Indiana Tribüne, Volume 17, Number 151, Indianapolis, Marion County, 18 February 1894 — Page 3
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lös (2? ;"vortatt ors dem Italienifchen des Z?e!n?. (3. Fortsetzung.) j Er fing an zu lachen und schaukelte rjlch auf seinem Stuhle Und dieHerizogin fing an zu besprechen, zu bitten, Lu erklären. Es würde mich so sehr freuen, ich Irmtce die Augen in Frieden schließen!" Die arme Frau war beinahe beredt. 'Und der Stockfischgeruch drang indessen innner unausstehlichet in das Zim iner. Der erstcStock für sie," dachte Giu;Iiano nchiz; der zweite für meine JungFesellcnwirtschaft, und dieseWzhnung für die Mama allein." 9, Giuliano fuhr die Mutter fort, glaub: mir, außerhalb derGrenAen der moralischen Ordnung giöt es kein rvahns Glück. Zudem ist st: eine Waise, und folglich, versteht Du.... das Capital zur Verfügung, und eine große Leschunz in der Lonibardei. Ein anbetungswürdiger Charakter, ich dersichere Dich. Di: Brillanten deZ Hauses sind auch noch da. Und denk nur, mein Eohn, welch', etn Trost im Alter, eine eigene Familie zu haben!" Ja, eine Schar Fratzen, die nicht lernen wollen, oder nichtsnutzige Bubm, die Schulden machen." Er war in der Tbt rathlzs. Es er gerte iirn, daß er sich bemühen sollte, jeincn Entschluß zu fassen. Unten im Hof ertönte in einem fort das aufregende, rauh: Aechzen der Gage. Jn's Zimmer hinein dämmerte "der Fruhling-abend. Die Wanduhr verkündete die achte Stunde mit seltsamtn, mißtönenden Klangen, mit den 5llängen eine: Uhr, die nicht mehr in der M?-d: ist. Der letzte Sonnenstrahl, welcher schräg durch das Fenster drang, fiel auf die verschossene, von der Lehue eines lahmen Sejiels gequetschte Sanlmttavete. Giuliano seufzte tief auf, wie ein Mensch, der eine ungeheure AnstrenQiincx macht. Dir zuliebe." sagt: er daraus sanft .zu seiner Mutter; aber Du weißt, 'fcajj ich derartige Angelegenheiten ,gern rasch in Ordnung sehe." Die Herzogin unterdrückte einen Freudenschrei und erhob sich. O.Giuliano. Siuliano!" Sie wollte nicht weinen, brach aber dessenungeachtet vx Thränen aus. Den alten Damen taint das Wei ncn bald, und die Herzogin vermied es, wenn inimer möglich, sich auf diese Weise vor Giuliano zu verrathen, der in oisen ?vauen mit ernste? Miene seinen Hut zu nehmen pflegte und sich etwas eiliger als gewöhnlich zurückzog. Aber diesmal... ach, diesmal konnte sie wirklich nicht an sich halten. Das war in der Thzt Hilfe von der Mutier Gottes zum Trost". Gewiß, sofort wollte sie ihr bei Eanavero cm .goldenes Herz bestellen. EiulZano entfernte sich nicht. Jetzt, nachdem er diese übermenschlich: Ansirengung gemacht hatte, war er zufrieden. Zufrieden, daß er zu einem Entschluß gekommen war, mit sich selbst zufrieden, dajj er seiner guten Mama diesen Trost gegeben hatte. O, für sie brachte er dieses Opfer gern, und auch für das alte Haus, das der Ausbefferung so sehr bedürfte. Dai- erwartete die Baronin pewiß nicht so schnell; es war recht ergötzlich, zu denken, daß sie wahrscheinlich, ja sogar sicher, einen gewien Aerge? darüber empfinden würde. Das sollte sie lehren,' am Taae nach dem Bruch mit ihm französische Vieomtes an seine Stelle zu setzen!.... Gewiß, di: Hochzeit sollte bald statt finden . Er hosfte, seine Gattin würd: schöne Hände haben, etwas, worauf er sehr viel hielt. Und wenn sie nicht verstehen sollte, sich zu kleiden, so konnte ein Winter in Paris dcsi Uebel abhelfen. Er kam sich tugendhaft, im höchsten Grade moralisch vor. Ein: lebhafte, zärtliche Achtung für seine eigene Perfönlichkeit stieg in feinem Innern auf. Er, so schön wie er war, ein solche? Herr, ein solcher Edelmann, bequemte sich dazu, eine Frau zu nehmen vor der Zeit der Perrücke, der Fettleibigkeit, der falschen Zähne, der fünfziciprocentigen Wechsel. Er lächelte still, lähelte der Zukunft entzezen und be?lückmünschtz seine Mutter. Brave Mama! Und Du hast sie di: yanz: Zeit hindurch für mich ausgespart, obschon...." Die verschrumpften Wangen- der Herzogin nahmen eine fast jugendliche Färbung an. Ich wartete sagte sie einfach. Jetzt, ja, jetzt wirst Du glücklich w:rdn!" Meinst Du? Nun wohl, desto bisser. Ueber kurz oder lang mußte es ja doch dazu kommen." Die Säge verstummte, und der Stock fischgeruch verschwand nach, und nach in dem Abendwind, der durch ein Fenster hineingedrungcn war, welches sich sachte und unbemerkt von selbst geöffnet hatte. in Frau Nhoda Lawsou S'oring Lawsons Cottage, N....shire. Entschuldigen Sie, dag ich Ihnen diesmal nicht englisch schreibe; aber ich' hab: Ihnen so viele ernste und wichtige Tinge im Vertrauen mitzutheilen, -daß ich dies wirklich auf meine Zeise thun muß. Glauben Sie jedoch nicht, daß ich meine Aufgaben und mewe 'Studien vernachlässige.... das l?cißt, jktzt gerade., aber in Zukunft. O weh, sehen Sie, wie -ich verwirrt bin? Kurz, ich verspreche Ihnen. daö Englische rnch zu vernachlässigen, denn es ist gr so schon, und ich weiß, daß es Ihr Wunsch ist, ich möchte nicht vergessen, was Sie mich gütig gelehrt kiaben. Ich bitt? Sie. es nicht zu brachien, wenn dieser Brief nicht gut ge smrleben ist, nicht emmal gut. auf ita lienisch. d?nn iÄ schreibe ibn beimliö
