beleidungen, Bedrohungen nnd andere ähnliche Verbrechen," die es Gott sei Dank in Amerika nicht gibt, Zuchthaus und Gesängn'strasen verhängt, die im Ganzen eine Summe von 48 Jahren erreichen. Und es wird munter weiter de nunzirt und verurtheilt. Es geht nichts über ein wohlgeordnetes" Staatswesen. I n Frankreich hat jeder Soldat den Marschallsstab im Tournister, in Amerika jeder Bürger den Schlüssel zum Weißen Hause in der Tasche und in Deutschland hat jeder Bürger einen Polizisten, Sol daten oder Denunzianten hinter sich. Nach den Begriffen derer vom Gsttes Gnaden thum" kann das Reich und der Bürger ohne nach Hunderttausenden zählenden militärischen und polizeilichen Schutz nicht gedeihen. P r o f. L e o n L e v i von der Londoner Universität behauptet, daß der jährliche Gesammt Verdienst der Arbeiter Eng lands $1,500,000,000 beträgt, von denen dieselben leicht $75,0:0,000 sparen könnten, aber nur $20,000 wurden erspart. DaS Uebrige löse sich in Spiritus" auf. Welche immensen statistischen Facilitäten mästendem gelehrten Herrn zurVersügung stehen, um zu solchen genauen Ziffern zu kommen ! Die Spiritus""Calculation ist nicht übel, vielleicht auch ziemlich treffend. Die Reblaus hat in Frankreich furchtbare Verheerungen angerichtet, man schätzt den bis jetzt angerichteten Schaden auf mindestens 200,000,000 Franken. Burgund ist die einzige Provinz, die verschont geblieben ist. Eine totale Mißernte (in Wein) ist für Frankreich ein harter Schlag, jedoch bedeutet dieselbe noch lange nicht den Ruin der Weinbauer ; wenn diese alle sieben Jahre eine gute Ernte erzielen, sind sie zufrieden. Der oben angegebene Ausfall ist immerhin ein ziemlich harter Schlag.

Nach Texas werden jetzt, um gu

tes Zuchtvieh einzufüliren, . Masten von

holsteinischem Rindvieh exportirt. Früher

hielten'S diese Holsteiner mit dem John

Bull, jetzt mit dem Onkel Sam.

Jetzt hat ein deutscher Reichsphilister

in einem Bande alter Zeitungen die An

zeige entdeckt, in welcher am 2. April 1815

Ferdinand v. Bismark der Welt die am 1

April erfolgte Geburt eines gesunden

Jungen" anzeigt. War ein gesunder

Junge, fängt nur an, etwas alt zu werden.

Der 'S ch tv e r s p ath (barytes)

fährt wie ein großer Herr incognito im

deutschen Reiche umher, es hat aber Nie

mand die Pflicht, lein Incognito zu ehren, im Gegentheil ! Nachdem er nämlich das

Papier übermäßig verfälscht hat und

auch ins M e h l, also in das liebe tägliche Brod gerathen ist, wurde er in neuererZeit

sogar in Würs ten gefunden und ent

larvt. In Amerika wird schon seit un

denklicher Zeit die Seife und die An

streichcrsarbe (whiting) damit verfälscht.

Vor einigen Wochen entdeckte ein Hr.

R. T. Leaverton in Holden, M., daß erden

ältesten ZI Greenback" in seinem Besitze

dabe. Er verkaufte denselben nach einigen

Tagen an einen Deutschen von Kansas

City, Georg Groß, für $25, und diesem

sollen seitdem, so erzählt der Henry Coun

m skVI M

ty . Demokrat, für lerne 'cerrwuroizieli

nach und nach $7(X) in Gold geboten wsr

den sein, ohne daß er bis jetzt zu einem

Verkause zu bewegen gewesen ist. Wenn

wir an der Stelle des Hrn. Groß wären so schlügen wir los.

Eine furchtbare AnZla ge

schleudert die Handelskammer zuHannover

den in Europa herrschenden Regie

rungssystemen in's Gesicht. Die

Handelskammer führt nämlich in ihrem

Jahresberichte also Klage : Wir brau

chen nicht weiter auszusühren, wie bei den

heutigen internationalen Handelsbezieh

ungen jegliche politische Verwicklung die

ruhige Entwickelung des Geschäfts stört. Bei der f o rt w ä h r e n d e ntt a m p bereitschaftder meisten europäischen

