Indiana Tribüne, Volume 28, Number 211, Indianapolis, Marion County, 28 April 1905 — Page 6
Jndiana Tribünc. 28. April 1903
Ss lebe der Zar! Skizze aus der Gegenwart von Wladimir Kondratenko.
Selbst bis in die stille Poljustrover I orstadt drang der Lärm, wenn auch durch die große Entfernung gedämpft Schüsse. Schreie, das Getrappel von Pferdehufen. Wenn sie es auch nicht sahen, meinten sie es doch zu hören, das Niedersausen der blan!cn blutgerötheten Säbel und das Pfeifen der Kosakenpeitschen auf wehrlose Menschenleiber, die sich unter den Schlägen wanden, aber doch nicht um Gnade flehten, in den Herzen leidenschaftliches Rachegeschrei. m Wo er nur bleibt, Nasstenka!" Die zitternde Stimme der alten Frau, die vor der ewigen Lampe, die ein racti rothes Dämmerlicht über die kahle Stube ausgoh, niedergesunken war, drang kaum hörbar an das Ohr des jungen Mädchens, das ruhelos auf und niederging. Wo er nur bleibt, Nasstcnka!" seufzte wieder die alte Frau. Wer? Luka?" fragte das Mädchen, aber seine Gedanken waren, wie man aus der Frage heraushören konnte, weit fort. Es stand mitten unter den Arbeitermassen, die sich ihre Knechtung nicht länger gefallen lassen wollten und wie ein ungeheures Meer sich z:m Zarenpalast wälzten, um mit oem Kaiser von Angesicht zu Angesicht zu sprechen. Es sah die Soldaten heransprengen, bereis auf die Empörer" zu schießen und sie niederzustechen die Empörer", die nichts ineitel wie ihr gutes Recht forderten, und tieft Empörung erfüllte sie. Wie konnten sie nur vorgehen wie Feinde gegen die, die ihre Brüder waren? Gemeinsame Sache sollten sie machen mit den Ansrührern" und sich wenden gegen die hundertköpfige Giftschlange, di: das Volk umklammert hielt und in ihm jede Regung von Freiheit ablödtett. Am liebsten wäre Nasstenka m:t in den Kampf gegen die Feinde ihres Vater landes gezogen, hätte sie sich ihnen entgegengeworfen mit Säbel und Rcvolder, um sich eine Märtyrerkrone zu verdienen. Seite an Seite mit Iwan! Iwan! Was galt ihr Luka? War er ihr mehr als ein Beschützer des Zaren, einer mehr von den Verblendetem, die gegen die Noth des Vaterlandes die Augen mit Absicht schlössen und sich auf dieSeite der verabscheuenswerthen Unterdrücker jeder freiheitlichen Regung stellten? Sie stand ihm wie eine Fremde gegenüber. Und er war doch ihr einziger Bruder, der, mit dem sie lange Jahre zusammengelebt mit dem sie herangewachsen war, mit dem sie ihre kindlichen Freuden und Schmerzen getheilt hatte. Manchmal überkam sie es sogar wie ein Gefühl der Verachtung, wenn sie ihn so selbstbewußt und sicher in seiner schmucken Uniform kommen sah. Er hätt-' sich schämen und verkriechen sollen, anstatt sie so prunkend zur Schau zu tragen. Ja einst aber das war so lange her, daß es ihr wie ein Traum nur schien einst war sie ihm wirklich eine treue Schwester, die sich freute über alles gute, was ihm widerfuhr und die noch stolzer als er gewesen war, als der Zar ihm, der gerade Wache hatte vor dem Schloß und ob seines stattlichen Aussehens ihm aufgefallen war, bei seinem Austritt ein paar freundliche Worte sagte und einen Goldrubel schenkte. Wenn sie jetzt daran dachte ein höhnisches und zugleich ein trauriges Lächeln flog um ihre Lippen. Welch eine Phantastin war sie doch gewesen! Und wie viel