Indiana Tribüne, Volume 29, Number 159, Indianapolis, Marion County, 28 February 1906 — Page 5
Jndiana Tribüne, 2g Februar 1906
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Grundeigenthums Uebertragungen.
Fred. Stilz an Clara C. MatthewZ, Lot 34, BrownS Brookfide Park Add., 40 bei 120 Fuß. östliche Seite von Oluey Str.. südlich von 13. Straße, $1600. Henry C. Kiel an Henry H. Kiel, Lot 254 FletcherZ Woodlawn Add., 44.9 bei 183 Fuß, lnördliche Seite von Prospekt Str., westlich von Spruce, $3600. . - David F. Swain an Daniel H. Ja tout, Theil der westlichen Hälfte vom nordwestlichen Viertel, Section 24. Township 16, Range 8, Centtt Tshp. $7000t Jeremiah Griffin an Abner F. Con ner. Lot 23. Jndiana Central Rail vay -Company'S Subd. von Theil Außenlot 89 und 90, 26 bei 130 Fuß, verbessert. Nordseite Maryland Str.. östlich von Crnse Str. . $1500. Jda Krukmann u. A.' an Edward L. Moore. Lot 20, Patterson'S Subd. Theil Südoft Add., 36.8 bei 140 Fuß, verbessert, Nordostecke Spruce und Palmer Str. 81400. Lutie Vaughan an Mary I. Rabb, Theil LotZ 43 und 49, Bradshaw u. A. Sub., Theil Außenlot 100, derbessert, Nordseite Bradshaw Str., West lich von Virginia Ave. $1484. George 23. Goverdill an Charles R. Meyers, Theil beZ südöstlichen Viertel, Section 21. Township 15. Range 4. 40 Acres, Center Township. $5.500. Robert : JoneS an denselben, Lot 1. WileS u. A. Subdivifion, 10 Acres, Perry Township. $2,700. AmoS M. Springer an Nora M. Ctroup. Lot 8. ttettenbach'S Add.. 35 bei 172 Fuß. verbessert, westliche Seite der Parker Ave., südlich von 10. Str. 81.2000. JameS R. Gum an Erie Lamb, Lot 170, Rysemont Add.. 33 33 bei 99.66 Fnß. verbessert, westliche Seite der Warman Ave., nördlich von Victoria Str. 81.050. Jndilna Trust Co.. Cxec.. an Amalie Murr, zwei Drittel Interesse von Theil der östlichen Hälfte Außenlot 8, 50 bei 195 Fuß. verbessert, westliche Seite der Capital Ave., nördlich von North Str. 85.000. Hugh Dougherty an Carrie M. Morrow, Lot 517, Armstrong Park Aod., 35 bei 177 Fuß. verbessert, nörd. liche Seite der 33. Str., westlich von Rader Str. 83.500. Rose E. Spratt an Jacob Haller, Theil von LotS 15 und 16, Noble'S Subd.. Theil von Außenlot 103. 20 bei 149.4 Fuß, verbessert, östliche Seite der High Str.. nördlich von Prospect Str. 81.225. ThomaZ C. Dow an Barney D. Ladd, Lot 173, Allen & Root's Nord Add., 40 bei 156 Fuß, vacant, östliche Seite der New Jersey Str., nördlich von 17. Str. 82.000. Elizabeth Aichele an Rosetti Kneip, Lot 21. Dunlap u. A., Sub., Theil MorriS Add,. nördliche Seite von Re mington Str., 81,650. Charles 23. FairbankZ an Maximi. lian Kluger, Theil LotS 34 und 35, Sanders Straße Add., nördliche Seite von Downey Straße, westlich von Wright Str., 8350. Elizabeth Hofiert an Katie E. Sul phin. Lot 115, Malvern Add.. nörd. liche Seite von Michigan Straße, weft lich von Alton Ave.. 81.600. Horace B. Holloway an Albert L. Slaick. LotS 14 und 15, Square 16, Lincoln Vark Add.. südwestliche Ecke von Alabama und 25. Straße, 83.800. ' John N. Schooley an Furman Stout, Lot 33, West Park Add.. östliche Seite von Warman Avenue, südlich von Ohio Str.. 82.100. Theodor Stem, Bevollmächtigter, an Franciö F. Tremor zz , Lot 214, Kuhn'S 2C. erste Wefi Indianapolis Addition, 40 bei 150 Fuß, verbessert. Oftseite von ReiSner Str., nördlich von MorriS Str., 81100. Ernst F. Kottlowskl an die Jndia napoliS ManufacturerS' & CarpenterS' Union, Lot 9, YandeS' :c. Subdivi. fion, Oatlot 87. 