Indiana Tribüne, Volume 18, Number 123, Indianapolis, Marion County, 21 January 1895 — Page 2
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntag?.
' Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Trager 13 LentS per Woche, die SonntagS'.Tribüne' ö LentS per Woche. Beide zusammen 15 Cent oder BSCentJ per vkonat. Per Post auberhalb der Stadt zugeschickt t Vorausbezahlung I' per Jahr. Office , 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 21 Januar 1895. Auf dem Tit. Rainier. 5kn5 Gesellschaft kühner Männer, welche unter Führung des Major Ingrahain aus Seattle, Wash., vor einisten Tagen dem Mt. Rainier, der sein mit gewaltigen Gletschern bedecktes Haupt 14,444 Fuß hoch erhebt, einen Besuch abgestattet und eine Höhe von 9.500 Fuß erklommen hat, ist sllr die Nachricht verantwortlich, daß dieser Bergriese ein in Thätigkeit befindlicher Vulcan ist. Es lag zwar in dem Plane der Bergsteiger, den höchsten Gipfel des Berges zu erklimmen, allein der Ausführung dieses Vorhabens stellten sich unüberwindlich Schwierig!t:n entgegen. Ueber die in Anbetracht der Jahreszeit besonders gefährliche Expedition berichtet ein Theilnehmer das 75olgende: Wir waren bis zu einem 9500 Fuß hohenGletscher emporgestiegen und hatten den Blaine Gletscher in Sicht, von wo us der eigentliche Gipfel des Berges erklommen werden sollte, als sich ein furchtbarer Schneesturm erhob, der den von den Strapazen ermatteten Theilnehmern sozusagen das Mark in den Knochen erstarren ließ. Die nieTzriger gelegenen Bergkuppen waren in dichte Schneewolken gehüllt, welche der Sturm nach oben trieb, so daß dieAussicht, den Gipfel zu erreichen, sehr gering war. Major Jngraham entschloß sich deshalb zur Umkehr, denn ein weiltereS Vordringen hätte allen Theilnehmern ohne Zweifel den Tod gebracht; wir wären dielleicht noch etwas höher gekommen, hätten aber während der Nacht auf dem nackten Gletscher campi?en müssen und dort wären wir sicherlich elend erfroren. Zurück ging es deshalb, bis wir den Waldgürtel des BergeS erreichten und in sieben Stunden legten wir eine Strecke zurück, welche zu ersteigen wir drei Tage gebraucht hatten. Den Weg vom Carbon-Gletscher nach dem Fluh gleichen Namens machitn wir in nicht ganz drei Tagen; bei 'dem Ausstieg hatten wir fünf Tage gebraucht, da während desselben die Männer größere Lasten zu tragen hatten. Wir befanden uns in einer Höhe von etwa 7000 Fuß und standen im Begriff, die Schneefelder zwischen dem Winthrop - Gletscher und den Elysäischen Feldern zu überschreiten, als Major Jngraham . zuerst Dampf- und Rauchwolken von dem höchsten Gipfel des Berges sich erheben sah. In der Luftlinie betrug die Entfernung von uns etwa eine, Meile und in der reinen Luft konnten wir deutlich sehen, wie. ungeheuerenGeysern vergleichbar, Massen von Dampf in die Hohe schössen, während von einer anderen Stelle eine schwarze Rauchwolke sich perpendicular erhob; der Dampf schien aus einem kleineren und der Rauch aus einem größeren Krater zu kommen. Der Anblick war überwältigend. Fast senkrecht ragte der Gipfel, des Bergriesen über uns in die Lüfte; seine mit Gletschern bedeckten Seiten waren von Lawinen zerrissen und dunkle vulkanische Formationen blosgelegt, während die höchste Spitze in blendendem Weiß erstrahlte und Dampf- wie Rauchwolken über Alle ' emporwirbelten. Major Jngraham, welcher früher schon sechs Expeditionen auf den Mt. Rainier unternommen hatte, erklärte, noch nie zuvor V5weise von der vulmschen Thatigkeit des Berges zu Gesicht bekommen zu haben. Der Auf- wie der Abstieg verlies ohne besondere Abenteuer, auch batten wir nicht allzu s:hr von der Kälte zu leiden. 'Zahlreiche Lawinenstürze vom Cap Liberty, das von Seattle aus gesehen werden kann und unterhalb welchem wir während einer Nacht campirten, machten die Situation freilich recht ungemüthlich. Im Schnee entdeckten wir zwar zahlreiche Spuren von Rothwild, Baren u. s. w., mit Ausnahme von einigen Berghasen bekamen wir aber, kein kbendes Wesen zu Gesicht. Mazor Jngraham beabsichtiat, im nächsten Sommer die Kra ter auf dem Gipfel des Berges zu forschen.Das hypnotische Derbrechen. Nachdem nunmehr, ein. Kansaser .Ge-schworenen-Collegium einen Mann von einer Mordanklage freigesprochen hat, weil er zurZeit derBegehung desVerbrechens unter hypnotischem Einfluß ge standen habe, kann man einer ganzen Fluth von gerichtlichen Verhandlungen entgegensehen, ber denen der Hypnotis mus in's Feld geführt wird, und derselbe durste als Verthewigungsgrund noch eine viel größere Rolle bei uns spielen, als bisher der temporäre Wahnsinn", und dergleichen. Eine ganze Reihe hochsensatio-nelle Processe, oe: denen der hypnotische Einfluß die Haupt-Schachfigur bildet, ist ja bereits in der Schwebe, wie z. B. der Ging-Mordproceß in Minneapolls. Auch die sog. kleinen Gerichtshose. Po-lizei-und Friedensgerichte, mögen bald mit diesem Factor oft zu rechnen haben. Darüber stimmt ein Theil der amen Zanischen Presse ein großes Lamento an. Braucht man sich aber so seh? vor diesem neuen Gast der Justiz zu fürchten? Ihn ohne Weiteres auszuschließen, acht sicherlich nicht an. Denn es wird immer einstinuniger von der Wissen fchaft anerkannt, daß es hypnotische Beeinflussung in bösem oder gutem, oder auch in neutralem Sinne, geben kann: wo aber eine solche vorhanden i st. da fehlt offenbar ber der betreffen-
oen Person" die 'WllknsfrelPkf.' welche für die strafrechtliche Verantwortlichkeit nothwendig ist, wenigstens zeitweise und theilweise Es kommt nur darauf an, diese Veeinflussung mit Sicherheit zu beweisen