hatte sie nicht Iwan zu danken! Bevor sie ihn kennen lernte, hatte sie nicht geglaubt, daß es solche Menschen gäbe, wie ihn, so voller Selbstlosigkeit, so voller Güte. Ihm galt es nur, der Sache zum Sieg zu helfen, der heiligen Sache, nicht sich in den Vordergrund zu drängen und als Held feiern zu lassen. Den Unterdrückten wollte er helfen mit seinem Gut und Blut. Nasstenka wußte nicht, woher er stammte. Irgendwo her aus Kleinrußland glaubte sie gehört zu haben nicht von ihm, sondern von einem, der ihn längere Zeit kannte. Er sprach nie von sich, aber man merkte an seinem Benehmen, daß er kein Arbeiter war, und an seinerSprache, daß er zu den Gebildeten" gehörte. Man kannte ihn allgemein unter dem Namen Iwan", und jeder wußte, daß er es war, wenn man von Iwan" sprach. Sein Name bedeutete einen Heroldsruf und einen Trompetenstoß, sein Name bedeutete so viel wie sreiheit und Recht! Von einem sonderbaren Gefühl der Unruhe wurde Nasstenka gepackt. Jetzt, wo es galt, sein Leben für die Sache einzusetzen, blieb sie zurück in der sicheren Stube, feig, als hätte sie keinen Thei! an, dem Kampfe, der durch die Straßen tobte und Petersburg in ein Kriegslager verwandelte. Sie verließ Iwan, ihn, dem sie Treue geschworen bis in den Tod. Abtrünnig wurde sie, wo es galt, zu zeigen, wie ernst es ihr war mit ihrem Treueschwur. sie durfte nicht daheim bleiben, wenn die anderen ohne Unterschied des Geschlechts undAlters in den Kampf zogen. Ihr Entschluß stand fest. Sie band sich ein Tuch um den Kopf zum Schutz gegen Wetter und Wind, verbarg unter der Schürze ein Handbeil und trat, unbemerkt von der Mutter, die stumpf vor sich hinbrütete, hinaus in die Dämmerung.
Ein Gefühl des Mitleids mit der alten Frau ergriff sie. Die saß vor dem Muttergottesbild und betete in dumpfer Angst, daß ihrem Liebling Luka kein Leids geschehen möge; die hatte ganz vergessen, daß sie noch eine Tochter besaß, die wartete nur sehnsüchtig auf den Sohn, der ihr versprochen, wenn es nur irgend anging, auf einen Augenblick zu ihr hereinzusprin.ien was kümmerte die sich um die Tochter. In den Straßen Menschengruppen, Männer, Weiber, sogar Kinder im Schnee, der den Damm in eine schmu-tzig-weiße, schlüpfrige Bahn verwandclt hatte. Nirgends ein lautes Wort, nur Gemurmel und Flüstern. Und alle dachten nur an das Eine: Werden wir den ?ieg davontragen oder in den Boden gestampft werden? Nasstenka wußte nicht, wohin sie sich wenden sollte, sie war ohne Ziel. Da höte sie leise Iwan" und dort wieder Iwan" und dann nach den Pulverfabriken!" Es war wie eine Parole, die heimlich ausgegeben wurde. Jetzt wußte sie Weg und Ziel. Doch ehe sie noch weiter eilen konnte, fühlte sie sich zurückgehalten wie von einer geheimnißo?llenMacht, ein dumpfes Geräusch wie von fernem Donner! Die Menschen drückten sich an die Häuser, tauchten unter in den Schatten der Gassen, verschwanden hinter den Thüren. Die Straßen waren wie reingefegt von allem Lebenden, und in einem todtenähnlichen Schweigen rückten die Soldaten an. Man wußte, daß es den Pulverfabriken galt, und sie zogen zu ihremSchutz heran. Nasstenka sah sie kommen, protzend in ihren Uniformen, auf die feuchter Schnee niederrieselte, die blanken Säbel in der Faust; wie Sieger erschienen sie sich. Kein Mensch am