Indiana Tribüne, Volume 6, Number 208, Indianapolis, Marion County, 16 April 1883 — Page 2

Hndicma Hriölme.'i

Fögklche und SonatagsansgaSf. Offfce: SS. DelawarcStr. Indianapolis, Ind., 16. April 168.3. Vor Gericht. Den alten Friedensrichter Greyson hat nie Jemand lächeln gesehen. Er war vor Jahren in eine kleine Stadt in Ar kansaZ gekommen und hatte dort ein einsam vor der Stadt gelegenes HauS mit Garten angekauft. Er verkehrte mit Niemand, war aber in einer schwierigen ÄechtS'Angelegenheit von zweier seiner Nachbarn um ein schiedZrichterlichesGut achten ersucht worden und hatte die mit solcher Unparteilichkeit und Klarheit abgegeben, hierbei auch eine solche Fülle juristischen Wissen? an den -Tag gelegt, daß ihn das Volk bei der nächsten Wahl als Friedensrichter erwählte. Nicht den Finger hatte Greyson gerührt, sich die Nomination und Wahl zu sichern, aber er nahm dieselbe an. Mochte daS Wetter sein .wie eZ wollte, an jedem Wochentage erschien er mit dem Glockenschlage in seinem Bureau in der Stadt, erledigte die Geschäfte mit bewundernswerther Sachkenntnis erwarb' sich die höchste Achtung aller Rechtsanwälte, trat aber nie einem derselben, oder sonst einem Menschen persönlich nahe. Gegen seine Entscheidungen wurde nur höchst selten appellirt und nie ist eine derselben von einem Gerichtshose höherer Instanz um gestoßen worden. Seme Urtheile in Strafsachen hielten sich streng an daö Gesetz und MilderungSgründen räumte nur dann Einfluß auf seine Erkenntnisse ein, wenn Gesetz oder zweifelloser Ge richtZbrauch dies ausdrücklich vorfchrie den. Obgleich ihm die Anwälte den Namen der .eiserne Richter" beigelegt datten, wurde er doch bei jeder Wahl einstimmig für sein Amt wiedererwählt. Dieser Tage hatte sich eine verhastete Frau vor ihm wegen deS Vergehens der Friedensstörung zu verantworten. .Der Eiserne- sieht angegriffen aus- be merkte ein Anwalt gegen seinen Collegen, a!Z der Nichter sich von seinem Stuhle erhob. Derselbe sagte : .Meine Herren, ich bin' krank, Sie würden mich verpflichten, wenn Sie mir behilflich sein wollten, die heutigen Geschäfte fo schnell zu erledigen, al sich mit unserer Pflicht vertrügt Hierauf wurde die Sache ge gen die verhastete Frauensperson aufge rufen. Eine Frau mit bleichem, aber schönem regelmäßigem Gesichte, sauberm dürstige Gewänder gekleidet, erschien vor dem Gerichtstische. .Sie wurden gestern Abend verhaftet. Haben Sie einen Vertheidiger ?" .Nein, Euer Ehren, und ich denke, ich brauche auch keinen. Ich bin hier, mich schuldig zu bekennen, mir nützt keine Vertheidigung, und ich will keine. Ich stehe im letzten Stadium der Schwind sucht, und . jede Strafe, die Sie über mich verhängen, wird der' Tod abkürzen." Ein Hustenanfall unterbrach die Sprechende. Keine Muskel im Gesicht des Richters rührte sich, aber er faß unbeweglich und seine Augenlider sanken über die Augen herab, als ob er auf den Tod müde und angegriffen sei. Die Angeklagte zog' den dünnen schwarzen Shawl fester um die Schultern und fuhr fort: .Ich war ein glückliches, frohes Kind und lebte bei meinen Eltern in Kentucky, ihr und der Nachbarn verhat schelter Liebling. . Da wurde ich mit ei uem jungen Manne bekannt, der mir seine Liebe erklärte. Mein Vater zog Erkundigungen über ihn ein und erfuhr, daß derselbe ein Taugenichts war. Mein Vater die Sprecherin führte das Taschentuch an den Mund, daS sich mit großen Blutflecken bedeckte. mein Vater wies dem jungen Manne die Thüre ; ich floh mit dem Geliebten, und wir ließen unS trauen. Verzeihen Sie, Richter, wenn ich Verhältnisse berühre, die nicht zur Sache zu gehören scheinen, ich sühle aber, daß ich das letzte Mal vor einem irdischen Richter stehe. Mein Mann war ein Spieler,- ein Säuser, er miß handelte mich und starb kurz nach meiner Entbindung am Säuferwahnsinn. Da kam die Sehnsucht nach den Eltern über mich und nach der Heimath, in der ich glücklich war. Ich flehte in einem Briefe die Vergebung meines Vaters an.ich bat ihn, sich meines unschuldigen Kindes anzunehmen, Euer Ehren, meinVater antwortete mir : .Ich kenne Dich nicht mehr." Ich verkaufte Alles, was ich noch besaß, die entsetzlichste Noth brach über mich herein, mein Kind erkrankte, ich schrieb noch einmal an meinen Vater, erhielt aber keine Antwort, mein Kind starb und, Richter! eSZ wurde auf Kosten der Armenkasse begraben. Euer Ehren, es war der Wahnsinn, der . a v. cm .er:...