und ihre Quelle festzustellen. Und hier liegt eben der Hase im Pfeffer! Denn bis jetzt stellt der Hypnotismus eine Kraft dar, die uns noch halb ein Fremdling ist, auch wenn wir von der Ursache dieser Kraft ganz absehen und nur ihre Wirkungsweise in's Auge fassen wollen. Ohne Zweifel werden wir die letztere in naher Zukunft genügend kennen. So lange dies nicht der Fall, sind freilich zahlreiche Mißbräuche damit unvermerdlrch. Haben wir aber jene Kenntniß erreicht, so verheißt uns der Hypnotismus auch eine umfassendere Möglichkeit der Entdeckung oder Verhütung des Verbrechens, und dann wären wir ja reichlich entschädigt. Aber selbst gegenwärtig können dem Mißbrach die Flügel einigermaßen gestutzt werden. Es fehlt bei uns nicht an Richtern und Geschworenen, welche praktisch genug sind, auf hypnotische Ausreden einfach mit einem bekannten, etwas umgewandelten Dlchterwort zu erwidern: Die hochwohllöbliche Polizei Steht a u ch in hypnotischem Zwange, Sie fängt die Verbrecher und hängt sie auf Aus unwiderstehlichem Dränge". QoU King'S Sttesenmagnet. Die geschwätzige Frau Fama hat die interessanten Experimente, welche Lieutenant-Colonel R. W. Kina.EomMandant von Willett's Point, mit einem Rlesenmagnet eigener Eonstructwn gemacht, hat, in ein mysteriöses Gewand gekleidet und den genannten Jngenieur-Officier selbst zu einer Art von modernem Zauberer gestempelt, dessen Erfindungen die moderne Kriegfuhrung in vollständig neue Bahnen zu leiten im Stcmde seien. In einem amerikanischen Magazin ergeht sich ein Enthusiast in der folgenden Prophezelung: Im Geiste sehe ick eine berittene Schwadron von - Kürassieren mit Stahlpanzern. In vollem Galopp stürmen ihre Pserde auf ein Fort zu. Für Berittene ist es nun aber ein thöricktes Unterfangen, ein Fort zu attackiren. Sie reiten nicht freiwillig aus das Fort los, sie können vielmehr nicht anders, und sie reißen mit aller Kraft an dem Gebiß ihrer Pferde. t Allein dies ist die genaue Situation: im Innern jenes Forts befindet sich ein große? Zauberer. Er hat den gewaltigsten aller Dynamos, die je gebaut wurden. und er erzeugt eine gewaltige sowie unwiderstehliche magnetische Kraft. Es sind die eisernen Hufeisen, welche die Thiere fortreißen, wie die stählernen Panzer die Cavalleristen. Der Zauberer steckt die ganze Schwadron in den Sack, mit Ausnahme derjenigen Pferde, deren Hufeisen abgerissen sind, oder derjenigen Reiter, welche ihre Kürasse abgelegt haben." Nicht ganz so phantastisch, allein ebenfalls 'übertrieben ist die Mittheilung der in England erscheinenden Zeitschrift Science Siftings". in welcher es heißt: Die erstaunlichste Kriegsmaschine, welche in neuester Zeit construirt ist. bat ihren Ursprung in den Ver. Staaten. Es ist Col. W. R. Kind's -;an tischer Elektromagnet. Dieser Inge-nieur-Officier hat auf einem Fort bei New Aork aus zwei großen Kanonen und einer eisernen Stange ein gewaltiaes Hufeisen construirt, das mit einem starken isolirten Telegraphendraht von mehreren Meilen Länge umwunden ist. Dadurch hat er den stärksten Magneten in der Welt geschaffen, indem der elekirische Strom von einem Dynamo geliefert wird. Wie es heißt, ist dieser Magnet im Stande, den Compaß eines Schiffes auf eine Entfernung von 6 Meilen zu derangiren, was von Nutzen sein würde, falls eine feindliche Flotte bei Nacht oder im Nebel sich zu nähern versuchen sollte; dieselbe wurde sich eventuell wider Erwarten schnell am Ufer befinden. Es ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß eine Reihe solcher Magnete aus den Wällen eines Norts die Waffen aus den Händen eines anstürmenden Feindes reißen könnte. . Die Idee ist dieselbe, wie dieienige in der Geschichte aus Tausend und Eine Nacht", in welcher die eisernen Nägel aus Schissen gezogen wurden. die sich zu nahe an einen magnetischen Berg heranwagten; aber mit einer solchen Kraft' creditiren wir Col. King's Apparat nicht." Diese Phantasiegebilde erinnern an die alte Geschichte von Mohammed's Sarg, der, nach dem Glauben der Muselmänner, zwischen zw: i mächtigen Magneten frei in der Luft schwebt. Worin bestebt nun Col. King's Apparat, der selbst eine ernste Zeitschrift in ungeheuerlichen Schilderungen und Speculationen sich ergehen läßt Col. King hat durchaus nicht eine myskriäse Kriegsmaschine, wohl aber den stärksten Magneten der Welt construirt, der zwar nicht auf die Entfernung von mehreren Meilen die Magnetnadel eines Schiffes abzulenken im Stande, aber doch einer ganz gewaltigen Kraftentwickelung fähig ist. Die Bestandtheile von Col. King's Riesenmagnet sind ein altes Kanonenrohr, ein ausrangirtes Cabel von mehreren Meilen Länge und zwei Dynamos. Jeder Knabe, der im Physikunterricht aufmerksam gelesen ist, weiß, daß Eisen. daö mit einem isolirten Draht umwunden ist, temporär magnetisch wird, wenn ein elektrischerStrom durch denselben geht. Auf diesem Princip beruhen Col. King's Experimente, Zu denselben benutzte er anfänglich zwei alte Rodman-GeschLtze von 15 Zoll Kaliber, von denen ein jedes 50.000 Pfund wog; die aus dem Gußstahl gefertigten Rohre nebst anderem Eisen verwandte er zur Herstellung eines Hufeisens, welche Gestalt bekanntlich die meisten Magnete in der Praxis haben. Er umwickelte dasselbe mit isolirtem Cabeldraht und . sobald durch
oen unteren ein eiekircher Strom geleitet wurde, wurde das Riesenhufeisen in einen starken Magnet verwandelt. Allein dieser Apparat befriedigte nicht. j w ? s r rr. ?