Fenster der Häuser, alles finster und schwarz, nur fern flackerten Holzstöße, die ein unruhiges Licht auf kurze Entfernung gaben. Nasstenka drückte sich in den Schatten eines alten Hauses mit schiefen, abgebröckeltenWänden, es flammte in ihren Augen auf, als sie die Zarenschergen kommen sah, ein Regiment Kavallerie, dann ein Trupp Kosaken, dann Infanterie. Pferdegetrappel, sacht im Schnee fast vertönend, und der taktfeste Schritt der Fußsoldaten. Da zog dieAuslese hin in einen fruchtlosen Kampf, wie viele kamen zurück aus diesem Streit auf Leben und Tod? Schade um sie, dachte Nasstenka, und wehmüthige Trauer um diese nutzlosen Opfer erfüllte sie. Einen Augenblick trat lebhaft ihr Bruder vor sie, sie erschrak fast, wie leibhaftig er vor ihr stand. Aber es war keine Vision. Da kam er in Reih' und Glied, stolz, selbstgewiß, bereit, sein Leben für den Zaren hinzugeben. Nasstenka wandte sich ab, sie fürchtete, er würde sie erkennen. Aber er zog an ihr mit feinen Kameraden vorbei ein langer Zug, gleich einer Schlange, die in die Finsterniß verschwand. Kaum waren die Soldaten in die Dunkelheit, die nur matt vom Schnee erleuchtet wurde, untergetaucht, da wurde es wieder lebendig, die Menschen kamen hervor aus ihren Verstecken, sammelten sich, die Gruppen schlössen sich aneinander immer mehr, mehr der Menschenstrom erhielt Zufluß von allen Seiten, wie ein Gebirgsbach im Frühsommer, wenn der Schnee schmilzt, anschwillt zu einem reißenden Strom. Und immer lauter wurde das Geflüster und das Stimmengewirr erhob sich und vereinigte sich zu dem stürmischen Ruf: Iwan. Iwan!" Nasstenka schwoll das Herz voller Stolz und Freude, als sie den Namen des Geliebten von tausend und abertausend Lippen hörte. Sie wollte sich vordrängen, aber es gelari ihr nicht. Wie Mauern standen die Menschen und so sah sie ihn nur durch Hunderte getrennt. Wie ein heimlicher Kaiser erschien er ihr, eine unsichtbare Krone schien ihr auf seinem Kopf zu funkeln und ihrem zaubervollen Glanz schienen die Tausende zu folgen gleich einem Heer, für das es keinen Widerstand gibt. Und dem ersten Strom wälzte sich ein zweiter, größerer, gewaltigerer nach weiter weiter nach den Pulverfabriken 3a, bis er plötzlich sich staute wie vor
einem Damm blanke Säbel blitzten auf, ein Commando: Feuer!" und die Kugeln pfiffen. Ein Wuthschrei antwortete der Salve, und die Menge, die bis dahin schweigend dahingezogen war, drang wie in elementarerGewalt vorwärts, ein Wuthschrei zerriß die Luft. Es gab keinen Pardon. Auge um Auge, Zcchn um Zahn! Ein erbitterter Kampf wie auf einem Schlachtfeld. Iwan, der Führer, voran, ein Säbel, den er einem todten Reiter entrissen, funkelte wie ein Blitz durch die Dämmerung. Nasstenka sah nur ihn, ihn. Sich selbst hatte sie ganz vergessen. Da erblickte sie Luka, das Gesicht blutbedeckt, wie ein Fels inmitten Niedersinkender jetzt sprang ihm Iwan entgegen ein lurzer Kampf, da sank Luka und über ihn fort drängte das Herr der Sieger weiter, weiter den Pulverfabriken zu Iwan an der Spitze. Nasstenka sah ihm mit leuchtenden Augen nach, sie meinte ihn noch zu sehen, als er schon weit fort war. Dann suchte sie Luka. Er lag im letzten Kampf mit einem Stärkeren, aber seine Lippen drängten doch noch ein paar Worte vor: Es lebe der Zar!"