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uno yase kem: :tt, an d:e Syntax 'und alle andern Li'ten und kniffe der ' ob ich träume, und dann fürchte ich eir! jähes Erwachen; und manchmal wieder .veiß ich nicht, wie ich Worte finden foll, um dem Herrn zu danken. Wenn ich d Augen schließe, glaube ich von blauer HimmclZluft. wie wir sie hoch übcr uns sehen, umhüllt zu sein; ge wiß recht sonderbar. Sie werden sich wohl auch darüber wundern. Glauben Sie aber trotz alledem nicht, daß ich toll: Streiche mache; ich bin vielmehr r.c ?v e.r.. cr c . .. - I sehr ruhig, da ich sehe, daß d:r Herr vor mir einen lichten, sonnenbeschiene uen und mit zahllosen Blumen bestreuten Weg geöffnet hat. Kun. ich will versuchen, Ihnen alle? haarklein zu erzählen; ich weiß gar nicht, w.irum ich eine Art Scheu empfinde, Ihnen al dafi ich e:nen qroßen Fey begangen hätte. Aber damals war mir der Gedanke gekommen, weil ich pieine arme Gefährtin Giulia Ferranito hatte sterben sehen (ach! welcherSümcrz war das für mich!) und weil meine theure Freundin Teresa Neccadei die Anstalt verlassen hatte; zudem war Maria San Fermo im Kloster eingekleidet worden, und diese Ceremonie hatte auf mi einen sehr großen Eindruck ge macht. Eigentlich hatte ich noch einen ankern Grund, aber diesen habe ich niemals ausaesprochen. Ich war näm lich recht melancholisch geworden; am Donnerstag wurden all: andern Zog linge in das Sprechzimmer gerufen, für mich aber kam niemals jemand, niemals! An diesem Tage wußte ich dann nichts anderes zu thun, als zu weinen, und wenn meine Gefährt'.nnen vom Gitter zurückkamen und miv lw stig und zufrieden ihre Neuigkeiten tv zahlten, gad ich mir Muhe, auch zusne den u säeinen. um ibnen nickit webe zu thun. Die Nonnen waren immer sehr gut gegen mich und sind es zu jeder Zeit geblieben, aber dem Schmerz um die Mu tt. d e e nem hhll. 1t leider nicht abzuhelfen! Was soll ich . . ' . . ' '. . ' .. '
rammaii: zu oenlen. , meine lieb: yosttcyte und icgie, er empseme yiq ischmde Nachricht in einem 'Frau Rhoda! Wenn Sie wüßten, wie meinem Gebet. Ich betete in der That jVriefe welchen der Vormund kiel fic& ereignet bat. seitdem ich fmn euch reckt von frenen und dachte an fu,..iLi-u r.:. .
s d,-z zu s.,m. da ,ch doch , slkö. s,i:m und vkinzZt twas allerdings i. liriä tifn,t K-lehIcn ind Fä.ste. KÄaSS laubt. Man ist verblüfst. gefangen. ?. b.... s.W n,-hr dem Herrn danken, der mich r jnahm man dn diesem derkiinschten Er halte daZ Mz!:chs,k geihan. um s,e w" , r, , ... . den Gefahren habe lhii!tn willen, die Bräutigam. Er war ein Herzog.... al. daZ arme Thier von diefer nervösew ,rchz... ks'd'rbut' und die leaante u. und hat doch eigentlich nur da? Erinrn Sie sich, dag Ihnen in der Welt unausbleiblich auf ein !so ebenfalls ein Hochadliger und hatte Nnzbartcit des Sehörs zu heilen, abcr r?.,,:s, Reisernure IiS näkern cV Olaffinitltftt kennen gelernt. Die &r$??l& lUNZ-S Mädchen warten, und rcich s lis jetzt ein luAges eben geführt. er hatte niÄZ erreicht, und. in ienr: We? Sg?n. als woltten 'S grillen Töne er Panflöte (einen. Gluc. riet mir meine !.):i.re Mutter tine günstige EcKgenheit ha! finden ,und nun nicht mehr diel Geld. ES hiefz Moinenten wurde M'.a auch , ihn ein s,lbN nn Eesdräck, beairnen. er sieht k'"nilen Insirunient. 'dessen anemOberm., zu warten und mich zu pru. hTtt am in tinm Stand zu treten, euch, er sei sehr schön, und dZ Frau, gefährliches Pferd. , M S IXin räb f tae i nderaefügte Röhren von verfchkoemr tftWÄi der we auch noch so unvollkmmen !kinhbe sich im Kloster in ihn er. . Auf dem Euk kannte man dieses schma'k. ein weni7?tkmde Schultern Lanae aus Schilfrohr bestehen) hüpfe IC' Vlil, Ulfl lw t..ttii ('.(Vnvtl ?T.lflk . Z. r 1 : . f . . u X. V. I r; f : .1 .Ti.fi fJ(1..-. CrD..li. C . . VI tmi-rrort l L 7 ' -r VII?,S . nWtr Vtliemsi n Vi ' . ' . 3 , '. .f.ttl CVf ;tc. . ii
also (10 dachte ich bei mir selbst) allein imcnisn, weiaze vas nr,ua:n meiin dieser schrecklicken Welt voll Gefah- uer Gefährtinnen ausmachen. Auch ren. Leiden und Scümer,?n anfanaen. mein Verlobter kam zu wiederholten
wenn N emand da t. der slÄ me ne? ' ' . ? ' I annimmt, mich lieb bat und mich in Allein unterrichtet?.... Deshalb hatte ' 1 i ich im Sinn. Nonne zu werden und auf immer bei den guten Schwestern zu bleiben. Aber letzt, 0 Gott, ist alIcs anders geworden.... mein Schicksal, die Welt, alles, alles! - Sie wissen ohne Zweifel... ich habe Ihnen schon öfters darüber geschrizden.... daß unsere wiutter Qoenn, Mutter Maria della Eroce, eine gar fromm: Frau ist und von Allen geachtet und verehrt wird. Da sse. bevor sie in's Kloster aina. eine Gräfin von Nonano war, so hat sie in der Welt draußen noch viele Freundinnen, die sie oft besuchen und erbauliche Gespräche mit ihr füoren und sie um ihren guten Naty bitten, Eine dieser Freundinnen ist eine Her zogm anueri, eine groge, nagireaine, vor der man sich beinahe fürchtete, wenn sie mcht eine sanfte Stimme und ein ungemein liebenswürdiqes. einnehmendes Wesen hätte. Eines Ta
geS sagt: die Oberin zu mir, ich solle mentuvn hat. lir sagt, er werde alsie zum Gitter begleiten. Sie können I les thun, um mich glücklich zu machen.