53 bei 180 Fuß, Süd. oft Ecke von Eaft. und Bateö Str., 84000. Abbie S. Price :c. an dieselbe, Theil von Lot 11, dieselbe Gegend, bei 180'Fuß. verbessert, Oftseite von Eaft Straße, nördlich von Louistana Str., 83800. FranceZ M. Garriott an John 23. RagSdale :c.. nördliche Hälfte von Lot 23, AtkinS' zt. Unlverfity Place Addi tion, 50 bei 216.9 Fuß. verbessert. Westseite von Pennsylvania Str., nörd lich von 32. Straße 87000.
Berühmter Ingrnieur.
Charles Tl. JaeobS. eine Autorität auftrat biete 9tr Xunntlbautm. v In der Person de Ingenieurs Charles M. Jacobs in New York besitzt die Kunst tos Tunnelbaues unter Flüssen einen :hr?r hervorragendsten Exponenten. Das Werk, an dem Jacobs gegenwärtig sein oft erprobtes Können bethätigt, die Anlage von Tunnels unter dem Hudson und dem YÄN k v, V:.im(v wm : 1 i mV. , ''."" - " - -7 9 Jt? - Y1&Z1. im ;v.v:r4 s-C j ? 5 ' 3 tSfe '-4 -lC j.' Lhcrlcs M. Jacobs. ' East River. repräsentirt das kolossalste Unternehmen dieser Art. das je m Ausführung genommen ward. Jacobs steht in seiner Elgenschast als Ingenieur mit zehn theils schon vollendeten, zum Theil noch unfertigen Tunnelanlagen m Veromdung, die sämmtlich dem Zl?ecke dienen, die Manhattan-nsel mit dem Territormm östlich und westlich von New Aork mittelst des Schienenweges zu verbinden. Vier dieser Tunnel sind bestimmt, eine direkte Trolleycar-Verbindung zwischen New Jersey und New York herzustellen, während zwei den Anschluß an die Pcnnsylvania-Bahn derMitteln sollen, deren geplante Ver-kehrs-Verbefferungen in New Nork einen Kostenaufwand von M.000.000 involviren. Unter Jacobs Leitung entstanden des Weiteren die Pläne fjjr die Untergrundbahn unter dmEast-Niver an der Vattery; eböttsoist der Vau des Gastunnels unter demselben Fluß, welche Errungenschaft dem vcrstorbenen Austin Corbin zu verdanken ist, sein Werk. Ehe Jacobs auf Eorbins Veranlassung nach den Ver. Staaten kam, hatte er sich schon als Erbauer des Themsc-Tunnels einen Namen gemacht. Jacobs ist 56 Jahre alt. Ueber seine Vorbildung und die Anfänge seiner Laufbahn weiß man nichts. Wenn ihn Reporter ,darum befragen, so pflegt er lachend zu erwidern, er habe weder Zeit noch Neigung, so alte Geschichten auszugeben. Wichtige militärische Kommission. ?k?eifachung des Vrerzier-NeglcmentS der dentschen Infanterie. Große Aufmerksamkeit wendet man dermalen in Teutschland den Arbeiten einer militärischen Kommisston zu, die stch mit der Umgestaltung des bisherigen Ezerzier-Reglements für die InGenerel Ma? v. Vock u. Polach. fanterie befaßt. Die Neubearbeitung des Reglements soll eine wesentliche Vereinfachung in der Ausbildung der Königin der Waffen" bringen. An der Spitze des Komites sieht der Gene ral Max v. Bock u. Polach, Kommandeur des in Baden