Indiana Tribüne, Volume 24, Number 145, Indianapolis, Marion County, 11 February 1901 — Page 4
Jndiana Tribüne, 11 Februar 10 01
Zndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und sonntags.
Herai'zegeden ren der TrtlBUXE PUBLISHING CO. Jndlanapol!?, J"d. tfice : 18 Tüd Alabama Strafte. Tel. 1171,
Die tägliche, Tribüne- ertönst jtten Hiät ntitiap und festet, Pom Träger Mi iadl geliefert, 06er xz fest zugeZch.ctt. 1 Cent per Tag,
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ictere'l at n(lianaK!i I. O. eeeond c!;vss rnail matter.
Montag, den 11. Februar 1901. Plauderei.
Slition.
Man sage mir nichts cegett die 2??rS.
(?3 fallt mir gar Nicht ein.
mich über die Frau lustig z:: machen. Ich bewundere sie. Freilich, cs ist Tchsdc, das; ihr Eifcr einer so lächcr licken Sache dient, und die lächerlich seit dcr Sache fällt auf ur selbst zurück. Äbcr in ihrem Kopse malt sich die 3elt cbcn ganz anbei! als in oen: unseren, und trenn wir ihren uns lci&crlich er scheinenden Eifcr euch gcnattenui nennen, so bleibt eö eben doch eine Wzhrbcit. das; der Fanatismus in dcr Welt sck?on viel und mehr Größeres er zielt hat. als Anstand, Würde 'and Gclas scnhcit. Gewiß eine Frau, die mit den: Seile herumläuft und in Wirthschaften alles kurz und klein schlagt, die. Von einem heulenden Janhagel verfolgt, aus dcr Straße singt und betet, bildet eine groteske Figur, welcher Jeder gerne aus dem Wege geht. Aber in ihrem Kopfe malt sich jeder Wirth als leibhaftiger Satan und jede Wirthschüft als eine reritable Hölle. Für sie ist i;r Thun eine Sache des lau bens und da der Glaube Bcrge verseht, warum scllte cr nicht Fenster und Barsixtures" zusammenschlagen? In Topeka, das immerhin schon eine Stadt von Bedeutung ist, sind jetzt sämmtliche Wirthschaften geschlossen. Das ist von unserem Standpunkte aus freilich eine sehr fragwürdige Errungenschift, die Standpunkte?" in dcr Welt sind sehr verschieden. Dcr StandPunkt der Mrs. Nation ist aber auch titt Standpunkt, und ten dem aus hat sie doch immerhin sehr (Vroßcö, außerordentlich (5ropcs vollbracht. Denn es bleibt sich ganz egal, um was es sich handelt, es ist immer etwas Großes, wenn man seinen Willen gegenüber einem starken Gegner durchseht. Von diesem Standpunkte auö, und man wird zugeben müssen, daß das doch auch ein Standpunkt ist, wird Einem jene Frau doch noch etwas anders als lächcrlich erscheinen. Fanatismus ? Jawohl! Vom Erhabcnen bis zum Lächerlichen ist nur ein Schritt ? Ebenfalls ganz richtig ! Im Fanatismus aber treffen daö Erhabcne und daö Lächerliche zusammen und reichen sich die Hände. Es kommt ganz darauf an, wie die Gläser gefärbt sind, durch die man schaut, ob man in dcr Weise der Frau Nation Erhabenheit, oder Lächerlichkeit erblickt. Jedenfalls aber kann sie lachen, denn sie seht ihren Willen durch. Aus wie ange, dr.3 ist eine Frage, die nicht
hierhergehört. Ein Tag oder ein Jahr, das bleibt sich ganz gleich. Man nehme die Sache, wie man will, Diejenigen, deren Wirthschaften zu sammengefchlagen werden. Diejenigen, die das dulden und sich gefallen lassen, erscheinen mir viel lächerlicher als Mrs. Nation. Zu dem, was diese Frau thut, gehört unbedingt ein hoher Grad Willenskraft. Sie weiß ganz gut, daß sie sich dem Ausgclachtwcrden aussetzt, um so mehr ist diese Willenskraft anzuerkennen. Vor dem Bethätigen der Willens traft habe ich immer einen gewissen Respekt. Ich mag mich darüber ärgern, wenn Jemand meint stets seinen Willen durchsetzen zu müssen, wenn es aber Eine? vermag und er thuts, so kann ich i'zn darum nicht hassen. Die eigenen Gedanken dünken Einem immer dje l ügstcn und wenn sie strohdumm sind. In seinen eigenen Augen ist jeder Dummkopf zum Mindesten ein Mensch