sich denken, was für em Ereianß dies für mich war. Ich zitterte wie ein
r. r r ? r . v . v ? t gemein freundlich gegen mich war und mir sagte, emer ihrer Neffen sei der Vetter des Schwagers einer vertrau ten Freundin meine? guten Mama ge-1 Wesen! Stellen Sre sich vor!... Von meiner guten Mama sprechen zu hören ....die Thränen kamen mir in die Augen!.... Die Herzogin (sie war es)1 tröstete mtch, sagte mir bxtl Liebes und Gi.ies und versprach, mich wieder zu besuchen. In der Tlat gmg nun auch ich beinahe jede Woche in's Spre hzimmer, und dre gute Herzogin vracqte : cn i rj . r . r ' mit ui uanicr uzinz eiinic, iqonc Heiligenbilder, wie ich sie noch Nie ge - seyen yatte, und (Levetducher. welche mein Glück und die Bewunderung der Gefährtinnen ausmachten. Sie erkundigte sich auch nach meinen Studien und fragte mich über hundert Einzeli.tcVc S .lwn0VUIJ?l r 3 m n .t . r . wuroe geruyi gegen mich l uxi nonnersmg erwanen, um wieoer mit oer an:e von oem geller oez I. I t C" II L Qwager- eine? reanom meiner . . . . Mutter zu sprechen. ' das Sprechzimmer. Und dem Gitter, sehe ich sofort Herzogin in Legleitung eines blonden jungen Herrn. Sie können sich VAn?OT Vnt rti 411 8 a ,vuluv--ch glaube, ch vergaß sogar dasGrüiwwWft;1 ?f rihii. uvv viv ivjvuiit uuuiu ia iiwu llbel aus; sie war noch freundlicher ge. gen rnich. als gewöhnlich, und sagte. dieser Herr sei ihr Shn. welcher n .:.. !.!?. j.iriirffnrrm. tt kti k, .i und der ehrwürdigen Mutter Oberin ; eiwr nhu Wnffrnm v.i.i ... w aru"" J bringe, den der Papst sür,sie gesegnel habe dem die
uineniauo; aocr iaj wuroe rumg, ais 1 ivorvrn, vag wir osori nac? czx i)ich am Gitter eine Dame sah, die un-! zeit nack Astianello verreisen werden.
kines fcdonen .ages nun, es war nello bleiben? Denken Sie! In Astiaerst Dienstag, läßt mich d'e Mutter ncllo im Frühling mtt ihm.... ich wollte Oberin rufen, rückt mir das Mäntel sagen mit meinem Gatten. Ein fon-
u;cu jurcuji, icijji luiu; uz aiiuuai5 1 ceroar: 5011, Niazi waore n eigenen oorzugiiMen caiuraniagen. : . f. . . 11 IJC . O- 7t, . I ,. . m . , . ' sr: I ' ... 0
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u.ijicye, ijzn iof uuu v-uuc ?yiui i ?ie cen ifslinen niQ-: )iUiiano.. Wenn Drollino oh r....f tu. . r::ti. ü f.tst i I - , I "vu"lw wJ.v
f vn nniT iinn tu titt tti t .ti ' i ;mi v-t abam ivki-A m a vr nm .
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Herrn zu. der mit einer stimme, . . Sr.!; (si7n ' a Ü rt""
wie Musik klang, so viel Schönes u,roer. m7rXuZ. . Ja.9-1 lt iac?!m0
X&lSl- aber ichloar sa ng P S. . Vergesse Sie . den Namen ?" flüHrtj. als ob sie ihn anhZ. Drllin nZigte sich tief, während SUa& ten OTult) Cd. 1 niöt. Gmiiano.' 1 " 5. könnte, Ez , buchte. 1 in ll.amrnend'eZ Roth über sein brau.