Eine merkwürdige Thurmuhr besitzen die Bewohner des Dorfes Klieken bei Zerbst. Seit längerer Zeit ist dieser Mechanismus mit der mitteldeutschen Zeit in Differenzen gerathen. Die gute alte Thurmuhr machte" nämlich die Stunde in 48 Minuten, und jetzt auf einmal hat sie mit einem dumpfen, grollenden Laut ihre Funktion vollständig eingestellt. Den Grund hierzu bildet ein Familienidyll. Ein Sperlingspaar hat in dem Uhrgehäuse Wohnung genommen und pfeift lustig auf das Dorf hinab, das nun zeitlos" dahinträumt. Der Dorfschmied wird aber die Jylle stören und den Eingang zur Uhr sperren. Im nächsten Jahre soll der Tburm dann umgebaut und die Uhr in den wohlverdienten Ruhestand versetzt werden. Das Schöffengericht z u Flensburg verurtheilte einen 13jährigen Schulknaben zu drei Wocher. Gesängniß. Der Knabe hatte im Hafen ein Boot gestohlen. Dieses Boot wurde zunächst mit einer Kajüte ausgestattet, dann erhielt die Kajüte sogar einen Ofen, um sich gegen die Kälte zu schützen, und darauf begann auf dem Boote ein richtiges Räuberleben. Alles, was man gebrauchte, wie Lampe, Feuerung u. f. w. wurde gestohlen. Die Verproviantirung, die hauptsächlich aus süßen Sachen bestand, hatte ein Spießgeselle übernommen. Es gelang diesem auch, verschiedene Male durch Schwindeleien von Bäckern etwas zu ergattern, bis schließlich die Räuberbrüt entdeckt und seine Insassen oerhaftet wurden. Wahrscheinlich hatte das Lesen irgend einer Schauergeschichte ihre Köpfeverdreht. JmEtablisjementBost o ck zu Paris wollte der Besitzer des Lokals auch einen Ringkampf zwischen Mensch und Löwe vorführen. Die Vorübungen dazu wurden seit einer Woche zwischen dem von Bostock selbst gezähmten Löwen Brutus und einem jungen Ringer Namens Rey gemacht. Bei der letzten Probe kam es nun zu einer entsetzlichen Scene. Der sonst gutmüthige Löwe stürzte sich plötzlich auf feinen Gegner, warf ihn zu Boden und begann ihn zu zerfleischen. Mehr als zwanzig Leute waren nöthig, um das wüthende Thier von dem Bedauernswerthen loszubringen. Der linke Arm und das linke Bein waren vollständig zerrissen, die ganze Seite arg mitgenommen, und in hoffnungslosem Zustand wurde Rey in'? Hospital gebracht, ein Opfer seiner Tollkühnkeit und der Sensationssucht des Lokalbesitzers. Eine Expedition von zehn englischen Sportsleuten wird im Juli zu den arktischen Regionen abfahren, um dort Eisbären, Walrosse und anderes großes Wild" zu jagen Jeder Theilnchmer muß $1400 zur Deckung der Unkosten zahlen. Das Dampfschiff Bore", ein Passagierschiff erster Klasse von 737 Tonnen, ist für die Unterbringung der zehn Sportsleute gechartert worden. Für diese geringe Anzahl von Perionen wird das Schiff natürlich reichlich Platz bieten, denn das Eßzimmer faßt fünfzig Personen, und auch Lese- und Rauchzimmer sind geräumig. Der Bore" wird am 2. Juli von New-castle-on-Tyne abfahren und in Hammerfest anlegen, wo arktische Piloten, Führer und Zeltgeräthe an Bord genommen werden. Dann geht die Fahrt nach Spitzbergen und Franz Josef-Land. Wenn der Bore" nicht durch das Eis verhindert wird, seinen Bestimmungsort zu erreichen, so erwartet man eine vorzüglicheJagd, da in diesen Gebieten an Eisbären und Walrossen kein Mangel ist. Während der längeren Seefahrten wollen die Sportsleute sich noch im schießen üben und Wettschießen veranstalte... Die Expedition wird im ganzen nur einen Monat unterwegs sein. Vor dem Gericht in L e c d s, England, stand Samuel Cooper, der Ex-Direktor einer bankerotten Versicherungsgesellschaft, under Anklage, durch falsche Rechenschaftsberichte die Aktionäre betrogen zu haben. Cooper, der ursprünglich ein harmloser Schreinermeister war, kam im Jahre 189V, nachdem er einen Astrologen kennen gelernt hatte, auf die Idee, eine Versicherungsgesellschaft zu gründen. Der Sterndeuter gab die nöthigen Winke dazu. Die VerHandlungen enthüllten den krassesten Aberglauben, nicht nur auf feiten Eoopers. sondern auch auf feiten vieler Aktionäre. Große Heiterkeit erregten die Briefe des Astrologen. In deren einem schreibt er Cooper: Sie müssen zwei Doktoren für die Gesellschaft gewinnen. Einer muß groß und schwarz sein, der andere mittelgroß und ziemlich schwarz. Er muß kleine A,lgen haben, aufrechte Haltung zeigen und stolz sein. Sie müssen zum Unterzeichnen eine gut gebaute Dame haben. Ihr Gesicht muß rund sein, ihr Teint klar. Sie muß Geld besitzen, eine Anzahl Aktien nehmen und ihre Freundin werden." Als Cooper entdeckte, daß er bei Gründung einer Versicherungsgesellschaft 20.000 Pfd. St. zu hinterlegen habe, wollte er von den Sternen wissen, wie er diese bekommen könnte. Merkwürdigerweise verweigerten die Sterne diesmal die Antwort. Schließlich hat er jedoch das Geld zusammcngebracht, und unter seinen nunmehr betrogenen Aktionären befanden sich offenbar viele, die an ein überirdisches Eingreifen in Aktiengeschäfte glaubten.