und im Oberclsaß stehenden 14. deutschen Armeekorps. Der jetzt 63 Jahre zählende General gilt als einer der hervorragendsten Truppenführer des' deutschen Heeres. Nach den Plänen des Komites soll die straffe Disziplin des Infanteriediensies unangetastet bleiben, dagegen sollen überflüssige Ererzierbewegungen. deren exakte Einübung Zeitverluste mit stch brachte, die mit ihrem Nutzen nicht mehr in Einklang zu bringen sind, fortfallen, so vor allem das Abbrechen in Sektionen." die Chargirung in vier Gliedern" und manche andere zeitraubende Uebung. Die bisher hierfür aufgewendete Zeit soll der feldmäßigen Ausbildung der Truppe zugute kommen. Durch diese Vereinfachungen wird eine hochwillkommene Era'änzuna zu der Abkürzung der Dienstzeit auf zw Jahre, sowie auch eine vollkommenere Ausbildung für den Dienst im Felde geschaffen. . .Bereits vor einem Jahre beschritt Kat.er Wilhelm öiesen Weg dutch Ab
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Fassung der Doppelkolonne, des Kaes, des Rückwärtsrichtens und der Kehrtwendung beim ' Uebergang aus dem Marsche zum Feuern, sowie durch fördernde Maßnahmen für den Schießdienst. Jetzt soll nun. wie schon erwähnt, das Exerzier-Reglement einer Durcksiöt unterzogen werden, um alle Bestimmungen des Reglements zu beseitigen. die nicht zur .Wahrung der Manneszucht und zur Ausbildung für den Felddienst nothwendig stn& Da dem Ausschuß auch diejenigen höheren Offiziere zugetheilt sind, die dem ostasiatischen Kriege beigewohnt haben, so ist anzunehmen, daß auch die Lehren dieses letzten Feldzuges bei der Neubearbeitung des Reglements berücksichtigt weiden. Die Arbeiten werden längere Zeit in Anspruch nehmen, doch ist zu erwarten, daß ihre Abänderungsvorschläge nach Genehmigung durch den Kaiser ohne vorherige Prüfung durch das Jnfanterie-Lehrbataillon gleich im ganzen Heere probeweise eingeführt werden. Vongrcsi-Einpcitschcr. . . ' Ihre Aufgabe und der ihnen winkende Loh. Lrdensmitgliedcr. Eine wichtige Funktion in beiden Häusern des Kongresse'! üben die sögenannten Einpeitscher" der verschiedenen Parteien aus. Ihre Aufgabe ist es, bei Abstimmungen dafür zu sorgen, daß möglichst viele ihrer Parteigenossen zur Stelle sind. Als Lohn winkt einem tüchtigen und erfolgreichen Einpeitscher die Aussicht, Führer seiner Partei zu werden und sogar, soweit das Repräsentantenhaus in Frage kommt, dereinst bei günstiger Konstellation das Sprecheramt zu bekleiden. Die Ernennung des Einpeitschers geschieht durch den jeweiligen Parteiführer. Im Un-
WSMS J, 'WiW ',?'H5iS?V. ' V 'MM'Mw 'ttsK--'-"::-??. r vfi r ;r -'. : . . 5"?W-?i5 '4' n'vrf''-i 1 v?ii'Vrv,p ''V-i?.1-. -tys-s-1 f-zJyS-'h- tJ-v--.n-'j. iV yrS--x-. - irJ'i'V'ks- tfrf T . MWMMHxA U'ßmm, V ; x r?-; t -'. --v, Mr?::v i v?1?' '' -ii i x'H'vy Sfi' 1 ,. - r'f ' S 7Jf' :4-ifär mmmßwm rfSf 7i ÄfeW-H si'.. --i. s-.-V-iV' - MmfnmM ! -i ? :Sftiiff"JfS. W2sr ?si.-v: fK-vv Krs .. ?ww--'-fr frvK. ' tyAi,i.- Vr-inV jJA ', X ':(Vi -r-v- iWv - '-- v. MBBNMMWZ'MM WWOMAD'MS ktf. - MMMcX fMvr&r