r ri. . k- ... je ri.3 1 'iitiun o yiuianruD. i ..444. u.u .4 c.iijuu u i una crruari. j?JTnurnn'
etn Wort zu sagen. AIS sie im Begriffe waren zu gehen, grüßte er mich auf'S
. . . . mm t , . , . ' dn unerwarteten Besuch und an den Befehl der Oberin, be, meinen Gespie. Dame am Donnerstag wohl wieder kommen und allein kommen würde. .: Aber am aleicken Abend nock) Ikh mich Mutter Maria della Croee ruftn und fragte mich, wie jener Herr mir gefallen habe. Ich sagte, er scheine mir gut zu sein, wie seine Mutter, Dann sprach mir die Oberin lange von den Fügungen des Herrn und sagte endlich, daß der Herzog Lantieri. da er wisse.-welche gute Erzi: . ' "J . , - hung ich hier im Kloster erhalten habe, mich zur Gattin verlange. Stellen Sie sich vor, Frau Nhoda, wie ich dastand. Es gab mir einen ge wältigen Stich in's Herz..... ich kam ganz auö der Fassung! Aber di: Oöeund noch so tief unter dem geistlichen Stande stehend, doch derjenige sei. welchen die Vorsehung den meisten Mädchen bestimmt habe. Sie erging sich in Lo-beZerhebungen üöer den Herzog und den Adel seines Hauses und erklärte mir, wie dankbar icb ihm sein müsse, daß er an eine einfache Pensionärin gedacht habe, während er eine ? . ( mrr -e ."n. i rp viei gianzenoere zayi yaiie irefsen können. Darauf sagte sie mir. ich solle mich drei Tage in stiller Zurückgezogen heit bedenken und die Hilfe des Herrn, der Mutter Gottes und aller Heiligen anrusen, damit sie mich erleuchten und mir den Willen der göttlichen Vorse hung kund thun möchten. IZun wurde ich sofort ruhig, und nachdem ich den Herrn, die Mutter Gottes und die Heiligen diel und eifrig befragt hatte, kam es mir wirklichvor, als ob sie ,ja" sagten, und daß es gut wäre, wenn ich einwilligte. Auch Beichtvater war dcr gleichen Mei ung, und als die drei Tag: vorbei toaren sagt: ich der Oberin ich sei einverstanden. D:e Herzogin kam soB annic mra? lyre iieoe oazier und Lberhäufie mich mit prachtvollen t .r .r. . . . j-w- , . rrn.... .... c !.n calen wieocr, uno n oegrei e eZi nicht mehr, wi? es in der heiliqen irriri . r:sl sleyen lann, 015 rau mujze ihren Mann lieben. Gewiz eine schöne Wim eine IHo.ne Ausgabe:,. Aufrichtia aesproöz:n denke iÄ. ich muß wirklich dumm scheinen, weil ich niemals den Mutb zum Svrecken sin. den kann und ganz zufrieden bin, wenn ,ch rublg hmter dem Gitter stehe und ihn reden höre mit seiner Stimme, die so sanft, 0 nein, noch viel beer klingt, als diejenige seiner Mutter, und ihn sehe, wie er ienieits des Gitters seine weiße Stirn und seinen aoldschimmernden blonden Bart an die Stäbe lehnt. Ich habe bemerkt, daß er blaue Augen hat. Auch hat er schneeweiß Hände, die mit ein?m blikenden Ninq geschmückt sind. Und was für Sachen er mir sagt.... Zum Beispiel, stellen 01c jiaj vor, vag er o cui 001 mit babc sprechen hören und daß er mir schon gut gewesen fei, bevor er mich gekannt habe. Da sieht man deutlich, daß eine ugung Gottes unZ zusamer werbe r.:tn? leisezlen Wunsche erfüllen; auch ist mir zuliebe ausgemacht 1 . v r. . t r c 1 r. w r r ! Ach, denken Sie, mein liebes Astianello, das ich zehn Jahre lang mcht mehr ae sehen habe! EZ wird mir gewiß recht weh thun, das Kloster, die guten Schwestern und meine Gcipielmnen zu rxrlassen; aber so sehr es mich auch I schmerzt, bin ich dennoch glucklich (das ist wohl recht schlimm von nur?) und I es kommt mir, wie ich Ihnen bereits gesagt habe, vor, als sei ich in einer I andern Welt. Meine Freundinnen bewundern mein Glück, die Schwestern sind äußerst zufrieden, wenn sie auch I r . i. .-. .. 1 zeoen uugenoua von o:n eioen 1 Ehestandes 1 brechen: aber ich glaube. sie reden so, weil sie das eben nicht gut verstehen. Mich dünkt, ich möchte' um alles Gold der Welt keine Nonne werden, und der Herr sei überaus gütia a:aen mich aewesen. I " ' Entschuldigen Si: diesen'' schrei den verwickelten sbould ' m . - - - m.rt. f,r.n w?,d,? si-.Z5?n um 1 5 r ,. w iv , nmuitiam. wsnn die .ockieit I Wer weik. ob wir nickt in AltiaHerzog I Milla sagt!.. I 1 r.ru-rT, rv-,tu ?a :.t ;a . 7'''" . VZZ l 2 dachte an meine gute Mutter, d ich . i i v ? gekannt, und an n-.cmer , Vater den f s?S "oren habe. O w.e wer. ben sie sich sreuen m H.mmel! . SchSN Wlkdek IllNIMkN MII dlk . y i-w ir c Thränen IN die Augen. Entschuldig Sie diesen 3ncf; weiß Gott, wie viele 1 v.tr.. v..:, r.: . rr "
r'ii n?r Wi'fsi nS ix 5 Nickte kmm nu? sk?? anzusvannen vileate. bedürfte es Drol .f:0 einen Katarakt von Tönen zu boren
dort, hinter habe ihn bis jetzt immer Herr Herzog hielten di: Pferdeknechte und die Lerei- merksam das Gesicht des neuen Herrn, meine liebe I genannt, und er saat Fräulein zu mir. in in rhrm srrfMftt.-mn. s2 z ,kn. rr ,.