- v mich damals laut auflachen machte; ich war damals noch schön genug, um von der Schande leben zu können und stürzte mich ihr in die Arme. Seitdem habe .ich oft vor Gericht gestanden, heute. Euer Ehnn, zum letzten Male." Erschöpft setzte sich die Angeklagte auf einen Stuhl, daS müde Haupt neigte sich zu? Seite und Blutstropfen entquollen den Lippen : .Sie stirbt rief einer der Anwälte und eilte zu der Frau. Der Richter saß immer noch starr und unbe meglich ; er war todt, die hohe Lehne des RichterstuhleZ bewahrte die Leiche vor dem Umsinken. Das war die letzte Gerichtsverhandlung des eisernen Rich' t3, und die Angeklagte war seine Tochter. Die ezisettlnduprle im Süden. Die Ver. Staaten haben im Jahre 1880 4,295,414 Tonnen Roheisen pro ducirt ; hiervon entfielen auf die süoli -äen Staaten 333.364 Tonnen oder 7.7 Drocent. 5Xm 5labre 18L1 trug der Süden 419.784 Tonnen oder S Pro cent iu der Gesammtvroductlon bei, und im 5iabre 18S2 hat sich sein Antheil aus 1,60 Zonnen oder etwa? über 10

Procent der Gesammtproduction von 5,178,120 Tonnen erhöht. Die Hälste deZ im Süden erzeugten Eisens wird in den Staaten Alabama und Tennessee, und der größere Theil der anderen Hälfte in Virginien und West-Virginien pro ducirt. Die Hochöfen in Alabama und Tenneffee werden fortwährend vermehrt und verbessert und ihr Fabrikat hat sich seit dem Jahre 1880 in Alabama um 40, in Tennessee um 94 Prscent erhöht. Zur Zeit nimmt die Eisenproduction in Alabama in größerem Maßstabe zu, als in Tennessee, und die Production deS ersteren Staates wird voraussichtlich schon im laufenden Jahre diejenige von Tenneffee übertreffen. Penniylvanien und Ohio erzeugen jetzt da? meiste Roheisen und liefern zu sammen mit den beiden in dieser Bezie bung weniger bedeutenden Staaten New ork und New Jersey 72 Procet der Gesammtproduction der Ver. Staaten. Die Verhältnisse in den Staaten Ala bama, Gcorgia und Tenneffee sind ei nem erfolgreichen Mitbewerbe dieser Staaten mit den beiden genannten Mittelstaaten günstig, und erfahrene Ei senproducenten prophezeien, daß Bir mingham und Chattanooga die großen Mittelpunkte der Eisenproduction, we nigstenS was die billigen Eisensorten anlangt, werden müssen. Chattanooga wird nach Beseitigung der bekannten MuScleStromschnellen mit dem Nord Westen durch Wafferwege direct verbunden sein, und Birmingham erreicht mit telS einer kurzen Bahnstrecke sowohl den Mississippi als den Alabama und hier durch eine billige Verbindung mit den Golsstaaten. Nach Herstellung dieser Verbindungswege werdenPennsylvanien und Ohio kaum mehr mit Georg!. Alabama und Tennessee in der Pro duction von Roheisen concurriren Ion

nen. (Atlanta, Ga.. Constltutwn) Pensionen VerhältnißmSßig venige Bürger vis sen mehr von dem nationalen PensionS amte, als daß eS fabelhafte Summen vertheilt. Für das mit dem 30. Juni d. I. endende Rechnungsjahr waren ihm $100,000,000 zur Verfügung gestellt worden, aber so groß ist die mit der Vertheilung verbundene Arbeit, daß trotz der Vermehrung der Angestellten und der gesetzlichen Verlängerung der Ar deitszeit nur- 85 Millionen ausgezahlt werden können. Dabei hat der jetzige Commissär die Arbeitsmethode noch we sentlich vereinfacht. Er hat daS Amt in verschiedene Gruppen getheilt, wie z. B. in die östliche, südliche, westliche und mittlere Division; die ärztliche, ver mischte, RegistrirungS und Post'Abtheilung ; die alte Heeres und Flotten Division, die Abtheilung für Agenten, für specielle Untersuchungen und endlich den RevisionSrath. Jede Abtheilung hat ihren besonderen Vorgesetzten, der dem Eommissär direct verantwortlich ist und fortwährend Bericht zu erstatte hat. . Könnten die Ungeduldigen, die zu lange aus die Erledigung ihrer Anspruch warten müssen, die vielen Stufen sehend welche dieselben zu überschreiten haben, so würden sie ihren Zorn wahrscheinlich etwas mäßigen. Sobald nämlich ein Anspruch beim PensionSamte eingeht, wird der