von durchschnittlicher Klugheit. Wenn er sich nicht mehr dünkt, ist cr bescheiden. Jeder Mensch herrscht lieber, als daß er sich beherrschen läßt. ?lber die größere Zahl ist zu phlegmatisch, um die Dinge anders gehen zu machen, als sie eben gehen, das heißt, ist zu bequem, oder wenn man will, zu faul zum Herr schen. Die Tadclnswcrthen sind immer Diejenigen, welche sich beherrschen lassen. Es ist Unsinn, die Herrschsucht zu tadeln, sie hätte überall, wo die Herr schaft nicht dcr Ausfluß des Rechts und der Stellung ist, keinen Raum, wenn es nicht Menschen gäbe, die cs bequem finden, sich beherrschen zu lassen und un bequem, sich gegen die Herrschaft aufzulehnen. Fanatismus und Herrschsucht sind sehr nahe verwandt. Ob Erzeuger oder Erzeugte starker Willenskraft, sie sind immerhin mit dieser verbunden, und sie haben in der Welt tausend Mal mehr zu Wege gebracht, im Guten und im Schlechten, wie Phlegma und Bequemlichkeit. Ja Lchtcrc sind Schuld, wenn Fanatismus und Herrschsucht sich im Schlechten äußern, und wenn )ic im Guten nicht durchgingen. Der bequeme Philister wird selten wZs Schlechtes thun. Das kostet ge wohnlich Anstrengung und Aufregung. isx wird aber auch nicht leicht etwas besonders Gutes thun. Er wird immer ein 7,u:cr tfcrl sein", nicht i::c!;r und nicht weniger. Mi? ist er nicht ft.:7.::hisch. Sein Ideal ist 2;;il;c, Stillstand. JÄ aber liebe Leben und L.'k.NZ. Wenn ich frischen einer Narrenkappe und eir.cr ZipsclmHc zu wühlen !;ättc, i) trroe unbedingt die ?!arren!appe :cru:hr.. I R.
Mcmuia.
Lokal-Nachrichtcu. M55!e:!Üall des Südseite Turuver-eins'
Für den am nächsten Mittwoch Abend in dcr neuen Halle stattsindcndcn Maskenball wurden in der gestrigen Sitzung
des Arrangements Komiies weitere
Vorbereitungen getroffen. Tassclbc setzt sich aus folgenden Herren zusam-
mcn : Gustav Weissenbach, Eurt Toll,
Ernst Drcwcs, Henry Maag, Louis Köhler, Henry Schlutcr, John Sohn, Charles Vollrath, Michael Seyfricd. im ni ii Union dcr Plakaten -Hänger. Obige erst kürzlich gegründete Union organisirte sich in dcr gestrigen in dcr Central Union Halle abgehaltenen Vcr fammlung wie folgt: ' . Präsident E E Earl Vicc.Präsident B Cullcn Prot.-Sclretär A Wifhard Finanz-ckrctär B Binnagcr Schatzmeister Gco Grifsith Acußere Wache L C Mason SergeatU-atAnii8 D G Judge Delegaten zur Central Labor Union E E Earl und B Cullcn Walking Delegate David Judge Der Union sind sämmtliche Plakaten Hänger sämmtlicher Theater in Jndpls. beigctreten. m in m Hütet Euch vor albcn gegen Katarrh, die Quecksilber enthalten, da Quccksilbcr.sicher den Sinn des Geruchs zerstören und das ganze System völlig zerrütten wird, wenn es durch die schlei migcn Oberflächen eindringt. Solche Artikel sollten nie außer auf Vcrord nung gut berufener Aerzte gebraucht werden, da der Schaden den sie anrich ten. zehnmal so groß ist als das Gute das Ihr davon erzielen könntet. Hall's Katarrh Kur, fabrizirt von F. I. Cheney & Co.. Toledo, O., enthält lein Quecksilber und wird inner lich genommen und wirkt direkt auf die schlcimiacn Oberflächen des Systems.
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Die geplante Gründung einer
Union der Angestellten der hiesigen Eis Compagnien ist gestern Nachmittag er folgt. Am nächsten Sonntag Vormit tag sindet in der Central Labor Union halle die Organisation und Beamten wähl statt. Am Nachmittag wcrdcn sich in derselben Halle die Müller und Müllcrgchilscn organisircn und Beamten erwählen. P. und L. M. Rappaport, Anwälte und Notare für Acchtssachen jeder Art. Zimmer.No. 821 und 822, Lern Building, Ost Market Str., zwischen Delaware u. Pennsylvania St?. Die'.'neuesten. Tapeten bei Carl Möller, 152'N. Delaware Str. ...