r . , , V I 7"JWliiyC4l lilllb 14 4 LJ ,444. VJWW4M44 IV 4, 4411 .4,444444. groszen, l Wie wird es wool klingen, wenn er standen still t-m tU ,rSM. m,. tMW, ? f,nm hrrtii;rn
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V 1 V V b. M W & U iui3wwvuuti wuu. jyic jüvumcu Ite an dem und dem Tage in Turm ' ztktt Unb ffA turtben h:, k.r?sl5nftlZn Qutfrhm fJU? s,; romtn r naA h.T mm kzuba-
len. Zudem wurde befohlen, di: Wege Nichts konnte diesen Widerstand demit frischem Kies zu überführen, das fingen, weder Harte noch Güte, weblaue Gemacb. das Scklafzimmer. wel. der heftige Züchtigung noch grausame
ch:s auf die Terrasse ging zu lüften und für das zunge Paar herzurichten UllV Vt JVl.UiyiJH4 Uk JlW.l -JJfcVivHL ,um sieben Uhr bereit zu halten. ' Diese unerwartete Anzeige, dieser jWind, der sich so plötzlich in der Atmo jfphäre erhoben hatte und einen neuen Herrn herwehte, erregte großes Aufse hen. Wer war er? Wie sah der Brau tigam des Fräuleins aus?.... Das pri vilegire Westen, welchem ein derartiges V VvC . VTO Yf . (i!. . kvi .2 KC m(a.m .Gluck zu Theü geworden? 'liebt.... eine schlaue Mutter habe die , Sache einzufädeln gewußt. Ihre Woh 'nung sei nicht bereit, und deshalb kä ?men sie nach Astianello. Die Neugierde unter den autenLeu Iten war groß und auch die Ungewiß I AM 1 A yeik. 2ü5te wuroe es mit dem neuen lHerrn gehen? Wer würde befehlen, er 'oder sie?'Und das Gestüt? Verstand er wohl etwas davon? Würde er es woht Z . 1 C. O tt..T . I rn gurem ianoe paucn viuT oen criii.. . v . i : rrw I iwmuc vy ik;id auücicm gc sprechen. Und je näher der Tag der Ankunft heranrückte, desto mehr hielt eine heimliche Furcht vor dem unbekannten Gat. ten des Fräuleins das dienende Personal auf dem Landgute in Aufregung und in einem freundlich? und we Niger egoistischen Verkehr. Endlich brach der große Tag an. Ein lauer, heller Tag. einer der letzten des April, ein wahrer Hochzeittag. Der Gutsverwalter gab genaue Be fehle: um vier Uhr Nachmittags auf die Station den Landauer mit vier Pserden und einen Jäger zu .Pferde, als Begleiter des Wagens, gerade Drollino. welcher der geschickteste und stattlichste Reiter auf dem ganzenGute war. Und in der That war Drollino im Weltraum die er ackt Iladre sebr sSön IS "W I I geworden. Er war lasch gewachsen und war kühn und gewandt wie ein Diökuswerfer des Alterthums. Seine Gemüthsart hatte keine großen Veränderungen erlitten; er hatte sich eine große Selbstständigkeit des Charakters bewahrt, war weder lustig noch gesellig und verkehrte mit seinen Kameraden gerade so, viel, als die gemeinsame Arbeit es erforderte. Er war mitten unter den Pferden, im Stall und aus den Triften und zog beständig im weiten Gebiet der Einfriedigung umher, Das Fluchen hatte er sich 'fast ganz abgewöhnt, aber stets ein einsslbi-es Wesen beibehalten. Er war nun beinahe zwanna 5cabre alt und bätte in den Herzen der Dorsschönen große Verheerungen anrichten können, wenn ihm etwas daran gelegen wäre; aber er war so wenig freundlich gegen sie und beschäftigte sich so wenig mit ihnen, daß die auf kein: Weise ermuthigten Sympathien bald erloschen. Im Ganzen genommen flößte er mehr Scheu als Sympathie eiii. Aber auf dem Gute hielt man gron: Stucke auf Drollmo. Jeden Unterricht verschmähend, r: . ' ' ' . ' hatte er allein mit einem eisernen Willen dre schwierigsten Fertigkeiten seines Standes gelernt. Er war der erste Bändiger, auf den das Haus Asiianello, ach! nicht mehr Astianello.... Lanti:ri! stolz sein durfte. Er hatte seine ganz eigene Methode, um die widerspenstigen Thiere zu bezwingen, eine wollte! Das war alles zi war immer ernst; attr man konnte ihm weder Melancholie noch üble Laune sartw??? m.ss. rs K?i ' - - " t vu WVW ä VW den Kameraden, besser als bei den t W sm . -m lanvilQen aundeiten auf dem Gute schien es ihm in der großartigen Einsamkeit der weiten Ebene zu "gefallen, wo Mia seine fast unzertrennliche Gefährtin war! Mia war eine Prachtsstute geworden, berühmt durch ihre außergewöhnXJL v. e- .P i. iiuyc ou)uiupi ucr formen uno lyre Sattel auf prächtige Gruvve zu betrachten. Mias Name war übe? die Grenzen des Gutes hinausgedrun gen, und es waren Drollino schon an sehnliche Kaufsangebote aemacht worden; aber der junge Mann hatte' mit einem so barschen, kurzen Nein geantworiei. oaJ zetzt Niemand mehr Un terhandlungni anzuknüpfen versuchte, Mm war Drollinos Stolz. Drollinos Leidenschaft. Er hatte nie Jemand er-
nicht, wie eS kam. dan er die unwla- Stt sagt zum
samsten Pferde wie mit magnetischer Mann! Und dieser Mann ist ohne Kraft d'rart hihnrtätrr konnt,. 6r Zweifel ein seor schöner iunger Herr,
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I Illllvl. uz ZU Tcii?ri nncr z ifnfon nnn i r, r,i i. f,..Tx. nr,,-