Luvlel.
Sonntaasreiter (zurückkommend, zum Pferdeverleiher) : Nein, den Gaul nehm' ich nicht wieder, der ist zu fromm; denken Sie. jedesmal, wenn Autler daherkamen, hat er's zugelassen, daß noch zwei, drei Zuflucht suchende Spaziergänger zu mir raufkletterten."
Boshaft. Aber Meister, was haben Sie da gemacht das soll eine Hose sein?! . . Das ist ja viel zu lang das ist schon mehr Ziehharmonika!" Schöne Aussicht. Bräutigam (erfreut): Du lernst also kochen, liebe. Rosa?! Braut: Ja man hat mir gesagt, daß ich dann eine bessere Partie machen könnte...! Protzig. Besuch (zum reichen Herr Treitel, der jüngst von der Reise zurückgekommen ist und augenblicklich Coupons abschneidet): Wie gebt's, Herr Treitel? Danke, die Arbeit schmeckt mer noch nicht rechts Wegen Verjährung. ?j. '-T Da sagen Sie Pessimist, es gäbe in unserer realistischen Zeit keine Liebe zum Vaterlande, sehen Sie, der Löwy war jetzt zwanzig Jahre in Amerika und jetzt kommt er doch in die Heimath zurück! Warum?" Wegen Verjährung." Umschrieben. Mama (zum kleinen Fritzl, der mit total zerrissenen Kleidern nach Hause kommt): Ja, was hast Du denn getrieben, Du Lausbub? Fritzl: Ach,. . . Mama, ... ich war nur spazieren! Mama: Ja, aber wo bist Du denn da spaziert?! Fritzl: Auf einem Baume! Ein Tachdrständiger. ... Ich soll Ihnen ein Paar Stiefeletten kreditiren? . . . Was sind Sie denn?" Dichter!" Da müssen S' mir schon erst 'mal 'was von Ihnen zum Lesen geben!" Immer derselbe. Weinhändler (als der Heirathsvermittler eine Partie für ihn hat) : Ehe wir weiitx reden. . . was ist es für ein Jahrgang? E i n Frechdachs. Die Tante: Ich sag' es ja immer, mein Mann erzieht unsere Puben nicht streng, genug! Der kleine Hans: Na, dann laß Dich doch scheiden, Tante, und heirathe einen strengeren Mann!
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Sein Grund. Doktor Was sermann hält heute am Stammtisch einen längeren gelehrten Vortrag über die Alkohol - Abstinenz, wobei er es an spitzigen Bemerkungen gegen Expeditor Bäuchle nicht fehlen läßt, von dem man annimmt, daß er einem guten Tropfen zuneigt. Wenn Sie etwa glauben sollten, daß ich ein Alkoholfreund sei, Herr Doktor," meint Bäuchle nach Schluß des Vortrags in aller Gemüthsruhe, da irren Sie sich gewaltig!" Wie?" ruft der Arzt entrüstet über eine solche Heuchelei. Wollen Sie etwa gar behaupten, Sie seien gegen das viele Weintrinken?" Freilich!" antwortet Bäuchle. Denn wenn weniger getrunken wird, wird er ja billiger!" Ein Optimist.