-i''fftrv James E. Watson. terhause des Kongresses versehen gegenwärtig die Stelle des Einpeitschers auf der republikanischen Seite James E. Watson von Jndiana, auf demokratischer Seite James T. Lloyd von Missouri.' James E. Watson wurde 1864, in Winchester, Ind.. geboren. Er besuchte die Winchester-Hochschule. und die De Pauw-Universität. Ind.. studirte die Rechte und ließ sich, zur Barre zugelassen. in Rushville. Ind.. als Anwalt nieder. Er wurde als Mitglied des Ordens der 'Pythias-Ritter Großkanzler desselben und war zwei Jahre lang Präsident der Staats-Epworth-Liga. Bei den Kongreßwahlen im Jahre 1894 trat Watson als Gegenkandidat des Kongreßveteranen und ehemaligen Wachhundes des Schatzamtes," Holman, auf und trug den Sieg davon. Er wurde für alle folgenden Kongresse als Repräsentant wiedererwählt. Republikanischer Einpeitscher ist er seit Beginn der jetzigen Session. Watson spricht geläufig Deutsch; als eifriges Kirchenmitglied dirigirt er den Chor der Methodisten-Gemeinde in Rushville. James T. Lloyd. der im 49. Lebensjahre steht und in Canton, Mo., das Licht der Welt erblickte, dient als demokratischer Einpeitscher im Repräsentantenhause bereits im dritten Jahre. Dem Kongreß gehört er als Repräsentant seit 1897 an. Lloyd bethätigte stch, nachdem er 1878 an der Christian-Universität. . Mo., graduirt hatte, mehrere Jahre als Lehrer, lag Jame T. ttoyd. hierauf dem Rechtsstudium ob und wurde Advokat. Er war von 1879 bis 1883' Deputy Sheriff von Lewis County, Mo., und, von 1889 bis 1893 Anklageanwalt des Countys; Lloyd ist Mitglied des Odd Fellow-Ordens und des Ordens der Pythiasritter.
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Schnurriger Chcatkykttcl. In einem süddeutschen Archiv wird noch unter Anderem ein aus dem Jahre 1817 stammender Theaterzettel aufbewahrt, der, von der damals in Süd'deutschland umherziehenden Gesellschaft des Direktors Willibald ausgegeben wurde. Der Zettel lautet-wie folgt: Mit hohe? Bewilligung wird die im Gasthofe zum Hirschen sich d:lcktirende Schausplelerg:sells6)aft'die Ehre haben aufzuführen und zwar auf allgemeines Verlangen: , Ritter Adelungen und Klara von Hohenc'.chen; oder: Er liebt sie und wird wegen ihrer eingesperrt, und sie liebt ihn und kann ihn nicht habhaft wcrd:n. Personen: Ursma? Graf von Adelungen, Ritte? allda: Herr Jlle. Klara von Hoheneichen, ermordete Wittwe weilands Hugo von Hoheneichen. seine heimliche Inklination: Madame Vausenwein. Benjamin, ihr kleiner Sohn, Kind von zwei Jahren: Die siebenjährige Tochter des Direktors. Ritter Bodo, der Neidhart. schlechter Charakter, voller Tücke. Vorsicht. Hinterlist und Nebenabsichten: Der Direktor. Wilhelm, ein alter Knabe und Knappe, Trunkenbold und H'andelsüchtig: Herr Lothar. Otto, ein unbekannter Ritter, dessen ungeachtet offenherzig und freundschaftlich: , ...Debütant von hohem Adel und Talent. ' Der Gefängnißwärter auf Heinrichs Feste, eitler Mann, jedoch interessirt, aber' äußerst riegelsam: Herr Bursberg, Vater. Ädelinde, Klaras Zofe, folgt ihr in Noth und Tod: Herr Bursberg, Sohn. Erster Knappe: redet nichts. Volk, Reiter, Knappen, Knechte. Wer im dritten Akt auf dem Theater einen Reisigen macht, kann