jste zum Gehorsam, ohne sie je zu schla- ' t.iL. ff. ... . fu i . I
gen, er qam an eine aunerorven.- ' , - ; s m sein, wirklich sein. Nein! Nlcht kimmer. jede Zaubermacht über Mia verlor. 5ta diesem Falle widersetzte sich Mia. Hkbemitder Gerte. Mia fürchtete sich vo dem Knall ner uttwasse. r t ur? " ?r tr ItriX Vifi fit 17 r. . rtTI I 1 V V TL Ir J ' r wuthahnliche Aufregung Sowie sie den Knall horte, zagte sie in gestrecktem Galopp mit weit offenen Nüstern und mm durchringenden schmerzlieyen Wiehern davon. Und um mcht aus dem Sattel oder dem leichten Wegen geworfen zu werden, an wel. g, viomo icrnc rai: zurarucn; i cwijiuii t?u,ict nu; uurt juuiiuiiu i i. rv.r.r crn:. k: v. wagte, mit Drollmo davon zu fpre feitdeni em utt)orsichtiger Stallknecht, ccr iym yoaneno oieic cigru oer der Stute vorgehalten hatte, von ihm mit einem wahren Hagel von Faustschlägen heimgeschickt worden war. Vor der kleinen Eisenbahnstation betrachten einige Landleute erstaunt und verblüfft dm prächtigen mit vier llDiilTMthii.AirH htlhAnnfin I uw.ulu! . v?,v vvv vr,, I u'uu" uumniivn scher auf dem ebenen Platze langsam hin und her führt. Em wenig abfnts vermag rn Reit knecht nur mit Mühe eine prachtvolle. unruhig stampfenoe ?tute, Mia, zu zügeln. Von Zeit zu Zeit läßt Drollino ihnr Laune ein wenig freien Lauf und beobachtet dabei mit boshaftem Blicke von binten den einen Serrn Damelli. den Gutsoerwalter. d auch her. kommen ist, um dem jungen Ehepaar feine Aufwartung zu machen, und sich ängstlich hütet, seinen Spaziergang bis in w "aye oer öiuk auszuoeynen. Aber wie Drollino den Zug von ferne heranpoltern hört, faßt er die Zügel straffer. DerLandauer hält gerade dem Bahnhos gegenüber still, die Locomotive wird sichtbar und neugierig weren oie ai,e gerear. Lärmend naht sich ein schwarzes Ungethüm, das einen großen Federbusch von weißem Rauch nachschleppt. Man hört eine Glocke läuten, sieht eine rotbe Fahne im Winde flattern. Mm wird unruhig, schnaubt, möchte sich bäumen, aber ihr Reiter hält ihr die Weichen wie in einem eisernenSchraubstock fest, während er mit der in Hirschledernem Handschuh steckenden Hand der Stute leicht auf die Mähne klopft und ihr den Hals streichelt. Mia beruhigt sich und wartet, aber mit gespitzten Ohren und zitternden Knien, Ein langgezogener Pfiff tönt über die Gitter weg, der Zug halt still und geht eine Minute nachher wieder ab. und Mitten aus dem Gewimmel taucht, unter der Thüre des Bahnhofs ein junges, schönes Paar auf, welches seine , Seyntte nach dem Landauer lenkt. Sie sind es wirklich, die seit acht Stunden Vermählten! Drollino sieht sie sogleich und betrachtet sie wie im Traume. Ja.... sie ist es, die Signorina. Ge-' wachsen, ganz gewiß, aber nicht sehr; und immer noch das gleiche, ungemein I r!..r:jr.. rj . r? -r. i jt. v ? rrr r . rnt liebliche Gesichtchen. Wie blaß sie ist!... Aber iekt. mit diesem Lächeln aus den Lippen, ist sie ganz die Milla vor acht Jahren! Sie trägt einen großen Hut von schwarzem Sammt mit schwarzen Federn. ein eng anschließendes, dunkles, englisckes Kleid. Sie schaut rundum gleich glücklichem Blicke. Der Verwalter tritt vor. um sie zu bearüßen. Sie Wird gerührt. Ach! Herr Damelli,nicht wahr!.... Mein armer Papa. Jln oen oraunrnimpern VIZ iUHIK 1TIUU VZll UPI, lUlUCJl, Cl . f..vi f. . ri. SS? iUum i. uj.yBcriieilinai: mmtm i 1 T - ITTl T Nicht sehr gros, etwas beleibt, mit ei- - . . . . . nem goldblonden ChristuZbart. Die Gesichtszüge durchaus vornehm, rundTtrf rnß scksn?5 k?? Zs v 1 II "I pv IV bcnswürdig qezen Herrn Damelli. aber I . . ' . ? . . diese Liedenswurdiakelt bat etwas Nachlassiges, ja, genau besehen, sogar etwas Verächtliches. Sein ganzes Wesen trägt den Stempel des Langweil!gen. Trägen; aus seinem starren Lächeln. aus dem flammenden Blau seiner Augen spricht ein frecher Wunsch: ' e..r. r 1 er mocr'ie zu Huue ein. Drollino, schlank und unbeweglich auf dem Rucken seines schonen Reit schließlich auf den seinen praktisch ! Sinn kennzeichnenden Gedanken, man müsse einen Mann erst im Sattel gesehen haben, um ein richtiges Urtheil über ihn zu fällen. Während die Koffer geladen werden, betrachtet Milla die bekannte Landschaft. Und in dieser Landschaft bietet sick ibrem Auae vlöklick das unbewea liche Bild eines Reitknechts zu Pferde. Sie blickt genauer hin und weiß nicht,
Z ?uMtz fliegt. Milla nähert sich itnn innt