Empfang des Gesuchs dem Ab sender bescheinigt und letzteres, mit Umschlag versehen und abgestempelt,derPost. abtheilung überwiesen, wo eS eingetra gen wird. Von dort yeht eS nach der RegistrirungSdivision, die tS numerirt und an diejenige Abtheilung befördert, an die eS nach der geographischen Lage deS OrteL gehört, m welchem der An sprucherhebende zuerst in die Armee eintrat. Während daS Gesuch diese Ab, theilung passirt, wird zugleich die Berechtigung deS Anspruchs untersucht. Ist dies geschehen, so empfiehlt eS der. untersuchende Beamte entweder zur Annahme oder Verwerfung, woraus eS an den RevisionSrath gelangt, der die Empfehlung des Prüfers berücksichtigt, oder auch nicht befolgt. Findet der RevisionSrath Alle in Ordnung, fo hat er festzustellen, wie hoch die Pension in Anbetracht der angegebenen Verwundung oder Arbeitsunfähigkeit fein sollte. DaS Papier gelangt dann an die Abtheilung für Certisicate und Conti, welche die Zah--lungSanweisung ausstellt , und ven Bewerber von der Bewilligung seines Gesuchs in Kenntniß setzt. Zum Schlüsse haben der PensionScommissär und der HilsssecretSr des Innern ihre Unter schriften unter daS Document zu setzen. worauf dasselbe erst vollständig giltig ist und dem Inhaber einen Platz auf der PensionSllste der ustt. Staaten ver schafft. Wenn bei der Prüfung in der AdjuduatlonS-Abtheuung das beige brachte Zeugniß zweifelhaft und wider spruchsvoll erscheint, oder sonstwieGrund. zum Verdachte vorhanden ist, so wird j daS Gesuch an die Diviston für Special i . nt xruiungen verwiegn, cic es Demjenigen Beamten überalebt, der in der betrenen den Gegend am besten bekannt ist und die sichersten rkundtgungen einziehen kann.. Der Bewerber wird dann in Kenntniß gesetzt, daß fein Anspruch be anstandet worden ist, Zodaß er sich ver theidigen kann. Früher wurden derar tige Untersuchungen stets ,m Geheunen gefuhrt. Erinnert man sich der Thatsache, daß gerade mit Pensionöansprüchen ungeheurer Mißbrauch getrieben wird, so wird man die jetzige Eintheilung deS PensionSamteS schwerlich für zu bureaukra tisch halten können. Und wenn die Erledigung der Ansprüche Vielen nicht schnell genug von Statten geht, so soll ten sie sich daran erinnern, daß in Folge deS NachzahlungSgesetzeS die Gesuche plötzlich sehr zahlreich wurden und noch immer nicht nachgelassen haben. VedrohtePreßfreiheit. ES gehört zn den Eigenthümlichkeiten der amerikanischen .Colleges", daß die Schüler oder Studenten, wie sie sich lieber nennen lassen, ein selbstständi es Vlatt herausgeben. Von dem in den er. Staaten so feIgewurzelten Grund

sage der absoluten Preßsreiheii Gebrauch

machend, lassen ue Vieles drucken, was t mündlich nicht ausdrucken dürfen. weil die halb an Cadettenanstalten er lnnernde Disciplin die Redefreiheit kei neöwegS anerkennt. Da sich nun ein Senior jchon als Fachstudent uud Mann fühlt, wahrend er bis zu einem gewissen Grade noch als Gymnasialschü ler und Nnave behandelt wird, so kann eS natürlich nicht ausbleiben, daö die College.Zeltungen mitunter ziemlich an züglich gegen die Herren Proskssoren werden. Namentlich haben sie eS auf diejenigen Apostel der Weisheit abaefe hen, die, wie das mancher deutsche Gymnasialdirector auch thut, mit Vor liebe Pedelldienste verrichten und daS Treiben der jungen Leute außerhalb der Classe auszuschnüffeln verrnchen. Onen bar führen die jugendlichen Redacteure sehr spitze Federn, denn die Cornell Universität, die nur halb und halb eine ist, hat die Verfasser der Studentenzei tung .Era" ernstlich daran gemahnt. ihre Angrme aus die alma mater ein zustellen. Ein in der Universitätsstadt erscheinendes Blatt hat die Herren Col legen ferner daraus auf nerksam gemacht, daß .daS Feld für junge Herren mit ei nem Geschmack sür CollegeJournalismuS groß genug ist und sie deshalb daS Geschäft des Ausziehens" von Profef foren keineswegs in Angriff zu nehmen brauchen." ES ist daher nicht unwahr scheinlich, daß die Era" unterdrückt werden wird. Diese Entzweiung zwischen Lehrern und Schülern ist neuer dingS fast an allen Colleges bemerllich. und zwar auS dem sehr einfachen Grun de, weil daS aus England herbeigeholte und aus KirchencoUeges