den vierten umsonst sehen. Anfang um 6 Uhr. Ende um 10 Uhr, wenn es voll ist; ansonst um 8 Uhr. NB. Es werden auch Viktualien an Zahlungsstatt angenommen. Handschuhe aus alten Sagen. Unter den zahllosen Kuriositäten, die man im Londoner Britischen Museum zu sehen bekommt, findet sich auch ein Paar Handschuhe, das vor mehr als dreihundert Jahren von der Königin Elisabeth getragen worden ist. Die Handschuhe erregen das lebhafteste Interesse namentlich aller Damen, die sie zu Gesicht bekommen, nicht nur, weil sie von so feinem, weichem Leder verfertigt und und mit so gediegenem Goldfaden, genäht sind, sondern vor allem, weil sie von einer Größe sind, die heutzutage kein Damenhandschuh mehr aufweist. . Der Daumen daran ist 12 Centimeter lang, und quer über den Handrücken hinweg mißt das Ding reichlich 10 Centimeter. Das Pätschchen." das diesen weißen Handschuh ausfüllen konnte, mochte allerdings oft kräftig gnug zupacken müssen, um auch zu der schwierigen Führung eines Zepters geeignet zu erscheinen. O diese ..Ausgewachsenheit" der Hände nun in der Familie lag. oder ob man zu jener Zeit am englischen Hofe keinen Werth darauf legte, daß Hand-
schuhe straff saßen, ist heute für uns schwer zu entscheiden. Thatsache ist, daß ein Handschuh von Heinrich dem Achten, der sich gleichfalls in jener Sammlung befindet, von geradezu ungeheurer Größe ist. Eine Inschrift daran besagt, daß der König ihn zur Falkeniagd getragen habe. Er ist aber so reichlich berechnet, daß mehr als ein Jagdfalke darin versteckt werden könnte und doch noch überflüssig Raum bliebe für die Hand, die ihn tragen sollte. Man kann sich gar nicht vorstellen, daß dies Ungethüm nicht einfach von der Hand heruntergleiten mußte. Doppclgängcr. . Zwischen dem 1836 geborenen berühmten, holländischen Maler Alma Tadema und dem nicht minder geschätzten englischen Zeichner und Schriftsteller Du Maurier, der 1896 starb, beftand eine derartige frappante Aehn-lichkeit,-daß -nicht fetten die drolligsten Verwechslungen vorkamen. Als eines Tages einer der beiden in einem Ausstellungssaale sich mit einer kunstbegeisterten Dame unterhielt, bemerkte diese im Laufe des Gesprächs: .Ich muß Ihnen übrigens gestehen. Herr Alma Tadema, daß es mir unbegreiflich ist. wie man behaupten kann. Sie feien Herrn Du Maurier ähnlich, oder wie man Sie gar mit jenem Herrn verwechseln kann! Eine solche Täuschung ist doch nur für einen ganz oberflächlichen Beobachter möglich und -Entschuldigen Sie, daß ich Sie unterbreche. meine Gnädige, um einen kleiXKfXi rrfmm si, frisfii n sin V3 0 v v ""7 , . . Am ma c nr 1 . L du imauntT " mutete oie ANiwor:. . Gedänkenfplitttr. Die Frauen, die sich um den Finger toickeln lassen, lassen sich oft sehr schwer wieder abwickeln. . Die Lüge wollte salonfähig sein; da zog sis schöne Kleider an und nannte - sich Schmeichelei. Mancher zittert nur immer vor der Möglichkeit und vergißt, sich für die Wirklichkeit zu wappnen. , . Der Geschwätzige gibt alle seine Gedanken au5 bis auf einen: was er über sich selbst denkt. Gegen Großmäuligkeit gibt es nur ein Mittel: noch ein größere Maul haben!