Die gestern Abend von dem Unter stützungs Verein Allemania in der Süd seit? Turnhalle veranstaltete Untcrhal tung erfreute sich eines ausgezeichneten Besuchs. Der Verein gehört zu denjcnigcn hiesigen deutschen Vereinen, welche vor Allem die deutsche Sprache pflegen. Um das Interesse für dieselbe bei feinen Mitgliedern wachzuhalten, führt cr daher bei feinen Untcrhaltungen deutsche Theaterstücke auf, welche stets vorzüglich einstudirt find. Da dieses allgemein bekannt ist, so war es kein Wunder, daß außer den Mitglie dern und ihren Familien auch die vielen Freunden des Vereins gestern Abend in Schaarcn herbeiströmten und den Saal bis aus den letzten Plah füllten. Nachdem die Ouvertüre verklungen war, hielt Herr Nicolaus Stcinmch folgende Rede: Mit Stolz erfüllter Brust erswiencn wir heute Abend hier, und mit Recht können die Mitglieder des Unterst. Vereins Allemania stolz fein, da sie die Ersten sind, welche in dieser schönen Halle auf dieser herrlichen Bühne eine Theatervorstellung aufführen. Wenn
s wir uns nun dicies schöne Gebäude und
die herrlichen Räume ansehen, dann müssen wir uns fragen, wie in aller Welt ist das zu Stande gekommen?
I v'ir T',-t V"3 rtmTi? iim Jr S! svrN
nwti iyUi vu. wu4iiuitvui in Vtl vivi gelegt?" aus welchem diese herrl::c Vl'M Herrn schoß, welche eine Zierde der Südseite ist: u::d diese Frage gcdenlc ich nur recht zu beantworten, indem ich sage, c-i war deut schcs Wissen, deulsckes Wollen, oder mit einem Worte, es waren deutsche Männer, welche diesen Samen säten und die Pflanze hegten und pfleg ten, daß sie zu ihrer vollen Blüthe heranwuchs. Und das ist nun wieder ein klarer Beweis, wie hoch das Dcutfchthum dasteht und ganz besondcrs ist cs die deutsche Sprache, welche wir hochhalten müssen, denn wo wir die deutsche Sprache finden, da finden 'wir auch deutsche Sitten. Darum Ihr deutsche Eltern, stelle ich an Euch' die Bitte, lehrt Eure Kinder die deutsche Sprache, laßt sie deutsche Zeitungen, deutsche Bücher lesen, lehrt sie deutsche Lieder fingen, nur wenn Ihr so den S:mcn der deutschen Sprache aussäet, könnt Ihr auf echte deutsche ' Fruchte hoffen. Ich möchte mit dein Sänger ausrufen: Deutsche Sitten, deutsche Treue, deutscher Muth und deutscher Sang, sollen in der Welt behalten ihren alten, guten Klang." Was den tlnicrstützungs-Vcrcin Allemania anbelangt, so sind wir jederzeit bereits so viel als in unseren Kräften steht, dazu beizutragen, die deutsche Sprache zu heben und zu fördern. Obwohl m.-.n uns wegen unseres lchtcn Theaterstückes kritisirt hat, so sind und bleiben unsere Grundsätze ein und dieselben. Nun müssen aber die geehrten Damen und Herren bedenken, daß wir keine professionelle Thcatcrspicler sind und daß die Meisten von uns noch sehr wcb, oder gar nicht auf der 'Bühne varen, sollte daher heute Abend irgend ein Fehler gemacht werden, sei cö in Betreff der, Spracüc, .oder sonst irgend wie, so möchte, ich bitten, daß man,unö nicht zu stark 'vcrurtheilt,' denn kein Meister wird geboren, sondern, alles muß gelernt wcrdcn." . . Nachdem sich dcr Bcifall, welchen die vortreffliche Rede hervorgerufen gelegt und das Orchester mehrere Stücken vor getragen hatte, fand die Aufführung dcr A. Jahn'schen Posse Dtt Lügner und sein Sohn" statt, welche das Pub likum in die heiterste Stimmung ver setzte. Dasselbe war auch mit dcr
Darstellung des Schwankes Die bei
dcn Herren Lieutenants" der Fall. Beide Stücke wurden flott gespielt. Sämmtliche Mitwirkende hatten gut memorirt und sie führten ihre Rollen mit sichtlicher Lust und Liebe durch. Dieselben lagen in dcn händcn von
Frl. Callie Wagner und dcr Herrcn Paul Kurth, John Langer, Carl Alt mann. Nick Stcinmctz, Carl Langer und Henry Fahrncr jr. Ein gemüthliches Tanzkränzchen bil dcte dcn Schluß dcr hübsch arrangirten Unterhaltung.