anwendbare System auf die hiesigenVerhältnisse, und namentlich aus die amerikanische Jugend ganz und gar nicht paßt. Die vollständige Trennung der Vorbereitungs von den Fachstudien, der Gymnasialclassm von den Universitätv-Hörsälen. die Un terscheidung zwischen Schulknaben und Hörern hat sich bereit als nothwendig herausgestellt. LaHSfang im Columbia. D:e Lachssischerei in Oregon wird um 20. dsS. MtS. eröffnet. Dieselbe dau. ert in de? Regel vier Monate. Ein Fischerboot nebst Ausrüstung kostet $100 ! diZ $600. Den Columbia entlang be stehen zur Zeit 36 Fabriken, in denen die Fische marinirt und in Blechkanne'n j verpackt werden, doch concentrirt sich das ganze Geschäft mehr und mehr in Asto ria. Die Bai, in welche sich der Colum bia ergießt, ist innerhalb der Periode deS LachSsange außerordentlich häusig von gefährlichen Stürmen heimgesucht worden, welche den Fischfang erschweren und riskant machen; die ist der Haupt sächlichste Grund dafür, daß die Lachse des Columbia höhere Preise behaupten, als diejenigen des Sacramento. Fischer, welche eigene Boote und Ausrüstungen besitzen, erhalten von den Etablissement?, welche die Verpackung und Versendung der Fische brsorgen, sür jeden Lachs von durchschnittlich 8 Pfund 60 Cents, Jischer, welche die Boote der Etablissements benutzen, 45 Cents. Der Lachs wird in Blechkannen verpackt, die ein . Pfund Fisch enthalten; 48 solcher Kannen bilden einrKlflk, und der EngrosPreiS der letzteren ist $5 bis $5:20. Im vorigen Jahre wurden in den erwähnten 26 Etablissements 535,000 Kisten ver packt, welche einen Werth von $2,082, 000 reprüsentirten. DaS in den Eta blissemtntö angelegte Capital beträgt $2,000,000, und dieselben beschäftigen 7.000 Fischer und sonstige Aebeiter. Ein Drittel deS Fabrikats geht über San Francisco nach Australien und den In seln des Stillen Meeres, der Rest direct nach Liverpool und London. Die größte Schisssladung, die im vorigen Jahre den letzteren Weg einschlug, bestand auS 70.000 Kisten und .hatte einen Werth von $300,000. Die Art und Weise, wie der Lachssang betrieben wird, ist an Unvernunft nur mit der Ausbeutung unserer Wälder zu vergleichen. Die Fische werden nicht nur mittels Netzen.sondern auch in riesigenReusen und mittels der bekannten Wasserräder gefangen, deren Schaufeln die stromaufwärts nach den Laichplätzen ziehenden Fische in Massen ergreifen und in hol zerne Leitungen befördern, in denen dieselben an das User gleiten. Eine einzige derartige Vorrichtung tödtet in einer Nacht 24,000 Fische. ES wird endlich beabsichtigt, daS Verbot dieser Fangmethode bei der Legislatur zu beantra gen, aber mehrere bereits bestehende Gesetze, welche den Schutz der Lachse gegen Ausrottung deabstcbtlgen, werden nicht durchgeführt. Die Besitzer der erwähnten 36 Etablissements beabsichtigen, die Legislatur darum zu ersuchen, daß der Staat sür Einrichtung und Instandhaltung künstlicher Laich und Brutplätze Sorge trage. So wünschenöwerth eine derartige Maßregel ist, so ist doch nicht abzusehen, warum die Kosten nicht von den Besitzern der Etablissements getragen werden sollen, die Jahr sür Jahr 400,000 di? 35,000 Kisten marinirter Fische versenden und deren ganzes Ge schäst von dem Fischreichthum deS Columbio abhängt. Während der lttzten 25 Jahre hat diese Erwerbsquelle min besten? $25.000,000 abgeworfen. Als die Industrie vor 15 Jahren eingeführt wurde, betrug der Preis für die Kiste Fische $15.00, und derselbe wird, wenn der gegenwärtigen Ausbeutung nicht Einhalt geschieht, bald wieder diesehöhe erreichen. Neben dieser Gefahr droht den Etablissements am Columbia noch die Concurren, von Alaska, wo bereits drei ähnliche Anstalten mit Erfolg thätig sind und eine vierte in der Gründung begrifsen ist. ooperalion in der Medkktn. , Angeregt von einem Comite der' über 10.000 Mitglieder zahlenden British Medical Asiociation-, beschäftigt zurZeit die Aufmerksamkeit der englischen Aerzte da? Project, eine Art gemeinsamer Er forschung der Krankheiten einzuführen, oder die vielfachen und erthvollen Er

fahrungen der einzelnen Aerzte zum Ge I