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Ausland KKHK:-H-M-K- .. Früherer Bürgermeister e n t l e i b t s i ch. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Ottendiehl. Oberbayern. Oekonom Joseph Kahn in Salmdorf, hat stch in einem Anfalle von Geistesstörung erhängt. I5irce unangeneyme Verwechslung passtrte kürzlich einem Parlaments - Kandidaten in England. Er brachte eine Ansprache an die Wähler seines Ortes fein fäulerlich zu Papier und nach dieser nütz lichen Beschäftigung schrieb er auch gl:Zch, weil's in einem hinging," einen Brief an seinen Schatz. In seiner Zerstreuthcit steckte er jedoch die beiden Episteln in die falschen Kouverts. Ter Drucker war nicht wenig erstaunt, als er den Auftrag las, 10,000 Exemplare dc3 Liebesbriefes in Eirkularform her'.'.:?cn. ' Radrennen auf der Bühne. Wie bereits feit einer Reihe von Jahren, so fand auch Heuer wieder auf der Bühne des Centraltheaters in Dresden ein Nadfahrrennen statt. Die besten deutschen Rennfahrer waren betheiligt. Der Weltmeisterschaftsfahrer Nobl errang den ersten, 2000 Mark betragenden Preis, zweiter wurde BaderBerlin, dritter Hansen-Kopenhagen. Ungetreuer GerichtsVollzieher. In seiner Zelle in Dresden erhängte stch der verhaftete Gerichtsvollzieher Kranz. Kranz stand im Verdachte, 140 Mark, die er in seiner Eigenschaft als Gerichtsvollzieher des Amtsgerichts von einem Schuldner zur Ablieferung an die Gerichtskasse erhalten hatte, unterschlagen und in Bezug auf diese Unterschlagung ein Pfändungsprotokoll gefälscht zu haben. Deserteur als Diebsf ü h r e r. Die Kriminalpolizei in Düsseldorf, Rheinprovinz, verhaftete mehrere Mitglieder einer weitverzweigten, wohlorganistrten Diebesbande, die es in größeren Städten besonders auf den Raub von Gold- und Silbersachen abgesehen hatte. Der Anführe.? der Lande, ein Deserteur des 53. preußischen Jnfanterie-Regiments in' Kalk. Monteur Heinrich Mostert, befindet stch im Militärgefängnisse. Viele Werthfachen wurden bei den Verhafteten befchlagnahmt. ; Selbstmord eines Schülers. In Grünberg, Hessen, verübte der im 17. Lebensjahre stehende realgymnasialschüler v. Eif Selbstmords Der junge Mensch, der in Gießen' die Schule besuchte, hatte im Klassenzimmer die Gashähne vor der Freiviertelstunde geöffnet, um einem Lehrer, von dem er stch schlecht behandelt glaubte und von dem er wußte, daß er das Zimmer zu betreten pflegte, um stch eine Cigarette anzuzünden, eins auszuwischen. Eif war darauhin von der Schule verwiesen worden. Schätzte sich zu hoch ein. Einem Fleischermeister in Berlin ging jüngsthin von der Steuerveranla-gungs-Kommisston die folgende Benachrichtigung zu: Mit Bezug auf Ihre Steuererklärung werden Sie darauf aufmerksam gemacht, daß Sie Ihr Gesammteinkommen irrthümlich zu hoch angegeben haben." Es folgte nun die Berechnung und der