lioi. King verranne jetne Experimente auf ein Geschütz, unter dessen Rohr eiserne Platten von vielen Tonnen Gewicht placirt wurden, während das Nühr selbst mit einem alten isolirten Torpedocabel von 14 Meilen Länge umwunden wurde. Durch dieses Cabel kann von zwei kräftigen Dynamos. die in einer Entfernung von 200 Fuß aufgestellt sind.ein elektrischer Strom von 40 Ampere Stärke geleitet werden, doch sind die bisherigen Experimente auf Ströme von 20 bis 25 Amvere beschränkt geblieben. Als Armaturen dienen sechs gewaltiqePlatten. die mit Bolzen an einander besestigt sind. Bei einem jüngst stattgehabten Experimente wurde diese Armatur einem Zug von 23,500 Pfund ausgesetzt, ohne daß sie sich bewegte; schließlich zerriß die 5lette. Ein anderes Mal wurde die Zugkraft auf 44.800 Pfund erhöht und abermals zerriß die Kette. Fünf Kanonenkugeln von je 325 Pfund Gewicht hingen wie eine Kette n" der Mündung des Geschützrohres. sobald der elektrische Strom angelassen war, und zwar waren die Kugeln durch den Magnetismus von der Erde an das Rohr emporgerissen worden. Zuerst hatte man die Kugeln mittels eines Krahnen. dessen eiserne Kette einen Viertelzoll stark war. emporgehoben; sobald aber das Geschütz magnetisch gemacht war. wurde die Kette vollständig steif und ließ sich nicht mehr winden. Besonderes Interesse erregte folgendes Experiment. Vier bis fünf Fuß von der Mündung des RohreZ wurde ein Soldat postirt'. dessen Rücken gegen letzteres gewendet war und der eine eiserne Speiche gegen seine Brust hielt. Sobald der elektrische Strom angelassen und das Kanonenrohr magnetisch wurde, richtete sich die Speiche auf. als wäre der Mann selbst ein Magnet.und in dieser Weise wurde seine Brust mit eisernen Speichen förmlich gespickt; er selbst fühlte nicht das Geringste, mußte aber seine ganze Kraft auswenden, um nicht an das Geschütz gerissen zu wer' den. Col. King hat durch versckiedene Ex verimente ermittelt, daß der sogenannte neutrale Punkt seines Riesenmagneten sich unweit der Mündung befindet; dort blieb nicht einmal ein kleiner Eisenstift hängen. Auch die Einwirkung des Magneten auf kleine Compasse ist festgestellt worden. In einer Entfernung von 71 Fuß wurde die Nadel um 45 Grad abgelenkt, in einer solchen von 200 Fuß aber nur noch 3 Grad. John Bull braucht deshalb noch nicht besorgt zu sein, daß im Falle eines Krieges seine Panzerschiffe bei einem Landungsversuche bei Nacht oder im Nebel durch Col. King's Apparat 'in's Schlamassel" gezogen werden könnten. Nevoltirende Arbeiter. In Perejaslawl - Saleßki, einer Fabrikstadt von 7000 Einwohnern im russischen Gouvernement Wladimir, kam kürzlich ein Arbeiterkrawall zum Ausbruch, über dessen Ursachen und Verlauf von einem dortigen Correspondenten das Folgende berichtet wird. Unter den fünf Fabriken in Perejaslawl - Saleßki nimmt die GesellschaftsBaumwollenspinnerei, die 2000 Arbeiter beschäftigt, die erste Stelle ein. Infolge der hohen Preise für Gewebe auf den russischen Märkten machte die Fabrik glänzende Geschäfte. Plötzlich wurde eine der drei Dampfmaschinen unbrauchbar, und dies zog ein Sinken des Verdienstes der Arbeiter nach sich. Um dem abzuhelfen, beschloß die Fabrikverwaltung. Nachtarbeit einzuführen, und erbat sich hierzu die Erlaubniß der Gouvernementsbehörde. Doch von Nachtarbeit wollen russische Arbeiter überhaupt nichts wissen, und so gab dieser Plan den ersten Anlaß zur Un Zufriedenheit. Ebensowenig gefiel es den Arbeitern, als die Verwaltung versuchte, ihnen an Festtagen Arbeit zu geben; der Hauptgrund zum Krawall ist aber in Folgendem zu suchen: Die Verwaltung hatte 13,500 Rudel Strafgelder zu Weihnachtsgeschenken für die Beamten der Fabrik angewiesen. Die Arbeiter aber legten dies daHin aus, als ob auch sie von jedem im Jahre verdienten Rubel zehn Kopeken bekommen müßten, und als sie ihren Irrthum erkennen mußten, ging die seit Monaten währende Unzufriedenheit zu Thaten über. Am 17. December waren den Arbeitern die Löhne ausbezahlt worden. Mit dem Gelde in der Tasche zogen si: in die Schänken und Zehrten dann stark angetrunken in die Fabrik zurück. Hauptsächlich lärmten zuerst die Weiber. Sie erklärten, am nächsten Tage, am Feste des heiligen Nikolaus und Namenstage des Kaisers, würden sie nicht arbeiten. Schließlich mischten sich auch die Männer in den Lärm und verlangten, daß die den Beamten bestimmten Strafgelder unter die Arbeiter vertheilt würden. Vom Lärmen gingen sie bald zu Thätlichkeiten über. Sie prügelten den Fabrikdirector. einen Engländer, und verschieden? Beamte durch, der Rest der Beamten versteckte sich und ließ sich auch durch den auZ Wladimir eingetrosfenen Fabrikinspector nicht beruh!gen.. Die Thore der Fabrik hielten die Arbeiter besetzt, ließen Niemanden hinein noch hinaus und machten sich so zum Herrn des Hauses. Ihrer Zerst'örungswuth fielen hauptsächlich eine Menge fertiger Gewebe und die Webstühle zum Opfer, die sie zerschlugen; die Maschinen hatten sie zuvor zum Stillstand gebracht und die Treibriemen durchschnitten. Dann warfen sie sämmtliche Fenster im ersten Stockwerk des Fabrikgebäudes und im Wohngebäude der Beamten ein. Bei dem leichtsinnigen Stoppen der Maschinen sollen drei Arbeiter durch ausströmenden Dämpf den Tod gefunden haben. Bis gegen 7 Uhr Abends währte der Aufrühr, dann kamen die Weiber, die den Lärm angefangen, zuerst auch wieder zur Vernunft. Am nächsten Tage war wieder Alles ruhig, unterdessen war
allerdings eine Mtheilüng Militär und ein Stabsofficier der Gendarmerie eingetroffen, auch erschien der Gouverneur an Ort und Stelle.