memgute Aller zu machen. Die Stati stik der Krankheiten hat.wenn auch nicht? weniger als unfehlbar in ihren Schlüssen und Fslgerungen, ohne Zweifel die ärztliche Wissenschaft namentlich mit Rück ficht auf deren vorbeugende Thätigkeit wesentlich gefördert und die öffentliche Gesundheitspflege in die richtigen Bah nen geleitet, aber zu einer vermehrten Erkenntniß der Ursachen der Krankheiten oder der besten Behandlungsmethoden hat sie nichts beigetragen. Die patho logische Anatomie ist für Beurtheiluug der Richtigkeit einer Diagnose von der höchsten Wichtigkeit, zeigt den Sitz der Krankheit und die Veränderungen,welche dieselbe in den erkrankten Organen hervorbringt, giebt aber über Entstehung und Verlauf derselben keine Auskunft. Die Berichte über die Beobachtungen und Erfahrungen in den Kliniken und Hospitälern enthalten das für das Stu dium unentbehrlichste Material, aber auch sie können von den Anfangen und der allmäligen Ausbildung oft nur Spärliches, über die Nachwirkungen der wirklich oder nur scheinbar geheilten Krankheiten in der Regel nichts berich ten. Belehrende Auskunft in dieser Be ziehung7ann ein praktischer Arzt geben, namentlich wenn' er seit Jahren als HauS- oder Familienarzt beschästigt ist, und denkt man sich derartige Auskünste von taufenden von Aerzten ertheilt und systematisch geordnet, in zahlreichen Fal len durch Sectionsbefunde bestätigt oder modisicirt, so müßte dies ein werthvolle reS Material ergeben, als einzelne Grö ßen der Wisienschast und die Beobach tungen in den besten Hospitälern zu schassen vermögen. DsS erwähnte Comite schlägt vor, die Resultate der Ersahrungen Tausender in der Weise zu sammeln, zu condensiren und übersichtlich zu bearbeiten, daß die Aerzte in allen Theilen deS vereinigten Königreichs bestimmte Formulare 'aus füllen und an ein ständiges Comite in London debufS weiterer Beardeitung einsenden. Das nächste Resultat dieses Vcrsahrens wurde sein, daß die gewaltige Summe pathologischer Kenntnilze, welche in der PrioatpraxiS erlangt und bethätigt wird, den Aerzten zugänglich und der Kritik resp, praktischer Erpro bung allgemein erschlossen würde. Auf einer kurzlich m Birmingham abgehalte nen Versammlung englischer Aerzte wur den auf Antrag deS Prof. humphrey von Cambridge 54 Lokalconüte' orga nisirt, erklärten gegen 1,000 Aerzte ihre Bereitwilligkeit, daS Prciect der drlti schen ärztlichen Gesellschaft zu fördern. Um zunächst einen praktischen Versuch in kleinerem Maßstabe zu machen, haben sich diese Aerzte verpflichtet, kurze Abrisse ihrer Erfahrungen in Betreff der Krankheiten : Lungenentzündnng, Rheuma tiSmuS, Schwindsucht und Diphtheritis an die betr. Lokalcomites einzusenden. Die bedeutendsten englischen Aerzte erwarten überraschende Resultate von die sem Versahren ; dasselbe wird nicht nur werthvolle Ansicht: und Behandlungö weisen, die von Einzelnen in der PrioatpraxiS gehegt und geübt werden, enthüllen, sondern auch in vielen Fällen die Frage über den relativen Werth der einzelnen Kurmethoden endgiltig beant worden und die schwierigsten Ausgaben der Pathologie der Lösung näher dringen. om Stande. Jetzt will man in Deutsch. !a'id den l .nsutViil i (ISei'ch'jjr; e jiij'n.- A?:i IV. i Hen zu DckiugM ist ouOfi die ä ui u iWOitc cunc; teu:iit.lüii3 '5, uv trr ruut) o.e beabsichtigte grbühung des EmfttdrzollS aus amekikanijcheS Welschkorn wieder eines der ''Uclhrungsmitiel, aus die sie wegen idrer Bllliakeit lurnern dinaewie sen ist, rücksichtslos und über die Gebühr vettyeuerk wird. Vor einiaen 50 5labren wanderte Joseph Eoerest in Wyoming ein, und kaufte 3 Meilen nördlich wv m "V . L a von AZarjauMnd. ö?urz darauf rraumre ihm in drei auseinander folgenden Räch ten, aus seinem Grundbesitz sei ein reicher Schatz verborgen. Er theilte den Traum seiner Frau mit und trieb ander Stelle, die er im Traum gesehen, einen Schacht 90 Fuß tief in den Boden. Auch später schlug er noch an verschiedenen Punkten ein. jedoch stets vergeblich. Ge genwärtig ist die Farm auf feinen Groß nesfen, H. P. Everest, einen Theilhaber der Vacuum Oil Co." in Rochester durch Erbgang gediehen. Als dieser sich vor einiger Zeit auf der Farm befand, gemachte er jenes zurFamilien-Tradition gewordenen Traumes und ließ auf der