Fräulein: Meine Lieblingsfärbe ist Braun!" Herr (über seinen kahlen Schädel sireichend, verliebt): Ich hatte auch braunes Haar, gnädiges Fräulein!" Boshaft. Malender Dilettant: Da soll ich eine Deklaration zu einem Packet schreiben, und ich weiß nicht, was ich angeben soll. Freund: Was ist denn in dem Packet? Dilettant: Ein Bild, das ich gemalt habe. Freund: Was, ein Bild von Dir? Na, da schreibst Du eben hin: entwerthete Malerleinewand. Beweis. V a r o n: . . . Sind Sie aber auch verschwiegen?" D i e n e r: O . . . ich glaube, es genügt, wenn ich sage, daß ich 20 Jahre bei einem Weingroßhändler war!" Verfehlte Spekulation. Rentier Schläuen Also, der Schneider ist krank und liegt zu Bett. Hm, da könnt' ich ihm eigentlich eine Flasche von meinem billigen Samos spendiren, das rührt ihn gewiß und er läßt mir den Anzug billiger, den er jetzt für mich arbeitet. Schneidermeister Fips (nachdem ihm das Dienstmädchen den Wein gebracht): Schau, schau, ein kostbarer Tropfen Muskatellerwein wer sich fo was zulegen kann, dem darf man getrost noch mehr auf die Rechnung setzen! Frauenlogik. . . . Nicht wahr, liebes Männchen. Tu siehst mich ebenso gern mit einem alten, wie mit einem neuen Hut?" Ei gewiß!" Gut! . . . Dann kann ich mir also einen neuen Hut kauf, . . .1?"
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BigFourRoute New Z)ork Central Linien. ..Excursionen.. Sonntag, 50. April. Latvrcnccburg, Aurora und Zwilchenstationen. Rundfahrt $,()0 oder weniger Svezialzug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens; Retourfahrt von Aurora um 7 Uhr Abends.
$1.5O Rundfahrt Cincinnati Vonntaa, 30. April. Der Spezialzug fährt um 7 Uhr Morgens ab. Retourfahrt 'on Eincinnati 6.20 Uhr Abends. NachHamil ton $1.25. Rushville und Connersville $1 00. Baseball : Cincinnati vs. Chicago. Vandalia kinie. 75 c Greencaöle und zurück 75c Sonntag, 30. April. Abfahrt von Indianapolis morgenS um 7.25 Uhr ; Retourfahrt von Terre Haute um 7.30 Uhr Abends. Pennsylvania Linien. $1.25 ttuiltt $1.25 Sonntag, 50. April. Verläßt Indianapolis 7.30 Morgens. Rückfahrt von Madison 6 Uhr Abends. Züge ersten Ranges ! Schnelle Zeit ! Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge zwischen Cincinnati. Indianapolis und Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. 4 Züge zwischen Indianapolis und Springfield, Illinois. Varlor Waggons an allen TageS und Schlaf lvaggonS an allkn Nacht-Zügen . Indianapolis Office : Union Bahnhof und 8 Nord Illinois St. R. P. lgeo, D. P. A. Den Posten als eneirnfefretäi einer hochgestellten amtlichen Person liäikeit nimmt jetzt Miß BelfrageGil' bertson ein. Sie war bereits Sekre tärin des Carl of Grey, als er noct in England lebte, und geht jetzt ii nach Kanada, wo der Carl den Posten des Gouverneur - Generals über, nimmt. Tas kürzlich von der Würrtem berauschen Gruppe des chiller-Ver ban'deo Telttscher grauen in der Lie derhalle in Stuttgart veranstaltet! Kostümfest hat einen Reinertrag von über 9000 Warf ergeben. Die Sc fammtfnmme des von dieser Gnwpc der Schillerstiftung znzuführeuder Betrages ist dadurch auf über 18,00C M. gestiegen. O O O Tie .größte Tame der Welt" soll Fräulein Rosa Wedsted aus Fnmlant sein, die gegenwärtig in Berlin zu sehen ist. Tie ist ungefähr sieben Kuß grofz und 22 Jahre alt. Von der meisten anderen außergewöhnlich gro fzen oder kleinen Leuten unterscheiden sie sich durch ihre harmonisch cnl. wickelte Gestalt und ihr hübsches Ge ficht, bei dessen Anblick man an keiner ici Abnormität" gemahnt wird. Unter lebhaftem Venall betrai Frau Oelene Stelz in Würzbilrg eine achtzigjährige Dame, die Gattii des Papa Steuer", der fast ein Men schenalter hindurch bis Anfang bet 80er Jahre als allgemein beliebte! Koiniker am Würzburger Stadttbea te? wirkte, noch einmal die Bretter Nach 2:zjähriger Pause spielte dii Künstlerin an ihrem Geburtstage da alte olzweib in Raimund's Ver. schwender".