Staaten, bei der Rücksichtslosigkeit, die auf dem Gebiete der auswärtigen Politik den geschäftlichen Verhältnissen der Län der gegenüber beobachtet wird, kann dasjenige Vertrauen nicht Platz grei fen, welches nothwendig ist, um endlich normale Zustände anzubahnen." Daß Rußland, Frankreich, und vor Allem Deutschland selbst durch diese Anklage hauptsächlich getroffen wird, ist wohl selbst verständlich. DerKäsehandelAmerika's. Ueber dieses Thema liefert ein Einsender der Nordd. Allg. Ztg. in Berlin folgenden interestanten und sür Amerika schmeichel hasten Artikel. Er schreibt : Nach einer statistischen Zusammenstell ung führen die Ver. Staaten alljährlich 187,000,000 Pfd. Käse aus und ist die Aus fuhr noch im steten Wachsthum begriffen. New Bork und Ohio sind die Staaten, welche die weitesten Käsedistrikte haben, sie lieferten 72 Millionen Pfund auf englische Märkte. Vermont und Maffa chusetts lieferten 13K Millionen Pfund, die anderen Staaten die noch fehlenden Millionen Pfund. In dem lettzen Jahre sollen 60,000,000 Psd. mehr als vordem nach England verschifft worden sein. Daß der Käse zu den nahrhaftesten, das Fleisch ersetzendenNarungsmitteln gehört, ist bekannt, und neuerlich ist behauptet worden, daß der Käsestoff dem Arbeiter ein noch intensiveres Nahrungsmittel bietet, als das gleiche Gewicht von Fleisch oder Butter, da er den Verlust an Muskelstossen in schnell reproduzirender Weise ersetzt. In Folge seines leichterenTransportes hat man bei gleicher Nahrungsfähigkeit es schon inAnregung gebracht, denselben als Ration bei der Militärverpflegung in An wendung zu bringen, zumal im Kriege ihn als Fleischsurogat zu vertheilen an Tagen, wo nicht gekocht werden kann. Noch hat der- amerikanische Käse im Allgemeinen nicht jene Dauerhaftigkeit und Güte u reicht, welche dem englischen, schweizer, französischen und deutschen Kase inne wohnen ; indeß wird Amerika darin nicht lange zurückleiben, denn die sich aller Orten steigernde Industrie wird auch diesen Mangel zu beseitigen misten und die ameri kanischenProducenten werden dann bei der Großartigkeit ihres Betriebes schlimme Concurrenten für die europäischen Pro ducenten werden. In den südlichen. Ländern giebt e Wachs- Seife., Butter. und M i l ch B ä u m e. Bei den zwei ersten ist es die Frucht, bei den zwei letzteren der Soft, woraus die werthvollen Stoffe ge. wonnen werden. .

Sehr nerkwürdige Zahlen betreffs

Eingewanderter und E i n g e b o rener in der Stadt New Vork

ergeben sich ius der dortigen neuesten Statistik. A,s ihr erhellt, daß von den

fast 24.000 Kisdern, die im Centennial

Jahre das Sielt der Welt erblickt haben.

beide Eltern vin fast 15,000 im Ausland

geboren waren 3000 ein:n Eingewander ten zum Vateri und 1100 eine ftrernbae

borene zur Multer hatten. Somit bleiben

nur 4700 Kinder einheimischer Eltern.

Vergleicht man hiermit die Sterbefälle,

so sieht man, d$ während die amerikanikanische Bevölkerung einen Zuwachs von 4700 hatte, ihr 19,600 abgegangen sind.

d. h. zu den Geburten lieferten die auf der

Scholle Geborenen ein Fünftel, dagegen zu den etwa 29,000 Todesfällen zwei Drit tel. Dem gegenüber haben dieEinge wanderten ihre etwa 10.000 Todten durch 15,000 Sprößlinge ersetzt. Wirft man noch einen Blick aus die 7,099 abgeschlos

senen Ehen, so waren von den Heirathsln-

stigen 4200 Männer und 3430 Jungfrauen Fremdgeborene, während 2700 Männer und 3400 Jung Frauen, Einheimische waren. Die Uebrigen .konnten sich nicht erinnern", wo sie zum Welt-

bürger geworden. 800 eingewanderte

Männer haben eingeborene Frauen ge

nommen. Die von den Eingewanderten

vertretenen zwei Fünftel der Bevölkerung haben doppelt so viel Ehen abgeschloffen als die drei Fünstel des einheimischen Ele. ments. Das jüdische Kirchenrecht, wie es zur Zeit noch von den freisinnigsten Rab binern gehandhabt wird, erkennt gleich falls den getauften Juden als Juden an.