AZ'in-t cm:! t s.. . ti xjiuuuwi mm üluö JU ijctuv erinnert sie sich are Mia- und -jt VirsTti ÖrM unS ,.z. ?Da ist sie ! sagt Drollino und zeigt ous lein einmer. Milla streckt die Hand aus, wie um Mia zu liebkosen, und Beide, der Reit' knecht und die Herzogin, gedenken lachelnd der alten Zeit. Aber die Koffer, sind geladen und fc Herzog hat sich Herrn Damellt vom ,g. Sie vergißt Drollino, vergißt mVSM sie. ohne zu grüßen, und Halse geschafft. Mllla, ruft er unge. : ci zu ihrem Gatten, welcher ihr den O y Arm bietet, um ihr beim Einsteigen be zu stw. , Vorwärts! befiehlt unb siuf slen, staubigen Straße, zu deren beiden ten ?eite, grün' Saatfelder sich traben die vier Pferde rasch v Drollino ist hin Ut Wagen zurückgeblieben und nrht Kt hi, nrHfip b.r -" , - M - f.,. m.kks. W,fc. in p fam ße schwarze Hut rasch zurück.. hntr z ß,r. ' Nun wendet sich der Herzog mit einer beinahe brutalen Bewegung der 1s ..WoTt. Mv?.I rrT 3: ' " : ahn k?. is: : nn.:. fühlt sich auf den äußerst schma. ' ' T7 ' '. . len Wegstre fen getrieben, der linkS : -zi i u auf der Straße zwischen dem Weg und den Feldern sich hinzieht. Blitzschnell imat 1 vorbei, und Drollmo nebt nicht, wie sich die Hand des Herzogs unter dem schwarzen Hut mit der Wallenden Feder durch ausstreckt und mit gebieterischer Lüsternheit auf dieSchultern der Herzogin legt. JJffi: 2L 'S ..,.?: ?-.,'.":I SKrKlSZ und die Frau des Verwalters vergossen Thränen der Rührung, indem sie lieb ,reich von ihrer Kleinen sprachen, die nun als junge Frau wiederkehrte. Beständig wurden in leisem Geflüster Bemerkunaen. lZrinnerunaen. Vrovbezeiunaen ausgetauscht, und es entstand nur bann eine allaemeine Stille, wenn man in der Ferne von der Straße her das Geräusch eines Fuhrwerks der-
nahm. Dann hörte man nur kurze, halb Schmelz des Tones weiß oer Zigeuunterdrückte Worte: Jetzt kommt sie. ner feiner Geige zu entlock-n.. Malt
sie ist's.... aleicö wird sie da sein. Aber Tit war es nie. und es fing bereits an zu dunkeln. . Endlich hörte man einen anhaltenden -heftigen Galopp.... das. sind sie gewiß." Und alle erhoben sich aus die Fußspitzen, um besser,-um zuerst zu
sehen. Aber nem... eö war Drollino. gestalten? Und dieses Musikgedächt- . Wie ein Rasender stürmte er daher Krin! Der Äiaeuner braucht eine Me-
mit verhängtem Zügel und im Winde
flatternden Haaren. Mia war ganz boren, und er verraag es fast ohne mit Schaum bedeckt. In zwei Sätzen Stocken wiederzugeben. Aber er wird'flogen Roß und Reiter zum Gitter üllch jedes Tonstück der Kunsimusik ein
yerein ourcy vic zu oein eiien gedrängt stehende Stenge, die bei vem -ungestümen Heranjagen schreiend zuniaroia?. rvuino rjieir maji an, um Erklärungen zu geben, in gestrecktem Galopp sauste er dahin und verschwand fast plötzlich in der Richtung gegen die Tristen. Der Wagen Mit den vier Pferden 1 n . cm' 1 r. " 1 .langte erst zwanzig Minuten spater UL Die Uhr auf dem braunen Kirchthurm verkündete mit tiefem, schwerem Schlage halb elf. Die zungen Gatten .hatten vor kurzem die Mahlzelt beendet, und der Herzog, der in schläsri gem Tone von der Ermüdung durch .die Reis: gesprochen, hatte Milla so gleich hinaufgeführt in ihr Zimmer., Und die hellerleuchteten, stillen Räume, -it.. . ... r..t . p . n . 1 0 mcyr oer -aic im roge,a)oy yar:cn das Paar voruvergeyen seyen, wie es schweigend dem Diener folgte. w:lcher, die Thüren aufreißend, voran- : ön8. Dann tjurven die 2hürc:i ge "U? SI !Ulunuiii iu uu u. ws.uiutj4Ui.... I , v.- rn v:. oi..k. .js,i. ..v :L"K """"l. ".1 , .w-v'h-I te.AM fm At IMItn , . uuu uuiiuumj iu uu- . Uilllll'lUUlilVl JVVlWt Illlli.ltlUikVVt mMrJS. mT h? Tfliif; mfw tu, ..t.nMvAaw STT- mtfs.n.nKv IvVItVIl V w W . .' V i. tfvi w U. I " V I l veryallle mneryaiv oer geiunazien Wände dieses Raumes. - Das Haus lag. in feierliche Stille etaucbt. wie scklafend da in der Iicktij w -vollen Klarheit der Nacht; hoch, ge1 M w , 1 veimninvou. vorneym. leuazteno rm hellen Mondenschein, welcher, voll auf die Fassade niederfluthend, diese mit kühlem Süberglanze zu umweben schien. Tiefschwarz lagerte sich der Schatten der Villa seitwärts auf das feuchte Grun des Gartens. In diesem sanften 2Wt schienen alle Umrisse schärfer hervorzutreten; das dunkle Laubwerk der Allee schien sich wie ge meißelt von dem Hintergrund der reinen tiefblauen Lust abzuheben. Ein unendlicher Frieden lag über Schloß und Garten. Im Röhricht des WeiherS ertönte zuweilen ein kurzes Geflüster der Binsen, welche' gewiegt' werden von einem plötzlichen Hauche des Nachtwindes; von der Allee her ein verlorener Schlag der Nachtigall.. Die Luft war erfüllt von dem starken und lieblichen Duft deö spanischen Flieders, davon ganz nahe ein großer Strauch m voller Blüthe stand.... Mitten in diesem Frieden und dieser Ruhe siel auf den ZRes des Gartens der Schatten eines Mannes, bald länger. bald kürzer werdend, je nach der Richtung des Körpers, der ihn warf, tzs war Drollinos Schatten. (Fortsetzung folgt.)
Jigeunermusik.