Panzer und Geschütz. In dem steten Wettstreit zwischen Panzer und Geschütz hat letzteres neuerdings einen durchschlagenden Erfolg erzielt, welcher um so unerwarteter kommt, als seit Jahren der Sieg sich mehr und mehr den Panzerplatten zuzuwenden schien. Die mannigfachen Special - Panzerplatten der einzelnen Firmen zeigten bei den Beschießungen bereits einen so hohen Grad von Widerstandsfähigkeit, daß selbst die besten und härtesten Panzergeschosse beim Auftreffen an der gehärteten Stirnseite oder auch beim Eindringen in die Platten zerbrachen. Nun plötzlich kommt die überraschende Kunde, daß auf dem Schießplatz zu Ochta bei Petersburg Kappengranaten" ganz fabelhafte Wirkungen hervorriefen. Die Sheffield?? Firmen Camell und Brown hatten mehrere nach dem Harvey'schen Verfahren gehärtete Panzerplatten von 0.5 bis 10 Zoll Stärke geliefert, die aus einer 15 Centimeter - Kanone L.45 mit Granaten beschossen wurden. Die Granaten wurden von einer russi schen Firma nach einem geheimen Verfahren gefertigt, und man suchte sie ängstlich vor dem anwesenden Vertreter der englischen Firmen, dem bekannten Capitän Tresidder, zu verbergen. -Die-ser vermochte nur so viel zu erkennen, daß sie gewöhnliche Granaten seien, deren Spitze eine eiserne Kappe trug. Gehärtete Gußstahlgeschosse von ganz vorzüglicher Beschaffenheit zerschellten bei der Beschießung an den Panzerplatten, während die Kappengranaten unter allgemeinem Staunen nicht nur die Platten glatt durchschlugen, sondern, ohne auch nur die Form verändert zu haben, erst 1000 Yards hinter dem Ziel liegen blieben. Geschütz und Ladung war stets das gleiche, also kann der fabelhafte. Erfolg nur der Kappe zugeschrieben werden. Tresidder vermuthet, daß die russische Benennung dieser magnetischen" Geschosse eine magnetische Verbindung zwischen Granate und Kappe andeutet. Letztere schmiegt sich genau der Geschoßspitze an, ist ungefähr 4 bis 5 Zoll hoch und an derSpitze einen knappen halben Zoll dick, schwächt sich dagegen nach dem Rande zu sanft ab. Wie dieser überraschende Erfolg zu Stande kommt, ist vor der Hand noch nicht aufgeklärt. Es ist eine bekannte Thatsache, daß es unter Umständen gelingt, mittels einer gewöhnlichen Talgkerze ein Brett zu durchschießen, und es ist nicht ausgeschlossen, daß die Wirkung der Kappengeschosse auf ähnliche Ursachen zurückzuführen sei. Diese Versuche sind für das gesammte Kriegswesen von so einschneidender Bedeutung, daß voraussichtlich alle Länder in Kürze der Sache näher treten werden. Ter Untergang des Dampfers Alexander in. Unter den zahlreichen Opfern der furchtbaren Stürme, welche in letzterer Zeit auf den europäischen Meeren gewüthet haben, ist der Verlust des Kopenhagener Dampfers Alexander III." eines der bedeutendsten. Ueber den Untergang dieses Schiffes hat jetzt der Führer desselben, der von dem Feuerschiffe am Horn Riff gerettete Capt. Rabe, den folgenden ausführlichen Vericht erstattet. Alexander III.", eines der größten und besten Schiffe der Vereinigten Dampfergesellschaft von Kopenhagen, verlieb diesen Hafen mit einer Ladung nach Antwerpen, Algier, Tunis, der Levante und dem Schwarzen Meere. Die Besatzung. 22 Mann stark, bestand aus den tüchtigsten und bewährtesten Leuten im Dienste der Gesellschaft; außer ihnen befand sich ein Deckpassagier, ein belgischer Arbeiter, der gerettet wurde, und ein Kajütenpassagier, ein schwedischer Zahnarzt, der aus Gesundheitsrücksichten nach dem Mitielmeere reisen wollte, an Bord. Der furchtbare Sturm traf den Dampfer in der N.'rdsee. Seen brachen über das Schiff, rissen alles auf Deck Befindliche weg und drangen in die Last, die bald derart unter Wasser stand, daß der Dampfer auf die Seite zu liegen kam und jeden Augenblick fj kentern drehte. Trotzdem wurde die ganze Nacht hindurch gearbeitet, um den Schaden auszubessern, allein die See ging so hoch, der Sturm tobte so wild und warf immer neue Wassermassen über das Deck, daß alle Anstrengungen vergeblich waren. Vormittags gegen 10 Uhr gab man die Versuche auf. das Feuer der Maschine, wurde gelöscht und alle Mann kamen auf Deck. Drei der vier Rettungsboote hatten die Seen zerschlagen, in das vierte sprangen 16 Mann. In demselben Augenblick kentert: der Dampfer, zerschlug das Boot und alle Insassen wurden, soweit sich dies in dem hohen Seegang beobachten ließ, ein Raub der Wellen. Die sechs Personen, die sich noch an Bord befunten hatten, wurden von dem umkippenden Schiffe hineggeschleudert und es gelang ihnen, einen kleinen, früher verkessenen Nachen zu erreichen und sich aus diesen hinaus zu arbeiten. Wenige Minuten später war Alexander III." verschwunden; zwischen den umhertreibenden Planken sahen die Geretteten litt und dort einen Menschen verzwei selt um sein Leben kämpfen, ohne hel sen zu können. 22 Stunden trieben die sechs Ueberlebenden in dem kleinen ofsenen Nachen durch Sturm und Wellen, ohne Proviant, ohne zu wissen, wo sie sich befanden, jeden Augenblick erwartcnd. das kleine Boot von den Seen gefüllt oder zersplittert zu sehen,' bis'sie endlich auf dem -Feuerschiffe am Horn Riff aufgenommen und gepflegt wurden. Der Hamburger Dampfer Hilma Bismarck" brachte die Schiffbrüchigen iiach Hamburg. Aus Vlissingen meldete der Dampfer Carlos", daß er einen der Matrosen des untergegangenen Dampfers aufgenommen habe. Verselbe .bat den Zahnarzt, einen Ma-
IDinenmeister und ein:n 'cairosen ertrinken sehen. Der untergegangene Dampfer war im Jahre 1882 in Holland gebaut und hatt: 380.000 Kronen gekostet.