Farm nach Oel bohren. Er entdeckte kein solches, wohl aber ein mächtiges Salzlager, das in der That den Traum seines Großonkels zur Wahrheit machen wird. John H e r h o l tz e r in W a pakoneta, O., verheirathete sich vor 15 Jahren mit Lena Kiminger das. Nach mehrmonatlichem Zusammenleben verließ er seine Frau, um im Westen sein Glück zu machen und ließ seither nie wieder etwaö von sich hören. Die Frau hatte vielfach Gelegenheit, sich anderweit zu verheirathen, hielt jedoch standhaft an dem Glauben fest, daß ihr Mann zu ihr zurückkehren werde. Dies ist denn auch dieser Tage wirklich geschehen. Der Pferde züch t er L. W. Crutchen bei Reno, Rev., hat dieser Tage 1200 Pferde zum Preise von $30 pro Stück verkaust. DieMormonen-Kirchezählt in Utah 120.000, in den. westlichen Staaten und Territorien ungefähr 80 -000, und auf den SandwichJnfeln ge j. T ssf ttnfinAl. - Xtf(tiM ftnh yil i VW 4IUWUV. lV4Vtl 1" ferner in England, namentlich im südit" chen Wales, ziemlich zahlreiche . W.' R. Monro'e'ln ßütaw, Ala., hat einen Preis von. 526 für den beflen.mtt Mais vestandenktt ..Alier aus gesetzt, der von einem Kngben. unter. .16 Jahren ohne fremde Beihülse bestellt worden ist. Der landwirthschaftliche Verein hat diesen Preis kürzlich dem 14jährigen Willie KyleS von Clinton

zuerkannt, dessen Acker bei der vorigen Ernte 2 Bushel MaiS getragen hat. Ein Student inJersey City ging in seinem Eifer für die Wissenschaft kürzlich so weit, daß er' eine weibliche Kindesleiche von der Anatomie mit in sein BoardinghauZ nahm und , in einem Fasse auf dem Dache aufbewahrte, um dieselbe nach 'und nach zu präpariren. Eine HauSgenosün, die mit dem Auf hängen von Wäsche beschäftigt war, ent deckte die Leiche und machte der Polizei Anzeige. Der junge Anatom hatte viel Trubel von der Geschichte, und das erste war, daß er Knall und Fall daS Board inghauS Verlässen mußte. D a S G,e n er a lB u n d e S l a n d amt hat Agenten nach dem Westen und Südwesten geschickt, um nickt nur über dort bei' der Belegung und Eintragung von Regierüngsländereien stattgefundene Betrügereien Erkundigungen' einzuziehen, sondern auch Beweise zu sammeln, um gegen di: Defraudanten vorgehen zu können.', . Am 24.'Mai soll inChicago eine Ausstellung aller zum Eisendahn betrieb nöthigen Dinge abgehalten wer den, bei welcher man sich einen ungemein großen Zulauf verspricht. Wenn man bedenkt, daß der Eisenbahnbetrieb in den Ver. Staaten nach Angabe, des letzten Census - 413,957 Arbeiter aller Art beschästigte, welche an 200 Mill. Dollars Löhne bezogen, ungerechnet die techni

schen Leiter und ihre Gehälter und die vtklngewlnne- der Compagnien, so leuch tet , ein, , daß dieser Geschäftszweig der zweitgrößte im xande, der größte nach dem des Ackerbaues ist. ES sind nur allem 122.489 Arbeiter mit Jnftandhal tung der Geleise beschäftigt. Eine Tochter der FrauBic toria Woodhull ist in London zum ersten Male als Schauspielerin aufgetreten und man stellt ihr gute Aussichten. 5 n e'lner orieiunavor den Zöglingen des "gale College sagte dieser Tage Prof. Gilman, der Prasi dent des John HöpkinS College : . Ma thematik, Latein und Griechisch sollten nur in den Schulen und höchstens noch innerhalb des ersten Studienjahres der Colleges gelehrt werden; in- diesem Lande sollte jeder Student mindestens drei Sprachen gründlich verstehen, und zwzr : englisch, deutsch und französisch. Die Colonre russischerJuden in Charles Co., Md., ungefähr fünf Meilen vom ' Potomac belegen, scheint c L " i . m Nch 0(3 vezten eoelyens zu erfreuen. Sie wurde vor ungefähr fünf Monaten aemeinschasllich von der .Israelitischen Unterstützung; Gesellschaft" und der Yoimg Uten's Colony Association" gegründet. Herr Daniel Schulhaus sandte den Colonlsten im Rainen der genannten Gesellschaften in der vergan genen Woche Ledensmittel zu, serner zwei JugOchzen und em Pferd. Selbst verständlich kann die Colonie, da sie erst so kurze Zeit' besteht, nicht Alle selbst gewinnen, was sie bedars. Sie besteht auö 10 Familien 11 Männern. 