Nachweis, daß durch einen Rechenfehler das Gesammteinkommen um rund 1000 Mark zu hoch angegeben worden war. Dann ward noch hinzugefügt: Bei Ihrer Veranlagung wird dies zu Ihren Guttsten richtig gestellt werden." Mit bestem Dank nahm der Meister von dieser Venachrichtigung Kenntniß. Student als Z o p'fa bschneide?. In Berlin wurde ein bereits feit längerer Zeit gesuchter Zopfabschneider auf frischer That ertappt und nach der' Polizeiwache gebracht. Hier wies sich der Verhaftete als ein 22 Jahre alter Student der Schiffbautechnik aus. Seinen Angaben nach stammt er aus Valparaiso und studirt im neunten Semester an der Technischen Hochschule in Charloitenburg. Eine Haussuchung, die in seiner Charlottenburger Wohnung vorgenommen wurde, förderte -31 Zöpfe und eine Menge Locken zutage. Der Unhold gab zu, daß er sie alle heimlich den Trägerinnen abgeschnitten habe. Die Zöpfe, die er von Zeit zu Zeit aufund wieder zuflocht, bewahrte er forgfältig in seinem Schreibtisch auf. Um jeden hatte er ein Bändchen gebunden, das Tag und Datum des Abschneidens trug. D i e k le i n st e Geige, die wohl je gebaut worden ist, wurde von dem Fabrikanten Thomä in Markneukirchen, Sachsen, in einem Zeitraum von zwei Wochen hergestellt. Die Geige repräsentirt einen Werth von 100 Mark. Sie ward nach Berlin gesandt, und zwar an die Redaktion der Mu-stker-Zeitung." Die Geige hat die Länge von 64 Millimeter; oben ist sie 14 Millimeter und unten 16 Millimeter breit. Der Bögen ist in I-Größe hergestellt und 45 Millimeter lang. - Der Saitenhalter und die Wirbel sind aus Elfenbein gefertigt. Die übrigen Veftandtheile sind im genauen GrüßenderHältnisse angefertigt und auch von'demselben Holze, wie eine große eige. Auch der die Geige fassende Kasten entsvricht der Form eines größeren und hat die Länge von 72 Millimeter. Das Gewicht 'der ganzen ' Garnitur betragt 12 Gramme - ' ' - ' X
Die Zahl de.r Automo bil - Omnibusse in London betrug vor Zwölf Monaten erst 20 und ist jetzt schon auf 230 gestiegen. Binnen Kurzem soll 'ihre Zahl noch bedeutend erhöht .werden; die'.dazu nöthigen Bestellungen sind längst gemacht, doch hat, die Ablieferung infolge Ueberlastung der - Fabriken eine Verzögerung erfahren. ' ' -.W ieausKopenhagen berichtet wird, beabsichtigt die Oberleitung des Finsenschen Lichtheilinstituts die Errichtung einer Lichtheilanstalt für Herz- und Nervenkrankheiten. Zur Errichtung der Anstalt, die ebenso wie das Lichtheilinstitut für Lupuskrank heiten einen privaten Charakter haben soll, wird eine Staatsbeihilfe nachgesucht, werden. Außerdem wird das Comite für das Finsendenkmal aufgefordert, eine größere Summe von den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für die neue Lichtheilanstalt aufzuwenden. Ueber Versuche, die Dr. Hasselbach im Finsen - Institut vorgenom- , t : jr 1 -1 r: . 1 1 v:.