Kurzlebige Hünen. Die meisten, ja fast alle Niesen und Riesinnen unserer Zeit, besonders diejenigen, welche in Curiositäten-Museen gastiren, erfreuen sich nur einer kurzen Lebensdauer, gleichviel, ob die Riesenbaftigkeit mehr in die Höhe oder in die Dicke entwickelt ist. Im letzteren Fall erscheint dies ja nicht so schwer erklärlich; daß aber gerade den hochwüchsigen Riesen nur eine kurze Lebensfrist beschicken isein solle, mag Manche in Verwunderung versetzen. Theoretisch scheint allerdings die Annahme durchaus zulässig zu sein, daß ein Riese von 7 bis 9 oder 10 Fuß, wenn er .von guter Körperbildung ist. und alle seine Organe im Verhältniß zu seiner Größe stehen, ein ebenso hohes Alter erreichen soll, wie seine kleineren Mitmenschen, oder wie die Gesetze der Vererbung es gestatten. Aber die Thatsachen stehen, wie gesagt, damit gewöhnlich nicht im Einklang. Das hängt mit verschiedenen Ursachen zusammen. Sehr häufig entspricht, trotz wohlproportionirten äußeren Körperbaues, das eine oder andere innere Organ, z. B. die Lunge, der 'gewaltigen KörperMaschine doch nicht recht, und diese kommt leicht zum Stillstand, wenn ein solchesOrgan seine Verrichtungen nicht genügend erfüllen will. Riesen mit völliger Harmonie der inneren und äußeren Körpertheile sind idenn doch sehr selten und waren es wohl stets, wenn sie als Abnormitäten ihrer Rasse erschienen. Und die Lebenskette reißt bald, wenn auch nur ein einziges Glied nicht völlig in den .Zusammenhang paßt. Menschen von ungkwöhnlicherGröße begegnen mehr Hindernissen und Gefahren, als andere. Sie haben Ueberarbeit und ebenso zu wenigArbeit ganz besonders zu fürchten. DasSchlimmsie für sie ist es. wenn sie in die Welt der Dime"-Museen gerathen, deren Atmosphäre ihnen gewöhnlich höchst unzuträglich ist, sei es diejenige der Schaustellungs-Stuben, sei es diejenige der üblichen auffallenden Transportwagen. Was ihre, fast stets nicht sehr widerstandsfähige Lungen dort einathmen müssen,, kann sehr zur Verkürzung ihrer Lebenszeit beitragen. Endlich haben Niesen sich mehr noch, als viele andere Menschen, vor allen Ausschweifungen in Acht zu nehmen, und doch sind ihnen in dieser Veziehung gar viele Gelegenheiten geboten, gegen sich selbst zu sündigen.' Illl Deutsche Lokal-Nachrichten. Pro,!? Qaitnovev R a d b r u ch. Der vielgenannte Kurpfuscher Schäfer Ast wollte vor einigen Tagen gegen einen Mann, der in seinem Sprechzimmer Uuruhe stiftete. sein Hausrecht gebrauchen, und that dies in so nachdrücklicher Weise, daß der von ihm hinausgeworfene Patient gegen eine auf der Diele wartende Frau fiel. Diese stürzte nieder und trug eine Verletzung davon. Die Frau hat gegen den Schäfer Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt. Wilhelmshaven. Unter den Klagen, welche die Bürgerschaft schon seit Jahren geführt hat, nehmen diejenin über den Mangel eines hinreichenden Handelshafens einen hervorra- ! genden Platz ein. In neuester Zeit hat nun Herr Drager einen Plan ausgearbeitet. der eine Verwendung des alten Handelshafens ins Auge faßt. Die Geldfrage soll in der Hauptsache durch einen Capitalisten geregelt werden. Man darf wohl annehmen, daß der Vlan im Reichs-Marine-Amt Schw. rigkeiten nicht begegnen wird. Vrovink Kciklesten. V u n z l a u.' Die Anlage einer meteorologischen Station erster Ordnung ?uf der Schneekoppe wird vom hiesigen Riesengebirgsverein geplant. Das Verliner meteorologiscke Institut wird Insirumentarium. sonstige Errichtung und Beobachter stellen. Vheinprovknl. Aachen. Der Ausschluß für den Faschingszug hat beschlossen in Anbetracht der ungünstigen Zeitverhältnisse, auch im bevorstehenden Carneval von der Veranstaltung eines Zuges Abstand zu nehmen. Düsseldorf. In dem Processe gegen Stockdick wegen Ermordung der Maria Naß zu Neuß wurde von Zeugen aus Benrath der Maurer Franz Behr aus Leißniß erwähnt, der am Tage nach dem Morde mit blutbefleckten Kleidern nach Benrath' kam, dort einige Tage bei einem Stuckaturer arbeitete und sich dann in auffallender Weise entfernte. Derselbe soll mit dem freigesprochenen Stockdick große Aehnlichkeit haben. Behr wurde in Stolberg am Harz des Mordes verdächtig verhaftet und ins hiesige Gefängniß gebracht. Im Herbst dieses Jahres brachen Diebe inAbwesenheit des schwe-pisch-norwegischen Consuls Helander in dessen an der Reichsstraße belegenes Haus und stahlen eine große Menge Sachen von bedeutendem Werthe. Einer der Diebe ist jetzt in der Person des Tageslöhners Küster verhaftet worden. Köln. Auf einen diesbezüglichen Ministerial-Erlaß hin beschloß die Stadtvertretung das bisher heftig befehdete römische Nordthor (Porta Paphia) niederzulegen. Vor der Niederlegung soll aufWunsch des Kaiser WilHelms eine photographische' Aufnahme der alten römischen Ruine erfolgen. Der Schriftsetzer Budde, am Thürmcbenswall wohnend, war dieser Tage damit beschäftigt, seinen Revolver zu putzeu; dabei ging ein Schuß los und tödtete den Mann aus der Stelle. An einem Neubau in der Neustadt ist ein Gerüst eingestürzt; zwei verheirathete' Arbeitt stürzten bei der Kata- . . . .7?. ' ' ? "., :.i j
Ohne seines
gegen:::-
Rheumatismus. Vuckner, Texas. Jshre litt ich an rheumatischen Schmerzen, und war häufig bettlägerig; durch die Anircn dung von St. Jakobs Oel wurde ich dauernd geheilt. Amanda Morron. Jas Mut ist das rsm Dr. Augnst König's
DaS beste Mittel dagegen.