10 Frauen und 36 jungen Leuten und Kin dern. Die Farm umfaßt 800 Acker Ge treibe undWaldboden. Für jedeFamilie ist von den Kolonisten selbst ein HauS errichtet worden. Die Ansiedler er sreuen sich, da sie sich sehr fleißig und un ternehmend zeigen, aller Beihülfe, welche ihnen die Bevölkerung der Nachbarschaft der Colonie gewahren kann. Einer von ihnen I. Kaufmann wurde von einem Baume, den er gefällt hatte, zn Boden geschlagen und erlitt einen dop pelten Beinbruch. Die Gesellschaften haben deshalb bis zu. seiner Genesuua sowohl für ihn, wie sür seine Gattin und sür seine fünf Kinder Sorge zu trage. Die schön gepflügten Aecker werden mit Weizen, Mais, Kartoffeln, Bohnen :c. bestellt werden, und ist zu hosfen, daß die Colonie sehr bald schon selbststündig werden wird. Der chinesische oder mongolische Fasan, den man in Europa Goldfasan nennt, ist in Oregon heimisch gemacht w?rden und soll trefflich gedeihen. . In Newberry Co.. S.-C.. ist kürzlich auch eine ' wilde . Frau entdeckt worden, die völlig nackt im Walde lebt und den'Negern großes Entsetzen ein stöbt. A m 31. Januar, verschwand auS PiltSburg der Steinhauer Paul Finger, und zwar verlief er seine Woh nung im Delirium des Nervenfiebers. Jetzt hat man seine Leiche im Flusse gesunden. - . Der Pearl River im M i ssissipvi wurde im vorigen Frühjahre mit der Brüt vgn Lachsen und Flußbarsea besetzt ; dieser Tage wurden bei Jackson ein LachS von 5z Pfund und zwei große Barfe gefangen. Vom Nubkonsk. W e n n d e r P a r i s e r G a ii lois" nicht, wii er sich schmeiche.k, das bestredigirte aller Pariser Blätter ist. so ist er unstreitig diejenige sranzösische Zei tung, welche am Meisten die Trommel rührt, um Abonnenten und Käufer an zulocken. Da die Maiblumen,. welche er den Ersteren zu Neujahr bot, eicht den gewünschten Eifolg gehabt zu haben schienen, verfiel sein sindiger Direktor, Herr Arthur Meyer, auf den Einsall, noch nie .dagewesene Ostereier in daS Blatt einzuwickeln. Diese - bestehen in nichts Geringerem, als in einer Versicherung egen ReiseunfäSr auf dem französischen Festland, die nicht nur den Abonnenten, sondern esnem Jeden zu Gute kommt, der. vor seiner Abfahrt, sei eS per Eisenbahn, Tramway, OmnibuS, Fiaker oder Flußdampser eine Nummer deS GauloiS' gekauft hat. Die Erben Desjenigen, der unterwegs getödtet wird, erhalten- 5000 Franken, auf ebensoviel hat Derjenige Anspruch, der durch einen Unfall -.vollständig, arbeitsunfähig gemacht wird'; ' 2500 Franken' sind für ein lokales Gebrechen in Aussicht gefetzt und 300 Franken für eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 30 Tagen. Der .Gau loiS" steht in seiner Bescheidenheit nicht an, sich mit dem deutschen Reichskanzler zu vergleichen, welcher den Staat in eine

allgemeine' Unsallversicherungs G:sell schast umwandeln wolle. Wir,rust Herr Meyer, wollen aus dem GauloiS-.den

Versicherer aller seiner Leser machen ! Die letzte AnpreisungdeS phantastevellen DirectorS lautet dann im echten ditVamenttol. um den ihn ein 3bnv?ufW beneiden könnte : Nach allem Gesagten habe ich vielleicht em Recht, zu denken, daß Niemand mehr ohne den GauloU wird auf Reisen gehen wollen. Zer ex v!. -i i - t . . vrrlljl oie cyaie unzerer u;cinci ; es ist Gold darin.Die c , e ck i s e S6ul( in Wien, die so aunerordentlick viel Staub ausgewirbelt hat, scheint gar' nicht zu vianoe kommen zu sollen. Im Lager der Gründer und Förderer derselben ist ein tiefgehender Conflilt auSgebrochen, iyr Protettor töraf Harrach, der im Parlament für die czechische Schule aus trat, hat sich zurückgezogen, die Geld Mittel sind sehr spärlich eingegangen, und nun ifcai noch, zum Ueberstuß bie katholische Geistlichkeit des. betregenden Wiener. StabtbezirkeS. Favoriten, in welchem die czechische Schule hätte er richtet werden sollen, gegen dieselbe Stellung genommen. Die katholische Geistlichkeit lehnte . die Uebernahme des RtliaZonSunterriötS ab. anaebliS auZ Zeit und Priestermangel, gleichzeitig eruarte pe ader aucy, dav gar lem Be dürfniß für die czechische Schule vorliege und daß die czechischen Arbeite? jenes Stadtbezirkes durchwegs ihre Kinder in deutsche Schulen schicken und eS auch in Zukunft thun wollen. Der Verein .Ko menöly-, der die ganze Angelegenheit angeregt und betrieben hat, bejcheidet sich allerdingSnoch nicht und