Einmal Jude, immer Jude." Es lehrt.

daßZman in das Judenthum hinein ge boren wird und daß man sich ihm durch

keinenSchritt entziehen könne. Wäre diese

Lehre nicht sinnlos, wenn man die Juden

heit blos als eine Glaubensgemeinde auf' fasten wollte ? Und hat sie nicht blos dann

Sinn, wenn man zugiebt, daß die Juden

eine Stammesgenoffenschaft bilden ? Vor

wenigen Jahren, um ein Beispiel aus dem

Leben anzusühren, ehelichte in St. Louis

Jemand, der m seiner Jugend von seinen

Eltern zumTausbecken geleitet worden war.

ein südisches Mädchen. Dem functioni

rendenRabbiner fiel es nicht ein, zuvor vom Bräutigam einen förmlichen Rücktritt zum Judenthum zu verlangen; er erachtete ihn trotz seines Getaustseins als Juden.

Und gewiß wird von jedem sachkundigen

jüdischen Theologen, von jedemKenner des

einschlägigen jüdischen Rechts sein Ver fahren als correct anerkannt werden.

Ueber den Staub, welcher

die Luft erfüllt. Die große Gewalt des Windes hebt selbst schwerere Theilchen des Bodens empor, deckt im Verlaufe der Jahrhunderte ganze Städte, deren Trüm mer man später wieder auffindet, erhöht die Flußufer und den Boden der Inseln und nimmt natürlich an andern Stellen

den staubigen und feinsandigen Boden weg. Der Stoß des Windes in Verbindung mit der auflösenden Kraft der Wärme und Feuchtigkeit, übt seine Macht fast an allem, was fest zu sein scheint. Immer

lösen sich kleine Theilchen von todten und'

lebenden Dingen ab und treiben sich in der

Lust herum, bis ein Regentropsen sie ver

schluckt und sie wieder dem Boden der Erde

zuführt. Der bekannte Ehrenberg unter

suchte 1846 in Lyon und Genua den von

Westwinden hergeführten Staub und fand

darin die Ueberreste von 150 Arten klein, ster pflanzlicher und thierischer Geschöpfe,

welche in Südamerika vorkommen, also

auf ihrer Luftfahrt einen Weg von etwa

1800 deutschen Meilen zurückgelegt hatten. Nicht minder weii wird der Blüthenstaub

fortgetrieben und durch ihn mögen Be

fruchtungen erfolgen in einer Entfernung von Hunderten von Meilen. Sammelt man den Staub und bringt ihn unter ein Vergrößerungsglas, so thut sich dem Blick eine neue Welt von Wundern auf. Da sind blitzende und in verschiedenen Farben schillernde kleine Krystalle, offenbar.Theil-

chen metallischer Körper, kleine Körnchen,

vom Boden der Erde weggefegte, Theilchen von Federn, Haaren, Blättern, Rinde

und anderen organischen Gebilden, dann wirkliche Zellen, Pilzkeime, Außgußthier.

chen, welche auch durch sehr langes Umher fliegen im Lustgebiete und scheinbar todt.

doch ihre Lebenskraft nicht verlieren, viel mehr alsbald die merkwürdigsten LebensProzesse zum Guten oder Schlimmen her

vorbringen, wenn sie an die für ihr Be stehen und ihre so unglaublich schnelle Ver mehrung geeignete Stelle gelangt sind.

Da der Wind am stärksten die Anhöhen

trifft, so muffen diese allmalig immer mehr sich verflachen, und die Meere müssen auf gefüllt werden mit dem stets aufgewühlten Staube; doch wird Niemand die Länge der Zeit berechnen wollen, welche erforder lich ist, damit durch des Windeö Gewalt alle Höhen sich ebnen und alle Tiefen sich ausfüllen. I nderSamenverfälschung ist die Kunst oder vielmehr die Schandindustrie der Fälscher bereits dahin gelangt, den schlechten, zur Mischung mit guter Waare benutzten Samen dadurch zu ver decken, daß ste demselben durch vorheriges Kochen seine Keimkraft nimmt. Derselbe kann also nach der Aussaat die geschehene Fälschung nicht verrathen, weil er eben nicht aufgeht, und der betrogeneLandmann meint, die schlechte Witterung oder sonst etwas trage die Schuld an dem dünnen Stand der Pflanzen. Als ein gutes Probirmittel gegen dicse Art von Fälschung

schlägt ein englischer Landwirth ein von ihm seit Jahren zurAnwendung gebrachtes sicheres Mittel vor. Er mischte den gekauften Samen gut durcheinander, zählte dann einige Dutzend oder Hundert Körner