flrophe in die Tiefe und wurden tödt lich verletzt nach dem Hospital transportirt. Zlrsvknx MeNkalen. Meschede. Der 3jährige Knabe des Arbeiters Vrllggemann Hierselbst fiel beim Spielen vom Stuhle auf einen Topf fast kochenden Wassers, wodurch dieser umfiel und das arme Würmchen derart verbrühte, daß es nach 24 Stunden starb. Münster. Der Zahlmeisterasp', rant Edelbrock wurde wegen Unterschlagung verhaftet. Vrsvtttk Sess,nZ,Tassarz. Kassel. Der Reichsgerichtsrath a. D. früherer Qbertribunalrath Dr. Möll. ist 12 Jahre alt, hier gestorben. Gegen den vor Kurzem von dem hier garnisonirenden Husaren - Regiment Nr. 14 desertirten Rittmeister und Eskadronschef Walther Frhr. v. Zandt ist jetzt das kriegsgerichtliche Versahren wegen Fahnenflucht eingeleitet worden. H a n a u. Sergeant Friedrich der 12. Compagnie des 87. Regiments brachte auf der Straße einem Civilisten mit dem Seitengewehr schwere Verledungen bei und verübte alsdann Selbstmord. Wiesbaden. Ein Unglllckssall hat die Familie des Gepäckträgers G. A. Ott betroffen. Das sechs Jahre alte Söhnchen desselben hatte in einer Flasche Petroleum aus einem Geschäft geholt. Auf dem Nachhausewege kam der Kleine zu Fall und die Splitter der Flasche drangen ihm so unglücklich in die Herzgegend, daß er sich nur mit Mühe in einen nahen Hausflur schleppen konnte und bald darauf an Verblutung starb. Mrkl,nbro Schwerin. Die hiesige Stras.kammer verurtheilte nach achtstündiger Verhandlung wegen des Eisenbahnunglücks auf Bahnhof Hagenow, wovon der Berliner Schnellzug am 2. Juli betroffen wurde, den Stationsdiätar Kriesoll und den Rangirmeister Weber in Berücksichtigung der Ueberlastung im Dienste zu zwei bezw. drei Wochen Gefängniß. Dedesdorf. Im Unterlande gerieth der 7jährige Sohn des Hofbesitzers Hoffmann unter die Räder eines Wagens und erlitt unter dem Knie erhebliche Verletzungen. Malchin. Der Landtag hat für die Veröffentlichung einer Sammlung von Volksüberlieferungen in mecklenburgischer Mundart 3000 M. bewilligt. P a r ch i m. In der Langbehnischen SLgerei wurden der Zimmerpolier Klebenow von der Lokomobile erfaßt und getödtet. Arme und Beine waren ihm vom Leibe gerissen. Oküringen. A l t e n b u r g. Unser Landtag hat den Regierungsanträgen gemäß für Erbauung des neuen Ministerialgebäudes insgesammt 900.000 M. bewilligt. Kranichfeld. Hier sind etwa 50 Burschen und Mädchen in Strafe genommen worden, weil sie am Todtenfest, bezw. an dem in die Zeit der weimarschenLandestrauer gefallenenSonntag in einer auf weimarischem Gebiet belegenen Gastwirthschaft . nach den Klängen einer Ziehharmonika getanzt hatten. (Schrecklich!) Ruhla. Die Firma Fried?. Krupp in Essen läßt am Linsenberg in der Nähe von hier nach Braunstein graben. Auch die "Firma Vorsig-Verlin läßt dort Grabungen veranstalten. Saalburg. Ueber das Vermögen des Holzhändlers und Holzstofffabrikbesitzers Louis Geilsdorf ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Weimar. In Masinde imUsambaragebiet ist der von hier gebürtige Oberarzt der Schutztruppe. Dr. Paul Brehme, an der Ruhr gestorben. Dieser Tage hat sich der frühere GastWirth und Fleischer Georg Heckemann erschossen. Ungünstige finanzielleVerHältnisse sollen den Unglücklichen, der Frau und zwei Kinder hinterläßt, in den Tod getrieben haben. S adifcn. Gott lau 6 a. In Fischermühle zu Hartmannsbach gerieth die Dienstmagd König, als sie im Dunkeln Versteck spielte, in das Hauptgehwerk der Mühle, wurde vom großen Rade erfaßt, zermalmt und war sofort todt. O d e r a n. In Schönerstadt brannte das Haus des Maurers Hecker nieder. Leider ist dabei die Ehefrau des Schieferdeckers Meyer mit ihrem 10 Jahre alten Kinde um das Leben gekommen. Beide haben durch Ersticken den Tod gefunden. Die .übrigen Glieder der Meyer'schen Familie retteten sich durch ein Fenster, sie sind aber theilweise schwer verletzt. Nudy'S Plle Suppository wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daö Geld wird zurückgegeben. 50 CtS. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken' Ward BroS., A. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, Ind.