will sein Unternehmen durchführend aber die Er richtung der czechischen Schule in Wien ist doch sehr unwahrscheinlich geworden. AuS einem Vortrage des Afrika. Reisenden Lieutenant Wißmann, welchen derselbe vorder österreichischen Geographischen Gesellschast in Wien hielt, sind zwei packende Momente.be sonders hervorzuheben über die kluge AuSnützung eines Aberglaubens, der im Stamme der Tufchilangiö herrscht. Die ser Stamm glaubt an die Seelenvan derung und hielt die beiden weißen Männer sür die veränderten Gestalten der verstorbenen Könige. Die machten sich Pogge und Wißmann zu Nutzen und schloffen mit den regierenden ttönigen Mukenge und Tschikenge Freundschaft. Die Mutter des verstorbenen Königs bot ihrem vermeintlichen Sohne sogar die Schätze an, seine 30 Frauen und et lichc Elephantenzühne, was er aber dan kend ablehnte. In der Gefahr, von ei nem feindlichen Stamme ermordet zu werden, hatte Wißmann, der sich zum Schluß seiner Reife von Dr. Pogge ge trennt und nur wenig Mannschast bei sich hatte, die GeiileSgegenwart, sich zu erinnern, daß dieser feindliche Stamm insbesondere vom gcsürchteten arabischen König Mirambo bedroht sei. Rasch f&iint tt seinen Aermel auf. 5s töte' sine Wunde, und erklärte sich als Bluts freund Mirambo'S, der es furchtbar rä chen würde, wenn ihm ein Haar ge krümmt werde. Die Feinde warfen sich zur Erde und Wißmann suchte sobald als möglich ihnen den Rücken zu kehren. Die größten Schwierigkeiten machten die Träger, die mitunter mit spartanischer Strenge" behandelt werden mußten. D e r P a r i s e r F i g a r o" e r örtert in einer Abhandlung die AuSsich ten der monarchischen Parteien in Frank reich. Selbstverständlich liet, dem royalistischen Schriftsteller zufolge, die Republik in den letzten Zügen, ur.d Frankreich sehnt sich nach einem Retter. Der BonapartiSmuL hat seit dem Ma niseste vom 16. Januar erstaunliche Fortschritte gemacht und wird von dem König Humbeit, dessen Krone allein ein drittes Kaisnreich zu schützen vermag, in der Person des PrinzenNapoleon unter , - r. -. ? r : v ' stützt. Prinz erome ais aizer ver Franzosen wäre für den König von Jta tien der erwünschte Bundesgenosse gegen daS Papstthum und gegen Oesterreich und würde vielleicht dem italienischen Vaterland Teilst. seineGedurtSstadt, zu führen. Auch England würde sich leicht mit -einem dritten Kaiserreich befreun den; von dem Fürsten BiSmarck de hauptet man, daß er zu feiner Umge bung gesagt hat : ur keine BourbonS, keinen Prinzen von Orleans lieber den Dicken"; waS Spanien betrifft, so wäre eS mit der Thronerhebung des Prinzer. Napoleon ebenfalls zufrieden. Dieser hatte also daS .egoistische und eifersüch tige (5 igland, deS haßerfüllte Deutsch land. daS undankbare und ränlevolle Italien" für sich. Aber der Schein trügt oft, und ein historisches Gesetz will, daß das gefallene Regime, dessen ytüiltlt man am meisten besürchtet, niemals das jenige ist, welches wieder an Ruder ge langt. In der Zeitschrift sür die gebildete Welt- (Verlag von Friede. Vieweg u. Sohn in Braunschweig)macht Prof. Dr. Löbker eine Mittheilung.we! ehe die Aufmerksamkeit der Aerzte in ho hem Maße beansprucht und sür die Uidende Menschheit von großem Interesse ist. Es handelt sich dabei um die Hei lung krebsartiger Geschwulste, sowie skrophulöser LymphdrüZenaeschwF.ste durch eine von Professor v. Winiwarter in Lüttich zuerst versuchte Behandlung derselben mitUeberoemiumsäure. Beiden Versuchen wurden 2 Wochenlang täglich etwa I Tropsen einer einprocentigeu wässerigen Lösung der genannten Säure in die Geschwulst eingespritzt; die Folge davon war. daß die Geschwulst vollkom rnen erwekchte, die abgestorbenen Theile sich abstießen, die Geschwulst sich mehr und mehr verkleinerte und nach Verlauf eines WonatS spurlos verschwand. Nur beim eigentlichen Krebs ist bis jetzt die gleiche 'Wirkung ausgeblieben. Sollte sich jene günstige Einwirkung der Ueber oömiumsäure aus bösartige ?eubi!dun .gen auch sernerhin bestätigen, so wären wir in den Besitz eines Mittels für ' die Behandlung von Erkrankungen gelangt, denen bislang die chir, rgische .Wissen schast und Kunst ziemlich achtle? ac genüber gestanden hat.