ab, und legte dieselben auf einen vorher mit

einem Stückchen weißen Flannel Überbrei' teten Teller. Der Flannel wurde gut mit Waffer angefeuchtet und das Ganze mehrere Tage dem Einflüsse der Luft und des Lichtes ausgesetzt, nach welcher Zeit die gefunden Samenkörner zu keinem begannen, während die Todten unverändert bleiben. Fand der erwähnte Landwirth nun beim Zählen der keimfähigen und der todten Körner, daß das Verhältniß der letzteren zu den ersteren ein großes war, so sandte er regelmäßig dem Verkäufer der Waare den schlechten zurück und erhielt an Stelle desselben fast immer neuenSamen, der sich bei der Probe als völlig gesund und un verfälscht erwies. Humoristisches. Endet alles mit demTode? fragt Rev. Cook. Nein, bemerkt Josh Billings, in den Sezirsälen wird der Job" fertig gemacht. Warum, darum. Wie kommt es", frug ein Mitglied der Legislatur von Pennsylvania einen Staatssenator von Ohio, daß ihr mehr Idioten in eurem Narrenhause in Ohio. habt, als es in ei nem anderm Staate giebt V Das kommt daher," erwiderte der Gefragte, daß wir alle unsere Idioten in's Irrenhaus, aber nie einen in die Legislatur schicken." Die nachstehende ergötzliche Historie ist eines der Leibstückchen" des Rev. August Müller, zu Licking Pike Ky., weiland Schulmeister zu Indianapolis und bei allen Jndianapolitanern noch in guter Erinnerung : Eine fromme Bauernfrau in dem gut katholischen Gmündner-Kreis, geht, bela den mit einer Bütte voll frischer Butter von ihrem Dorfe nach Gmünd auf dem Markt. Unterwegs macht sie vor. einer kleinen, dem heiligen St. Neff" geweihten Kapelle Halt und verrichtet nach frommer Sitte ein Gebet. Vorher entledigt sie sich ihrer Bütte und stellt dieselbe g'rade unter die lebensgroße, aus Holz geschnitzte Figur des Heiligen, mit den Worten Heiliger St. Neff, b'hüt mir mei Butter." Ein reisender Handwerksbursche, der dies mit angesehen und angehört, macht sich, als die gute Frau in der Kapelle ihre Andacht verrichtet, über die Butter her und ver schwindet mit derselben, nachdem er dem Heiligen ein gutes Stück ums Maul geschmiert hat," wie der Erzähler sich ausdrückt. Als nun unsre gute Bauernfrau heraustritt und trotz des erflehten Schutzes für ihre Butter, letztere vermißt, ist sie ganz außer sich und blickt verwun

dert u. enttäuscht nach demHeiligen hinauf. Da sieht sie, wie der nach ihrer Mei

nung gerade das letzte Stückchen Butter

verzehrt und wüthend bricht sie in die

Worte aus : Wärescht du nit der heilige St. Neff, wie wollt' ich dir dit Gösch' verschlage ! Wenn der Müller cxcusez,

der Herr Pfarrer, in guter Laune ist und sein Anecdotenschätzlein durchstöbert, dann

kramt er dies Stücklein sicherlich mit aus.

Von ihm, in ächtem schwäbischen Dialect und m seiner jovialen Weise aufgetischt, hat das Stücklein stets eine durchschla-

ger.de Wirkung." Ein Geistlicher in Irland, der ganz unerwartet zu einemLeichenbegängniß gerufen wurde, um die Leichenrede zu

halten, fragte den Leichenbestatter nach dem Geschlechte des Todten, mit den Wor ten : Soll lch sagen ein geschiedener B?u

der oder Schwester V Keins von beiden"

flüsterte ihm der Gcsragte m's Ohr, es war nur ein Bekannter." .

ttzrÜTfZ;

Eiscnbahn-Zcit-Tabcllc Ankunft und Abgang der Eisenbahnzi in Indianapolis, an und nach Sonntr den 26. Mai 1878. i

Cleveland, Eolumbus, Cincinnati und I dianopolis Eisenbahn. (Bee Line.) ?

Abgang: N A S Bo Eri- .. 4:1535m D. ck S. Ex-t- 4:15 83m Union Acc. ...5:30 93m Daut'n T Ex. 12:('0 M 91. y. & 33. Sx...ö:2i) Nm E. S Ft. W. El-i-v:30Sim

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agxpreß o iöwi

L. u S. Ex 410 Bm M.u L. Ext .... 7 50 8m Col. u Mad. Ae.. 3 15 Nm

S.u EV.Gx.re.. 600 Nrn , Nacht ExxreS-k-.".l0 50Nm

Züge mit einem bezeichnet, bedeuten Bit Schlaf ' Wagen. .1 Mir einem P., Parlar.Car. i Mit R. Lthnseffel-Car. ..-" Mit einem -i-, sind täglich. v . " )

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