Gleichen ist
OEL Qdß E23 ESI
Neuralgie. St. Lsuis, Mo. Mit Vergnügen empfthle ich die Ararendung von St. 0 Jakobs Ocl gegen neuralgische Schmer ZkN. Ich wurde dauernd durch den Ge brauch desselben geheilt. N.G.Trcll. Leben des Körpers. SamSurger Tropfens Marktbericht. WZolesa!ePreiZe. GroeerieS. Zucker: Harter $4.82. Guter gelber $3.51. Gewöhn!, gelber $3.26. Kaffee: geröst. Banner, Lion und Java 21. 75c (in 5 Pfd Säcken) Capital 21c Pilot 21c Bakota 10c Brazil 19c Getr. Aepfel Cc Pfirsiche 14 Corinthen 5c Pflaumen 755c Aprikosen 11)6c Früchte und Gemüse. cpfel per Faß $3.50 Citroren per Kiste $3 kO Orangen per Kiste $3.00 Kraut per Fah 51.35. Zwiebeln per Faß $1 00 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Vushel $2 0) Kartoffeln per Aushel 0c. Sütz-Ztartosfeln per Faß $2.75 Mehl. Wintcr-Weizen pat. $4.tt Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter ertra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Ro?genmehl $3 10 Hafergrütze $5.75 Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische Countrv 10c. Eier, frisch, per Du. 18: Leb. Geflügel: Hühner 5c "er Pfund; spring Cblckens 6;: vabm 3 : Türkei) Hennen 7c; Enten c; C änse $5.41 per Tutz. w$mtt e Henry Victor. DaS größte, schönste und älteste der artige Lokal in der Stadt. Die geräumige und schön eingerichtete Halle steht Vereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung von Bällen, Konzerten und Versammlungen unter liberalen Bedingungen zur Verfügung. Dr. Wühler, 120 Oft McCarty Sir. Evrech'Stunden: 8 Uhr Vorm.; l i NZr Nachm.: 7 9 Uir dends. Telephon 1446. Sprechstunden: Sonntag nur Vormittags. Dr. Carl G. Winter, Vrzt und Ebkrnrg. Spezialist für Augen und Ohren. Sprechstunden von 9 12, 25, 78 Uhr. Office : No. 40 Ost Ohio Straße. Dr. I. A. Sntcliffe, elchasttgt fich auslieblich mit wudLr,tttSk Jalit und ratt SeschleÄt und NrtnkrankSrtten. tts. 95 Oft Market kratze. Osstketde : 0 lit 10 nx orm. 2 118 an vcaam. snntasf Hz. s.if )fft0U. Dr. C. N. Schsefer, Krzt und Chirurg, No. 430 Madifon Avenue, nahe WorrtZ Str. Lvrtchftundkn : 8-ö:N Mr Norgess, z-4 Uhr Nachmittag, 7 S Uir Sende. elevbo Dr. THEO. A. WAGNER bat seine Office nach No. 94 Nord Delawarc Str. verlest, und wird stcd freuen seine Patienten und Freunde dort zu empfanden. Svreckftundcn : 9 10 Uh? ?orm.: 2 4 Uhr Nachm.; Sonntag: $10-Uhr Borm. 27" Telephon 848. Dr. Vuröhardt, Deutscher Arzt. Ossiee und kö o h g ' No. 382 Süd Meridian S tr. Ofstce'Stunden : di9 Nbr srm. i (l 8 Uhr Nschm. 7btUirid. paatfcc$-9 Bormittag. Televbo SS. ' Injektion. Eine permanente Kur der hartnäckigsten FSZe von Eonorrhea und Z! Sleet, garantirt in von Z bii 6 Tagen; kein 1 ander Behandlung nöthig, und ebne die an j) ekelnd Steiuttat be SinnedmenT von iu. , bebe, Soxaida der LandelSl. J.Aerre So. (rou'5 achsolger). Lxotheker, Z-axi. Ler. ; taust v aUe rruggifte. . iAN IDEAL. FAMlLY MEDIC1NE IFoc lBllreMloa lim "-. ! Headftche, CnnttpBÜn, ECoMplexUa, Offea llrelh, I and U d morder j U fetoniauh. tUveraiul Eo-wew, I RIPANS i ABULES art Rentlj yet protuptly i'enwt idig?ti0B followa tbcir nse Bold 1 by drurcidt or wnt by mall. Box so vlEliri H . r;cii uv;, GM, F Vl fn umfilri AifirM 11 iia (4 i ii t.iiuAL tuf uew m . The Twentletü Century, eine ausgezeichnete Wochenschrift, Kelche fortschritt Uch gesinnten Lesern sehr zu emvfeh len ist. In der Tendenz zwar sezialistisch, werden doch andere sortschritttiche Theonen darin unparteiisch besprochen. Man bestelle direkt bei der Humboldt Publishing Co.. 19 ftor Place, Neir
I:
5
P-&
Ü ÖilCE TBiEO, ALWÄYS ÜSE0. 8 A i rc tu Cco'jxsxa. CLtAM!tca PetrrrCTaBÄR RXTURES, y DRAIft! BOARDS g u AND ALL s Tfr. Tnr. Rm.?. sirnnnr. ri j m , , M -wj.j w. , M Klrlftl nnr! II istrhrn rrf Xi D 3 Plated Utensils. Cteso Vood, Fsrbie, Per- ) sj In ru celaln, 1 IV. n r CEOnCC VW. HOFFT? Alt,, Cj H sei. Minnfactorer al Proprietcr. j jjj 95ESTW8HlfeiTOWST..lflDUNAOi.l. f 1 j "i TU" mr vrrrrr?i "rtT:! e.3 Tnc BÄn-KnlFtüd mluts. '... -,L -f, y ..c-.c-.,, . . , -..y -M" Zum "StxUtf in Apotheken 25 Cents per Pfund. Kommen dem (Tongreß zuvor. Viele Bahnen t&btn den Neisenden äs sle vcrlargtcn. Dio C. X-X, ID. Wartete nicht bis die "Interdiaiigablc Mileage Bill" pasfirt wurde. Dcr Ecnera! - Passagier'- S'gent eine! de? leitenden BahnsYltcine Harte einem Bericht elststter: Ich ersehe aussen Zeitungbcrichten, daß der Äefcyei trurf der iZkksc?äftirvl scnden (Stllschast in T!resf d r austausche baren auf allen Bahnen zu gebrauchenden Miittndiette günstig ausgenommen rrurde und wahrschcirilch im Ecnar pasfirt wird. Die Grsilschaft at vtcl Gcid darauf veiwenHt urd das Gesltz kann ihnen in gtivlsstN Landestheiln helfen, aber hier ist is rncht nothwendig. Die (5. H. 6 D. Bahn giebt 1000 Mciien-Tickets für 0 cu?, die nicht allein auf dcn mit ihr verdundn,en Achten, sondern auch auf den in Coir Petition s:hcn den Lil ien volle &Uliti! hären und ei :cr Person Gelegenheit fcdcn, z. Ä. von ISincit naii nach St Louis nrec die, das Ticket ausstellende Bahn od.r :ie Vandaiia, die Biz 4 oder die Ohio Mississippi Lahn zu rrisen. Es ist cbefaUS gur zwi chen Loutsvills & Cincinnati, zwischen (ih cazo & Gincinnctt, über zwei Bahnen, gut üvr El veland nach Cincinnati üb-r zwei Bahnen, gut zwischen l5olumbus fc Cincmnat', zwischen Cincinnati Toledo & Detroit, i laß, soweit die Ättteistauten in Betracht kommen, das ganze Fclö gideüt ist, durch daS itberale crgcizn ler Cincinnati, teulton & Dayton AaYn. Die kurze und einzige d:re?ie Bahn nch W D z& Veslibnl ZCgo Äbfahrt von JndianapoiZ:: No. 30 Chicaao Limited, ?estidrzle Pullman, Speise n.Parlotwagen täglich 11 50rn Ankunft Chicago 5.30rn Ao. 36 Chicago Nacht Erpreß, Vcsti, bule und Schlafwascn tägUÄ. . . 