Wenn Trägheit und Leichtsinn alle Tugenden brach legen, so befördern sie doch bei den Zigeunern zwei Talente: das der Poesie und das 'der Musik ! Wie die wandernden SLielleute des Mittelalters das Volkslied und die Fiedeltänze erfanden, während sie in den Bock gespannt auf Äer Schandbühne saöen, so sind auch die Zigeuner trotz aller Bedrängniß ihres Stammes Musikanten geblieben bis auf den Heu-' tigen Tag mehr als Musikanten Musiker. In ihren Poesien wcht der Hauch des Orients schwül und duftiz wie ein Mittag lüftchen über Narzis fen. Keine andere Musik hak diese eigenartige, bizarre, bald klagende, balo schmeicheln')?,' beinahe winselnde Klangfarbe. Freilich ist sie nie frei von Effecthascherei. Bald wird da5 Tempo gezogen und gedehnt, daß es. wie das Klagen 'des Windes klingt, bald .wird es überhastet, so daß man? gleich Irrlichtern über dem stagniren'den Wasser der ungarljcyen lagemelodie. das Eymbal rauscht, die Mandoline schwirrt, und in dieses Tönebachanal kratzt und piept dann manchmal noch das, Jl Remo" genannte, einen Reibeisen ähnliche Musikwerkzeug, welches jetzt durch dere Contrabaß ersetzt zu werden pflegt.' Ueber dem allen aber schwebt die Koiniqin der Instrumente, die Geige, die istete Begleiterin der Zigeuner, seine Freundin von der Wiege bis zum Graoe. ie Geige gibt mir Leben,, Trank und Speis' muß sie mir geben; .Wenn ich nicht mehr geigen kann,. Bin ich ein verlorener Mann. Will mein Herz vor Leid zerspringerr MwSackkin Spiel' ein Liedchen ich auf der G-igeir. Ä Sung-r. Schm-rz zum Schweigen. i So singt der ' Zigeuner, und diese, und noch viele andere Weisen- aus 'der sonst so spärlichen Zigeunerliteratur charakterrsiren vollauf den Werth und die Bedeutung der Geig: im Lchen des Zigeuners. Q. es sind manchmal gar primitive Instrumente darunter aber 'welche Fülle, welche Krast, welchen, fraat sick, unwillkürlich: baden denn 'die'e. allen modernen Kulturbestrebun gen so wenig zugänglichen Ahasvere eine Seele, höher, edler, himmelsah--nender als die unserigen? Sind denn verbannte Cherubsgeister eingeschlossen in diese loettergebräunten Rauberilodie. ein Tonstück nur zwei-, dreimal nig verzigeunern", und eine Symie oder eine Opernarie, voll Zignern gespielt, hat immer etwas Aerlahrenes, Wustes und ist des ursprünclichen Charakters bar. Der Zi geuner drückt eben jedem Tonstück sei nen eigenen Typus auf. Was dagegen dem Zigeuner Niemand nachspielen frtR flnW Vii ritm? nissfn TOrrnf I lUiin. vua iiuu vu luiiiuin wi Uni Doinas. Die rumäniI ,T X. fTN I " 1 , Id.AitsnXtirrrt .lUJCll XJUlllU, titiUc, uyiuiiüwuiu)' zitterte Weisen, di: einen eigenthümlichen Reiz besiden, sind das Gegenstück I zu den stürmisch berauschenden nnga rischen Märschen. Auch die rumanl schen Zigeuner sind geborene Musiker und Tänzer, die den Takt in der Seele zu heben scheinen, nnd bei denen tanzen? und spielen und gehen Innen dasselbe . ist: denn wenn die Mutter in dieHände Ratscht, macht das Kind, das kaum 1 f ' . s.n Kün stelln kann, sckon takt -v,. Bem-aunaen dazu. Sat das n 'mhr van vier bi sechs Jahren erreicht, so wird ihm eine Zleine'Geige .Pochetto. in die Hand aeaeben. aus -bet e3 sich mit der ihm Liebe und Veranlagung I . . I oone 1t Den fremden bietet sich in den rnmciniM.n morRäbten und äffen, welcbe -1 II ' f . o;, 7VfmMm s?nd I VS.il ;iiuvuivu juviv.v " I - 1 . r 1- r f r.. , 3 r V das seltjame Schauspiel eines auf der 1 r- . m f ft L 1 V . I l C. u t ka? I AtXtftAtt iinn iridi4 . ;r iiitii 11 nur 1 is 1 111 11 11 niiu lluu -jr. " IVIZZ:'' &Yi 1" "lllü"" - T,IZ 7 ,. concerts. das m durchaus Nicht unyarmoni,O,ett cm ven airen Spielleuten abgelauschtes Lied wiedergiebt. Ein zweites Lieblingsinstrument besitzen die Zigeuner in der Harfe. Doch dient ihnen dieses Instrument eher zum Begleiten von Liedern, als zur Ausführung von Solovorträgen. Im Zusammenspiel sind die Zigeuner fast unübertrefflich. Vor einigen Jahren spielten zehn Kapellen gleichzeitig den Rakoczi-Marfch nach dem Gebör mit cmer solchen Akkura.esse, daß das Publikum in. helle Begeisterung ausörach. Und dabei hat--ten diese zehn Kapellen zur Einstudirung dieses Zusammenspiels vielleicht drei Stunden verwandt; dessen unge achtet hielten sie Unterschiede von einer Vierundsechsziqstel Note taktmäßic; fest. Der Primarsch" spielte die: erste Geige und dirigirte zu gleicher Zeit. Die Kenntniß der musikalischen Theorie und der Harmonie ist be! die sen ungarisechn Musikanten gleich Null. Sie' kümmern sich nicht um den Kontrapunkt, und vom Notenlesen ist bei ihnen launi die Rede. Auch in Bravourstücken sind die Zigeuner Meister. Gleich Paginini spielte auch Zsakay Jani auf zwei Saiten, als ihnr einst zwei wayrend des Spiels gens sen waren.
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