Es ist ein sicheres Zeichen, wenn der Appetit nachläßt, daß man etwas nöthig hat, um denselben wiederhcrzu stellen: dafür giebt cs nichts besseres wie Dr. August König's Hamburger Tropfen, welche den Magen in einen guten Zustand versetzen und das ganze System aufbauen. Benneti's für beste Feiertags Photographftcn,- 38,-Oft Washington Straße. . , ''r.
Aus deutschen Bcrcinskrciscn. Südseite Schwabcnvcrcin. In der gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen regelmäßigen vcr sammlung wurden drei neue Mitglieder aufgenommen. Das Ball Komitc bcrichtete über den glänzenden Verlauf des Maskenballes und erklärte, daß dcrselbe nicht wenig dem Umstände zuzu schreiben sei, daß cr in den Räumen dcr Südseite Turnhalle abgehalten wurde. Dcr Verein beschloß daher, in Hinkunft
alle feine Veranstaltungen in der präch tigcn Halle des Südseite Turnvereins abzuhalten. Der 22er Unter st ü tz u n g s Verein nahm in seiner gestrigen in dcr Germania Halle abgehaltenen Sitzung Hcrr Emiln Müller als neues Mitglied auf. B a d i s ch e r U n t e r st ü !', u n g s Verein hielt gestern in Ottmar Keller's Halle seine regelmäßige Versammlung ab. Ein neues Mitglied wurde aufgcnom men und ein Kandidat zur Aufnahme vorgeschlagen. Verband deutscher Vereine von Indianapolis. Weoen Krankheit des Präsidenten Herrn Irin granckc ist die auf heute "lbcnd anberaumte Borstands Sitzung auf nächsten Montag rcrschobi'il worden. Deuts ch?l m e r i k. Veteranen V c r e in. Obiger Verein faßte in feiner gestri gen 6eschäftsversammlung bezüglich der Wafhington-Geburtstagsfeicr folgende Beschlüsse . An Washington's Geburtstag, am
22. Februar, versammeln sich die Mitglicdc? ocs Veteranen-Vercins um 11 Uhr Vormittags vollzählig im Deutschcn Hause. Von hier marfchirt dcr Verein in corpore vor das Courthaus und schießt dortfclbst, wie schon alljährlich seit 27 Jahren, punkt 12 Uhr einen Salut ab. In corpore marfchirt der Verein wieder nach dem Teutschen Hause zurück, woselbst dcr Nachmittag in gemüthlichem Beisammensein zuge bracht wird. Am Abend des 24 Februar findet in dcr Südseite Turnhalle unter Mitwirkung des Licderkranzes und des Süd feite Turnvereins die öffentliche Feier statt, für welche ein interessantes Pro gramm aufgestellt worden ist." Dcr Traum ging in Erfüllung. Herr Jakob I. Dissettc, Schatzmei ster dcr Indianapolis Foundry Co. und Aktionär der neuen American National Bank, träumte einige Nächte vor dcr Eröffnung dcr Bank, daß am ersten Tage bci derselben $350,000 dcponirt wcrdcn würden. Als er am Abend des Eröffnungstages in der Bank vorsprach, fand cr aus, daß sein Traum sich buch stäblich verwirklicht hatte. ' Die neuesten Tapeten bci Carl Möller, 152 N. Delaware Str. !! 1 - Ein frisch frei fröhlicher Turner- '.' Ausflug. Eine große Anzahl aktiver Turner d'es 'Socialen Turnvereins unternahm gestern Nachmittag unter Führung ihres Turnlehrers, Herrn Hugo Fischer, einen Marsch-nach Herrn Louis Krauß' präch tigem Platz in Bcllcvue. Dort ange kommen, wurden sie von Herrn Krauß auf das freundlichste empfangen und in liebenswürdiger Weise bewirthet. Nachdem die Jünger Jahn's einige vergnügte Stunden dort zugebracht hatten, wurde in gehobener Stimmung dcr Rückmarfch wieder angetreten. Rasch tritt der Tod dcn Menschen au. Frau Mary Hincö langte heute Nachmittag um 2 Uhr von Noblcövillc hier, an. Auf dcm Wcgc nach dcr Stadt wurde sie plötzlich von einem Unwohlsein befallen. Sie begab sich in Dcschlcr's Eigarrcnhandlung an dcr Meridian und Washington Straße und bat, sich cincn Augenblick ausruhen zu dürfen. Kaum hatte sie sich niedergesetzt, als sie von einem Blutsturz befallen wurde. Noch ehe ihr ärztliche Hülfe zu Theil wcrdcn konnte, hatte sie bereits ihren lctztcn Athemzug gethan. Die Leiche wurde nach dem Etablissement der Lei chenbestattcr Aenahan & Blackwell ge bracht. - - . Die neuesten Tapeten bei Carl Möller, -2b2.N.'Delaroare Str.