12.3.V3 Ankunft Chicago ... 7.105m No. 10 Monon 5lcc. läglicf , ausgenommen Eonntsas 4 X)m Ankunft in Jndianapo'.iS : No. 33, Vestibüle täglich 3 55Nm No. 33, Vestibüle tägiich 3 25Vm No. 9, Monon Acc. täglich, au?gcnommen Sonntaz...'. 11 20Tm Pullman Vestibül-Schlafwagen für Chicago stehen am westlichen Ende des Union Bahnhofs können täglich umS.30Nm. bcfticgcn 'vrrder. Ticket-OfkZces: 2 Süd ?SiitoIS fetr., Union Station und VkaffackuseitS Are. Für Raten, Karten, Z?iltab:llen ?c, wende vtn sich an 3. D. B a l d w i n, D. P. ?l. C. H. A d a m, C. P. A. Elsl Eis: Eis: Wir beniiyen das Coupon. !?r:ein für bltrf erung ven üii an unsere unben. kaufen Sie Ihre SouponS. bevor iS Eis geliefert w:rd. Za wir einen guten Borraih nun (514 besitzen, so sindwir in der Lage zn folgende Preise zuderkanfen: loa bis s t'fb in einer Pteferung S5e periooPfd 200 M3 li'00ltö in einer Cirrtrur.3 20c . et . 1000 ti 20" jsd tn einer tieftrurg I7)t'c , 2000 uub weir tn einer IMct-rruna 1C Düjp" 1 CDct, Dfftce : 0. 222 ÜBeft SDalrutßr. lel. verlangt Stellung auf einer Farm, ober m einer Lorstadt-Restdenz al ein Ornament und zu Pumpen von Wasser, egieße von Siajen. Empor Jiehen von Wasser nach oberen Stockwerken. Sägen von olz. Betreiben eines Tvnamos für eleklrijches Licht und um Berriünen vieler anderer Ardetten. St einer Woche bin ich ei nach der Fettigkellung galvanl sirter Luftmotor ; vor dieser Zir war ich nur Stsbl. Link und Aluminium obne ausgestellt und initiativ kett zu sein. Meine Dienste können sehr billiq erlangt werden, wenn jetzt, während der flauen Saiion beazsvrucht. Sprecht vor bei meinen EUrni, der Aermotor Company. 12t,,'. Rockwell u. FMmore Str., Cnicago.Jll. ..-Jchbinucts arbeitS-!?n,,.s,.:. fZhig. Unsere Jamilie ist viiuii der Welt und noch vie roßte tprec rt mit rieie, vie erfreuen und irgend ein fnrn megerieth eineSvon r . . un aus Avwege. Wir sind ferner ICliUllC SJ A M. k nf . ÜUIUUIU lll sen.werdenzu eine Lukerk kräftige ffamilie mit staunendyt sert. die im Bereiche .s' 4;rn en stfii wendn Ausbauer. Wir . Her stehen. Chvreffen. Nichten-, od.aalvaniürte baden eise"i Naturen (resp, stählerne) sind aber Ltah!reservoirs m. galv. Etahl-Unterdauten eine sehr erregbar, indem der leichteste Windhauch uns pkz,al:tat. Wir liefern bewegt. Wir sind hochstehend, haben groben aaivan. StahlreservoirZ t. Bleh. die ickit löckiern. MllU? UN0 lulZZ SZ bllligrrals hölzerne. Tie Wasser dewegkn,vergaus ern.kor ffirt reit sind wir erhabene Tinge, indem wir von gu Nieten, na iötriuaj S0 Baar ali CpeoZa!-Z.'re:se für lern Schöpfern zwi: Iaiea mmet no' rde planrt wurden. den beste von der ffrau.dem Sobn oder derTochtereines Land unser Stahl wurde lanrtheS oder Wind Ich an manchem über All binweq imudlen'Beslber ragenden Thurme bewahrt. W,r sind außerordentlich in dustrtöi.indemwir gricuieoenea rnrei. der ble ffraze bev antwortet: ..Warum 24 Stunden per Zag solteirfi, und mehr denn Sdö kluen zage un Jahr arbei Lust. ren. !5ir tin von nie rastender Wach t$t xebrauchknilamkelt, indem wir izur veorngunani, Preise ic. adre,s,re Tag u. Nacht über euch stehen. Wi lnd ökonomischer man die ermvtor alt irgend etwa? omp.tnkhlcogo. JU.. vder reren Leig Geschäfte fy zu Ea' noere aus &t den oder ,m Him viel, dem wir ciKO.Koniaj ( )SilN. Lincoln I 1 ed., Gionr ' s v'tv. Iowa. mchtZ als dünne Lust in njer vollem ney IHnell. devnl tmr geben sehr -.Ä.' hnell. ! irn. cyreioiZ $ ivinncapclii Buffalo, oder 1 65 lart Tlace. l'Lc'Sl.V.liiil. A TEARI I lrtak te bH,N trrnch njr Uirij itllif rot p-rOB esithki, bttii raad itd nee, ud ho, n iwwnirtipn.will worfc iulvirkHi;y , how lo rrm 1 fcr TkMx..4 lcUr r Turin tBeirewra lwlii.wh,J-wUy 1W.I will !aefarnli IL ituauoocremployin.nu; hieb you cm ara tha(tDouaC Ko mou.T tot n nlrca urcMfal u bov. tuilj mi psltklr MrncU. I dira bul d workar trom ch ü tritt or euumty. tur alrMdy uafkt ad prartded kk mloTmrut l , aaibar, wa ara m.kinf avae iimrMck. lt WI . Rck tOLlli. FaUpaj-dralartFXXLC Addi at . 1 1 r.rr. ba i-O, JLxZZ :
ih mmm m. ml .."' '-v uf'rrr3 ?i i li?v'vÄ-''-''?v'?'.-In ' . -i-r SZ. La g - y.. n4 PMÄkWMH IV X V3 d --iä'A---fv;ri 1 t ftl D Jil im fr i rl si sVW fm 1 y i O V f5 ö 14 & . 4 i all ? fMUQM N sM B kUM?MIM5MWMA 8 m Hfl Ts&3 ö ZWKMMWZ n) r-rfcSv'-fsi-''x- , G- i Y V r$ 1 Lg V. r-- - :- --' 2 m r.t kP
m $ n m m 1 1 MvlMM m if 1 liife MfelsMidF jMM?:eWS
Ar
CX
SW3
JT
L.l
1 1
V. X
II
I U
I
I I
I I
K I
m vj k
im
ILWXI
lf
n
um..
1 i 1
?l
V
n 1
lf A
jun 1
I
nwu
tas
i 1
w i
IiKT7a
m xh u
III CV 1 I
r
w w
1
n