mcii yai, wiiü üeuaiiei, ie qanen uic schon im Jahre 1900 von Finsen ausgesprochene Ueberzeugung bekräftigt,, daß durch die Lichtbehandlung vielen Herzleidenden, möglicherweise auch gewissen Nervenleidenden, geholfen werden kann. Ein Berliner Einbrecher, der seit anderthalb Jahren im Zuchthaus zu Brandenburg an der Havel seine auf . zweieinhalb Jahre bemessene Strafe verbüßte, verfiel, um die ersehnte Freiheit zu erlangen, auf folgende Verwandlungstricks. Da er von Beruf Schlosser war und als solcher beschäftigt wurde, trug er auch blaue Schlosserkleidung. Um sich nun unkenntlich zu machen, strich er sich die Hosen mit brauner Farbe an, nähte sich einen Schirm an seine Mütze und verschaffte sich allerlei Werkzeug, mit dem er nach und nach die Eisenstäbe seines Zellenfensters durchschnitt und dafür Holzstäbe einsetzte, so daß der Aufseher die Umwechslung des Gitters nicht erkennen konnte. Als er so alle Vorbereitungen zur Flucht getroffen hatte, ließ sich der Sträfling Abends gegen 6 Uhr gemächlich zum Fenster nach dem Hof hinaus und ging dann durch die Thür, da er für einen im Zuchthaus thätigen Arbeiter gehalten wurde, anstandslos auf die Straße. Erst zwischen 7 und 8 Uhr wurde er vermißt, und' nun. wurde nach allen Himmelsrichtungen hin gedrahtet, man möge auf den Schlosser fahnden. Er wollte nach Berlin, gelangte aber nur bis Ketzin an der Havel, wo er in der Nacht durch den Nachtwächter angehalten und verhaftet wurde. ZuBrandstiftern wurden aus Mißgeschick vier verirrte Schneeschuhfahrer, die im savoyischen Städtchen La Röche eingebracht worden sind. Vier junge Leute aus guter Familie, zwei junge 'Männer und zwei Mädchen im Alter von 18 bis 21 Jahren, hatten eine Besteigung des Balmesberges unternommen, waren aber in Nebel und Schneegestöber gerathen und vom rechten Weg abgekommen. In der Abenddämmerung erreichten ste ein unbewohntes Hölzernes Bauernhaus, das ihnen als tXl'(Ai'(yAlßjtk A"st raXl jiuuiijtnjttyt tuvu ituji uuu. zündeten also ein tüchtiges Feuer an, ohne zu bemerken, daß der Schorn-' stein nach dortigem Landesbrauch mit Heu vollgestopft war. um dem Schnee den Eintritt in die Küche zu verwehren. Das Heu nun fing Feuer, und dieses 'theilte stch dem Schindeldach mit. so daß die Hütte alsbald in hellen Flammen stand und die erschrockenen Bergfahrer in die kalte Nacht hinausflüchten mußten. Nach vieler Mühsal erreichten ste endlich La Roch?, wo sie ihr Abenteuer erzählten. Diebeiden Mädchen waren in einem traurigen Zustande; ihre Beine waren, von. der Kälte ganz gelähmt. Dazu haben sich die vier Pechvögel nun auch noch vor dem Richter wegen fahrlässiger Brandstiftung zu verantworten. Der Werth des abgebrannten Chalets ist auf 8000 Francs geschätzt worden. D e r W e g ' z u m M i t t e l -m e e.r. dürfte für ganz Ostdeutschland noch im Laufe dieses Jahrzehnts um etwa 200 Kilometer abgekürzt werden. Oesterreich baut zur Zeit einen neuen, Alpendurchschnitt, die besonders großartige Tauernbahn. Die Bahn bildet bekanntlich eine Fortsetzung der neuen Linie von Lend nach Bad Gastein. Sie ist schon bis Schwarzach in Betrieb. Der TauernTunnel, der der größte seiner Art werden wird, wird demnächst in Angriff genommen und soll schon 1908 fertig werden. 1909 würde dann die ganze Bahn bis Sachsenburg a. d. Drau eröffnet werden. Es wird dadurch eine durchgehende Verbindung bis Trieft hergestellt. Die Vortheile des näheren Weges zum Mittelmeer will sich auch Bayern sichern. Es plant eine Fortsetzung der Tauernbahn auf seinem Gebiet. Diese soll von Freilassing, dem Grenzort bei Salzburg an der bayerisch.- österreichischen Grenze entlang bis Mühldorf an der Bahn München-Simbach gehen. Ein Entwurf der Regierung liegt dem Landtag bereits vor. In Mühldorf findet die Bahn Anschluß nach Regensburg und weiter nach Norden. Die Abkürzung, die der neue Weg zum Mittelmeer gegen die Verbindung über den Gotthard nach Genua bietet, beträgt' für Passau 290, Nürnberg 145. Re-' gensburg. Leipzig und Dresden 220" Kilometer. . . ' .