Der kleine Stadtherold. Col I B Maynard, dcr älteste Jour." nalist der Stadt, feierte gestern im Kreise seiner Familie und einiger in timcn Freunde seinen 82. Geburtstag. Herr Theodor Rugcnstcin empfing gestern anläßlich seines 51. Geburts tagcs zahlreiche Gratulationen. Am Abend wurde derselbe im Hause des Gcburtökindcs No. 121 Chcftnut Str. im Kreise dcr Familie und Freunde fröhlich gefeiert.
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Herr Leo Lcfkowits vom Rcw ?)crt Store wurde gestern mit Frl Mollie Kline, Tochter des Herrn und Frau H Kline durch Rabbiner Dr. Jacob Hart mann getraut. An dem Hochzeitsmahl,
welches in der Germania Halle cingc '
nommcn wurde, beteiligten sich 220iAerl!ert ElÖ Lkkn 5sNk?
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Aus den Gerichtshöfen.
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Eine interessante, für Wirthe w i ch t i g e E n tScheidung. Vcr einiger Zeit verklagte die min deriäkrioe Goldie Cdward den Wirt?i
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i ,trani rown, Bcnser von Aolosss j "ttt. cestnrkkZ 'krz.ce,'...',t.
Bierarten an dcr Wcst Markct Str j
an f. 2000 Schadenersatz. Sie behauptet.
'daß cr ihr in seinem Lokale Spirituoscn
verkaufte und ihr, als sie dann betrunken
' war, Gewalt anthat. ! Vor Richter Allen kam der Fall heute
zur Verhandlung und es wurde hcupt sachlich von den Advokaten beider Par teien darüber gestritten, ob ein uralter Gesctzesparagraph, demzufolge eine lninorenne Person einen Wirth, wel. ihr Spiritussen verkauft, auf Schaden
ersah verklagen kann, noch heutigen!
Tagcs Gültigkeit hat oder nicht. Da dcr Richter in bejahendem Sinne cntschied, so werden sich die Herren Wirthe in Zukunft von ihren jugendlichen Gästen jast den Taufschein zeigen lassen müssen, ehe sie ihnen spirituosenhaltige Getränke verkaufen. Polizeigerich t. Nicht weniger als 135 im Laufe der Samstag Nacht und des gestrigen Tages, sowie in der vcrwichencn Nacht verhaftctc Personen mußten heute vor dcm Richter erscheinen. Von diesen war nahezu die Hälfte wegen Hazardspie lcns in Schlammassel gerathen. Deren Fälle, sowie auch die dcr Wirthe Wm H Owslcy, Charles Traccy, Wm Armitagc, Babe Charles und Edmund P Füller wurden auf dcn 1-1 Februar vcr schoben. Eine große Anzahl festgenommener lüdcrlichen Frauenzimmer werden sich am 13 Februar zu verantworten haben. Verschoben wurden ferner folgende Fälle: Sam Finlcy, Unterschlagung, d. 12. Februar Wm Lritton und Christ Paulscn, Großdiebstahl, den 12. Februar John Hagerty und Theo.Morlcy, Raub, dcn 15. Februar Clyde B Wyngar,GroßdicbstahI,dcn 15. Februar Robert Riggcr und Frank Cdmonson, Bummeln, dcn 15. Februar Armstrong Willie, Dicbstahl, 12. Februar. Der des Großdiebstahls und Ein bruchs angeklagte Frank Van Stack, welcher vor etwa zehn Tagen dcm Po lizistcn McCarthy auf dem Wege vom Gefängniß nach dcm Polizeigericht ent schlüpfte, wurde gestern abermals ver haftet und heute an die Großgefchworc nen überwiesen. Herbert McClintock mußte wegen Tragens eines Revolvers $5 und Kosten zahlen. Der 16jährige George Logan, wc! chcr angeklagt ist, in Gemeinschaft mit zwei anderen Burschen, Fred Bucchcrt von der W. McCarty Str. um $985 bestahlcn zu haben, wurde an die Grand Jury übcrbunden.
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